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ZETTELS KLEINES ZIMMER

Das Forum zu "Zettels Raum"



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Dieses Thema hat 5 Antworten
und wurde 640 mal aufgerufen
Kommentare/Diskussionen zu "Zettels Raum"  
C.

Beiträge: 2.639


26.02.2008 16:26
RE: Hamburg: Die Stimmen für die Kommunisten Antworten
Zitat von Zettel
Die Stimmen für die Kommunisten kamen überwiegend von denjenigen, die zuvor rechtsextrem gewählt hatten.


Das halte ich für eine mutige Interpretation, die nur gültig wäre, wenn Du die Wähler der ehemaligen Schillpartei zu den Rechtsextremen rechnen würdest(ist von Beust tatsächlich 2001 ein Bündnis mit Rechtsextremisten eingegangen?).

Die Schillpartei hat zwar 2001 den Rechtsextremen das Wasser abgegegraben (sie sind von 6,9%(1997) auf 0,8% in 2001 gefallen), aber 0,8% ist der gleiche Wert, denn die DVU auch in 2008 erreichte(kommend von 0,3% NPD in 2004). In absoluten Stimmen betrachtet hat die DVU fast 4000 Stimmen dazugewonnen (Zuwachs von 160 Prozentpunkten auf niederem Niveau). Den größten Teil (über 100.000 der Schill-Wähler hatte die CDU im Jahr 2004 absorbiert, davon aber 28.500 in 2008 wieder an die Nichtwähler verloren. Nur etwa halb so viele (14.500) hat die Linkspartei aus dem Protestarsenal bezogen (wobei etwa 8000 Stimmen von dem linksalternativen Bündnis Regenbogen kommen werden), etwa 18.000 kamen von SPD(9.500) und GAL(8.500), 2000 von der CDU und 8.500 von ehemaligen "Nichtwählern".

Natürlich gibt es die vagabundierenden Protestwähler, die für Populismus aller Art empfänglich sind, natürlich schielt auch die Linkspartei auf sie, die nationalistischen Töne von Elsässer und Lafontaine, hatten wir ja bereits desöfteren angesprochen, allerdings wurde in Hamburg bei weitem nicht das Potential ausgeschöpft, aber bis zur Bundestagswahl ist es ja noch weit und noch einige Bedenkzeit, wer jetzt am Elend schuld ist, der "Kapitalismus" oder "die Ausländer" oder genial von Elsässer zusammengefasst:Angriff der Heuschrecken. Zerstörung der Nationen und globaler Krieg

Zitat von Elsässer
Kapitel 5: Alle Macht dem Volke
Schluss mit Realo-Anpasserei und Fundi-Dogmatismus: Die Linke kann nur mit einer populistischen Strategie an die Macht kommen
Das Kapitel vergleicht verschiedene Möglichkeiten, wie sich progressive Regierungen zwischen Peking, Brasilia und Caracas gegen den Neoliberalismus wehren. Auch in Deutschland könnten die Sozialisten wieder eine geschichtsmächtige Kraft werden, wenn sie mit Fundi-Dogmatismus ebenso brächen wie mit Realo-Spielereien und sich endlich der Mehrheit der Bevölkerung zuwendeten, statt sich auf die Probleme von Randgruppen zu kaprizieren. Mit einer populistischen Strategie könnten sie die Politikverdrossenen ansprechen, die die anderen Parteien längst aufgegeben haben: Alle Macht dem Volke, verjagt die Heuschrecken, Schluss mit dem Gehorsam gegenüber Washington - das ist die Melodie, die die Verhältnisse zum Tanzen bringen wird.




Leider habe ich keine Daten über das Wahlverhalten eingewanderter Zuwanderer mit deutscher Staatsangehörigkeit gefunden, die bisher in ihrer Mehrzahl zu treuen SPD-Wählern zählten:
Zitat von Abendblatt
Eigentlich ist die Rechnung ganz einfach: Von den rund 60 000 Türken in Hamburg besitzt ungefähr jeder Dritte einen deutschen Pass. Die Nichtwählerquote berücksichtigt, heißt das in Bezug auf den Wahlkreis 3: Wer das Gros der fast 5000 Deutschtürken hinter sich hat, kann punkten. Zumal das Zentrum für Türkeistudien in Essen eine Umfrage erhob: Danach nimmt nur jeder Vierte der türkischen Einwanderer hierzulande an Wahlen teil. Davon stimmen 74 Prozent für die SPD, 13 Prozent für die Grünen, nur sieben Prozent für die CDU.


Bülent Ciftlik ging Türklinken putzen bei mehr als 7000 Hamburgern



Quellen für das trockene Zahlenmaterial:

http://www.wahlen-in-deutschland.de/blHamburg.htm

Wie viele Wähler wanderten wohin?

Themen Überblick
Betreff Absender Datum
Hamburg: Die Stimmen für die Kommunisten Zettel26.02.2008 04:55
RE: Hamburg: Die Stimmen für die Kommunisten R.A.26.02.2008 10:54
RE: Hamburg: Die Stimmen für die Kommunisten Zettel26.02.2008 18:31
RE: Hamburg: Die Stimmen für die Kommunisten C.26.02.2008 16:26
RE: Hamburg: Die Stimmen für die Kommunisten Zettel26.02.2008 18:21
RE: Hamburg: Die Stimmen für die Kommunisten C.27.02.2008 10:09
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