Es scheint, daß das Unrechtsbewußtsein hinsichtlich des nicht regelkonformen Erlangens akademischer Grade verbreitet Schaden genommen hat. Anders ist es kaum zu erklären, daß zwei Anbieter hilfreicher Dienstleistungen, nämlich des Verfassens von Dissertationen für andere, ihren Streit, wer von beiden damit die höheren Umsätze erziele, allen Ernstes über zwei Instanzen vor Gericht austragen.
Zitat von OLG Düsseldorf 17.02.2011Zwei «Ghostwriter» für Doktorarbeiten haben sich vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht gestritten, wer sich als Marktführer des zwielichtigen Metiers bezeichnen darf. Das Gericht befand: keiner von beiden. Wer verbotene Dienstleistungen anbiete, dürfe nicht auch noch mit der Marktführerschaft werben, sagte ein Gerichtssprecher am Donnerstag.
Aus der zitierten Pressemitteilung ist auch zu ersehen, was eine fremdverfaßte Dissertation bei den "Marktführern" so kostet. Wer übrigens in diesem Gewerbe einem Schlechtleister aufsitzt, der für einen fünfstelligen Betrag doch nur Pfusch abliefert, dürfte wohl trotz Nichtigkeit des zugrundeliegenden Vertrages nicht einmal das gezahlte Entgelt zurückverlangen können.
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