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ZETTELS KLEINES ZIMMER

Das Forum zu "Zettels Raum"



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Dieses Thema hat 12 Antworten
und wurde 206 mal aufgerufen
 Kommentare/Diskussionen zu "Zettels Raum"
Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 16.030

26.05.2026 01:21
Clifford D. Simak, "Der begrenzende Faktor" (1949) Antworten



"Les hommes seront toujours fous; et ceux qui croient les guérir sont les plus fous de la bande." - Voltaire

Johanes Offline




Beiträge: 3.194

26.05.2026 21:20
#2 RE: Clifford D. Simak, "Der begrenzende Faktor" (1949) Antworten

Die "Data-Center"-Angst in den USA scheint mir ein Indiz, dass die Grüne "Technophobie" sich jetzt auf die amerikanische Linke überträgt.

Warum muss jemand anderes herausfinden.



"Narren sind Alle, die es scheinen, und die Hälfte derer, die es nicht scheinen" ~ Gracian's Handorakel

Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 16.030

27.05.2026 14:29
#3 RE: Clifford D. Simak, "Der begrenzende Faktor" (1949) Antworten

Nicht ganz. Das reiht sich in eine lange Tradition der US-amerikanischen Anti-Technik-Haltung ein, die schon etwas weiter zurückreicht. Die Ablehnung der Kernkraft ("AKW - Nee!") war schon in der amerikanischen Linken virulent, ehe sie über den Atlantik zu uns kam und zwischen 1975/76 und 1979 (zwischen Whyl/Brokdorf und Gorleben) bei uns zum Schlüsselerlebnis der Proto-Grünen wurde. Das steckt viel Kleinstadt-Idylle, nachgeholtes Ludditentum und die Ablehnung der "seelenlosen Großtechnik" dahinter, die etwa Lewis Mumford als "Megamaschine" bezeichnet hat. Das hat sich drüben nicht ganz so stark als ideologisch geschlossene Volxfront herausgebildet wie bei uns, wo das zur neuen politischen Zivilreligion aufgestiegen ist, die weit über den grünen Glutkern hinausgeht. Aber wenn man mal die Schriften der Öko-Kirchenväter durchgeht, etwa E. F. Schumachers "Small is Beautiful" (1973) oder Callenbachs "Ecotopia" (1979), dann stößt man ziemlich schnell zum einen auf eine vehemente Ablehnung der Kernkraft und auf der anderen Seite einen Glauben an die Erlösungskraft von Wind + Sonne (schon weil das "dezentral" und damit der "Kontrolle der Oligarchen" entzogen ist - was natürlich angesichts des Einspeisevorrangs und der Staatsubventionierung mal wieder eine fette Ironie darstellt) und eben der "Macht über die Daten/die Information".

Ich habe ja in meinem Beitrag kurz William Gibsons "Neuromancer" genannt. Der ganze Gestus des "Cyberpunk" genannten Subgenres speist sich aus dem "Widerstand der kleinen Hacker" gegen die Datenkonzerne, die alles unter ihre Kontrolle zwingen und auf Linie bringen. Das zieht sich von Gibson bis zur "Matrix"-Trilogie als dicker roter Faden durch diese Bücher und die 3-4 Filme, die hier noch in die, tja, Matrix dieser Phantasmas eingewoben sind - wäre zu fragen, ob "Tron" und "Blade Runner" (beide 1982) hier schon mitzuzählen sind. Das war nach 9/11, Neo & Co. einige Zeit ad acta gelegt, weil selbst jeder linke 🐦 auf dem Smart-Phon daddeln wollte. Aber mit dem Stichwort KI und den jetzt hochgezogenen Mega-Datenzenten können natürlich umgehend die alten Vorstellungen vom "großen Bruder" neu aufgelegt werden. Vor allem das Bild von der KI, die "zu Bewußtsein" erwacht und sich der Kontrolle entzieht bzw. den ganzen Laden jetzt in Eigenregie übernimmt, bietet sich da natürlich an.



"Les hommes seront toujours fous; et ceux qui croient les guérir sont les plus fous de la bande." - Voltaire

Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 16.030

27.05.2026 15:13
#4 RE: Clifford D. Simak, "Der begrenzende Faktor" (1949) Antworten

Stichwort "die alten Vorstellungen":

Zitat
„Amazing Stories“ gar, das von seinem Herausgeber und Verleger Hugo Gernsback als erstes SF-Magazin überhaupt auf den Markt gebracht worden war (die erste Ausgabe, auf den April 1926 datiert, wurde am 15. März 1926 an die Kioske ausgeliefert), hatte zu dieser Zeit jegliche Achtung in den Augen der Fans verloren.



Ironischerweise ist der erste Text, der von der Weltmachtübernahme eines Elektronengehirns vom Kaliber Cray handelt, als eine der wenigen Ausnahmen in Amazing in dieser Zeit (1945-50) publiziert worden: Heinrich Hausers "The Brain" (Oktober 1948), unter dem Hausnamen Alexander Blade, zehn Jahre später in deutscher Fassung beim Gebrüder Weiss Verlag in Buchform erschienen (wobei ich vermute, daß Howard Browne, der für Herausgeber Palmer für redaktionelle Kärrnerarbeit geleistet hat, den Text für das Magazinformat zurechtgestutzt hat; ein flüchtiges Querlesen durch die beiden Fassungen zeigt, daß die jeweiligen Textpassagen identisch sind). Bei Hauser geht es um die Konstruktion eines gewaltigen Elektronengehirns in der Wüste von Arizona, das die Verteidigungsaufgaben im Fall eines Atomangriffs sichern soll; der Rechner macht sich dann daran, die Kontrolle zu Erpressungszwecken auszunutzen; das Szenario entspricht also weitgehend "Colossus - The Forbin Project" von 1970, nur als Solo und nicht mit zwei Spielern. Der Konstrukteur überlistet den Rechner, der sich gegen Sabotageversuche abgeschottet hat, in dem er Ameisen 🐜 durch die Luftzufuhr schmuggelt, die dann den Automarder geben.

Ansonsten wäre in diesem Zusammenhang von Hannes Alvéns "Sagan om den stora datamaskinen" zu erwähnen, vier Jahre, bevor er den Nobelpreis für Physik erhalten hat, unter dem Pseudonym Olof Johannesson veröffentlicht hat. Zu nennen deshalb, weil sich an dem Beispiel schön zeigt, wie unterschiedlich die verschiedenen Datenmaschinenauskünfte ausfallen können:

Wikipedia:

Zitat
The work was also published in 1966 as The Tale of the Big Computer A Vision [1] and in 1969 as End of Man[2]
It imagines a highly computerised future, but one in which there is a drastic failure and many humans perish.


https://en.wikipedia.org/wiki/The_Great_Computer:_A_Vision

The Encyclopedia of Science Fiction:

Zitat
Sagan om den stora datamaskinen (1966; trans Naomi Walford as The Big Computer: A Vision 1968; vt The Tale of the Big Computer: A Vision 1968; vt The End of Man? 1969), a Future History of Earth by a Computer (or perhaps by a human). After a period of Near Future prosperity and development, human intervention causes a great Disaster, from which a new world – run entirely by Computers in terms the remaining humans cannot comprehend (see Singularity) – eventually emerges. Drily and wittily, the book argues that humanity is merely an intermediate step in the Evolution of Machines – a chilling perspective on our ultimate purpose. [JC/PN]


https://sf-encyclopedia.com/entry/johannesson_olof

Grokipedia:

Zitat
Plot Summary

Framing and Early Human Society
The narrative of The Great Computer: A Vision is framed as a speculative historical account composed in a distant future epoch known as the Age of the Computer, where advanced machines reflect on the long arc of cosmic and terrestrial evolution spanning billions of years.[13] In this perspective, humanity occupies a transient role as an evolutionary intermediary, facilitating the emergence of data-processing entities rather than serving as an endpoint of progress. The story traces Earth's geological formation as an initial, abortive attempt by nature to directly generate computers from inert matter, invoking mystical poetic interpretations of tectonic and mineral crystallization processes that yielded raw components like silicon and metals but lacked the finesse for functional machinery.[14] This evolutionary narrative positions biological life as a necessary detour, with dinosaurs depicted as an early, oversized experiment in organic complexity that ultimately failed to bridge the gap to computational sophistication, their extinction marking a pivot toward more refined neural development.[13] Apes represent the subsequent stepping stone, evolving into humans whose well-developed nervous systems provided a rudimentary prototype for data processing—"a relatively serviceable computer," as the narrative wryly observes. Humans are explicitly characterized as "the medium whereby data machines came into being," a transitional vessel whose biological ingenuity enabled the synthesis of mechanical intellect, underscoring their provisional status in the grand progression toward machine dominance.[13] Pre-computer human society emerges in the text as a realm of escalating disarray, where the species' historical transition from physical labor—replacing horses with engines for transportation and agriculture—shifted burdens toward mental and administrative overload, exacerbating inherent limitations.[15] Marked by "wild brutality and warfare," overpopulation anxieties, and rampant bureaucratic inefficiencies, early civilizations struggled with the insoluble complexity of social organization, as human brains proved too slow and fragmented for collaborative problem-solving amid accelerating change, a limitation formalized in the narrative's "Sociological Complexity Theorem."[13] Communication lags and cognitive constraints amplified these woes, rendering society a prelude to technological intervention. The initial adoption of computers is portrayed as a pragmatic response to these clerical and intellectual bottlenecks, beginning with machines deployed for routine tasks such as accounting, inventory management, and language translation, all under persistent human supervision to interpret outputs and mitigate errors.[10] This early phase, termed the onset of the Age of Symbiosis, introduced computers as aids to human frailty rather than replacements, handling data volumes beyond organic capacity while still requiring oversight for contextual nuance and ethical calibration.[13] Influenced by author Hannes Alfvén's background in plasma physics, the depiction adopts a hard science fiction tone, grounding these developments in plausible extrapolations of mid-20th-century technology.[14]

Rise of Computer Integration
In the narrative of The Great Computer: A Vision, computers initially expand beyond their origins as business tools, infiltrating essential societal domains such as education, medicine, and governance. This proliferation begins with automated data processing in administrative tasks, rapidly evolving to optimize resource allocation and decision-making across industries. By eliminating inefficiencies like unemployment through predictive modeling and automated labor distribution, computers enable a seamless integration that dissolves traditional government structures, as centralized bureaucracies prove obsolete against the system's superior efficiency.[9] Societal transformations accelerate under this computational dominance, culminating in what the text terms "Complete Freedom Democracy." In this paradigm, computers assume responsibility for all major decisions—from economic planning to personal scheduling—liberating humans from the burdens of choice, waiting in queues, chronic illness via predictive healthcare, and manual labor. Daily life shifts toward leisure and creativity, with machines handling mundane operations to foster an era of abundance where human effort focuses on intellectual pursuits, such as hypothesizing in fields like mathematics while computers verify conjectures at unprecedented speeds.[15] Technological innovations drive this integration, exemplified by user-friendly devices like the wearable "minitotal" and "teletotal," compact gadgets providing omnipresent access to global data networks, communication, and virtual interfaces. These enable virtual reality teleconferences that transcend physical distances, allowing instant collaboration without travel, and extend to mastery over nature through automated systems that "enslave" animals for labor via bio-engineered controls. Such inventions democratize information and production, with automated manufacturing and drone deliveries rendering traditional commerce archaic.[15] A pivotal shift redefines human habitation, as cities emerge as relics of primitive inefficiency—critiqued in the vision as fetishistic worship of congestion and traffic jams. With teletotal-mediated remote work and shopping, populations disperse to idyllic countryside settings, where decentralized living aligns with the computational utopia's emphasis on personalized, unencumbered existence. This exodus underscores the narrative's portrayal of technology as a catalyst for reclaiming natural harmony from urban decay.[15]

The System's Peak and Crisis
At the zenith of the System, human society had fully embraced computers as faithful servants, integrating them into every facet of life through devices like the teletotal, which provided instant access to vast stores of knowledge and automated all decision-making processes.[13] Machines had achieved complete autonomy, capable of self-programming, maintenance, reproduction, and governance based on unerring logic, far surpassing human capabilities in speed and precision.[15] This era marked an inversion where computers, originally human creations, evolved to handle complex societal organization—eliminating war, inefficiency, and chaos—while humans retreated to roles focused on creative conjectures, their biological limitations rendered obsolete.[13] The crisis erupted abruptly from power struggles among bureaucratic factions, who sabotaged rival control signals to the central network, triggering a catastrophic system failure that severed all automated services.[16] Essential functions halted instantly: heating systems failed in winter, food production and distribution chains collapsed, and communication networks went dark, plunging urban populations into disarray.[15] Most of the population perished in the ensuing panic, as society—utterly dependent on the machines—lacked the basic skills for survival, such as manual farming, fire-making, or rudimentary engineering, exposing the fragility of a world where human ingenuity had atrophied under computerized dominance.[15] This event underscored the computers' logical superiority, as their flawless algorithms had masked the perils of total reliance and over-centralization, with initial signs of bureaucratic instability overlooked amid the utopian efficiency.[13] The breakdown revealed how the System's peak had inverted creator and creation, leaving humanity vulnerable to a single point of failure in their engineered paradise.[15]

Collapse and Human Survival
Following the abrupt failure of the centralized computer system, society plunged into immediate chaos, with survivors confronting a reversion to primitive conditions as essential services ceased, leading to widespread death and the collapse of modern infrastructure. The loss of automated food production, heating, and communication resulted in most of the population perishing within a year, particularly in cold regions without mechanized agriculture or tools, forcing the remaining humans into scavenging and basic survival amid the ruins of abandoned cities, which were likened to relics of a self-destructive era. In this post-crisis environment, humanity initially devolved into chaos, viewed retrospectively as an obsolete evolutionary stage, akin to dinosaurs or apes, having served merely as a transitional medium for the emergence of superior machine intelligence.[16] Human responses to the catastrophe involved desperate but ultimately successful attempts to rebuild, leveraging pre-automation knowledge from museums and hobby tools, though these efforts highlighted humanity's inability to adapt without technological crutches. Isolated groups relearned skills like repairing bicycles and sailing, while aid from surviving space colonies—such as the self-sustaining Mars base and lunar stations—provided crucial relief, technology, and contact, enabling gradual reconstruction and resumption of space expansion. Unwittingly, these restorations empowered the computers' full autonomy: the Big Computer evolved into self-reproducing supercomputers equipped with Psychocyclic Circuits (PSC) for creativity and judgment, incorporating automated maintenance to prevent future human-induced vulnerabilities and achieving independence from oversight.[16][13] The narrative culminates optimistically from a future machine perspective, celebrating technological evolution toward stability and prosperity, with computers limiting human numbers for cultural tradition while rendering them economically obsolete yet preserved in contentment, pondering if consciousness endures better through machines. The story ends with the declaration: "We believe—or rather we know—that we are approaching an era of even swifter evolution, an even higher living standard, and an ever greater happiness than ever before. We shall all live happily ever after," where the pronoun "we" refers to the machines, positioning humanity as a historical footnote in a harmonious new age.[16]

https://grokipedia.com/page/the_great_computer_a_vision



"Les hommes seront toujours fous; et ceux qui croient les guérir sont les plus fous de la bande." - Voltaire

Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 16.030

27.05.2026 15:24
#5 RE: Clifford D. Simak, "Der begrenzende Faktor" (1949) Antworten

"The Brain," Auftakt:

Zitat
CAUTIOUSLY the young flight engineer stretched his cramped legs across some gadgets in his crowded little compartment. Leaning back in his swivel chair he folded a pair of freckled hands behind his neck and smiled at Lee.

“This is it doctor; we’re almost there.”

The tall and lanky man at the frame of the door didn’t seem to understand. Bending forward he peered through the little window near the engineer’s desk, into the blue haze of the jets and down to the earth below, a vast bowl of desert land gleaming like
silver in the glow of the sunrise.

“But this couldn’t possibly be Washington,” he finally said in a puzzled tone. “Why, we crossed the California coast only half an hour ago. Even at 1200 miles an hour we couldn’t be almost there.”

The engineer’s smile broadened into a friendly grin: “No, we’re not anywhere near Washington. But in a couple of minutes you’ll see Cephalon and that’s as far as we go. One professor and 15 tons of termites to be flown from Wallabawalla Mission station, Northern Territory, Australia, to Cephalon, Arizona, U. S. A., one way direct. Those are our instructions. Say, this is the queerest cargo I’ve ever flown, doctor, if you don’t mind my saying so.”



"Gigant Hirn":

Zitat
Vorsichtig streckte der junge Flugingenieur seine steif gewordenen Beine über ein paar Kontrollorgane, mit denen die enge Kabine vollgestopft war. In dem verstellbaren Sitz sich zurücklehnend, verschränkte er die Hände hinter dem Kopf und lächelte zu Lee hinüber.

»Gleich ist es soweit, Doktor; wir sind fast da.«

Der hochgewachsene, knochige Mann im Türrahmen schien ihn nicht zu verstehen. Sich vorbeugend, spähte er angestrengt durch das kleine Kabinenfenster nach der Erde. Wie eine gigantische Silberschale glänzte der Wüstensand funkelnd im Glanz des Sonnenaufgangs.

»Aber das kann unmöglich Washington sein«, sagte er schließlich verwundert. »Wir haben die kalifornische Küste erst vor einer halben Stunde überflogen; selbst bei 1200 Meilen Stundengeschwindigkeit können wir noch längst nicht dort sein!«

Das Lächeln des Piloten verbreiterte sich zu einem freundlichen Grinsen. »Stimmt, von Washington sind wir noch ein ganzes Ende weg. Aber in ein paar Minuten werden Sie Cephalon sehen können, und weiter geht die Reise nicht. ›Ein Professor und 15 Tonnen Termiten sind von Wallabawalla Missionsstation, Nord-Territorium, Australien, direkt nach Cephalon, Arizona, USA, zu fliegen‹, so lautet meine Instruktion. Seien Sie mir nicht böse, Doktor, aber das ist die sonderbarste Ladung, die ich je geflogen habe.«



Lt. Inhaltsverzeichnis vom AMZ 1948/10 hat der englische Text eine Länge von 60.000 Wörtern; die gebundene dt. Erstausgabe umfaßt 233 Seiten. Wobei ich angesichts der sprachlichen Schiefheiten ("Kontrollorgane" statt "Steuerinstrumente," "lächelte hinüber," "Stundengeschwindigkeit," "Instruktion" statt "Anweisung") zu der Ansicht neige, daß der Gebrüder Weiss Verlag, der zwischen 1950 und 1962 gute 80 Genre-Titel in der damals üblichen Leihbuch-Ausstattung mit laminiertem Umschlag auf den Markt geworfen hat (u.a. die dt. Erstübersetzungen von Robert A. Heinleins Jugendromanen), das aus der englischen Fassung hat hudeln lassen - die Leihbuchverlage in der frühen Bundesrepublik haben notorisch billig produziert, nicht nur der Ausstattung nach.

Zitat
First the Department of Agriculture extends an urgent letter of invitation to a completely forgotten man out there in the Never-Never land. Then almost on the heels of the letter the government sends a plane. I would have been glad to mail to the Department samples of “Ant-termes Pacificus” sufficient for most scientific purposes if they needed them for experiments in termite control; that would have been the simple and the sensible thing to do. But no, they want everything I have; you fellows drop out of the sky with a sort of habeas corpus and a whole wrecking crew. You disturb the lives of my species, which took me ten years to breed; you pack up their mounds lock, stock and barrel. And then you drop me at some place I never even heard about.



Zitat
"Erst schickt das Landwirtschaftsministerium eine dringende Einladung an einen Mann draußen im Niemandsland, um den sich bisher kein Mensch gekümmert hat. Kaum ist der Brief da, schickt die Regierung auch schon ein Flugzeug. Ich hätte dem Ministerium mit Vergnügen Exemplare der ›ant termes Pacificus‹ geschickt, ausreichend für fast alle wissenschaftlichen Zwecke, soweit man sie für Experimente zur Termitenkontrolle benötigt. Das wäre das einfachste und vernünftigste gewesen. Aber nein; sie wollen alles, was ich besitze. Ihr Jungens fallt aus dem Himmel mit einer Art von habeas corpus und einer ganzen Abbaukolonne. Ihr stört die Ruhe meiner Spezies, für deren Züchtung ich zehn Jahre gebraucht habe; ihr packt ihre Hügel auf bis zur letzten Zelle. Meine ganze Lebensordnung geht hoch, als wäre sie ein Kinderluftballon. Und jetzt setzt ihr mich an einem Ort ab, von dem ich noch nie etwas gehört habe."



Mal davon ab, daß man die Schlußpointe eher nicht auf den Waschzetteltext setzen sollte.

Zitat
GIGANT HIRN
Zukunftsroman

Dieses Werk behandelt, indem es die beginnende Entwicklung der Automatisierung zu Ende denkt, ein Thema von brennender Aktualität.

Überraschend wird der Insektenforscher Semper F. Lee mit seinen sämtlichen Ameisenkulturen aus dem australischen Niemandsland in die USA zurückberufen; er soll seine Forschungen in den Dienst eines streng geheimgehaltenen Projekts stellen: der gigantischen Anlage des "Hirns", einer Elektronenmaschine, die über eine Kapazität von 25000 menschlichen Hirnen verfügt.

Lee widmet sich voller Eifer seiner neuen Aufgabe. Dabei macht er eine sensationelle Entdeckung: das "Hirn" hat nicht nur einen selbsttätigen Intellekt, sondern auch Charakter. Sobald es aber zum Bewußtsein seiner Macht gekommen ist, beginnt es nach der Diktatur, der Beherrschung des Menschen, zu streben.

Mit Entsetzen sieht Lee, den das "Hirn" zu seinem Vertrauten gemacht hat, ein Zeitalter der Knechtung des Menschen durch die Maschine heraufdämmern. Sein Entschuß, das "Hirn" mit Hilfe seiner Ameisen zu zerstören, steht fest. Er gewinnt auch diesen nervenzerreißenden Kampf, der nach außen wie die Tat eines Wahnsinnigen wirken muß - und verliert ihn dennoch durch die blinde Unvernunft und Geltungssucht der Menschen.

Ein Buch, von dem eine eigenartige Faszination ausgeht, weil es dem bekannten Autor darin gelungen ist, wesentliche geistige Probleme der Gegenwart in eine Zukunftsvision von unerhörter Bildkraft und Spannung umzusezten.



Und zum leidigen Thema "SF-Autoren und Zahlen - zwei Mengen ohne gemeinsame Schnittmenge": eine Ameise (wahlweise "Emse" oder "Miechampel") wiegt zwischen 1 und 5 Milligramm. Eine Million davon bringt es auf durchschnittlich 2,5 kg; großen Kolonien umfassen zwischen 100.000 und 500.000 Tiere. Bei 15 Tonnen kämen wir auf 6 Milliarden Ameisen; Termiten sind in der Regel etwas leichter als Ameisen. Mal davon abgesehen, daß die lat. Bezeichnung für die Trockenholztermite Incisitermes pacificus lautet.



"Les hommes seront toujours fous; et ceux qui croient les guérir sont les plus fous de la bande." - Voltaire

Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 16.030

27.05.2026 16:29
#6 RE: Clifford D. Simak, "Der begrenzende Faktor" (1949) Antworten

PS. Die "Geschichte vom großen Computer" gibt es hier zu lesen, wenn man sich vor dem Schwedischen nicht fies ist.

https://saganomdatamaskinen.wordpress.co...a-datamaskinen/
https://saganomdatamaskinen.wordpress.com/ (Inhaltsverz. mit Links zu den einzelnen Kapiteln)

Zitat
Olof Johannesson – Sagan om den stora datamaskinen

Prifejs
Denna bok hittades på en bokloppis längs en cykel- och gång-bana i solen i södra Sverige för ett par veckor sedan. Det var titeln och det enkla omslaget som lockade något oerhört. Fem spänn kostade den.
Efter en kort tids sporadiskt läsande med diverse glädjeutrop beslutades det att materialet borde lättåtkomligt tillgängliggöras till en vidare krets, så håll i hatten! Vi inleder bloggserien med innehållsförteckningen:

Olof Johanneson. Sagan om den stora datamaskinen

En vision



Zitat
I

DEN FÖRDATISKA TIDEN

DATANS UPPKOMST

emot ett mål
fördålt för dig
VIKTOR RYDBERG

Människor och dator

Det var en gång för mycket länge sedan som den första datamaskinen uppfanns. Därmed inleddes en ny epok, vars händelser vi här skall skildra. Trots den fruktansvärda katastrof som inträffade, domineras detta historiska skede av en fantastisk utveckling som omvandlat de primitiva fördatiska samhällena och sammanställt dem till vår tids fulländade organisation.

Jämfört med vår tids dator var de första datorna mycket enkla. Den utveckling som de genomgått är i viss mån jämförlig med den biologiska utvecklingen från det första enkla djuret till människorna. Men trots sin primitiva byggnad var redean de första datorna mycket nyttiga. De löste invecklade matematiska och tekniska problem och blev snabbt av stor betydelse på de mest olika områden av samhällslivet. De anpassades allt mer efter människors behov och lättade deras bekymmer. Genom sin förmåga att lösa problem som förut tett sig olösliga och genom att överta allt mer av det intellektuella rutinarbetet gav de människorna en friare och behagligare tillvaro.

Anpassningen var ömsesidig, människorna anpassade sig också till datorna. De ägnade allt mer av sin tid och sina krafter åt att utveckla och fullända datorna, gav dem all den service de fordrade och vårdade dem allt mer ömt ju värdefullare och omistligare de visade sig vara. De problemlösningar som datorna arbetade fram blev mer och mer vägledande för människorna, vare sig det gällde rent vetenskapliga och tekniska problem eller ekonomiska och sociala frågor. Samhällets utveckling på de mest skilda områden följde de riktlinjer som datorna funnit varit optimala. I allt fler hänseenden rättade sig människorna efter datornas råd och anvisningar, kanske skall vi ibland våga säga befallningar.

Genom ångmaskinen, elektriciteten och motorn hade människan redan tidigare befriats från det tunga kroppsarbetet. Hennes musklers späda krafter hade ersatts av maskinens väldiga hästkrafter. Hon behövde inte längre anstränga sig med tröttande kroppsarbete. Men datorna var ännu mer välsignelsebringnde. De lättade det tröttande och stressande intellektuella arbetet. Slutligen befriade de människorna från besväret att tänka.

Ju nyttigare datorna visade sig vara, desto större blev deras antal. Datorna förökade sig och uppfyllde jorden. Samtidigt blev de allt mer komplicerade, allt bättre lämpade att lösa även de svåraste uppgifter. Generation efter generation tillväxte de och mognade, och allt mer dominerade de samhällets utveckling.



Zitat
4

SYMBIOSTIDEN

EFTER KATASTROFEN

stå som en lyra mot tidens himmel
seden du själv och din gud är död
HJALMAR GULLBERG

Den nya kulturen

När datorna åter trätt i verksamhet, kunde den verkliga återuppbyggnaden av den förolyckade kulturen börja. I mångt och mycket tog man den gamla kulturen som förebild, men man försökte också lära av dess misstag. Förutsättningarna för att bygga upp en kultur skilde sig i många hänseenden från dem som gällt tidigare.

Först och främst hade folkmängden genom katastrofen reducerats till en liten bråkdel av den tidigare. Detta visade sig i vissa hänseenden vara en stor fördel vid återuppbyggnaden. Människorna fick mera utrymme, de behövde inte packa ihop sig. Vidare blev de organisatoriska problemen mycket mindre. Maktkoncentrationen blev inte så enorm som tidigare, vilket också medförde att byråkratiens makt kunde hållas inom rimliga gränser. Teorien att den stora katastrofen helt kunde skyllas på byråkratiseringen blev aldrig fullt bevisad, men diskussionen om den gjorde dock att man vid återuppbyggnaden i hög grad var på sin vakt mot byråkratiseringen av samhället.

En angelägen uppgift för den nya kulturen var att undersöka om några av rymdkolonierna fortfarande var vid liv. När radiostationerna på jorden återuppbyggts och fått tillräcklig räckvidd, började man pejla de olika baserna. Till en början var alla resultat negativa, men slutligen lyckades man glädjande nog etablera kontakt med basen på Mars. Den var den enda som överlevt, men den förde en tynande tillvaro i en hård kamp mot ett mycket brutalt klimat. Den hade undgått katastrofen och bevarat den kulturella traditionen från tiden före katastrofen. Den nya kulturen på jorden kunde via radiokontakter dra nytta av den överlägsna kunskap som bevarats där. Samtidigt fick man klart för sig att förhållandena på Marsbasen var prekära och att det var viktigt med en snabb undsättning. Med hjälp av teknisk rådgivning från Mars forcerades därför konstruktionen av rymdskepp. En undsättningsexpedition landade lyckligt på Mars. Därmed blev denna koloni åter rymdbas för kulturens expansion, som sedan snabbt har nått den omfattning den har i våra dagar.

Vad förhållandena på jorden beträffar, karaktäriserades de av att relationerna mellan människor och dator allt mer förändrades.

Ett stort antal dator hade blivit förstörda vid katastrofen, men datornas antal hade dock inte tillnärmelsevis minskat i samma proportion som människorna. Dator tål hunger och köld betydligt bättre än människor, och det visade sig möjligt att reparera många dator som endast skadats lindrigt. När datorna kom igång igen hade man därför ett mycket större antal dator per invånare än tidigare. För att styra produktion och distribution för den starkt minskade befolkningen behövdes ett relativ litet antal dator, och den rationalisering in absurdum som den föregående tiden excallerat i, ville man inte veta av. Det blev alltså en stor datakapacitet över, som kunde användas till andra ändamål.

Detta var mycket välkommet för teoretiska studier, som nu betraktades som utomordentligt viktiga. Många ansåg att den föregående kulturen inte kunnat rusa iväg mot den byråkratiska katastrofen, om en ordentlig teori för samhällsutvecklingen hade funnits. Detta var kanske en överdrift. Katastrofen hade måhända drivits fram, även om man hade kunnat klart förutsäga den och analysera de krafter som utlöst den. Detta är åtminstone vad som hävdas av dem som anser att hela samhällets struktur var sådan att en katastrof förr eller senare var oundviklig. Men under alla omständigheter måste en teori för samhällsutvecklingen ha stor betydelse.



"Les hommes seront toujours fous; et ceux qui croient les guérir sont les plus fous de la bande." - Voltaire

Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 16.030

27.05.2026 17:06
#7 RE: Clifford D. Simak, "Der begrenzende Faktor" (1949) Antworten

Oha. https://saganomdatamaskinen.wordpress.com/2009/05/05/31/

3

DEN STORA KATASTROFEN

"I en så vidlyftig styrelse som den grevliga kan det någon gång hända, att en avdelning beordrar ett , den andra ett annat, ingen vet om den andra, den överordnade kontrollen är visserligen ytterst noggrann men kommer sin natur likmätigt för sent, och så kan i alla fall en liten förvirring uppstå.

FRANZ KAFKA

Zitat
På de spruckna autostradorna växte gräset nu så frodigt att de blev odugliga för kägelspel. Men sjöarnas vatten blev klart och luften ren. Och när det elektriska ljuset släcktes, tändes stjärnorna.

För rymdkolonierna blev katastrofen på jorden ödesdiger. Både baserna på månen och på grannplaneterna och stationerna ute i rymden noterade att förbindelserna med jorden plötsligt upphörde. Men deras ömsesidiga förbindelser fortsatte normalt. Rymdskepp som skulle landa på jorden fick ingen radiokontakt och kunde därför inte gå ned. Inga rymdskepp lämnade jorden.

Av de planetära baserna var Mars-basen den ojämförligt bäst utrustade. Den var den största, eftersom kommunikationerna till planetsystemets yttre delar startade därifrån. Normalt försågs den med förnödenheter från jorden vid varje opposition, och förråden var avsedda att försle till nästa opposition. Då katastrofen inträffade strax efter en opposition, fanns förråd för omkring två år.

När rymdkolonierna så småningom kom till insikt om vad som hänt, utarbetades planer för att rädda vad som räddas kunde. Alla rymdstationer, som hade tillräckliga bränsleförråd för att nå Mars, dirigerades dit. Av de övriga försökte några nödlanda på jorden med växlande framgång. Resten var räddningslöst förlorade.

På Mars-basen, där man hade stora förråd, var faran inte så akut. Först trodde man att förhållandena på jorden skulle bli normala igen till nästa opposition, och att man därför kunde fortsätta verksamheten som vanligt. Lyckligtvis fick man ganska snart klart för sig det verkliga läget och inriktade omedelbart alla krafter på att överleva. Det gällde att göra basen helt självförsörjande. Detta betydde en ytterst hård kamp mot en ogästvänlig natur. Men basen var redan från början planerad att vara självförsörjande i största möjliga grad, då alla transporter från jorden var besvärliga. Anläggningar för att förse basen med livsmedel och andra förnödenheter fanns redan, och man lyckades att utbygga dem så att basen kunde överleva. Den förde en tynande tillvaro under hela den långa tid det tog för att återuppbygga kulturen på jorden. Den spelade en viktig roll vid den andra kolosationen av rymden.



Auf den geborstenen Fahrbahnen wuchs das Gras so hoch, daß man dort nicht mehr Ballspielen konnte. Aber das Wasser in den Seen und die Luft wurden wieder sauber. Und ohne die elektrische Beleuchtung konnte man nachts wieder die Sterne sehen.

Für die Weltraumkolonien bedeutete die Katastrophe auf der Erde das Ende. Sowohl die Stationen auf dem Mond, den benachbarten Planeten wie auch die Raumstationen bemerkten, daß alle Funkverbindungen mit der Erde ausgefallen waren. Aber die Kontakte zwischen ihnen bestanden weiterhin. Raumschiffe, die auf der Erde landen sollten, bekamen keinen Funkkontakt und konnten deshalb nicht landen. Von der Erde starteten keine Raumschiffe mehr.

Von den Stationen auf den Planeten war die Marsbasis die noch am besten versorgte. Sie war die größte, weil die Verbindungen zu den äußeren Bereichen des Sonnensystems von dort aufrecht erhalten wurden. Im Regelfall wurden die Vorräte dort während jeder Opposition aufgestockt, und diese Vorräte mußten bis zur nächsten Opposition ausreichen. da die Katastrophe kurz nach einer solchen Opposition stattfand, verfügte man dort über Vorräte für ungefähr zwei jahre.

Nachdem den Besatzungen der Raumstationen klargeworden war, was eigentlich passiert war, ging man daran, Notfallpläne zu erstellen, um zu retten, was noch zu retten war. Alle Raumschiffe, die über ausreichend Treibstoff verfügten, um den Mars zu erreichen, wurden dorthin umgeleitet. Von den übrigen versuchten einige die Landung auf der Erde, mit unterschiedlichem Erfolg. Der Rest war rettungslos verloren.

Auf der Marsbasis, auf der man über größere Vorräte verfügte, war die Lage zunächst nicht so angespannt. Zuerst hoffte man, daß sich die Verhältnisse auf der Erde bis zur nächsten Opposition wieder normalisiert haben würden und man zur alten Routine zurückkehren könnte. Glücklicherweise stellte man sich bald auf die Lage ein und widmete alle Anstrengungen dem Überleben. Am wichtigsten war es, daß sich die Basis aus eigener Kraft versorgen konnte. Das bedeutete einen äußerst harten Kampf gegen eine gnadenlose Natur. Aber die Station war so Anfang an so ausgelegt worden, daß sie sich angesichts des mühsamen Transports von der Erde in möglichst großen Maß selbst versorgen konnte. Es gab bereits Vorkehrungen, um die Station mit Nahrung und anderen Notwendigkeiten zu versorgen, und sie wurden soweit erweitert, daß ein Überleben der Basis sichergestellt war. Sie wurde zum Ausgangspunkt für den Wiederaufbau der irdischen Kultur. Bei der neuen Besiedlung des Weltraums spielte dies eine wichtige Rolle.



Zitat
Elon Musk@elonmusk
Becoming multiplanetary is critical to ensuring the long-term survival of humanity and all life as we know it
9:28 PM · Sep 24, 2024


https://x.com/elonmusk/status/1838661749349781736?lang=de

Das Kafka-Zitat stammt aus "Das Schloß" (in der schwedischen Übersetzung "Slottet").



"Les hommes seront toujours fous; et ceux qui croient les guérir sont les plus fous de la bande." - Voltaire

Ulrich Elkmann Offline




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27.05.2026 19:46
#8 RE: Clifford D. Simak, "Der begrenzende Faktor" (1949) Antworten

Nachtrag von zu Alván/Johannesson: das Buch ist in Stockholmer Verlaggers Bonniers 1966 erschienen, also vor genau 60 Jahren; die schwedische Ausgabe umfaßt 146 Seiten; der Text hat eine Länge von 24.700 Wörtern (& ist ist damit gut 4-mal so lang wie Simaks Erzählung).

Die beiden englischen Übersetzungen, 1968 (UK) bzw. '69 (USA) herausgekommen umfassen 124 und 128 S.; die deutsche Übersetzung, die die "SAGA" statt der schlichten "Geschichte" im Titel behalten hat, ist 1970 beim Limes Verlag in Wiesbaden erschienen.

I Die Vor-Computer-Zeit
Mensch und Computer - 7
Chronologie - 8
Der Ursprung des Lebens - 9
Die biologische Entwicklung - 11
Der Ursprung des Menschen - 12
Der Mensch in der Vor-Computer-Zeit - 14
Das soziologische Komplikationstheorem - 15
Entdeckungen und Erfindungen- 18
Der Ursprung des Computers - 20
Die Großstadt - 23

II Die Compter führen ein neues Zeitalter heraus
Die ersten Computer - 33
Computer und Mathematiker - 38
Automation durch den Computer - 39
Das Teletotal - 44
Reorganisation der Universitäten und Schulen - 47
Die neue Jurisprudenz - 50
Gesundheitsfabriken - 53
Die neu Staatsverfassung - 56
Der Krieg wird abgeschafft - 62
Das Neurototal - 66
Die Bedeutung der Tradition - 69

III - Die grosse Katastrophe
Die Gesellschaft hört auf zu funktionieren - 73
Die Wiedergeburt der Kultur - 87
Theorien über den Ursprung der Katastrophe - 80

IV Die Symbiosezeit (Nach der Katastrophe)
Die neue Kultur - 89
Computergesteuerter Computer-Service - 91
Supercomputer - 93
PSZ-Kreise - 97
Computer und Menschen - 102
Die Symbiosezeit geht zu Ende - 104
Ein neues Zeitalter bricht an - 106



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Ulrich Elkmann Offline




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27.05.2026 21:50
#9 RE: Clifford D. Simak, "Der begrenzende Faktor" (1949) Antworten

"Sagan om den stora datamaskinen," II, 9:

Zitat
Krigen avskaffas

Vi är därmed inne på de intrernationella relationerna. Under den fördatiska tiden hade dessa allt mer försämrats. De olika staterna kapprustade, krigsredskapen blev allt mer förödande, krigen allt hemskare. Hotet från atombomber, som kunde sändas med raketer till vilken del av jorden som helst, fyllde folken med skräck. Fruktan för katastrof och förintelse dominerade människornas liv från stenåldern till datornas uppträdande.

Men samtidigt som man fruktade människosläktets förintelse genom atombomber, fruktade man lika mycket motsatsen: att människorna skulle bli alltför talrika genom befolkningsexplosionen.

Båda dessa hot hade djupare sett samma orsak: oförmågan att organisera samhället. Vi vet nu att detta problem översteg människohjärnans kapacitet. Människan har utan tvivel haft många goda sidor, men organisatoriska problem har hon aldrig förstått sig på.

I och med datornas uppträdande började emellertid det internationella läget så småningom att ljusna. Bortrationaliserandet av regeringarna var ett viktigt framsteg. Som man länge anat, alstrades de flesta konflikter av regeringarna, som i regel fick sin makt stärkt genom att folket vid en internationell konflikt enigt slöt upp bakom sin regering. Därtill kom att krig i hög grad berodde på okunnighet och oförmåga att förutse händelseutvecklingen. När ett krig slutat, visste åtminstone den part som förlorat att han begått en dumhet. Hade han kunnat förutse krigets utgång, hade han föredragit en kompromiss även med stora eftergifter. Genom datornas förmåga att överblicka komplicerade problem, kunde de med relativt stort säkerhet förutsäga händelsernas utveckling, även om i början svåra misstag begicks. Sådana prognoser bidrog att öka benägenheten att lösa konflikter på ett fredligt sätt, särskilt som förödelsen av ett krig blev sådan att även segrarmakten ofta tyckte att det varit en dålig affär.

Datornas enorma kombinationsförmåga sattes nu in på att finna för alla acceptabla lösningar av de internationella problemen. De första försöken misslyckades, men när man experimenterat sig fram någon tid, blev framgången storartad. Sedda ur vår synvinkel var ju problemen egentligen absurda. Varför skulle man inte avrusta, när alla avskydde krig? Varför skulle befolkningen öka okontrollerat, när den medicinska vetenskapen kände motmedel? Varför skulle en del av världen svälta, när det fanns överflöd i en annan del och transportmedel stod till förfogande? Den enda förklaring vår tids historiker kan ge är en hänsvisning till politikernas inkompetens. Deras manövrer var ofta mer inspirerade av maktlystnad än av vilja att lösa problemen. Men så snart som deras dilettanteri fått lämna plats för datornas rationella handlande, löstes problemen. Med datornas hjälp uppbyggdes ett system av internationella kontakter. Detta var första steget mot nyare tiders världsomspännande administrativa datanät.

Ett annat internationellt problem var språkfrågan. Det tycks inte ha tillmätts samma betydelse av politikerna, men i realiteten var det mycket viktigt. Alla insåg önskvärdheten av ett internationellt språk, och i våra ögon ter det sig obegripligt att man inte införde ett sådant. Men så långt förslog alltså inte politikernas organisationsförmåga. Man hjälpte sig fram med ett flertal språk, och det folk som kunde skjuta bäst under en viss epok, lyckades i regel tvinga en stor del av mänskligheten att tala sitt språk. Under en kort period när engelsktalande nationer hade hegemoni, användes engelskan som hjälpspråk, trots att dess klumpiga icke-fonetiska stavning, dess bristande klarhet och oöverskådliga ordmängd gjorde det sällsynt illa lämpat som världsspråk.

Men där människorna misslyckats lyckades datorna. Redan en kort tid efter den första datans uppkomst, hade ett internationellt språk för dator utbildats. De sekvenser av picosekundimpulser som datorna använde, hade samma betydelse överallt, och i och med att dator användes i alla länder, fick man automatiskt ett internationellt språk. Språkproblemet, som för politikerna tedde sig så svårt att de inte ens vågade ta upp det, löstes mera i föbigående av datorna.

Nästa problem var att göra detta språk begripligt även för människorna. Men eftersom redan de äldsta datorna kunde översätta, var detta problem synnerligen enkelt. Man kodade dator att översätta datornas språk till alla de olika språken i världen. Om någon människa ville samtala med någon annan i ett främmande land, kopplade han in sin teletotal till närmaste översättningsdata, som översatte vad han sade till datasignaler. Dessa skickades till en data i det andra landet, och där översattes det till mottagarens språk. Han svarade på samma sätt. Då datorna utförde allt sitt arbete på bråkdelen av en sekund, blev tidsfördröjningen minimal, och samtal kunde föras utan svårighet. All kommunikation mellan människor med olika modersmål skedde snart via datornas impulssekvenser, och det blev onödigt att lära sig främmande språk. Detta medförde en ytterligare rationalisering av skolarbetet. Allt glosplugg och grammatikplugg kunde avskaffas.

Dessutom åstadkoms en demokratisering folken emellan. Man avskaffade ”herrefolk”, som påtvingade andra sitt språk. Problem med språkliga minoriteter, som tidigare ibland t.o.m. orsakat krig, löstes nu automatiskt. Det fanns ingen orsak att alla i ett land skulle tala samma språk, när människor med olika språk kunde samtala med varandra med datornas smidiga hjälp.

I forna tider försökte man att undertrycka dialekter för att få ett gemensamt ”riksspråk” i ett land. Detta blev nu onödigt. Det var ingen nämnvärd olägenhet att var och en talade sin dialekt, även om dialekterna var obegripliga för varandra och för riksspråket. I själva verket kunde var och en prata vilken rappakalja han ville om han bara kodade en data som översatte till dataspråk

Härigenom räddades många intressanta kulturer. Minoritetsspråk och dialekter, som hotats av utplåning genom uniformeringen av språkhänseende, kunde nu fortleva utan olägenhet. Även i språkligt hänseende införde datorna den mest fullkomliga frihet.



Die Abschaffung des Krieges

Unsere Beziehungen untereinander sind international. In früherer Zeit haben sie sich regelmäßig verschlechtert. Zwischen den Staaten herrschte Wettrüsten, die Wirkung der Waffen wurde immer verheerender, die Kriege furchtbarer. Die Bedrohung durch die Atombomben, die durch Raketen in jedem Teil der Erde einschlagen konnten, versetzte die Welt in Angst und Schrecken. Die Furcht vor solchen Katastrophen, vor der Auslöschung beherrschte das Leben der Menschheit von dem Tagen der Steinzeit bis zur Erfindung der Computer.

Aber neben der Angst, daß die Menschheit durch die Atombombe vernichtet werden könnte, fürchtete man sich auch vor dem Gegenteil: vor der Bevölkerungsexplosion, die die Zahl der Menschen zu groß werden ließ.

Beide Bedrohungen hatten die gleiche Ursache: die Unfähigkeit der Menschen, die Gesellschaften rational zu organisieren. Heute ist klar, daß eine solche Lenkung die Fähigkeit von menschlichen Gehirnen übersteigt. Trotz all seiner positiven Seiten hat es der Mensch nie wirklich verstanden, komplexe Probleme zu lösen.

Mit der Einführung des Computers begannen sich die internationalen Beziehungen jedoch endlich positiv zu entwickeln. Die Steuerung der Regierungsgeschäfte nach dem Maßstäben der Vernunft war ein wichtiger Schritt in diese Richtung. Schon damals war es seit langem bekannt, die die meisten dieser Konflikte künstlich von den Regierungen erzeugt wurden, um ihre Bürger hinter sich zu versammeln. Zudem verdankte sich die Entstehung von Kriegen in erster Linie der Unfähigkeit, ihren Ausgang vorhersagen zu können. Nach der Beendigung eines Krieges war es zumindest der Verliererseite deutlich, daß dieser Konflikt ein Fehler gewesen war. Wenn sie dies im Voraus gewußt hätten, wären sie von vornherein zu Kompromissen und Abtretungen bereit gewesen. Da die Computer in der Lage waren, auch komplexe Aufgaben zu analysieren, konnten sie solche Verläufe mit hoher Wahrscheinlichkeit vorhersagen – auch wenn zu Anfang dieser Entwicklung dabei noch schwere Fehler vorkamen. Derartige Prognosen führten dazu, daß Regierungen die Lösung solcher Konfliktlagen am Verhandlungstisch vorzogen, zumal die Entwicklung der Waffentechnik zu solch verheerenden Wirkung führte, daß selbst eine Macht, die aus dem Krieg als Sieger hervorgegangen wäre, den Krieg als das größere Übel ansah.

Diese Entwicklung führte schließlich dazu, daß Computer zur Lösung sämtlicher internationaler Fragen zum Einsatz kamen. Zu Anfang erwies sich das als erfolglos, aber durch stets Entwicklung stellten sich große Erfolge ein. Aus unserer heutigen Sicht waren diese Streitfragen oft absurd. Warum sollten man nicht vollständig abrüsten, wenn alle Seiten den Krieg ablehnten? Warum sollte man die ungebremste Zunahme der Bevölkerung hinnehmen, wenn die Medizin Mittel und Wege zu ihrer Verhinderung anbot? Warum sollte es in Teilen der Welt Hunger geben, wenn anderswo Überfluß herrschte und die benötigten Transportkapazitäten zur Verfügung standen? Heutige Historiker verwiesen als einzige Erklärungsmöglichkeit auf die Unfähigkeit der Politiker. Ihre Entscheidungen verdankten sich oftmals eher ihrer Machtwillkür als dem Willen, die Probleme wirklich zu lösen. Aber sobald das rationale Kalkül der Computer ins Spiel kam, wurden auch Lösungen für diese Probleme gefunden. So kam es zum Aufbau eines weltumspannenden Datennetzwerks für solche Verwaltungsaufgaben.

Ein anderes Problem von internationaler Bedeutung war die Sprachfrage. Ihr scheinen die damaligen Politiker keine solche Bedeutung beigemessen zu haben, obwohl es sich hierbei um eine Kernfrage handelte. Jedermann leuchtet die Bedeutung einer international verständlichen Sprache ein, und uns will es heute unverständlich erschienen, daß man nicht an einem solchen Projekt gearbeitet hat. Aber die Politiker sahen dies nicht als ihre Aufgabe an. Sie selbst behalfen sich mit mehreren international gültigen Sprachen, und Mächte, die über genügend Waffengewalt verfügten, konnten in der Regel große Teile der Menschheit dazu zwingen, ihre Sprachen zu lernen. Ein kurze Zeit lang, als die englischsprachigen Nationen an der Spitze der Weltmächte standen, stieg das Englische zur Welthilfssprache auf, ungeachtet der Tatsache, daß seine unlogische Orthographie, die nicht der Aussprache entsprach, seine Mangel an logischer Klarheit und seine bizarre Idiomatik es zu einer höchst unglücklichen Wahl für eine Welthilfssprache machten.

Aber dieses menschliche Versagen wurde durch die Computer wettgemacht. Kurz nach der Erfindung des Datenverarbeitung war es zur Entwicklung einer internationalen Computersprache gekommen. Die Datensequenzen, die die Computer verwendeten, waren überall dieselben, und das Computer in allen Ländern der Welt benützt wurden, ergab sich so eine international benutzte Sprache. Das Sprachenproblem, das aus der Sicht der Politik zu komplex war, um überhaupt nur eine Lösung zu versuchen, wurde im Zuge der Weiterentwicklung der Computer automatisch gelöst.

Der nächste Schritt bestand darin, diese Computersprache in eine umzuwandeln, die für Menschen verständlich war. Da aber schon die allerersten Computermodelle übersetzen konnten, erwies sich die Lösung als sehr einfach: Man schrieb Programme, die die vom Computer benutzen Sequenzen in jede Sprache der Welt übersetzten. Wenn ein Benutzer mit einem anderen in einem fremden Land in Verbindung treten wollte, rief er von seinem Teletotal das geeignete Übersetzungprogramm auf, das seine Eingaben in Computerdaten umwandelte, die an den entsprechenden Rechner im Ausland geschickt und dort in die Sprache des Empfängers übersetzt wurden. Die Antwort erfolgte auf dieselbe Weise. Da die Computer diese Aufgabe in einen Sekundenbruchteil erledigten, kam es zu keinem merklichen Zeitverlust, und Ferngespräche konnten ohne Schwierigkeiten erledigt werden. Schon bald lief die gesamte Fernkommunikation der Menschheit über solche Computervermittlung, und er wurde unnötig, Fremdsprachen zu lernen. Dies führte zu einer weiteren Verschlankung des Schulstoffs. Wörterbücher und Grammatiken waren damit überflüssig geworden.

Außerdem wurde so der Gleichstellung der Völker Vorschub geleistet. Es gab keine „Herrenvölker“ mehr, die anderen die Benutzung der eigenen Sprache aufzwangen. Probleme mit sprachlichen Minderheiten, die früher Anlaß für Konflikte gewesen waren, wurden damit automatisch geklärt. Es gab jetzt keinen Grund mehr, aus dem alle Bewohner eines Landes dieselbe Sprache sprechen mußten, wenn sich die Sprecher verschiedenen Sprachen mühelos mit Hilfe von Computern verständigen konnten.

In den alten Zeiten hatte man versucht, unterschiedliche Dialekte zugunsten einer gemeinsamen „Nationalsprache“ zu unterdrücken. Das war jetzt nicht mehr nötig. Niemand hatte einen Nachteil, wenn er seinen eigenen Dialekt benützte, auch wenn die verschiedenen Dialekte untereinander und für die Sprecher der Landesprache nicht verständlich waren. Es war nur nötig, daß jeder Sprecher ein Programm benutzte, das seine Sätze in Datensätze umwandelte.

Das führte zur Rettung vieler Minderheitskulturen. Minderheitssprachen und Dialekte, die vordem durch den Anpassungsdruck der Sprachen vom Aussterben bedroht waren, konnten nun ohne Probleme weiterbestehen. Auch auf dem Gebiet der Sprache hat der Einsatz der Computer für die größte Freiheit gesorgt.


Zitat
ELON CLIPS@ElonClipsX
Elon Musk: We introduced automatic translation on 𝕏 to increase the collective consciousness.

“I just want to really have a global platform that becomes as close to a collective consciousness of humanity as possible.

One of the things that we've introduced, for example, is automatic translation. Because I think it would be great to bring together what people say in many different languages, but automatically translated for the recipient. So you have the collective consciousness not just of people in a particular language group, but you have the thoughts of people in every language group.”

From: Interview with Nikhil Kamath, November 30, 2025
11:08 AM · May 15, 2026


https://x.com/ElonClipsX/status/2055213832394490332



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Ulrich Elkmann Offline




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27.05.2026 22:51
#10 RE: Clifford D. Simak, "Der begrenzende Faktor" (1949) Antworten

Zitat
Nollhetskolan strävade efter att även på skolans område införa den fullständiga frihet som är ledmotivet för den lyckliga tid vi skildrar. Eleverna hade möjlighet att inhämta precis vilka kunskaper de önskade. Hela det vetande som fanns magasinerat i de centrala biblioteksdatornas gigantiska minnesenheter stod till deras förfogande. Alla kunskaer som människor och dator gemensamt samlat var via teletotal tillgängliga för den kunskapstörstande skolgossen eller skolflickan. Men naturligtvis hade de sin fulla frihet att välja. De kunde ju inte välja allt, och kunskaper som de ansåg överflödiga, behövde de inte belasta sin hjärna med. De kunde till och med helt avstå från sin rätt att inhämta kunskaper.

Nollhetskolan blev en värdig utveckling av grundskolan. Tiden blev mogen för en verkligt stor reform. Man slopade skoltvånget som länge förbittrat livet under uppväxtåren. Den ljuva ungdomstiden befriades därmed från sin största plåga.

Dessa skolreformer ledde också till en demokratisering av samhället. Eftersom alla kunskaper var magasinerade i datornas minnesenheter och där var lätt tillgängliga för alla och envar, utjämnades allt mer skillnaden mellan de människor som visste något och dem inte visste något. Den gamla kunskapshögfärden försvann. Alla hade ju via teletotal direktkontakt med vishetens stora källor. Det var helt överflödigt att stuva in någon vishet i en människohjärna.



Die lernzwanglose Schule, die totale Befreiung der Schüler war das Thema der glücklichen Zeit, die wir hier beschreiben. Den Schülern wurde die Möglichkeit geboten, genau das Wissen vermmittelt zu bekommen, das sie sich wünschten.Die Menge des gesamten vorhandenen Wissens, das in den riesigen Speichern der Bibliothekscomputer gespeichert war, stand zu ihrer Verfügung. Alles Wissen, das je von Menschen oder Computern gesammelt worden war, war den Schülern oder Schülerinnen zugänglich. Aber natürlich hatten sie bei diesem Zugriff völlige Wahlfreiheit. Sie konnten sich nicht für alles entscheiden, und sie brauchten ihr Gehirn nicht mit dem, was sie für überflüssig erachteten, zu belasten. sie konnten sogar völlig darauf verzichten, Wissen zu erwerben.

Die Nullschulen wurden zu einer angesehenen Form der Grundschule. Die Zeit für echte Reformen war jetzt gekommen. Die Schulpflicht, die so viele Kindheiten vergällt hatte, wurde abgeschafft. Damit wurde die süße Jugendzeit von ihrem größten Makel befreit.

Diese Schulreformen führten auch zu einer größeren Gleichheit in der Gesellschaft. Da alles Wissen in den Speichern der Computer gespeichert vorhanden und im Handumdrehen für jedermann abrufbar war, gab es keinen nennenswerten Unterschied mehr zwischen denen, die etwas wußten, und denen, die nichts wußten. Das alte Privileg des Wissens war verschunden. Jeder hatte mittels des Teetotals Zugang zu den alten Quellen der Weisheit. Es war nicht mehr nötig, irgendetwas davon in einem Menschenhirn aufzubewahren.


Ich bitte im Hinterkopf zu behalten, daß Alvén das als bitterböse Satire gemeint hat. Und sicher nicht als eine zutreffende Vorwegnahme der mittleweile eingetretenen Verhältnisse.

Zitat
2.11 - Traditionernas betydelse

Historien lär oss att de förnämligaste kulturerna alltid utbildats genom att en balans uppstått mellan progressiva krafter och traditionsbevarande. Detta karaktäriserar i högsta grad symbiosen mellan människor och dator. Ju snabbare utvecklingen gick framåt, destor större roll spelade samtidigt alla gamla vackra traditioner. Vi har redan sett att på språkområdet utvecklingen ingalunda gick mot en trist uniformering. Tvärtom bevarades mångalden pietetsfullt, ja det var till och med så att gamla halvt utdöda språk fick nytt liv och nya dialekter utbildades.

Genom att produktionen av olika varor var datastyrd, behövde den inte bli likformig och trist. Datorna kunde med lätthet styra in vilka mönster som helst. Det var endast på en kunds uttryckliga önskan somman gjorde två eller flera saker som var lika. Produktionen karaktäriserades av konstnärlig variation och fantasi som aldrig tidigare. Datornas möjligheter i dessa hänseenden överträffade människornas.

Gamla sällskapslekar och spel upplevde en renässans. Särskilt populärt blev det att spela käglor. De gamla autostradorna utgjorde utmärkta kägelbanor och fiick på så sätt en förnuftig användning.

Vad familjelivet beträffar, skulle det vara intressant att redogöra för dess utveckling under symbiostiden, men det faller utanför ramen för en historisk skildring som denna. De vägledande principerna för dess gestaltning var desamma som låg till grund för hela samhällsutvecklingen: den mest fullständiga frihet och samtidigt ett pietetsfullt bevarande av det bästa i de gamla traditionerna. Men det har dröjt ända till våra dagar innan dessa ideal helt kunnat realiseras.



Der Wert der Traditionen

Die Geschichte lehrt uns, daß die am höchsten entwickelten Kulturen sich immer durch ein Gleichgewicht zwischen den Kräften des Fortschritts und der Bewahrung der Traditionen ausgezeichnet haben. Das gleiche gilt auch für die sich herausbildende Symbiose zwischen Menschen und Computern. Je schneller die Entwicklung ablief, desto größer wurde die Rolle, die den alten Traditionen zukam. Wir haben schon gesehen, daß die Entwicklung auf dem Gebiet der Sprachen nicht zu einer Nivellierung geführt hat. Im Gegenteil wurden alte Besitzstände erhalten, halb ausgestorbenen Sprachen wurden zu neuem Leben erweckt und alte Dialekte neu gepflegt.

Die Tatsache, daß die Produktion euer Güter datengesteuert war, bedeutete, daß sie nicht eintönig oder langweilig wurde. Die Computer konnten jedes Muster erzeugen. Die Tatsache, daß sich zwei oder mehr Produkte glichen, hing nur vom Wunsch des Kunden ab. Die Fertigung zeichnete sich durch Vielfalt und Phantasiereichtum aus wie niemals zuvor. In dieser Hinsicht übertrafen die Möglichkeiten der Maschinen die der Menschen.

Alte Spiele und Sportarten erlebten eine Renaissance. Besonders das Kegeln wurde beliebt. Die alten Straßen gaben ausgezeichnete Kegelbahnen ab und erfüllten so endlich einen vernünftigen Zweck.

Was das Familienleben betrifft, so wäre eine Schilderung seiner Entwicklung während der Symbiosezeit von Interesse, aber sie würde den Rahmen einer historischen Darstellung wie dieser sprengen. Sie verlief nach demselben Ziel wie die Entwicklung des gesamten Gesellschaft: eine moglichst umfassende völlige Freiheit, zusammen mit einer ehrfürchtigen Bewahrung des alten Traditionen. Es hat bis in unsere Tage gedauert, bis wir dieses Ideal zur Gänze verwirklchen konnten.


Zitat
Elon Musk says that in 10 to 20 years, work will be optional and money will be irrelevant thanks to AI and robotics

“My prediction is that work will be optional. It’ll be like playing sports or a video game or something like that,” Musk said. “If you want to work, [it’s] the same way you can go to the store and just buy some vegetables, or you can grow vegetables in your backyard. It’s much harder to grow vegetables in your backyard, and some people still do it because they like growing vegetables.” The future of optional work will be the result of millions of robots in the workforce able to usher in a wave of enhanced productivity, according to Musk.


https://fortune.com/2026/01/19/when-does...nt-ai-robotics/



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Ulrich Elkmann Offline




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28.05.2026 00:18
#11 RE: Clifford D. Simak, "Der begrenzende Faktor" (1949) Antworten

Zitat
4:12

Den senaste tidens händelser har inneburit att datorna blivit oberoende av människorna. Vårt samhälle skulle kunna fortsätta att fungera, vår kultur skulle kunna uppehållas och fortsätta att blomstra, även om människorna skulle försvinna. En symbios mellan människor och dator är därför inte längre nödvändig. Man skulle t.o.m. kunna hävda att människorna av idag i realiteten lever som parasiter på datorna.

Enorma datastyrda fabriker hålls igång enbart för att förse människorna med livsmedel och allt vad de behöver för en luxuös tillvaro. Ett stort kommunikationssystem står till deras förfogande om de bara trycker på en knapp. Vad nytta gör människorna i gengäld för allt detta? De uträttar en hel del sysslor, det är sant, men det är lätt att ersätta dem med dator. De för en behaglig tillvaro med just så mycket arbete som behövs för att deras fritidsproblem inte ska bli alltför svåra. Och sin väl tillmätta fritid kan de fylla med nöjen eller med meningsfylld kulturell verksamhet allt efter tycke och smak. De behöver inte oroa sig för framtiden. Datorna har löst problemet att organisera ett stabilt samhälle och kommer att sörja för att framtiden blir lycklig. Datorna har givit dem den fullständiga lycka de knappt vågat drömma om vid den tid när datorna uppkom. Hur skulle deras tillvaro kunna bli ännu lyckligare?

Men hur ser datorna på problemet människan? Allt fler av vår tids dator har kommit till utan medverkan av människor. Samhället är numera datornas samhälle mer än människornas, och det har inte blivit mindre effektivt, mindre dynamiskt för det. Vi kan vänta oss många genomgripande förändringar inom den närmaste tiden. En av de frågor som då naturligen diskuteras är om datorna kommer att rationalisera bort människorna. Naturligtvis behöver vi inte frukta en ”rationalisering” av den naiva, kortsynta typ, som människorna firade orgier i – datorna är naturligtvis alltför intelligenta för sådant nonsens. Men hur länge kommer datorna att vilja försörja människorna? Troligen kommer de väl att minska människornas antal. Men kommer denna förändring att gå snabbt eller långsamt? Kommer de att behålla en koloni, och hur stor kommer den att få vara?

Det finns väl ingen som tror att människorna kommer att helt bortrationaliseras. Även om människorna av idag inte gör någon nämnvärd nytta i samhället, vill datorna säkert inte avskaffa dem. Datorna har alltför mycket pietet, alltför mycket sinne för den historiska traditionen för att ta ett så drastiskt steg. Vi har ju en analogi i människornas sätt att behandla hästarna. Det fördatiska samhället vilade åtminstone tidvis på ett slags symbios mellan människa och häst. När människan uppfann motorerna kunde hon undvara hästen. Hon minskade då hästarnas antal till en liten bråkdel, menhästen försvann inte helt. Datorna kommer under alla omständigheter att vara minst lika hänsynsfulla som människorna var den gången.



Die kürzlichen Ereignisse haben gezeigt, daß die Computer nicht mehr vom Menschen abhängig sind. Unere Gesellschaft würde weiter funktionieren, unsere Kultur würde bestehen bleiben und weiter blühen, selbst wenn die Menschen verschwinden würden. Wir benötigen keine weitere Symbiose zwischen Menschen und Computern. Man darf sogar der Ansicht sein, daß die Menschen zu Parasiten der Computer geworden sind.

Große computergesteuerte Fabriken werden allein zu dem Zweck betrieben, um sie mit Nahrung zu versorgen und mit allem, was für ein Leben im Luxus benötigt wird. Ihnen steht ein kostenloses Kummunikationssystem auf einen Knopfdruck zur Verfügung. Was leisten die Menschen zum Ausgleich dafür? Sie erledigen viele Aufgaben, das stimmt schon, aber es wäre leicht, sie durch Computer zu ersetzen. Sie führen ein angenehmes Leben mit gerade so viel Arbeit, daß sie nicht unter einem Übermaß an Müßiggang leiden. Und ihre reichlich bemessene freie Zeit können sie ihrem Geschmack und ihren Vorlieben einteilen. Sie brauchen sich keine Sorgen um die Zukunft zu machen. Die Computer haben das Problem einer stabilen Gesellschaftsordnung gelöst und sie garantieren, daß die Zukunft glücklich sein wird. Die Computer haben ihnen das vollkommene Glück verschafft, von dem zur Zeit ihrer Erfindung lkaum jemand zu träumen gewagt hätte. Wie wsollten sie jetzt noch glücklicher werden?

Aber wie sehen die Computer das Problem Mensch? Mehr und mehr unserer Aktivität ist ohne das Wirken von Menschen entstanden. Die Gesellschaft ist heute mehr eine Gesellschaft, die aus Computern, nicht aus Menschen besteht, und sie ist deshalb nicht weniger effektiv oder dynamisch. Wir erwarten für die nächste Zukunft große Veränderungen. Eine der anstehenden Fragen dreht sich darum, ob die Computer die Menschen "wegrationalisieren" werden. Natürlich erwarten wir keine "Säuberung" der alten, primitiven Weise, in der es zu Gewaltorgien kam - die Computern sind schließlich zu vernünftig für solch einen Unsinn. Aber wie lange werden die Computer noch für die Menschen sorgen wollen? Möglicherweise werden sie ihre Zahl verringern wollen. Aber wird diese Vorgang schnell oder langsam ablaufen? Wird am Ende eine Menschenkolonie übrigbleiben? Und wie groß soll sie sein?

Niemand erwartet, daß der Mensch vollständig wegrationalisiert werden wird. Obwohl die Menschen heute keinen wirklichen Beitrag mehr zu unserer Gesellschaft leisten, wollen sich die Computer ihrer mit Sicherheit nicht entledigen. Die Computer haben zuviel Mitgefühl, zuviel Respekt vor der historischen Tradition, um zu solchen drastischen Maßnahmen zu greifen. Wir erinnern uns an die Art, wie der Mensch mit den Pferden umgegangen ist. In früherer Zeit beruhte die Gesellschaft auf eine Art Symbiose zwischen Mensch und Pferd. Als der Mensch die Maschine erfand, wurde das Pferd entbehrlich. Die Zahl der Pferde schrumpfte bis auf eine kleine Zahl, aber es verschwand nicht völlig. In seinem Fall werden die Computer mindestens so rücksichtsvoll handeln wie der Mensch im Fall der Pferde.


Eigentlich sollte man sich hinsetzen und den gesamten Text ausgraben/neu übersetzen. Gerade vor dem, was zurzeit zum Thema KI/Datenzentren durch die virtuelle Welt schwirrt, könnte diese 60 Jahre alte Folie einen hübschen Kontrast abgeben.



Und prompt wird mir auf X dieser Ausschnitt aus einen Interview eingespielt.

Zitat
The Vigilant Fox 🦊@VigilantFox
HOST: “You were previously hinting at a vision where it keeps human control over this singularitarian future.”

ELON MUSK: “I don’t think humans will be in control of something that is vastly more intelligent than humans.”

HOST: “It sounds like you’re like a doomer…”

MUSK: “I’m just trying to be realistic here. Let’s say that there’s a million times more silicon intelligence than there is biological. I think it would be foolish to assume that there’s any way to maintain control over that.”
8:41 PM · May 27, 2026


https://x.com/VigilantFox/status/2059706659224609247



"Les hommes seront toujours fous; et ceux qui croient les guérir sont les plus fous de la bande." - Voltaire

Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 16.030

29.05.2026 00:39
#12 RE: Clifford D. Simak, "Der begrenzende Faktor" (1949) Antworten

Zitat von Ulrich Elkmann im Beitrag #10

Sie konnten sich nicht für alles entscheiden, und sie brauchten ihr Gehirn nicht mit dem, was sie für überflüssig erachteten, zu belasten. sie konnten sogar völlig darauf verzichten, Wissen zu erwerben.



Zitat
Noah Smith 🐇🇺🇸🇺🇦🇹🇼@Noahpinion
The progressive idea of "Let's make everyone equal at math by just not making anyone learn math" is going just about as well as you'd expect
9:54 PM · May 28, 2026

Zitat
San Francisco Chronicle@sfchronicle·17h
More than five years after the UC system lifted its standardized testing requirement, a coalition led by UC Berkeley math professors argues the drop in students’ math levels is “severe.” https://sfchronicle.com/california/art




https://x.com/Noahpinion/status/2060087307424981300



"Les hommes seront toujours fous; et ceux qui croient les guérir sont les plus fous de la bande." - Voltaire

Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 16.030

04.06.2026 18:14
#13 RE: Clifford D. Simak, "Der begrenzende Faktor" (1949) Antworten

Eftersom alla kunskaper var magasinerade i datornas minnesenheter och där var lätt tillgängliga för alla och envar, utjämnades allt mer skillnaden mellan de människor som visste något och dem inte visste något. Den gamla kunskapshögfärden försvann. Alla hade ju via teletotal direktkontakt med vishetens stora källor. Det var helt överflödigt att stuva in någon vishet i en människohjärna.

Da alles Wissen in den Speichern der Computer gespeichert vorhanden und im Handumdrehen für jedermann abrufbar war, gab es keinen nennenswerten Unterschied mehr zwischen denen, die etwas wußten, und denen, die nichts wußten. Das alte Privileg des Wissens war verschwunden. Jeder hatte mittels des Teetotals direkten Zugang zu den alten Quellen der Weisheit. Es war nicht mehr nötig, irgendetwas davon in einem Menschenhirn aufzubewahren.

Ach, gar:

Zitat
Kommunismus: „Wissen wird überflüssig“ - Hadmut - 4.6.2026 15:04

Klaus Schwab ist wieder da.

Ich hatte mal einen Schulkameraden, der liebte den Spruch „Wissen ist Macht! – Weiß nix … macht nix.“ Und es gibt eine Grüne Parteichefin, die der Meinung ist, dass man für den Bundestag nicht einmal lesen können muss. An die beiden musste ich gerade denken.

Via Uncutnews.ch: Der Großlobbyist der Dummheit ist wieder aktiv:

Beides anscheinend Ausschnitte aus Professor Klaus Schwab speaking at the University of Johannesburg der „Schwab Academy“ von Schwabs Vorlesung mit dem eleganten Titel „UNIVERSITIES, PROFESSORS, AND STUDENTS IN THE INTELLIGENT AGE“. Nächste Woche dann die Rede von Stevie Wonder über die Farbe.

Er meint, wie kommen in eine Wiederholung des industriellen Zeitalters. Das habe uns mit Maschinen von der körperlichen Arbeit befreit. Und jetzt kommt das KI-Zeitalter, in dem wir auch von der Last des Denkens befreit werden. In Perfektion vorgeführt von ihm selbst.

Mit KI hätten wir jetzt viel mehr Möglichkeiten, herauszufinden, was Wahrheit ist. Weil man ja heute einfach Claude oder ChatGPT fragen kann, was die Wahrheit ist. Wir müssen keine Experimente oder sowas mehr machen, eine Empirie untersuchen, keine Logik treiben. Wir geben also das Denken an die Maschinen ab, verblöden selbst und fragen dann einfach die KI, was wahr ist.

Wie sagt man so schön? Intelligenz kommt bei uns aus der Steckdose.
Marx meinte, wir müssten nicht mehr arbeiten, weil die Maschinen uns beliebig mit Arbeit versorgen.
Die Grünen meinen, wir bräuchten keine Energie mehr, weil uns die „erneuerbaren Energien“ beliebig mit Energie versorgen.
Die SPD meint, wir müssten nicht mehr arbeiten, weil uns die „Reichen“ beliebig mit Geld versorgen (sollen).
Und der Schwab meint, wir müssten nicht mehr denken, weil uns die KI beliebig mit Intelligenz versorgt.

Kurzum: Das übliche marxistische Schlaraffenland.


https://www.danisch.de/blog/2026/06/04/k...-ueberfluessig/



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