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ZETTELS KLEINES ZIMMER

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Dieses Thema hat 3 Antworten
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 Kommentare/Diskussionen zu "Zettels Raum"
Zettel Offline




Beiträge: 20.200

24.04.2008 22:11
Marginalie: Sarkozy vor der Presse antworten

Ein paar Impressionen, aufgeschrieben, während die Sendung lief.

Zettel Offline




Beiträge: 20.200

25.04.2008 12:05
#2 AKTUELLE ERGÄNZUNG: Die wichtigsten Aussagen Sarkozys antworten

Zusammengestellt vom Nouvel Observateur.

Zettel Offline




Beiträge: 20.200

26.04.2008 09:18
#3 RE: AKTUELLE ERGÄNZUNG: Die wichtigsten Aussagen Sarkozys antworten

Bei aller seiner Faktenkenntnis hat Sarkozy, worauf jetzt der Nouvel Observateur hinweist, einen Fehler gemacht: Er hat "Régularisation" (Aufenthaltsrecht) und "Naturalisation" (Einbürgerung) gleichgesetzt.

Es ging um illegale Einwanderer. Dazu sagte Sarkozy:

Zitat von Sarkozy
Il n'est pas question que nous fassions une régularisation globale parce qu'une régularisation globale mène à la catastrophe (...) [La] la fiche de paye ne vaut pas titre de séjour. Ou alors, il faut que le Parlement vote une loi consistant à dire que toute personne qui a un contrat de travail en France a vocation à être Français. (...) On ne devient pas Français parce qu'on travaille dans la cuisine d'un restaurant, aussi sympathique soit-il.

Es geht nicht an, daß wir eine allgemeine Legalisierung vornehmen, denn eine allgemeine Legalisierung würde in die Katastrophe führen. (...) [Der] Gehaltszettel gibt noch kein Aufenthaltsrecht. Oder aber das Parlament beschließt ein Gesetz, in dem gesagt wird, daß jeder, der in Frankreich einen Arbeitsvertrag hat, die Berechtigung erwirbt, Franzose zu werden. (...) Man wird nicht dadurch Franzose, daß man in der Küche eines Restaurants arbeitet, wie sympathisch das auch immer sein mag.

Ségolène Royal hat Sarkozy prompt vorgeworfen, daß er den Unterschied zwischen Aufenthaltsrecht und Einbürgerung absichtlich verwische, um damit "seine traditionellen Wähler zu fangen".

Immerhin hat Sarkozy es geschafft, bei den letzten Kommunal- und Regionalwahlen die Rechtsextremen von Le Pen so gut wie bedeutungslos zu machen.

Deren Chef sich übrigens - das ist ebenfalls aktuell auf der Website des Nouvel Obs zu lesen - erneut als Auschwitz-Leugner bekannt hat.
Zitat von Le Nouvel Observateur
Alors que le journaliste de Bretons lui fait remarquer que l'on a "déporté des gens pour les amener dans des camps juste pour les faire tuer", Jean-Marie Le Pen répond: "mais ça, c'est parce que vous croyez à ça. Je ne me sens pas obligé d'adhérer à cette vision-là. (...)"

Als der Journalist von [der Zeitschrift] Bretons ihn darauf hinweist, daß "Menschen deportiert wurden, um sie in in die Lager zu bringen zu genau dem Zweck, sie zu töten", antwortet Jean-Marie Le Pen: "aber nur, weil Sie daran glauben. Ich fühle mich nicht verpflichtet, mich dieser Einbildung anzuschließen. (...)

Le Pen wurde bereits wegen Leugnung des Holocaust verurteilt (die auch in Frankreich strafbar ist). Er hat der Zeitschrift untersagt, das Interview zu verbreiten.





Zettel Offline




Beiträge: 20.200

29.04.2008 18:05
#4 RE: AKTUELLE ERGÄNZUNG: Der Front National distanziert sich von Le Pen antworten

Zitat von Zettel
Deren Chef sich übrigens - das ist ebenfalls aktuell auf der Website des Nouvel Obs zu lesen - erneut als Auschwitz-Leugner bekannt hat.
Zitat von Le Nouvel Observateur
Alors que le journaliste de Bretons lui fait remarquer que l\'on a "déporté des gens pour les amener dans des camps juste pour les faire tuer", Jean-Marie Le Pen répond: "mais ça, c\'est parce que vous croyez à ça. Je ne me sens pas obligé d\'adhérer à cette vision-là. (...)"

Als der Journalist von [der Zeitschrift] Bretons ihn darauf hinweist, daß "Menschen deportiert wurden, um sie in in die Lager zu bringen zu genau dem Zweck, sie zu töten", antwortet Jean-Marie Le Pen: "aber nur, weil Sie daran glauben. Ich fühle mich nicht verpflichtet, mich dieser Einbildung anzuschließen. (...)

Le Pen wurde bereits wegen Leugnung des Holocaust verurteilt (die auch in Frankreich strafbar ist). Er hat der Zeitschrift untersagt, das Interview zu verbreiten.

Das Interview ist trotzdem am vergangenen Montag erschienen. Jetzt wird gegen Le Pen wegen Leugnung des Holocaust ermittelt. (In Frankreich strafbar gemäß einem Gesetz, das es bietet, unter bestimmten Bedingungen das Urteil eines internationalen Gerichts in Zweifel zu ziehen - also ganz anders begründet als bei uns die "Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener").

Interessanter als diese Meldung ist, daß sich seine Partei von ihm distanziert, und zwar sowohl deren Generalsekretär Louis Aliot als sogar Le Pens Tochter Marine.

Der FN hat - ich habe damals darüber berichtet - bei den Kommunalwahlen miserabel abgeschnitten. Die Partei könnten den Kommunisten in die Bedeutungslosigkeit folgen.

Ob nun Le Pen mit seiner Bemerkung Aufmerksamkeit für die Partei erregen wollte (was dem alten Taktiker zuzutrauen ist) oder ob es sich um einen internen Machtkampf handelt - jedenfalls ist der FN in Frankreich wieder in den Schlagzeilen.

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