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ZETTELS KLEINES ZIMMER

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Dieses Thema hat 8 Antworten
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 Pro und Contra
Paul Offline




Beiträge: 1.285

28.08.2012 08:25
Antisemitische Knessetabgeordnete antworten

„Vor zwei Jahren hat Annette Groth (Die Linke) für die palästinensisch-israelische Knesset-Abgeordnete Hanin Zoabi eine Patenschaft im Rahmen von "Parlamentarier schützen Parlamentarier" übernommen.“

Wo steht diese Nachricht?
Auf der Startseite des Deutschen Bundestages:
http://www.bundestag.de/dokumente/textar...roth/index.html

Darauf aufmerksam gemacht hat Jennifer Nathali Pyka zuerst in der "Achse des Guten" und dann in ihrem Blog:
http://jennifernathalie.blogspot.de/2012...C3%9Fenwahn.%29


Frau Zoabi ist Palästinenserin mit israelischem Pass, Medien- und Kommunikationswissenschaftlerin (hat in Israel studiert) und sitzt seit 2009 für die linke Balad-Partei in der Knesset.
Sie ist Solidarisch mit den Palästinensern. Hat gegen die Blockade des Gaza-Streifens durch Israel protestiert und auf der „Mavi Marmara“ an der „Gaza-Friedensflotte“, gemeisam mit Groth, teilgenommen.
Auch beim dritten "Russel-Tribunal" in Kapstadt war sie anwesend. Das ist eine Nichtregierungsorganisation, die untersuchen will, ob "die israelischen Praktiken gegen das Volk der Palästinenser das Apartheitverbot des Völkerrechts verletzen".

Was ist passiert?
Frau Zoabi ist weiterhin Knesset-Abgeordnete.
Sie erhält Morddrohungen, wird in der Knesset als Verräterin und Terroristin, beschimpft, verliert schließlich im Juli 2010 parlamentarische Privilegien wie etwa ihren diplomatischen Pass.
Als der Innenminister Eli Jischai von der orthodoxen Schas-Partei die Staatsanwaltschaft offiziell prüfen lässt, ihr die politische Immunität und ihre israelische Staatsbürgerschaft zu entziehen, übernimmt Frau Groth die Patenschaft für die "verfolgte" Frau Zoabi.

Dieser Vorgang ist für mich Beweis dafür welche Freiheit die Plästinenser in Israel haben.
Das ist für mich Demokratie, die an die Grenze der Selbstzerstörung geht.

Die Meinung anderer „Zettelianer“ würde mich sehr interessieren.

theophil Offline



Beiträge: 82

28.08.2012 13:56
#2 RE: Antisemitische Knessetabgeordnete antworten

Ich finde, man kann zurecht die Israel-Politik der Linken als einseitig kritisieren, so wie sie es in der DDR auch schon war.

Es fällt mir aber schwer, mich hier gegen Frau Zoabi zu stellen. Sie ist israelische Staatsbürgerin, von diesen in das Parlament gewählt, in einer Partei, die der Oberste Gerichtshof Israels lt Wikipedia nach einer Klage per Beschluss zur Wahl zugelassen hat. Frau Zoabis Leben ist insofern nur ein Beweis, welche Freiheit israelische Staatsbürger unabhängig von ihrer Religion und politischen Auffassung in Israel haben. Das halte ich erstmal für selbstverständlich. Selbst und vielleicht im liberalen Sinne insbesondere, wenn ihre politischen Ziele von der Mehrheit nicht geteilt werden.

Sie protestiert gegen die Blockade Gazas, auch das ihr gutes Recht, denke ich. Ich verstehe Israels Gründe den Gazastreifen zu blockieren, aber ich kann mir keine Lösung des Konfliktes zwischen Israelis und Palästinensern vorstellen, in der der Gazastreifen von allen Seiten blockiert bleibt. Vielleicht sollten die Ägypter die Blockade lösen und nicht die Israelis, vielleicht müssen die Palästinenser Zugeständnisse machen, aber die Blockade ist nicht dauerhaft haltbar.

Das gleiche gilt für die Besetzung des Westjordanlands. Auch hier verstehe ich, dass Israel aus Realpolitik dieses Land nicht einfach aufgeben kann, ohne eine klare Vorstellung zu haben, wie Israel in Sicherheit neben einem palästinensischen Staat leben soll. Ich kann das akzeptieren und gleichzeitig die Besetzung des Westjordanlands einen unhaltbaren Zustand finden, der womöglich gegen internationales Recht verstößt. Das darf man untersuchen und gelegentlich auch kritisieren, das wird ja auch überall gerne getan und insbesondere auch in Israel selbst, vermutlich nicht nur von Frau Zoabi.

Ich halte es nur für unrealistisch und falsch, von Israel die Einhaltung internationalen Rechts zu verlangen, wenn nicht garantiert werden kann, dass auch Israels Gegner sich an dieses Recht halten.

http://theophilsblog.com
Politisch. Liberal. Optimistisch.

Paul Offline




Beiträge: 1.285

28.08.2012 14:47
#3 RE: Antisemitische Knessetabgeordnete antworten

Einverstanden lieber theophil #2.
Es ist schon eine verzwickte Situation. Die Blockade von Gaza soll die weitere Aufrüstung in Gaza erschweren. Auch das Westjordanland hat die Aufgabe einer Pufferzone für Israel.
Leider hat die Bemühung Israels "Land für Frieden" nicht den erhofften Erfolg gehabt.
Meines Erachtens hängt das mit der Mentalität der Araber zusammen. Nachgeben ist nach ihrem Verständnis ein Zeichen von Schwäche.(Auch die Freilassung Gilads, wurde und wird von den Arabern als Sieg gefeiert.)

Die ganze Auseinandersetzung in Nahost hat m.E. keine politischen, sondern religiöse Gründe. Das Ganze ist ein Religionskrieg. Wenn ich mir die Charta der Hamas, die auf Koranversen begründet ist und deshalb auch nicht verhandelt werden kann, durchlese, dann kann ich zu keiner anderen Auffassung kommen.

Das Engagement der Frau Groth ist für mich in der Einseitigkeit auch irrational, d.h. ich habe keine vernünftige Erklärung dafür. Eben nur den Antisemitismus.
Wenn ich mir die Situation der Palästinenser in Israel ansehe und sie mit dem judenfreien Gaza vergleiche, dann fehlt mir auch jedes Verständnis für den Einsatz der Frau Groth.

Erling Plaethe Offline




Beiträge: 4.603

28.08.2012 19:24
#4 RE: Antisemitische Knessetabgeordnete antworten

Zitat von Paul im Beitrag #3

Das Engagement der Frau Groth ist für mich in der Einseitigkeit auch irrational, d.h. ich habe keine vernünftige Erklärung dafür. Eben nur den Antisemitismus.
Wenn ich mir die Situation der Palästinenser in Israel ansehe und sie mit dem judenfreien Gaza vergleiche, dann fehlt mir auch jedes Verständnis für den Einsatz der Frau Groth.

Da bin ich ganz Ihrer Meinung, lieber Paul. Ich hatte auch überlegt etwas dazu zu schreiben, dieses Interview mit Hanin Zoabi hatte ich gefunden. Sie sagt in Minute 6.33:

Zitat von http://972mag.com/watch-hanin-zoabi-isra...security/36847/
You (Israel) are not allowed to live in security.
An occupying people has no right for a normal life. It has no right.

Viele Grüße, Erling Plaethe

theophil Offline



Beiträge: 82

29.08.2012 11:45
#5 RE: Antisemitische Knessetabgeordnete antworten

Zitat von Paul im Beitrag #3
Einverstanden lieber theophil #2.
Meines Erachtens hängt das mit der Mentalität der Araber zusammen. Nachgeben ist nach ihrem Verständnis ein Zeichen von Schwäche.(Auch die Freilassung Gilads, wurde und wird von den Arabern als Sieg gefeiert.)


Die Freilassung Gilads für wieviele Gefangene? 1000? Das hätte ich auch als Sieg gefeiert. Den Konflikt mit der Mentalität der Araber zu erklären, halte ich für zu kurz gesprungen. Natürlich gibt es auf Seiten der Palästinenser religiös-motivierte Terroristen, mit denen nicht argumentiert werden kann. Aber es gibt eben auch religiös-motivierte Siedler, mit denen Israel nicht diskutieren kann. Es fällt mir nicht schwer auf beiden Seiten die machtpolitischen Gründe der politischen Akteure zu sehen genauso wie die Gründe in den Lebensumständen der Palästinenser wie auch der Israelis. Wenn ich mich versuche in die Bewohner Israels, Gaza oder des Westjordanlandes hineinzuversetzen, dann bin ich mir nicht sicher, ob ich mich anders verhalten würde.

Zitat

Das Engagement der Frau Groth ist für mich in der Einseitigkeit auch irrational, d.h. ich habe keine vernünftige Erklärung dafür. Eben nur den Antisemitismus.
Wenn ich mir die Situation der Palästinenser in Israel ansehe und sie mit dem judenfreien Gaza vergleiche, dann fehlt mir auch jedes Verständnis für den Einsatz der Frau Groth.



Wie gesagt, für den Einsatz von Frau Groth als Außenstehender, die aufgrund ihrer Distanz in der Lage sein sollte, beide Seiten zu sehen, fehlt mir auch das Verständnis. Frau Zoabi halte ich für extremistisch, aber deshalb sollte man ihr weder Staatsbürgerschaft noch ihre Immunität aberkennen. Aber ich bin auch gegen das Verbot politischer Parteien in D und bevorzuge es, Extremisten zu sehen, anstatt sie einfach zu verdrängen.

Geht es den arabischen Staatsbürgern Israels besser als es jüdischen Bürgern in Gaza vielleicht gehen würde? Natürlich tut es das. Laut der englischen Wikipedia Seite http://en.wikipedia.org/wiki/Arab_citizens_of_Israel über Arabische Bürger Israels gab es vor kurzem eine Umfrage unter den arabischen Bewohnern in israelischen Städten nahe des Westjordanlandes, ob sie es bevorzugen würden, z.B. nach einem Siedlungstausch im Westjordanland zu leben. 83% der Araber wollten weiter in Israel als israelische Staatsbürger leben, davon die Hälfte weil sie (natürlich) in einem reichen, demokratischen Land leben möchten.

Aber möchte sich Israel wirklich mit dem Westjordanland oder seinen arabischen Nachbarn auf eine Stufe stellen? Natürlich sollten alle freien, westlichen Staaten höhere Erwartungen an sich haben. Ich finde es schwer zu ertragen, dass wir als Westen nicht in der Lage sind, den sog. Kampf um die Herzen mit flatternden Fahnen zu gewinnen, so wie wir es eigentlich sollten. Dazu trägt nicht nur Israel bei und nicht nur die USA, sondern wir alle.

http://theophilsblog.com
Politisch. Liberal. Optimistisch.

Paul Offline




Beiträge: 1.285

29.08.2012 14:10
#6 RE: Antisemitische Knessetabgeordnete antworten

Werter theophil!

[quote="theophil"
"Natürlich gibt es auf Seiten der Palästinenser religiös-motivierte Terroristen, mit denen nicht argumentiert werden kann."
------
Für mich stellt es sich so dar, als ob die religiös motivierten palästinensichen Terroristen die politische Auseinandersestzung mit Israel bestimmen. Habe mir die "Charta der Hamas" genau angesehen. Da sie sich immer auf den Koran bezieht, ist sie unabänderlich, damit unverhandelbar und auch immerwährend. So jedenfalls beurteilen dies die Palästinenser und ihre religiösen Führer.(Deswegen gibt es von ihr, wie auch vom Koran keine autorisierte Übersetzung.)
Die Hamas ist mit Ihrer Vernetzung in das muslimisch-arabische Umfeld, sehr mächtig und bestimmt das politische Geschehen in Nahost.
-----
"Aber es gibt eben auch religiös-motivierte Siedler, mit denen Israel nicht diskutieren kann."
-----
Die gibt es. Aber sie sind als politischer Machtfaktor zu vernachlässigen. Wenn es von ihnen terroristische Übergriffe gibt, dann werden sie von den Strafverfolgungsbehhörden Israels auch verfolgt und geahndet.
Allerdings muss immer der plästinensische Propagandakrieg in Rechnung gestellt werden. Nicht alle behaupteten Übergriffe von Siedlern haben tatsächlich stattgefunden. Nicht jeder abgebrannte Olivenbaum wurde von Siedlern angezündet. Von Selbstmordanschlägen der Siedler habe ich noch nichts gehört. Ihre Terroranschläge haben eine ganz andere, mindere, Qualität als die der Plästinenser. Auch die Quantität ist eine andere.
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"Aber ich bin auch gegen das Verbot politischer Parteien in D und bevorzuge es, Extremisten zu sehen, anstatt sie einfach zu verdrängen."
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Da sind wir einer Meinung.
-----
"Ich finde es schwer zu ertragen, dass wir als Westen nicht in der Lage sind, den sog. Kampf um die Herzen mit flatternden Fahnen zu gewinnen, so wie wir es eigentlich sollten. Dazu trägt nicht nur Israel bei und nicht nur die USA, sondern wir alle."
-----
Tut mir leid Theophil, das habe ich nicht verstanden. Was meinen Sie mit dem "sog. Kampf um die Herzen"? Den Propagandakrieg?
Den letzten Satz verstehe ich auch nicht. Besonders "wir alle" müssten Sie mir bitte erklären.

Es grüßt Sie,
Paul
[/quote]

Edit: theophil entschuldigen Sie bitte die technischen Unzulänglichkeiten. Aber ich bin neu hier und durchschau noch nicht alle Geheimnisse der Technik. Ich denke aber, Sie kommen mit meinen Bezügen auf Ihren Text klar.

Techniknörgler Offline



Beiträge: 2.475

29.08.2012 14:29
#7 RE: Antisemitische Knessetabgeordnete antworten

Lieber theophil,

dass wir den "Kampf um die Herzen" nicht "mit flatternden Fahnen" gewinnen liegt auch daran, dass wir im Westen trotz unserer höheren Ansprüche nicht perfekt sind und uns damit ein schlechtes Gewissen machen lassen. Es liegt an von antiwestlicher Propaganda begeisterten Leuten, die ausgerechnet irgend etwas mit Medien machen wollen. Es hilft ihnen dabei einem westlichen Ideal nahe zu kommen, nämlich der Selbstkritik, und sich deswegen gut zu fühlen. Natürlich ist dies Sebstkritik bei Proxy, denn es wird die eigene Gesellschaft, aber nicht das eigene Verhalten kritisch hinterläuchtet. Man selbst ist ja gut. Das es sich dann ausgerechnet um Jorunalisten handelt, hilft ihnen ihr Moralego auch noch Stolz der Öffentlichkeit zu präsentieren.

______________________________________________________________________________

“Being right too soon is socially unacceptable.”
― Robert A. Heinlein

"Considering the exclusive right to invention as given not of natural right, but for
the benefit of society, I know well the difficulty of drawing a line between the
things which are worth to the public the embarrassment of an exclusive patent, and
those which are not."
-Thomas Jefferson
Quelle: The Public Domain, p. 21, http://www.thepublicdomain.org/download/

theophil Offline



Beiträge: 82

29.08.2012 14:38
#8 RE: Antisemitische Knessetabgeordnete antworten

Lieber Paul,

Ich glaube Ihnen, dass die Hamas im Gazastreifen die Politik bestimmt und die Hamas mag meinetwegen religiös motiviert sein. Das heißt nicht, dass ihrer Unterstützer im Gazastreifen, die doch einen Teil ihrer Macht ausmachen dürften, alle religiös motiviert sind. Vielleicht ist die Hamas einfach die politische Option, die von den Bewohnern Gaza als beste Interessenvertretung gesehen wird? Vielleicht hat sie sich auch mit Gewalt dazu gemacht.

Zu den Siedlern als Machtfaktor in Israel noch einmal Wikipedia zu Netanjahus Likud Partei: "Da viele Politiker dieser Gruppierung die jüdischen Siedlungen als Teil des historischen Israel (Eretz Israel) betrachten, wurde der Ausbau dieser Gebiete im Westjordanland befürwortet." Die jüdischen Siedler scheinen mir von meinem Standpunkt als klarer Nicht-Israel-Experte politisch recht lautstark zu sein.

Zu meinem letzten Satz zum Kampf um die Herzen: Im kalten Krieg standen sich Osten und Westen zwar kernwaffenstarrend gegenüber, aber den meisten Menschen im Osten war klar, dass sie lieber im Westen leben würden. Das brachten sie 1989 dann ja auch lautstark zum Ausdruck.

In der Auseinandersetzung zwischen dem Westen und der arabischen Welt schaffen wir als westliche Nationen diesen Spagat nicht. Wir schaffen es nicht gegen Diktatoren wie Hussein, Gaddafi und Assad oder gegen iranische Atomwaffen vorzugehen, oder die einzige Demokratie im Nahen Osten zu verteidigen, ohne gleichzeitig viel politisches Kapital unter der arabischen Bevölkerung zu verspielen.

Teilweise liegt das an der langen Geschichte der unrühmlichen Einmischung der Kolonialmächte in diesen Ländern, teilweise liegt es an zweifelhaften Motiven heutzutage und teilweise liegt es an unseren Methoden, die Menschen Leid zufügen, die das Pech haben im falschen Land zu wohnen.

Ich wünschte wir die westlichen Nationen wären einerseits bestimmt und kräftig im Auftreten gegen Diktatoren, gegen Atomwaffen oder für die Meinungsfreiheit hierzulande (Karikaturenstreit etc) und könnten gleichzeitig deutlicher machen, dass jeder Muslim hierzulande oder in den USA ein freieres, besseres Leben in Wohlstand führen könnte.

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theophil Offline



Beiträge: 82

29.08.2012 15:05
#9 RE: Antisemitische Knessetabgeordnete antworten

Zitat
Lieber theophil,

dass wir den "Kampf um die Herzen" nicht "mit flatternden Fahnen" gewinnen liegt auch daran, dass wir im Westen trotz unserer höheren Ansprüche nicht perfekt sind und uns damit ein schlechtes Gewissen machen lassen. Es liegt an von antiwestlicher Propaganda begeisterten Leuten, die ausgerechnet irgend etwas mit Medien machen wollen. Es hilft ihnen dabei einem westlichen Ideal nahe zu kommen, nämlich der Selbstkritik, und sich deswegen gut zu fühlen. Natürlich ist dies Sebstkritik bei Proxy, denn es wird die eigene Gesellschaft, aber nicht das eigene Verhalten kritisch hinterläuchtet. Man selbst ist ja gut. Das es sich dann ausgerechnet um Jorunalisten handelt, hilft ihnen ihr Moralego auch noch Stolz der Öffentlichkeit zu präsentieren.



Ich wusste gar nicht, dass die taz und jungle world in Palästina so viel gelesen werden

Im Ernst, Sie sprechen es ja selbst an: Die Fähigkeit zur Selbstkritik hat uns (im guten Sinne) so weit gebracht, wie wir sind. Es gibt überzogene Kritik und krass vereinfachte Moralvorstellungen aber es gibt eben auch immer wieder unerträglichen Anlass zu Selbstkritik. Neulich stand im Zeit Magazin eine schwer zu lesende Reportage über aus Palästina geflohene homosexuelle Jugendliche, die in Israel weitestgehend rechtlos seien, und die nur schwer Unterstützung bekämen, weil man sich damit der Unterstützung potentieller Terroristen strafbar mache. Ein kleines Beispiel nur, aber eben ein Beispiel wie junge Muslime die Hilfe verdienen durchs Freund-Feind-Raster fallen.

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