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ZETTELS KLEINES ZIMMER

Das Forum zu "Zettels Raum"



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Dieses Thema hat 2 Antworten
und wurde 553 mal aufgerufen
 Kommentare/Diskussionen zu "Zettels Raum"
Zettel Offline




Beiträge: 20.200

04.11.2010 07:28
Marginalie: Latinos bei den US-Wahlen Antworten

Was mir zunächst nur bei der Befassung mit einer interaktiven Karte der Wahlergebnisse aufgefallen war, hat jetzt Nat Silver genauer untersucht: Die Latinos spielten für die Wahlergebnisse in einem Teil der Bundesstaaten offenbar eine kritische, bei den Prognosen unterschätzte Rolle.

Dazu diese Marginalie, in der ich zum Schluß auf die Parallele zu Deutschland aufmerksam mache.

Nepumuk Offline



Beiträge: 86

04.11.2010 11:41
#2 RE: Marginalie: Latinos bei den US-Wahlen Antworten

Ich glaube, dass dies ein Grund ist für die kritiklose Vereinnahmung der Türken und Araber durch die Grünen/SPD. Den die meisten dieser Einwanderer stammen aus einem ländlichen Milieu und sind von den Ideen und Idealen her den Konservativen, in diesem Fall der CDU, näher, was viele Themen angeht (Religion, Familienwerte, Homosexualität etc.), das weiß man bei den Grünen und der SPD auch. Deshalb glaube ich, dass diese beiden Parteien nahezu jede Forderung der Verbände zu unterstützen, weil nur so gesichert werden kann, dass diese Migrantengruppen denken: Naja, geistig stehe ich der CDU nahe, aber da Grüne/SPD sich meinen Forderungen anschließen wähle ich diese. D.h. auch diese beiden Parteien haben eigentlich kein größeres Interesse an einer echten Integration dieser Gruppen, weil diese - nach einer Intergration - wohl eher wieder bei Wahlen ihrem "Herzen" folgen und Konservativ wählen, da sie dann auf die Geschenke und Gaben von Seiten der Grünen/SPD nicht mehr angewiesen sind.

Also ich gebe es zu, belegen kann ich das alles auf die Schnelle nicht, deshalb lasse ich mich diesbezüglich von Zimmerleuten die wesentlich mehr von Statistik und Wahlverhalten verstehen als ich gern belehren.

Zettel Offline




Beiträge: 20.200

05.11.2010 08:31
#3 RE: Marginalie: Latinos bei den US-Wahlen Antworten

Zitat von Zettel
Was mir zunächst nur bei der Befassung mit einer interaktiven Karte der Wahlergebnisse aufgefallen war, hat jetzt Nat Silver genauer untersucht: Die Latinos spielten für die Wahlergebnisse in einem Teil der Bundesstaaten offenbar eine kritische, bei den Prognosen unterschätzte Rolle.


Jetzt hat das demoskopische Institut PewResearch das Wahlverhalten der Latinos untersucht.

Die Daten bestätigen das, was ich aufgrund der Analyse von Nate Silver geschrieben hatte: Die Latinos haben auch diesmal wieder mit großer Mehrheit die Demokraten gewählt (64 Prozent gegenüber 34 Prozent für die Republikaner).

Bestätigt hat sich auch, daß sich die Latinos in Florida anders verhalten als die anderen, also vor allem Latinos im Südwesten; überwiegend Einwanderer aus oder via Mexico und ihre Nachkommen. In Florida wurde erheblich häufiger die GOP gewählt: Der republikanische Kandidat Rubio, selbst aus einer exilcubanischen Familie, erhielt von den Latinos proportional ebenso viele Stimmen wie von den Weißen; jeweils 55 Prozent.

Das lag aber nicht nur an Rubios Herkunft; denn auch bei der Wahl des Gouverneurs stimmten die Latinos mit leichter Mehrheit (50 zu 48 Prozent) für den republikanischen Kandidaten Rick Scott. Flüchtlinge aus Cuba sind eben eine ganz andere Population als die diejenigen, die auf der Suche nach Arbeit aus Mexico in die USA einwandern.

Aus dem Artikel geht auch hervor, daß bei den Weißen 60 Prozent die Republikaner und nur 37 Prozent die Demokraten wählten.

Bei den Männern dürfte das noch extremer sein, da sie traditionell mehr als die Frauen zu den Republikanern tendieren. Mal sehen, vielleicht schreibe ich noch eine Wahl-Nachlese aufgrund der Daten der Exit Polls.

Es sieht danach aus, daß unter Obama die USA zunehmend so scharf gespalten sind wie bisher selten: Von den Schwarzen und den Latinos wird er massiv unterstützt; die Weißen lehnen ihn mit großer Mehrheit ab.

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