Dies ist eine Marginalie zu einer Deutschland-Karte, die heute in SPON zu sehen ist. Diese zeigt die Verteilung der Verschuldung pro Einwohner. Sie ist im SĂŒden niedrig, in der Mitte mittel, im Norden hoch.
Wie das? Wo doch Indikatoren des Wohlstands immer noch zwei Zonen in Deutschland zeigen, getrennt durch die ehemalige Zonengrenze?
Ich schlage ein ganz einfache ErklÀrung vor. Diejenigen, die schon in Schrippes Forum mitgelesen haben, kennen sie. Ich habe sie damals unter dem ironischen Titel "Zettels Gesetz" vorgestellt und mir den Spaà gemacht, dazu die erforderlichen Formeln zu entwickeln.
Leider ist das Schrippe-Forum geschlossen und auch sein Inhalt nicht mehr zugĂ€nglich. So mĂŒssen Sie sich, mĂŒĂt Ihr Euch also leider mit der qualitativen Variante begnĂŒgen.
Industrie und zunehmend auch Mittelstand siedeln sich nur in solchen Ländern an, die konservativ beziehungsweise liberal regierte werden. Nur dort finden Sie vernünftige Wirtschaftsbedingungen für sich vor.
Je länger ein Land also konservativ oder liberal regierte wurde, um so mehr Zeit hat auch bestanden, dass sich solche Industrie angesiedelt hat.
Diese Ansiedlungen sind gleichbedeutend mit Arbeitsplätzen und das wiederum gleichbedeutend mit Kaufkraft und Wohlstand.
Bayern ist das beste Beispiel dafür.
Wenn Sie wie ich viel mit der Industrie zu tun haben, dann wissen Sie das alles was Rang und Namen hat, grob gesagt südlich von Frankfurt sitzt.
Zitat von M.SchneiderIndustrie und zunehmend auch Mittelstand siedeln sich nur in solchen LĂ€ndern an, die konservativ beziehungsweise liberal regierte werden. Nur dort finden Sie vernĂŒnftige Wirtschaftsbedingungen fĂŒr sich vor.
Das ist ein wesentlicher Grund. Ein anderer ist das Bildungssystem, das in links regierten LÀndern ausnahmeslos schlecht ist. Es ist deswegen schlecht, weil Hochbegabte nicht gefördert werden, weil die Vermittlung von Wissen und Fertigkeiten nicht im Vordergrund stehen, weil an den UniversitÀten linke Seilschaften das Sagen haben, die nicht Exzellenz, sondern Gesinnung fördern.
Es gibt dann natĂŒrlich viele Wechselwirkungen. Wenn jemand zum Beispiel seine Kinder auf guten Schulen sehen möchte, wird er sein Unternehmen eher in Bayern ansiedeln als in Vorpommern. Also fehlen den links regierten LĂ€ndern die Steuermittel, um gute Schulen, gute Unis zu finanzieren. Also gibt es dort weniger Absolventen, die eine UnternehmensgrĂŒndung wagen. Und so fort.
Zitat von M.SchneiderWenn Sie wie ich viel mit der Industrie zu tun haben, dann wissen Sie das alles was Rang und Namen hat, grob gesagt sĂŒdlich von Frankfurt sitzt.
Das glaube ich gern und kann es fĂŒr die Unis bestĂ€tigen. Spitrzenforscher gehen nicht an eine links dominierte Uni, weil sie dort einen groĂen Teil ihrer Arbeitszeit damit verbringen mĂŒssen, sich in irgendwelchen Gremien mit Mittelbau-Vertretern, linken Studenten und Seilschaften linker Professoren herumzuschlagen. Es ist ja kein Zufall, daĂ die jetzt gekĂŒrten Elite-Unis fast alle im SĂŒden liegen.
Lieber Zettel, sympathischer wäre es mir, wenn die Regierung keine so große Rolle spielen würde. Sie haben aber trotzdem Recht. SPD-Anhänger argumentieren zwar zT , dass Bayern und Baden-Württemberg nach dem Krieg deshalb so aufsteigen konnten, weil es dort keine alten Industrien wie Werften und Stahlwerke gab und man sich auf den Aufbau neuerer Wirtschaftszweige konzentrieren konnte. Nach dieser Logik müsste aber heute in Mecklenburg-Vorpommern und dem Ruhrgebiet die High-Tech-Industrie florieren, was offensichtlich nicht der Fall ist. Irgendwo habe ich auch mal gelesen, dass die Regierung zumindest solange nicht prägend ist, wie sie den normalen Rahmen nicht verlässt und zum Beispiel in großem Stil Enteignungen durchführt. Dagegen spricht aber meiner Meinung nach, dass es historisch gesehen schon ziemlich selten vorkommt, dass in einem Land über einen langen Zeitraum auch nur die wesentlichen Grundbedingungen eines funktionierenden Gemeinwesens bestehen (Sicherheit nach innen und außen, einigermaßen Infrastruktur, etc.). Das Zitat von Reagan: âThe most terrifying words in the English language are: I'm from the government and I'm here to help.â ist also zwar lustig, aber auch zumindest etwas sehr einfach. Herzliche Grüße, Chripa
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