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ZETTELS KLEINES ZIMMER

Das Forum zu "Zettels Raum"



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Dieses Thema hat 10 Antworten
und wurde 990 mal aufgerufen
 Kommentare/Diskussionen zu "Zettels Raum"
Zettel Offline




Beiträge: 20.200

22.02.2012 01:24
Stratfors Analysen: Ende einer zwanzigjährigen Epoche Antworten

Stratfor scheint nach der Hacker-Attacke allmählich wieder Tritt zu fassen. Noch werden die Abonnenten allerdings nicht wie gewohnt mit Informationen beliefert. Alle Artikel sind derzeit auf der WebSite von Stratfor frei zugänglich. Mehr als eine Notversorgung kann Stratfor immer noch nicht wieder bieten.

Gestern hat George Friedman den ersten Teil einer Analyse der gegenwärtigen weltpolitischen Lage veröffentlicht, die ich in diesem Artikel mit Erlaubnis von Stratfor übernehme und, wie immer, mit einer deutschen Zusammenfassung versehen habe.

Gorgasal Offline




Beiträge: 4.020

22.02.2012 13:13
#2 RE: Stratfors Analysen: Ende einer zwanzigjährigen Epoche Antworten

Ihre Zusammenfassung ist etwa halb so lang wie der ursprüngliche Artikel... Möglicherweise wäre es weniger Arbeit für Sie, den Artikel einfach im ganzen zu übersetzen anstelle ihn zusammenzufassen?

--
Defender la civilización consiste, ante todo, en protegerla del entusiasmo del hombre. - Nicolás Gómez Dávila, Escolios a un Texto Implícito

morgenmuffel Offline



Beiträge: 11

22.02.2012 14:25
#3 RE: Stratfors Analysen: Ende einer zwanzigjährigen Epoche Antworten

Zitat
In den Jahren zwischen 1989 und 1991 gingen zugleich zwei geschichtliche Perioden zu Ende; eine lange und eine kürzere: Erstens diejenige der Vorherrschaft Europas,...



Diesen Zeitpunkt würde ich allerspätestens auf 1945 ansetzen, oder gar auf 1918.

Zitat
In den 90er Jahren herrschte ein übergroßer Optimismus; ihm folgte die Periode eines Kampfs gegen den islamistischen Terrorismus. Dieser Kampf war unvermeidbar, aber er ließ sich nicht in eine vielschichtige Außenpolitik integrieren.



Dieser Krieg war 1. vermeidbar und 2. ganz anderen Motiven als dem islamischen Terrorismus geschuldet.

Stratfor scheint mir ein CFR-Strategie-Unternehmen zu sein, welches die US-Aussenpolitik promoten soll.

R.A. Offline



Beiträge: 8.171

22.02.2012 14:40
#4 RE: Stratfors Analysen: Ende einer zwanzigjährigen Epoche Antworten

Zitat von morgenmuffel

Zitat
In den Jahren zwischen 1989 und 1991 gingen zugleich zwei geschichtliche Perioden zu Ende; eine lange und eine kürzere: Erstens diejenige der Vorherrschaft Europas,...


Diesen Zeitpunkt würde ich allerspätestens auf 1945 ansetzen, oder gar auf 1918.



Nur wenn man Rußland nicht zu Europa rechnet. Und er nennt ja explizit die Sowjetunion als die letzte der europäischen Vormächte.

Zitat
Dieser Krieg war 1. vermeidbar und 2. ganz anderen Motiven als dem islamischen Terrorismus geschuldet.


Man kann sich entscheiden, Angriffe wie 9/11 ohne Gegenwehr hinzunehmen. Dann hat man aber den Krieg nicht vermieden, sondern nur einseitig gemacht. Denn die Terroristen hätten ja nicht auf die Fortführung verzichtet.

Und das mit den "anderen Motiven" ist entweder trivial (weil es für jede Handlung immer mehrere Motive gibt) oder falsch (wenn man ableugnet, daß die Gegenwehr gegen die islamischen Terrorismus das Hauptmotiv war).

morgenmuffel Offline



Beiträge: 11

22.02.2012 15:17
#5 RE: Stratfors Analysen: Ende einer zwanzigjährigen Epoche Antworten

Zitat von R.A.

Zitat von morgenmuffel

Zitat
In den Jahren zwischen 1989 und 1991 gingen zugleich zwei geschichtliche Perioden zu Ende; eine lange und eine kürzere: Erstens diejenige der Vorherrschaft Europas,...


Diesen Zeitpunkt würde ich allerspätestens auf 1945 ansetzen, oder gar auf 1918.



Nur wenn man Rußland nicht zu Europa rechnet. Und er nennt ja explizit die Sowjetunion als die letzte der europäischen Vormächte.




Das schon, er schreibt aber weiter:

Zitat
Portugal, Spanien, Frankreich, England, die Sowjetunion. Zweitens endete mit dem Untergang der UdSSR am 25. Dezember 1991 die Zeit der bipolaren Weltordnung der Nachkriegsjahrzehnte.



Also entweder oder: Entweder war die Sowjetunion Europäische Weltvormacht oder Teil der bipolaren Weltordnung.
Beides gemeinsam geht schlecht.

Zitat
Dieser Krieg war 1. vermeidbar und 2. ganz anderen Motiven als dem islamischen Terrorismus geschuldet.


Zitat von R.A.
Man kann sich entscheiden, Angriffe wie 9/11 ohne Gegenwehr hinzunehmen. Dann hat man aber den Krieg nicht vermieden, sondern nur einseitig gemacht. Denn die Terroristen hätten ja nicht auf die Fortführung verzichtet.

Und das mit den "anderen Motiven" ist entweder trivial (weil es für jede Handlung immer mehrere Motive gibt) oder falsch (wenn man ableugnet, daß die Gegenwehr gegen die islamischen Terrorismus das Hauptmotiv war).



Genau das leugne ich ab.

R.A. Offline



Beiträge: 8.171

22.02.2012 16:22
#6 RE: Stratfors Analysen: Ende einer zwanzigjährigen Epoche Antworten

Zitat von morgenmuffel
Entweder war die Sowjetunion Europäische Weltvormacht oder Teil der bipolaren Weltordnung.
Beides gemeinsam geht schlecht.


Ich sehe da keinen Widerspruch. Die SU war (wie Spanien oder England) in Europa Vormacht und gleichzeitig Weltmacht.
Und auch die USA waren im kalten Krieg sehr stark eine Macht in Europa.
In Europa war immer noch der Schwerpunkt der Weltpolitik, dort saßen auch die weiteren weltpolitisch wichtigen Akteure.

Zitat
Genau das leugne ich ab.


Es macht wohl wenig Sinn dann weiter zu diskutieren.

Zettel Offline




Beiträge: 20.200

22.02.2012 17:14
#7 Zusammenfassen vs Übersetzen Antworten

Zitat von Gorgasal
Ihre Zusammenfassung ist etwa halb so lang wie der ursprüngliche Artikel... Möglicherweise wäre es weniger Arbeit für Sie, den Artikel einfach im ganzen zu übersetzen anstelle ihn zusammenzufassen?

Eher ein Drittel, lieber Rayson. Und wenn ich den englischen Text übersetzen täte, dann würde er bekanntlich um rund ein Drittel bis die Hälfte länger - so ist nun mal das Deutsche. Die Zusammenfassung verhält sich ergo zum Original ungefähr wie 1:4.

Aber davon abgesehen - erstens dürfte ich das gar nicht; Stratfor erlaubt nur die unveränderte Übernahme mit Quellenverweis. Zweitens übersetze ich gern mal diese und jene Passage - aber gleich so lange Texte: Nö.

Herzlich, Zettel

Edit: Natürlich wollte ich den lieben Gorgasal ansprechen. Einer mir so lieb wie der andere ...

Zettel Offline




Beiträge: 20.200

22.02.2012 17:18
#8 RE: Stratfors Analysen: Ende einer zwanzigjährigen Epoche Antworten

Zitat von morgenmuffel

Zitat
In den 90er Jahren herrschte ein übergroßer Optimismus; ihm folgte die Periode eines Kampfs gegen den islamistischen Terrorismus. Dieser Kampf war unvermeidbar, aber er ließ sich nicht in eine vielschichtige Außenpolitik integrieren.



Dieser Krieg war 1. vermeidbar und 2. ganz anderen Motiven als dem islamischen Terrorismus geschuldet.


Er war trivialerweise unvermeidbar, denn der Feind hatte ihn ja am 11. September 2001 angefangen.

Er diente dazu, diesen Feind zu schlagen; das will man in der Regel in einem Krieg.

kabelfreak Offline




Beiträge: 44

23.02.2012 16:18
#9 RE: Stratfors Analysen: Ende einer zwanzigjährigen Epoche Antworten

Da würde ich gerne auf einen Artikel Edward Luttwaks verweisen, der präzise ausführt, was im Anschluss an die "Terrorbekämpfung" Bushs
in den arab. Staaten an Umdenken einsetzte.
Nur weil du es nicht glaubst, heisst es noch lange nicht, dass andere Länder nicht trotzdem auf die Realität eingegangen sind.

http://www.welt.de/politik/article234478...emacht-hat.html

Der Mann spricht interessante Punkte an, die mir so vorher auch noch nicht so geläufig waren, die aber in meinen Augen schlüssig klingen, gerade aus strategischer Sicht.

__________________________________________________

--== Welcome to the world of tomorrow ==--

morgenmuffel Offline



Beiträge: 11

24.02.2012 08:30
#10 RE: Stratfors Analysen: Ende einer zwanzigjährigen Epoche Antworten

Zitat von R.A.

Zitat von morgenmuffel

Zitat:Genau das leugne ich ab.


Es macht wohl wenig Sinn dann weiter zu diskutieren.




Es ist sicher kein Zufall, dass Sie den Begriff des "Leugnens" (in ihrer ersten Antwort, ich bestätigte ihn schmunzelnd) verwendet haben, er dient im Allgemeinen dazu, andere Meinungen zu diskreditieren.

Aber ich gebe Ihnen recht: Es hat keinen Sinn, hier weiter über dieses Thema zu diskutieren, weder über 9/11 noch über den NSU. Uns trennen unüberbrückbare Welten:

Ich sehe 9/11 in der Tradition der Maine 1898, der Lousitania 1916, Pearl Harbor 1941, Tongkin 1964, "They took the babies out of the incubators" 1990 und den Massenvernichtungswaffen des Irak 2003.
Ich halte den ganzen "Krieg gegen den Terror" für auf Lügen basierend, Sie und Zettel eben nicht.

Dasselbe gilt auch für den NSU, den ich als "NATO Secret Underground" zumindest in Erwägung ziehe.
http://juergenelsaesser.wordpress.com/20...et-underground/

Als aufmerksamer Beobachter des Becker-Prozesses bei 3SAT (Tagebuch von Buback-Sohn Prof.Dr. Michael Buback) habe ich ein völlig anderes Bild von der Wirklichkeit in diesem Staat als Sie: Dieser Staat hat schmutzige Geheimnisse, die er mit allen Mitteln vertuscht. Auch wenn seine Protagonisten die Aufklärung fordern, behindern sie massiv eben genau das.
http://blog.zdf.de/3sat.Kulturtube/02vor...becker-prozess/

Ich stehe hier bei Zettels Raum und den Diskussionen oft irgendwie "neben mir", weil ich es einfach nicht verstehen will, wie hochgebildete, hochintelligente Leute wie Sie, Zettel und andere so derartig die Realität NICHT sehen können und wollen. Ich raffe es einfach nicht. Wie geht das?

Und wie passt das zusammen mit dem Aufdecken der "Beklopptheit", was Klimawandel (da geht es auch gegen böse "Klimaleugner") und Energiewende betrifft, wo Zettels Raum absolut richtig liegt?

Sarrazin hat Recht: Deutschland schafft sich ab. Aber das passiert nicht einfach so, dass Zigmillionen an Kulturfremden uns unser Land nehmen werden. Das ist auch kein Versehen, oder Dummheit der Politik, dass das genau so kommt.

Dann braucht auch niemand mehr über Marginalien und die deutsche Sprache zu sinnieren.

Jorge Arprin Offline



Beiträge: 73

24.02.2012 14:44
#11 RE: Stratfors Analysen: Ende einer zwanzigjährigen Epoche Antworten

Jürgen Elsässer ist ein Dummschwätzer und die 9/11-Verschwörungstheorteiker sind so lächerlich, dass ich mich frage, wie sie als hochgebildeter(?), intelligenter(?) Mensch auf deren Stuss reinfallen können.

Ja, in der Vergangenheit wurden Kriege oft mit falschen Behauptungen begründet: Es gab keine KZ’s in Kosovo, keine Massenvernichtungswaffen im Irak und keine vergewaltigten Brutkasten-Babys in Kuwait. Trotzdem bedeutet das nicht, dass Diktatoren zu Gewalt unfähig sind. Den Kuwaitis wäre es unter Saddam höflich ausgedrückt nicht besonders gut ergangen, die serbische Armee hat in Kosovo Tausende unschuldige Zivilisten getötet und ein atomar bewaffneter Iran wird sicher nicht zum Frieden beitragen.

"Lousitania 1916, Pearl Harbor 1941"- Ach, was für paranoide Autoren lesen sie hochgebildeter(?), intelligenter(?) Mensch eigentlich? Lenin, Hitler und Saddam waren auch nur zionistische Agenten, stimmt's?

arprin.wordpress.com

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