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ZETTELS KLEINES ZIMMER

Das Forum zu "Zettels Raum"



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Dieses Thema hat 6 Antworten
und wurde 961 mal aufgerufen
 Gesellschaft und Medien
Zettel Offline




Beiträge: 20.200

28.08.2007 16:03
Randbemerkung: Sozialismus à la George W. Bush Antworten

Zu den ehrgeizigsten innenpolitischen Programmen von Präsident Bush gehörte eine Schulreform, genannt "No child left behind".

Wozu dieses gut gemeinte Programm geführt hat, darüber brachte die "Washington Post" gestern einen Artikel einer Erziehungwissenschaftlerin und eines Kommunikationsforschers. Ein Auszug daraus und ein Kommentar dazu steht hier.

Libero Offline



Beiträge: 393

28.08.2007 17:03
#2 RE: Randbemerkung: Sozialismus à la George W. Bush Antworten
Lieber Herr Zettel

Das no child left behind act hat vor allem einen Grund. Die offiziellen Zahlen unterscheiden sich erheblich von den tatsächlichen Zahlen der Schulabschlüsse der amerikanischen Jugend.

Wenn Sie sich ausführlich informieren wollten, haben Sie hier dazu Gelegenheit

No Child Left - Committed to Repeal of NCLB/Helter-Skelter
http://nochildleft.com/

Die website kenne ich seit einigen Jahren. Die Kosten, die sie nennen, werden nicht ausschließlich in den Schulen ausgegeben. Ebensowenig wie die Kosten für ALG II ausschließlich für die Mitarbeiter der Arbeitsagentur und für die Bezieher von AlG II ausgegeben werden

Wo das Sozialismus ist, möchte ich wissen?

Offensichtlich sind Sie der Meinung, daß die Schüler, die im bisherigen Schulsystem ohnehin nur unterdurchschnittliche Leistungen brachten, ohnehin keine überdurchschnittlichen Leistungen bringen können. Das ist ein Irrtum, ebenso wie es ein Irrtum ist, daß Lehrer sich bevorzugt mit bisher lernschwachen Schülern beschäftigten müssen, um die Lernleistungen dieser Schüler zu steigern. Verbessert werden muß die Lernfähigkeit der Schüler. Das ist weder die Aufgabe noch die Kompetenz der Lehrenden im Mainstream Schulsystem.

Wenn Sie sich für Bildung in Deutschland interessieren, dann können Sie sich hier informieren

Blick über den Zaun
http://www.blickueberdenzaun.de/index.html
Stöbern!

Archiv der Zukunft
http://www.adz-netzwerk.de
intensiver stöbern

Creativity for the Future Worldwide
"BIP - diese drei Buchstaben stehen für die Entwicklung von Begabung, Intelligenz und Persönlichkeit und deuten in der Kurzform das Programm der Einrichtungen an."
http://www.mehlhornschulen.de/main.php

TheoPrax® - Eine Lehr- und Lernmethode
http://www.theo-prax.de/

Schulische Bildung für Heranwachsende aus bildungsfernen Familien ist keineswegs eine neue Herausforderung. Der Begründer der Rütli-Schule, Wilhelm Paulsen fand im damaligen Neukölln keine besseren Bedingungen vor als heute. Das ursprüngliche Konzept der Rütli-Schule finden Sie hier

Archiv für Reformpädagogik
http://www2.hu-berlin.de/archrefpaed/

Das sind nur einige links zur Schulbildung. Viel entscheidender ist die Wahlverwandschaft

Volunteering - Volunteer work and volunteer programs with Big Brothers Big Sisters.
http://www.bbbs.org/site/c.diJKKYPLJvH/b...k.BDB6/Home.htm

Das heißt auf Deutsch

Big Friends for Youngsters [Homepage]
http://www.biffy.de/

Ebenfalls entscheidend ist die Frühpädagogik durch Wahlverwandschaften

Lesen in der Grundschule“ - Das „Bürgernetzwerk Bildung“ setzt sich für Lesepatenschaften ein | Lesen in Deutschland
http://www.lesen-in-deutschland.de/html/...journal&lid=600

Gegründet unter maßgeblicher Beteiligung des Verein Berliner Kaufleute und Industrieller

In Antwort auf:
Die ehrenamtlichen Lesepaten sind zu 70 Prozent Rentner und überwiegend Frauen. Sie sind in der Regel sehr kompetent, gut qualifiziert und hoch motiviert, etwa 50 Prozent sind Akademiker. Die Lesepaten verpflichten sich für ein Jahr, regelmäßig mit den Schülern in den Schulen zu lesen. In den meisten Schulen werden sie zunächst den unteren Klassen zugeteilt. Zwischen ein bis drei Paten pro Klasse arbeiten einmal pro Woche drei bis vier Stunden oder zweimal zwei Stunden mit den Kindern. Sie sitzen mit im Unterricht und lesen mit einzelnen Kindern oder Kleingruppen in den Differenzierungsphasen des Unterrichts. Viele lesen den Kindern auch im Anschluss an den Unterricht vor. Den kleineren Kindern, die noch nicht lesen können, wird vorgelesen. Den älteren Kindern hören die Lesepatinnen und –paten beim Lesen zu und sprechen mit ihnen über den Text.


Es gibt auch noch Lesepaten in anderen Organisationen der Gesellschaft freier Menschen und andere Formen der Wahlverwandschaften, die suchenden Heranwachsenden angeboten werden. Suchend sind alle Heranwachsenden, selbst die, von denen man es nicht glaubt.

Die Leichtigkeit der Leselust
http://www.adz-netzwerk.de/schule-brauch...-leselust-2.php
Lesen ! vor allem die letzten drei Abschnitte

es ist einfach, es ist preiswert und es ist effektiv

Ich selber hatte als Heranwachsender Wahlverwandte und bin jetzt als Erwachsener Wahlverwandter.

Langsam wächst in mir die Lust, Menschen wie Ihnen zu beweisen, daß aus den Brüdern der türkischen oder arabischen Schüler, die bisher nur Gangsterrap zustande bekommen und in der Schule scheitern, erstklassige Ingenieure und Naturwissenschaftler werden. Vom gescheiterten Hauptschüler zum Dr.Ing. und Werksleiter. So eine Schule zu gründen, würde mir richtig Spaß machen.

Herzlichst
Libero
Inger Offline



Beiträge: 296

28.08.2007 21:40
#3 RE: Randbemerkung: Sozialismus à la George W. Bush Antworten

Lieber Libero,
herzlichen Dank für die vielen "schönen" Links!
Grüßchen,
Inger

Zettel Offline




Beiträge: 20.200

28.08.2007 22:13
#4 RE: Randbemerkung: Sozialismus à la George W. Bush Antworten

Lieber Libero,

das mit dem Sozialismus war mit einem Augenzwinkern geschrieben; mti einem, sagen wir, leicht provokativ verschärften.

Ich schließe mich Ingers Dank an; auch wenn ich noch keine Zeit hatte, das alles anzusehen.

Meine Erfahrung mit Absolventen des Zweiten Bildungswegs habe ich hier schon einmal erwähnt. Sie waren überwiegend ausgezeichnet.

Was die Reformpädagogik angeht - da ist mein Eindruck, daß der Erfolg viel mehr, als es die jeweiligen Gründer dachten und wollten, von ihrer eigenen Persönlichkeit abhing. Wyneken, Hahn, Geheeb, Peter Petersen, Berthold Otto, Donald Sutherland, Hartmut v. Hentig - alle waren/sind sie selbst starke, beeindruckende Persönlichkeiten mit einer starken natürlichen Autorität.

Persönlichkeiten, die auf ihren Schulen lasteten; die noch so viel Demokratie walten lassen konnten - letztlich geschah das, was sie als der Übervater wollten. Weshalb auch mit wenigen Ausnahmen der Erfolg an ihre Person gebunden blieb.

Herzlich, Zettel

Libero Offline



Beiträge: 393

29.08.2007 09:03
#5 RE: Randbemerkung: Sozialismus à la George W. Bush Antworten

Lieber Herr Zettel

1. Bei Reformpädagogen denke ich weniger an noch lebende Pädagogen

2. der Erfolg einer Bildungsinstitution oder eines von einem Unternehmer gegründeten Unternehmens ist eigentlich immer an die Persönlichkeit des Impulsgeber und seine Umgebung gebunden. Mavericks oder education/economic wizards sind schwer zu ersetzen, aber sie wachsen immer wieder nach und ihre Konzepte ähneln sich schon sehr.

Herzlichst
Libero

Zettel Offline




Beiträge: 20.200

29.08.2007 12:42
#6 RE: Randbemerkung: Sozialismus à la George W. Bush Antworten

Lieber Libero,

Zitat von Libero
1. Bei Reformpädagogen denke ich weniger an noch lebende Pädagogen

Man kann solche Begriffe halt als Namen einer historische Bewegung oder als Bezeichnung eines Denk-Ansatzes verwenden. Gilt auch für Begriffe wie "Liberalismus", "Aufklärung", "Humanismus". - Viele von denen, die ich aufgezählt habe, sind es ja nicht, die noch leben. Sicher bin ich nur bei Hartmut von Hentig. Lebt noch ein anderer?
In Antwort auf:
2. der Erfolg einer Bildungsinstitution oder eines von einem Unternehmer gegründeten Unternehmens ist eigentlich immer an die Persönlichkeit des Impulsgeber und seine Umgebung gebunden.

Stimmt. Aber bei der Reformpädagogik liegt noch etwas darüber Hinausgehendes vor: Viele dieser Ansätze strebten/streben eine demokratische Schule an, mit reichlich Schüler-Mitbestimmung. Das funktionierte, solange die Demokratie dort ein Ende fand, wo die Autorität des Gründervaters für Disziplin und vernünftige Entscheidungen sorgte. Die Demokratie war also oft mehr eine "gelenkte Demokratie".

Ich bin einige Jahre auf eine Schule gegangen, die zwar keine Reformschule war, die aber doch in diesen Dunstkreis gehörte und wo viele Reformpädagogen Lehrer waren. Da wurden allerlei Demokratie-Spielchen veranstaltet (ich hatte zB die Ehre, "Vorsitzender des Klassengerichts" zu sein. ). Aber wenn's drauf ankam, haben die Lehrer beinhart (und nicht selten ungerecht) entschieden.

Herzlich, Zettel

Libero Offline



Beiträge: 393

29.08.2007 16:09
#7 RE: Randbemerkung: Sozialismus à la George W. Bush Antworten

Lieber Herr Zettel

Das andere Ende der Fahnenstange

Ein Platz in der Efeuliga - manager-magazin.de
Von Christian Rickens
Sorgfältig pflegen Harvard & Co. den Mythos, dass bei ihnen die Klügsten studieren. In Wahrheit sind es vor allem die Reichsten."
http://www.manager-magazin.de/magazin/ar...-494689,00.html

Der Artikel bezieht sich auf den
"The Price of Admission: How America's Ruling Class Buys its Way into Elite Colleges"
von Daniel Golden

Die Artikel erschienen zuerst hier

WSJ.com - Daniel Golden's Pulitzer Prize-Winning Articles
http://online.wsj.com/public/resources/d...e_journal_links

Irgend so ein obskures maoistisches Provinzblättchen, bei dem Golden als Reporter arbeitet

G.W. Bush studierte in Yale und in Harvard. Ein G.W. Miller mit seinen Leistungen hätte an irgendeiner State University studiert.

Herzlichst
Libero

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