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ZETTELS KLEINES ZIMMER

Das Forum zu "Zettels Raum"



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Dieses Thema hat 3 Antworten
und wurde 945 mal aufgerufen
 Kommentare/Diskussionen zu "Zettels Raum"
Erling Plaethe Offline




Beiträge: 4.659

16.01.2015 09:28
Interview mit einem Intellektuellen antworten

Viele Grüße, Erling Plaethe



Je suis Charlie

Meister Petz Offline




Beiträge: 3.853

16.01.2015 09:42
#2 RE: Interview mit einem Intellektuellen antworten

Nicht zu vergessen, dass die Geister von 68 auch geholfen haben, Khomeini an die Macht zu bringen (der sie zum Dank dafür verfolgen ließ, aber so läuft es manchmal, wenn man aufs falsche Pferd setzt).

Gruß Petz

Free speech is so last century. (Brendan O'Neill)

Dennis the Menace Offline




Beiträge: 459

17.01.2015 13:02
#3 RE: Interview mit einem Intellektuellen antworten

Ja, ja, lieber Herr Plaethe, unsere guten, alten 68er. ein facettenreiches Thema, über das man lange diskutieren (und disputieren) könnte.

Was Danny le Rouge betrifft, so gibt es u.a. dieses Dokument, eine mehr als 3-stündige Talgschau von 1978 im ja-damals-Modus - obwohl "damals" damals mit 10 Jahren noch einigermaßen frisch war. Über 3 Stunden, eine Quälerei eigentlich, gleichwohl teilweise aufschlußreich: Dutschke ist der intellektuelle Preuße mit dem üblichen verquasteten altbacken-orthodoxen Zeugs, sehr belesen, er kennt "seine" Philosophen in- und auswendig. Danny ist diesbezüglich Dutschkes Pudel: Ein Nachplapperer und Zweitverwerter. Er gibt den ungezogenen 16/17-jährigen Schnodderbubi - obwohl schon über 30, denn - unter uns gesagt -

Danny le Rouge ist intellektuell 'n bissle schwach besaitet.

Später wurde er dann Joschka Fischers Pudel, nachdem die K-Gruppler auf den grünen Zug raufgehüpft sind und natürlich gleich den Lokführerseitz eingenomen haben. Der eigentlich genuin-grüne Typus von der Art deutsche Romantik (Petra Kelly und so) war schnell auf die hinteren Plätze verwiesen. Aber man kann Danny nicht mehr böse sein: Er ist nunmehr fast siebzig, leider nicht mehr gesund und aus gutem Grund schon lange nach Brüssel entsorgt, dem beliebten Seniorenheim (hoch komfortabel und dem entsprechend sau teuer) für Polit-Omma und -Oppa, soweit diese nur noch stören bzw. im Schaufenster irgendwie peinlich wirken bzw. als Ladenhüter unverkäuflich sind.

Dannys 68-er Ding war der Pariser Mai. Dieser war deutlich weniger wissenschaftlich-preußisch-klassisch mit Lachverbot, also à la Dutschke, es ging eher in die Richtung künsterisch, Filmemacher, anarchisch-unbedarft und so; auch Charlie Hebdo gehört in diese Kiste. De Gaulle hatte - nach einer gewissen Schrecksekunde - leichtes Spiel und nur vier Wochen (!) später die von ihm angesetzte Neuwahl zur Assemblée nationale mit Pauken und Trompeten gewonnen - der größte Wahlsieg der Gaullisten aller Zeiten - bis heute.

Minister Malraux äußerte (wird auch n besagter Talgschau kurz angesprochen) u.a. :

Zitat
Wir haben die Maiereignisse als etwas außerordentlich Oberflächliches betrachtet. Manche Parolen der Studenten sind einfach ein Witz gewesen.



Wohl wahr. Und genau das passt zu Danny.

Gibt es nu einen noch aktiven Geist von 68 heutzutage???

Bei Danny bestimmt nicht, denn mit Geist is da nicht allzuviel.

Ganz gut finde ich diese 68/Pegida-Synopse von Posener in der Welt.

Das führt zurück zur oben angelinkten Talgschau: Für die Rolle Rechtsausleger/CDU/ultrakonservativ/und vor allem: knackiger 68er-Fresser wurde Matthias Walden gecastet. Prominenter WELT-Kolumnist seinerzeit, beim großen Satan Springer also. Der mit über 30 (heute, mit fast 70, auch noch nicht viel weiter) offenbar noch pubertierende Danny legte Wert auf die Feststellung, dass er ihm beim zufälligen Treffen im Flugzeug nicht die Hand gegeben hat.

Der oben angelinkte Posener (WELT) ist ein ehemaliger K-Gruppen Mensch. Sein Chef, also WELT-Chefradakteur, in der Zeitmaschine also fiktiver Walden-Chef, war ein enger Kampfgefährte Dutschkes und Dannys. Wenn das keine Pointe ist .

Gut, daraus könnte man natürlich schließen: Die 68er haben gesiegt und "alles übernommen". Aaaaaaber: Aus den brüllenden Löwen sind doch kastrierte, alte Kater geworden, zu faul zum Mäusefangen und 'n bissle Schnurren ist das einzige, was an Kampfeslust noch über ist, Oder? Okay, es gibt Ausnahmen, wie die mittlerweile weltberühmten Charlie Hebdo Leute. Bei einer Beerdigung, gestern oder vorgestern, wurde die Internationale angestimmt.

Je suis Charlie !!!!!!!!!!!!! ??????????

Herzlichst

Dennis

Erling Plaethe Offline




Beiträge: 4.659

17.01.2015 21:41
#4 RE: Interview mit einem Intellektuellen antworten

Zitat von Dennis the Menace im Beitrag #3
Ja, ja, lieber Herr Plaethe, unsere guten, alten 68er. ein facettenreiches Thema, über das man lange diskutieren (und disputieren) könnte.

Was Danny le Rouge betrifft, so gibt es u.a. dieses Dokument, eine mehr als 3-stündige Talgschau von 1978 im ja-damals-Modus - obwohl "damals" damals mit 10 Jahren noch einigermaßen frisch war. Über 3 Stunden, eine Quälerei eigentlich, gleichwohl teilweise aufschlußreich: Dutschke ist der intellektuelle Preuße mit dem üblichen verquasteten altbacken-orthodoxen Zeugs, sehr belesen, er kennt "seine" Philosophen in- und auswendig. Danny ist diesbezüglich Dutschkes Pudel: Ein Nachplapperer und Zweitverwerter. Er gibt den ungezogenen 16/17-jährigen Schnodderbubi - obwohl schon über 30, denn - unter uns gesagt -

Danny le Rouge ist intellektuell 'n bissle schwach besaitet.

Später wurde er dann Joschka Fischers Pudel, nachdem die K-Gruppler auf den grünen Zug raufgehüpft sind und natürlich gleich den Lokführerseitz eingenomen haben. Der eigentlich genuin-grüne Typus von der Art deutsche Romantik (Petra Kelly und so) war schnell auf die hinteren Plätze verwiesen. Aber man kann Danny nicht mehr böse sein: Er ist nunmehr fast siebzig, leider nicht mehr gesund und aus gutem Grund schon lange nach Brüssel entsorgt, dem beliebten Seniorenheim (hoch komfortabel und dem entsprechend sau teuer) für Polit-Omma und -Oppa, soweit diese nur noch stören bzw. im Schaufenster irgendwie peinlich wirken bzw. als Ladenhüter unverkäuflich sind.

Dannys 68-er Ding war der Pariser Mai. Dieser war deutlich weniger wissenschaftlich-preußisch-klassisch mit Lachverbot, also à la Dutschke, es ging eher in die Richtung künsterisch, Filmemacher, anarchisch-unbedarft und so; auch Charlie Hebdo gehört in diese Kiste. De Gaulle hatte - nach einer gewissen Schrecksekunde - leichtes Spiel und nur vier Wochen (!) später die von ihm angesetzte Neuwahl zur Assemblée nationale mit Pauken und Trompeten gewonnen - der größte Wahlsieg der Gaullisten aller Zeiten - bis heute.

Minister Malraux äußerte (wird auch n besagter Talgschau kurz angesprochen) u.a. :

Zitat
Wir haben die Maiereignisse als etwas außerordentlich Oberflächliches betrachtet. Manche Parolen der Studenten sind einfach ein Witz gewesen.



Wohl wahr. Und genau das passt zu Danny.

Gibt es nu einen noch aktiven Geist von 68 heutzutage???

Bei Danny bestimmt nicht, denn mit Geist is da nicht allzuviel.

Ganz gut finde ich diese 68/Pegida-Synopse von Posener in der Welt.

Das führt zurück zur oben angelinkten Talgschau: Für die Rolle Rechtsausleger/CDU/ultrakonservativ/und vor allem: knackiger 68er-Fresser wurde Matthias Walden gecastet. Prominenter WELT-Kolumnist seinerzeit, beim großen Satan Springer also. Der mit über 30 (heute, mit fast 70, auch noch nicht viel weiter) offenbar noch pubertierende Danny legte Wert auf die Feststellung, dass er ihm beim zufälligen Treffen im Flugzeug nicht die Hand gegeben hat.

Der oben angelinkte Posener (WELT) ist ein ehemaliger K-Gruppen Mensch. Sein Chef, also WELT-Chefradakteur, in der Zeitmaschine also fiktiver Walden-Chef, war ein enger Kampfgefährte Dutschkes und Dannys. Wenn das keine Pointe ist .

Gut, daraus könnte man natürlich schließen: Die 68er haben gesiegt und "alles übernommen". Aaaaaaber: Aus den brüllenden Löwen sind doch kastrierte, alte Kater geworden, zu faul zum Mäusefangen und 'n bissle Schnurren ist das einzige, was an Kampfeslust noch über ist, Oder? Okay, es gibt Ausnahmen, wie die mittlerweile weltberühmten Charlie Hebdo Leute. Bei einer Beerdigung, gestern oder vorgestern, wurde die Internationale angestimmt.

Je suis Charlie !!!!!!!!!!!!! ??????????

Herzlichst

Dennis




Vielen Dank für Ihre Antwort.
Mir ist der rote Dany egal. Er gibt nur ein schönes Bild für den Geist der 68er ab. Für den, der immer wieder beschworen wird. So als müsse er noch mal auftauchen und drei Wünsche erfüllen. Manche halten ihn ja sogar für einen Zeitgeist. Dabei ist er weit älter als hundert Jahre. Und mopsfidel. Die 68er denken nur sie haben einen eigenen Geist - er ist geklaut.
Und er steht eben nicht zu seiner extremistischen Seite. So wie er sie leugnet, klagen seine Jünger sie ständig beim politischen Gegenspieler an. Zu recht. Sie ist immer dabei.
Die Talkshow habe ich vor langer Zeit mal gesehen und sie ist ein interessantes Zeitdokument - und der Beweis, dass früher nicht alles besser war.
Der Artikel von Alan Posener passt ebenfalls sehr gut:

Zitat von http://www.welt.de/debatte/kommentare/ar...nsam-haben.html
In Leipzig rief man "Amis raus! Und nehmt die Merkel mit!" Die "Legida" fordert außerdem die "Beendigung des Kriegschuldkultes". So schnell gelangt man vom Kampf gegen die Islamisierung zum Kampf gegen die Amerikanisierung und gegen die Juden. Und da schließt sich auch der Kreis.


So wie auch dieser hier:

Zitat von http://www.huffingtonpost.de/2014/10/15/..._n_5988070.html
Ulfkotte wirft deutschen Journalisten in dem Video vor, dass sie mit Mitteln der Manipulation und der Propaganda einen Krieg gegen Russland voran treiben würden. Deutsche Journalisten seien bestochen worden, um ihr Publikum zu betrügen. Neben Politikern seien Journalisten die treibenden Kräfte hinter neuen Kriegen. Deutschland sei eine „Bananenrepublik“ und kein demokratisches Land mehr.

Viele Grüße, Erling Plaethe



Je suis Charlie

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