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ZETTELS KLEINES ZIMMER

Das Forum zu "Zettels Raum"



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Dieses Thema hat 11 Antworten
und wurde 1.023 mal aufgerufen
Kommentare/Diskussionen zu "Zettels Raum"  
F. Hoffmann

Beiträge: 34

10.02.2008 15:11
RE: Zitat des Tages: Nein zur Assimilation Antworten

Hallo!
Das mit den Aleviten steht hier:
http://www.faz.net/s/Rub61EAD5BEA1EE41CF...n~Scontent.html

Zum Thema Integration von türkischstämmigen Deutschen bzw. hier lebenden Türken, habe ich Folgendes vor einigen Tagen an H. Broder gemailt (und gestern auch bei FDOG gepostet):

"Dazu Erfahrungen aus der näheren Umgebung, aus dem ländlichen Rheinland-Pfalz, nicht dem großstädtischen Berlin.
Diskussion mit Hr. Mertin, damals noch Justizminister in RLP. Thema Integration von Ausländern.
Dabei zahlreiche Zuwanderer aus dem spanischsprechenden Raum, hier bestens integriert.
Mertin ist wohl in Südamerika geboren, Land ist mir entfallen, hat deutsche Eltern.
Es ging dann hauptsächlich um die große türkische Gemeinde in einer Kleinstadt in der Nähe und die Integration der Türken.
Es wurde lange darüber geredet, dass man die türkischen Nachbarn einmal zum Kaffee etc. einladen könne, in die Kirchengemeinde oder zum Kirchenfest einladen könne, u.ä.,
lauter gut gemeinte Vorschläge.
In dieser Kleinstadt gibt es seit einigen Jahren einen neuen Imam. Wurde schon von der Erdogan-Regierung geschickt.
Im Interview mit der RHEINPFALZ hatte er schon, ohne dass nachgehakt worden wäre, erklärt, dass der Islam es fordere, dass Mädchen, sobald sie in die Pubertät kämen,
Kopftuch tragen müssten. Und er hat dies dann offensichtlich konsequent durchgesetzt. Mädchen und Frauen sieht man jetzt größtenteils mit Kopftuch und bodenlangem Mantel. Integration oder vermehrte Kontakte? Fehlanzeige.
Habe in der Diskussion auch darauf aufmerksam gemacht, dass die türkischen Vereine nicht etwa eine bessere Bildung oder Ausbildung für Ihre Kinder fordern, sondern zuallererst, dass gewisse
religiöse Gepflogenheiten zu akzeptieren sind (Kopftuch, keine gemeinsamen Landschulaufenthalte usw). Dies ist auch in der “großen” Politik so! Fällt dies niemand auf?
Dazu noch Bemerkungen eines Sonderschulleiters und eines Klassenkameraden von mir, der Lehrer in Berlin war (starb leider kürzlich an Krebs).
Beide sind in die Familien gegangen und haben darum gebettelt, dass die Kinder am ganz normalen schulischen Leben teilnehmen dürfen und den Eltern immer wieder erklärt, dass ihre Kinder ohne Bildung
wenig Chancen hätten, einen Beruf zu erlernen usw.. Das hat die in ihren ethnischen Gemeinden gut etablierten Eltern wenig gejuckt.
Die Beispiele zeigen auch die Ansatz- bzw. Problempunkte auf:
1.) Die Familien in denen die Kinder aufwachsen. Sie müssen aus diesen geschlossenen Milieus raus. Einer der wenigen Pluspunkte für die Ganztagsschule. Wenn Eltern den normalen Schulbesuch ihrer Kinder sabotieren, sollte man sie ggf. rechtlich belangen.
2.) Die Imame. Wie in dem an und für sich harmlosen ARD-Film “Islam-Import” gezeigt (deckt sich auch prima mit dem Verhalten des von mir o.g. Imams), leiten die Imame ihre Gemeinden so, wie es die türkische Regierung ihnen vorgibt (sie sind türkische Staatsbeamte!). Und das heißt:
- Im Sinne der Türkei erziehen.
Sie sollen sich als Türken sehen, nicht als Deutsche. Die Sprache beim Islam-Unterricht ist Türkisch. Ebenso in den Moscheen. Zuhause laufen türkische Fernsehprogramme.
- Im Sinne des Islam und der heimatlichen Traditionen erziehen.
Und das heißt: In erster Linie lernen die Kinder blind zu gehorchen. Beispielsweise den Koran stur auf Arabisch auswendig zu lernen und das für gut zu finden. Unbedingt das zu glauben, was der Imam vorsagt.
Und dazu gehören auch die o.g. religiösen “Vorschriften”. Angeblich wollte der Imam aus der Dokumentation auch Kontakte zur Schule und einer christlichen Kirchengemeinde pflegen. Das war auch nach einem Jahr noch nicht der Fall.
Bis dahin hatte er auch noch kein Deutsch gelernt.
Um zu o.g. Kleinstadt zurückzukommen. Es gibt dort eine lebhafte und selbstbewußt auftretende türkische Gemeinde, die hier zwar lebt und Geld verdient, z.T. auch etliche Angehörige mit deutschem Pass hat. Diese Gemeinde genügt sich aber zum allergrößten Teil selbst. Sicher sind die meisten nette Leute und auch freundliche GemüseverkäuferTaxifahrer,etc., aber eben nicht in Deutschland integriert. Sie legen keinen Wert darauf, ihre Heimat bleibt die Türkei.
Man wird mit dieser Haltung nicht geboren, sie wird einem anerzogen bzw. beigebracht.
Nebenbei. In dieser Kleinstadt erzielen die Neonazis bei Kommunal- und Landtagswahlen immer hohe Stimmanteile (Maximum war 16%!)."
Die Arbeit der DITIB, des türkischen Religionsministreriums, der türkischen Verbände und damit derer, die die Politik von Erdogan und seiner Regierung vollziehen, geht nicht dahin, Türken oder türkischstämmige Deutsche in Deutschland zu integrieren, sondern türkische Enklaven in Deutschland zu schaffen.
Geht man davon aus, dass Erdogan zwar als Regierungschef Kreide gefressen hat, aber den gleichen Charakter und das gleiche Weltbild hat wie in den 90er Jahren, dann versucht der Islamist Erdogan Brückenköpfe zu bauen.
Was den Einfluss der Erziehung angeht, empfiehlt sich die Lektüre dieses Artikels von Necla Kelek:
http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960...n~Scontent.html


Themen Überblick
Betreff Absender Datum
Zitat des Tages: Nein zur Assimilation Zettel08.02.2008 15:34
RE: Zitat des Tages: Nein zur Assimilation Gansguoter08.02.2008 21:45
RE: Zitat des Tages: Nein zur Assimilation C.08.02.2008 23:17
Verbände; Erdogan Zettel08.02.2008 23:56
Aleviten Zettel09.02.2008 00:13
RE: Aleviten C.10.02.2008 19:51
Erdogan in der türkischen Kolonie Köln C.10.02.2008 20:01
RE: Aleviten Zettel10.02.2008 23:46
RE: Aleviten C.11.02.2008 01:21
RE: Aleviten Enha11.02.2008 09:40
RE: Zitat des Tages: Nein zur Assimilation Kaa09.02.2008 19:59
RE: Zitat des Tages: Nein zur Assimilation F. Hoffmann10.02.2008 15:11
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