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ZETTELS KLEINES ZIMMER

Das Forum zu "Zettels Raum"



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Dieses Thema hat 3 Antworten
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Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 15.460

Gestern 20:55
Unternehmen Eulenspiegel im Packeis Antworten

Zitat
Die ersten deutschen Soldaten sind in Grönlands Hauptstadt Nuuk angekommen. Um 14.50 Uhr Ortszeit (17.50 Uhr deutscher Zeit) landete die in Polen gecharterte Zivilmaschine auf dem Verkehrsflughafen von Nuuk. An Bord waren neben den 15 Soldaten der Bundeswehr auch dänische Soldaten. Gestartet war das Flugzeug vom dänischen Militärflugplatz Karup.

Geführt wird die Mission nach BILD-Informationen von Stefan Dieter Pauly, Flottillenadmiral der Marine der Bundeswehr und seit Juni 2022 Commander Surface Forces NATO

Die Soldaten erreichten Nuuk mit einem Tag Verspätung: Ursprünglich war geplant, dass die Bundeswehr ihre Soldaten selbst nach Grönland bringt. Sie sollten gestern mit einem A400M der Luftwaffe fliegen. Nun saßen sie in einer von Dänemark in Polen gecharterten Boeing 737.


https://www.bild.de/politik/ausland-und-...b40895ba7f6fcb7

Zitat
Die zivile Chartermaschine der polnischen Gesellschaft Enter Air landete um 14:50 Ortszeit (17:50 MEZ) auf dem Flughafen von Nuuk, wie das Transponderbild (oben) zeigte. An Bord ist unter anderen ein 15-köpfiges Erkundungsteam der Bundeswehr.

Dänemark, Deutschland und mehrere andere europäische Staaten wollen die Bedingungen für die von Dänemark geplante Mission Arctic Endurance erkunden, mit der die zum Königreich Dänemark gehörende Insel vor möglichen Bedrohungen insbesondere aus Russland gesichert werden soll. US-Präsident Donald Trump, der den Anspruch der USA auf Grönland durchsetzen will, hatte unter anderem eine solche Bedrohung als Grund für die Übernahme durch sein Land angeführt.



https://augengeradeaus.net/2026/01/europ...d-eingetroffen/

15 statt der angekündigten 13 paßt natürlich gut. Wie heißt es in dem alten Lieblingslied von Käptn Flint noch?

"Fifteen men on the Dead Man's Chest.
Yo-ho-ho, and a bottle of rum!
Drink and the devil have taken the rest.
Yo-ho-ho and a bottle of rum."


Verzeihung, falscher Oldie. Ich meinte natürlich den Shanty "Greenland Whale Fisheries" (am bekanntesten in den Versionen von Peter, Paul and Mary und den Pogues):

In eighteen hundred and forty-six
And of March the eighteenth day,
We hoisted our colors to the top of the mast
And for Greenland sailed away, brave boys,
And for Greenland sailed away.
...
Oh Greenland is a barren land
A land that bears no green
Where there's ice and snow, and the whalefishes blow
And the daylight's seldom seen, brave boys
And the daylight's seldom seen.


Aber Scherz beiseite: wenn weder die Deutschen noch die Dänen in der Lage sind, auch nur ein Vorauskommando aus eigener Kraft in Stellung zu bringen, dann sollte man die martialische Kraftmeierei vielleicht etwas flacher halten.



PS. Von dem Lied gibt es verschiedene überlieferte Fassungen. Bei A. L. Lloyd, aufgenommen 1954, lauten die letzten beiden Strophen:

The winter star did now appear,
And it’s time our anchor for to weigh,
To stow below our running gear
And from Greenland bear away, brave boys,
From Greenland bear away.

O that Greenland is a dreadful place,
No longer can we stay.
Now the cold winds blow and the whales do go
And it’s seldom ever day, brave boys,
It’s seldom ever day.


Und auf dem ersten Album der Watersons ("New Voices," 1965):

Now, Greenland is a horrid place,
Where our fisher lads have to go,
Where the rose and the lily never bloom in spring;
No there’s only ice and snow.


A.L. Lloyd schreibt in den Liner Notes zu seinem Album "Leviathan! Ballads and Songs of the Whaling Trade" (1967):

Zitat
This is the oldest — and many think the best — of surviving songs of the whaling trade. It had already appeared on a broadside around 1725, very shortly after the South Sea Company decided to resuscitate the then moribund whaling industry, and sent a dozen fine large ships around Spitsbergen and the Greenland Sea. The song went on being sung with small changes all the time to bring it up to date. Our present version mentions the year 1834, the ship Lion, its captain Randolph. Other versions give other years, and name other ships and skippers (there was a whaler the Lion, out of Liverpool, but her captain’s name was Hawkins, and she was lost off Greenland in 1817). We may take it that the incident described in the song is not historical but imaginary, a stylisation like those thrilling engravings of whaling scenes that were once so popular. But the song’s pattern of departure, chase, and return home, was imitated in a large number of whaling ballads made subsequently. It is the ace and deuce of whale songs.



"Les hommes seront toujours fous; et ceux qui croient les guérir sont les plus fous de la bande." - Voltaire

Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 15.460

Gestern 23:41
#2 RE: Unternehmen Eulenspiegel im Packeis Antworten

Tangential noch zum Obigen. Sollte der Eindruck entstehen, daß ich dabei bin, entsprechendes Material zu sichten, so täuscht das nicht. Marcel Reich-Ranickis schroffes "Grönland interessiert mich nicht!" im Literarischen Quartett ist mir durchaus noch im Hinterkopf präsent, gilt hier aber, thematisch gesehen, natürlich nicht. In Sachen "deutsche Literatur" notiere ich, daß Jean Pauls allererstes Buch die "Grönländischen Prozesse" von 1783 waren, angeregt durch die Jahresberichte der Herrnhutischen Mission; die deutschsprachige Science Fiction wird eingerahmt von zwei Romanen, die dort spielen: zum einen Alfred Döblins "Berge, Meere und Giganten" (1922), das im 27. Jahrhundert spielt und dessen 7. Buch den Titel "Die Enteisung Grönlands" trägt. Döblins 600 Seiten starke Scharteke ist literarischer Expressionismus der am dicksten aufgetragenen Spielart, eine Urmoräne aus wild aufgehäuften Adjektiven und endlos aneinandergereihten Verben, eine unlesbare Bleiwüste, die nur über eine knappe Inhaltzusammenfassung erträglich wird. In den Büchern 5 bis 8 geht es um die Erschöpfung der fossilen Brennstoffe; die Europäer beschließen, mit Hilfe von "Turmalin-Kristallen" in Kirchturmgröße, die auf Island gebrochen werden, das Packeis Grönlands abzuschmelzen (augenscheinlich hat sich Döblin darunter eine Strahlenkanone oder eine Art Phaser à la Star Trek vorgestellt), um die Bodenschätze per Bergbau abbauen zu können. Dabei erwecken im Eis eingeschlossene "urzeitliche Riesenlebensformen" wieder zum Leben, die als immense Horden Europa in Schutt und Asche legen (Godzilla/Gojira um 34 Jahre und in XXL vorwegnehmend). Aber wenn man einmal liest, wo Döblin 1922 die zukünftige Schaltzentrale Europas verortet...

Zitat
Die Augen anderer Männer hingen an Grönland, an den niedergehenden Gletschern. Ihnen war gleichgültig, was aus dem neuen Erdteil wurde und was von dem ganzen Plan gelang. Sie dachten nur daran, wie sie die entbundenen Gewalten angreifen sollten. Die Gewalten, die sie sich gar nicht ungeheuer genug vorstellen konnten. Sie stellten Rechnungen an über Umfang und Gewicht der niedergehenden Gletscher, der zu Tal steigenden Lawinen, über ihren Inhalt an drängender Wassermasse. Die rasch ins Meer stürzende Menge mußte ein abenteuerliches Gefälle, ein noch unausdenkbares Triebwerk darstellen. Techniker der Kraft warfen sich über Pläne zur Ausnützung der grönländischen Gefälle. Sie erregten den Kreis der Senate leidenschaftlich. Man kannte Lawinen, Lawinenstücke, die niedergehend durch den bloßen Luftdruck starke Wälder umbrachen. Hier sollte im Umfang eines Erdteils, der Australien gleichkam, zu etwa gleicher Zeit ein Lawinenfeld niedergerissen werden, wie es kein Kontinent hatte. Das Gefälle durfte nicht verpuffen; es war absurd, Lawinen und ganze Meere unbezwungen in den Ozean stürzen zu lassen. Sie mußten gefaßt werden, ihre Kräfte hergeben. Es war gleichgültig für welche Zwecke sie sie hergaben. Niemand im Brüsseler Senat, dem der alte phlegmatische Danois aus der Gruppe der Krafttechniker berichtete, fragte danach. Niemand dachte an das Wogen und Träumen der Siedler. Gewiß war, daß man die ungeheuren Gefälle rings um den grönländischen Kontinent bezwingen mußte.

Vor der schottischen Nordküste zackten übersprühte wüste Steininseln aus einem tobenden Meer: dort war der Sammelplatz der Schiffe Maschinen Menschen. In London Brüssel zentrierten sich die Ingenieure Mathematiker Physiker Geologen und ihre Gehilfen. Sie wehten immer von neuem Pläne über die Menschen, lockten erregten. Alle sahen die Erscheinung Grönlands, des Erdteils, der hinter Meeresbergen stand. Die Meeresberge waren niederzuwerfen wie Quadern einer Burg. Grönland war eine verwunschene Prinzessin, von Drachen umgeben. Die Berge sanken; etwas Stolzes, ein Fabelbild würde sichtbar werden. Niederbrechen von Eis auf tausenden Quadratmeilen, Auftauchen einer alten verhüllten Erde. Vor der schottischen Nordküste zackten übersprühte wüste Steininseln aus einem tobenden Meer: dort war der Sammelplatz der Schiffe Maschinen Menschen. In London Brüssel zentrierten sich die Ingenieure Mathematiker Physiker Geologen und ihre Gehilfen. Sie wehten immer von neuem Pläne über die Menschen, lockten erregten. Alle sahen die Erscheinung Grönlands, des Erdteils, der hinter Meeresbergen stand. Die Meeresberge waren niederzuwerfen wie Quadern einer Burg. Grönland war eine verwunschene Prinzessin, von Drachen umgeben. Die Berge sanken; etwas Stolzes, ein Fabelbild würde sichtbar werden. Niederbrechen von Eis auf tausenden Quadratmeilen, Auftauchen einer alten verhüllten Erde. ("Sechstes Buch: Island")



https://www.gutenberg.org/cache/epub/75838/pg75838.txt

Am anderen Ende der Genre-Zeitschiene steht Michael Marraks "Imagon" (2002), der sich hauptsächlich beim Gevatter Lovecraft bedient. Aufhänger ist bei Marrak der Meteor, der im Sommer 1997 als gleißende Feuerkugel über Südgrönland niedergegangen ist (und nachdem zwei Suchmannschaften tatsächlich mehrere Wochen vergeblich gesucht haben). Bei Marrak stellt sich das als ein Dimensionstor heraus, durch das man in Parallelwelten verschlagen wird und von wo dämonische Wesen Zutritt zu unserer Wirklichkeit erlangen; der AUtor hat sich hier ganz wörtlich die Schogotten ausgeliehen, die Lovecraft in den "Bergen des Wahnsinns" 1935 in der Antarktis angesiedelt hat. Daß der Meteor ziemlich finstere Eigenschaften aufweist, könnte sich der Anregung aus dem Schluß von Peter Hoegs "Fräulein Smillas Gespür für Schnee" verdanken, der drei Jahre von dem tatsächlichen himmlischen Besuch einen hochradioaktiven Meteoriten auf Grönland als McGuffin eingesetzt hat.

Der erste grönländische Roman stammt von Matthias Storch (1883-1957), trotz des Namens ein Einheimischer und von der Ausbildung her Geistlicher. "Singnagtugak" (Der Traum) ist 1914 in Kopenhagen verlegt worden. Knud Rasmussen, Begründer der grönländischen Landes- und Völkerkunde, hat ihn ein Jahr später als En grønlænders drøm ins Dänische übersetzt. Das Büchlein ist nicht sehr lang (knapp 120 Seiten), und ich erwähne das in diesem Zusammenhang, weil die letzten Kapitel eine (geträumte) Zukunftsvision über das Grönland des Jahres 2105 darstellen, in dem die Insel seine Unabhängigkeit von Dänemark erlangt hat und aufgrund der zukünftigen Technik und dem Abbau seiner Bodenschätze zu allgemeinem Wohlstand gelangt ist. Ich lese Kalaallisut (vulgo: Grönländisch) mit keiner Sylbe, aber mit Dänisch komme ich halbwegs zurecht.

Die Übersetzung von Rasmussen kann man hier finden: https://www.kb.dk/e-mat/dod/130017405994-bw.pdf (isg. 142 Seiten; das Kapitel "Drømmen" beginnt auf S. 121).

Zitat
...og spurte ham om, hvad Dato det var.

"Den 5. August 2105," svarede Manden forundret og saa paa hem.

"Hvad for noget?" spurgte Pavia forbavset, for det skulde jo dog være i Begyndelsen af 1900.

"Je forstaar ikke, hvad du mener; jeg lan kun sige dag, at det i Dag er den 5. August 2105; jeg har travlt og har ikke Tid til at staa og snakke med dig her." (S. 122)



...und er fragte ihn nach dem Datum. "Der 5. August 2105," sagte der Mann und sah ihn erstaunt an. "Was bitte für ein Tag?" fragte Pavia erstaunt; es sollte doch Anfang des Jahres 1900 sein. "Ich weiß nicht, was Sie meinen. Ich kann Ihnen nur sagen, daß wir heute den 5. August 2105 haben. Ich hab's eilig, und ich habe keine Zeit, mit Ihnen hier zu klönschnacken."

Die grönländische Fassung gibt es hier zu lesen: https://www.kb.dk/e-mat/dod/130011011641.pdf (50 Seiten)

Kap. 11:

Zitat
»Avgustip tatdlimåt ukioK 2105,« nåpitåta tupigusunguatsiartumik issigalugo akivå.

»KanoK-å! 2105.« aitsåt 1900 ukiut autdlartipul Pavia tupigutsagdlune aperaoK.

»påsingilavkit, uvdlume tåssa 5. August 2105, suliagssa Karama OKaloKatigisinåungilavkit,« nåpitå taima OKarame Kimagdlugo autdlaleraluartoK Pavia aperå: »suna suliarisaviuk?« (S. 46) (*)



Lt. DWDS stammt "schnacken" aus dem Niederdeutschen; im Dänischen wird es allgemeiner als "reden," mit einem leichten Einschlag ins "Plaudern" geführt.

Zitat
Formgeschichte
Das niederdeutsche Verb kommt in den Formen schnacken und ¹snacken vor. In den standarddeutschen Quellen ist die Form ¹snacken seltener verbreitet. [besonders D-Nordwest, D-Nordost, umgangssprachlich]
a) Synonym zu plaudern (1), unterhalten (3)


https://www.dwds.de/wb/schnacken



* Die etwas gewöhnungsbedürftige Schreibung der Erstausgabe verdankt sich dem Transliterierungssystem des Grönländischen, das der Herrnhuter Missionar Samuel Kleinschmidt (geb. 1814 auf Grönland, aber deutscher Herkunft und ab 1823 in Sachsen zur Schule gegangen) 1851 aufgestellt hat; seit der Rechtschreibreform von 1973 wird diese Binnenmajuskel 'K' (die im Druckbild durch ein zwei Punkte kleineres großes K dargestellt wird), durch 'q' ersetzt.



"Les hommes seront toujours fous; et ceux qui croient les guérir sont les plus fous de la bande." - Voltaire

Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 15.460

Heute 00:55
#3 RE: Unternehmen Eulenspiegel im Packeis Antworten

Nachtrag zum Vorigen: Wer suchet, der findet. Hier die oben auf Grönländisch zitierte Passage in neuer Rechtschreibung, nach der Ausgabe in Det grønlandske Forlag (Godthåb, 1974):

Zitat
Kiisa allatut sapilerami naapileramiuk inuk atuakkanik tigumiartoq aperaa ullumi qassinngorsoralugu. »Aggustip tallimaat ukioq 2105«, naapitaata tupigusunnguatsiartumik isigalugu akivaa.

»Qanoq-aa! 2105«. Aatsaat 1900 ukiut aallartipput Paavia tupigutsalluni oqarpoq.

»Paasinngilakkit, ullumi tassa 5. august 2105, suliassaqarama oqaloqatigisinnaanngilakkit«, naapitaa taama oqarami qimallugu aallaleraluartoq Paaviap aperaa: »Suna suliarissaviuk«?

»Sulisunut siulersuisuuniartut ilinniarfiannukassaanga atuartissagakkit«, naapitaa oqarpoq.

»Taama aasatigisumi atuartarpat ajoqissat?« Paaviap ajoqissat kisiisa siunniukkamigit naapitani eqqumiitsoq aperaa. (S. 62-63)



https://www.kb.dk/e-mat/dod/130001518098.pdf



"Les hommes seront toujours fous; et ceux qui croient les guérir sont les plus fous de la bande." - Voltaire

Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 15.460

Heute 01:22
#4 RE: Unternehmen Eulenspiegel im Packeis Antworten

Und weiter im Text. Augo Lynge (1899-1959):

Zitat
1931 verfasste er den Zukunftsroman Ukiut 300-ngornerat („Das 300. Jubiläum“), das im Jahr 2021 300 Jahre nach der Ankunft von Hans Egede spielt. In dem Buch präsentiert er ein utopisches modernes Grönland nach europäischen Standards mit einer aufgeklärten Bevölkerung.[5] Das Buch war nach Mathias Storchs 1914 veröffentlichten Singnagtugaĸ der zweite grönländische Roman. Es wurde 1959 und 1973 neu verlegt, 1989 ins Dänische übersetzt (Trehundrede år efter „Dreihundert Jahre danach“) und 2015 ins Französische (Trois cents ans après. Grønlandshavn en 2021 „Dreihundert Jahre danach. Grønlandshavn 2021“).[4] In dem Buch basiert die grönländische Wirtschaft hauptsächlich auf der Fischerei, die in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts die Robbenjagd als primäre Einkommensquelle ablöste.



https://de.wikipedia.org/wiki/Augo_Lynge

Zitat
Im Roman Trehundrede år efter... von Augo Lynge (»Dreihundert Jahre später...«; 1931) wird eine junge Frau aufgezogen, weil sie sich für alte grönländische Literatur interessiert, genauer gesagt, für die vom Polarforscher Knud Rasmussen aufgezeichneten und kompilierten Mythen und Sagen. Das Lesen von Literatur aus der präkolonialen Zeit habe keine Relevanz für das moderne kosmopolitische Grönland im Jahr 2021. In diesem Jahr spielt der Roman, dreihundert Jahre, nachdem mit der Ankunft des dänisch-norwegischen Missionars Hans Egede die Kolonialisierung Grönlands begann. Nur noch wenige Jahre trennen uns heute von diesem Datum, das Lynge imaginierte, als Grönland noch Kolonie war; allmählich lässt sich Bilanz ziehen, welche von Lynges Visionen umgesetzt worden sind, und mit welchem Effekt.


https://edoc.hu-berlin.de/server/api/cor...1de3ab9/content



"Les hommes seront toujours fous; et ceux qui croient les guérir sont les plus fous de la bande." - Voltaire

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