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ZETTELS KLEINES ZIMMER

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Dieses Thema hat 2 Antworten
und wurde 527 mal aufgerufen
 Dies und Jenes
Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 6.804

05.01.2015 11:57
"Aufruf zum Streik" antworten

Oha: Frank Schäffler hat Ayn Rand gelesen.

http://www.deutscherarbeitgeberverband.d...les_streik.html


Ayn Rand hat in ihrem berühmten Roman Atlas Shrugged (in Deutschland: Der Streik, Verlag Kai M. John, München) bereits zum Boykott aufgerufen. Am Ende ihres Romans wandern Unternehmer, Künstler und Erfinder aus und gründen in einem fernen Tal ihre eigene Gemeinschaft und lassen die anderen in ihrem fortschreitenden Sozialismus zurück. John Galt, Ayn Rands Held im Roman, kündigt den Abschied in einer Radioansprache an: "Da für euch Tugendhaftigkeit gleichbedeutend ist mit Opferbereitschaft, habt ihr die Gerechtigkeit der Barmherzigkeit geopfert. Ihr habt die Unabhängigkeit der Einigkeit geopfert. Ihr habt die Vernunft dem Glauben geopfert. Ihr habt den Wohlstand dem Mangel geopfert. Ihr habt die Selbstachtung der Selbstverleugnung geopfert. Ihr habt das Glück der Pflicht geopfert. Ihr habt alles zerstört, was ihr für böse, und alles erreicht, was ihr für gut hieltet."


(Für Nicht-Rand-Leser - falls es die hier gibt: das geht 60 Seiten so weiter...)

Erling Plaethe Offline




Beiträge: 4.617

05.01.2015 13:30
#2 RE: "Aufruf zum Streik" antworten

Zitat von Ulrich Elkmann im Beitrag #1
Oha: Frank Schäffler hat Ayn Rand gelesen.

http://www.deutscherarbeitgeberverband.d...les_streik.html


Ayn Rand hat in ihrem berühmten Roman Atlas Shrugged (in Deutschland: Der Streik, Verlag Kai M. John, München) bereits zum Boykott aufgerufen. Am Ende ihres Romans wandern Unternehmer, Künstler und Erfinder aus und gründen in einem fernen Tal ihre eigene Gemeinschaft und lassen die anderen in ihrem fortschreitenden Sozialismus zurück. John Galt, Ayn Rands Held im Roman, kündigt den Abschied in einer Radioansprache an: "Da für euch Tugendhaftigkeit gleichbedeutend ist mit Opferbereitschaft, habt ihr die Gerechtigkeit der Barmherzigkeit geopfert. Ihr habt die Unabhängigkeit der Einigkeit geopfert. Ihr habt die Vernunft dem Glauben geopfert. Ihr habt den Wohlstand dem Mangel geopfert. Ihr habt die Selbstachtung der Selbstverleugnung geopfert. Ihr habt das Glück der Pflicht geopfert. Ihr habt alles zerstört, was ihr für böse, und alles erreicht, was ihr für gut hieltet."


(Für Nicht-Rand-Leser - falls es die hier gibt: das geht 60 Seiten so weiter...)

Ja genau, lieber Ulrich. Und diese 60 Seiten sollte jeder mal gelesen haben. Das ganze Buch ist Vielen ja zu viel. Zu viel Egoismus, zu viel Marktfreiheit und zu viel Kritik am Sozialstaat, der nichts weiter als der Weg in die Knechtschaft ist.
Ich kann nur empfehlen wenigstens die Zusammenfassung zu lesen:
http://www.aynrandaufdeutsch.de/Rede%20v...%20Galt%203.pdf

Und was den Streik der Unternehmer anbelangt: Er findet statt. Aktuell gerade in Russland und demnächst in Griechenland. Es sind nicht mehr Personen die gehen, es ist ihr Kapital welches geht.

Viele Grüße, Erling Plaethe

Werwohlf Offline




Beiträge: 711

05.01.2015 22:49
#3 RE: "Aufruf zum Streik" antworten

Zitat von Ulrich Elkmann im Beitrag #1
Oha: Frank Schäffler hat Ayn Rand gelesen.
Toll. Und sowas kommt dann dabei heraus:

Zitat
Wenn Gewerkschaftsmitglieder ihre vertraglichen Pflichten aus dem Arbeitsvertrag einseitig aussetzen dürfen, dann müssen doch auch Gründer, Selbständige, Freiberufler, Unternehmer, Frauen und Männer, die das Eigentum und die individuelle Freiheit lieben, ihre "Pflichten", Steuern und Hilfsdienste an den Staat zu entrichten, aussetzen können.



Man muss das Grundgesetz zwar nicht idealisieren, aber man darf es auch nicht ignorieren. Arbeitnehmerstreik kostet vielleicht etwas Geld (in Teilen von der Gewerkschaft erstattet), Steuern- und Abgabenstreik siehe Uli Hoeneß.

Der eigentliche Ayn-Rand-Streik erschöpft sich ja auch nicht in der Verweigerung von Abgaben, sondern besteht aus der Verweigerung der eigenen Leistung überhaupt. Und niemand wird Gründer, Selbständiger, Freiberufler oder Unternehmer, weil er so furchtbar politisch denkt. Wenn dort "gestreikt" wird, dann als stille Folge von wirksamer Abschreckung und nicht als bewusste, auch in der Öffentlichkeit als solche sichtbare Tat. Es ist das alte Bastiatsche Missverhältnis von den Dingen, die man sieht, und denen, die man nicht sieht. Politisch wirksam werden letztere nie, es sei denn, man machte die Wähler alle zu Ökonomen. Wobei auch das nichts garantiert: Die müssten auch noch Bastiat oder Hazlitt gelesen haben.

--
Bevor ich mit den Wölfen heule, werd‘ ich lieber harzig, warzig grau,
verwandele ich mich in eine Eule oder vielleicht in eine graue Sau.
(Reinhard Mey)

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