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ZETTELS KLEINES ZIMMER

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Dieses Thema hat 1 Antworten
und wurde 381 mal aufgerufen
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Reader Offline



Beiträge: 803

04.11.2006 22:11
Two Tales of War: Read 'Em and Weep Antworten

The Washington Post
OPINIONS
Two Tales of War: Read 'Em and Weep
By Colbert I. King, Op-Ed Writer
Saturday, November 4, 2006; Page A23

Vietnam was a quagmire. So is Iraq -- even as the campaigning president keeps sugarcoating the situation like mad.

Link:
http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/con...6110301373.html



Zettel Offline




Beiträge: 20.200

05.11.2006 16:18
#2 Der Irak - ein zweites Vietnam? Antworten

Zitat von Reader
Vietnam was a quagmire. So is Iraq -- even as the campaigning president keeps sugarcoating the situation like mad.

Mag sein, dear Reader. Obwohl ich immer wieder darüber staune, wie sehr Journalisten in Washington die Realität im Irak zu kennen vermeinen.

Es mag auch sein, daß wie beim Vietnam-Krieg hohe Offiziere mit ihrer Meinung hinter dem Berg halten. Auch das kann ich überhaupt nicht beurteilen, und auch da staune ich, daß´Journalisten meinen, es zu wissen. Nun ja, Woodward hat gute Quellen. Es mag also stimmen.



Dies gesagt - andere Parallelen sehe ich kaum. Den größten Unterschied spricht King am Ende seines Kommmentars an:
In Antwort auf:
Meanwhile, in Iraq the improvised explosive devices and the suicide bombers keep taking their toll, and sectarian violence rages on.

Selbstgebastelte Sprengkörper gehen hoch, Selbstmordattentäter finden ihre Opfer, es gibt gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen konfessionellen Kräften. Völlig anders war die Art des quagmire im Vietnam vor dem Abzug der USA:

  • In Vietnam bestand der Gegner nicht aus Terroristen mit selbstgebastelten Bomben, sondern den USA und Südvietnam stand ein hochgerüsteter Gegner mit einer Armee von mehreren hunderttausend Mann gegenüber; geführt von dem brillanten Strategen Giap.

  • In Vietnam wurden große Teile des Landes von diesem Gegner kontrolliert, jedenfalls sobald die US- oder südvietnamesischen Truppen ein Dorf verließen.

  • In Vietnam wurde der Feind von zwei kommunistischen Ländern - der UdSSR und China - hochgerüstet, mit Nachschub, mit jeder Art von Unterstützung versorgt. Die Terroristen im Irak sind nahezu ohne Unterstützung von außen. Vor allem haben sie keine safe heavens, keine Ruhe- und Trainingsräume, wie der Vietcong sie in Nordvietnam hatte.

  • In Vietnam hatte der Feind eine ausgezeichnete politische Infrastruktur, eine Parallel-Verwaltung, einen Staat im Staat. Bereit zur Machtübernahme. Im Irak gibt es keine einzige politische Kraft, die die Verantwortung im Staat übernehmen könnte, sollten die USA abziehen, bevor die irakische Demokratie stabilisiert ist.

  • Und in Vietnam hatte der Gegner die Sympathie von politischen Aktivisten weltweit, vor allem auch in den USA. Jetzt sympathisiert, sieht man von ein paar Extremisten ab, niemand außerhalb der islamischen Welt mit den Terroristen im Irak.




  • Nichts davon, dear Reader, was damals die Situation in Vietnam kennzeichnete, trifft also auf die heutige Lage im Irak zu. Die Situation ist so radikal verschieden, daß die Analogie mit Vietnam völlig in die Irre führt.

    Vielleicht sollte ich mal einen Blog dazu schreiben.

    Herzlich, Zettel



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