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ZETTELS KLEINES ZIMMER

Das Forum zu "Zettels Raum"



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Dieses Thema hat 2 Antworten
und wurde 230 mal aufgerufen
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Gorgasal Offline




Beiträge: 3.988

13.09.2012 15:35
Armutsgrenze Antworten

Wieder eine schöne Illustration, was der relative Armutsbegriff für ein Hirnfug ist - auch wenn die FAZ das nicht merkt:

Zitat von FAZ
Der Anteil der von Armut bedrohten Bürger ist im vergangenen Jahr in fast allen Bundesländern gestiegen. ... In 13 der 16 Bundesländer nahm die Armutsgefährdung im vergangenen Jahr zu, obwohl die Wirtschaft insgesamt mit drei Prozent überdurchschnittlich wuchs. ...

Armutsgefährdet sind nach EU-Definition Menschen, die mit weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Gesamtbevölkerung auskommen müssen.


http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/st...t-11888903.html

Wenn im Extremfall das Einkommen aller Menschen sich verdoppelt, dann sind nach dieser relativen Definition der "Armutsgefährdung" hinterher exakt gleich viele Menschen "armutsgefährdet" wie vorher. Es gibt exakt überhaupt keinen Grund, aufgrund eines grösseren Wirtschaftswachstums mit weniger Armut oder weniger "Armutsgefährdung" zu rechnen - und entsprechend ist eigentlich ein Zusammenfallen von überdurchschnittlichem Wirtschaftswachstum und erhöhter "Armutsgefährdung" eine Nicht-Nachricht.

Und ebenso bedeutet umgekehrt ein etwaiges Schrumpfen der Wirtschaft keineswegs, dass man mehr "Armutsgefährdung" erwarten sollte.

--
Defender la civilización consiste, ante todo, en protegerla del entusiasmo del hombre. - Nicolás Gómez Dávila, Escolios a un Texto Implícito

Zettel Offline




Beiträge: 20.200

13.09.2012 16:41
#2 RE: Armutsgrenze Antworten

Zitat von Gorgasal im Beitrag #1
Wenn im Extremfall das Einkommen aller Menschen sich verdoppelt, dann sind nach dieser relativen Definition der "Armutsgefährdung" hinterher exakt gleich viele Menschen "armutsgefährdet" wie vorher. Es gibt exakt überhaupt keinen Grund, aufgrund eines grösseren Wirtschaftswachstums mit weniger Armut oder weniger "Armutsgefährdung" zu rechnen - und entsprechend ist eigentlich ein Zusammenfallen von überdurchschnittlichem Wirtschaftswachstum und erhöhter "Armutsgefährdung" eine Nicht-Nachricht.

Siehe die Serie Armut, vor allem die fünfte Folge.

Uwe Richard Offline



Beiträge: 1.205

13.09.2012 19:12
#3 RE: Armutsgrenze Antworten

Zitat von Gorgasal im Beitrag #1
Wenn im Extremfall das Einkommen aller Menschen sich verdoppelt, dann sind nach dieser relativen Definition der "Armutsgefährdung" hinterher exakt gleich viele Menschen "armutsgefährdet" wie vorher. Es gibt exakt überhaupt keinen Grund, aufgrund eines grösseren Wirtschaftswachstums mit weniger Armut oder weniger "Armutsgefährdung" zu rechnen - und entsprechend ist eigentlich ein Zusammenfallen von überdurchschnittlichem Wirtschaftswachstum und erhöhter "Armutsgefährdung" eine Nicht-Nachricht.

Meine Forderung: Überdurchschnittliches Einkommen nicht nur für die Reichen, sondern für alle!

--
Wer mich ertragen kann, erträgt auch das Leben – Uwe Richard

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