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ZETTELS KLEINES ZIMMER

Das Forum zu "Zettels Raum"



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Dieses Thema hat 1 Antworten
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Reader Offline



Beiträge: 803

17.11.2006 06:52
Milton Friedman, Free-Market Theorist, Dies at 94 Antworten


THE NEW WORK TIMES

November 17, 2006
Milton Friedman, Free-Market Theorist, Dies at 94
By HOLCOMB B. NOBLE

Milton Friedman, the grandmaster of free-market economic theory in the postwar era and a prime force in the movement of nations toward less government and greater reliance on individual responsibility, died yesterday. He was 94 and lived in San Francisco.

(...)

Flying the flag of economic conservatism, Mr. Friedman led the postwar challenge to the hallowed theories of Lord Keynes, the British economist who maintained that governments had a duty to help capitalistic economies through periods of recession and to prevent boom times from exploding into high inflation.

In Mr. Friedman’s view, government had the opposite obligation: to keep its hands off the economy, to let the free market do its work. He was a spiritual heir to Adam Smith, the 18th-century founder of the science of economics and proponent of laissez-faire: that government governs best which governs least.


Zum Artikel: http://snipurl.com/12e3h




Zettel Offline




Beiträge: 20.200

21.11.2006 18:44
#2 Erinnerungen an Milton Friedman Antworten

Zitat von Reader
In Mr. Friedman’s view, government had the opposite obligation: to keep its hands off the economy, to let the free market do its work. He was a spiritual heir to Adam Smith, the 18th-century founder of the science of economics and proponent of laissez-faire: that government governs best which governs least.

Auf Milton Friedman, dear Reader, bin ich zuerst Ende der sechziger Jahre aufmerksam geworden, als ich vom Time- Abonnement zu dem von Newsweek wechselte, wo er eine regelmäßige Kolumne hatte, im Wechsel mit Paul A. Samuelson, sozusagen seinem liberalen Gegengewicht.

Ich war damals, milde gesagt, fassungslos über das, was Friedman schrieb. Vieles erschien mir so absurd, daß ich dachte, er meine das gar nicht ernst - ich sah ihn sozusagen als einen Satiriker. Als einen, der den Kapitalismus ad absurdum führen wollte, indem er ihn auf die Spitze trieb.

Denn damals war man ja - über das ganze Parteienspektrum hinweg, von der SPD-Linken bis zur CSU - der Meinung, daß nicht weniger, sondern mehr Staat nötig sei, damit die Menschen ersprießlich leben.

Und Friedman verkündete, es werde allen besser gehen, wenn man die Steuern senkt, wenn man staatliche Bevormundung reduziert, wenn man die Wirtschaft sich selbst überläßt.

Er hatte sogar die Chuzpe, zu behaupten, daß wir ganz normale Bürger selbst am besten wüßten, was gut für uns sei, und daß uns das nicht der Staat erklären und vorschreiben müsse!

Und er war Berater von Barry Goldwater, der hier in Deutschland ungefähr das Image hatte, das man später Ronald Reagan verpaßte, und heute Präsident Bush: Der sozusagen in die Politik eingedrungene leibhaftige Gottseibeiuns.



Ich habe ihn also völlig abgelehnt, diesen knorrigen, irgendwie auf mich rumpelstilzchenhaft wirkenden Apologeten des Kapitalismus; aber ich habe ihn doch regelmäßig, fast gierig gelesen.

Und dann das erlebt, was ich später noch oft erlebt habe: Daß gerade Meinungen, die man entrüstet ablehnt, sich festsetzen, als memes, als Ideen, die im Hinterkopf ihr Wesen treiben.

Man fragt sich, wenn es Risse im eigenen Weltbild gibt, ob nicht vielleicht doch ...

Diese Erfahrung hat mich ziemlich beeinflußt und wirkt sich heute stark auf das aus, was ich im Web schreibe: Ich weiß ja, daß viele, die es lesen, es strikt ablehnen.

Aber die Meme ...

Herzlich, Zettel

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