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ZETTELS KLEINES ZIMMER

Das Forum zu "Zettels Raum"



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Dieses Thema hat 2 Antworten
und wurde 655 mal aufgerufen
 Wissenschaft und Technik
Zettel Offline




Beiträge: 20.200

02.11.2006 01:32
Ein Gnadenakt? - Nein: Die Aufhebung eines Skandalurteils Antworten

Gut, zugegeben, eingeräumt: Die Überschrift ist a bisserl reißerisch. Denn dieser Blog wird dann, wenn - es wird Zeit! - ich mal wieder einen Teil der aktuellen Blogs ins Archiv verschiebe, unter "Wissenschaft und Technik" eingeordnet werden.

Obwohl das auch wieder nicht so ganz richtig ist. Denn Raumfahrt - das ist halt ein Zweig der Wissenschaft und der Technik, der in besonderem Maß von politischen Entscheidungen abhängt.

Umso schöner, daß die NASA (unter dem Druck der National Academy of Sciences, aber auch aus dem Kongreß heraus) sich entschlossen hat, das Hubble leben zu lassen. Das Hubble, eines der wichtigsten Geräte in der Geschichte der Menschheit.


Mach ( gelöscht )
Beiträge:

02.11.2006 07:34
#2 RE: Ein Gnadenakt? - Nein: Die Aufhebung eines Skandalurteils Antworten

In Antwort auf:
Sie sind also gar nicht so populistisch, die amerikanischen Politiker.

Wenn sich Politiker den Willen einer Zeitung beugen, ist das in meinen Augen populistisch, egal ob es sich um die beste oder z.B. die Krone handelt. Milliarden von Dollern in die alte Sonde zu stecken, ist ohne Untertreibung, eine Geldverschwendung. Jede Raumsonde wird hinaufgeschossen und verichtet seine Arbeit, tw jahrzehntelang, nur nicht so bei Hubble. So wäre gunstiger ein neues Hubble zu bauen, anstatt die Servicemission beim alten durchzuführen.
In diesem Artickel wird auch das Hubble-Thema behandelt: http://bernd-leitenberger.de/bemannte-raumfahrt.shtml

Zettel Offline




Beiträge: 20.200

02.11.2006 19:29
#3 RE: Ein Gnadenakt? - Nein: Die Aufhebung eines Skandalurteils Antworten

Lieber Mach,

Danke für den sehr informativen Link! Er bestätigt das, was fast alle Wissenschaftler sagen (mit Ausnahme vielleicht der Mediziner): Bemannte Raumfahrt ist wissenschaftlich nicht zu rechtfertigen. Sie läßt sich allein politisch begründen.

Und, wenn man so will, psychologisch. Es stimmt ja, daß Eroberungen neuer Räume bisher immer darin bestanden (oder jedenfalls dazu führten), daß Menschen sich dorthin begaben.

Aber halt eben nur bisher. Bis vor ein paar Jahrzehnten bestand das Versenden einer Post auch darin, daß man beschriebenes Papier physisch transportierte. Wenn auch nicht mehr mit einem Reitenden Boten . Dann gab's das Faxen, und heute ist es schon eher selten, daß man eine Mail physisch schickt statt elektronisch.



Den ganzen Wahnwitz der bemannten Raumfahrt kann man an der Marsmission sehen: Da wird jetzt der Mars vermessen, so daß man ihn bald besser kennen wird als die Erde. Alles, was man über ihn wissen will, wird man wissen, bevor die zwei oder drei armen Menschen starten, die jahrelang in einer engen Zelle hocken werden, um dazwischen vielleicht ein paar Tage, allenfalls Wochen, auf dem Mars herumzustapfen und das nochmal zu tun, was Automaten ebenso hätten tun können oder eben bis dahin schon getan haben.

Es ist der reine Unsinn. Aber solange China zum Mond will, werden die USA zum Mars wollen müssen.



Was nun Hubble angeht, lieber Mach: - gut möglich, daß ein Konzept mit mehreren Exemplaren, die nacheinander in den Orbit geschossen werden, günstiger gewesen wäre. Aber das ist ja jetzt keine realistische Option mehr. Jetzt sind die Alternativen, eine Service-Mission zu fliegen oder Hubble seinem Schicksal zu überlassen. Deshalb war die jetzige Entscheidung meines Erachtens richtig und wichtig.

Herzlich, Zettel

 Sprung  



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