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ZETTELS KLEINES ZIMMER

Das Forum zu "Zettels Raum"



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Dieses Thema hat 4 Antworten
und wurde 448 mal aufgerufen
 Pro und Contra
peterbach Offline



Beiträge: 2

09.01.2011 09:33
Rolle der Frau und Reichtum der Länder antworten

Ich möchte mich jedoch vorher noch kurz vorstellen:

Ich bin ein 25 jähriger Masterstudent BWL.

Seit längerem habe ich die Theorie, dass je mehr Frauen die wahren Bosse eines Landes sind, umso ärmer ist es.

Ein Freund aus Nigeria erzählte mir, dass bei Ihnen zu Hause ohne die Frauen nichts
gehen würde und die Männer dort nur Quatsch machen würden. ("Wahre Bosse" heißt nicht, tatsächliche politische Macht haben zu müssen.) Das fand ich belustigend, kennt man das von unserer Gesellschaft ja nicht. Dann ist mir aufgefallen, dass 97% der Mikrokredite an Frauen vergeben wurden. Dies war der Moment wo ich mir Gedanken gemacht habe. In Deutschland hätten die Männer doch so viel aus den Investitionen gemacht. Haben sie ja auch. Dieses kleine Land ist Exportvizeweltmeister, hat das Auto, den PC, MP3 und die Rakete erfunden.

Wieso gehen dann in den armen Ländern gerade Frauen mit den Investitionen so viel besser um als die dortigen Männer?

Während meines Erasmus-Semsters in Spanien ist mir aufgefallen, was für einen starken Stand die Frauen dort haben. Die Verteidigungsministerin ist schwanger an einem Spalier von Soldaten entlanggeschritten.

Auch in Griechenland sind die Frauen die wahren Bosse, hat mir eine Freundin aus Griechenland erzählt.

Ist es nicht interessant, dass die Männer Afrikas so schnell den Frauen die Macht überlassen. Sicher weil sie wissen, dass sie weniger Quatsch als sie selbst machen würden. Sie wissen das ja von ihrer eigenen Mutter.

-----
Je mehr Frauen die wahren Bosse eines Landes sind, umso ärmer ist es.
Was halten Sie von dieser Theorie?
----

Meine zweite Theorie ist, dass je mehr eine Gesellschaft von Frauen beeinflusst wird, um so stärker konsumorientiert ist sie, umso weniger investiert sie in die Zukunft und geht weniger Risiken ein, die zukünftig mehr Reichtum bringen könnten.

Dies zeigt sich wieder an den Konsumgesellschaften Spanien und Griechenland aber auch in den USA.

Meine Voraussage für Frankreich ist, dass dort die Gesellschaft ebenfalls in eine Konsumgesellschaft abdriften wird.

Was sagen Sie zu diesen Thesen?

Calimero Offline




Beiträge: 3.278

11.01.2011 18:00
#2 RE: Rolle der Frau und Reichtum der Länder antworten

Da sich ja hier keiner mit diesem unerwarteten Mitbringsel eines bis dato Unbekannten beschäftigen wird, habe ich mir erlaubt diese gewagte Theorie mal mitzunehmen und mich in meiner Rumpelkammer damit zu befassen.

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Wir sind alle gemacht aus Schwächen und Fehlern; darum sei erstes Naturgesetz, dass wir uns wechselseitig unsere Dummheiten verzeihen. - Voltaire

peterbach Offline



Beiträge: 2

11.01.2011 21:34
#3 RE: Rolle der Frau und Reichtum der Länder antworten

Irre, dass das für Sie so uninteressant ist.

C. Offline




Beiträge: 2.639

12.01.2011 00:33
#4 RE: Rolle der Frau und Reichtum der Länder antworten

Zitat von peterbach
Irre, dass das für Sie so uninteressant ist.



Ich habe davon so wenig Ahnung, dass ich noch nicht einmal in der Lage bin, mir ein Urteil zu bilden, ob es interessant sein könnte.


Zitat von peterbach
Meine zweite Theorie ist, dass je mehr eine Gesellschaft von Frauen beeinflusst wird, um so stärker konsumorientiert ist sie, umso weniger investiert sie in die Zukunft und geht weniger Risiken ein, die zukünftig mehr Reichtum bringen könnten.



Dazu zwei unreflektierte Anmerkungen:

a) Ohne Konsum nützen die schönsten Investitionen nichts, eine Investition macht weder satt noch schön. Eine Gesellschaft, die nicht konsumiert ist arm oder bescheuert.
b) Da Frauen bisher das Gebärmonopol besitzen, ist Zukunft ohne sie nicht denkbar.

http://www.iceagenow.com/

Gorgasal Offline




Beiträge: 3.930

12.01.2011 13:03
#5 RE: Rolle der Frau und Reichtum der Länder antworten

Zitat von peterbach
Irre, dass das für Sie so uninteressant ist.


Nicht uninteressant. Nur äußerst schwer zu untersuchen. Weil "die Stellung der Frau" nur eines von unglaublich vielen kulturellen Unterschieden ist (nur mal die Weltanschauung aufgezählt: katholische vs. protestantische Prägung - gerne noch den Protestantismus unterteilt in seine Teilströmungen -, in Asien gerne noch Buddhismus mit und ohne Konfuzianismus gegenüber Hinduismus, Islam, Shintoismus oder Taoismus), das ganze gekreuzt mit Geographie (Jared Diamonds Bücher), Ressourcen, Kommunikationsmittel, Zugang zu Häfen, feindselige Nachbarn... Offen gestanden sehe ich nicht, inwiefern die Rolle der Frau deutliche zusätzliche Erklärungspower liefert. Aber Calimero hat in seiner Rumpelkammer auch schon ein sehr nettes Gegenargument gebracht.

--
Vertrauen in das Volk ist fast immer unbegründet; Kultur ist das Werk weniger. - Zettel

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