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ZETTELS KLEINES ZIMMER

Das Forum zu "Zettels Raum"



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Dieses Thema hat 12 Antworten
und wurde 966 mal aufgerufen
 Pro und Contra
Emulgator Offline



Beiträge: 1.920

29.06.2015 17:27
Analyse zur Griechenlandpleite antworten

Ökonomische Themen sind jetzt in Zettels Zimmer nicht so arg beliebt, aber nichtsdestotrotz: Wie kann man die (nunmehr gescheiterte) Politik vom Standpunkt politischer Ökonomie aus bewerten? Es war natürlich eine Verkettung schlechter Entscheidungen und Signale, aber wie genau sieht diese Kette aus, wenn man als Maßstab das Wohlergehen des eigenen Landes unter der Nebenbedingung des eigenen politischen Überlebens sieht?

Meine Thesen:

-- Die griechische Regierungen haben überwiegend politisch richtig gehandelt. Es gab nur einen Fehler: Durch die Androhung von Kapitalverkehrskontrollen auch noch den Teil der Wirtschaft zu sabotieren, die nicht vom bankrotten Staat abhängt.

-- Die europäischen (d.h. deutschen) Regierungen haben an jeder Entscheidungsposition das falsche gemacht. Angefangen mit der Nachgibigkeit bei den Maastricht-Kriterien, über die Aussetzung derselben im Kartell mit Frankreich unter Schröder, bis hin zu den Eingriffen in Kapital und Geldmarkt, dem Brechen diverser Regeln und dem Versäumnis für einen geregelten Staatsbankrott Griechenlands. Zuletzt hatte Merkel mit ihrem Wort, wie schlimm eine Pleite Griechenlands wäre und daß dann Europa scheitern würde und daß sie alles dagegen bezahlen wolle, der griechischen Regierung die Illusion gegeben, in einer starken Verhandlungsposition zu sein. Aber Merkels Worte sind natürlich ausschließlich an ihre Wähler gerichtet, um dort Zustimmung zu erwerben und Trost zu spenden. Außer in Vieraugengesprächen redet sie nie wirklich mit Politikern anderer Staaten. Das hat man in Griechenland falsch verstanden und gemeint, man könne sich alles erlauben, weil Merkel ja zahlen wolle.

Thema sollen aber nicht Fragen der moralischen Schuld sein. Die spielt in der Politik ja sowieso keine Rolle. Was meinen die verehrten Mitforisten?

Frank2000 Offline




Beiträge: 1.572

29.06.2015 20:06
#2 RE: Analyse zur Griechenlandpleite antworten

Zitat von Emulgator im Beitrag #1

...man könne sich alles erlauben, weil Merkel ja zahlen wolle.



So weit ich das mitbekommen habe, wollte Merkel das ja auch. Nicht Merkel hat den Stecker gezogen, sondern andere Mitspieler.

___________________
Kommunismus mordet.
Ich bin bereit, über die Existenz von Einhörnern zu diskutieren. Aber dann verlange ich außergewöhnlich stichhaltige Beweise.

Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 6.836

29.06.2015 20:25
#3 RE: Analyse zur Griechenlandpleite antworten

Um das Pferd am Schwanzende aufzuzäumen: Der allerallerallerletzte Strangriß im Seil war das Referendum, mit dem am 5. Juli über die Ob-&-wenn-ja-was-Position für den 30.6. bestimmt werden sollte oder soll oder werden soll.

Der allerallerletzte Faden war die Verprellung des IWF am 11. Juni, als Tsipras dem eigenen Parlament und der Weltöffentlichkeit die glatte Lüge verkaufen wollte, der Währungsfond habe die weitere Beteiligung von der Zustimmung zu einem Plan abhängig gemacht, der einzig von der griechischen Seite kurz angedacht worden war. Da der Währungsfond die unter politischen Bedingungen einzig ernst zu nehmende Bank in der Troika darstellt (man kann Mittel über 180 Zentralbanken aufnehmen, ist aber gegenüber den Geldgebern wie jedes normale Kreditinstitut bindend & justiziabel in der Pflicht, ohne dass die Politik reingrätschen kann), war allen, ausser den Griechen, klar, dass der 30.6. de facto ein Ultimatum darstellte.



Les hommes seront toujours fous; et ceux qui croient les guérir sont les plus fous de la bande. - Voltaire

Martin Offline



Beiträge: 2.314

29.06.2015 21:34
#4 RE: Analyse zur Griechenlandpleite antworten

Zitat von Emulgator im Beitrag #1

Thema sollen aber nicht Fragen der moralischen Schuld sein. Die spielt in der Politik ja sowieso keine Rolle. Was meinen die verehrten Mitforisten?


Vielleicht sollte man Systemzusammenbrüche als etwas ganz normales sehen, unvermeidbar und schmerzlich. Was Varoufakis richtig in seinem 'Der große Minotaurus' als 'Erfolgsparadox' beschreibt ist schon fast ein Naturgesetz. Es geht höchstens um den Zeitpunkt unschöner Ereignisse, und man muss schon etwas Verständnis haben, wenn Politiker ihren Anteil daran nicht in ihrem Nachruf wiederfinden wollen. Ich sehe es auch als Naturgesetz, dass man im ersten Ansatz versucht Löcher mal zu stopfen, dann nochmal zu stopfen, bis es halt nicht weitergeht. Der Letzte ist halt der Dumme und macht das Licht aus. Es gibt in einem System, das die Akteure nicht verstehen kein richtig oder falsch.

Ich denke, es geht nur noch um übergeordnete Interessen, und wenn ich wüsste, wer genau welche hat, dann könnte ich die weiteren Abläufe einigermaßen einschätzen. Aber es gibt genügend schlaue Leute die sich gerne aus dem Fenster lehnen wollen .

Gruß, Martin

PS: Schon die Bibel kennt die 7 schlechten Jahre, die auf die 7 guten folgen. Würde der Papst sich mit der Bibel und nicht mit der Umwelt beschäftigen, könnte er ja gezielten Trost spenden.

Paul Offline




Beiträge: 1.285

29.06.2015 23:53
#5 RE: Analyse zur Griechenlandpleite antworten

Viele haben in Griechenland von der Wirtschaftspolitik profitiert. Deshalb wäre es nur Folgerichtig, dass diese Vielen auch die Pleite bezahlen müssen. Durch eine Inflation wäre das gegeben. Wie immer, gibt es bei solchen Krisen Gewinner und Verlierer. Zu den Gewinnern gehört das Großkapital, dass sein Geld schon vorbeugend vor Jahren außer Landes geschafft hat. Verlierer werden wie immer, die "kleinen Leute", d.h. die Normalbürger sein. Außer sie haben ihre Bankkonten schon aufgelöst und die Euros im "Strumpf". Dadurch hat sich der persönliche Schaden minimiert. Egal was passiert, daran lässt sich nichts mehr ändern.
Wenn das außer Landes gebrachte Großkapital wieder im Land investiert werden würde, könnte dies den Wirtschaftsaufschwung befördern. (Außer das Geld ist im Ausland schon zu Betongeld geworden. In Berlin sollen ganze Wohnareale von Griechen aufgekauft worden sein.)

Ich denke Hans-Werner Sinn hat im Wesentlichen recht:

Zitat
Hans-Werner Sinn, der Präsident des Münchner Ifo-Instituts, plädiert seit langer Zeit für einen geordneten Grexit, also einen geregelten Ausstieg des Landes aus dem Euroraum. Wie ein solcher Prozess aussehen könnte, hat Sinn nun noch einmal beschrieben. „Griechenland braucht nun sofort eine neue elektronische Währung parallel zum Euro“, sagte Sinn. Der Ökonom ist wie viele seiner Fachkollegen überzeugt, dass eine neue Drachme unmittelbar an Wert verlieren würde, denkbar ist zum Beispiel eine Halbierung im Vergleich zum Euro. „Die neue Währung würde abwerten gegenüber dem Euro, und damit würde das Land wieder wettbewerbsfähig“, sagte Sinn. Die griechische Notenbank dürfe dann keine neuen Euros „mehr elektronisch herstellen oder Euro-Banknoten ausgeben.“


http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/eu...l-13674476.html

Weil ich bezweifle, dass die griechische Notenbank sich daran halten würde, keine Euronoten mehr auszugeben oder elektronisch herzustellen, müsste ihr das Recht dazu aberkannt werden. Weil, wenn sie das täte der Euro destabilisiert werden würde. Also Drachme einführen und zu 50% abwerten. Auch ist es fraglich, ob es dabei bleiben würde. Vermutlich wird die Inflation weiter abwerten. Der Euro kann ähnlich dem Dollar bei der Inflation in Deutschland oder der Westmark in der DDR als "Zweitwährung" benutzt werden.

Hier habe ich noch kluge und sachkundige Einschätzungen von Tichy gefunden, die ich für sehr plausibel halte.
http://www.rolandtichy.de/tichys-einblic...all/#more-11519

___________________________
JE SUIS JUIF

Emulgator Offline



Beiträge: 1.920

30.06.2015 00:53
#6 RE: Analyse zur Griechenlandpleite antworten

Zitat von Ulrich Elkmann im Beitrag #3
Der allerallerletzte Faden war die Verprellung des IWF am 11. Juni, als Tsipras dem eigenen Parlament und der Weltöffentlichkeit die glatte Lüge verkaufen wollte, der Währungsfond habe die weitere Beteiligung von der Zustimmung zu einem Plan abhängig gemacht, der einzig von der griechischen Seite kurz angedacht worden war. Da der Währungsfond die unter politischen Bedingungen einzig ernst zu nehmende Bank in der Troika darstellt (man kann Mittel über 180 Zentralbanken aufnehmen, ist aber gegenüber den Geldgebern wie jedes normale Kreditinstitut bindend & justiziabel in der Pflicht, ohne dass die Politik reingrätschen kann), war allen, ausser den Griechen, klar, dass der 30.6. de facto ein Ultimatum darstellte.
Das Ereignis habe ich tatsächlich gar nicht mitbekommen. Die Beteiligung des IWF war tatsächlich eine zweischneidige Sache, weil der die Kredite tatsächlich wieder zurückbekommen will. Ohne den IWF hätte man einfach die griechischen Schulden auf die restlichen EU-Staaten verteilen können. Das wäre dann eben ein gigantisches Geschenk an Griechenland gewesen.

Emulgator Offline



Beiträge: 1.920

30.06.2015 01:10
#7 RE: Analyse zur Griechenlandpleite antworten

Zitat von Frank2000 im Beitrag #2
So weit ich das mitbekommen habe, wollte Merkel das ja auch. Nicht Merkel hat den Stecker gezogen, sondern andere Mitspieler.
Definitiv. Wenn man das überschlägt, sind die gesamten Griechischen Ausstände auch nur so hoch wie das fünffache der maximalen Neuverschuldung der öff. Haushalte Deutschlands. Das war 2009 mit 101 Mrd. € Neuverschuldung, also bereits unter Merkel. Die Gesamtverschuldung von 2.000 Mrd auf 2.500 Mrd. gestiegen. So what? Wir reden hier also über Peanuts, vor allem im Vergleich zu den Kosten der Energiewende, die das Volk ebenfalls ohne zu murren bereit ist zu tragen; das sind ja nochmal 1.000 Mrd.

Man hätte alldem ein schönes Zeremoniell geben müssen: Merkel bereist an einem Tag Griechenland und verkündet die frohe und trostbringende Botschaft dem griechischen Volk. Dieser Tag wird zum Nationalfeiertag erklärt, es gibt eine riesen Sause mit griechischem Wein, die Akropolis wird ihr zu Ehren mit schwarz-rot-goldenen Fähnchen geschmückt und die Presse lobt, wie unaufgeregt und erfolgreich die Kanzlerin Politik mit anderer Leute Geld macht.

Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 6.836

30.06.2015 02:04
#8 RE: Analyse zur Griechenlandpleite antworten

Die Suche nach den Ursachen ist müßig; es ist halt eingetreten, was der Prophet vorhergesagt hat:

Zitat von G. Kreisler
Und durch Staatsbankrott
Wird die Flotte flott
Und verwandelt sich in die Kavallerie!



Was die Frage aufwirft: erhalten die eigentlich ab morgen noch Sold? Oder geht es da wie den Garnisonen in den Spanischen Niederlanden 1588, als nach dem Schiffbruch der Spanischen Armada die Krone sämtliche Zahlungen einstellte & ihre Soldaten anwies, sich aus den umliegenden evangelischen Ländern zu versorgen?




Überhaupt ist dies ein Glanzstück des modernen Augurentums, jedem Expertengremium & Computermodell aber so was von über...

Georg Kreisler, "Der Tag wird kommen" (1974)

Der Tag wird kommen, wo die Kälber auf dem Dach steh'n
Und wo die Leute ganz von selber Halleluja schrei'n –
Sehr viel Sonnenschein
Wird vorhanden sein
Den man vergessen hat das ganze Jahr davor!
Der Doktor Herrgott und der Teufel werd'n im Bach steh'n
Und werden Whisky trinken, bis sie stockbesoffen sind
Und ein Sonntagskind
Wird im Gegenwind
Einen fahren lassen bis nach Equador! (Herr Morales kämpft seit Jahren gegen kapitalistische Miasmen)
Man wird sich kennen, und man kommt nicht aus dem Lachen
Lachen – noch und noch!
Ringsherum sind rosarote Sachen
(rosarot ist heute regenbogenfarben)
Und es lässt sich nichts dagegen machen!

Die Mutter Marx hat einen neuen Paletot (Sie hat ihren Mädchennamen angenommen & heisst jetzt Sahra)
Jeder Kämpfer siegt, und zwar nach Punkten
Keulen und Kanonen sind aus Stroh
(unsere bestehen aus Besenstielen, das ist nah genug dran)
Semmeln gibt es nur mehr die getunkten! (geht auch mit Glühbirnen & Staubsaugern)

Man wird die Donau und die Elbe nicht mehr brauchen
Und wird sie fließen lassen bis nach Nischninowgorod
(Herr Putin sieht darin Anlass zur Notwehr)
Und durch Staatsbankrott
Wird die Flotte flott
Und verwandelt sich in die Kavallerie!
(kann bei Bedarf ins eidgenössische Fort Yuma entsandt werden)
Man wird sich kennen und daher wird man sich küssen
Küssen – noch und noch!
Wer nicht küssen will, der wird es müssen
Oder der Popo wird ihm zerbissen!
(Zubehör für diesen Geschmack bietet jeder Baumarkt)

Wer einen braucht, der soll ihn haben bis zum Mond – ("Esa-Astronaut Gerst: Der Mann soll zum Mond")
Doch die meisten Leute brauchen keinen!
Das Bundesstrafgesetzbuch wird vertont – (Mit Rap die Jugend für den Rechtsstaat begeistern)
Jedermann muss herzlich drüber weinen!


Der Tag wird kommen und er dürfte nicht mehr weit sein
Wenn alles Sagen und Erklären sich zu Ende dreht
(richtig: der war Samstag)
Wenn ein Freßpaket
Hinterm Ausgang steht
Damit man schweigen muss, sobald man ihn betritt! (Carepakete für hungernde Hellenen?)
Jetzt sind schon Schmetterlinge drinnen (oder Juchtenkäfer...)
Und die Kaffernegerinnen
(also Kaffeenäherinnen ist ja sowas von Autobahn...)
Und die Jockeis hoffen, dass man sie bald nimmt –
Jedoch die Kesselflicker trödeln
Und die Rechtsanwälte blödeln
Und die Steuermänner rudern
Und die Schloßkaplane schludern (nicht zuletzt der von Schloss Bellevue)
Und die Scheuerfrauen scheuen
(kann man den Zustand unserer Politik genauer treffen?)
Dabei sollten sie sich freuen
Auf den tanzenden geigenden –
Siehst du ihn steigen – den
Tag?
Er kommt bestimmt!


https://www.youtube.com/watch?v=TGnVOaMqyd0



Les hommes seront toujours fous; et ceux qui croient les guérir sont les plus fous de la bande. - Voltaire

Nola Offline




Beiträge: 1.460

02.07.2015 16:38
#9 RE: Analyse zur Griechenlandpleite antworten

Zitat von Ulrich Elkmann im Beitrag #8
Die Suche nach den Ursachen ist müßig; es ist halt eingetreten, was der Prophet vorhergesagt hat:

Zitat von G. Kreisler
Und durch Staatsbankrott
Wird die Flotte flott
Und verwandelt sich in die Kavallerie!


Was die Frage aufwirft: erhalten die eigentlich ab morgen noch Sold? Oder geht es da wie den Garnisonen in den Spanischen Niederlanden 1588, als nach dem Schiffbruch der Spanischen Armada die Krone sämtliche Zahlungen einstellte & ihre Soldaten anwies, sich aus den umliegenden evangelischen Ländern zu versorgen?




Überhaupt ist dies ein Glanzstück des modernen Augurentums, jedem Expertengremium & Computermodell aber so was von über...

Georg Kreisler, "Der Tag wird kommen" (1974)

Der Tag wird kommen, wo die Kälber auf dem Dach steh'n
Und wo die Leute ganz von selber Halleluja schrei'n –
Sehr viel Sonnenschein
Wird vorhanden sein
Den man vergessen hat das ganze Jahr davor!
Der Doktor Herrgott und der Teufel werd'n im Bach steh'n
Und werden Whisky trinken, bis sie stockbesoffen sind
Und ein Sonntagskind
Wird im Gegenwind
Einen fahren lassen bis nach Equador! (Herr Morales kämpft seit Jahren gegen kapitalistische Miasmen)
Man wird sich kennen, und man kommt nicht aus dem Lachen
Lachen – noch und noch!
Ringsherum sind rosarote Sachen
(rosarot ist heute regenbogenfarben)
Und es lässt sich nichts dagegen machen!

Die Mutter Marx hat einen neuen Paletot (Sie hat ihren Mädchennamen angenommen & heisst jetzt Sahra)
Jeder Kämpfer siegt, und zwar nach Punkten
Keulen und Kanonen sind aus Stroh
(unsere bestehen aus Besenstielen, das ist nah genug dran)
Semmeln gibt es nur mehr die getunkten! (geht auch mit Glühbirnen & Staubsaugern)

Man wird die Donau und die Elbe nicht mehr brauchen
Und wird sie fließen lassen bis nach Nischninowgorod
(Herr Putin sieht darin Anlass zur Notwehr)
Und durch Staatsbankrott
Wird die Flotte flott
Und verwandelt sich in die Kavallerie!
(kann bei Bedarf ins eidgenössische Fort Yuma entsandt werden)
Man wird sich kennen und daher wird man sich küssen
Küssen – noch und noch!
Wer nicht küssen will, der wird es müssen
Oder der Popo wird ihm zerbissen!
(Zubehör für diesen Geschmack bietet jeder Baumarkt)

Wer einen braucht, der soll ihn haben bis zum Mond – ("Esa-Astronaut Gerst: Der Mann soll zum Mond")
Doch die meisten Leute brauchen keinen!
Das Bundesstrafgesetzbuch wird vertont – (Mit Rap die Jugend für den Rechtsstaat begeistern)
Jedermann muss herzlich drüber weinen!


Der Tag wird kommen und er dürfte nicht mehr weit sein
Wenn alles Sagen und Erklären sich zu Ende dreht
(richtig: der war Samstag)
Wenn ein Freßpaket
Hinterm Ausgang steht
Damit man schweigen muss, sobald man ihn betritt! (Carepakete für hungernde Hellenen?)
Jetzt sind schon Schmetterlinge drinnen (oder Juchtenkäfer...)
Und die Kaffernegerinnen
(also Kaffeenäherinnen ist ja sowas von Autobahn...)
Und die Jockeis hoffen, dass man sie bald nimmt –
Jedoch die Kesselflicker trödeln
Und die Rechtsanwälte blödeln
Und die Steuermänner rudern
Und die Schloßkaplane schludern (nicht zuletzt der von Schloss Bellevue)
Und die Scheuerfrauen scheuen
(kann man den Zustand unserer Politik genauer treffen?)
Dabei sollten sie sich freuen
Auf den tanzenden geigenden –
Siehst du ihn steigen – den
Tag?
Er kommt bestimmt!


https://www.youtube.com/watch?v=TGnVOaMqyd0



♥lich Nola

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Status quo, nicht wahr, ist der lateinische Ausdruck für den Schlamassel, in dem wir stecken.
Zettel im August 2008

Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 6.836

02.07.2015 17:41
#10 RE: Analyse zur Griechenlandpleite antworten

Sehr viel Sonnenschein ist z.Zt. vorhanden: heute um 13:00 24,199 GW Solarstromproduktion.
Bei einer installierten Leistung von 39,4 GW.



Les hommes seront toujours fous; et ceux qui croient les guérir sont les plus fous de la bande. - Voltaire

Paul Offline




Beiträge: 1.285

02.07.2015 21:06
#11 RE: Analyse zur Griechenlandpleite antworten

Zitat von Ulrich Elkmann im Beitrag #10
Sehr viel Sonnenschein ist z.Zt. vorhanden: heute um 13:00 24,199 GW Solarstromproduktion.
Bei einer installierten Leistung von 39,4 GW.


Na wunderbar,lieber Ulrich Elkmann.
Gestatten Sie die Frage eines tumben Laien? Trotz idealer Wetterbedingungen nur 61,42% der installierten Leistung? Ist das nun gut oder schlecht?

Heute ging es in TAGESSCHAU und HEUTE den ganzen Tag schwerpunktmäßig um das Thema Klima. Sogar die Griechen waren verdrängt. Das war jedenfalls meine Wahrnehmung.
Aufgefallen ist mir die tendenzielle Berichterstattung. Wenn das Wort "Kohlekraftwerk" fiel, waren im Hintergrund "qualmende" Kühltürme zu sehen. Wer weiß schon, dass da nur Wasserdampf raus kommt? Einmal wurden sie besonders bedrohlich im Gegenlicht aufgenommen. Das sah wirklich aus wie pechschwarze Kohlenabgase, die es, glaube ich, heute schon nicht mehr gibt. Einmal waren in der Gesamtschau auch Schornsteine zu sehen. Aus denen kam - NICHTS! Aber sie wurden eindrucksvoll von "qualmenden" Kühltürmen umgeben.
Noch tendenzieller geht es nicht? Doch, es geht.
Eine Fachfrau vom Deutschen Wirtschaftsforschungsinstitut beklagte, wie sehr diese Entscheidung der Regierung uns im Kampf gegen das Klima zurückwirft. Und, man höre und staune, alles muss der Verbraucher bezahlen. Wie schrecklich. Wenn die Kraftwerke eine Steuer hätten zahlen müssen, hätte das der Stromkunde nicht bezahlen müssen? So die Logik dieser Dame. Wo ist der Klammerbeutel, mit dem diese Dame gepudert wurde?
Es wäre wohl besser, dass Institut würde sich um die Wirtschaft kümmern und alle Klimafragen den Fachleuten überlassen.

Auf die Idee, die alten Kohlekraftwerke stillzulegen und stattdessen die wirklich kein CO2 ausstoßenden Atomkrafrtwerke weiter zu betreiben ist noch niemand gekommen.

Von wem ist noch der Spruch: "Das Einfache, das so schwer zu machen ist"? Gut, das war Brecht und der hat es auch in einen anderen Zusammenhang gestellt. Aber er hatte wohl doch recht?

LG, Paul

___________________________
JE SUIS JUIF

Emulgator Offline



Beiträge: 1.920

02.07.2015 23:12
#12 RE: Analyse zur Griechenlandpleite antworten

Zitat von Ulrich Elkmann im Beitrag #8
Die Suche nach den Ursachen ist müßig; es ist halt eingetreten, was der Prophet vorhergesagt hat:
Für mich sind menschliche Entscheidungen keine Schicksalsereignisse, die irgendjemand prophezeit. Mit Geld und dieser Art von Politik werden wir weiterhin zu tun haben, und sie wird sicher nicht besser, wenn Fatalismus der Ursachenforschung platz macht.

Chalmleshe Offline




Beiträge: 3

26.07.2015 18:36
#13 RE: Analyse zur Griechenlandpleite antworten

Am besten wäre es Gewesen sie rauszulassen aus der EU auf zeit, denen kein geld mehr geben, weil wir es sowieso nicht mehr bekommen. Wir haben uns nnur an der nase herumführen lassen und haben uns verspoten lassen von den griechen, die geben uns sogar nocht die schuld,,naja nicht alle..was ein glück.wir werden in spätesten 1 jahre da selbe erleben...

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