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ZETTELS KLEINES ZIMMER

Das Forum zu "Zettels Raum"



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Dieses Thema hat 6 Antworten
und wurde 3.314 mal aufgerufen
Pro und Contra  
Libero

Beiträge: 393

27.07.2007 18:28
RE: Liberalismus, Sozialismus, Marxismus Antworten
Lieber Herr Zettel

Sie weichen mir aus.

Adam Smith war keineswegs überrascht von der Unmenschlichkeit, die ja bereits durch die Arbeitsteilung entsteht

Die Arbeit der überwiegenden Mehrheit wird nach und nach auf einige wenige Arbeitsgänge eingeengt, oftmals nur auf einen oder zwei. Nun formt die Arbeit ganz zwangsläufig das Verständnis der meisten Menschen. Jemand, der tagtäglich nur wenige einfache Handgriffe ausführt, die zudem immer das gleiche oder ein ähnliches Ergebnis haben, verlernt, seinen Verstand zu gebrauchen.Ein solcher Arbeiter wird stumpfsinnig und einfältig, wie ein menschliches Wesen nur eben werden kann. Solch geistlose Tätigkeit beraubt ihn nicht nur der Fähigkeit, Gefallen an einer vernünftigen Unterhaltung zu finden oder sich daran zu beteiligen, sie stumpft ihn auch gegenüber differenzierteren Empfindungen wie Selbstlosigkeit, Großmut oder Güte ab, so dass er auch vielen Dingen gegenüber, selbst jenen des täglichen Lebens, seine gesunde Urteilsfähigkeit verliert.

Diese Erfahrung habe ich während meiner Kontischichten auch gemacht. Obwohl ich immer gerne gelesen habe, da konnte ich nur Hans Rosenthal ertragen. Mehr war nicht drin. Adam Smith hat arbeitsteilige Arbeit nicht ausgeführt. So schreibt nur ein Mensch, der über ein erstaunliches Vorstellungsvermögen verfügte und Emphatie besitzt. Der nahm seine Mitmenschen wahr und dem konnten sie auch nichts vormachen. Er brauchte nicht Unmenschlichkeit vorherzusehen, die konnte er schon damals beobachten.

Sie brach sich sozusagen an den überkommenen gesellschaftlichen Strukturen.

Sie liess sich brechen, wenn Sie an das Schicksal der frühen deutschen Liberalen Parteien denken. Vielen damaligen Liberalen reichte ihre persönliche Freiheit. Da war ein Brechen nicht notwendig.

was Sie vermissen, gab und gibt es dort ja.

Sie meinen die USA? Auch da muß ich widersprechen. Andrew Carnegie starb als Philanthrop, aber als Geschäftsmann war er ein .... Diese Art von Geschäftsmann ging nicht nur über die Leichen von Mitbewerbern, sondern auch von Mitarbeitern. Andrew Carnegie hat sich während seiner aktiven Zeit nicht wie ein Liberaler verhalten. Natürlich gibt es andere, die nie vergessen haben, das sie aus armen Verhältnissen stammten.

Ich habe den Eindruck, Sie schließen es völlig aus, das das Auftreten von liberalen Politikern einen erheblichen Beitrag zum Wachstum der sozialistischen Parteien geleistet haben. In dem Punkt unterscheiden wir uns. Ich denke, die Armen, die zum Nachdenken kamen, hatten verstanden, daß sie von Liberalen keine Verbesserung ihrer Lebensverhältnisse erwarten konnten. Ich habe nicht ohne Grund von Mises zitiert. Ich könnte aus seinen Büchern noch weitere Zitate nennen. Sie sind typisch für eine gesellschaftliche Schicht, die nicht nur eine unüberbrückbare Kluft zu den Armen wahrnahm, sondern sie vor allem wahrnehmbar lebte. Während andere, aus der gleichen Schicht stammend, diese ohne Mühen überbrücken konnten.

Ich habe solche Menschen auch im Studium kennengelernt. Werkstudent bedeutet, daß man regulär als Hilfarbeiter arbeitet. Ich hatte keine Probleme, mich zu unterhalten. Andere hatten sehr große Probleme, obwohl sie später die Vorgesetzten genau der Menschen wurden, mit denen sie kein normales Gespräch führen konnten. Wenn, dann nur über die unüberbrückbarer Kluft hinweg.

Herzlichst
Libero

Themen Überblick
Betreff Absender Datum
Der Weg zur liberalen Gesellschaft Libero26.07.2007 19:21
RE: Der Weg zur liberalen Gesellschaft M.Schneider27.07.2007 11:03
RE: Der Weg zur liberalen Gesellschaft Libero27.07.2007 12:05
Liberalismus, Sozialismus, Marxismus Zettel27.07.2007 16:23
RE: Liberalismus, Sozialismus, Marxismus Libero27.07.2007 18:28
RE: Liberalismus, Sozialismus, Marxismus Zettel30.07.2007 17:55
RE: Liberalismus, Sozialismus, Marxismus Libero30.07.2007 23:46
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