Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden  

ZETTELS KLEINES ZIMMER

Das Forum zu "Zettels Raum"



Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 58 Antworten
und wurde 5.037 mal aufgerufen
 Kommentare/Diskussionen zu "Zettels Raum"
Seiten 1 | 2 | 3
schattenparker Offline



Beiträge: 131

29.10.2018 20:04
#51 RE: Ein Brief an Angela Merkel antworten

Er hatte wohl keine Lust, anders als Bosbach, gegen Windmühlen zu kämpfen. Dem hat das Kämpfen ja auch nicht viel gebracht, außer enorme persönliche Reputation. Inhaltlich hat er bedauerlicherweise nicht viel bewegen können.

Wenn aber Merz gewinnt, ist Merkel ziemlich schnell weg vom Fenster, weil die Partei über die Fraktion Druck ausüben wird. Ich geben ihr dann keine 100 Tage mehr. Dann gibt es einen Interimskanzler von Merz´ Gnaden oder Merz kommt selbst auf die Brücke, und nach einem Jahr ist Neuwahl, weil er dann die Chance hat, die SPD-Laus im Pelz abzuschütteln, indem er die SPD durch taktische Manöver zwingt, die GroKo aufzukündigen. Dann klappts auch mit der FDP (und evt. AfD), und es gibt wieder Realpolitik in Deutschland, und nicht nur Satire.

Martin Offline



Beiträge: 2.794

29.10.2018 20:13
#52 RE: Ein Brief an Angela Merkel antworten

Auch wenn das Curriculum Vitae noch so interessant ist, mein Bauch und auch ein bisschen Gehirn sagt nein zu Merz als Merkel-Nachfolger. Söder würde mir besser gefallen. Warum nicht?

Gruß, Martin

schattenparker Offline



Beiträge: 131

29.10.2018 20:24
#53 RE: Ein Brief an Angela Merkel antworten

Söder als Kanzler würde mir auch zumindest nicht sauer aufstoßen (Kreuze per Symbolpolitik in Ämter zu hängen ist schon ziemlich dämlich), aber dann muß die CDU (und der neue Vorsitzende) über ein zu hohes Stöckchen springen. Deshalb wird dat nix.

Meister Petz Offline




Beiträge: 3.747

29.10.2018 22:42
#54 RE: Ein Brief an Angela Merkel antworten

Zitat von Martin im Beitrag #52
Söder würde mir besser gefallen. Warum nicht?

Weil er schon in Bayern schwer verkäuflich ist. Wenn ein 59%-Strauß und ein 60%-Stoiber es nicht ins Kanzleramt schaffen, wie soll das einem 37%-Söder gelingen?

Söder als Kandidat bedeutet Habeck als Kanzler.

Gruß Petz

Free speech is so last century. (Brendan O'Neill)

R.A. Offline



Beiträge: 7.731

30.10.2018 12:16
#55 RE: Ein Brief an Angela Merkel antworten

Zitat von schattenparker im Beitrag #48
Als erfolgreicher Unternehmer und Anwalt ...

Merz war nie Unternehmer. Und als Anwalt war er wirtschaftlich erfolgreich, weil er lukrative Mandate bekommen hat. Was aber wohl an seinem Bekanntheitsgrad und seinen politischen Beziehungen lag - nicht unbedingt an seiner Qualität als Jurist (die vielleicht da ist, aber das kann wohl keiner beurteilen).

R.A. Offline



Beiträge: 7.731

30.10.2018 12:19
#56 RE: Ein Brief an Angela Merkel antworten

Zitat von schattenparker im Beitrag #51
Wenn aber Merz gewinnt, ist Merkel ziemlich schnell weg vom Fenster, weil die Partei über die Fraktion Druck ausüben wird.

Da gibt es de facto überhaupt keine Druckmöglichkeiten. Die Partei hat Merkel ins Amt gebracht, kann sie aber kaum wieder dort rausholen.

Zitat
Dann gibt es einen Interimskanzler von Merz´ Gnaden oder Merz kommt selbst auf die Brücke


Das ist nicht zu erwarten. Die vom Grundgesetz vorgeschriebenen Regeln lassen eine solche Machtübernahme nicht zu:
https://zettelsraum.blogspot.com/2018/10...e-lastigen.html

Johanes Offline



Beiträge: 268

30.10.2018 12:32
#57 RE: Ein Brief an Angela Merkel antworten

Zitat von R.A. im Beitrag #55
Und als Anwalt war er wirtschaftlich erfolgreich, weil er lukrative Mandate bekommen hat. Was aber wohl an seinem Bekanntheitsgrad und seinen politischen Beziehungen lag - nicht unbedingt an seiner Qualität als Jurist (die vielleicht da ist, aber das kann wohl keiner beurteilen).


Ich verstehe den Kritikpunkt nicht. Es ist in Deutschland mehr oder weniger normal, dass die Politiker außerhalb der Politik keinerlei Lebenserfahrung sammeln.

Zitat von R.A. im Beitrag #56
Da gibt es de facto überhaupt keine Druckmöglichkeiten. Die Partei hat Merkel ins Amt gebracht, kann sie aber kaum wieder dort rausholen.


Doch, es gibt Durchsetzungsmöglichkeiten.
Die Abgeordneten wollen wiedergewählt werden, dadurch werden sie diszipliniert. Kann der Vorsitzende da nicht einwirken?
Schlechter Platz auf der nächsten Bundestagsliste und schon ist die politische Karriere erledigt und das ohne Aufsichtsratsposten oder so.

Leider scheint Merkel aber keine großen Gesetzesinitiativen zu ergreifen.

Frankenstein Offline




Beiträge: 626

19.11.2018 23:02
#58 RE: Ein Brief an Angela Merkel antworten

Zitat von R.A. im Beitrag #32
Zitat von Werwohlf im Beitrag #31
... aber warum sollte die FDP sie nicht akzeptieren?

Zur Erinnerung: AKK hat damals die Jamaika-Koalition im Saarland aufgekündigt. Das kann man natürlich machen, wenn es inhaltlich berechtigt ist - aber die FDP hat sich damals an den Koalitionsvertrag gehalten und AKK hat ihn gebrochen.
Das ist schon mal keine Grundlage für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. Schon Merkel ist sehr unzuverlässig wenn es um die Umsetzung von Koalitionsverträgen geht (hat ja seinen Grund, daß außer den Grünen keiner mehr mit ihr zusammenarbeiten möchte). Aber so krass wie AKK hat sie es doch nicht getrieben, zumindestens formal hat sie ihre Zusagen eingehalten.

Dazu kommt natürlich die niederträchtige Art, wie das damals gelaufen ist. Normalerweise wird man in so einem Fall erst einmal den Koalitionspartner selber informieren, dann die Öffentlichkeit. Dann kann der Partner zeitnah auch seine Version an die Presse geben und man ist ehrlich auseinandergegangen und kann auch mal wieder zusammenfinden.
AKK hat dagegen abgewartet, bis ihr Partner bei der FDP abwesend war (und zwar im Krankenhaus wg. Geburt seines ersten Kinds). Diese absehbare Abwesenheit hat sie ausgenutzt um per Pressekonferenz die Koalition aufzukündigen. Bis die FDP reagieren konnte war das CDU-Narrativ schon durch alle Schlagzeilen.
Das war menschlich allerunterste Schublade, auch nach dem Maßstäben des politischen Profi-Betriebs. Wenn die Frau mir irgendwo über den Weg laufen würde, ich würde ihr nicht mal mehr die Hand geben, geschweige denn mit ihr Vereinbarungen treffen.


Christian Lindner heute in seinem Gastkommentar auf WELT online:

Wenn Annegret Kramp-Karrenbauer oder Friedrich Merz oder Jens Spahn uns zu Gesprächen einladen, würden wir die Einladung nicht ablehnen.

Zugegeben: Lindner formuliert da natürlich diplomatisch und Gespräche miteinander sind ja normal und erstmal unverbindlich. Musste dennoch trotzdem als erstes an Ihren Kommentar denken.

R.A. Offline



Beiträge: 7.731

Gestern 09:17
#59 RE: Ein Brief an Angela Merkel antworten

Zitat von Frankenstein im Beitrag #58
Lindner formuliert da natürlich diplomatisch und Gespräche miteinander sind ja normal und erstmal unverbindlich.

Richtig.
Vor allem ist das auch ein schwieriges Thema und Lindner wird versuchen, das nicht unnötig auf die Tagesordnung zu bringen - es ist ja zu hoffen, daß AKK es nicht schafft.
Das Problem ist, daß ihr widerliches Verhalten damals den allgemeinen Beifall der Presse bekommen hat und es deswegen sehr schwer ist, öffentlich über die ollen Kamellen von damals Klage zu führen oder gar Gespräche zu verweigern. Parteiintern ist die Stimmung klar, aber man wird versuchen das Dilemma möglichst lange unter der Decke zu halten.

Der spannende Moment kommt, wenn tatsächlich AKK CDU-Vorsitzende und Kanzlerkandidatin würde, und es tatsächlich eine Union-FDP-Mehrheit im Bundestag gäbe. Dann würde die FDP vielleicht sagen: Koalition gerne, aber nicht mit dieser Personalie (was als Konsequenz hätte, erhebliche inhaltliche Zugeständnisse machen zu müssen). Oder man schluckt tatsächlich die Kröte, aber dann muß die Union erheblich Sicherheiten drauflegen.

Seiten 1 | 2 | 3
 Sprung  



Bitte beachten Sie diese Forumsregeln: Beiträge, die persönliche Angriffe gegen andere Poster, Unhöflichkeiten oder vulgäre Ausdrücke enthalten, sind nicht erlaubt; ebensowenig Beiträge mit rassistischem, fremdenfeindlichem oder obszönem Inhalt und Äußerungen gegen den demokratischen Rechtsstaat sowie Beiträge, die gegen gesetzliche Bestimmungen verstoßen. Hierzu gehört auch das Verbot von Vollzitaten, wie es durch die aktuelle Rechtsprechung festgelegt ist. Erlaubt ist lediglich das Zitieren weniger Sätze oder kurzer Absätze aus einem durch Copyright geschützten Dokument; und dies nur dann, wenn diese Zitate in einen argumentativen Kontext eingebunden sind. Bilder und Texte dürfen nur hochgeladen werden, wenn sie copyrightfrei sind oder das Copyright bei dem Mitglied liegt, das sie hochlädt. Bitte geben Sie das bei dem hochgeladenen Bild oder Text an. Links können zu einzelnen Artikeln, Abbildungen oder Beiträgen gesetzt werden, aber nicht zur Homepage von Foren, Zeitschriften usw. Bei einem Verstoß wird der betreffende Beitrag gelöscht oder redigiert. Bei einem massiven oder bei wiederholtem Verstoß endet die Mitgliedschaft. Eigene Beiträge dürfen nachträglich in Bezug auf Tippfehler oder stilistisch überarbeitet, aber nicht in ihrer Substanz verändert oder gelöscht werden. Nachträgliche Zusätze, die über derartige orthographische oder stilistische Korrekturen hinausgehen, müssen durch "Edit", "Nachtrag" o.ä. gekennzeichnet werden. Ferner gehört das Einverständnis mit der hier dargelegten Datenschutzerklärung zu den Forumsregeln.



Xobor Xobor Forum Software
Einfach ein eigenes Forum erstellen