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ZETTELS KLEINES ZIMMER

Das Forum zu "Zettels Raum"



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Dieses Thema hat 1 Antworten
und wurde 237 mal aufgerufen
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Paul Offline




Beiträge: 1.285

01.02.2014 10:08
Armutsstatistik Antworten

Als hier über die Kinderarmut diskutiert wurde, sind bei mir Zweifel aufgekommen, wie diese ermittelt wird.
Jetzt habe ich dies über die Armutsstatistik gefunden. Meine Zweifel waren berechtigt.

Ich nehme an, dass die Ausführungen über die Kinderarmut auf ähnlichen irreführenden Statistiken beruhen.

Leider sind meine Fähigkeiten im Umgang mit dem PC sehr begrenzt.
Vielleicht ist es jemandem möglich das entsprechend zu verändern.
Gefunden habe ich das hier:
http://www.unstatistik.de/
Bitte scrollen und ins Archiv gehen.
>>Armut ist nicht Ungleichheit (23.10.2012)

Und hier die Übermittlung des Textes entsprechend meinen Fähigkeiten.

Unstatistik des Monats: Armut ist nicht Ungleichheit
Die Unstatistik des Monats Oktober heißt 15,8% und kommt vom Statistischen Bundesamt in Wiesbaden: „15,8 % der
Bevölkerung waren 2010 armutsgefährdet“ meldeten die Amtsstatistiker am 17. Oktober 2012.
Die Zahl ist korrekt, nicht aber deren Interpretation. Als "armutsgefährdet" gilt,wer jährlich netto weniger als 11.426 Euro zur Verfügung hat. Der Hauptkritikpunkt ist die Berechnung dieser Armutsgrenze. Dazu nimmt man europaweit 60 % des Durchschnittseinkommens. Wenn sich also alle Einkommen verdoppeln, verdoppelt sich auch die Armutsgrenze, und der Anteil der Armen ist der gleiche wie vorher.
Ferner ist in armen Ländern die Armutsgrenze kleiner als in reichen. Zieht also ein Gastarbeiter aus Portugal, der hier im Jahr nur 11.000 Euro zur Verfügung hat, in seine Heimat zurück, nimmt die kollektive Armut in Deutschland und Portugal gleichermaßen ab. Denn in Deutschland ist man mit 11.000 Euro jährlich arm, in Portugal dagegen nicht. Selbst wenn besagter Portugiese zuhause nur 7.000 Euro jährlich hätte, wäre er dort statistisch-offiziell nicht arm.
Jeder am Durchschnittseinkommen festgezurrte Armutsbegriff misst daher nichtdie Armut (wie beispielsweise die Definition der Weltbank, die alle Menschen als arm einstuft, die von weniger als 1,25 US-Dollar pro Tag leben müssen), sondern die Ungleichheit. Deshalb ließesich auch die in den deutschen Medien aufgrund der obigen Statistik oftmals beklagte Armut sehr leicht dadurch beheben, dass man beispielsweise allen Menschen in Deutschland die über die derzeitige Armutsgrenze hinausgehenden Einkommen wegnähme und nach Peking an die chinesische Staatsbank überwiese. Dann wären die Einkommen hierzulande gleichmäßiger verteilt, die neue Armutsgrenze läge sehr viel niedriger, und die Armut wäre nahezu vollständig verschwunden.
Ihr Ansprechpartner dazu:
Prof. Dr. Walter Krämer Tel.: (0231) 755-3125
Mit der „Unstatistik des Monats“ hinterfragen der Berliner Psychologe Gerd Gigerenzer, der Dortmunder Statistiker Walter Krämer und RWI-Vizepräsident Thomas Bauer jeden Monat sowohl jüngst publizierte Zahlen als auch deren Interpretationen. Alle „Unstatistiken“ finden Sie im Internet unter www.unstatistik.de. Ein Artikel zu dieser
„Unstatistik“ findet sich auch in der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins „DerSpiegel“ unter dem Titel „Bedürftige Villenbewohner“ auf S. 15.
Dortmund/Essen/Berlin,
den 23. Oktober 2012

Edit: Mir ist noch eine Umformatierung gelungen. Jetzt kann man es besser lesen.

___________________________
In dubio, pro reo.

Widder Offline



Beiträge: 61

01.02.2014 12:06
#2 RE: Armutsstatistik Antworten

Interessante Seite, kannte ich noch nicht. Danke für den Hinweis!

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Widders Ecke

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