Ich habe mich vor kurzem an der Uni mit einer Exil-Iranerin unterhalten (wobei dieser Begriff hier wohl nicht ganz zutrifft, da sie mit nicht mal zwei Jahren nach Deutschland kam, seit geraumer Zeit die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt und auch akzentfrei Deutsch spricht). Ihre Eltern waren nach Ausbruch des Iran-Irak-Krieges nach Deutschland ausgewandert. Nach ihren Worten wurde Khomeinis Revolution vor allem von der ungebildeten und teils stark religiösen Unterschicht unterstützt, während die Mittel- und Oberschicht eher säkular war und mit dem Regime des Schahs keine nennenswerten Probleme hatte. Paradoxerweise sind ihr zufolge auch die meisten Perser im Gegensatz zu ihrer Regierung eher pro-Amerikanisch eingestellt und konsumieren freudig amerikanische Produkte wie Hollywood-Filme. Bleibt also zu hoffen, dass es zu keinem Krieg mit dem Iran kommt, der diese Sympathien verspielen könnte, sondern dass das Ayatollah-Regime auf andere Weise gestürzt wird. In diesem Fall hätte Persien auch aufgrund seiner Isolation von den arabischen, sunnitischen Ländern sicher Potential als Verbündeter des Westens.
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