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ZETTELS KLEINES ZIMMER

Das Forum zu "Zettels Raum"



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Dieses Thema hat 7 Antworten
und wurde 3.733 mal aufgerufen
Kommentare/Diskussionen zu "Zettels Raum"  
prometheus141

Beiträge: 2

03.03.2010 18:11
RE: Zitat des Tages: Antworten

Nun ich bin hier ein Quereinsteiger, weil mir erst heute der Artikel im Spiegel von einem Freund kopiert wurde. Doch ich suche nicht das Trennende, sondern das Verbindende. So gehen wir auf Sokrates und nicht auf Freud zurück, gehen wir auf die Irrtümer ein, die sich seit Sokrates angehäuft haben und nicht seint Schopenhauer oder Freud. Die Grundlage ist die rationale Vernunft, die in sich trennend ist, weil sie das Verstehen nicht wirklich versteht, das drückt Eugen Biser mit Nietzsche doch sehr deutlich aus: "Was wir Verstehen nennen, ist etwas grundsätzlich anderes als Informationsaufnahme: Das Verständlichste an der Sprache ist nicht das Wort selber, sondern Ton, Stärke, Modulation, Tempo, kurz, die Musik hinter den Worten, die Leidenschaft hinter dieser Musik, die Person hinter dieser Leidenschaft." - Friedrich Nietzsche, bei Biser, Glaubensprognose
Was John Gray gelungen ist, er hat sich nicht von der Religion verabschiedet, so ist gezwungener Maßen sein Ansatz ein Metaphysischer. Und da sieht er deutlich, der Humanismus ist kein Fortschritt, weil er das Sterben in der Welt insgesamt nicht verringert hat, sondern nur den Priviligierten die Illusion gegeben hat, sie sind frei. Doch sie sind an die Zivilreligion Glaube und Schuld, sprich Gläubiger und Schuldner gebunden, die die Ärmeren mehr und mehr aussaugen müssen, was daran human ist, weiß ich nicht: http://alles-schallundrauch.blogspot.com...-den-armen.html. Und hier gibt er den Tipp, von der Hoffnung, also von dem Mangel es könnte besser werden, sich zu verabschieden, denn das System Schuld lebt vom Mangel, und kann nicht durch Mangelbewusstsein überwunden werden. Deshalb hat vielleicht Gray das verdrängt was Hegel meinte, als er sagte: Erst wenn die Dämmerung kommt, fliegen die Eulen der Minerva. Buber drückt es klarer aus: „ Wie wenn die Sonne sich verfinstert, und wüsste man nicht, dass sie da ist, würde man meinen, es gäbe sie nicht mehr, so ist es in solchen Zeiten. Das Antlitz Gottes ist uns verstellt, und es ist, als müsste die Welt erkalten, der es nicht mehr leuchtet. Aber die Wahrheit ist, dass gerade erst dann die große Umkehr möglich wird, die Gott von uns erwartet, damit die Erlösung, die er uns zudenkt, unser eigne Erlösung werde.“ Aus Schütz, Verborgenheit Gottes. Martin Bubers Werk - Eine Gesamtdarstellung, Einsiedeln 1975, S. 57f Soweit erst einmal. Viele Grüße


Themen Überblick
Betreff Absender Datum
Zitat des Tages: "Wissen macht nicht frei" Zettel28.02.2010 03:02
RE: Zitat des Tages: "Wissen macht nicht frei" Abendlaender28.02.2010 06:22
RE: Zitat des Tages: Zettel28.02.2010 10:03
RE: Zitat des Tages: Abendlaender28.02.2010 19:07
RE: Zitat des Tages: Zettel01.03.2010 12:43
RE: Zitat des Tages: prometheus14103.03.2010 18:11
RE: Zitat des Tages: "Wissen macht nicht frei" dirk28.02.2010 16:17
RE: Zitat des Tages: Zettel01.03.2010 10:46
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