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ZETTELS KLEINES ZIMMER

Das Forum zu "Zettels Raum"



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Dieses Thema hat 43 Antworten
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 Pro und Contra
Seiten 1 | 2
Zettel Offline




Beiträge: 20.200

06.07.2012 21:14
#26 Bibliomanie antworten

Zitat von Gorgasal im Beitrag #25
Na, viel Vergnügen. Wenn ich hier mal in meinem Bücherregal stöbere, dann wusste ich wahrscheinlich von der Hälfte der Bücher zu fast jedem Thema nicht, dass ich sie überhaupt besitze. Und auch Titel und Autor sind mir nicht mehr geläufig. Aber da mein Regal thematisch sortiert ist, finde ich trotzdem schnell alles zu einem Thema. Das ist völlig unmöglich, wenn man seine Bücher nur nach Autoren, Titel oder Anschaffungsdatum sortieren kann.
Hm, lieber Gorgasal. Das ist bei mir anders.

Wir haben ziemlich viele Bücher. Nie gezählt, aber meine Frau meint, es seien wohl um die 10.000. Jedenfalls sind es ungefähr 250 Regalmeter. Ungefähr die Hälfte davon sind meine.

Aber ich behaupte, daß ich jedes Buch kenne. Sie sind ja ein Leben lang angeschafft worden. Über jedes habe ich mich gefreut.

Meine Frau kennt ihre noch besser, weil sie alle Bücher akzessioniert, dh. Monat und Jahr notiert, dazu ggf. den Schenker.

Sie weiß auch sofort, wo jedes Buch steht. Ich muß manchmal a bisserl suchen; da hilft dann die Erinnerung an die Farbe des Schutzumschlags usw.

Die Belletristik ist alphabetisch geordnet, der Rest nach Sachgebieten. Meine Frau ordnet die Belletristik zunächst nach Ländern/Sprachen und dann erst alphabetisch.

Zu meinen biographisch ältesten Büchern gehören die Karl-May-Bände der Bamberger Ausgabe und Sachen wie "Ich radle um die Welt"; das bekam ich 1952 zum Geburtstag.

Die biographisch ältesten. Physisch stammen die ältesten vom Anfang des 19. Jahrhunderts, zum Beispiel die Klopstock-Ausgabe von 1823.

Herzlich, Zettel

Gorgasal Offline




Beiträge: 3.930

06.07.2012 21:18
#27 RE: Bibliomanie antworten

Zitat von Zettel im Beitrag #26
Wir haben ziemlich viele Bücher. Nie gezählt, aber meine Frau meint, es seien wohl um die 10.000. Jedenfalls sind es ungefähr 250 Regalmeter. Ungefähr die Hälfte davon sind meine.

Aber ich behaupte, daß ich jedes Buch kenne.

Sie sind ja auch schlauer als ich Und ich würde mich freuen, wenn Amazon seine Software an Normalsterblichen bis Leichtunterbelichteten ausrichten würde (der Fachausdruck ist "DAU", "Dümmster Anzunehmender User").

--
Defender la civilización consiste, ante todo, en protegerla del entusiasmo del hombre. - Nicolás Gómez Dávila, Escolios a un Texto Implícito

Zettel Offline




Beiträge: 20.200

06.07.2012 21:19
#28 RE: Bibliomanie antworten

Zitat von Gorgasal im Beitrag #25
Na, viel Vergnügen. Wenn ich hier mal in meinem Bücherregal stöbere, dann wusste ich wahrscheinlich von der Hälfte der Bücher zu fast jedem Thema nicht, dass ich sie überhaupt besitze. Und auch Titel und Autor sind mir nicht mehr geläufig. Aber da mein Regal thematisch sortiert ist, finde ich trotzdem schnell alles zu einem Thema. Das ist völlig unmöglich, wenn man seine Bücher nur nach Autoren, Titel oder Anschaffungsdatum sortieren kann.
Hm, lieber Gorgasal. Das ist bei mir anders.

Wir haben ziemlich viele Bücher. Nie gezählt, aber meine Frau meint, es seien wohl um die 10.000. Jedenfalls sind es ungefähr 250 Regalmeter. Ungefähr die Hälfte davon sind meine.

Aber ich behaupte, daß ich jedes Buch kenne. Sie sind ja ein Leben lang angeschafft worden. Über jedes habe ich mich gefreut.

Meine Frau kennt ihre noch besser, weil sie alle Bücher akzessioniert, dh. Monat und Jahr notiert, dazu ggf. den Schenker.

Sie weiß auch sofort, wo jedes Buch steht. Ich muß manchmal a bisserl suchen; da hilft dann die Erinnerung an die Farbe des Schutzumschlags usw.

Die Belletristik ist alphabetisch geordnet, der Rest nach Sachgebieten. Meine Frau ordnet die Belletristik zunächst nach Ländern/Sprachen und dann erst alphabetisch.

Zu meinen biographisch ältesten Büchern gehören die Karl-May-Bände der Bamberger Ausgabe und Sachen wie "Ich radle um die Welt"; das bekam ich 1952 zum Geburtstag.

Die biographisch ältesten. Physisch stammen die ältesten vom Anfang des 19. Jahrhunderts, zum Beispiel die Klopstock-Ausgabe von 1823.

Herzlich, Zettel

Nachtrag: Bei "Ich radle um die Welt" von Helfgen habe ich mich falsch erinnert. Es erschien erst 1954, wie ich jetzt nachgesehen habe. (Das Klopstock-Jahr stimmt hingegen; da bin ich vorhin eigens aufs Treppchen gestiegen, um einen Band aus der obersten Regalebene zu holen und das Jahr nachzusehen. ).

Rayson Offline




Beiträge: 2.367

06.07.2012 21:47
#29 RE: Anfrage an Lesemaniacs antworten

Zitat von Frankenstein
Was ich mich jedoch frage, ist folgendes: Warum sind digitale Bücher teurer als ihr analoges Pendant, und zwar sowohl in GER als auch in UK - bei kostenlosem Versand, wohlgemerkt?

Kann ich nicht bestätigen. Deutsche Bücher sind bei Amazon als Kindle-Version i.d.R. ein bis zwei Euro günstiger. Bei der Konkurrenz, wo ich zugegebenermaßen lange nicht mehr bestellt habe, waren die Preise von Hardcover und EPUB identisch.

--
L'État, c'est la grande fiction à travers laquelle tout le monde s'efforce de vivre aux dépens de tout le monde. (Frédéric Bastiat)

C. Offline




Beiträge: 2.639

06.07.2012 22:07
#30 RE: Bibliomanie antworten

Zitat von Zettel im Beitrag #28


Die Belletristik ist alphabetisch geordnet, der Rest nach Sachgebieten. Meine Frau ordnet die Belletristik zunächst nach Ländern/Sprachen und dann erst alphabetisch.



Eine alphabetische Anordnung hat den Nachteil immer wieder die Bücher verrücken zu müssen oder wie bekomme ich Amitav Ghosh zwischen Elisabeth George und Carol Goodman? Es bedeutet, dass 450 Bücher einen neuen Platz finden müssen und das etwa 50 mal im Jahr.

Ich habe mich deshalb für die chaotische Buchanodnung entschieden und lediglich die Regalbretter nummeriert und führe alles Wissenwerte auf Excel. Also Billy 2 Brett 2 Carol Goodmann - Was niemand wissen darf - Gruselgeschichten - 2006 - Tante Agnes - 9.10.2007. Aber ich glaube, dass ich mir demnächst auch einen e-book-reader zulege, zumindest für die Badewanne, aber erst, wenn es was von google gibt.

Der Riesling gehört zu Deutschland.

Zettel Offline




Beiträge: 20.200

06.07.2012 23:10
#31 RE: Bibliomanie antworten

Zitat von C. im Beitrag #30
Eine alphabetische Anordnung hat den Nachteil immer wieder die Bücher verrücken zu müssen oder wie bekomme ich Amitav Ghosh zwischen Elisabeth George und Carol Goodman? Es bedeutet, dass 450 Bücher einen neuen Platz finden müssen und das etwa 50 mal im Jahr.
Die Lösung ist, großzügig Platz zu lassen.

Wir haben zB vor etlichen Jahren einen Raum, der zuvor Gästezimmer gewesen war, zur Bibliothek gemacht, weil anders die Bücher nicht mehr unterzubringen waren (ein Gästebett kann man ja ggf reinstellen ). Da standen also auf einen Schlag drei Wände für Regale zur Verfügung. Das Einräumen ging dann so, daß für jeden Buchstaben reichlich Platz gelassen wurde. Der sich dann im Lauf der Zeit füllte.

Natürlich muß man flexibel sein. Als es nicht mehr reichte, habe ich zB die Klassikerausgaben aus der alphabetischen Anordnung herausgenommen. Auch meine Lieblingsschriftsteller haben ihre eigenen Oasen außerhalb des Alphabets bekommen.

Eine andere Möglichkeit ist die, die du, glaube ich, beschreibst. Meine Sonderdrucke in der Uni habe ich einfach chronologisch abgeheftet, wie sie kamen. Jeder bekam einen Datumsstempel, und es gab eine Karteikarte dazu, die dieses Datum auswies. Die Karteikarten selbst waren alphabetisch geordnet und mittels bunter Karteireiter sortiert.

Als es mit den Computern losging, wollte ich das ganze System eigentlich auf Rechner umstellen; ich hatte damals einen Texteditor mit angeschlossener Dateiverwaltung, er hieß NotaBene. Aber das wäre eine Arbeit für etliche Hiwis über Monate gewesen, und ich habe es sein lassen, also bis zuletzt mit diesen physischen Karteikarten gearbeitet.

Herzlich, Zettel

WasIstLiberal? ( gelöscht )
Beiträge:

10.07.2012 07:17
#32 RE: Bibliomanie antworten

Ok, nun "darf" ich mitreden. Also das mit dem Lesen stimmt, das ist sehr angenehm. Das mit der Verwaltung von Büchern stimmt
auch. Das sollte man wirklich besser regeln. Das ist das Gute an Computern, Sachen ablegen und "wiederfinden" ;-)

Ich persönlich bevorzugte aber ein größeres Format, auch wenn das Ding dann schwerer würde..

Aber gut, jetzt habe ich etwas wo ich "locker" ein paar Bücher mitnehmen kann, das ist doch äußerst erfreulich.

Und außerdem bin ich der Meinung Zentralbanken gehören abgeschafft.

Techniknörgler Offline



Beiträge: 2.475

10.07.2012 13:28
#33 RE: Anfrage an Lesemaniacs antworten

Zitat von Rayson im Beitrag #7

Zitat von Techniknörgler
Das man erst zu Tricks greifen muss um das eine Format ins andere zu konvertieren
Amazon bietet selbst solche Konvertierungen an. Außerdem herrscht ja Wettbewerb. Die EPUB-Seite hat nur eine viel zu lange Zeit damit gezögert, den Übertragungsvorgang so einfach zu machen wie bei Amazon. Stattdessen haben sie versucht, mit billigen, minderwertigen Geräten Kunden zu ködern.



Meines Wissen subventioniert Amazon seine Geräte, um ihre Kunden dann exklusiv zu ihrem Händler-Portal zu leiten. Wie sieht es mit der Nutzbarkeit von DRM-geschützten EPUB-Büchern auf dem Kindle aus?

Kann ich DRM-geschützte Kindle-Bücher auf anderen eBook-Readern lesen?

Bietet Amazon bei seinen (subventionierten) Geräten anderen Anbietern den Zugang zu den selbst genutzten Schnittstellen an?

Das ein marktbeherschendes Unternehmen durch das subventionieren von Geräten eine monopolistische Infrastruktur beim Endkunden etablieren möchte, die ihn von Investitionen in Geräte abhalten sollen, die ihm Zugang zu mehreren im Wettbewerb stehenden Portalen gewährleisten, halte ich durchaus für problematisch.

Irgendwann muss Amazon nicht mehr "besser" sein.

Und sich 1-Click patentiert (!) zu haben war aus meiner Sicht auch keine große Leistung.

Ich weiß: Auf dem Markt für Spielekonsolen ist diese Praxis ja auch üblich. Dort gibt es aber wenigstens tatsächlich mehrere, nennenswerte Konkurenten, die sich gegenseitig Druck machen.

______________________________________________________________________________

“Being right too soon is socially unacceptable.”
― Robert A. Heinlein


"Considering the exclusive right to invention as given not of natural right, but for
the benefit of society, I know well the difficulty of drawing a line between the
things which are worth to the public the embarrassment of an exclusive patent, and
those which are not."

-Thomas Jefferson

Quelle: The Public Domain, p. 21, http://www.thepublicdomain.org/download/

Zettel Offline




Beiträge: 20.200

10.07.2012 14:09
#34 RE: Anfrage an Lesemaniacs antworten

Zitat von Techniknörgler im Beitrag #33
Das ein marktbeherschendes Unternehmen durch das subventionieren von Geräten eine monopolistische Infrastruktur beim Endkunden etablieren möchte, die ihn von Investitionen in Geräte abhalten sollen, die ihm Zugang zu mehreren im Wettbewerb stehenden Portalen gewährleisten, halte ich durchaus für problematisch.

Irgendwann muss Amazon nicht mehr "besser" sein.
Ja, dann wird es eben seine marktbeherrschende Stellung schnell verlieren.

Für mich ist das klassische Beispiel der IE. Es gab Ängste wg. Marktbeherrschung, weil er zusammen mit Windows geliefert wird. Von Marktbeherrschung kann heute keine Rede mehr sein, weil erst der Firefox und dann Chrome schlicht besser waren (und immer noch sind; wenn ich aus irgendeinem Grund gelegentlich einmal in den IE gehe, staune ich, wie langsam er im Vergleich zu Chrome ist, wie umständlich zu bedienen).

Wenn es jemand bsser hinbekommt als Amazon, dann wird es Amazon so gehen, wie es dem IE ergangen ist.

Und damals ist sogar die EU eingeschritten und hat Microsoft gezwungen, beim Einrichten von Windows auch andere Browser anzubieten!

Herzlich, Zettel

Uwe Richard Offline



Beiträge: 1.150

10.07.2012 15:10
#35 RE: Anfrage an Lesemaniacs antworten

Zitat von Zettel im Beitrag #34
Zitat von Techniknörgler im Beitrag #33
Das ein marktbeherschendes Unternehmen durch das subventionieren von Geräten eine monopolistische Infrastruktur beim Endkunden etablieren möchte, die ihn von Investitionen in Geräte abhalten sollen, die ihm Zugang zu mehreren im Wettbewerb stehenden Portalen gewährleisten, halte ich durchaus für problematisch.

Irgendwann muss Amazon nicht mehr "besser" sein.
Ja, dann wird es eben seine marktbeherrschende Stellung schnell verlieren.

Für mich ist das klassische Beispiel der IE. Es gab Ängste wg. Marktbeherrschung, weil er zusammen mit Windows geliefert wird. Von Marktbeherrschung kann heute keine Rede mehr sein, weil erst der Firefox und dann Chrome schlicht besser waren (und immer noch sind; wenn ich aus irgendeinem Grund gelegentlich einmal in den IE gehe, staune ich, wie langsam er im Vergleich zu Chrome ist, wie umständlich zu bedienen).

Wenn es jemand bsser hinbekommt als Amazon, dann wird es Amazon so gehen, wie es dem IE ergangen ist.

Und damals ist sogar die EU eingeschritten und hat Microsoft gezwungen, beim Einrichten von Windows auch andere Browser anzubieten!
Wozu genau, lieber Zettel, soll denn die EU Amazon zwingen?

 
Mit freundlichem Gruß

--
Wer mich ertragen kann, erträgt auch das Leben – Uwe Richard

Zettel Offline




Beiträge: 20.200

10.07.2012 15:28
#36 RE: Anfrage an Lesemaniacs antworten

Zitat von Uwe Richard im Beitrag #35
Zitat von Zettel im Beitrag #34
Für mich ist das klassische Beispiel der IE. Es gab Ängste wg. Marktbeherrschung, weil er zusammen mit Windows geliefert wird. Von Marktbeherrschung kann heute keine Rede mehr sein, weil erst der Firefox und dann Chrome schlicht besser waren (und immer noch sind; wenn ich aus irgendeinem Grund gelegentlich einmal in den IE gehe, staune ich, wie langsam er im Vergleich zu Chrome ist, wie umständlich zu bedienen).

Wenn es jemand bsser hinbekommt als Amazon, dann wird es Amazon so gehen, wie es dem IE ergangen ist.

Und damals ist sogar die EU eingeschritten und hat Microsoft gezwungen, beim Einrichten von Windows auch andere Browser anzubieten!
Wozu genau, lieber Zettel, soll denn die EU Amazon zwingen?
Zu gar nichts. Mein Beispiel sollte ja nur besagen: Der Zwang wäre nicht nötig gewesen. Der Firefox und Chrome setzten sich weltweit durch; auch ohne einen solchen Zwang.

Wenn jemand einen besseren E-Book-Reader als den Kindle anbietet, wenn er ein besseres Netz aufbaut als Amazon und ein günstigeres Angebot hat - dann wird er eben erfolgreich sein. Ohne jeden Zwang.

Aldi war bei den Discountern marktbeherrschend, bis Lidl Ende der siebziger Jahre mit seiner Expansion begann. Der "Spiegel" war bei den Nachrichtenmagazinen marktbeherrschend, bis "Fokus" kam.

Oder nehmen Sie, lieber Uwe Richard, IBM. Anfangs bei den PCs so marktbeherrschend, daß sein Betriebssystem MS-DOS als "Industriestandard" bezeichnet wurde und andere PCs, die es übernahmen, als "IBM-kompatibel" beworben wurden.

Baut IBM heute überhaupt noch PCs?

Herzlich, Zettel

Gorgasal Offline




Beiträge: 3.930

10.07.2012 15:45
#37 RE: Anfrage an Lesemaniacs antworten

Zitat von Zettel im Beitrag #36
Baut IBM heute überhaupt noch PCs?

Nein. IBM hat 2005 seine gesamte PC-Sparte an Lenovo verkauft.

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Rayson Offline




Beiträge: 2.367

10.07.2012 16:17
#38 RE: Anfrage an Lesemaniacs antworten

Zitat von Gorgasal
IBM hat 2005 seine gesamte PC-Sparte an Lenovo verkauft.

Die Drucker wurden schon 1991 zu Lexmark, und die bei Nerds so beliebten Tastaturen mit buckling-spring keyboard technology werden seit 1996 von einem winzigen Unternehmen in Kentucky hergestellt.

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Gorgasal Offline




Beiträge: 3.930

13.07.2012 11:08
#39 RE: Anfrage an Lesemaniacs antworten

Noch ein Nachtrag: seit ich mittlerweile etwa 300 Bücher auf meinem Kindle habe (210 MOBI, 73 TXT, 17 PDF), scheint mir das Wechseln von Verzeichnissen deutlich langsamer zu sein als anfangs.

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Techniknörgler Offline



Beiträge: 2.475

13.07.2012 12:03
#40 RE: Anfrage an Lesemaniacs antworten

Zitat von Zettel im Beitrag #34
Zitat von Techniknörgler im Beitrag #33
Das ein marktbeherschendes Unternehmen durch das subventionieren von Geräten eine monopolistische Infrastruktur beim Endkunden etablieren möchte, die ihn von Investitionen in Geräte abhalten sollen, die ihm Zugang zu mehreren im Wettbewerb stehenden Portalen gewährleisten, halte ich durchaus für problematisch.

Irgendwann muss Amazon nicht mehr "besser" sein.
Ja, dann wird es eben seine marktbeherrschende Stellung schnell verlieren.

Für mich ist das klassische Beispiel der IE. Es gab Ängste wg. Marktbeherrschung, weil er zusammen mit Windows geliefert wird. Von Marktbeherrschung kann heute keine Rede mehr sein, weil erst der Firefox und dann Chrome schlicht besser waren (und immer noch sind; wenn ich aus irgendeinem Grund gelegentlich einmal in den IE gehe, staune ich, wie langsam er im Vergleich zu Chrome ist, wie umständlich zu bedienen).

Wenn es jemand bsser hinbekommt als Amazon, dann wird es Amazon so gehen, wie es dem IE ergangen ist.

Und damals ist sogar die EU eingeschritten und hat Microsoft gezwungen, beim Einrichten von Windows auch andere Browser anzubieten!




Ich habe auf diesen Einwand gewartet. Doch hier ging es um Software, die auf universell nutzbarer Hardware lief. Schnell auszutauschen, keine Investitionskosten in neue Hardware oder anderes physisches Material beim Endkunden.

Die Hürde, sich einen neuen eBook-Reader zu kaufen, um auch direkten Zugang zu den Marktplätzen anderer Anbieter zu erhalten, dürfte größer sein. Man hat ja schon Geld ausgegeben, um sich seinen Kindle zu kaufen. Nun soll man für potentielle Konkurenz nochmal Geld in Hardware investieren? Selbst wenn diese schon besser wären (und dies zu werden wird ja durch solche monopolistischen, technischen Infrastrukturen erschwert, da handelt es sich um ähnliche Markteintrittsbarrieren wie durch Bürokratie), so wäre dies doch eine entscheidende, vor allem aber technisch überflüssige Hürde.

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Zettel Offline




Beiträge: 20.200

13.07.2012 14:02
#41 RE: Anfrage an Lesemaniacs antworten

Zitat von Techniknörgler im Beitrag #40
Doch hier ging es um Software, die auf universell nutzbarer Hardware lief. Schnell auszutauschen, keine Investitionskosten in neue Hardware oder anderes physisches Material beim Endkunden.

Die Hürde, sich einen neuen eBook-Reader zu kaufen, um auch direkten Zugang zu den Marktplätzen anderer Anbieter zu erhalten, dürfte größer sein.


Ich habe, lieber Techniknörgler, hier ja auch andere Beispiele genannt.

Herzlich, Zettel

Tiefseetaucher Offline




Beiträge: 239

14.09.2012 21:36
#42 RE: Anfrage an Lesemaniacs antworten

Ein weiterer Vorteil, der bisher noch nicht erwähnt wurde, ist der schnelle Zugriff auf die Wörterbücher, wenn man ein Buch in einer fremden Sprache liest. Das funktioniert viel schneller als mit einem realen Wörterbuch und ermöglicht selbst meiner jüngsten Tochter (6. Klasse) ihre Harry-Potter-Bücher im Original zu lesen. Bei den Holzbüchern hat ihr das Nachschlagen der unbekannten Wörter (und das sind in dem Alter doch noch einige) einfach zu lange gedauert.

A common mistake that people make when trying to design something completely foolproof is to underestimate the ingenuity of complete fools.
Douglas Adams

Techniknörgler Offline



Beiträge: 2.475

14.09.2012 23:39
#43 RE: Anfrage an Lesemaniacs antworten

Zitat von Zettel im Beitrag #34
Zitat von Techniknörgler im Beitrag #33
Das ein marktbeherschendes Unternehmen durch das subventionieren von Geräten eine monopolistische Infrastruktur beim Endkunden etablieren möchte, die ihn von Investitionen in Geräte abhalten sollen, die ihm Zugang zu mehreren im Wettbewerb stehenden Portalen gewährleisten, halte ich durchaus für problematisch.

Irgendwann muss Amazon nicht mehr "besser" sein.

Ja, dann wird es eben seine marktbeherrschende Stellung schnell verlieren.




So sicher ist das hier eben leider nicht. Vor allen Dingen sind die technischen Einschränkungen die Amazon auf seine Reader implementiert ja keine technische Notwendigkeit, hier wäre ein Eingreifen der Kartellbehörden aus meiner Sicht durchaus angebracht.

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califax Offline




Beiträge: 1.499

15.09.2012 15:55
#44 RE: Anfrage an Lesemaniacs antworten

Ein paar Monate Erfahrung mit dem Kobo Touch:

Sehr praktisch und sehr bequem.
Das E-Ink-Display und die einstellbaren Schrifttypen begeistern mich.
Griffigkeit, Ausmaße, verstellbare Schriftgrößen, Lesezeichen, Notizen, Wörterbuch und eingebauter Shop (mit WLAN) machen das Gerät sehr komfortabel.
Mit der von Dritten entwickelten PC-Software Calibre und ein paar Plugins kann man auch bei kopiergeschützten Ebooks PDFs zum Ausdrucken erstellen und Backups anlegen.
Durch diese Möglichkeit wird die genaue Größe des eingebauten Speichers im Gerät fast irrelevant. Ich habe jetzt schon eine ordentliche Bibliothek im Gerät, von der ich gar nicht weiß, ob ich das alles jemals lesen werde. Und es ist noch lange nicht voll.
Der Akku hält bei abgeschaltetem WLAN (braucht man ja zum Lesen nicht) beinahe ewig.
Über den Kobo-Shop (und über normale Internetnutzung am PC) sind sehr viele EBooks gratis oder spottbillig verfügbar. Man ist nicht an Kobo gebunden sondern kann kaufen und runterziehen, wo man will.
Am USB-Anschluß kann man den Kobo ganz einfach synchronisieren, seinen Akku aufladen, Ebooks drauf und runterschmeißen, etc.

Meckergründe:
Der verbaute Prozessor ist viel zu schwachbrüstig und das Multitasking des Betriebssystem schlecht ausbalanciert. Hat man viele Bilder (wenn zum Beispiel ein paar Ebooks graphische Anleitungen enthalten), macht das Gerät nervtötende und lange Überlastungspausen. Sowas sollte eigentlich seit dem Ende von DOS der Vergangenheit angehören. Man hat wohl wegen des E-Ink-Displays beim Design hauptsächlich an reine Textbücher gedacht und Illustration und Anleitungen schlicht vergessen.
Der Umgang mit PDFs ist katastrophal. Nicht nur die Anzeige ist unbrauchbar, viele PDF-Ebooks (darunter manchmal auch solche, die als EPUP getarnt sind) sind letztlich eingescannte Bildfolgen. Damit kann man den Kobo ziemlich lahmlegen.

Externe Vorteile: Mit Calibre kann man sich Blogs und Websites bündeln und als Ebooks auf den Kobo überspielen lassen. So könnte man sich als Bahnpendler seine persönliche Tageszeitung erstellen lassen. Einige Bücher (wie z.B. Rory Millers hervorragendes "Violence: A Writers Guide") sind nur als Ebooks verfügbar oder in der Ebook-Variante zumindestens deutlich preiswerter und praktischer.

Externe Nachteile: Der deutsche Taschenbuchmarkt orientiert sich an Frauen und Verlegenheitsgeschenken am Supermarktwühltisch. Ich schau mir die deutschen Neuerscheinungen schon gar nicht mehr an.

Technisches Grundsatzproblem aller E-Ink-Geräte: Wegen der Größe und des derzeit üblichen Standes bei den E-Inks (800x600 schwarz-weiß) möchte man keine Atlanten oder Fotobücher mit sowas benutzen. Mal schauen, wann es farbige E-Ink mit hoher Auflösung gibt.

--
Der Weg zur Hölle beginnt mit dem Monopol auf Moral.

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