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ZETTELS KLEINES ZIMMER

Das Forum zu "Zettels Raum"



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Dieses Thema hat 17 Antworten
und wurde 1.439 mal aufgerufen
Kommentare/Diskussionen zu "Zettels Raum"  
Michael

Beiträge: 13

05.03.2010 17:46
RE: Zitat des Tages: Der angebliche Tiefpunkt Antworten

Zitat von R.A.
Die Volksfront ist der Gegner. Aber der Hauptkonkurrent um Wählerstimmen (d.h. die Partei, bei der die Union die größten Wählerverluste befürchten muß), das ist die FDP.



Es bleibt aber im Lager und stellt daher kein größeres Problem dar, weil die FDP keine Alternativen besitzt, als eine Koalition mit der CDU. Das konnte man ja bei der Bundestagswahl sehen. Da ist Merkel bewusst nach links gerutscht, um die Stimmen in der "Mitte" zu sammeln und die Konservativen und Marktliberalen an die FDP zu verleihen. Solange es keine ernstzunehmende Partei rechts der CDU gibt, geht das auch einigermaßen auf.

Zitat
Alle Ihre Koalitionsüberlegungen sind ja richtig. Natürlich ist eine Koalition mit den Grünen keine gute Option für die Union. Natürlich ist sie noch von einer großen Koalition begeistert (obwohl man oft das Gefühl hatte, die passen ganz gut zueinander).
Langfristig will die Union natürlich in erster Linie mit der FDP koalieren.
Aber eben mit einer klassischen Klein-FDP. Und die Union war schon immer dazu bereit, kurzfristige Nachteile in Kauf zu nehmen, um ihre langfristige strategische Position zu verbessern.



In NRW habe ich irgendwie das Gefühl, dass der CDU dort eigentlich egal ist, mit wem sie koalieren. Da interessiert es eher die Bundespartei (Bundesratsmehrheit), ob die FDP oder die Grünen ins Boot geholt werden. Rüttgers selber wird das wohl relativ egal sein.

Zitat
So mal als Beispiel: 1992 hat die CDU in Baden-Württemberg lieber die ungeliebte große Koalition akzeptiert, anstatt mit den Republikanern einen inhaltlich und vom Kabinettsanteil viel vorteilhaftere Koalition einzugehen. Und das hatte nichts mit demokratischen Skrupeln zu tun. Die Reps sind keine sehr edle Partei, aber doch keine Nazis. Sie waren nicht schlimmer als die Schills, mit denen die CDU in Hamburg sehr wohl koaliert hat.
Aber durch diese klare Verweigerung wurden die Reps wieder ins Abseits getrieben, ohne Aussicht auf Durchsetzung ihrer Forderungen - sie verschwanden wieder aus dem Parlament. Und die CDU bekam wieder "ihre" Wähler zurück.
Die Union agiert hier ganz anders als die SPD, die jederzeit für kurzfristige Vorteile jede strategische Überlegung über Bord wirft und damit erst die Grünen und dann die Kommunisten als Konkurrenz etabliert hat.



Da haben Sie natürlich Recht. Nur an Schill konnte man ja z.B. erkennen, dass man ihn durch die Regierungsbeteiligung entzaubern konnte. Dadurch, dass die CDU mit den Reps keine Koalition eingegangen ist, haben sie sich aber ein Restrisiko ausgesetzt. Denn eine große Koalition hätte durchaus zu einer Stärkung und Etablierung führen können. Daher kann man sehen, dass in HH und BaWü zwei verschiedene Möglichkeiten im Umgang mit "rechter" Konkurrenz doch zum Ziel geführt haben.
Neben den taktischen Fehler der SPD führte vorallem die Medienpräsenz (früher im Privatfernsehen, nun überall) und die hervorragenden Strukturen aus der DDR zu dem Erfolg der Linkspartei. Beides war den Republikanern nicht gegönnt.

Zitat
Müßte sie - bisher tut sie es nicht.
Das beste Beispiel ist die Kopfpauschale.
Sonst überall bin ich ja der Meinung, daß die FDP die Reformpartei ist. Aber im Gesundheitswesen war es die CDU, die die Idee der Kopfpauschale vorangebracht hat. Das war Merkels Wahlkampfschlager 2005, das hat sie hartnäckig versucht, wenigstens teilweise in der großen Koalition durchzusetzen.
Und jetzt steht sie im Koalitionsvertrag, eindeutig ein Erfolg für die Union. Und Rösler soll sie jetzt umsetzen.
Und was passiert? Plötzlich kommt die lauteste Kritik an der Kopfpauschale aus der Union. Und Merkel läßt das laufen.
Das werden Sie, lieber Zettel, nicht mehr mit den üblichen Zänkereien erklären können. Wenn Merkel und die CDU ein so zentrales Element der eigenen Politik zur Disposition stellen, dann kann nur strategisches Kalkül dahinter stehen. Nämlich eben die Schwächung der FDP.



Es steht ein strategisches Kalkül dahinter, aber nicht die Schwächung der FDP. Das Kalkül liegt darin bloß keine Position zu beziehen und nirgends anzuecken. Die Reformen sollen möglichst "Sozial gerecht" gestaltet werden, weil man die Stimmen aus der Mitte will. Das haben Merkel und "Muttis Lieblinge" ja unmissverständlich erklärt. Dadurch stärkt man aber langfristig die FDP, weil die enttäuschten Wähler der CDU sonst nirgends hin können.


Themen Überblick
Betreff Absender Datum
Zitat des Tages: Der angebliche Tiefpunkt Zettel05.03.2010 08:31
RE: Zitat des Tages: Der angebliche Tiefpunkt Ungelt05.03.2010 09:37
RE: Zitat des Tages: Der angebliche Tiefpunkt FTT_2.005.03.2010 09:45
RE: Zitat des Tages: Der angebliche Tiefpunkt Zettel05.03.2010 15:22
RE: Zitat des Tages: Der angebliche Tiefpunkt R.A.05.03.2010 10:21
RE: Zitat des Tages: Der angebliche Tiefpunkt Zettel05.03.2010 15:53
RE: Zitat des Tages: Der angebliche Tiefpunkt R.A.05.03.2010 16:21
RE: Zitat des Tages: Der angebliche Tiefpunkt Zettel05.03.2010 16:54
RE: Zitat des Tages: Der angebliche Tiefpunkt R.A.05.03.2010 17:21
RE: Zitat des Tages: Der angebliche Tiefpunkt Michael05.03.2010 17:46
RE: Zitat des Tages: Der angebliche Tiefpunkt dirk05.03.2010 18:28
RE: Zitat des Tages: Der angebliche Tiefpunkt Zettel05.03.2010 18:56
RE: Zitat des Tages: Der angebliche Tiefpunkt Stefanie05.03.2010 10:54
RE: Zitat des Tages: Der angebliche Tiefpunkt califax05.03.2010 11:02
RE: Zitat des Tages: Der angebliche Tiefpunkt FTT_2.005.03.2010 11:19
RE: Zitat des Tages: Der angebliche Tiefpunkt califax05.03.2010 11:26
RE: Zitat des Tages: Der angebliche Tiefpunkt Stefanie05.03.2010 11:41
RE: Zitat des Tages: Der angebliche Tiefpunkt R.A.05.03.2010 11:23
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