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ZETTELS KLEINES ZIMMER

Das Forum zu "Zettels Raum"



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Dieses Thema hat 31 Antworten
und wurde 1.831 mal aufgerufen
 Kommentare/Diskussionen zu "Zettels Raum"
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Ulrich Elkmann Online




Beiträge: 8.361

18.06.2020 21:53
#26 RE: "bento" am Ende Antworten

Oho. Gruner + Jahr meldet für Stern-Redaktion Kurzarbeit an

Zitat von Meedia, 16.06.
Das hat es beim Stern wohl noch nie gegeben. Das Magazinhaus Gruner + Jahr hat seit Juni für die gesamte Redaktion ihres publizistischen Flaggschiffs Hilfen bei der Bundesagentur für Arbeit beantragt. Monatsweise will der Zeitschriftenverlag nun entscheiden, ob die Redaktion weiter kurzarbeiten soll.

Die Corona-Krise trifft nun auch den Stern. Das zu Hamburger Zeitschriftenhaus Gruner + Jahr gehörende Wochenmagazin hat für die Redaktion im Juni Kurzarbeit angemeldet. Dies erfuhr MEEDIA aus Belegschaftskreisen. Von der Maßnahme ist die Redaktion flächendeckend betroffen. Dabei arbeiten die Redakteure 25 Prozent kürzer. Die Kurzarbeit in der Redaktion ist aber bislang auf den Monat Juni beschränkt, könnte aber ausgeweitet werden. Denn die Bertelsmann-Verlagstochter will monatlich entscheiden, ob sie die Stern-Redaktion weiter kurzarbeiten lässt. Hintergrund ist, dass Gruner + Jahr die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise hart zu spüren bekommt. So sind die Vermarktungserlöse unter massivem Druck, da sich viele Unternehmen weiterhin bei den Werbeausgaben deutlich zurückhalten. Eine Sprecherin von Gruner + Jahr sagt auf MEEDIA-Anfrage. „Gruner + Jahr wird auch im Juni weiterhin teilweise in Kurzarbeit sein. Welche Bereiche das im einzelnen sind, kommunizieren wir nicht.“



Die Corona-Krise mag zwar der sprichwörtliche Tropfen gewesen sein, der das Faß zum Überlaufen gebracht hat, aber angesichts der seit Jahren desaströsen Entwicklungen am Medienmarkt kommt das nicht besonders überraschend, zumal G+J hier seit Jahren zu den großen Verlierern zählen.



"Les hommes seront toujours fous; et ceux qui croient les guérir sont les plus fous de la bande." - Voltaire

F.Alfonzo Online



Beiträge: 760

18.06.2020 22:25
#27 RE: "bento" am Ende Antworten

Werden schon Wetten darüber angenommen, ob die Verlagshäuser aufgrund ihrer Systemrelevanz mit Steuergeldern gerettet werden?

Frank2000 Online




Beiträge: 2.371

18.06.2020 23:10
#28 RE: "bento" am Ende Antworten

Nicht im Allgemeinen. Aber es ist doch ein Gesetz in Vorbereitung, dass Medien, die sich an äääh, moderne Sprachregelungen halten und dem "Kodex der demokratischen Berichterstattung " folgen, monetäre Unterstützung erhalten sollen.

Ich bin aber nicht auf dem Laufenden wie weit die Pläne der Regierung und linken Lobby schon gekommen sind, die letzten Reste der freien Presse mittels Marktverzerrung zu beseitigen.

___________________
Jeder, der Merkel stützt, schützt oder wählt, macht sich mitschuldig.

Ulrich Elkmann Online




Beiträge: 8.361

28.06.2020 16:23
#29 RE: "bento" am Ende Antworten

Zitat von Frank2000 im Beitrag #6

- In der TAZ ist ein Artikel / Kommentar erschienen, dass alle (!) Polizisten auf den Müll gehören. Von irgendeinem Autor mit unaussprechlichem Namen. So viel zum "Pressekodex", der ist doch nur ein Feigenblatt für die gezielte Zensur von bürgerlichen und konservativen Autoren/ Redakteuren



Auch wenn es leicht gemein ist: aber mitunter gibt es Nachrichten, bei denen man ein recht sardonisches Grinsen nicht ganz unterdrücken kann:

Zitat
Text über Polizisten und Müll: Autorin von umstrittener „taz“-Kolumne sucht Polizeischutz nach massiven Drohungen

Die Autorin der heftig umstrittenen Kolumne über Berliner „Müll-Polizisten“, Hengameh Yaghoobifarah, wird offenbar massiv bedroht. Die Journalistin bat die Berliner Polizei jetzt um ein Beratungs- und Sicherheitsgespräch, um mit den zahlreichen Anfeindungen gegen ihre Person besser umgehen zu können.

Dies erfuhr FOCUS am Sonntag aus Berliner Polizeikreisen. Der Justiziar und die Chefredaktion der linken Tageszeitung „taz“ hatten im Auftrag von Yaghoobigfarah vor Tagen Kontakt zum Berliner Polizeipräsidium aufgenommen und um Hilfe für die nach eigener Angabe massiv eingeschüchterte Journalistin gebeten.

In der Redaktion waren zu diesem Zeitpunkt zahlreiche Telefonate und E-Mails mit bedrohlichem Inhalt eingegangen. Einige Reaktionen konnten als direkte Gefährdung für das körperliche Wohl der Journalistin eingestuft werden.

Nach FOCUS-Informationen werden sich Beamte des Polizei-Abschnitts 53 am Checkpoint Charlie, gleich in der Nähe der „taz“, um die Sicherheit der Redaktion kümmern. Die Berliner Polizei wollte sich auf FOCUS-Anfrage zu dem Fall der bedrohten Journalistin nicht äussern.




https://www.focus.de/kultur/medien/text-...d_12151210.html

Im Englischen gibts dafür die Redewendung "hoist by his own petard", nach Hamlets "for 'tis the sport to see the engineer / hoist by his own petard" (wobei der Ingeniör hier dem elizabethanischen Sprachgebrauch gemäß einen Kanonier meint, dem die eigene Sprengladung um die Ohren fliegt). Im Deutschen gibt es dafür den Spruch vom Grubeschaufeln und Hineinfallen. Oder den von der eigenen Medizin.



"Les hommes seront toujours fous; et ceux qui croient les guérir sont les plus fous de la bande." - Voltaire

Martin Offline



Beiträge: 3.397

28.06.2020 16:37
#30 RE: "bento" am Ende Antworten

Zitat von Ulrich Elkmann im Beitrag #29
Auch wenn es leicht gemein ist: aber mitunter gibt es Nachrichten, bei denen man ein recht sardonisches Grinsen nicht ganz unterdrücken kann:


Bei der Phantasie der Dame darüber, auf welche Art Polizisten in Zivilberufen Schaden anrichten könnten (las sich ja wie eine Indymedia-Gebrauchsanweisung), und weshalb man sie als Müll entsorgen müsse, müsste sie doch möglichst keinen in ihre Nähe lassen, gar vermuten, dass die Bedrohungen von Polizisten kommen. Die Angst vor der Realität hat wohl die Phantasie der Dame verdrängt.

Gruß
Martin

Ulrich Elkmann Online




Beiträge: 8.361

28.06.2020 17:06
#31 RE: "bento" am Ende Antworten

Zitat von Martin im Beitrag #30
Die Angst vor der Realität hat wohl die Phantasie der Dame verdrängt.


Man muß, jetzt bei Anbruch der dritten Dekade des 21. Jahrhunderts, ja schon mit Schlichtem zufrieden sein, aber in dieser unwürdigen Causa steckt ein gar nicht so unrundes Stück an Staatsbürgerkunde. Auch darin, daß unser Herr Innenminister davon Abstand genommen hat, vor den Kadi zu ziehen. Wahrscheinlich hat es etwas gedauert, bis ihm ein beschlagener Jurist erklärt hat, daß das aussichtslos gewesen wäre und sich der Staat hier nur blamiert hätte. Letzendlich ist das eben bei aller Unterirdischkeit (sagt man so?) unter Meinungsfreiheit und "Satire" gedeckt; der Staat und seine Institutionen müssen das aushalten können, auch wenn dahinter nichts als die nackts Provokationslust steckt. Es ist ja nicht das erste Mal, daß die taz auch just diese Weise provoziert. Deniz Yücel war der erste (jedenfalls der erste, der mir in dieser Weise in Erinnerung geblieben ist) mit seinem "Aussterben der feinsten Art"; das war 2008, wenn ich mich recht entsinne; der zweite Durchgang fiel dann Meli Kiyak zu, mit ihrer unterirdischen Volte gegen Sarrazin (in dem Fall ist sie ja zu einer Geldstrafe veruteilt wurden, weil es gezielt ad personam ging; das enfällt hier wieder). Das Muster ist so schlicht wie ärgerlich: der notorische "Hintergrund" wird als Schutzschild bemüht, der faktenfreie Text soll einzig den Blutdruck hochtreiben, die Volte ist stets "ihr versteht nichts von Satire", auch wenn ersichtlich keine drin ist.

Mißlich ist nur, daß man den Eindruck hat, daß es in diesem Metier nur noch auf diesem Niveau zugeht. Wir werden sicher noch einiige Durchgänge dieses infantilen Budenzaubers sehen. Aber ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, es etwas gehaltvoller zuging, damals, als sich noch die Arianer mit den Donatisten gestritten haben.



"Les hommes seront toujours fous; et ceux qui croient les guérir sont les plus fous de la bande." - Voltaire

F.Alfonzo Online



Beiträge: 760

28.06.2020 18:50
#32 RE: "bento" am Ende Antworten

Das schöne an der linken Gedankenwelt ist, dass es für alles eine Erklärung gibt; man muss nur eine erfinden. Damit lassen sich alle Widersprüche auflösen.

In diesem Fall wohl etwas in der Richtung "wenn es keine Polizei gäbe, hätte sich schon längst irgendeine neue, paradiesische Realität eingestellt, in der es keinen Grund mehr für Bedrohungen gäbe, weshalb auch kein Polizeischutz nötig wäre. D.h. die Polizei ist selbst daran schuld, dass sie Polizeischutz braucht."

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