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ZETTELS KLEINES ZIMMER

Das Forum zu "Zettels Raum"



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Dieses Thema hat 28 Antworten
und wurde 2.197 mal aufgerufen
 Kommentare/Diskussionen zu "Zettels Raum"
Seiten 1 | 2
Llarian Offline



Beiträge: 4.879

08.04.2019 23:04
Fridays for doom Antworten

Llarians Nachtgedanken.

Frank2000 Offline




Beiträge: 2.220

09.04.2019 02:03
#2 RE: Fridays for doom Antworten

Ich suche nicht extra meinen Beitrag raus (war irgendwo bei Höcke), aber ich habe schon mal erklärt, dass die letzte 40 Jahre Politik nur so erklärbar sind. Die Linke ist absolut maßlos in ihren Forderungen und ist hundert Prozent bereit, Deutschland zu opfern. Und die bürgerlichen Kräfte versuchen darauf rational und höflich zu antworten.

Das Ergebnis sehen wir.

___________________
Jeder, der Merkel stützt, schützt oder wählt, macht sich mitschuldig.

R.A. Offline



Beiträge: 8.169

09.04.2019 09:23
#3 RE: Fridays for doom Antworten

Das ist schon absurdes Theater - da demonstrieren die seit Wochen und schieben erst jetzt hinterher, wofür eigentlich.

Wie Llarian mache ich da den Hauptvorwurf nicht den demonstrierenden Jugendlichen selber, sondern vor allem den Medien, die unkritisch diesen Rummel unterstützen und damit den FFF-Hintermännern zum Erfolg verhelfen.

Witzigerweise erscheint zeitgleich heute eine "Studie", nach der bis 2050 80% der Energieproduktion "alternativ" möglich sein sollen. Ist zwar unglaubwürdige Produktion einer Lobby für "Alternativ"-Energie - aber wenn selbst die keine 100% und schon gar nicht 2035 für möglich halten, sollte das den FFF-Fanatikern doch ein wenig zu Denken geben.

F.Alfonzo Offline



Beiträge: 689

09.04.2019 10:32
#4 RE: Fridays for doom Antworten

Ich frage mich wofür es eigentlich Rückversicherungsunternehmen gibt, wenn scheinbar selbst im UBA Leute sitzen, die abdiskontiert auf den Euro/Tonne CO2 genau berechnen können, welche Schäden der menschengemachte Klimawandel bis in alle Ewigkeit verursachen wird (und unter welchen Voraussetzungen). Ich habe jetzt mal darauf verzichtet die Methodik dieser Berechnung genauer unter die Lupe zu nehmen, sonst muss ich mich wohl wieder fürchterlich aufregen...

R.A. Offline



Beiträge: 8.169

09.04.2019 12:33
#5 RE: Fridays for doom Antworten

Zitat von F.Alfonzo im Beitrag #4
Ich frage mich wofür es eigentlich Rückversicherungsunternehmen gibt, ...

Um die Klimahysterie zu finanzieren.
Die Münchner Rück als einer der größten Rückversicherer der Welt war von Anfang an Hauptförderer von "Studien" aller Art um zu belegen, daß uns enorme Schäden durch Überschwemmungen/Trockenheit/Unwetter etc. drohen. Hat dem Geschäft bestimmt nicht geschadet, wenn die Leute Panik kriegen ...

DietrichH Offline



Beiträge: 17

09.04.2019 13:36
#6 RE: Fridays for doom Antworten

Zitat von Frank2000 im Beitrag #2
Ich suche nicht extra meinen Beitrag raus (war irgendwo bei Höcke), aber ich habe schon mal erklärt, dass die letzte 40 Jahre Politik nur so erklärbar sind. Die Linke ist absolut maßlos in ihren Forderungen und ist hundert Prozent bereit, Deutschland zu opfern. Und die bürgerlichen Kräfte versuchen darauf rational und höflich zu antworten.

Meinten Sie den folgenden Abschnitt aus der Diskussion zu dem unsäglichen Männlien/Weiblein-Reißverschlusssystem bei den Wahllisten:

Zitat
Die Linke in Deutschland ist unheimlich aggressiv. Jede erfüllte Forderung ist für die nur eine Aufforderung, am nächsten Tag noch viel absurdere Forderungen zu stellen.
Die aggressive Linke trifft auf eine bescheidene, fast demütige bürgerliche Mitte, die es als unschicklich empfindet, mit ähnlichen krassen Forderungen anzutreten. Im Ergebnis treibt die Linke seit Jahrzehnten die bürgerliche Mitte vor sich her und fühlt sich inzwischen stark genug, sogar offen Verfassungsbruch - Verzeihung, revolutionäre Weiterentwicklungen der Verfassung - in Gesetze zu gießen.

Aber anstatt diesen Leuten einen Vogel zu zeigen und den Verfassungsschutz auf die anzusetzen, wird wieder ganz höflich, ganz demütig diskutiert. Und selbst, wenn dieses Gesetz DIESMAL noch verhindert wird - in ein paar Jahren hat die Linke über natürliche Fluktuation und Vetternwirtschaft auch die Verfassungsgerichte in der Hand.



Ich weiß allerdings nicht mehr genau, ob es von Ihnen war. Hatte es mir aber "gespeichert", weil ich es so passend fand.

F.Alfonzo Offline



Beiträge: 689

09.04.2019 14:39
#7 RE: Fridays for doom Antworten

Zitat von R.A. im Beitrag #5
Zitat von F.Alfonzo im Beitrag #4
Ich frage mich wofür es eigentlich Rückversicherungsunternehmen gibt, ...

Um die Klimahysterie zu finanzieren.
Die Münchner Rück als einer der größten Rückversicherer der Welt war von Anfang an Hauptförderer von "Studien" aller Art um zu belegen, daß uns enorme Schäden durch Überschwemmungen/Trockenheit/Unwetter etc. drohen. Hat dem Geschäft bestimmt nicht geschadet, wenn die Leute Panik kriegen ...



Ich verbuche das mal unter Imagekampagne. Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass die Klimapanik das Versicherungsgeschäft signifikant belebt. Vor allem nicht das von Rückversicherern.

Es kann aber nicht schaden, sich als besorgter Feuerwehrmann zu präsentieren wenn man in einer Branche tätig ist, die gerne mit Profitnahme aus Katastrophen in Verbindung gebracht wird. Und diese "Studien" zu erstellen und der geneigten Presse zu überreichen ist wesentlich günstigere Werbung als bei denen Anzeigen zu schalten.

hubersn Offline



Beiträge: 1.000

09.04.2019 16:13
#8 RE: Fridays for doom Antworten

Zitat von R.A. im Beitrag #3

Witzigerweise erscheint zeitgleich heute eine "Studie", nach der bis 2050 80% der Energieproduktion "alternativ" möglich sein sollen. Ist zwar unglaubwürdige Produktion einer Lobby für "Alternativ"-Energie - aber wenn selbst die keine 100% und schon gar nicht 2035 für möglich halten, sollte das den FFF-Fanatikern doch ein wenig zu Denken geben.


Ich habe es heute nur im Radio gehört, aber ich denke, da verwechseln Sie was, lieber R.A. - denn die Studie redet von "Stromproduktion", nicht "Energieproduktion". Was natürlich deutlich einfacher ist. Aber immer noch immens teuer. China alleine wird das 80%-Ziel verhindern.

Gruß
hubersn

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Florian Offline



Beiträge: 2.745

09.04.2019 18:15
#9 RE: Fridays for doom Antworten

Zitat von F.Alfonzo im Beitrag #7
Zitat von R.A. im Beitrag #5
Zitat von F.Alfonzo im Beitrag #4
Ich frage mich wofür es eigentlich Rückversicherungsunternehmen gibt, ...

Um die Klimahysterie zu finanzieren.
Die Münchner Rück als einer der größten Rückversicherer der Welt war von Anfang an Hauptförderer von "Studien" aller Art um zu belegen, daß uns enorme Schäden durch Überschwemmungen/Trockenheit/Unwetter etc. drohen. Hat dem Geschäft bestimmt nicht geschadet, wenn die Leute Panik kriegen ...



Ich verbuche das mal unter Imagekampagne. Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass die Klimapanik das Versicherungsgeschäft signifikant belebt. Vor allem nicht das von Rückversicherern.


Oh doch, das ist nicht nur Imagekampagne sondern kaufmännische Logik.

Rückversicherer versichern die großen Risiken. Etwa das Risiko "Hurricane trifft die amerikanische Ostküste". Oder "Dürre vernichtet die Ernte in Argentinien".
Die Prämien werden dabei berechnet nach der Höhe der Eintrittswahrscheinlichkeit der Risiken und der zu erwartenden Schadenshöhe.
Aus Sicht des Rückversicherers ist es deshalb vorteilhaft, wenn beide Faktoren höher eingestuft werden, als dies objektiv der Fall ist.
Dann bekommt er hohe Prämien und muss vergleichsweise wenig auszahlen.

Wenn man es schafft, dass am Markt allgemeiner Konsens besteht, dass durch Klimawandel hohe Schadens-Risiken entstehen, dann ist das für den Rückversicherer bares Geld wert.
(Speziell dann, wenn die Risiken objektiv niedriger sind als vom Markt vermutet).

Der Erstversicherer erkennt vielleicht sogar, dass da z.T. Panikmache ohne Substanz besteht. Dennoch kann er sich dem Marktdruck nicht voll entziehen.
Wenn die Marktmeinung ist, dass der Erstversicherer hohe Risiken in seinen Büchern hat, dann muss er diese an Rückversicherer weitergeben um seine Bonität nicht zu gefährden. Und kann nicht einfach sagen "ich bin schlauer als alle anderen und halte die Risiken für überbewertet".

Nobster Offline




Beiträge: 121

09.04.2019 20:08
#10 RE: Fridays for doom Antworten

Zitat
Falls Sie sich am Rande darüber wundern welche fossilen Energieträger subventioniert sind, weil Ihnen da so recht keiner einfällt, dann liegt das daran, dass Sie den falschen Subventionsbegriff verwenden. Linke Großdenker wie der Finanzexperte Hans Eichel (seines Zeichens Deutschlehrer) haben schon früher erklärt, dass nicht erhobene Steuern eine Subvention darstellen (es gibt inzwischen auch den halboffiziellen und deshalb nicht weniger absurden Begriff der Steuersubvention)


Der Subventionsbericht der Bundesregierung 2015 bis 2018 führt die "Zuschüsse für den Absatz deutscher Steinkohle zur Verstromung und an die Stahlindustrie sowie zum Ausgleich von Belastungen infolge von Kapazitätsanpassungen" als zweitgrößte Finanzhilfe des Bundes auf, wohlgemerkt Finanzhilfe, nicht Steuervergünstigung.
Den Begriff der Steuersubvention gibt es übrigens schon länger als Hans Eichel alt ist und er ist zumindest so offiziell, dass er ebenfalls im Subventionsbericht und auch in linken Publikationen wie dem Handbuch des Staatsrecht von Isensee und Kirchhoff auftaucht.

F.Alfonzo Offline



Beiträge: 689

09.04.2019 20:10
#11 RE: Fridays for doom Antworten

@Florian:

Soweit die Dynamik.

Ich sehe nur nicht woher der initiale Marktdruck kommen sollte. Im Prinzip würde das doch nur dann funktionieren, wenn die Versicherungsnehmer bereit wären für den selben Versicherungsschutz höhere Prämien zu zahlen, von denen die Rückversicherer dann am Ende einen Teil einkassieren. Die Sorge um das Klima endet aber regelmäßig dort, wo der Geldbeutel anfängt.

Und selbst wenn die Panikmache verfangen würde sehe ich immer noch nicht dass die Erstversicherer tatsächlich die Prämien erhöhen könnten, denn die stehen schließlich auch im Wettbewerb. Ich sehe schon die Werbespots vor mir: "Bei uns ist der Weltuntergang gratis mitversichert."

Bliebe noch die Möglichkeit, dass die Rückversicherer versuchen, zu Lasten der Erstversicherer ein größeres Stück vom Markt zu bekommen. Das würde aber doch auch nur dann funktionieren, wenn die Klimakatastrophe sich zeitnah in den Büchern niederschlagen machen würde, denn wer auch immer sich für die Risiken in den Büchern der Versicherungen interessiert prüft das ständig, und nicht alle 50 Jahre. Und wird dann relativ schnell die Frage stellen, warum diese Portfolios eigentlich riskanter geworden sein sollen wenn sich an den Schäden in den letzten 5-10 Jahren nichts geändert hat was sich nicht problemlos hätte modellieren lassen. Dann ist der Spuk auch schnell vorbei.

Der Markt ist erfahrungsgemäß schon relativ robust ggü. politisch verordneter Spinnereien.

Llarian Offline



Beiträge: 4.879

09.04.2019 21:54
#12 RE: Fridays for doom Antworten

Zitat von F.Alfonzo im Beitrag #4
Ich frage mich wofür es eigentlich Rückversicherungsunternehmen gibt, wenn scheinbar selbst im UBA Leute sitzen, die abdiskontiert auf den Euro/Tonne CO2 genau berechnen können, welche Schäden der menschengemachte Klimawandel bis in alle Ewigkeit verursachen wird (und unter welchen Voraussetzungen). Ich habe jetzt mal darauf verzichtet die Methodik dieser Berechnung genauer unter die Lupe zu nehmen, sonst muss ich mich wohl wieder fürchterlich aufregen...

Ja, das fand ich auch faszinierend. Übrigens mit der Folge geradezu lächerlich genialer Investmöglichkeiten.

Ein Hektar Wald kostet in Deutschland, je nach Lage und Forstzustand so zwischen 8.000 und 30.000 Euro (direkte Randlagen von Großstädten mal aussen vor). 10.000 Euro sind durchaus im Osten realisierbar. Ackerfläche ist noch deutlich günstiger. So ein Hektar Wald nimmt pro Jahr so um die 10-13 Tonnen CO2 auf. Bei dem oben genannten Preis sind das Gewinne zwischen 1.800 und 2.320 Euro. Für ein Investment von 10.000 Euro. Das sind Eigenkapitalrenditen von denen sogar die deutsche Bank träumt. Und spinnen wir das weiter: Acker- oder Brachland kostet noch einmal deutlich weniger. Und so ein Wald muss zwar angepflanzt werden, wächst danach aber ziemlich von alleine. Gepflegt werden muss er eigentlich nur dann, wenn man Holzwirtschaft betreiben will.
Solche Rechnung sind übrigens auch der Grund warum der CO2-Flugreise Ablaßhandel der Grüngefärbten so gut funktioniert. Man kauft irgendwo einen billigen Wald (vorzugsweise in einem Entwicklungsland), rechnet dessen Zunahme an Biomasse, wenn man ihn nicht schlägt, und verkauft die scheinbare Entnahme an die Grünbewegten. Das ist sogar ein doppelt geniales Geschäftsmodell, denn der Wald legt an Biomasse zu, was seinen Wert erhöht. Und sollte man ihn irgendwann verkaufen macht man noch einmal satte Gewinne.

Llarian Offline



Beiträge: 4.879

09.04.2019 22:01
#13 RE: Fridays for doom Antworten

Zitat von Nobster im Beitrag #10
Der Subventionsbericht der Bundesregierung 2015 bis 2018 führt die "Zuschüsse für den Absatz deutscher Steinkohle zur Verstromung und an die Stahlindustrie sowie zum Ausgleich von Belastungen infolge von Kapazitätsanpassungen" als zweitgrößte Finanzhilfe des Bundes auf, wohlgemerkt Finanzhilfe, nicht Steuervergünstigung.
Den Begriff der Steuersubvention gibt es übrigens schon länger als Hans Eichel alt ist und er ist zumindest so offiziell, dass er ebenfalls im Subventionsbericht und auch in linken Publikationen wie dem Handbuch des Staatsrecht von Isensee und Kirchhoff auftaucht.

Ich hatte den Begriff halt das erste mal bei Eichel wahrgenommen, der ihn mit Inbrunst verteidigte. Das Absurde an dem Begriff finde ich aber nicht einmal seine Existenz sondern seine Zielrichtung. Das Konzept gibt es ja durchaus auch in anderen Ländern. So weist die Wikipedia ja direkt auf das englische Pendant hin, wo es "tax deduction" heisst. Ein sehr guter Begriff eigentlich, denn es handelt sich um Steuerreduktion. Was es ziemlich gut erfasst. Aber es ist eben genau nicht der Begriff Subvention, der im englischen "subsidies" entspricht. Man spricht eben nicht von "tax subsidies" (was die wörtliche Übersetzung wäre) sondern eben von "tax deduction".

Zu meinen es wäre eine Subvention, wenn man etwas nicht besteuert ist absolut absurd. Es entspricht der sozialdemokratischen Denke ala Müntefering, dass wir noch dankbar sein sollten, dass der Staat uns die Hälfte unseres Einkommens lässt (was er genau genommen bei Angestellten nicht einmal tut). Wir sollen uns dankbar und unterstützt fühlen, für alles was der Staat uns lässt. Diese skandalöse Sichtweise kann man meines Erachtens nicht oft genug deutlich herausstellen.

Emulgator Offline



Beiträge: 2.144

10.04.2019 10:24
#14 RE: Fridays for doom Antworten

Zitat von R.A. im Beitrag #3
Wie Llarian mache ich da den Hauptvorwurf nicht den demonstrierenden Jugendlichen selber, sondern vor allem den Medien, die unkritisch diesen Rummel unterstützen und damit den FFF-Hintermännern zum Erfolg verhelfen.

Als ich zufällig an einer der ersten dieser Freitagsdemos vorbeigekommen bin, habe ich dort einen mir bekannten Erwachsenen wiedererkannt, von dem ich weiß, daß er bei den Grünen aktiv ist. Sah erst aus, als würde er dort eine Schulexkursion betreuen. Ich habe ihn dann angesprochen und er hat mir bestätigt, daß das die örtliche Grüne Jugend sei.
So einfach hätte jeder Journalist auch fragen können.

HR2 Offline



Beiträge: 138

10.04.2019 11:21
#15 RE: Fridays for doom Antworten

Diese Sorte grün-linker Jugendlicher gab es genauso schon in den 80ern. Es gibt überhaupt keinen Grund,
diese wegen angeblicher Instrumentalisierung durch grüne NGOs von ihrer ideologischen Realitätsverweigerung
freizusprechen. Sie sind schlicht der Nachwuchs der Grünen. Die anderen Jugendlichen, auf deren Rücken diese
Demonstrationen ausgetragen werden, sieht man leider nur nicht. So wie man bei den Erwachsenen das Bürgertum
eben auch nicht auf der Strasse sieht.

Klumpfuß Offline



Beiträge: 21

10.04.2019 19:29
#16 RE: Fridays for doom Antworten

Der Zertifikate-Handel in der EU und eine CO2-Steuer (noch dazu im Alleingang) gleichzeitig ergibt natürlich keinen Sinn. Aber ansonsten wäre eine – möglichst weltweit einheitliche – CO2-Steuer schon ein effizienter Weg zur CO2-Einsparung. Oft wird eine aufkommensneutrale CO2-Steuer gefordert, also dass im Gegenzug andere Steuern gesenkt werden. (Nehmen wir das zugunsten von Fridays-For-Future an, auch wenn sie sich in dem Punkt nicht festlegen.)

Wenn man nicht nur den Klimamodellen vertraut, sondern auch das 1,5°C-Ziel erreichen will, dann sind die Forderungen von Fridays-For-Future sogar ganz rational. (Jedenfalls dann wenn alle anderen Länder mitziehen würden. Aber die USA und Brasilien haben schon ihren Ausstieg aus Paris angekündigt.) Der frisch gebackene Nobelpreisträger William Nordhaus sieht in seinem DICE-Modell von 2016 die wirtschaftlich optimale Strategie jedoch darin, die Erwärmung nur von 4°C auf 3,5° zu begrenzen. Dazu fordert er bloß eine CO2-Steuer von 44 US-$ pro Tonne.

Über die klimaalarmistische Wikipedia bin ich auf eine neuere ökonomische Studie gestoßen, die (brav?) das 1,5°C-Ziel stützt. Die sagt allerdings für das Jahr 2100 trotz aller Schäden steigenden Wohlstand voraus, auch wenn die Menschheit gar nichts gegen den Klimawandel unternimmt: Ohne Klimawandel soll das Wirtschaftswachstum mindestens 1,5% betragen (Extended Data Fig. 1a (SSP1, no climate change), S. 558). Das wäre in 80 Jahren gut eine Verdreifachung (1,015^80≈3,29). Davon gehen, wenn wir gar nichts gegen den Klimawandel unternehmen, bis zu 40% verloren (Extended Data Fig. 6, S. 563, die Zusammenfassung spricht von „more than 30%“). Das wäre aber immer noch knapp eine Verdoppelung. (Ich bin mir nicht sicher, ob nicht schon überall das Bruttosozialprodukt pro Kopf angesetzt wird. Wenn nicht, würde die Weltbevölkerung nach Hans Rosling von 7 auf 10 Milliarden Menschen ansteigen. Damit hätten wir immer noch ein Wachstum von 38%).

Es kann also gar nicht davon die Rede sein, dass den kommenden Generationen „Die Zukunft geklaut wird“. Außerdem lässt sich das Weltbruttosozialprodukt vermutlich einfach dadurch verdoppeln, dass man die Menschen dort arbeiten lässt, wo ihre Arbeit produktiver ist. (Die Berechnungen stützen sich nicht auf „Klimaflucht“, sondern auf weniger Korruption, bessere Unternehmensführung etc.) Die Streikenden können also nur den Hals nicht voll genug kriegen.

Llarian Offline



Beiträge: 4.879

11.04.2019 01:07
#17 RE: Fridays for doom Antworten

Zitat von Klumpfuß im Beitrag #16
Der Zertifikate-Handel in der EU und eine CO2-Steuer (noch dazu im Alleingang) gleichzeitig ergibt natürlich keinen Sinn. Aber ansonsten wäre eine – möglichst weltweit einheitliche – CO2-Steuer schon ein effizienter Weg zur CO2-Einsparung. Oft wird eine aufkommensneutrale CO2-Steuer gefordert, also dass im Gegenzug andere Steuern gesenkt werden. (Nehmen wir das zugunsten von Fridays-For-Future an, auch wenn sie sich in dem Punkt nicht festlegen.)

China liesse sich auf so einen Hirnriss niemals ein, und selbst wenn sie die sonstigen Steuern der Grundstoffindustrie in Deutschland auf null reduzieren, ist diese bei 180 Euro pro Tonne CO2, nicht überlebensfähig, lieber Klumpfuß. Nicht einmal bei der Hälfte. Steuern werden ja nun in aller Regel im Wesentlichen auf Gewinne erhoben, aber hier geht es um eine massive Verteuerung des Prozesses. Ganz simpel aus meinem Feld: Deutscher Stahl wäre mit einem Schlag mehr als 20% über dem Weltmarktpreis. Und damit nicht mehr verkaufsfähig. Damit geht die komplette deutsche Stahlindustrie, mit allen Zulieferern und allem was dazu gehört in weniger als einem halben Jahr über die Wupper. Das alleine sind mehr als eine Million Arbeitslose. Und das nur beim Stahl.
Aber spinnen wir es wirklich weiter: Nehmen wir einfach an in Europa wäre das durchsetzbar (was es nicht ist) und ausländischer Stahl würde entsprechend besteuert. Dann steigen die Preise für alle Produkte die mit Stahl zusammenhängen (so Dinge wie Autos aber vor allem auch Häuser) mal wieder ein paar satte Prozent an. Mit der Folge das sich viele das nicht mehr leisten können. Wir hätten auf einen Schlag eine Inflation im satten zweistelligen Bereich.

Zitat
Wenn man nicht nur den Klimamodellen vertraut, sondern auch das 1,5°C-Ziel erreichen will, dann sind die Forderungen von Fridays-For-Future sogar ganz rational.


Nein. Auch und gerade dann nicht. Nehmen wir auch hier mal an der Unsinn würde stimmen. Dann wäre es verheerend wenn in Deutschland die Kraftwerke geschlossen und die Produktion reduziert wird. Schlicht deswegen weil Deutschland in diesem Bereich immer noch zur Avantgarde gehört. Forschen und verbessern kann man nur da, wo die wirtschaftliche Rahmensituation das zulässt. In China gibt es das Interesse gar nicht, vielfach auch nicht die Möglichkeiten. Wollte man wirklich den weltweiten Ausstoß an CO2 reduzieren, dann müsste man hierzulande massiv(!) in Forschung und Entwicklung von Energierzeugung und Einsparung investieren. Und zwar in die Entwicklung, nicht in die Umsetzung. Man müsste neue Reaktorkonzepte entwerfen, neue Solarzellenkonzepte, alternative Windräder, Gezeitenkraftwerke, Aufwindkraftwerke, Geothermie und Kernfusion. Der Kampf um CO2, so er denn real ist, kann(!) nicht in Deutschland gewonnen werden, sondern er wird da gekämpft, wo Armut herrscht. Die Welt hat nahezu nichts davon das im vergleichsweise doch recht dunklen Deutschland 100.000 Dächer mit Solarschwachsinn bedeckt werden oder Elektroautos durch steuerliche Förderung vertrieben werden.
Und das ist auch die absolute Essenz der Destruktivität grünen Denkens: Wer halbwegs die Größen Armut und CO2 in einen Kontext setzt, der kommt um den massiven Zubau von Kernkraftwerken nicht herum. Es ist die einzige Technologie, die zuverlässiges Wachstum und damit den Abbau von Armut erlaubt und gleichzeitig eben kein CO2 emittiert. Das genau das aber in der grünen Denke absolut verteufelt wird, zeigt deutlich(!) auf, dass es real um etwas ganz anderes geht. Der Klimawandel ist ein reines Vehikelthema.

Zitat
Die Streikenden können also nur den Hals nicht voll genug kriegen.


Ich glaube die Erklärung ist simpler: Die Streikenden haben schlicht keine Ahnung.

Xanopos Offline



Beiträge: 217

11.04.2019 09:03
#18 RE: Fridays for doom Antworten

Zitat von Llarian im Beitrag #17
China liesse sich auf so einen Hirnriss niemals ein,

Nicht nur China. Ich glaube nicht, dass sich die osteuropäischen EU-Staaten auf irgendwelche Experimente einlassen, die ihren neu gewonnen Wohlstand wieder schmälern.

Zitat
Das alleine sind mehr als eine Million Arbeitslose.

Interessiert das die Streikenden? Ich hab das Gefühl, man ist desto grüner, je weiter man von produktiven Jobs entfernt ist.

Zitat
Wer halbwegs die Größen Armut und CO2 in einen Kontext setzt, der kommt um den massiven Zubau von Kernkraftwerken nicht herum. Es ist die einzige Technologie, die zuverlässiges Wachstum und damit den Abbau von Armut erlaubt und gleichzeitig eben kein CO2 emittiert.

Und Deutschland hat sich mit dem Ausstieg damit selbst ein Bein gestellt.

Zitat
Ich glaube die Erklärung ist simpler: Die Streikenden haben schlicht keine Ahnung.


Mich würde eine Umfrage unter den Streikenden interessieren, wer jetzt tatsächlich seinen Lebensstil ändert. Keine Flugreisen mehr, kein eigenes Autos, etc.

Martin Offline



Beiträge: 3.294

11.04.2019 09:50
#19 RE: Fridays for doom Antworten

Zitat von Xanopos im Beitrag #18
Mich würde eine Umfrage unter den Streikenden interessieren, wer jetzt tatsächlich seinen Lebensstil ändert. Keine Flugreisen mehr, kein eigenes Autos, etc.


Vielleicht sollte man in eine ganz andere Richtung schauen: http://www.danisch.de/blog/2019/04/10/we...ationen-steckt/

Danisch hat dazu noch einige weitere Informationen bekommen. Da die Aktion fridaysforfutures zu gut für eine Schulschwänzaktion organisiert war hat Danisch mit Hilfe seiner Leser recherchiert und ist als erste Adresse in Kiel gelandet, bei der Antifa Tür an Tür oder gleich mittendrin. Interessant dann, welche Individuen und internationale Organisation dahinterzustehen scheinen. Interessant auch, dass die Idee der Schulstreiks aus dem Jahr 2015 stammt.

Gruß
Martin

hubersn Offline



Beiträge: 1.000

11.04.2019 15:01
#20 RE: Fridays for doom Antworten

Zitat von Xanopos im Beitrag #18

Mich würde eine Umfrage unter den Streikenden interessieren, wer jetzt tatsächlich seinen Lebensstil ändert. Keine Flugreisen mehr, kein eigenes Autos, etc.


Neulich war in unserer Tageszeitung - im Kinderbereich - ein Artikel bzw. ein Interview von/mit einer der führenden regionalen Figuren des Schulstreiks. Sie hat ihre unverrückbare Absicht erklärt, nicht so häufig ein neues Handy zu kaufen, weniger Plastiktüten zu verwenden und weniger Auto zu fahren. Und mehr Bio! Leider gab es keine Rückfrage, woher die anderen 99,9% der angeblich so dringend notwendigen Einsparungen dann kommen soll.

Naja. Wäre vermutlich besser, an den Freitagen nochmal die Grundrechenarten zu pauken.

Gruß
hubersn

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Manfred Sachs Offline




Beiträge: 102

11.04.2019 16:55
#21 RE: Fridays for doom Antworten

Zitat von Llarian
Wo sind die Lehrer, die den Jugendlichen mal den Kopf zurecht setzen?


Na drei mal darfst Du raten...

Bliebe noch die Frage, ab wann CO2 eigentlich von natürlich-gut zu anthropogen-böse mutiert. "Bio"-Gas aus Biomasse, gilt als gut, da nur natürlich-gutes CO2 freigesetzt wird, welches die jeweiligen Pflanzen im Jahreslauf aufgenommen hatten. Wie können da fossile Brennstoffe anthropogen-böses CO2 freisetzen? Das Prinzip ist doch das selbe - lediglich der Zyklus etwas größer. Wie kann man überhaupt auf die Idee von anthropogen-bösem CO2 verfallen, solange dieses nicht von außerhalb des Planeten stammt?

MfG
M. S.
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Alle Menschen sind gleich - mir jedenfalls.

Xanopos Offline



Beiträge: 217

11.04.2019 16:56
#22 RE: Fridays for doom Antworten

Zitat von hubersn im Beitrag #20
Neulich war in unserer Tageszeitung - im Kinderbereich - ein Artikel bzw. ein Interview von/mit einer der führenden regionalen Figuren des Schulstreiks. Sie hat ihre unverrückbare Absicht erklärt, nicht so häufig ein neues Handy zu kaufen, weniger Plastiktüten zu verwenden und weniger Auto zu fahren. Und mehr Bio! Leider gab es keine Rückfrage, woher die anderen 99,9% der angeblich so dringend notwendigen Einsparungen dann kommen soll.



Da bin ich aber schon etwas enttäuscht. Warum kein Totalverzicht auf Plastiksackerl? Was ist so schwer daran ein Stoffsackerl dabei zu haben? Ist das der jungen Generation vielleicht zu unsexy? Um wie viel Prozent fährt sie jetzt weniger Auto? Ein Prozent weniger ist auch weniger. Da hätte ich mir auch einen Totalverzicht gewünscht. Und Flugreisen hat sie nicht mal erwähnt. Sehr verdächtig. Und Bio soll ja seit neuesten sogar schlecht fürs Klima sein: https://derstandard.at/2000094939867/Bio...tioneller-Anbau

hubersn Offline



Beiträge: 1.000

11.04.2019 17:36
#23 RE: Fridays for doom Antworten

Zitat von Xanopos im Beitrag #22
Und Bio soll ja seit neuesten sogar schlecht fürs Klima sein: https://derstandard.at/2000094939867/Bio...tioneller-Anbau


Seit neuestem? Bio war noch nie für irgendwas gut, zu widersprüchlich sind die diversen Vorschriften. Am Ende ist Bio weder gut für Natur noch Umwelt noch Klima noch Insekten noch Energiebilanz noch Gesundheit noch Wohlstand.

"Fridays for Future" wäre eine Goldgrube für begabte Pädagogen, um mal die diversen Hysteriker und Propagandisten zu enttarnen. Leider fehlt es am Verständnis für die Grundrechenarten - leider vermutlich nicht nur auf der Seite der Schulschwänzer.

Gruß
hubersn

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crastro Offline



Beiträge: 198

12.04.2019 09:29
#24 RE: Fridays for doom Antworten

Vor vielen Jahren habe ich-spasseshalber- eine aus heutiger Sicht geradezu geniale Geschäftsidee geäussert: Den "Atemzähler"!Etwas weniger atmen.......und dabei CO2 sparen! Mit dem Atemzähler liesse sich das prima quantifizieren und in direktes Geld umwandeln......Technisch dürfte dies inzwischen gar kein Problem sein. Bin gespannt, wann das kommen wird.....

hubersn Offline



Beiträge: 1.000

12.04.2019 15:48
#25 RE: Fridays for doom Antworten

Zitat von crastro im Beitrag #24
Vor vielen Jahren habe ich-spasseshalber- eine aus heutiger Sicht geradezu geniale Geschäftsidee geäussert: Den "Atemzähler"!Etwas weniger atmen.......und dabei CO2 sparen! Mit dem Atemzähler liesse sich das prima quantifizieren und in direktes Geld umwandeln......Technisch dürfte dies inzwischen gar kein Problem sein. Bin gespannt, wann das kommen wird.....



Die wichtigste Maßnahme gegen CO2 wäre natürlich "Sportverbot". Zuerst würde ich vorschlagen, öffentliche Sportveranstaltungen aller Art zu verbieten und den Betrieb eines Fitnesscenters unter Strafe zu stellen. CO2-technisch hat das den doppelten Nutzen: CO2-Einsparung durch weniger Atmung, und CO2-Einsparung durch weniger Verzehr von Nahrungsmitteln.

Nichts scheint heute so abstrus, als dass sich in Bundestag oder Europaparlament nicht eine Mehrheit dafür fände.

Gruß
hubersn

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