Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden  

ZETTELS KLEINES ZIMMER

Das Forum zu "Zettels Raum"



Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 3 Antworten
und wurde 702 mal aufgerufen
 Aktuell im Web
Johanes Offline



Beiträge: 320

11.12.2015 12:23
Zitat: Lafontaine zur Flüchtlingskrise Antworten

"Jeder weiß, dass Deutschland nicht die 60 Millionen Menschen, die weltweit auf der Flucht sind, aufnehmen kann."
"Ja, Grenzen haben eine Schutzfunktion. Wer Flüchtlinge aufnimmt, muss wissen, wie viele kommen und auch, wer kommt. Wenn das nicht gewährleistet ist, ist eine staatliche Ordnung nicht mehr möglich."

Link: http://www.faz.net/aktuell/politik/fluec...r-13946050.html

Das sind unerwartet realpolitische Aussagen nicht wahr? Das Interview ist jedenfalls lesenswert, weil es auch die Hintergründe darstellt. Lafontaine hat ein offenes Ohr für die Kommunalpolitiker, von denen schon länger (jedenfalls vor der Krise) zu hören ist, dass sie zwischen den steigenden Kosten auf der einen und der Schuldenbremse auf der anderen kaum mehr Entscheidungsraum haben.
Auch sonst ist das Interview sehr interessant.

Hoffen wir nur, dass er für diese Aussagen aus der konservativen Richtung nicht zuviel Beifall bekommt, sonst werden diese noch in die "rechte Ecke" gestellt. Edit:

Meister Petz Offline




Beiträge: 3.865

11.12.2015 13:47
#2 RE: Zitat: Lafontaine zur Flüchtlingskrise Antworten

Zitat von Johanes im Beitrag #1
Hoffen wir nur, dass er für diese Aussagen aus der konservativen Richtung nicht zuviel Beifall bekommt, sonst werden diese noch in die "rechte Ecke" gestellt. Edit:

Wenn Oskar Lafontaine Beifall vom rechten Rand bekommt, dann völlig zu Recht. Lafontaine kommt ursprünglich von der katholischen Soziallehre und hat sich nach 1990, als er die Wiedervereinigung noch ablehnte, immer mehr zum nationalistisch bis völkisch gesinnten Sozialisten entwickelt. Gegen "ungeregelte Zuwanderung" und für Flüchtlingslager in Nordafrika hat er sich schon 2004 ausgesprochen, obwohl das Thema da keineswegs als brisant empfunden wurde.

Nicht zu vergessen auch der Klassiker:

Zitat
Vor rund 1.500 Zuhörern hatte der frühere SPD-Vorsitzende gesagt, weil der Staat verpflichtet sei, seine Bürger zu schützen, müsse er verhindern, „daß Familienväter und Frauen arbeitslos werden, weil Fremdarbeiter zu niedrigen Löhnen ihnen die Arbeitsplätze wegnehmen“.

http://www.faz.net/aktuell/politik/links...nd-1230949.html

Der als Springerchef der "Nazikeule" weitgehend unverdächtige Matthias Döpfner hat seinen Weg ganz gut nachgezeichnet:
http://www.welt.de/debatte/kommentare/ar...htmlSozialisten

Oskar Lafontaine ist kein "Realpolitiker", sondern der Horst Mahler der Linkspartei.

Gruß Petz

Free speech is so last century. (Brendan O'Neill)

Nola Offline




Beiträge: 1.590

11.12.2015 20:59
#3 RE: Zitat: Lafontaine zur Flüchtlingskrise Antworten

Zitat von Johanes im Beitrag #1
"Jeder weiß, dass Deutschland nicht die 60 Millionen Menschen, die weltweit auf der Flucht sind, aufnehmen kann."
"Ja, Grenzen haben eine Schutzfunktion. Wer Flüchtlinge aufnimmt, muss wissen, wie viele kommen und auch, wer kommt. Wenn das nicht gewährleistet ist, ist eine staatliche Ordnung nicht mehr möglich."

Link: http://www.faz.net/aktuell/politik/fluec...r-13946050.html

Das sind unerwartet realpolitische Aussagen nicht wahr? Das Interview ist jedenfalls lesenswert, weil es auch die Hintergründe darstellt. Lafontaine hat ein offenes Ohr für die Kommunalpolitiker, von denen schon länger (jedenfalls vor der Krise) zu hören ist, dass sie zwischen den steigenden Kosten auf der einen und der Schuldenbremse auf der anderen kaum mehr Entscheidungsraum haben.
Auch sonst ist das Interview sehr interessant.

Hoffen wir nur, dass er für diese Aussagen aus der konservativen Richtung nicht zuviel Beifall bekommt, sonst werden diese noch in die "rechte Ecke" gestellt. Edit:


Oh, Oh, das gibt aber Haue zu Hause. Seine Frau ist da ganz anderer Meinung.

♥lich Nola

---------------------------

Status quo, nicht wahr, ist der lateinische Ausdruck für den Schlamassel, in dem wir stecken.
Zettel im August 2008

adder Offline




Beiträge: 1.073

12.12.2015 05:56
#4 RE: Zitat: Lafontaine zur Flüchtlingskrise Antworten

Zitat von Nola im Beitrag #3


Oh, Oh, das gibt aber Haue zu Hause. Seine Frau ist da ganz anderer Meinung.


Nein, ich glaube nicht. Die beiden werden eigentlich einer Meinung sein: es ist alles egal, solange es unsere Macht sichert. Und Lafontaine und Wagenknecht bilden de facto zwei Seiten derselben Medaille: er fängt die nationaler gesinnten Sozialisten ein, sie die internationaler gesinnten. Beide sind aber in der Wolle gefärbte National-Sozialisten - vergessen wir bitte nicht, dass Wagenknecht Gallionsfigur der DDR-Stalinisten-Fraktion innerhalb der Linken war/ist - die eindeutig national und sozialistisch ist.

«« Burundi
 Sprung  



Bitte beachten Sie diese Forumsregeln: Beiträge, die persönliche Angriffe gegen andere Poster, Unhöflichkeiten oder vulgäre Ausdrücke enthalten, sind nicht erlaubt; ebensowenig Beiträge mit rassistischem, fremdenfeindlichem oder obszönem Inhalt und Äußerungen gegen den demokratischen Rechtsstaat sowie Beiträge, die gegen gesetzliche Bestimmungen verstoßen. Hierzu gehört auch das Verbot von Vollzitaten, wie es durch die aktuelle Rechtsprechung festgelegt ist. Erlaubt ist lediglich das Zitieren weniger Sätze oder kurzer Absätze aus einem durch Copyright geschützten Dokument; und dies nur dann, wenn diese Zitate in einen argumentativen Kontext eingebunden sind. Bilder und Texte dürfen nur hochgeladen werden, wenn sie copyrightfrei sind oder das Copyright bei dem Mitglied liegt, das sie hochlädt. Bitte geben Sie das bei dem hochgeladenen Bild oder Text an. Links können zu einzelnen Artikeln, Abbildungen oder Beiträgen gesetzt werden, aber nicht zur Homepage von Foren, Zeitschriften usw. Bei einem Verstoß wird der betreffende Beitrag gelöscht oder redigiert. Bei einem massiven oder bei wiederholtem Verstoß endet die Mitgliedschaft. Eigene Beiträge dürfen nachträglich in Bezug auf Tippfehler oder stilistisch überarbeitet, aber nicht in ihrer Substanz verändert oder gelöscht werden. Nachträgliche Zusätze, die über derartige orthographische oder stilistische Korrekturen hinausgehen, müssen durch "Edit", "Nachtrag" o.ä. gekennzeichnet werden. Ferner gehört das Einverständnis mit der hier dargelegten Datenschutzerklärung zu den Forumsregeln.



Xobor Xobor Forum Software
Einfach ein eigenes Forum erstellen