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ZETTELS KLEINES ZIMMER

Das Forum zu "Zettels Raum"



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Dieses Thema hat 16 Antworten
und wurde 603 mal aufgerufen
 Ältere "Aktuelle Mitteilungen"
Zettel Offline


Beiträge: 17.636


07.08.2009 05:03
Forum nicht zugänglich, Beiträge verloren antworten

Heute Nacht war das Forum zeitweise nicht zugänglich. Jetzt findet man im Support-Forum die folgende Mitteilung:

Zitat von Mitteilung des Administrators
Datenverlust eines Tages bei 15% der Foren wegen Hardwaredefekt in Aktuelle News Heute 03:51
von Johannes • (Administrator)

Sehr geehrte Damen und Herren,

leider muss ich mitteilen, dass bei 15% der Foren Heute Nacht ein Datenverlust aufgetreten ist. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag den 07.08.2009 kam es aufgrund eines weitreichenden Hardwaredefekts eines Servers inkl. der Festplatten gegen 0:30 Uhr zu einem Ausfall dieses Servers. Nachdem sofort durch die 24-Stunden Bereitschaft Maßnahmen eingeleitet wurden und der Schaden begutachtet wurde, war schnell klar, dass die Daten des Servers hier nicht binnen weniger Tage wiederhergestellt werden können.

Wir spielen daher gerade ein Backup vom Vortag bei den betroffenen Foren ein. Dieses Backup stammt vom Donnerstag den 06.08.2009 gegen 05:00 Uhr morgens. Es sind daher leider beinahe alle Änderungen von diesem Donnerstag verloren.

Update 04:10 Uhr: Das Einspielen des Backups wurde für alle betroffenen Foren fertiggestellt

Ich bedaure diesen Datenverlust sehr.

Es ist besonders ärgerlich, da wir infrastrukturelle Änderungen zu einer vollständigen und ständig aktuellen Redundanz an zwei physisch getrennten Orten bereits testen und so einen derartigen Ausfall und generell einen Ausfall aller Foren von ausschließen könnten. Diese Maßnahmen sind jedoch leider erst in wenigen Wochen aktiv.

Bitte haben Sie Verständnis, dass wir zum aktuellen Zeitpunkt aufgrund der anhaltenden Arbeiten keine weiteren Informationen mitteilen können.

Mit freundlichen Grüßen,
Johannes Voß
Miranus GmbH · Homepagemodules.de · Dynamicboard.de

Wenn Sie jetzt wütend sind, dann geht es Ihnen genau wie mir.

Herzlich, Zettel

Calimero Offline


Beiträge: 1.925


07.08.2009 05:13
#2 RE: Forum nicht zugänglich, Beiträge verloren antworten

Oha, zudem blicke ich gerade in die Zukunft. Sie posten um 3 nach sieben, während es bei mir grade mal kurz nach fünf ist.

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... und im übrigen sollte sich jeder, der sich um die Zukunft Sorgen macht, mal zehn-, bis zwanzig Jahre alte Sci-Fi-Filme ansehen.

Ungelt

07.08.2009 10:01
#3 RE: Forum nicht zugänglich, Beiträge verloren antworten

Ich habe die dritte Seite des Threads "Wahlen 09(6) im Flat-Format gesichert, also konkret ab 5.8.09 13:45 (R.A.) bis 6.8.09 15:42 (wieder R.A.) gesichert. Ausserdem hatte ich den Llarian-Beitrag von 21:23 (Antwort an mich) dank StandBy noch im Editor und jetzt auch gesichert. Ich suche aber noch weiter, ob ich etwas entdecke.

Ich kann diesen Teil also in einem praktisch beliebigen Format zur Verfügung stellen, sollte es bei Ihnen nicht rekonstruierbar sein. (Wenn Sie sich die Arbeit überhaupt aufhalsen wollen.)

Ob ich einen schönen Tag wünschen kann?

jana Offline


Beiträge: 210

07.08.2009 10:27
#4 RE: Forum nicht zugänglich, Beiträge verloren antworten

Tut mir leid - für alle, die hier gestern geschrieben haben. Als ob ich das geahnt hätte! (Daher kein Posting von mir. ;-)

Ungelt

07.08.2009 11:08
#5 RE: Forum nicht zugänglich, Beiträge verloren antworten

Zitat von jana
Als ob ich das geahnt hätte! (Daher kein Posting von mir. ;-)
Du bist aber trotzdem fast dabei gewesen - ich hatte Dich in meiner unfertigen Antwort an Llarian erwähnt: als Beispiel dafür, daß selbst Leute mit sehr ähnlicher Herkunft und Lebensgeschichte manchmal unterschiedlicher Meinung sein können. Und dem Zusatz, daß das nicht schlimm sein muß

Eltov Offline


Beiträge: 152


07.08.2009 11:40
#6 RE: Forum nicht zugänglich, Beiträge verloren antworten

Auch wenn das jetzt nach der neugestaltung etwas blöde klingt: Hast du mal überlegt mit dem Forum umzuziehen? Ich denke die Beiträge lassen sich durchaus archivieren, und ganz nebenbei kenne ich genug Leute die in in Teufels Küche gekommen sind weil sie ein Forum in Deutschland gehosted haben. Das ist praktisch eine Einladung für zwielichtige Anwälte.
Edit:

In Antwort auf:
Es ist besonders ärgerlich, da wir infrastrukturelle Änderungen zu einer vollständigen und ständig aktuellen Redundanz an zwei physisch getrennten Orten bereits testen und so einen derartigen Ausfall und generell einen Ausfall aller Foren von ausschließen könnten. Diese Maßnahmen sind jedoch leider erst in wenigen Wochen aktiv.


Na das nenne ich mal höchst professionell.

jana Offline


Beiträge: 210

07.08.2009 13:02
#7 RE: Forum nicht zugänglich, Beiträge verloren antworten

Ich weiß zwar nicht, worüber Du mit Llarian gesprochen hast, aber es ist immer ne interessante Frage, wie man seine Meinung bildet. Es gibt sogar Geschwister, die unterschiedlich gepolt sind, obwohl sie, in der Kindheit, alles geteilt haben. Wer weiß außerdem, inwieweit wir genetisch für bestimmte Haltungen disponiert sind? Na ja, jetzt lábr ich aber echt bläd rum, sorry.

Kallias Offline


Beiträge: 972


07.08.2009 13:45
#8 RE: Forum nicht zugänglich, Beiträge verloren antworten

Lieber Calimero, FTT2.0, Llarian, R. A., Robert Z., liebe Stefanie, lieber Ungelt und Zettel,

ich habe hier einige Beiträge von gestern. Vielleicht haben Sie ja Lust, Ihre herauszusuchen und nocheinmal zu posten.

Gruß,
Kallias

RE: Zettels Meckerecke: Jugendsprache
Calimero
6.8.2009, 6:43

Puh, jetzt komme ich gerade vom „unernsten Quiz“ Kallias’ und traue mich kaum noch, hier meine niedere Prosa zu verewigen. Aber ihren Vorwurf an mich, die vermeintlich „typisch rechtsextreme Mischung aus Arroganz und Aggressivität“ zu gelassen zu sehen, kann ich so nicht einfach unwidersprochen stehen lassen.
Zunächst mal möchte ich mich allen anderen Vorrednern anschließen, die diese Voting-Liste nicht als Beispielsatz „typischer Jugendsprache“ ansehen. Hier wurde ganz einfach eine Ansammlung freakiger, weil nicht geläufiger, Synonyme zusammengestellt.

Jetzt aber zu meiner Replik auf ihren Vorwurf. Zufällig fiel meine Jugendzeit genau in den Zeitraum (80-er/90-er), welchen sie als den jugendsprachlich netteren und harmloseren ansehen, daher denke ich in dieser Beziehung eine gewisse Kompetenz vorweisen zu können. Mit dieser, meiner „Dabeigewesenenkompetenz“ muss ich ihnen, lieber Zettel, sagen, dass sie mit der „Verrohungsvermutung“ von damals zu heute falsch liegen. „Häme gegen Schwache“ gab es in meiner Jugend auch, und ich kann mir kaum vorstellen, dass das jemals nicht so war.

Um ihnen mal zu verdeutlichen, warum ich die angeführten Begriffe für harmlos halte, werde ich einfach mal zu jedem schreiben, was mir dazu spontan einfällt und eventuell, was bei uns „in der guten alten Zeit“ als Äquivalent geläufig war. Tut mir leid, aber sie zwingen mich quasi dazu, zu dem ganzen Unsinn einzeln Stellung zu nehmen.

Aknestäbchen: Falls sie mit ihrer Kritik auf das Merkmal Akne abzielen, muss ich sie fragen, ob sie „Pickelfresse“ besser finden.
AOK-Chopper: Bezeichnet ein Gerät, keinen Menschen.
BÄM: Kenne ich nur aus der Gamer-Szene als Ausruf vor allem von Kiddies, die einen besonders schönen Treffer abfeiern.
Bankster: Hab ich, so glaube ich, schon mal irgendwo gelesen. Garantiert keine Jugend-Wortschöpfung.
Buttern: Da ist mir ein Kommentar zu blöd. Wer kommt auf so was?
Crashdummy: Sie finden „Hirni“ besser? Oder den Vollidiot, der gleich dahinter steht?
Damager: Das Spiel mit den Buchstaben finde ich gelungen. Und, in welcher Position kann man denn am ehesten maximalen Schaden anrichten? Eben! Ich sehe da kein Pauschalurteil allen Managern gegenüber, sondern eher eine witzige Reaktion auf das beliebte mediale Managerbashing.
Don Promillo: Ist mir persönlich zu affektiert, bei uns war es halt ein Spriti, Alki, oder Suffkopp.
Edelratte: Wie gesagt, ein treffender Begriff. Ich präferiere im alltäglichen Sprachgebrauch allerdings weiterhin die „Fußhupe“.
Ego-Deko: Schön allumfassend, da es auch Piercings mit einbezieht. Bei uns gab’s damals nur den Begriff „Tuschkasten“.
Englisches Ballett tanzen: Wird wohl einen wahren Hintergrund haben. Ich war allerdings noch nie mit Engländern auf z.B. „Malle“.
Faltenparty: Na ja, für einen Teeny ist so eine Graukopf-Veranstaltung mit Kaffee und Kuchen durchaus ein Horror. Ich kenne da abwertendere Termini, die mit „Zombie-„ oder „Mumien-“ beginnen.
Gesichtszirkus: Siehe „Ego-Deko“ und vergleiche „Tuschkasten“.
Hagelschaden: Wertet keinen Menschen ab, sondern umschreibt ein körperliches Merkmal. Die Bezeichnung „Orangenhaut“ umschreibt dieses ebenso, klingt aber eben viel fruchtiger.
Hartzen: Finden sie „gammeln“ hübscher? Hier werden m.E. keine Arbeitssuchenden herabgewürdigt, sondern das Abfinden mit einer Existenz in der sozialen Hängematte beschrieben.
Jambajaner: Ein williges Opfer der Klingeltondealer von Jamba.
Knickknack: Häh? Also da gibt’s aber mannigfaltig schönere Begriffe fürs …
Knieschoner: Wie gesagt, grenzwertig, aber finden sie die allgemein gebräuchlichen „Hänget****n“ weniger abwertend?
Komajunkie: Also, wie viele Medienwortschöpfungen mit „Koma-„ werden den Jugendlichen denn täglich um die Ohren gehauen? Der Begriff „Komasaufen“ wurde ja schließlich nicht von Teenies erfunden.
Korall: Öhm, na ja … andere Zeiten, andere Begriffe. Werden da jetzt Korallen, oder ein Waschmittel beleidigt?
Kukidentdampfer: Wie schon gesagt, die Assoziation von Kukident mit Rentnern ist wirklich uralt. Ich habe schon lange keine Kukidentwerbung mehr gesehen, aber als Jugendlicher waren die glücklichen Grauköpfe mit ihren Sprudeltabletten und Haftcremes im TV allgegenwärtig. Da liegt die Gleichsetzung doch nah.
Mausgerecht: Die Erklärung erschließt sich mir nicht. Da es mit Sicherheit was mit Computerbedienung zu tun hat und etwas besonders leicht zu handhabendes bezeichnen könnte, würde ich es spontan mit „klickibunti“ übersetzen.
Obama: Pffft!
Pisaopfer: Also, auf welche Art und Weise man einen intellektuellen Vollpfosten bezeichnet, scheint mir nun wirklich egal zu sein. Sie, lieber Zettel, bevorzugen ja anscheinend „Hirni“, während ich das süddeutsche „Depp“ sehr hübsch finde.
Pornflakes: Lustiger Begriff, sollte bei Pubertierenden aber relativ unnötig sein.
Rudelgucken: Ein sehr schönes Wort, wie schon in meinem ersten Post geschrieben.
Schizo-Clip: Hehe … Treffer, versenkt!
Schnecken-TÜV: Eine Herabwürdigung? Glauben sie mir, die Mädels schon meiner Generation gehen damit auch verbal äußerst locker um. Da habe ich vielleicht als 14-jähriger das letzte mal rote Ohren bekommen.
Untermoppelt: Also das finde ich netter als die früher übliche „Fahrradspeiche“. Nicht mal das Gegenteil ist anscheinend uncharmant, nach dem Erfolg von „Moppel-Ich“ zu schließen.
Verschnitzeln: Da haben sie, lieber Zettel wohl selbst etwas „verschnitzelt“, wenn ich mir ihre Assoziation mit „Stücken rohen Menschenfleisches“ so angucke. Wenn der Begriff für „verhauen/verpatzen“ stehen soll, hat er eher was mit vergeigten Aufgaben/Prüfungen zu tun. Ich persönlich spreche da gern von „verreißen“ und meine damit auch keine Vierteilung.

Mir scheint, dass wir da eine Art sprachlichen Generationenkonflikt ausfechten, den keiner für sich entscheiden können wird. Was darf, was darf man nicht? Was ist moralisch einwandfrei, was grenzwertig, was einfach nur spinnert?
Die Eingangssätze im Hauptartikel, die sie „rotzig, witzig, sprachspielerisch und spracherfinderisch“ nennen, finde ich, nun ja … irgendwie niedlich und „oldfashioned“. Ich hätte ihre Entstehung spontan irgendwo in den 60-ern verortet. So unterschiedlich sind wohl die Sichtweisen, wenn man auf verschieden lange Zeiträume zurückblicken kann.
Ich verstehe ihre Empörung wirklich nicht. Für mich gehört das alles in die gleiche Kategorie harmlosen Unsinns wie der "Warmduscher" oder der "Turnbeutelvergesser".

Herzlich, Calimero

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... und im übrigen sollte sich jeder, der sich um die Zukunft Sorgen macht, mal zehn-, bis zwanzig Jahre alte Sci-Fi-Filme ansehen.


RE: Vorschlag zur Definition von "liberal"
Stefanie
6.8.2009, 11:01

"Es ist die Freiheit des anderen, aber nicht des anderen, dessen Meinung wir ohnehin sind. Es ist die Freiheit dessen, der anderer Meinung ist, der uns abstösst, den wir nicht mögen, der anders ist. Es ist die Freiheit von Gunther von Hagens seine Leichen auszustellen, es ist die Freiheit des Kannibalen eine Leiche zu verspeisen, die ihm der Verstorbene überlassen hat, es ist die Freiheit eines Menschen mit freiem Willen von einer Brücke zu springen."


Ihre absolute Freiheit gibt es nicht. Die absolute Freiheit stößt da an ihre Grenzen, wo sie für andere eine Einschränkung ihrer Freiheit bedeutet. Absolute Freiheit kann es nur da geben, wo keine Dritten direkt betroffen sind – ggf. auch indirekt. Da dem Freiheitsbegriff also immer eine Abwägung zwischen einzelnen Rechtsgütern immanent ist, ist Natur der Sache die Freiheit beschränkt. Die Schranken ergeben sich in einer Demokratie aus der Verfassung und durch den Willen des Volkes. Also welches Rechtsgut einem anderen weichen soll bzw. durch ein anderes eingeschränkt werden darf. Aber selbst bei den schrankenlos gewährten Grundrechten gibt es Grenzen, denn was für den einen eine Einschränkung ist, bedeutet für den anderen noch keine. Ihre Beispiele oben sind welche, bei denen kein Dritter zumindest unmittelbar betroffen wird. Der Selbstmörder beschränkt keinen anderen direkt in seiner Freiheit durch seinen Sprung und der Kannibale, der jemanden auffrißt, der dies möchte, ebenfalls nicht.

Der ewige Aufreger, lautes Musikhören. Die Freiheit des einen ist die Beeinträchtigung des anderen. Also lässt man Musikhören in dem Rahmen zu, in dem es die Allgemeinheit akzeptabel findet. Die Freiheit des einzelnen wird durch das eingeschränkt, was die Mehrheit als schützenswerter erachtet – zumindest in einer Demokratie.

Seit Bestehen der Bundesrepublik haben sich Freiheitsrechte ergeben aufgrund von Meinungswechseln in der Bevölkerung. Z.B. Homosexuellen-Beziehung, die waren verboten, oder das Frauen arbeiten dürfen ohne ihren Mann vorher zu fragen (heute unvorstellbar, dass es der Einwilligung des Mannes bedurfte), man kann sich scheiden lassen, ohne dass einer schuld sein muss, weil akzeptiert wird, Paare können sich trennen wie sie wollen (unter der Einschränkung einem Gericht dafür zahlen zu müssen) etc..

Auf der anderen Seite wurden Freiheitsrechte eingeschränkt. Nehmen wir die Internetblockade. Es gibt nach meinem Kenntnisstand keine Befragungen, wie viel % der Bevölkerung dahinter stehen. Ich habe aber den Verdacht, eine Mehrheit findet das gut. Bei fast allem, was hier in diesem Threat bemängeln wird, ist nicht ein Großteil der Bevölkerung dagegen. Man nehme die Wirtschaftspolitik, wie vielen ist die nicht sozial genug. Und hier sind wir beim Pudels Kern. Sicher beeinflusst Politik. Aber zu sagen, die Politik macht das gegen den Wählerwillen, ist wohl nicht zutreffend.

Zurück zu Ihrer grenzenlosen Freiheit. Für mich ist liberal, was den einzelnen Individuen in der Gesellschaft die weitestgehenden Freiheitsrechte einräumt. Und diese individuellen Freiheitsrechte werden nach meinem Geschmack immer mehr beschnitten, indem sich der Staat in alles einmischt. Wen kann das aber wundern, bei einer Gesellschaft, die meint der Staat müsse sich in Managergehälter einmischen und einen Grundlohn einführen. Bei einer Gesellschaft die denkt, sie können mitreden, was andere zu verdienen und an Gehalt zu zahlen haben. Die fordert, der Staat müsse Kinderhort Plätze schaffen anstatt zu fordern, der Staat solle endlich den Eltern selbst überlassen, wie sie ihre Kinder betreuen, die nach mehr Verbraucherschutz rufen, weil sie sich selbst wohl nicht in der Lage sehen, Packungsangaben zu lesen, die härtere Gesetze, also noch mehr Staat und mehr Kontrolleure bei der Steuerhinterziehung fordern, anstatt endlich ein gerechtes und übersichtliches Steuersystem laut zu fordern, die nicht erst einmal schluckten, sondern sofort applaudierten als von Verstaatlichung der HRE begonnen wurde zu reden etc.. Die Liste ist lang, wobei der Bürger nach dem Staat schreit und die Politiker kommen dem halt nach. Oder war es anders herum, der Staat regelte alles und der Bürger hat sich dran gewöhnt? Ich weiß es nicht.


RE: Vorschlag zur Definition von "liberal"
Robert Z.
6.8.2009, 11:09

In Antwort auf:
Ich sehe immer so ein Bild vor mir: man wacht im Führerstand einer Dampflok auf, der mit tausenden von Schaltern und Hebeln ausgestattet ist. Die Lok ist unter Volldampf unterwegs und die einzige Information, über die wir zuverlässig verfügen, ist die, daß es schon seit Jahrtausenden so geht. Es ist also mit einiger Sicherheit anzunehmen, daß die Gleise nicht eben nach der nächsten Bergkuppe verschwunden sein werden. Was ist jetzt angesagt - einfach mal rumprobieren - oder das Ganze ersteinmal mit einer riesigen Portion Respekt zu betrachten?
Das ist dann aber eben nicht die liberale Sicht auf die Dinge, sondern die konservative. Mein Problem mit dieser Weltsicht ist, daß man mit ihr jeden Status quo zu jeder Zeit rechtfertigen kann. Liberale und Konservative sind in der heutigen Zeit und in unserem Land natürliche Verbündete, weil unser Land in seiner Grundordnung schon recht liberal ist und weil Änderungswünsche daher meist in eine unliberale Richtung gehen. In der Vergangenheit hätte man mit der konservativen Weltsicht aber Sklaverei, Adelsherrschaft oder die Unterdrückung der Frau rechtfertigen können, denn das Lokomotivenführerstandargument galt natürlich auch damals schon. Darin liegt m.E. auch eine gewisse Ironie: die Konservativen sind mit ihren Argumenten Verteidiger eines Status quo, dessen Einrichtung sie früher mit den gleichen Argumenten bekämpft hätten.



RE: Vorschlag zur Definition von "liberal"
FTT 2.0
6.8.2009, 11:24

Zitat von Robert Z.
Ironie: die Konservativen sind mit ihren Argumenten Verteidiger eines Status quo, dessen Einrichtung sie früher mit den gleichen Argumenten bekämpft hätten.
Das wäre richtig, wenn "die Konservativen" von heute identisch sind mit denen von damals. Dann sind "konservativ" und "liberal" tatsächlich unveränderliche, vom Status quo ablösbare Charaktereigenschaften. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass viele Liberale von gestern heute konservativ wären, weil es ihnen um Positionen und nicht um Dogmen ging.



Liberale und Konservative
Zettel
6.8.2009, 12:08

Zitat von Robert Z.
Liberale und Konservative sind in der heutigen Zeit und in unserem Land natürliche Verbündete, weil unser Land in seiner Grundordnung schon recht liberal ist und weil Änderungswünsche daher meist in eine unliberale Richtung gehen. In der Vergangenheit hätte man mit der konservativen Weltsicht aber Sklaverei, Adelsherrschaft oder die Unterdrückung der Frau rechtfertigen können, denn das Lokomotivenführerstandargument galt natürlich auch damals schon.
Damit haben Sie, lieber Robert, glaube ich den Kern der Sache herauspräpariert.

Die Dichotomie "konservativ-liberal" entstammt dem achtzehnten und neunzehnten Jahrhundert, als die Konservativen die Besitzer von Grundvermögen waren und die Liberalen das aufstrebende Bürgertum. (Es gab auch ein konservatives Bürgertum, das eine Mittelstellung einnnahm; oft versuchten ja damals Neureiche auch, sich durch den Kauf eines Gutes in die Oberschicht hineinzubewegen).

Mitte des 19. Jahrhunderts war ein tpyischer Konservativer der junge Junker Otto von Bismarck, der die Liberalen haßte: Ein Mann des Adels, der Krone, der Klassengesellschaft, einer autoritären Ordnung. Liberale waren die Burschenschafter, die Revolutionäre von 1848.

Konservative wollten die Freiheit unterdrücken; sie waren Anhänger eines Obrikeits- und Polizeistaats. Liberale kämpften gegen den Obrigkeits- und Polizeistaat und wollten ihn durch eine freie Republik ersetzen; einen demokratischen Rechtsstaat. Einen größeren Gegensatz kann man sich kaum vorstellen.

In England wurde das politische System folgerichtig durch eine große konservative Partei - die Tories - dominiert und eine große liberale Partei - die Whigs. In Deutschland brachte es das liberale Bürgertum nie zu einer vergleichbaren politischen Wirkung. Das lag wesentlich an einer Zeitverschiebung: Als in Deutschland das liberale Bürgertum endlich seinen Aufstieg hatte, begann bereits die Ära der Sozialdemokratie. In England dadurch ausgedrückt, daß die Whigs schrumpften und Labour zum neuen Gegenspieler der Tories wurde.



Wenn Liberale heute den "Obrigkeitsstaat" als ihren Hauptgegner ansehen, dann ist das 19. Jahrhundert.

Wenn ein durch und durch rechtsstaatlich denkender Mann wie Schäuble als eine Art neuer Fouqué aufgebaut wird, dann hat das für mich etwas Nostalgisches, um nicht zu sagen Ahistorisches. Es ist ein Denken in längst obsolet gewordenen Kategorien; so wie die Kommunisten unsere Gesellschaft immer noch für eine Klassengesellschaft halten.

Es ist ein in seiner Rückwärtsgewandtheit fast schon gespenstisches Denken. Denn heutige Konservative sind ja nicht mehr kaisertreu und im Klassendenken befangen; sie wollen gerade keinen autoritären Staat.

Sondern sie betonen zum Beispiel christliche Werte, treten für die Bewahrung der eigenen Kultur gegenüber der Kultur von Einwanderern ein, wollen diesen demokratischen Rechtsstaat schützen und erhalten, indem sie ihn gegen den Terrorismus und gegen Kriminalität überhaupt verteidigt wissen wollen.

Vor allem treten heutige Konservative für die Rechte des Einzelnen gegenüber einer Gesellschaft ein, die zunehmend diese Rechte beschneidet. Nicht mehr im Namen von König und Dynastie, sondern im Namen einer Fürsorge für "unsere Menschen".

Die Träger dieser Haltung sind die Angehörigen der neuen Herrschenden Klasse: Staatsbedienstete, vor allem im Bildungs- und Sozialbereich, Mitarbeiter von Verbänden, Gewerkschaften, von Öko-Einrichtungen aller Art, deren gemeinsames Interesse es ist, an die Stelle eines freien Individuums, das ihre Hilfe nicht braucht, die allseitig infantilisierte sozialistische Persönlichkeit treten zu lassen; Menschen, die keine Ware mehr kaufen können, ohne eine "Beratung" in Anspruch genommen zu haben, denen man verbieten muß, in ihrem Haushalt bestimmte Produkte zu verwenden, bis hin zur Glühbirne.

Es ist heute nicht mehr ein barscher Vater Staat, der unsere Freiheit knebeln will, sondern eine sanfte Mutter Staat. Die Mittel und die Begründungen sind verschieden; das Ziel ist dasselbe.



Gegen diese Tendenz zur Entmündigung und Kollektivierung steht heute der Konservativismus, und zwar gemeinsam mit dem Liberalismus. In Europa mußte sich der Konservativismus für diese neuen Fronten wandeln, in den USA überhaupt nicht. Dort sind es traditionell die Konservativen, die die Freiheit des Einzelnen gegen den Staat verteidigen.

In Europa ist Ron Paul das Idol vieler Liberaler. In den USA gilt er als erzkonservativ; wenn auch in der libertären Variante. Völlig undenkbar, daß ein solcher Liberaler in der Partei Obamas wäre. Er gehört zu den Konservativen.

Herzlich, Zettel


RE: Vorschlag zur Definition von "liberal"
Ungelt
6.8.2009, 12:24

In Antwort auf:
Ich sehe immer so ein Bild vor mir: man wacht im Führerstand einer Dampflok auf....
Zitat von Robert Z.
Das ist dann aber eben nicht die liberale Sicht auf die Dinge, sondern die konservative.

Dem stimme ich zu. Ich habe aber nicht gesagt und auch nicht gemeint, daß man alle Hebel für alle Zeiten in der Position belassen soll, in der man sie vorgefunden hat. Ich halte nur den Gedanken für gefährlich, davon auszugehen, daß ein Verstellen der Hebel neben den beabsichtigten Wirkungen keine unbeabsichtigten Nebenwirkungen hat. Bei einer realen Lok würde man zuerst versuchen die einzelnen Hebel getrennt und nacheinander zu testen, um deren Wirkungsweise und Begleiterscheinungen verstehen zu lernen. Real gibt es aber zu viele Lokführer, die im Kopf bereits ein fertige Vorstellung vom Ziel und dem Bedienungskonzept haben.

Wenn alle Aspekte öffentlich, gleichberechtigt und frei diskutiert werden können, ist gegen das mögliche Ergebnis, einen Hebel zu verstellen, natürlich nichts einzuwenden.
Zitat von Robert Z.
Mein Problem mit dieser Weltsicht ist, daß man mit ihr jeden Status quo zu jeder Zeit rechtfertigen kann.
Ja, es ist ein wichtiges, aber dennoch nur ein Argument. Es gibt ja auch Gegenargumente. Ich habe immer dann ein relativ sicheres Gefühl, wenn ich glauben darf, daß die jeweiligen "Entscheider" in der Lage und bemüht sind beide Argumentationslinien zu sehen und zu bewerten. Bei Dogmatikern wird es mir dagegen schnell mulmig.
Zitat von Robert Z.
Liberale und Konservative sind in der heutigen Zeit und in unserem Land natürliche Verbündete, weil unser Land in seiner Grundordnung schon recht liberal ist und weil Änderungswünsche daher meist in eine unliberale Richtung gehen.
Sehe ich genau so.
Zitat von Robert Z.
In der Vergangenheit hätte man mit der konservativen Weltsicht aber Sklaverei, Adelsherrschaft oder die Unterdrückung der Frau rechtfertigen können, denn das Lokomotivenführerstandargument galt natürlich auch damals schon.

Darin liegt m.E. auch eine gewisse Ironie: die Konservativen sind mit ihren Argumenten Verteidiger eines Status quo, dessen Einrichtung sie früher mit den gleichen Argumenten bekämpft hätten.
Das gleiche Argument kann ja irgendwann falsch sein, ein anderes mal aber richtig! Es geht aus meiner Sicht immer um das richtige Maß der Dinge. Wenn ich denke, daß die Lok zu langsam unterwegs bin, ist es möglicherweise sinnvoll, einen Zahn zuzulegen. (Diesesmal konkret ;-) Das bedeutet aber natürlich nicht, daß man immer nur beschleunigen muß.



RE: Liberale und Konservative
R.A.
6.8.2009, 12:36

Zitat von Zettel
Vor allem treten heutige Konservative für die Rechte des Einzelnen gegenüber einer Gesellschaft ein, die zunehmend diese Rechte beschneidet. Nicht mehr im Namen von König und Dynastie, sondern im Namen einer Fürsorge für "unsere Menschen".
...
Gegen diese Tendenz zur Entmündigung und Kollektivierung steht heute der Konservativismus, und zwar gemeinsam mit dem Liberalismus.
Mir ist etwas unklar, wo sie solche Konservative sehen. In der Union mag es sie vereinzelt geben, aber das sind Randerscheinungen.

Denn wenn es um eine paternalistische Haltung des Staates gegenüber seinen Untertanen geht, geben sich Konservative wenig zu den sozialbevormundenden Linken (deswegen ist es auch etwas müßig zu fragen, ob sich nun die CDU in den letzten Jahren "sozialdemokratisiert" hat, oder einfach nur ihren althergebrachten Reflexen folgt.

Es gibt durchaus eine konservative Tradition, die das Individuum betont (allerdings oft beschränkt auf wenige Individuen, die durch Bildung, Haltung, eigenständiges Denken hervorstechen - typischerweise ist das dann der intellektuelle Vordenker selber, für die "primitive Masse" hat er wenig Respekt, die sieht er als Objekt klarer Reglementierung).

Die wenigsten Unions-Politiker sind aber wohl dieser Tradition zuzurechnen. Wenn eine von der Leyen den Leuten eine gewisse Lebens- (Familien-)planung aufdrücken will, wenn alles verboten werden soll, was irgendwie "unmoralisch" ist (Pornos, Ballerspiele, ...), wenn alle Bürger fernab von Selbstverantwortung in einen Einheits-Gesundheitsfonds gedrückt werden sollen - dann hat das nichts mit Konservatismus in ihrem Sinne zu tun.

Interessanterweise scheint es so zu sein, daß Konservative mit Respekt vor dem Individuum am ehesten noch im (fast verschwundenen) christlichem Kern der Union zu finden sind. Gläubige Christen haben eben höhere Instanzen (Gott, bzw. ihr eigenes Gewissen) als den Staat, und sind meist etwas zurückhaltend, wenn der Staat seine Lehren durchdrücken will.



RE: Vorschlag zur Definition von "liberal"
R.A.
6.8.2009, 12:40

Zitat von Ungelt
Ich sehe immer so ein Bild vor mir: man wacht im Führerstand einer Dampflok auf, der mit tausenden von Schaltern und Hebeln ausgestattet ist. Die Lok ist unter Volldampf unterwegs und die einzige Information, über die wir zuverlässig verfügen, ist die, daß es schon seit Jahrtausenden so geht. Es ist also mit einiger Sicherheit anzunehmen, daß die Gleise nicht eben nach der nächsten Bergkuppe verschwunden sein werden. Was ist jetzt angesagt - einfach mal rumprobieren - oder das Ganze ersteinmal mit einer riesigen Portion Respekt zu betrachten?
Interessantes Bild. Paßt aber in einem ganz entscheidenden Punkt nicht:
Wir sind nicht eben in diesem Staat aufgewacht, und wir sind nicht unwissend über die Schalter und Hebel.

Sondern wir haben im Gegenteil eine ausführliche Vorgeschichte, die Einführung jedes Hebels ist dokumentiert, mit Erläuterung der beabsichtigten Wirkung. Und wir haben viele Informationen, was nach und mit Einführung (oder Veränderung) jedes Hebels so alles passierte.

Das heißt jetzt nicht, daß wir locker mal alle Hebel gleichzeitig neu einstellen sollten in Richtung einer erhofften Wirkung - dazu sind die Interdependenzen zu groß.

Aber es wäre angesichts der analysierten Probleme und der vorliegenden Informationen fast fahrlässig, aus lauter Respekt die Lok ungesteuert weiterrasen zu lassen.


RE: Vorschlag zur Definition von "liberal"
Ungelt
6.8.2009, 13:21

Zitat von R.A.
Zitat von Ungelt
Ich sehe immer so ein Bild vor mir: man wacht im Führerstand einer Dampflok...
Interessantes Bild. Paßt aber in einem ganz entscheidenden Punkt nicht:
Wir sind nicht eben in diesem Staat aufgewacht, und wir sind nicht unwissend über die Schalter und Hebel.
Sondern wir haben im Gegenteil eine ausführliche Vorgeschichte, die Einführung jedes Hebels ist dokumentiert, mit Erläuterung der beabsichtigten Wirkung. Und wir haben viele Informationen, was nach und mit Einführung (oder Veränderung) jedes Hebels so alles passierte.
Natürlich sind wir nicht ganz ohne Informationen. Wir haben u.A. eine Menge Experten, die teilweise total widersprüchliche Informationen über die Funktion bestimmter Bedienungselemente vertreten. Informationen, die gewonnen wurden, sind ausserdem teilweise durch die von Ihnen genannten "Interdependenzen" beeinflußt und/oder sie beziehen sich im Gesamtmaßstab immer auf einen sehr kurzen Zeitabschnitt. Manche Experten berufen sich darauf, daß alles "Psychologie" ist - das würde aber alle entsprechenden Expertenaussagen zweifelhaft machen, denn wie sollten diese Experten "echtes Wissen" preisgeben können, ohne damit sofort die Wirklichkeit zu beeinflussen?

Ich halte diese Schwierigkeiten für naturgegeben und auch für akzeptabel, für den "Normalgebrauch". Daß damit aber die Funktion dieser "Lok", geklärt sein sollte, glaube ich auf keine Fall.
Zitat von R.A.
Aber es wäre angesichts der analysierten Probleme und der vorliegenden Informationen fast fahrlässig, aus lauter Respekt die Lok ungesteuert weiterrasen zu lassen.
Naja, irgendwelche Steuerungsmechanismen wird die Lok schon eingebaut haben, sonst wäre sie nicht schon so lange unterwegs, ohne unser Zutun. Ist es wirklich wahrscheinlich, daß wir, die "Retter", genau in dem passenden Augenblick auf dem Spielfeld aufgetaucht sind? Und "Rasen" ist doch eine reine Definitionsfrage.

Ich halte es mit diesen Steuerungseingriffen in meinem eigenen beruflichen und privaten Umfeld so: Ein Gedanke taucht auf, wird eine Zeitlang abgeklopft und begutachtet, wenn möglich mit anderen besprochen, verworfen und wieder hervorgeholt. Und dann irgendwann möglicherweise umgesetzt. So gemächlich ist manches machbar. Begriffe wie "fahrlässig" und "ungesteuert weiterrasen" erzeugen bei mir aber schon eine gewisse Abwehrhaltung.


RE: Liberale und Konservative
Zettel
6.8.2009, 13:48

Zitat von R.A.
wenn alle Bürger fernab von Selbstverantwortung in einen Einheits-Gesundheitsfonds gedrückt werden sollen - dann hat das nichts mit Konservatismus in ihrem Sinne zu tun.
Richtig. Und nichts mit CDU-Politik.

Die Union wollte bekanntlich die Kopfpauschale mit einem niedrigen, für alle gleichen Grundbeitrag und die Möglichkeit, darüber hinaus Zusatzleistungen individuell zu versichern; bei voller Erhaltung der Alternative, sich privat zu versichern.

Das wäre wirklich eine Reform gewesen - die Abkopplung der Beitragshöhe von der Höhe des Einkommens; also faktisch die Übernahme des Prinzips der privaten Versicherung in die gesetzliche Versicherung. Damit eine Entlastung nicht nur der Arbeitnehmer, sondern vor allem auch der Arbeitgeber, für die jede Gehaltserhöhung ja automatisch auch höhere Beiträge zur Krankenversicherung bedeutet.

Die SPD wollte das krasse Gegenteil - die "Bürgerversicherung", eine Zwangsversicherung für alle, auch Selbständige usw., für die die Bemessungsgrundlage ihre gesamten Einkünfte sein sollten. Das ganze Volk sollte in eine vom Staat kontrollierte, einkommensabhängige Versicherung gezwungen werden.

Der Gesundheitsfonds war ein mühsamer und schlechter Kompromiß. Aber, lieber R.A. - ich sehe bei Ihnen immer wieder denselben Irrtum: Sie rechnen das, was die CDU nun einmal in der Koalition mit einem gleichstarken Partner nolens volens als Kompromiß akzeptieren mußte, der Union selbst zu, so als hätte sie das gewollt und zu vertreten.

Ich verstehe ja, lieber R.A., daß Sie als engagierter Oppositionspolitiker so argumentieren; ich täte es in einem Wahlkampf auch. Sie wollen, daß die Leute die FDP wählen statt die CDU, also rücken Sie die CDU so nah an die SPD heran, wie es geht.

Völlig legitim für einen Wahlkämpfer. Aber die Diskussion hier im Foraum macht es aus meiner Sicht schwierig, deshalb habe ich mich ja auch daraus zurückgezogen. Dies also nur als kleiner Nachklapp.

Herzlich, Zettel


RE: Liberale und Konservative
Stefanie
6.8.2009, 14:23

Lieber Zettel,

den meisten Ihrer Ausführungen kann ich zustimmen. Aber

„Sie rechnen das, was die CDU nun einmal in der Koalition mit einem gleichstarken Partner nolens volens als Kompromiß akzeptieren mußte, der Union selbst zu, so als hätte sie das gewollt und zu vertreten.“

es ist nun leider nicht so, dass alles, was an Sozialistischem in der Regierung geschah, nur ein Kompromiss für die CDU war. Man denke nur an die Staatsbürgschaften für Opel. Mit als erstes schrie Rüttgers, dass man Opel retten müsse. Oder für mich das Paradebeispiel gegen die freie Marktwirtschaft: Dass andere Länder sich unseren Standards anpassen müssen, um Steuerflucht zu verhindern. Dass nicht das beste System Vorreiter ist, sonder die besseren sich den schlechten anpassen müssen. Dies unter Drohungen. Da hat Frau Merkel in kein anders Horn geblasen als auch Herr Steinbrück und in Sachen Opel Rettung waren Steinbrück und Merkel voll auf einer Linie, einzig zu Gutenberg vertrat eine Gegenposition. Oder die Sache mit der Abwrackprämie. Dieses Gesamtpaket sorgt dafür, dass nicht der Markt bestimmt, welche Güter werden gekauft und welche Unternehmen überleben, sondern der Staat greift hier massiv regulierend ein. Das hat nichts mehr mit freier Marktwirtschaft zu tun und wird von einem überwiegenden Teil der CDU mitgetragen. Auch von der CSU. Herr Seehofer war nur solange gegen ein Eingreifen/Subventionieren/Regeln des Staates, bis es Quelle in seinem Lande betraf.

Und von wegen Kompromiss. Warum hat die Union die Erbschaftssteuerreform nicht scheitern lassen - sie betont doch immer, dass sie den Mittelstand entlasten will-, stattdessen schnell noch einen Kompromiss gefunden, der massiv mittelständische Unternehmen gängelt bis hin zu der Gefahr, dass Steuerzahlungen den Bestand des Unternehmens gefährden können, weil die Politik den Erben z.B. Vorgaben über die Beschäftigungszahlen über einen bestimmten Zeitraum machen will. Es mir zu einfach, alles damit zu rechtfertigen, die Union musste Kompromisse schließen. Sie ist inhaltlich weiter nach links gerückt. Weshalb auch so viele aus dem wirtschaftsliberalen Flügel enttäuscht sind.

Viele Grüße


RE: Liberale und Konservative
R.A.
6.8.2009, 15:42

Zitat von Zettel
Die Union wollte bekanntlich die Kopfpauschale mit einem niedrigen, für alle gleichen Grundbeitrag und die Möglichkeit, darüber hinaus Zusatzleistungen individuell zu versichern; bei voller Erhaltung der Alternative, sich privat zu versichern.
I stand corrected.
Ich hatte die Kopfpauschale mit dem Gesundheitsfonds verwechselt.
Bei meinen übrigen Punkten bleibe ich ;-)

In Antwort auf:
Sie rechnen das, was die CDU nun einmal in der Koalition mit einem gleichstarken Partner nolens volens als Kompromiß akzeptieren mußte, der Union selbst zu, so als hätte sie das gewollt und zu vertreten.

Das versuche ich zu vermeiden, der Verweis auf den Gesundheitsfonds war ein Irrtum. Ich meinte ansonst Politik, die original von der CDU gewollt und vertreten wurde. Und die ist selten konservativ im Sinne von individualistisch.
In Antwort auf:
Völlig legitim für einen Wahlkämpfer.
Großes Pfadfinder-Ehrenwort: Ich mache hier keinen Wahlkampf.
Das entspricht weder meinem Naturell noch wäre es hier sonderlich sinnvoll.

Wobei die Fragen "was ist konservativ" bzw. "wie konservativ ist die Union" nur bedingt mit unserer Koalitionsdiskussion zu tun haben.



RE: Vorschlag zur Definition von "liberal"
Llarian
6.8.2009, 21:23

Lieber Ungelt,

da ich Ihnen in den meisten Dingen zustimme, wirds jetzt ein bischen kürzer:

Ich stimme zu, wir können es nur mit der Union versuchen, denn nur bei dieser besteht die Chance, dass sich was tut. Ich fürchte nur, man wird sie dazu tragen müssen und deshalb brauchts eine starke FDP.
In Antwort auf:
Aber im Ernst - das hat ja mit der "Kontrolle der Sprache" zu tun, wie es Lion Edler gerade bei ef beschreibt - die Bedeutung entspricht einfach dem, was die Mehrheit darunter versteht. Man kann dafür kämpfen die eigene Bedeutung durchzusetzen, man kann sie aber niemandem vorschreiben.
Ja und nein. In der Realität haben Sie recht, denn was nützt eine Definition, die von einer Mehrheit nicht verstanden wird ? Aber im Prinzip haben Sie unrecht, denn die Kontrolle der Sprache ist genau das, was die Kollektivos seit Jahrzehnten erfolgreich betreiben und durchsetzen. Und ich denke man sollte bei wichtigen Begriffen hier eine Grenze ziehen und zumindest klar sagen, dass auch das Verständnis einer Mehrheit falsch sein kann.
Wenn wir Liberalismus als politische Idee durchsetzen wollen (ich für meinen Teil möchte das), dann muss auch klar gesagt werden, was das denn genau ist. Und dann darf es nicht etwas sein, worunter jeder verstehen darf, was er gerade möchte. Ich hänge mich nicht an den Begriff, wir können es auch Xylophonismus nennen. Wichtig ist, dass es klar definiert wird, dass es klar gesagt wird und klar als Botschaft angegeben wird. Wenn wir Liberalismus als Begriff vermitteln wollen, dann müssen wir die Beliebigkeit des Begriffes auf jeden Fall vermeiden.


RE: Vorschlag zur Definition von "liberal"
Llarian
6.8.2009, 21:35

Liebe Stefanie,

mein Begriff der Freiheit entspringt einem Ideal. Und ganz sicher nicht dem Willen einer Mehrheit.

Wenn ich ihre Zeilen lese, kann ich mich des Eindruck nicht verwehren, dass Sie darauf hinauswollen, Freiheit entstünde aus einem Staat heraus, aus dem Willen der Mehrheit, aus der Demokratie. Die "Freiheitsrechte" vergeben kann oder auch nicht. Das mag ein juristische interessanter Gedanke sein, hat aber mit dem, was ich unter Freiheit verstehe, nur am äussersten Rande zu tun. Lassen Sie es mich konkretisieren:

Wir könnten darüber abstimmen, ob Gunther von Hagens seine Leichen ausstellen darf. Ich habe wenig Zweifel daran, wie diese Abstimmung ausgehen würde. Also würde die Mehrheit dieses "Freiheitsrecht" nicht zugestehen und alles wäre in Butter. Zumindest im staatstheoretischen, juristischen Zusammenhang. Aber genau das ist nicht der Freiheitsbegriff, von dem ich spreche.

Freiheit ist das tun zu können, was nicht die Zusprache einer Mehrheit findet, was nicht einmal die Zusprache eines einzelnen findet, solange es keinem anderen schadet. Das und nur das kann wirkliche Freiheit sein. Damit ist auch der Fall der Abwägung noch gar nicht aufgetaucht, denn die allermeisten Dinge müssen nicht abgewägt werden. Hundert Sachen, die ich täglich tue betreffen niemanden ausser mir und vielleicht noch die Person, mit der ich mir das Kopfkissen teile. Da ist keine Abwägung notwendig.

Nun wollen Sie darauf hinaus, dass Freiheiten auch kollidieren. Das stimmt. Und man muss die Freiheiten dann gegeneinander abwägen. Aber auch dies ist keine Entscheidung einer Mehrheit, sondern eine Entscheidung in der Sache. Wenn wir die Freiheit eines Millionärs seine Millionen auszugeben gegen die Freiheit von 10 anderen setzen diese Million auszugeben, ist eine demokratische Entscheidung schon ein Problem. Ich glaube nicht, dass Mehrheiten qualifizieren über die Freiheit und Rechte anderer zu urteilen. Ich glaube an einen liberalen Rechtsstaat, der das tun muss.

Zusammenfassend kann man wohl sagen, dass wir gar nicht so weit voneinander entfernt sind. Nur sprach ich eben von einem Ideal.


RE: Vorschlag zur Definition von "liberal"
Stefanie
6.8.2009, 21:53

Lieber Llarian,

mein Ideal von Freiheit habe ich hier nicht beschrieben. Ganz sicher ist meine Vorstellung von Freiheit nicht deckungsgleich mit der der Mehrheit. Ich beschrieb die Realität in einer Demokratie. Wenn ich mein Ideal von Freiheit durchsetzen möchte, müsste ich mir eine einsame Insel kaufen oder hier einen Putsch veranstalten und die Demokratie und damit alle meine Werte verabschieden.

Sie schrieben, dass Sie Beliebigkeit ablehnen. Dem stimme ich zu, wenn auch nicht so weit gehend, wie Sie das tun. Ich möchte, dass unsere Politiker weniger beliebig sind, indem sie auf die Stimmungen des Volkes springen, sondern offen auch vor der Presse und vor der Gesellschaft zu ihren Versionen - bis auf die Linken tut das keiner mehr -stehen. Ich wünsche mir von denen, die hier unsere Meinung vertreten und in exponierter Position sind, dass sie wie ein Olaf Henkel deutliche Worte finden und sich nicht zurück halten aus Angst davor, direkt mit Schlamm beworfen zu werden, wenn sie laut unser System verteidigen und eine Rückkehr zur Freiheit fordern anstatt mehr soziale Gerechtigkeit. Ich wünsche mir so laute Stimmen gegen den Trend die Freiheit für z.B. mehr "Gerechtigkeit" weiter einzuschränken, dass die Politiker dann dieses Pferd als erfolgsversprechender werten und drauf springen :-)

....und das ist nun meine Beschreibung eines Ideals...

Viele Grüße


RE: Liberale und Konservative
Llarian
6.8.2009, 21:54


Zitat von Zettel
Wenn ein durch und durch rechtsstaatlich denkender Mann wie Schäuble
Oh ja, durch und durch:
Zitat von Schäuble
"Die Unschuldsvermutung heißt im Kern, dass wir lieber zehn Schuldige nicht bestrafen als einen Unschuldigen zu bestrafen. Der Grundsatz kann nicht für die Gefahrenabwehr gelten." - Interview mit dem Stern, Heft 17/2007

"Es macht auf Dauer keinen Sinn, dass die Bundeswehr überall auf der Welt vielfältige Aufgaben wahrnehmen kann, nur nicht in dem Land, in dem das Grundgesetz gilt" - Beitrag im TAGESSPIEGEL am 5. Januar 2007, bmi.bund.de

"In der Tat muss man sich fragen, wie weit das Bundesverfassungsgericht in seiner Rechtsprechung gehen kann. Ich habe zum Beispiel verfassungsrechtliche Zweifel, ob das Verfassungsgericht wirklich entscheiden sollte, für welche Straftaten man welches Instrument gesetzlich vorsehen kann oder nicht. In der einstweiligen Anordnung zur Vorratsdatenspeicherung hat es das getan. Es ist doch Sache des Gesetzgebers, zu sagen: Für diese Straftat kann ich dieses Instrument einsetzen – für jene nicht." - Im Gespräch mit Winfried Hassemer, FAZ, 11. März 2009

"Nicht der Staat bedroht Freiheit und Sicherheit, sondern die Rechtsbrecher. Wer was anderes sagt, ist verrückt." - Rede auf CSU-Wahlkampfveranstaltung am 6. Januar 2008, pr-inside.com
Und natürlich der Klassiker am Ende:
Zitat von Schäuble
"Wir hatten den größten Feldherrn aller Zeiten, den GröFaZ, und jetzt kommt die größte Verfassungsbeschwerde aller Zeiten."

Er steht nicht nur fest auf dem Boden des GG, nein, er trampelt auf noch fest druff rum.

Ungelt

07.08.2009 13:59
#9 RE: Forum nicht zugänglich, Beiträge verloren antworten

Zitat von jana
Ich weiß zwar nicht, worüber Du mit Llarian gesprochen hast, aber es ist immer ne interessante Frage, wie man seine Meinung bildet.
Es ging zuvor um Liberalität und Liberalismus an sich und überhaupt, aber da ging es dann nur noch darum, dem Dissens eine "gewisse Leichtigkeit" zu verleihen.
Zitat von jana
Wer weiß außerdem, inwieweit wir genetisch für bestimmte Haltungen disponiert sind?
Ich schätze so ungefähr 17,89% wird genetischer Natur sein. Der Rest kommt dann vom Wetter, der Uhrzeit, und was sonst noch so in Frage kommt ;-)
Zitat von jana
Na ja, jetzt lábr ich aber echt bläd rum, sorry.
Ich hab' ja auch nix xsagt.

PS: Nur gut, daß dieser Hilfthread anschließend wieder gelöscht wird.

Ungelt

07.08.2009 14:01
#10 RE: Forum nicht zugänglich, Beiträge verloren antworten


Aber in der richtigen Reihenfolge! Das ist doch ein tolles Sommerpuzzle

Zettel Offline


Beiträge: 17.636


07.08.2009 14:07
#11 Rekonstruktion von Beiträgen antworten

Zitat von Kallias
Lieber Calimero, FTT2.0, Llarian, R. A., Robert Z., liebe Stefanie, lieber Ungelt und Zettel,
ich habe hier einige Beiträge von gestern. Vielleicht haben Sie ja Lust, Ihre herauszusuchen und nocheinmal zu posten.

Vielen Dank, lieber Kallias!

Ich werde meine Beiträge erneut posten, wenn - if and when - diejenigen, auf die ich geantwortet habe, die ihrigen gepostet haben (worüber ich mich sehr freuen würde). Dasselbe gilt natürlich für die Beiträge, die Ungelt gesichert und schon hier in den Thread gestellt hat.

Vielleicht gibt es noch andere Foranten, die etwas gesichert haben? Ich leider nicht, weil ich mir nicht vorstellen konnte, daß ein Provider nicht fortlaufend die Foreninhalte sichert.

Übrigens ist das auch die Meinung anderer Betroffener; man kann das im Support-Forum nachlesen.

Herzlich, Zettel

Zettel Offline


Beiträge: 17.636


07.08.2009 14:11
#12 RE: Forum nicht zugänglich, Beiträge verloren antworten

Zitat von Ungelt
PS: Nur gut, daß dieser Hilfthread anschließend wieder gelöscht wird.

Wird er nicht, lieber Ungelt, der wandert ins Archiv.

Solche Kalamitäten gehören doch auch zur Forumsgeschichte, die wir vielleicht mal unseren Enkeln erzählen wollen. ... ...

Herzlich, Zettel

Kallias Offline


Beiträge: 972


07.08.2009 14:16
#13 RE: Forum nicht zugänglich, Beiträge verloren antworten

Zitat von Ungelt
(...) aber da ging es dann nur noch darum, dem Dissens eine "gewisse Leichtigkeit" zu verleihen.
Schon allein wegen dieses Satzes muß der Hilfsthread unbedingt erhalten bleiben.

,
Kallias

Ungelt

07.08.2009 15:05
#14 RE: Rekonstruktion von Beiträgen antworten

Zitat von Zettel
Dasselbe gilt natürlich für die Beiträge, die Ungelt gesichert und schon hier in den Thread gestellt hat.

Ich habe doch nichts reingestellt, weil ich nur eine Untermenge der Kalliasschen Schätze besitze. Ich bin dann auf der Lauer und wenn ich an der Reihe bin, schlage ich zu ;-)

Hoffentlich wird(en) der/die Provider nicht daraus den Schluß ziehen, daß das mit dem Backup doch nicht so kritisch zu sehen ist.

Zettel Offline


Beiträge: 17.636


07.08.2009 15:29
#15 RE: Rekonstruktion von Beiträgen antworten

Zitat von Ungelt
Zitat von Zettel
Dasselbe gilt natürlich für die Beiträge, die Ungelt gesichert und schon hier in den Thread gestellt hat.

Ich habe doch nichts reingestellt,

Ja, richtig, es nur in Aussicht gestellt. Da habe ich als alter Kantianer den guten Willen schon für die Tat genommen.
Zitat von Ungelt
weil ich nur eine Untermenge der Kalliasschen Schätze besitze

Wenn's wirklich nur eine Teilmenge ist, dann erübrigt sich natürlich die Redundanz (die wir uns, nicht wahr, beim Betreiber von Homepagemodules gewünscht hätten). Aber Sie hatten ja angedeutet, daß Sie vielleicht noch was finden könnten ...
Zitat von Ungelt
Ich bin dann auf der Lauer und wenn ich an der Reihe bin, schlage ich zu ;-)

Die verlorenen Thread- Abschnitte in der exakten Chronologie zu rekonsturieren, wird wohl wirklich schwer sein; da müßte ja genau wieder in der ursprünglichen Reihenfolge gepostet werden.

Ich werde es mit meinen Beiträgen so machen, daß ich mal gucke, wo sie hinpassen, daß ich sie eventuell leicht modifiziere und sie dann in dem Thread unterbringe.

Das Ziel soll ja nicht die perfekte Wiederherstellung dessen sein, was Homepagemodules versemmelt hat, sondern nur die Bewahrung von Gedanken und Überlegungen zum betreffenden Thema. Schon deshalb, weil viele sich ja mit ihren Beiträgen viel Mühe gegeben und etwas Interessantes geschrieben haben, das nicht einfach im Orkus verschwinden sollte.

Herzlich, Zettel

Calimero Offline


Beiträge: 1.925


07.08.2009 15:36
#16 RE: Forum nicht zugänglich, Beiträge verloren antworten

Kallias, sie sind einfach großartig!

----------------------------------------------------
... und im übrigen sollte sich jeder, der sich um die Zukunft Sorgen macht, mal zehn-, bis zwanzig Jahre alte Sci-Fi-Filme ansehen.

Ungelt

07.08.2009 18:50
#17 RE: Forum nicht zugänglich, Beiträge verloren antworten

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