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ZETTELS KLEINES ZIMMER

Das Forum zu "Zettels Raum"



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Dieses Thema hat 1 Antworten
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Reader Offline



Beiträge: 803

06.09.2008 08:55
The Mirrored Ceiling Antworten


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THE NEW YORK TIMES
O P I N I O N
Domestic Disturbances
September 4, 2008, 8:41 pm

The Mirrored Ceiling
By Judith Warner
Tags: Politics, sarah palin, women


Link:
http://warner.blogs.nytimes.com/2008/09/...rrored-ceiling/


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Zettel Offline




Beiträge: 20.200

06.09.2008 10:19
#2 Ein arroganter Kommentar zu Sarah Palin Antworten

Dear Reader,

zunächst einmal - entschuldige bitte, daß ich, als ich unsere "Amerikakorrespondenten" genannte habe, vergessen habe, dich auch zu nennen - our senior Washington correspondent!

Shame on me.
Ich habe eine Erklärung, aber die sage ich jetzt nicht.



Und jetzt zu diesem interessanten Kommentar:
Zitat von Reader
-THE NEW YORK TIMES
O P I N I O N
Domestic Disturbances
September 4, 2008, 8:41 pm
The Mirrored Ceiling
By Judith Warner
Tags: Politics, sarah palin, women
Link:
http://warner.blogs.nytimes.com/2008/09/...rrored-ceiling/
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Ich fand das wirklich sehr interessant. Für mich wie von einem anderen Stern; ein Denken, das ich staunend zur Kenntnis nehme. Und auch, ich sage es freimütig, mit Kopfschütteln.

Aus meiner Sicht ist das erstens ein - in der heute üblichen Terminologie - frauenfeindlicher Kommentar. Beispiel:

Zitat von Judith Warner
Palin sounded, at times, like she was speaking a foreign language as she gave voice to the beautifully crafted words that had been prepared for her on Wednesday night.

Palin hat sich genauso der Dienste eines Redenschreibers bedient wie Obama oder Biden. Aber bei ihr erwähnt man es - weil man offenbar bei einer Frau eh nicht damit rechnet, daß sie eine Rede selbst schreiben kann?

"Foreign language" - das soll offenbar heißen, daß Palin selbst Schwierigkeiten gehabt haben dürfte, das zu verstehen, was sie da aufsagen sollte.

Dear Reader, meinem Eindruck - ich habe ihn ja in ZR beschrieben - widerspricht das krass. Aber nun gut, jeder hat halt seinen Eindruck.

Aber wieso bekomt Judith Warner bei Palin diesen Eindruck, den sie bei Obama offensichtlich nicht bekommt? Ich befürchte, weil Palin eine Frau ist. Sie muß dumm sein, denn sie ist ja eine Frau - das ist die Botschaft des Kommentars. Eine weibliche, eine die "traditionelle Frauenrolle" akzeptierende Frau (naja, Schießen gehört vielleicht nicht unbedingt dazu). Also dumm.

Denn, so stellt es sich Judith Warner offenbar vor, intelligent ist frau nur wenn sie dieses "Rollenklischee" abwirft.

Es ist weiterhin, dear Reader, ein Kommentar, den ich als fast schon bösartig empfinde. Beispiel:
Zitat von Judith Warner
Thanks to the level of general esteem that greeted her ascent to the podium, it seems we’ve all got to celebrate the fact that America’s Hottest Governor (Princess of the Fur Rendezvous 1983, Miss Wasilla 1984) could speak at all.

Could there be a more thoroughgoing humiliation for America’s women?

Worin besteht die Demütigung? Daß eine Frau sprechen durfte, die an einem Schönheitswettbewerb teilgneommen hatte? Welche Arroganz von Judith Warner! Offenbar meint sie, daß nur Frauen es wert sind, anerkannt zu werden, die sich ihres Körpers schämen, ihrer Weiblichkeit.

Zitat von Judith Warner
Why does this woman – who to some of us seems as fake as they can come, with her delicate infant son hauled out night after night under the klieg lights and her pregnant teenage daughter shamelessly instrumentalized for political purposes — deserve, to a unique extent among political women, to rank as so “real”?

Erinnerst du dich, dear Reader, an das Ende der Acceptance Speech von Obama, als das Licht ausging, die Scheinwerfer sich als Kegel auf ihn richteten, und dann in den Kegel Michelle trat, die Kinder an der Hand wie das liebe Mütterlein in den Holzstichen von Ludwig Richter?

Obama hat da - und zwar nicht zum ersten Mal - seine Kinder exakt so viel oder so wenig "schamlos instrumentalisiert", wie Palin das getan hat. Alle Kandidaten treten auf allen Conventions mit der kompletten Familie auf. Nur der Mutter eines behinderten Kindes und einer schwangeren Tochter wirft Warner das als "schamlos" vor. Offenbar meint sie, daß man Behinderte und Schwangere verstecken muß.



Ich bin dir, dear Reader, sehr dankbar dafür, daß du auf diesen Kommentar aufmerksam gemacht hast, Er zeigt exemplarisch, was Sarah Palin an Arroganz, an Unfairness, ja nachgerade an Haß entgegenschlagen wird, wenn jetzt der Wahlkampf erst richtig beginnt.

Als sie nominiert wurde, habe ich vorhergesagt, daß eine Schlammschlacht gegen sie beginnen würde. Nach ein paar Stunden ging es los.



Ich habe mich gefreut, wieder einmal einen deinen "Presse"-Beiträge zu lesen. Nein, nicht einen - drei sind es ja diesmal gleich. Die beiden anderen lese und kommentiere ich später.

Herzlich, Zettel

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