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ZETTELS KLEINES ZIMMER

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Dieses Thema hat 8 Antworten
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 Dies und Jenes
Zettel Offline




Beiträge: 20.200

07.08.2006 01:38
Ein Event antworten


Vielleicht steckt dahinter nicht immer ein kluger Kopf, aber Interessantes steckt schon meist dahinter, hinter der Süddeutschen Zeitung, aus meiner Sicht der entschieden sympathischsten, weil durch Liberitas Bavariae gemäßigten, linken Zeitung.

Also gucke ich sie mir regelmäßig im Web an, und wurde jetzt belohnt durch diese Meldung. Oder vielmehr dadurch, daß sie mich zu dieser WebSite führte.

Wie da mit britischer Ernsthaftigkeit, britischer Fairneß, auch britischem Sinn fürs Seltsame in uns Menschen, dieser Wettbewerb im Masturbieren beschrieben wird - das hat schon was.

Eine lesenswerte Site. Das Event freilich - fand schon vergangenen Samstag statt.


Reader Offline



Beiträge: 803

07.08.2006 15:01
#2 RE: Ein Event antworten

Zitat von Zettel
Vielleicht steckt dahinter nicht immer ein kluger Kopf, aber Interessantes steckt schon meist dahinter, hinter der Süddeutschen Zeitung, aus meiner Sicht der entschieden sympathischsten, weil durch Liberitas Bavariae gemäßigten, linken Zeitung.
Also gucke ich sie mir regelmäßig im Web an, und wurde jetzt belohnt durch diese Meldung. Oder vielmehr dadurch, daß sie mich zu dieser WebSite führte.
Wie da mit britischer Ernsthaftigkeit, britischer Fairneß, auch britischem Sinn fürs Seltsame in uns Menschen, dieser Wettbewerb im Masturbieren beschrieben wird - das hat schon was.

Eine lesenswerte Site.


Simpatico (noch dazu ein gender-neutral event!): Extra batteries and professional time sheet keepers!

Zitat von Zettel
Das Event freilich - fand schon vergangenen Samstag statt.

Well, the devil's in the details ...

Reader Offline



Beiträge: 803

07.08.2006 15:15
#3 Fundstück: Über leutelose Koffer in der FAZ antworten

-

Doppelbödiges zum Thema "alleinstehende Koffer" und „sensibilisierte Mitbürger" in der FAZ:

Die Diskriminierung der Damen
Von Jörg Thomann

..... „Sensibilisierte Mitbürger“, wie es heißt, entdecken momentan einen Koffer nach dem nächsten .....
Zum Artikel.

Auch nicht schlecht:
Die Lesermeinungen zum Beitrag!


Frage:
Was genau macht eigentlich "smile2"? Hier:

Zettel Offline




Beiträge: 20.200

07.08.2006 17:37
#4 RE: Fundstück: Über leutelose Koffer in der FAZ antworten

Danke, dear Reader, für den hübschen Hinweis!

Vor allem die Kommentare wecken bei mir schon fast nostalgische Gefühle - irgendwie scheint es mir mit der "feministischen Linguistik" auch zu Ende zu gehen.

Und "Herstory" statt "History" ist ohnehin nicht zu toppen! (Ja, toppen - das ist doch viel schöner als "übertreffen"; und für ebenso schöne wie zweckmäßige Anglizismen bin ich allemal zu haben. Als Sprach-Gourmet, sozusagen )


Was, dear Reader, hoffentlich auch diese deine Frage beantwortet:

In Antwort auf:
Was genau macht eigentlich "smile2"? Hier:

Jedenfalls aus meiner Sicht. Denn wie man ein Smilie einsetzt, das ist ja jedem (und jeder!) überlassen. Das sind alles Rorschach-Smilies!

Herzlich, Zettel


Zettel Offline




Beiträge: 20.200

09.08.2006 14:37
#5 Ein Hingeher? antworten

Aktuelle Ergänzung nicht zum Inhalt, aber zur Überschrift des Beitrags:

Wie man zB dieser dpa-Meldung entnehmen kann, ist das Wort "Event" ins Visier der Schützer und Bewahrer der deutschen Sprache geraten.

Es wird nach einer Eindeutschung gesucht. Entweder, so der Vorschlag, soll man mal das eine, mal das andere schon im Fundus der deutschen Sprache vorhandene Wort nehmen - Ereignis, Feier, Party (!), "Sause" (!!).

Oder aber eine Wortneuschöpfung soll das Event ersetzen: "Hingeher".

Da fragt dann also der Oliver seine Kerstin: "Schatz, da gibt's heute abend einen Hingeher. Gehen wir hin?"




Sie haben meine Sympathie, Leute wie Wolf Schneider, die alle diese idiotischen Anglizismen aus dem Deutschen hinausbefördern wollen - den Counter, an dem man jetzt statt am Schalter ansteht, den Hair Shop, den Meeting Point. Dumme, aufgeblasene Fremdwörterei!

Aber es gibt halt griffige Wörter, die von außen hereinschneien, und die sich durchsetzen, weil sie kurz sind, weil sie treffend sind und weil sie sozusagen eine Lücke im Deutschen schließen.

Sie werden meist schnell assimiliert, werden von Fremd- zu Lehnwörtern. Wie die Cakes, die zu Keksen mutierten, wie der Frisör und die Datsche.




Ich glaube, so ein Wort ist "Event". Das Wort bezeichnet eben nicht einfach ein Ereignis, sondern ein Großereignis, ein tolles, ein spektakuläres, ein herausragendes Ereignis. Dafür haben wir im Deutschen nun mal kein Wort.

Deswegen her mit dem Event - und warum nicht ein Iwent daraus machen?




PS: Eine Party nennt man in den USA oft ein "Fest".


Sparrowhawk ( Gast )
Beiträge:

09.08.2006 19:31
#6 RE: Ein Hingeher? antworten

*gg* in Kanada auch manchmal... wir hatten einmal im Jahr das Hangarfest (d.h. ein Zusammenkommen unserer Einheit und verschiedenen Einheimischen im Rahmen eines Festes, was in einem Hangar, also einer Flugzeughalle stattfand... und die Luftwaffe hatte natürlich sowas) und keine "Hangar-Party" oder sowas in der Art

Zettel Offline




Beiträge: 20.200

09.08.2006 23:02
#7 RE: Ein Hingeher? antworten

Zitat von Sparrowhawk
*gg* in Kanada auch manchmal... wir hatten einmal im Jahr das Hangarfest (d.h. ein Zusammenkommen unserer Einheit und verschiedenen Einheimischen im Rahmen eines Festes, was in einem Hangar, also einer Flugzeughalle stattfand... und die Luftwaffe hatte natürlich sowas) und keine "Hangar-Party" oder sowas in der Art


Ja, das ist schon sehr putzig, lieber Sparrowhawk, dieser Austausch zwischen "Party" und "Fest".

Aber irgendwie auch wieder einsichtig. Solche Wörter veralten halt. Einfach dadurch, daß sie mit den älteren Generationen assoziiert werden. Und dann sucht man was Neues

So wie, sagen wir, Vornamen. So schöne Namen wie Agathe, Amalie, Heinrich und Friedrich gab's in der Generation meiner Großeltern. Also hieß man in meiner Generation nicht mehr so, sondern Rainer, Norbert, Birgit und Hannelore.

Und auf einmal waren sie wieder da, die Uralt-Namen: Anna und Bettina, Maximilian und Emanuel. Weil sie nun so alt geworden waren, daß sie wieder schick sein konnten.



Wenn also die Großeltern zum "Schwoof" gingen, dann können das die Enkel logischerweise nicht auch noch tun; so alt wollen sie doch nicht aussehen. Also zur Party. Der nun freilich dasselbe Schicksal zuteil wurde. Also zur Fete. Das war in meiner Jugend angesagt, was allerdings nicht "angesagt" hieß, sondern "in".

Da wird kein Sprachpurismus helfen. Die Sprache ist lebending eben auch in dem Sinn, daß fortlaufend gegen Regeln verstoßen, daß Neues eingeführt wird.



Was mich übrigens wundert: Wieso ist bisher so wenig Türkisches ins Deutsche eingegangen? Außer Döner, Lahmacun und Co eigentlich fast nichts.

Ganz anders als beim Jiddischen, das ja das Deutsche durchaus bereichert hat. Und nicht nur mit Tinnef!

Herzlich, Zettel



Zettel Offline




Beiträge: 20.200

10.08.2006 13:29
#8 Aktuelle Vornamen antworten

In Antwort auf:
So wie, sagen wir, Vornamen. So schöne Namen wie Agathe, Amalie, Heinrich und Friedrich gab's in der Generation meiner Großeltern. Also hieß man in meiner Generation nicht mehr so, sondern Rainer, Norbert, Birgit und Hannelore. Und auf einmal waren sie wieder da, die Uralt-Namen: Anna und Bettina, Maximilian und Emanuel. Weil sie nun so alt geworden waren, daß sie wieder schick sein konnten.

Als aktuelle Ergänzung hier ein paar Vornamen aus einer Liste von I-Männchen (oder wie nennt man die heute?), die ich in unserer Zeitung gefunden habe:

  • Da sind zum einen die oben erwähnten Uralt-Vornamen, die wieder modern geworden sind (während in meiner Generation kaum jemand sein Kind so genannt hätte): Moritz, Anna, Christoph, Phi(l)lip(p), Julia, Pia, Josefine, Alexander und die biblischen Namen Jonas, Noah, Myriam, Lea, Hanna, Jonathan, Daniel, Johannes, Lukas, David.

  • Sodann auch weiterhin die nordischen, englischen, italienischen, französischen Vornamen, die (vermute ich) auf die ungebrochene Sehnsucht nach der großen weiten Welt hinweisen. Oft in originellen Schreibweisen und Abarten:
  • Bjarne, Sven, Hendrik, Finja, Svenja, Liv Grete (gleich mehrfach), Nils
  • Maurice, Celine, Noelle, Michelle, Jaclyn (!), René, Nathalie, Merle, Pierre, Yanick (oder auch Yanik oder Janik), Dominic, Alexandré (!), Janne (!)
  • Marvin, Ron, Justin, Robin, Cedrik, Nick, Gordon, Dennis, Lenny, Beverly, Georgina, Linda, Tim, Vanessa
  • Gina, Alicia, Carlotta, Carina, Annalena, Antonia, Valentino

  • und dann die geheimnisvollen Vornamen, die ich nicht zuordnen kann: Jolina, Ankea, Stina, Mailin, Mika und, für mich am Geheimnisvollsten, Calvin.



  • Was mir auffällt: Keine erkennbar türkischen oder slawischen Vornamen.

    Sparrowhawk ( Gast )
    Beiträge:

    11.08.2006 11:21
    #9 RE: Aktuelle Vornamen antworten

    Hm... Mika ist ein finnischer Vorname für Männer. Könnte von Mikael, also Michael, kommen.

    Bekanntester Namensträger: Mika Häkkinen, ehemaliger Formel-1 Weltmeister.


    Sparrowhawk

     Sprung  



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