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ZETTELS KLEINES ZIMMER

Das Forum zu "Zettels Raum"



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Dieses Thema hat 11 Antworten
und wurde 2.000 mal aufgerufen
Kommentare/Diskussionen zu "Zettels Raum"  
Franz

Beiträge: 44

17.07.2010 01:32
RE: Bigottes Schweden Antworten

Zitat von Gorgasal
Hat jemand Statistiken über die Prostituierten in Schweden? Darüber, wieviele von ihnen aus Osteuropa stammen? Wieviele unter der Annahme kamen, dass sie in Schweden als Kellnerinnen, Nannys oder sonstwas Legitimes arbeiten würden, bis ihnen der Schleuser den Pass wegnahm und sie an einen Zuhälter verkaufte, der ihnen erzählt, wenn sie zur Polizei gehen, würden sie entweder deportiert oder ins Gefängnis kommen, also sollen sie gefälligst brav weiter anschaffen?



Als ich noch in Frankfurt/Main lebte, bin ich als begeisterter Salsatänzer jahrelang im Latino-Milieu verkehrt. Und hatte nach einiger Zeit viele Bekannte und Freunde aus Lateinamerika. Dabei war es auch hilfreich, dass ich recht gut Spanisch spreche und oft in Lateinamerika war. Damals waren im Rotlicht-Milieu, was aussereuropäische Prostituierte anging, viele Südamerikanerinnen tätig, die Meisten kamen aus Kolumbien. Diese gingen natürlich in ihrer Freizeit auch gerne in die Salsa-Clubs, und haben, wenn man sich näher kannte, auch offen über ihre Tätigkeit gesprochen. Damals fingen auch die Diskussionen über Zwangsprostitution an. Und öfters habe ich mich -nicht nur mit Prosituierten- sondern auch mit lateinamerikanischen Sozialarbeitern über dieses Thema unterhalten. Nach übereinstimmender Meinung gab es dies, zumindest was die Latinas anging, nicht.

Jeder dieser Frauen wusste, dass die Gelder, die sie brauchten um ihre Familien zu Hause zu unterstützen mit regulärer Arbeit, nicht zu finanzieren waren. Abgesehen davon hatten die Meisten keine Arbeitserlaubnis, und hätten von Küchenhilfe- oder Babysitter Jobs leben müssen. Was bestenfalls ein Überleben in Frankfurt, aber keinesfalls Geldtransfers nach Lateinamerika ermöglicht hätte. Für sie war die einzige Möglichkeit das Geld zu verdienen, nun mal dieses Gewerbe. Es waren ausschliesslich Freiwillige. Es mag erstaunlich klingen, aber vor vielen habe ich Respekt gehabt, dass sie dieses Los auf sich genommen haben, um ihren Eltern und Kindern zu helfen. Es mag natürlich auch Fälle gegeben haben, wie Gorgasal sie schildert. Aber warum sollte man so etwas machen, wenn es soviele Freiwillige gibt.

Für Jede, die bei Razzien entdeckt und abgeschoben wurde, waren innerhalb kürzester Zeit Neue da, die sogar die Flüge aus eigener Tasche selbst bezahlt haben, und wenn nicht genug eigenes Geld da war, es über Kredite finanziert haben. Man betrachtete dies als eine Investition, die sich hoffentlich schnell armortisieren sollte.

Ich weiss, was ich hier geschrieben habe entspricht nicht dem Weltbild mancher Leute, aber es sind Fakten.


Themen Überblick
Betreff Absender Datum
Bigottes Schweden Zettel16.07.2010 15:06
RE: Bigottes Schweden Castello16.07.2010 15:28
RE: Bigottes Schweden Jorad16.07.2010 15:59
RE: Bigottes Schweden Zettel16.07.2010 16:46
RE: Bigottes Schweden Pentas16.07.2010 17:07
RE: Bigottes Schweden vivendi16.07.2010 21:20
RE: Bigottes Schweden Gorgasal16.07.2010 22:56
RE: Bigottes Schweden Zettel17.07.2010 01:08
RE: Bigottes Schweden Pentas17.07.2010 08:57
RE: Bigottes Schweden vivendi17.07.2010 01:08
RE: Bigottes Schweden Franz17.07.2010 01:32
RE: Bigottes Schweden Ingo_Way18.07.2010 15:47
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