Zitat von ZazazMeines Erachtens wird die Resozialisierung und Therapie überschätzt. In der Öffentlichkeit wird Therapie diskutiert als ob man ein Auto reparieren würde. Da ist jemand der was schlimmes gemacht hat, der muss kaputt sein, wird also therapiert und resozialisiert (=repariert) und alles ist gut.
Man vergißt das, wenn solche Menschen schwere Straftaten begehen, diese Verhaltensmuster, d.h. das rücksichtslose Übergehen der Rechte ihrer Mitmenschen um des eigenen Vorteils willen, schon sehr tief drinstecken. Es gibt einen gewissen Anteil gefährlicher Menschen die dissozial und nicht behandelbar sind. Vor denen muss man die Mitmenschen schützen.
Ich stimme Ihnen vollständig zu.
Über die Chancen von Therapien bestehen oft unrealistische Vorstellungen. Tatsächlich gibt es keine wissenschaftlich gesicherten Verfahren, um die Persönlichkeit von Menschen, die schwere Straftaten begangen haben, so zu ändern, daß man sie als "geheilt" bezeichnen könnte; was immer das heißen würde. Die Möglichkeit der Psychotherapie, Perönlichkeiten nachhaltig zu ändern, sind ohnehin sehr gering. Mit welcher Art von Therapie sollte das denn überhaupt versucht werden?
Man kann nach meiner Kenntnis auf gewisse Erfolge hoffen, wenn der Betreffende einsichtig ist und von sich aus eine Therapie will. Diese kann möglicherweise seine Selbstkontrolle verbessern; die Rational-Emotive Therapie (RET) zum Beispiel. Mehr ist selten zu erreichen.
Viel wichtiger als eine Psychotherapie ist nach meinem Eindruck a) eine bessere Diagnostik, um zu klären, ob jemand überhaupt resozialisationswillig ist (Lügendetektoren könnten dabei durchaus hilfreich sein) und b) praktische Hilfe dann, wenn ein solcher Wille vorliegt - Berufsausbildung, Hilfe bei der Wohnungs- und Jobsuche nach der Entlassung.
Die Persönlichkeit wird man selten ändern können. Aber man kann versuchen, Umstände zu schaffen, in denen der Betreffende nicht wieder straffällig wird.
Bitte beachten Sie diese Forumsregeln: Beiträge, die persönliche Angriffe gegen andere Poster, Unhöflichkeiten oder vulgäre Ausdrücke enthalten, sind nicht erlaubt; ebensowenig Beiträge mit rassistischem, fremdenfeindlichem oder obszönem Inhalt und Äußerungen gegen den demokratischen Rechtsstaat sowie Beiträge, die gegen gesetzliche Bestimmungen verstoßen. Hierzu gehört auch das Verbot von Vollzitaten, wie es durch die aktuelle Rechtsprechung festgelegt ist. Erlaubt ist lediglich das Zitieren weniger Sätze oder kurzer Absätze aus einem durch Copyright geschützten Dokument; und dies nur dann, wenn diese Zitate in einen argumentativen Kontext eingebunden sind. Bilder und Texte dürfen nur hochgeladen werden, wenn sie copyrightfrei sind oder das Copyright bei dem Mitglied liegt, das sie hochlädt. Bitte geben Sie das bei dem hochgeladenen Bild oder Text an. Links können zu einzelnen Artikeln, Abbildungen oder Beiträgen gesetzt werden, aber nicht zur Homepage von Foren, Zeitschriften usw. Bei einem Verstoß wird der betreffende Beitrag gelöscht oder redigiert. Bei einem massiven oder bei wiederholtem Verstoß endet die Mitgliedschaft. Eigene Beiträge dürfen nachträglich in Bezug auf Tippfehler oder stilistisch überarbeitet, aber nicht in ihrer Substanz verändert oder gelöscht werden. Nachträgliche Zusätze, die über derartige orthographische oder stilistische Korrekturen hinausgehen, müssen durch "Edit", "Nachtrag" o.ä. gekennzeichnet werden. Ferner gehört das Einverständnis mit der hier dargelegten Datenschutzerklärung zu den Forumsregeln.