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ZETTELS KLEINES ZIMMER

Das Forum zu "Zettels Raum"



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Dieses Thema hat 7 Antworten
und wurde 1.160 mal aufgerufen
 Zeitgeschichte und Politik
Zettel Offline




Beiträge: 20.200

23.08.2006 00:18
Staatsmacht Antworten

Sollte der Staat mehr für unsere Sicherheit tun? Das wird von vielen Linken und vielen Konservativen ganz unterschiedlich gesehen, je nachdem, ob es sich zB um die Sicherheit von AKWs handelt, oder um die Sicherheit vor terroristischen Attacken.

Dem geht der Blog Staatsmacht ein wenig nach.

Mit - natürlich - einem liberalen Fazit. ;-)


Zettel Offline




Beiträge: 20.200

24.08.2006 01:25
#2 RE: Staatsmacht Antworten

Dieser Beitrag ist jetzt von Liberty Ideas im dortigen Magazin ... hm, nachgedruckt? - wie nennt man das im Web? - worden.


Inger Offline



Beiträge: 296

24.08.2006 12:23
#3 RE: Staatsmacht Antworten

Gehst Du dem Link nach, stehen dort noch andere Kommentare aus anderen Foren.
Ich würde sagen, Du könntest doch einmal direkt nachfragen und Dich erkundigen. Immerhin bist Du ja der Autor.
Grüßchen,
Inger

Zettel Offline




Beiträge: 20.200

24.08.2006 12:58
#4 RE: Staatsmacht Antworten

Zitat von Inger
Ich würde sagen, Du könntest doch einmal direkt nachfragen und Dich erkundigen. Immerhin bist Du ja der Autor.

Das steht da mit meinem Einverständnis, liebe Inger. Ich habe mich sogar gefreut, daß sie es übernehmen wollten. Vielleicht hatte ich das etwas mißverständlich formuliert.

Herzlich, Zettel

Turbofee Offline



Beiträge: 329

24.08.2006 15:47
#5 RE: Trinkgeld geben? Antworten
x

Zettel Offline




Beiträge: 20.200

26.08.2006 00:29
#6 RE: Staatsmacht - Antwort @ Jürgen Hodler Antworten

Zu diesem Beitrag hat hier Jürgen Hodler einen interessanten Kommentar geschrieben.

Da ich im Augenblick noch technische Schwierigkeiten habe, direkt im Forum von Liberty Ideas zu antworten, folgt meine Antwort hier.




Lieber Herr Hodler, Sie schreiben:

In Antwort auf:
Wenn die FDP nicht der Linken zuzurechnen ist, dann würde es mich doch brennend interessieren, in welchem Teil des politischen Spektrums dieser Demokratenclub dann zu suchen ist. Etwa in der Mitte, dem stets so gepriesenen demokratischen Platz an der Sonne, wo der schwatzhaft dahinvegetierende und verschwommen denkende soziopsychisch ausgerichtete Demokrat seinen irrealen Utopien frönt, hübsch eingebettet zwischen Reichskanzlei und Kreml?

Nun, in ihrem Selbstverständnis sieht sich die FDP natürlich in der "Mitte". Sie tat das, seit sie in den Nachkriegstjahren zuerst lokal und dann 1948 auf westzonaler Ebene gegründet wurde. Sie war damals Erbe ebenso des Links- wie des Rechtsliberalismus aus der Weimarer Republik, aus dem Kaiserreich. Also der Deutschen Fortschrittspartei (Fortschrittlichen Volksparte), aber auch der Nationalliberalen. Auch aus der DNVP stießen, wenn ich mich recht erinnere, einige Gründungsmitglieder zur LDP bzw. FDP.

Einer FDP, in ihren ersten Jahrzehnten wirklich noch beide Flügel hatte - von Mende und Zogelmann und dem Deutschnationalen Schneider bis zu Reinhold Maier, Thomas Dehler und später Karl-Hermann Flach reichte ja immerhin mal das Spektrum.

Das änderte sich ab den siebziger Jahren. Erst hat die FDP ihren liberalkonservativen Flügel amputiert, mit dem Freiburger Programm. Inzwischen hat sie auch ihren linksliberalen Flügel verloren; Leutheuser-Schnarrenberger ist da die letzte Mohikanerin gewesen. Alleweil hän ma den Weschterwelle un sein Brüderle.

In Antwort auf:
Die FDP ist wie alle anderen weltanschaulichen Zahlenzauberkünstlervereinigungen des BRD-Demokratenstaates – vulgo Parteien – der demokratischen Doktrin – sprich einer starren Staatsideologie - und folglich den gar mehr als anrüchigen Errungenschaften der französischen Schlächterei verpflichtet, sie ist materialistisch, zentralistisch, horizontalistisch, sozialstaatlich und eigentumsverneinend und folglich ohne wenn und aber der Linken zuzuordnen.

Das ist halt eine Frage nicht nur der Definition von "links", sondern der Verständigung darüber, wieweit denn überhaupt die Dimension "links-rechts" noch geeignet ist, politische Einstellungen zu beschreiben, dh einen großen Varianzanteil politischer Meinungen aufzuklären.

Ich habe da erhebliche Zweifel. Der Political Compass basiert immerhin auf zwei Dimensionen, von denen man hofft, daß sie orthogonal aufeinanderstehen - Economic Left/Right und Social Libertarian/Authoritarian.

In Antwort auf:
Welches Verhältnis hatten dann Babeuf, Robespierre, der „göttliche“ Marquis, der Schlächter und „republikanische Held“ der Vendée, General Westermann, oder das basisdemokratische Monster Marat zum Staat?


Hm, ein wohl sehr unausgegorenes, zwiespältiges. Wie später ja auch Marx.

Und eines, das sich gewiß nicht auf der Links-Rechts-Dimension verorten läßt. Jakobiner gibt es heute in Frankreich in fast allen Parteien - bei den Gaullisten zum Beispiel (Debré sen. war ein Musterjakobiner) ebenso wie auf der Linken, vor allem in der Tradition der "Clubs républicains", die heute von Chevènement hochgehalten wird.

Wie ja überhaupt - da Sie die Vendée erwähnen - die französischen Parteien noch sozusagen vollgesogen sind mit Geschichte. Die Vendée hat noch heute ihren Champion in Philippe de Villiers, Chirac spielt Napoléon, und Segolène Royale ist gerade dabei (heute sprach sie auf der Université d'Éte der PS, die LCP hat es übertragen), sich zur modernen Jeanne d'Arc zu stilisieren.

In Antwort auf:
Dies entbehrt ja nicht einer gewissen Logik, die Natur kennt bekanntlich keine Gleichheit und folglich bedarf es zur Verwirklichung des allmächtigen Staates.


Gleichheit der Chancen kennt sie ja schon, die Natur. Und die war es auch, die der sekptische Teil der Aufklärung - Hume, Adam Smith, Kant, auch Montesquieu - wollte. Das, was man heute Gleichmacherei nennt, hatte auch schon im 18. Jahrhundert etwas ausgesprochen Schwärmerisches. Begeisterte also tatendurstige junge Leute wie die von Ihnen Genannten, die ja nicht eben philosophisch gebildet waren.

In Antwort auf:
Der sich an der Brust der „sozialen Gerechtigkeit“ labende neue Gottmensch fällt eben nicht vom Himmel und sämtliche Versuche der Kreierung endeten bekanntlich unter der Guillotine oder am Galgen, in Gefängnissen oder in der Psychiatrie, beim Gestapo- oder Stasi-Verhör, in der Gaskammer oder beim Genickschuß, im Konzentrationslager oder im Gulag oder in den Umerziehungs- und Vernichtungslagern in China, Laos, Vietnam oder Kambodscha.


So ist es.

In Antwort auf:
Da wäre dieses inhaltsleere Etikett „konservativ“ natürlich näher zu definieren. Aber dennoch, Sie verheddern Sich in Ihrem eigenen Etikettengestrüpp.


Naja, Sie schlagen ja die eine oder andere Schneise durchs Gestrüpp.




Danke für diesen schönen, wortgewaltigen, intelligenten und provokativen Kommentar, der mir sehr gut gefallen hat!

Herzlich, Zettel


Zettel Offline




Beiträge: 20.200

10.09.2006 15:43
#7 RE: Staatsmacht Antworten

Zur Sicherheit von AKWs und dem Störfall in Schweden hier ein aktuelles Interview mit dem für Reaktorsicherheit zuständigen hessischen Minister.


Zettel Offline




Beiträge: 20.200

19.09.2006 10:02
#8 Staatsmacht - Aktuelle Ergänzung Antworten

Zu dem auch im "bürgerlichen Lager" sich ausbreitenden Etatismus hat heute die Welt einen ausgezeichneten Artikel von Roger Köppel. Schon der Anfang ist fulminant:

Der Vorgang ist bekannt, und die Sachwalter des Staates wissen instinktiv, wie man es macht. Man verteilt Steuergelder an eine möglichst breite Zahl von Bürgern und dehnt so den Einfluss des öffentlichen Sektors aus. Zeitgleich mischt sich der Staat in immer weitere Sphären der Wirtschaft und der Gesellschaft ein. Hinzu kommen Rentner, Sozialhilfeempfänger, Asylanten, staatlich subventionierte Studenten sowie der auf Steuergeldern beruhende Kultur- und Intellektuellenbetrieb.

Am Ende ist, was kommunistische Theoretiker den Überbau nannten, zur Hardware des Westens geworden: Eine wachsende Zahl von Leuten lebt vom Staat und kann kein Interesse daran haben, aus der selbst verschuldeten Unmündigkeit herauszutreten.

Kommentar: Inzwischen leben bekanntlich mehr Menschen in Deutschland von Transferleistungen, als von ihrer eigenen Arbeit leben. Sie haben kein Interesse an niedrigen Steuern, denn sie zahlen ja überwiegend keine. Sie haben im Gegenteil Interesse an einer hohen Staatsquote, aus der ja die Transfers fließen, die ihnen zugutekommen.

Jedenfalls vordergründig haben sie kein Interesse an niedrigen Steuern. Bei etwas Nachdenken sollten sie aber vielleicht erkennen, daß eine florierende Wirtschaft letztlich auch in ihrem Interesse liegt, und daß die Wirtschaft nun mal nur in dem Maß florieren kann, in dem der Staat íhr Freiheit läßt, statt sie durch Reglementierungen, durch hohe Steuern und Abgaben zu fesseln.



Nebenbei: Daß der Staat angesichts seiner Verschuldung in der Klemme steckt, was Steuersenkungen angeht, mag ja sein. Aber welcher Teufel hat die Regierungsparteien geritten, ohne jede Not das Kneblungsgesetz AGG vom Bundestag verabschieden zu lassen, das der Wirtschaft zur Vermeidung von Klagen einen bürokratischen Aufwand aufzwingt, wie er bisher den staatlichen Verwaltungen vorbehalten gewesen war?



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