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ZETTELS KLEINES ZIMMER

Das Forum zu "Zettels Raum"



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Dieses Thema hat 131 Antworten
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Kommentare/Diskussionen zu "Zettels Raum"  
Nola

02.10.2008 21:21
RE: Finanzkrise und Populismus Antworten
Zitat von Gorgasal
[quote="Nola"]Gestern Abend bei „Hart aber Fair“ ARD, ist Michael Rogowski, ehem. BDI-Chef; ehem. Aufsichtsratsmitglied der IKB-Bank, explizid gefragt worden, warum er in seiner Funktion die Vorgehensweise der IKB nicht gestoppt und entsprechend eingewirkt hat. Die Antwort war: „die ausführenden Banker haben von diesen Geschäften absolut nichts erzählt oder dargelegt“.

Also hat man Aufsichtsräte mehr oder weniger im dunkeln gelassen und hat somit wissentlich am Kontrollgremium vorbeigearbeitet. (Was wohl offensichtlich möglich ist) Das erfüllt für mich einen vorsätzlichen und kriminellen Tatbestand. Es ist auch nicht getan mit der Entlassung von 2 oder 3 Vorstandsmitgliedern. Das gilt für auch für Landesbanken etc.


In Antwort auf:
Problem hierbei ist natürlich, dass der Aufsichtsrat nur in Teilzeit für das Unternehmen zuständig ist. Er kann gar nicht tief genug ins Geschäft hineinschauen, um fundierte Entscheidungen über die Risiken des Unternehmens zu treffen. Dazu bräuchte es Vollzeitmitarbeiter... ups, die gibt es schon, heißen mal "Chief Risk Officer", mal "Risk Controlling". Nur sind die dann natürlich der internen Politik des Unternehmens voll ausgesetzt. Da ist es schwierig, gegen den Finanzchef für saubere Risikobewertung zu streiten.


Ja, lieber Gorgasal, das habe ich verstanden und ist mir so weit auch klar. Nur WIE IST ES MÖGLICH Zahlen in dieser Größenordnung bei Hauptprüfungen und Bilanzvorlagen zu verstecken. Liegt es nicht vielmehr daran, das eben Aufsichtsräte - in dieser bekannten Zusammensetzung - gar nicht zuständig sein dürften. Sondern es müßten ausgewiesene Fachleute sein, die widerum vom "Staat" - wenn es staatliche oder fast staatliche Banken sind - eingesetzt werden, so daß man die offensichtlichen Zocker gleich in Regress nehmen kann. Die Vergabe solcher Positionen dürfen einfach nicht mehr aus Lobbyismus entstehen. Ich bin sicher, daß Experten da eine ganze Palette von Sicherheiten und Transparenz vorschlagen können. Dieses "Durchwinken" bei zu wenig Sachverstand ist schon zu lange (in fast allen Bereichen) ohne Folgen geblieben.

In Antwort auf:
Mein Vorschlag wäre z.B. einen Teil des Einkommens dieser Mitarbeiter für die Dauer von jeweils 1-2 Jahren immer zwischenzuparken, bis eine turnusmäßige Prüfung ergibt, das keine geschäftsschädigende Arbeit geleistet wurde.


In Antwort auf:
Die aktuellen Probleme brüten allerdings schon deutlich mehr als zwei Jahre vor sich hin.

Hier helfen dann Aktienoptionen als Entlohnungsbestandteil. Ein guter Teil des Top-Managements in Banken wird heuer deutlich weniger in Optionen erlösen als die Jahre zuvor.


Das ist ein weiterer Punkt, der mir unverständlich ist. Das dieses kriminelle Geschäftsgebahren seit Jahren schon funktioniert. Siehe IKB und Finanzspritze von der KfW. Dazu hatte ich schon in dem Thread "unsere Konjunktur und unser Dilemma" geschrieben. Die KfW hatte - obwohl staatlich und vom Bundesrechnungshof gewarnt - sich zu ca. 80 % an der IKB beteiligt, obwohl schon klar war, das hier dubiose Geschäfte laufen. Dann mußte mit Milliarden die IKB gestützt werden von der KfW (alles Steuergelder) so das die KfW formal schon platt war und ihre Sicherheiten schon ausgegeben hatte. Und um das wieder einzuholen ist man gleich mit noch mehr Risiko bei der KfW gefahren, um dann vollends gegen die Wand zu steuern. Unabhängig von den 350 Mio. die noch zum Fenster rausgeworfen wurden. Also was da (im Vorfeld) gelaufen ist, zwischen diesen beiden Banken, hat mit der globalen Finanzkrise jetzt nur mittelbar zu tun. Dieses Bankenverhalten muß anhand der Fakten so aufgearbeitet werden, daß zukünftig ein Staats- und Volksbankrott verhindert wird, denn da ich bin immer noch der Meinung, das wir die wirklichen Verlusthöhen nie erfahren werden.

Ich kann es nicht lassen, in diesem Zusammenhang, an die Inflation im Geldbeutel des Bürgers zu erinnern. Da wird jeder Groschen umgedreht und der Bürger wird mit immer mehr Ausgaben belastet. Herr Steinbrück kann also dem Bürger in keinster Weise steuerliche Erleichterung verschaffen, weder beim Öl- Sprit- oder Energiepreis. Daher ist es dann unglaublich, daß Staatsgelder so grottenschlecht verwaltet und verschenkt wurden.

Edit: Das möchte ich auch noch anfügen weil es grade gut paßt. In den letzten Jahren hat es keine finanzielle Erleichterung im Bildungssystem gegeben. ES IST KEIN GELD DAFÜR DA. Und jetzt sowieso nicht mehr.

Zitat Frank2000
Ich habe übrigens drei Kinder. Mein persönlicher Alptraum ist es, dreimal Studiengebühren zu zahlen. In dem Fall stehe ich in der Tat vor der Frage, ob ich bloses "Interesse" oder "Neigung" als ausreichenden Grund für ein Studium gelten lassen kann. Oder ob statt dessen schnelle Arbeitsmarktverwertung nicht das einzige Kriterium wird. Schöne Aussichten.

♥lich Nola


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Betreff Absender Datum
Finanzkrise und Populismus Zettel30.09.2008 04:18
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Risikowahrnehmung, Risikobeurteilung Zettel30.10.2008 02:32
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RE: Demokratischer Sozialismus dirk03.10.2008 21:49
Fourmscodes und dergleichen Zettel03.10.2008 22:42
RE: Demokratischer Sozialismus Martin03.10.2008 17:01
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Finanzkrise und Populismus Nola05.10.2008 11:33
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RE: Consensus among economists dirk03.10.2008 14:32
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