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ZETTELS KLEINES ZIMMER

Das Forum zu "Zettels Raum"



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Techniknörgler Offline



Beiträge: 2.731

22.12.2010 11:03
Ein Streitgespräch - auf Spiegel-Online Antworten

Ich war doch ziemlich erstaunt, auf Spiegel-Online ein Streitgespräch zwischen zwei Wirtschaftswissenschaftlern zu lesen.

Es zeigt sich, dass es nicht nur einen seriösen Block an Wirtschaftswissenschaftlern gibt, der dann monoton in mehr Zentralismus das Heil sieht, sondern durchaus auch andere ernst zu nehmende Gegenstimmen unter den Ökonomen, auch wenn unsere Medien häufig klassischer Weise den Eindruck vermitteln, es gebe oft nur eine ernstzunehmende wissenschaftliche Position, die dann zufälligerweise mit einem linken oder links-grünen Weltbild übereinstimmt.


Auf ein bezeichnendes Gegenargument zu den Einwänden gegen Euro-Bonds wollte ich hier allerdings noch einmal eingehen:

Zitat

Bofinger: Dazu wird es nicht kommen, wenn der Vorschlag richtig umgesetzt wird. Er sieht ja nicht nur neue Anleihen vor, sondern vor allem mehr Macht für die Brüsseler EU-Kommission. Sie soll künftig darüber wachen, dass alle Mitgliedstaaten eine solide Haushaltspolitik betreiben. Es ist ganz einfach: Wer gegen die Kriterien des Stabilitätspakts verstößt, darf keine Euro-Bonds mehr ausgeben.



Zentralismus soll es mal wieder richten, das muss man auch nicht näher erläutern, ist ja offensichtlich das dadurch alles möglich gemacht und gut wird.

Nur "strenge Regeln" helfen ja nicht, wie man am Mastrichtvertrag bemerkt hat, es muss mehr Macht für eine zentrale europäische Wirtschaftsregierung her, die wird dann alles richten, mit der wird alles besser, mit der klappt alles endlich. Eine europäische Wirtschaftsregierung, ein Traum der Franzosen, schon länger. Da ist jeder Vorwand recht. Man möchte seinen Etateismus allen Aufdrängen, damit man selber nicht zu sehr dadurch benachteiligt wird.

Natürlich führt mehr Macht für eine Zentralregierung zu mehr Schulden. Eine höhere, eine entferntere, aber einflussreiche Zentralregierung strahlt noch mehr Macht aus und dies merken auch ihre Mitglieder und die in ihrem Namen handelnden Bürokraten. ist weiter entfernter von den Bürgern und durch Argumente der Vernunft, Wähler und Bürger, folglich noch weniger kontrollierbarer.

Und das ist das Ziel. Denn im Namen der Vernunft soll diese Wirtschaftsregierung am Ende garantiert Mindeststeuern vorschreiben, während sie gleichzeitig zu mehr Schulden führt. Das ist das Ziel, denn Politiker die Einfluss haben wollen, als auch Ideologen, die dem einzelnen nicht zutrauen Verantwortung für sich zu übernehmen und daher den Staat "unser Leben verbessern lassen wollen", wollen einen nimmer satten Staat. Dazu braucht man beides: Hohe Steuern und hohe Schulden.

 Sprung  



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