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ZETTELS KLEINES ZIMMER

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Dieses Thema hat 13 Antworten
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 Kommentare/Diskussionen zu "Zettels Raum"
Llarian Offline



Beiträge: 4.169

20.01.2018 00:56
Schweden implodiert antworten

Dunkle Gedanken. Sorry.

DrNick Offline




Beiträge: 545

20.01.2018 10:00
#2 RE: Schweden implodiert antworten

Zitat
Dieser Trend ist unter rechtsstaatlichen Gesichtspunkten nicht mehr zu stoppen, selbst unter nicht rechtsstaatlichen vermutlich nicht mehr.



Wieso denn das? Ein Rechtsstaat kann seine Gesetze zum Aufenthaltsrecht und zur Einbürgerung von Ausländern auch drastisch verschärfen. Das ist schlicht eine Frage des Wollen und der Bereitschaft, bei der Durchsetzung der Gesetze ein paar "unschöne Bilder" auszuhalten.

P.S. Statt "Shanghai" sollte es im Text wohl "Singapur" heißen, oder?

Llarian Offline



Beiträge: 4.169

20.01.2018 10:18
#3 RE: Schweden implodiert antworten

Zitat von DrNick im Beitrag #2
Wieso denn das? Ein Rechtsstaat kann seine Gesetze zum Aufenthaltsrecht und zur Einbürgerung von Ausländern auch drastisch verschärfen.

Innerhalb des Rechtsstaats: Besagtes Fünftel hat bereits in breiter Mehrheit einen schwedischen Pass, da ist nichts mehr zu wollen. Der Zug ist abgefahren.
Ausserhalb des Rechtsstaats: Können Sie sich vorstellen was passiert, wenn Sie versuchen einen echten Prozentanteil der Bevölkerung, und seien es nur 5%, mit polizeilichen Methoden in ein anderes Land zu zwingen? Das Resultat nennt sich Bürgerkrieg. Den die inidigenen Schweden verlieren würden.

Zitat
Das ist schlicht eine Frage des Wollen und der Bereitschaft, bei der Durchsetzung der Gesetze ein paar "unschöne Bilder" auszuhalten.


Da sind die Schweden weit(!) drüber hinaus.

Zitat
P.S. Statt "Shanghai" sollte es im Text wohl "Singapur" heißen, oder?


Nein. Shanghai war richtig. Siehe hier: https://de.wikipedia.org/wiki/PISA-Studien

Llarian Offline



Beiträge: 4.169

20.01.2018 10:27
#4 RE: Schweden implodiert antworten

Zitat von Llarian im Beitrag #3

Zitat
P.S. Statt "Shanghai" sollte es im Text wohl "Singapur" heißen, oder?

Nein. Shanghai war richtig. Siehe hier: https://de.wikipedia.org/wiki/PISA-Studien


Kleine platte OT Ergänzung noch dazu. Es ist eben tatsächlich Shanghai und deshalb bin ich auch relativ sicher in folgender Behauptung: Es ist nur eine Frage der Zeit, aber China macht uns in absehbarer Zeit platt (und nein, das ist nicht militärisch gemeint). Und der größte Teil der deutschen Bevölkerung wähnt sich noch immer an der Weltspitze und kann sich gar nicht vorstellen, was da zur Zeit passiert.

Eloman Offline



Beiträge: 105

20.01.2018 21:43
#5 RE: Schweden implodiert antworten

Zitat von Llarian im Beitrag #4
Zitat von Llarian im Beitrag #3

Zitat
P.S. Statt "Shanghai" sollte es im Text wohl "Singapur" heißen, oder?

Nein. Shanghai war richtig. Siehe hier: https://de.wikipedia.org/wiki/PISA-Studien

Kleine platte OT Ergänzung noch dazu. Es ist eben tatsächlich Shanghai und deshalb bin ich auch relativ sicher in folgender Behauptung: Es ist nur eine Frage der Zeit, aber China macht uns in absehbarer Zeit platt (und nein, das ist nicht militärisch gemeint). Und der größte Teil der deutschen Bevölkerung wähnt sich noch immer an der Weltspitze und kann sich gar nicht vorstellen, was da zur Zeit passiert.



Auch in China wird nur mit Wasser gekocht. Zumindest (ich weiß, anekdotische Evidenz) sagte unsere Tochter nach ihrer Rückkehr von einem Auslandssemester an der Shanghai University for Finance and Economics im Jahr 2013, dass der Lernstoff verglichen mit ihrer deutschen Uni (Köln) eher simpel war und das ganze eher den Charakter von Schulunterricht hatte.

Eloman Offline



Beiträge: 105

20.01.2018 21:49
#6 RE: Schweden implodiert antworten

Zitat von Llarian im Beitrag #3
Zitat von DrNick im Beitrag #2
Wieso denn das? Ein Rechtsstaat kann seine Gesetze zum Aufenthaltsrecht und zur Einbürgerung von Ausländern auch drastisch verschärfen.

Innerhalb des Rechtsstaats: Besagtes Fünftel hat bereits in breiter Mehrheit einen schwedischen Pass, da ist nichts mehr zu wollen. Der Zug ist abgefahren.
Ausserhalb des Rechtsstaats: Können Sie sich vorstellen was passiert, wenn Sie versuchen einen echten Prozentanteil der Bevölkerung, und seien es nur 5%, mit polizeilichen Methoden in ein anderes Land zu zwingen? Das Resultat nennt sich Bürgerkrieg. Den die inidigenen Schweden verlieren würden.

Zitat
Das ist schlicht eine Frage des Wollen und der Bereitschaft, bei der Durchsetzung der Gesetze ein paar "unschöne Bilder" auszuhalten.

Da sind die Schweden weit(!) drüber hinaus.

Zitat
P.S. Statt "Shanghai" sollte es im Text wohl "Singapur" heißen, oder?


Nein. Shanghai war richtig. Siehe hier: https://de.wikipedia.org/wiki/PISA-Studien




Schwedens Premier plant ja, in Zukunft das Militär gegen die epidemische "Gangkriminalität" einzusetzen. Wird er wohl auch müssen. Nach anderen Meldungen tragen sich nämlich 40 % der schwedischen Polizisten mit dem Gedanken, den Job hinzuschmeißen.

Llarian Offline



Beiträge: 4.169

20.01.2018 22:32
#7 RE: Schweden implodiert antworten

Zitat von Eloman im Beitrag #5
Auch in China wird nur mit Wasser gekocht. Zumindest (ich weiß, anekdotische Evidenz) sagte unsere Tochter nach ihrer Rückkehr von einem Auslandssemester an der Shanghai University for Finance and Economics im Jahr 2013, dass der Lernstoff verglichen mit ihrer deutschen Uni (Köln) eher simpel war und das ganze eher den Charakter von Schulunterricht hatte.

Wie ja schon geschrieben: PISA spricht eher dagegen. Und jetzt muss man auch mal das folgendes sehen: Der "Pool" für akademischen Nachwuchs liegt in Deutschland bei ca. 800.000 Kindern pro Jahr (und darauf aus welchem Kulturkreis diese zunehmend stammen gehen wir besser nicht ein). In China sind es 17 Millionen. Und es sind vor allem 17 Millionen, die in dem Bewusstsein aufwachsen, dass in dieser Welt nur der weiterkommt, der etwas leistet. Natürlich kochen die nur mit Wasser. Aber sie kochen mit mehr als 20 Kochstellen und dem unbedingten Willen mehr zu kochen.
Ganz symptomatisch: China baut einen Großflughafen in weniger als 2 Jahren. BER ist meines Wissens inzwischen über das 20. Jahr hinaus. Wenn er überhaupt jemals fertig wird.

DrNick Offline




Beiträge: 545

20.01.2018 22:57
#8 RE: Schweden implodiert antworten

Zitat von Eloman im Beitrag #5
Zumindest (ich weiß, anekdotische Evidenz) sagte unsere Tochter nach ihrer Rückkehr von einem Auslandssemester an der Shanghai University for Finance and Economics im Jahr 2013, dass der Lernstoff verglichen mit ihrer deutschen Uni (Köln) eher simpel war und das ganze eher den Charakter von Schulunterricht hatte.


Zwei kleine Nachfragen dazu: Bezieht sich das Wort "Schulunterricht" auf den didaktischen Stil oder auf das Niveau? Daß man in China wie in Asien überhaupt von reformpädagogischen Mätzchen wenig hält und dafür umso mehr von Frontalunterricht und klassischem Einbimsen, ist ja bekannt (und vielleicht auch ein Grund, warum asiatische Länder bei PISA und Co. meist sehr ordentlich abschneiden).

Und: Hat Ihre Tochter an ganz normalen Veranstaltungen teilgenommen oder waren das spezielle Veranstaltungen in englischer Sprache?

Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 7.103

21.01.2018 00:53
#9 RE: Schweden implodiert antworten

Zitat von DrNick im Beitrag #8
Zitat von Eloman im Beitrag #5
... Auslandssemester an der Shanghai University for Finance and Economics ...

...

Und: Hat Ihre Tochter an ganz normalen Veranstaltungen teilgenommen oder waren das spezielle Veranstaltungen in englischer Sprache?


Vieles, gerade am Anfang des Studiums, ist in diesen Bereichen: also MINT, aufbauend, für unser Gefühl elementar startend, weil ein großer Teil des vorgeschalteten Schulbesuchs Zeit fürs Sprach- in diesem Fall Schriftlernen frißt. Von Abiturienten wird erwartet, daß sie einen aktiven Wortschatz von 3000 Zeichen haben; Leseverständnis natürlich um einiges höher. Wer in den oberen Semestern akademisch unterwegs ist, braucht das Äquivalent des HSK-6 Niveaus (also oberste Stufe des genormten chinesischen TOEFL-Pendants; das leitet sich draus ab): über 5000 Zeichen. Englischunterricht ist landesweit, aber natürlich nicht im Vordergrund stehen, so daß, wenn Vorlesungen/Seminare darin stattfinden, das auch mehr Sprachschul-Aspekte hat, als wir das etwa gewohnt sind.



"Les hommes seront toujours fous; et ceux qui croient les guérir sont les plus fous de la bande." - Voltaire

tekstballonnetje Offline



Beiträge: 219

21.01.2018 02:49
#10 RE: Schweden implodiert antworten

Flüchtling soll 4-jährige Tochter seiner Pflegefamilie missbraucht haben

Zitat

In Berlin soll das Missbrauchsverfahren gegen einen angeblich strafunmündigen Flüchtling eingestellt worden sein, obwohl die Polizei Zweifel an dessen Altersangabe hatte. Die zuständige Staatsanwaltschaft lehnte ein Altersgutachten ab.

[...]

Nach Recherchen der Zeitung ist der Tatverdächtige mittlerweile nach Schweden geflohen und lebt dort unter einer neuen Identität.



Man sollte in ohnehin schon schlaflosen Nächten Nachrichtenseiten meiden.

Minichamp Offline




Beiträge: 54

21.01.2018 10:54
#11 RE: Schweden implodiert antworten

Zitat von Ulrich Elkmann im Beitrag #9
Zitat von DrNick im Beitrag #8
Zitat von Eloman im Beitrag #5
... Auslandssemester an der Shanghai University for Finance and Economics ...

...

Und: Hat Ihre Tochter an ganz normalen Veranstaltungen teilgenommen oder waren das spezielle Veranstaltungen in englischer Sprache?


Vieles, gerade am Anfang des Studiums, ist in diesen Bereichen: also MINT, aufbauend, für unser Gefühl elementar startend, weil ein großer Teil des vorgeschalteten Schulbesuchs Zeit fürs Sprach- in diesem Fall Schriftlernen frißt. Von Abiturienten wird erwartet, daß sie einen aktiven Wortschatz von 3000 Zeichen haben; Leseverständnis natürlich um einiges höher. Wer in den oberen Semestern akademisch unterwegs ist, braucht das Äquivalent des HSK-6 Niveaus (also oberste Stufe des genormten chinesischen TOEFL-Pendants; das leitet sich draus ab): über 5000 Zeichen. Englischunterricht ist landesweit, aber natürlich nicht im Vordergrund stehen, so daß, wenn Vorlesungen/Seminare darin stattfinden, das auch mehr Sprachschul-Aspekte hat, als wir das etwa gewohnt sind.

Ich hatte das Vergnügen, in einem FH-Studiengang sechs Chinesen gehabt zu haben. Von den sechs waren nach zwei Semestern überhaupt nur mehr zwei übrig. Der eine stammte aus Honk Honk und konnte sehr gut Englisch. Der zweite war aus Peking, und konnte trotz 8 Jahren Englischunterricht kaum Englisch, Deutsch hat er hingegen schnell genug gelernt, damit er den Vorlesungen folgen konnte. Der erste hatte fachlich einiges drauf, der zweite kam gerade so durch.

Minichamp Offline




Beiträge: 54

21.01.2018 11:00
#12 RE: Schweden implodiert antworten

Zitat von Llarian im Beitrag #7
Zitat von Eloman im Beitrag #5
Auch in China wird nur mit Wasser gekocht. Zumindest (ich weiß, anekdotische Evidenz) sagte unsere Tochter nach ihrer Rückkehr von einem Auslandssemester an der Shanghai University for Finance and Economics im Jahr 2013, dass der Lernstoff verglichen mit ihrer deutschen Uni (Köln) eher simpel war und das ganze eher den Charakter von Schulunterricht hatte.

Wie ja schon geschrieben: PISA spricht eher dagegen.

Soweit ich das verstanden habe, wurde PISA in China nur in Shanghai durchgeführt. Und die Schüler scheinen sehr selektiv ausgesucht worden zu sein: https://www.huffingtonpost.com/jaap-dron..._b_8234836.html
Hierzulande scheint es hingegen ein Spaß zu sein, den PISA Test nach unten zu verfälschen.

R.A. Offline



Beiträge: 7.239

22.01.2018 10:50
#13 RE: Schweden implodiert antworten

Zitat von Llarian im Beitrag #3
Können Sie sich vorstellen was passiert, wenn Sie versuchen einen echten Prozentanteil der Bevölkerung, und seien es nur 5%, mit polizeilichen Methoden in ein anderes Land zu zwingen? Das Resultat nennt sich Bürgerkrieg. Den die inidigenen Schweden verlieren würden.

Nein. Die Geschichte zeigt deutlich: 5% Unterschicht kann eine Oberschicht mit ihrer überlegenen Strukturen und ihren finanziellen und organisatorischen Ressourcen locker unter Kontrolle halten, das geht sogar mit über 50% Unterschicht. Der Bürgerkrieg ist nicht das Szenario, vor dem Schweden (oder Deutschland) Angst haben müßten - im Bürgerkrieg sind wenigstens die Fronten halbwegs klar und man weiß, daß man sich wehren muß.

Das Problem ist eher die schlabberende Unentschlossenheit, mit der die aktuelle Oberschicht das Problem ignoriert und gewisse Bereiche sich selber überläßt.

Ansonsten fällt es mir schwer, die Lage in Schweden zu beurteilen. Meine eigenen Erfahrungen mit diesem Land sind überschaubar - aber meine Tochter ist gerade von einem Jahr Studium dort zurückgekehrt und hat ziemliche alle Teile des Landes bereist. Und nichts von den geschilderten Problemen mitbekommen.
Meine Vermutung ist, daß sich diese auf bestimmte Vororte konzentrieren, in denen Kriminalität, Arbeitslosigkeit etc. so hoch sind, daß sie den ganzen schwedischen Schnitt dominieren. Während man außerhalb dieser Vororte nicht viel davon mitbekommt (außer daß Steuergelder da hinein fließen).
Man kann ja auch monatelang in allen möglichen Städten und Regionen Frankreichs unterwegs sein ohne jemals zu bemerken, daß in den Banlieues von Paris einige Millionen Leute schlecht integriert heftige Probleme machen.

Johanes Offline



Beiträge: 211

17.02.2018 14:44
#14 RE: Schweden implodiert antworten

Zitat von R.A. im Beitrag #13
Zitat von Llarian im Beitrag #3
Können Sie sich vorstellen was passiert, wenn Sie versuchen einen echten Prozentanteil der Bevölkerung, und seien es nur 5%, mit polizeilichen Methoden in ein anderes Land zu zwingen? Das Resultat nennt sich Bürgerkrieg. Den die inidigenen Schweden verlieren würden.

Nein. Die Geschichte zeigt deutlich: 5% Unterschicht kann eine Oberschicht mit ihrer überlegenen Strukturen und ihren finanziellen und organisatorischen Ressourcen locker unter Kontrolle halten, das geht sogar mit über 50% Unterschicht. Der Bürgerkrieg ist nicht das Szenario, vor dem Schweden (oder Deutschland) Angst haben müßten - im Bürgerkrieg sind wenigstens die Fronten halbwegs klar und man weiß, daß man sich wehren muß.

Das Problem ist eher die schlabberende Unentschlossenheit, mit der die aktuelle Oberschicht das Problem ignoriert und gewisse Bereiche sich selber überläßt.

Ansonsten fällt es mir schwer, die Lage in Schweden zu beurteilen. Meine eigenen Erfahrungen mit diesem Land sind überschaubar - aber meine Tochter ist gerade von einem Jahr Studium dort zurückgekehrt und hat ziemliche alle Teile des Landes bereist. Und nichts von den geschilderten Problemen mitbekommen.
Meine Vermutung ist, daß sich diese auf bestimmte Vororte konzentrieren, in denen Kriminalität, Arbeitslosigkeit etc. so hoch sind, daß sie den ganzen schwedischen Schnitt dominieren. Während man außerhalb dieser Vororte nicht viel davon mitbekommt (außer daß Steuergelder da hinein fließen).
Man kann ja auch monatelang in allen möglichen Städten und Regionen Frankreichs unterwegs sein ohne jemals zu bemerken, daß in den Banlieues von Paris einige Millionen Leute schlecht integriert heftige Probleme machen.



Ich vermute, wir haben es im Fall von Schweden und Frankreich auch zum Teil massiv mit Stimmungsmache zu tun.
Im Grunde ähnelt das Grundmuster dem, was wir (Zimmerleute) bei den Berichten über Amerika kritisieren: Es werden vorhandene negative Dinge massiv übersteigert dargestellt. Teilweise wird dabei auf interne Kritik in den entsprechenden Ländern hingewiesen, die überzeichnet aber legitim ist. Daraus ergibt sich dann für den Leser die Schlussfolgerung "ohje, dieses Land ist kaum bewohnbar".

Bei Schweden und Frankreich dürfte es auch klar sein, wieso es für eingie Leute als Horrorvision und "Kontrastfolie" dient.


Wobei ich Frankreich ebenfalls für relativ etatistisch und Schweden für ziemlich Sozialdemokratisch halte. Beide Länder sind nicht zuletzt deshalb für einige Gruppe regelrechte Projektionsflächen für Sehnsüchte. Bei Frankreich mag die Kultur, Literatur, aber auch die Lebensart (vom französischen Essen bis zu den französischen Frauen...) eine große Rolle spielen. Bei Schweden ist es teilweise wirklich die kollektivistische Vision vom "Volksheim". Und natürlich der "Schwedenkrimi".

Wie immer im menschlichen Leben ist die Wahrheit etwas komplexer, wenn man genau hinsicht, aber auch weniger polarisierend.

Sofern ich mir diese Meinungsäußerung einfach mal so herausnehmen darf. Natürlich sehe ich in Frankreich einige Probleme, insbesondere die für mich schwer akzeptable Fokusierung auf den Großraum Paris. Doch könnte ich mir unter geeingeten Umständen ein Leben in Frankreich durchaus vorstellen.

Herzlichst,

Johanes.

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