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ZETTELS KLEINES ZIMMER

Das Forum zu "Zettels Raum"



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Dieses Thema hat 2 Antworten
und wurde 241 mal aufgerufen
 Kommentare/Diskussionen zu "Zettels Raum"
Zettel Offline




Beiträge: 20.200

09.04.2008 17:08
Irak-Öl und US-Wahlkampf antworten

Nein, das war nicht "Blut für Öl", als die Invasion des Irak beschlossen wurde. Dennoch könnte das Öl des Irak noch eine zentrale politische Rolle spielen.

Chripa Offline



Beiträge: 132

10.04.2008 08:37
#2 RE: Irak-Öl und US-Wahlkampf antworten

Hallo Zettel,
interessant, bisher haben Linke ja immer schon einen
Wutanfall bekommen, wenn man darauf hinwies, dass es
im Irak in Teilbereichen auch positive Entwicklungen
gibt. Gerade deshalb kann ich mir aber nicht vorstellen,
dass es den Demokraten gelingt, sozusagen an den Sozialneid
der Amerikaner gegenüber den Irakern zu appellieren
(Die da unten leben in Saus und Braus, während hier die
Rezession immer schlimmer wird).
Gerade angesichts der ja immer noch bestehenden
Sicherheitsprobleme wäre das auch für hartgesottene
Aktivisten etwas zu albern, hoffe ich.
Herzlich,
Chripa

Zettel Offline




Beiträge: 20.200

10.04.2008 18:15
#3 RE: Irak-Öl und US-Wahlkampf antworten

Zitat von Chripa
bisher haben Linke ja immer schon einen Wutanfall bekommen, wenn man darauf hinwies, dass es im Irak in Teilbereichen auch positive Entwicklungen gibt. Gerade deshalb kann ich mir aber nicht vorstellen, dass es den Demokraten gelingt, sozusagen an den Sozialneid der Amerikaner gegenüber den Irakern zu appellieren (Die da unten leben in Saus und Braus, während hier die Rezession immer schlimmer wird).

John King von CNN, den ich sehr schätze (das ist der, der an dieser tollen Video-Wand hantiert, wo er mit Handbewegungen die Bilder verschieben, vergrößern usw. kann), glaubt das jedenfalls.

Ich kann es mir schon denken. Denn zusammen mit der Hauskrise bedroht die Rezession viele aus dem US-Mittelstand. "Steuern" sind in den USA ein ganz anderes Thema als hier. Gabor Steingart hat dazu kürzlich in "Spiegel Online" (ja, er und Broder, das sind dort die zwei verbliebenen Liberalen) etwas Kluges geschrieben: Wenn in Deutschland die Staatsquote steigt, dann fragt man sich: Was kriege ich davon ab? Wenn sie in den USA steigt, dann fragen sich die Amerikaner: Was nimmt mir der Staat da weg?

Die Amerikaner sind großzügig, wenn sie den Eindruck haben, daß ihre Hilfe benötigt wird. (Siehe die riesigen Spendensummen für Obama; der ja gerade nicht einer der Reichen ist, die angeblich allein in den USA Präsident werden können). Aber sie werden stinksauer, wenn sie den Eindruck bekommen, daß man ihre Hilfe mißbraucht. Und genau das könnte den Wählern in Bezug auf den Irak vermittelt werden,
Zitat von Chripa
Gerade angesichts der ja immer noch bestehenden Sicherheitsprobleme wäre das auch für hartgesottene Aktivisten etwas zu albern, hoffe ich.

Das Argument wird vor allem die Wiederaufbau-Hilfe betreffen. Also die US-Steuergelder, die für Straßenbau, Schulen, das marode Stromnetz, den Aufbau der kommunalen Verwaltung usw. ausgegeben werden.

Da ist ja auch durchaus was dran. Die Öleinnahmen des Irak waren während der Wirren erheblich zurückgegangen. Erst jetzt, wo sich dank des Surge die Lage stabilisiert hat, fließen sie reichlicher. Und darauf hat man sich bei der Finanzierung solcher Projekte wohl in der Tat noch nicht eingestellt.

Nur ist das natürlich kein rationales Argument dafür, Hals über Kopf aus dem Irak abzuziehen. Aber auch bei den Amis gibt es halt viele - siehe den Erfolg von Obama -, die "aus dem Bauch heraus" politisch entscheiden. Und wenn die Demokraten denen das Bauchgefühl vermitteln, daß die Iraker die Großzügigkeit der Amerikaner mißbrauchen, dann könnte die Stimmung wieder kippen.

Herzlich, Zettel

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