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ZETTELS KLEINES ZIMMER

Das Forum zu "Zettels Raum"



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Dieses Thema hat 15 Antworten
und wurde 886 mal aufgerufen
 Kommentare/Diskussionen zu "Zettels Raum"
Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 13.441

23.05.2021 21:42
André Maurois, "Der Krieg gegen den Mond“ (1927) Antworten

Eine weitere "Zukunft von Gestern", diesmal aus dem Jahr 1927.

https://zettelsraum.blogspot.com/2021/05...n-den-mond.html



"Les hommes seront toujours fous; et ceux qui croient les guérir sont les plus fous de la bande." - Voltaire

Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 13.441

27.05.2021 00:09
#2 RE: André Maurois, "Der Krieg gegen den Mond“ (1927) Antworten

Zitat von ZR, 23.03.2021 (bzw. 1927)
„Es gibt keine Antwort darauf,“ sagte Monsieur de Rouvray. „Gegen wen sollen wir uns zusammenschließen?“

„Wie wäre es denn mit dem Mond?“ sagte der Engländer leise.




Zitat
24.05.2021
Eine Weltregierung gegen Außerirdische
von Dushan Wegner

Auch schon aufgefallen? Plötzlich liest man so viel von UFOs. – These: Es ist die letzte Chance der USA, die Welt hinter sich zu vereinen, EINE Weltregierung im Kampf gegen die Außerirdischen. Ja, klingt absurd, aber ist »absurd« heute noch ein Kriterium?

»from joke to national security worry«

Seit einigen Monaten nun liest und hört man Meldungen, wonach amerikanische Dienste und Sicherheitsbehörden (es gibt dort Dutzende) nach und nach »zugeben«, dass sie sich durchaus mit »UFOs« beschäftigen.

Ich schreibe »zugeben« hier ganz bewusst in Anführungszeichen. Spätestens wenn die Washington Post, gewissermaßen der »Privatblog des reichsten Mannes der Welt«, ganz ernsthaft von den UFO-Berichten schreibt (washingtonpost.com, 23.5.2021: »How UFO sightings went from joke to national security worry in Washington«, zu Deutsch etwa: »Wie UFO-Sichtungen vom Witz zur nationalen Sicherheits-Sorgenquelle in Washington wurden«), spätestens dann ahnen wir, dass einer (oder mehrere) Akteur(e) ein Interesse daran haben könnte(n), diese Meldungen aktiv in die Blutbahn öffentlicher Debatte einzubringen, so wie andere Akteure derzeit ihre experimentelle mRNA-Impfungen in die Blutbahnen der Menschen injizieren lassen.

...

Wenn vor 3 Jahren Ihnen jemand gesagt hätte, dass Pandemie-Filme wie »Contagion« (mit Beratung der »umstrittenen« WHO gedreht!) als eine Art von Vorlage für künftige Ereignisse gelesen werden könnten, hätten sie ihn vielleicht ausgelacht und abgetan – nun, wir lachen nicht mehr, und wenn wir lachen, dann höchstens über unsere alte Naivität.

Wie absurd klingt heute noch die Vermutung, dass die vielen aktuellen UFO-Meldungen den nächsten – und womöglich letzten – Versuch vorbereiten, die Welt im Kampf gegen einen gemeinsamen Feind hinter den USA zu einen?

Wenn wir unsere Wirtschaft ruinieren, unsere Kinder fürs Leben traumatisieren und für viele Millionen Euro so riesige wie ungenutzte Corona-Notfallzentren bauen (taz.de, 13.4.2021), während in China und anderswo schon wieder gefeiert wird, wie unvorstellbar ist es noch, dass die nächste globale Angst die vor einem Angriff der Außerirdischen ist?

...

Der Kampf gegen etwas ist nicht genug, um die Zukunft zu gewinnen. – Testfrage: Was wissen wir über die Story eines Filmes, wenn der Held zu Beginn sich von seiner Familie verabschiedet oder das Foto eben dieser betrachtet? Richtig: Dass er motiviert ist, für eben diese zu kämpfen, und sei es bis zum eigenen Tod.

Nicht, wogegen du kämpfst, definiert dich, seien deine Gegner nun Außerirdische oder Abweichler, sondern wofür du kämpfst.

Wir könnten darüber reden, wie Teile der Wirtschaft vorm Mangel auf allen Fronten stehen. Wir könnten davon reden, wo das Virus wirklich herkommt. Wir könnten – und sollten dringend! – davon reden, dass das »globale Betriebssystem der Zukunft« nicht mehr vom Westen programmiert wird. Wir könnten auch darüber reden, dass es durchaus denkbar ist, dass die nächste Panik gegen UFOs und Außerirdische geschürt wird.



https://www.dushanwegner.com/weltregierung/



"Les hommes seront toujours fous; et ceux qui croient les guérir sont les plus fous de la bande." - Voltaire

Johanes Offline




Beiträge: 2.337

27.05.2021 23:44
#3 Don't talk about UFOs Antworten

Zitat von Ulrich Elkmann im Beitrag #2
[...]


Für eine Kolumne oder ein Zeitungsessay ist ein flapsiger Plauderton völlig angebracht. Allerdings muss ich Herrn Wegner doch deutlich widersprechen.
Es gibt inzwischen so viele Filme, dass man wohl zu jedem Ereignis irgendeine filmische Referenz finden kann. Sei es nur irgendein B-Movie oder etwas, das für den Vertrieb auf Datenträgern veröffentlicht wurde.

Aber das mit den UFOs hat konkret damit zu tun, dass das US-Militär offizielles Filmmaterial und offizielle Stellungnahmen abgegeben hat, die die Existenz von UFOs nahelegen.
Die Öffentlichkeit nimmt das natürlich schon lange nicht mehr ernst, nachdem es seit Jahrzehnten UFO-Sekten, Scifi-Filme (ernst oder parodistisch) und halbseidene Berichte über fliegende Untertassen mit grünen Marsmännchen im Inneren gibt.
Selbst den geistig offensten Zeitgenossen fällt es da schwer, das Thema noch absolut ernst zu nehmen.
Der menschliche Verstand scheint einen natürlichen Willen zu haben, das Unbekannte und Unerklärliche so stehen zu lassen. Lieber eine erkennbar falsche Erklärung als gar keine. Dabei bedeutet unbekannt zunächst einmal nur das: Keine Informationen verfügbar, Nichtwissen.

Zudem die Existenz oder Inexistenz von UFOs gar nichts mit dem Alltag der meisten Menschen zu tun hat.

Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 13.441

28.05.2021 01:20
#4 RE: Don't talk about UFOs Antworten

Zitat von Johanes im Beitrag #3

Aber das mit den UFOs hat konkret damit zu tun, dass das US-Militär offizielles Filmmaterial und offizielle Stellungnahmen abgegeben hat, die die Existenz von UFOs nahelegen.


Ich hab' dazu noch ein Posting in der Arbeit, in dem ich auf die einzelnen Punkte näher eingehe. Das wird naturgemäß etwas länger. Ganz kurz:

1. Es handelt sich um die Bestätigung der Echtheit von drei "geleakten" Aufzeichungen aus den Jahren 2004, 2014 und 2015 (Flugzeugträger USS Nimitz & Theodore Roosevelt), die 2017 an die Medien weitergeleitet wurden, die das Pentagon im vorigen Jahr für echt erklärt hat, und zwei Sequenzen von 2019, die jetzt aktuell "bestätigt" worden sind. Mit ziemlicher Sicherheit kann kategorisch ausgeschlossen werden, daß es sich da um "Aliens," "Fliegende Untertassen" oder ähnliches handelt. Das würde die Möglichkeit der Außerkraftsetzung so ziemlich aller Naturgesetze voraussetzen, nach denen unser Raumzeitgefüge funktioniert und die sich als tragfähig erwiesen haben. Zumal hinzukommt, daß der immer mal wieder aufbrandende Rummel um LGM = Little Green Men seit 1947 läuft und nie einen Hinweis darauf erbracht hat, daß mehr dahintersteckt als das, was alle Skeptiker von Anfang an vermutet haben: Fehlinterpretationen, Leichtgläubigkeit, Scherzkekserei, und Pareideulie.

Und bei solchen Phänomenen ist eiserne Skepsis absolute Pflicht. Es gibt ja nicht nur die UFOs. Auch Spuk von A bis Z, "paranormale Erscheinungen," Séancen, Botschaften aus allen möglichen & unmöglichen Jenseiten, Mesmerismus, Atlantis rund um den Globus, von Uri Geller bis Erich von Däniken, von Wünschelrutenfühligkeit bis zum Yeti. Das begleitet die Moderne seit nunmehr 300 Jahren. Und IMMER war es nichts als Wind.

2. Wir haben es hier mit so etwas wie der Neuauflage des "Project Blue Book" zu tun. Als sich ab dem Sommer 1947 in der USA die Medienberichte eben über solche Sichtungen häuften, wußte niemand - jedenfalls nicht bei den Streitkräften - mit WAS man es hier zu tun haben könnte. Ob nicht doch hinter all dem Zeitungsenten ein bedenklicherer Kern stecken würde. Dazu muß man wissen, daß es im Sommer zuvor, 1946, in Schweden zu zahlreichen (vorgeblichen) Sichtungen von "Geisterraketen" gekommen war ("Spökraketer"), die am Nachthimmel gesichtet wurden und von denen einige abgestürzt sein sollten. Die Sowjets haben natürlich in der Endphase des Kriegs an zahlreichen Neuentwicklungen gearbeitet, und nicht nur die Amerikaner haben mit der "Operation Paperclip" einen Großteil des Teams um Wernher von Braun in die Staaten gebracht, um die V2 weiterzuentwickeln; die Russen haben das ebenfalls gemacht. Darüber war natürlich die Öffentlichkeit nicht informiert, die Nachrichtendienste aber natürlich. Und im Zug der Drohung mit der Atombombe war es nicht ganz unwichtig zu erfahren, ob da entsprechende Trägersysteme getestet wurden. Die USA haben von 1946 bis 1952 59 V2 auf dem Testgelände von White Sands gestartet. (Die massive Ironie liegt darin, daß es sich bei der berühmt-berüchtigten "abgestürzten Fliegenden Untertassen" von Roswell von 28. Juli 1947 um einen Stratosphären-Wetterballon gehandelt hat, der eine zugegeben primitive Meßantennne an Bord hatte, mit der Infraschallwellen von russischen Atombombenexplosionen registriert werden sollten. Die Trümmer hat das Militär natürlich so schnell wie möglich wieder eingesammelt. Wenn man sich die Photos von der ersten Pressekonferenz anschaut, die Sheriff & Bürgermeister des Kuhkaffs in New Mexico gegeben haben, kann man den Lattenverhau gut sehen, der so ganz & gar nicht nach interstellarer Technologie ausschaut.) Um hier Material zu sammeln, hat die Air Force im Februar 1948 das Project Blue Book gestartet, mit der in den Medien lancierten Bitte, hier Meldungen einzuschicken. Die Veröffentlichung des ersten Zwischenberichts hat sich dann immer wieder verzögert, vom angekündigten Termin im August '48 an. DAS war der Auslöser für das Gerücht, hier sollte etwas geheimgehalten werden.

Und dieses Interesse besteht natürlich weiterhin. Heutzutage fokussiert sich das etwa auf Spionagedrohnen, die etwa von automatischen Klein-Ubooten gestartet werden können. Den Berichten nach arbeiten die USA selbst an vergleichbaren Projekten, und da liegt es nahe, zu sehen, ob a. die Konkurrenz da schon tätig ist und b. wie sehr die eigene Technik anderen beim Einsatz auffallen würde. Wenn man die verwaschenen kleinen Videosequenzen anschaut, haben wir es hier möglicherweise damit zu tun. Und natürlich müssen die Piloten entsprechend angewiesen werden, darauf nicht nur ein Auge zu haben - Aufklärung ist nur mal DAS Kerngeschäft von Marinefliegern - sondern auch, was es sonst sein könnte. Deswegen gibt es da Protokolle.

In der letzten Kategorie gibt's so allerlei. Nicht wenige der "Foo fighters", die bei Lufteinsätzen im Pazifik gegen Ende des 2. Weltkriegs gemeldet worden sind, haben sich als Sichtung des Planeten Venus erwiesen. (Frau Venus ist harmlos, aber ein sich anschleichender Kamikazeflieger nicht.) Die erste Sichtung eines UFO, durch Kenneth Arnold am 24. Juni 1947 am Mount Rainier, die den "modernen Mythos" (C.G.Jung) dann losgetreten hat, war eine Reihe von Nebensonnen, die sich an einer Inversionsluftschicht gespiegelt hat (die Unmöglichkeit, die Entfernung einzuschätzen, hat zu seiner Vermutung geführt, die "leuchtenden Scheiben" würden sich mit mehrfacher Schallgeschwindigkeit bewegen & Formation halten. Sobald man weiß, was hier realiter vorliegt, verfliegt das Mysterium). Bei der "Invasion von Washington" im Juli 1952, als die Luftüberwachung rings um die US-Hauptstadt Hunderte plötzlich auftauchender Radarechos registrierte, haben wir das gleiche Phänomen. Spiegelung an einer Inversionsschicht, nur im Radarbereich statt im sichtbaren Spektrum.

3. Man kann bei diesem gesamten Phantasma recht gut eine Amplitude von 20 Jahren ausmachen. Wenn die eine Welle abgeklungen ist & das Publikum nichts mehr von diesem speziellen Spuk hören kann, versackt das erstmal, bie eine neuen Generation von Mediennutzern damit angespitzt werden kann, die beim letzten Mal noch nicht dabeiwar. Die große "2. Welle" der UFO-Sichtungen ging in den USA im Sommer 1967 los. Die letzte Welle hier in Europa hatten wir im Spätherbst 1989, im Oktober & November, als es aus Belgien zahllose Berichte über Sichtungen von fliegenden großen schwarzen Dreiecken ohne Markierungen gab. Unsereins neigt nun mal eher dazu, hier an Radarüberwachung und Stationierung von Tarnkappenbombern rund um den Mauerfall zu denken, um zu sehen, ob Gorbi & Co. nicht auf dumme Gedanken kommen, als die obskuren Objekte der Begierde, denen Agent Mulder nachgestiefelt ist. Wobei Chris Carter mit Mulder & Scully sich ja - in den "Mythos"-Folgen - in XXL aus dem Aktenzeichen X der ganzen im Lauf von 40 Jahren akkumulierten Dönekes zum Thema bedient hat, dermaßen, daß damit vorerst wieder niemand hausieren gehen konnte, ohne sich lächerlich zu machen. Und diese Schonfrist ist jetzt eben abgelaufen.

Ich fand's nur spaßig - und absolut treffend - daß Wegner zeitgleich mit mir auf dieses dem UFO-Wahn zeitlich weit vergeschaltete - "Erfinden wir mal einen Weltfeind" gekommen ist.



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Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 13.441

28.05.2021 02:29
#5 RE: Don't talk about UFOs Antworten

Zitat von Johanes im Beitrag #3
[und halbseidene Berichte über fliegende Untertassen mit grünen Marsmännchen im Inneren gibt.


Ist jetzt ein Nebenkriegsschauplatz, so vong Ideengeschichte her, aber die grüne Einfärbung fiel von Anfang an in den Bereich a. der eher klamaukhaften Spielart der SF und b. der flapsigen Zeitungsparodie. Das einzige Photo eines vorgeblichen UFO-Inneren samt Überrest des Piloten war das "Tomato Man"-Photo von Laredo in Texas von 1948, das wahrscheinlich das ausgebrannte Innere eines Sportflugzeugs zeigt, und das selbst von wirklich leichtgläubigen Jüngern nie ernstgenommen worden ist, weil da in den verkohlten Trümmern eine höchst irdische Brille zu sehen ist. Edgar Rice Burroughs, der seine Mars- bzw. Barsoom-Bewohner ja nach Spektralfarben sortiert hat, hat 1912 die ersten grünen ETs gebracht; auf den Magazinumschlägen der 30er und 40er kommen die zuhauf vor, aber dezidiert nicht "in klein", sondern weil grün gern für allerhand bedrohliche Monstrositäten genommen wurde. Mack Reynolds' Story "The Case of the Little Green Men" von 1951, wo die zum ersten Mal im Titel auftauchen, spielte das schon als Persiflage rund um Sherlock Holmes & Dr. Watson. Das bekannte Titelbild von Kelly Freas zu Fredric Browns "Martians, Go Home", 1954, wo ein knallgrünes Wesen von Ameisenhöhe von einem Schlüsselloch eingerahmt wird, ist auch so ein Jokus.



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Johanes Offline




Beiträge: 2.337

28.05.2021 09:14
#6 RE: Don't talk about UFOs Antworten

Zitat von Ulrich Elkmann im Beitrag #4
Es handelt sich um die Bestätigung der Echtheit von drei "geleakten" Aufzeichungen aus den Jahren 2004, 2014 und 2015 (Flugzeugträger USS Nimitz & Theodore Roosevelt), die 2017 an die Medien weitergeleitet wurden, die das Pentagon im vorigen Jahr für echt erklärt hat, und zwei Sequenzen von 2019, die jetzt aktuell "bestätigt" worden sind.


Meinem Kenntnisstand soll am 01.06. ein Bericht des Pentagons an den Kongress erfolgen und es ist von noch mehr Berichten die Rede.

Zitat von Ulrich Elkmann im Beitrag #4
Mit ziemlicher Sicherheit kann kategorisch ausgeschlossen werden, daß es sich da um "Aliens," "Fliegende Untertassen" oder ähnliches handelt.


Es ist recht unwahrscheinlich. Besonders vergleichen mit solchen "irdischen" Erklärungen wie eine amerikanische Stealth 2 oder Geheimentwicklungen von Chinesen, Russen oder sonst wen, den wir vielleicht nicht auf den Schirm haben.

Völlig unmöglich ist eine außerirdische Herkunft indessen nicht.
Das wird, falls es denn überhaupt existiert, nicht so sein wie in der Science Fiction dargestellt und erst recht nicht wie von den UFO-Sekten herbeigesehnt, aber eine Art Voyager 2.0 wäre denkbar. Fermi-Paradoxon lässt grüßen.

Zitat von Ulrich Elkmann im Beitrag #4
daß mehr dahintersteckt als das, was alle Skeptiker von Anfang an vermutet haben: Fehlinterpretationen, Leichtgläubigkeit, Scherzkekserei, und Pareideulie.


In diesem Fall steckt ganz offensichtlich mehr dahinter, wen das US-Militär es bestätigt.
Natürlich könnte das auch einfach der Rest sein, denn auch Spezialisten nicht als Messfehler beweisen können.

Zitat von Ulrich Elkmann im Beitrag #4
Man kann bei diesem gesamten Phantasma recht gut eine Amplitude von 20 Jahren ausmachen.


Ich meine auch beobachtet zu haben, dass es immer wieder so Wellen von Esoterik gibt. Zum Beispiel das Erblühen des Okkultismus Ende des 19. Jahrhunderts, der New Age um 68 herum und in den 1990er Jahren gab es eine Welle im Zusammenhang mit Verschwörungstheorien.
Wobei die letzte große Welle zweifellos mit den 1968ern zusammenhing.

Es scheint, dass sich da etwas immer wieder eine zeitgeistkonforme Ausprägung sucht. Mal ist es eine (Pseudo-)Wissenschaftliche Einkleidung des Übernatürlichen wie der Okkultismus, der sich durch Röntgenstrahlen und Co. bestätigt sah, mal ein dezidierter Antirationalismus wie bei den 68ern, mal eben eine Verschwörungstheorie.
Ob solche Erscheinungen wie der Mesmerismus oder der "animalische Magnetismus" dazu gezählt werden dürfen, weil sie z. T. den Wissensstand der damaligen Epoche entsprachen, darf bezweifelt werden.

Es scheint aber auch andere Wellen zu geben, wie z. B. ein allzu optimistischer Rationalismus, der jeweils glaubt jetzt endlich alle Probleme lösen zu können (Teile der Aufklärung, um die Mitte des 20. Jahrhunderts schien es einen Boom an Gesellschaftsingenieuren gegeben zu haben) oder Episoden des Ästhetizismus.

Die Veröffentlichung des US-Militärs ist aber selbstredend ernster zu nehmen als ein paar verwackelte, unscharfe Fotos. Jedenfalls wenn man fair darüber diskutieren will.

Zitat von Ulrich Elkmann im Beitrag #4
Ich fand's nur spaßig - und absolut treffend - daß Wegner zeitgleich mit mir auf dieses dem UFO-Wahn zeitlich weit vergeschaltete - "Erfinden wir mal einen Weltfeind" gekommen ist.


Das klingt für mich eher nach einer beginnenden VT.

Zitat von Ulrich Elkmann im Beitrag #5
Ist jetzt ein Nebenkriegsschauplatz, so vong Ideengeschichte her, aber die grüne Einfärbung fiel von Anfang an in den Bereich a. der eher klamaukhaften Spielart der SF und b. der flapsigen Zeitungsparodie.


Das mag sein. Ich selbst verwendete es ja ironisch.

Ulrich Elkmann Offline




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01.06.2021 20:39
#7 RE: Don't talk about UFOs Antworten

Ich warte ja.

Zitat von Pride Month, Biden to visit Tulsa, UFO report: 5 things to know Tuesday
Pentagon set to release government report on UFOs

A government-sanctioned report on unidentified aerial phenomena could be released by the Pentagon and other federal agencies as soon as Tuesday. It will include information that cannot easily be explained, according to a former top national intelligence official. UFOs are often synonymous with aliens in pop culture, but those who study the phenomenon say they should be understood by their literal name: unidentified flying objects. Often, they may have mundane explanations like weather balloons or drones.



https://eu.usatoday.com/story/news/2021/...day/7478363002/

Ansonsten zur Erinnerung: es gibt bislang drei (mehr-oder-weniger) "offizielle" Berichte über die Art und Weise der gemachten Sichtungen:
- der Project Blue Book - Special Report No. 14 von 1954.
- Edwin J. Ruppelt, The Report on Unidentified Flying Objects. New York: Doubleday, 1956, erw. 1959.
- der Condon Report, the Scientific Study of Unidentified Flying Objects der Air Force von 1968.



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Ulrich Elkmann Offline




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01.06.2021 21:44
#8 RE: Don't talk about UFOs Antworten

Manche Leute drehen schon gepflegt am Großen Rad.

Zitat von Daily Mail, June 1, 2021
If aliens do exist, Obama said it's possible the US could 'spend a lot more money on weapons systems to defend ourselves,'

New religions would also pop up, as well as other arguments stemming from the knowledge of their existence

But no doubt there would be immediate arguments about like, well, we need to spend a lot more money on weapons systems to defend ourselves,' the 44th President continued. 'New religions would pop up. And who knows what kind of arguments we get into. We’re good at manufacturing arguments for each other.' Obama's comments come just days after he told James Corden that he had viewed footage of UFOs harassing US military targets and they must be taken seriously.



https://www.dailymail.co.uk/sciencetech/...-religions.html



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Ulrich Elkmann Offline




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02.06.2021 16:11
#9 RE: Don't talk about UFOs Antworten

Ich scheine nicht der einzige zu sein, der in dieser Hinsicht skeptisch angefressen ist.

Zitat
"Those Amazing Navy UFO Videos May Have Down-to-Earth Explanations, Skeptics Contend" - Andrew Dyer

The San Diego Union-Tribune (TNS) Jun 1st, 2021

But as the videos revived decades-old theories of extra-terrestrial visitation, the frenzy has been frustrating for those who specialize in debunking hoaxes and conspiracy theories. These skeptics point to more down-to-earth explanations.

"There's nothing new here, it's the same grainy videos we're used to seeing," said Michael Shermer, the founding publisher of Skeptic magazine.

In August, the Defense department established the Unidentified Aerial Phenomena Task Force after Sen. Marco Rubio, R-Fla., added language into the Defense Intelligence Authorization Act that called on the Pentagon to produce a report on unidentified aerial phenomenon within 180 days. When former President Donald Trump signed the massive government stimulus and appropriations bill on Dec. 27, the defense intelligence bill was included, and the clock started ticking.

The Pentagon will deliver its UAP report to Congress in June.

Retired Navy Lt. Cmdr. Alex Dietrich, one of the Navy fighter pilots who said she saw an unidentified aircraft near San Diego in 2004, told the Union-Tribune's Kristy Totten on her News Fix podcast recently she is wary of the UFO community's jump to conclusions.

"Just because I'm saying that we saw this unusual thing in 2004 I am in no way implying that it was extraterrestrial or alien technology or anything like that," Dietrich said. She also said she doesn't expect the Pentagon report to provide the kind of answers many are looking for. "I think that the report's going to be a huge letdown," Dietrich said. "I don't think that it's going to reveal any fantastic new insight."
...
West said that FLIR1 and Gimbal, and the images on them — described by some as showing aircraft with no directional control surfaces, intake or exhaust — are consistent with what could be expected if you filmed a fighter jet flying away from the camera. The apparent shapes of the aircraft — one saucer-like, the other like a Tic Tac — are due to glare on the lens of the camera, not proof of flying saucers, West maintains.

"What we're seeing in the distance is essentially just the glare of a hot object," West said as he watched the FLIR1 video with the Union-Tribune. "So we're looking at a big glare, I think, of an engine — maybe a pair of engines with an F/A-18 — something like that."

As for the maneuvers the craft appears to make, West said that the information on the screen, such as the zoom level, indicates that it's not the mystery aircraft making sweeping motions, but the camera. When the object appears to dart off to the left, that is actually an effect of the camera losing lock and moving to the right.

Another factor affecting people's perception of these videos, West said, is the fact that the cameras themselves are moving at high rates of speed. At the forward end of the ATFLIR pod is an electro-optic sensor unit that houses an internal gimbal assembly and an external rotating housing. In order to maintain a "lock" on an object, both the gimbal and the outer housing are in constant motion — as is the F/A-18 to which the pod is attached.

Combined with the high zoom rate of the camera, the resulting image might reflect a parallax effect — with the relationship of the object and its background changing depending on the angle of view, similar to how electrical poles appear to zoom past on the highway while more distant objects remain still.

The parallax effect also offers a more mundane explanation of the Go Fast video, West contends. Go Fast was shot from a Navy jet operating off the coast of Florida with the aircraft carrier Theodore Roosevelt in 2015. In the video, a small undefined object appears to be flying low, at a high rate of speed above the ocean.

However, West said, this is an illusion of the two-dimensional video, one that can be demystified by the readout on the screen and a little trigonometry.

Once the camera locks onto the object, West said, the video presents the illusion that the camera is stationary. This isn't the case, West said. The jet's true air speed is 369 knots. After factoring in the altitude of the aircraft, the angle of the camera and the distance to the target, West determined the object to be flying at 13,000 feet above the ocean — not directly above, as it appears in the video.

"It's not actually anywhere near the ocean even though it looks like it's skimming over the surface," West said. "Because of the extreme zoom and because the camera is locked onto this object ... the motion of the ocean in this video is actually exactly the same as the motion of the jet plane itself. You're seeing something that's actually hardly moving at all and all of the apparent motion is the parallax effect from the jet flying by." After a little more math, West estimated the speed of the UAP to be about 30 to 40 knots. Since the infrared image indicates the object is also colder than the ocean below it, and it's moving at the wind speed of that altitude, West said he thinks it's likely a weather balloon.



https://www.aviationpros.com/aircraft/de...keptics-contend

Das Stück im New Yorker findet sich hier: https://www.newyorker.com/magazine/2021/...-ufos-seriously

"How the Pentagon Started Taking U.F.O.s Seriously" By Gideon Lewis-Kraus, April 30, 2021. Die Länge von gut 40 Druckseiten verdankt sich dem ausführlichen Resümee von 74 Jahren Presserummel & Aberglauben.

Übrigens handelt es sich bei dem Photo, das als Vorlage für die Aufmacher-Illustration gedient hat ("Above: Four mysterious objects spotted in Salem, Massachusetts, in 1952"), in einen klassischen Fall von "Beweis." Das Bild galt einige Jahre als genuin, weil das Negativ amtlich untersucht worden ist und keiner Spuren einer Doppelbelichtung aufwies. irgendwem ist dann schließlich aufgefallen, daß das an einem bedeckten Tag durch eine Fensterscheibe aus aufgenommen worden ist und die vier Lichtflecken wohl eher die Spiegelungen einer Deckenlampe mit vier Glühbirnen darstellen dürften.



"Les hommes seront toujours fous; et ceux qui croient les guérir sont les plus fous de la bande." - Voltaire

Johanes Offline




Beiträge: 2.337

03.06.2021 08:16
#10 RE: Don't talk about UFOs Antworten

Ich habe nie behauptet, dass da sehr viel dran sein wird.

Es gibt ja genug "Gläubige", die jetzt schon irgendwelche komplett irrealen Dinge posaunt haben.

Johanes Offline




Beiträge: 2.337

05.06.2021 10:07
#11 RE: Don't talk about UFOs Antworten

https://www.stuttgarter-nachrichten.de/i...df3b5ab605.html

Ich warte die Veröffentlichung des Berichts für die Öffentlichkeit ab.

Jetzt wäre es noch interessant, ob es solche Berichte auch aus China, Russland usw. gibt.

Stand 05.06.2021: Das SARS-CoV-2-Virus könnte jetzt doch aus einem Labor kommen. to be continued

Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 13.441

17.06.2021 20:19
#12 RE: Don't talk about UFOs Antworten

Fiktion 1927:

Zitat von ZR
Der Mont Ventoux, in den Provenzalischen Voralpen mit weit von Lyon gelegen, verdankt seine Namen dem stürmischen Winden, die fast ohne Unterlaß auf seinem Gipfel herrschen. Zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts hatte ein französischer Gelehrter berechnet, daß man mit Windmühlen, die auf den Hängen errichtet errichtet würden, so viel elektrische Energie erzeugen könnten wie mit den Niagarafällen. Solch ein Standort mußte das Interesse der Großindustrie reizen. In Harwood Werk zum Thema, das seitdem zum Klassiker geworden ist (The Mont-Ventoux Episode, Boston 1988), kann man alles über die schier unglaublichen Streitigkeiten machlesen, die sich zu dieser Zeit zwischen Frankreich und Italien entspannen.



vs. Wirklichkeit 2021:

Zitat von Welt.de 17.06.2021, 'Der Windrad-Hass richtet sich auch gegen Deutschland'
Frankreich will die Windkraft massiv ausbauen. Aber mehr als die Hälfte der Projekte landet vor Gericht – eine ganze Nation kämpft gegen Windräder. Und die Rechtsnationalisten behaupten, dass die Hauptprofiteure in Deutschland sitzen. ... Während Windkraftanlagen in der Bundesrepublik als eine der großen Lösungen für den Klimaschutz gelten und Experten auf beschleunigte Genehmigungsverfahren drängen, ist die Gegenwehr in Frankreich sowohl gesellschaftlich als auch politisch groß. Zahlreiche Initiativen wollen neue Projekte verhindern und sogar der mächtigste Mann im Staat hat seine Zweifel, ob Windkraft für den Atomenergie-Riesen Frankreich die Lösung zur Erreichung von Klimazielen ist.

Vom Campingtisch vor ihrem bescheidenen Haus fällt der Blick auf die Windräder, die am Fuße des Sainte-Victoire stehen. 22 sind es, eins davon auf dem Gelände des Naturschutzgebiets „Natura 2000“, hochgezogen in Windeseile während des ersten Lockdowns im vergangenen Frühjahr. Anfangs ohne Baugenehmigung, gegen ein Gerichtsurteil, dann mit Sondergenehmigung des Präfekten des Departements Var. „Wir konnten uns gar nicht so schnell umdrehen, da standen sie da“, erzählt Pourcines. „Ganz Frankreich stand still, nur hier herrschte Tag und Nacht und Krach.“

Sieben von zehn Windparkprojekten werden bekämpft

Gegen jedes siebente von zehn Windparkprojekten ziehen Anlieger und Vereine vor Gericht. Thinktanks legen in Studien dar, wie wenig grün Windenergie in Wirklichkeit ist und dass sie ohne staatliche Subventionen gar nicht existieren würde. Ein Parlamentsausschuss kam 2019 zu dem Schluss, dass Windparks keinen Einfluss auf die Reduzierung des CO2-Ausstoßes in Frankreich hätten. Selbst Emmanuel Macron, der gern als Umweltpräsident dastehen will, hat öffentlich erste Zweifel geäußert.

Ausländische Investoren räumen ab

Für den Denkmalschutzverein vor Ort ist Marc-Antoine Chavanis, ein Fotograf, das Haar ergraut, der Blick jugendlich, der im benachbarten Städtchen Rians ein Bed & Breakfast betreibt. Auch er hält die politische Vereinnahmung für „opportunistisch“. Man dürfe keine Schwarzmalerei betreiben, sondern bei Windparks von Fall zu Fall entscheiden. „Es geht nicht darum, ob man für oder gegen Windkraft oder für oder gegen Atomkraft ist“, so Chavanis.

In diesem Fall hätten Investoren einen Windpark an den Fuß des Sainte-Victore gesetzt, nicht weil es hier besonders windig wäre, sondern weil wenig Anwohner beeinträchtigt würden. „Das Paradoxe ist, dass dafür die Natur zerstört wird.“ Längst ginge es Investoren nicht mehr darum, ob ein Bauplatz besonders windig sei, sondern wo sich Proteste schnell ersticken lassen, notfalls auch mit einem ordentlichen Scheck.
...
Der Windpark am Fuße der Montage Sainte-Victoire mag ein besonderer Fall sein. Ob vom 1000 Meter hohen Pic de Mouche, dem Gipfel des Cezanne-Berges, oder von den Hügeln der Umgebung, der Anblick der Windräder ist selbst für überzeugte Umweltschützer irritierend. Es ist, so hat es Stéphane Bern formuliert, als würde man Windräder auf den Hügel von Montmartre in Paris setzen.

Bern, Frankreichs „Monsieur Patrimoine“, Spezialist für Europas Adelsgeschlechter und derzeit bei den Dreharbeiten für die Fernsehsendung „Das schönste Dorf Frankreichs“, ist der einflussreichste Windrad-Kritiker. Bern wütet gegen das „Diktat der Windkraft“: „Glauben Sie wirklich, dass die Touristen aus aller Welt anreisen werden, um die Reihe von Windrädern im Carnac zu bewundern?“, fragt Bern rhetorisch.



https://www.welt.de/politik/ausland/arti...kLnIHTayaF0cMaw



"Les hommes seront toujours fous; et ceux qui croient les guérir sont les plus fous de la bande." - Voltaire

Johanes Offline




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18.06.2021 08:39
#13 RE: Don't talk about UFOs Antworten

Wichtig ist die Feststellung, wer Freund und wer Feind ist.

Wenn eine Ökointiative den Bau einer Fabrik oder eines FLughafens mit dem Argument des Arten- und Umweltschutzes verhindert, dann ist es einmal Rechtspopulismus und einmal guter Widerstand von Leuten, die auf die Wissenschaft hören.

Das ist schon wichtig zu unterscheiden. Die Tiere und Pflanzen wissen nämlich, ob sie grade für ein Kernkraftwerk oder für eine Windkraftanlage ihre Heimat verlieren.

Stand 05.06.2021: Das SARS-CoV-2-Virus könnte jetzt doch aus einem Labor kommen. to be continued

Ulrich Elkmann Offline




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26.06.2021 02:37
#14 RE: Don't talk about UFOs Antworten

Zitat von Johanes im Beitrag #11
Ich warte die Veröffentlichung des Berichts für die Öffentlichkeit ab.


Es scheint sich etwas zu tun. https://www.cbsnews.com/news/pentagon-uf...in-unexplained/

Zitat
Pentagon task force's UFO report released – many cases remain unexplained - By Nicole Sganga, David Martin, Olivia Gazis and Eleanor Watson - Updated on: June 25, 2021 / 7:13 PM / CBS News

After decades of dismissing U.F.O. sightings popularized in American culture, a U.S. government task force assigned to investigate what it calls "unidentified aerial phenomena," or UAPs, has found no evidence that objects came from outer space or a foreign adversary.

However, while there's no evidence the objects are extraterrestrial, senior government officials who briefed reporters said Friday that nearly all of the incidents investigated remain unexplained, citing the significant limitations of available data and reporting. "Of the 144 reports that we are dealing with here, we have no clear indications that there's any non-terrestrial explanation for them," a senior government official said, nixing the possibility of exotic sightings. "But again, we will go wherever the data takes us on this." In fact, officials were able to identify just one reported UAP with a high degree of confidence. "In that case, we identified the object as a large, deflating balloon," the 9-page unclassified version of the report released by the Office of the Director of National Intelligence (ODNI) read. "The others remain unexplained." "The limited amount of high-quality reporting on unidentified aerial phenomena (UAP) hampers our ability to draw firm conclusions about the nature or intent of UAP," the report said, noting later that "no standard reporting mechanism" existed before the Navy created one in March 2019.

Most of the incidents the task force reviewed were reported in the last two years, according to the report, which is a preliminary version of an assessment. The U.S. government officials said there is no doubt that identified UAPs were physical objects, tamping down speculation that sightings could be optical illusions caused by atmospheric conditions or sensor malfunctions. "From a safety of flight issue, we absolutely do believe that what we are seeing are not simply sensor artifacts. These are things that physically exist," a senior government official said. "They are physical objects." But officials stressed that objects detailed in the 144 reports represent a "variety" of phenomena.

In 80 of the 144 investigated incidents, the task force detected objects using multiple sensors, leading officials to determine UAPs posed a hazard to flights. Over the years, the task force determined there have been 11 near misses. According to the unclassified report, investigators found "[v]arious forms of sensors that register UAP generally operate correctly and capture enough real data to allow initial assessments, but some UAP may be attributable to sensor anomalies." Without evidence that UAPs are operated by an adversary like China or Russia, government officials say there is no reason to believe that a foreign power has made a technological breakthrough in recent years. "A small portion of the data set has propulsion we cannot explain," a senior government official said. "That doesn't necessarily mean that there is an adversary that is introducing a technological surprise here."

The report found that 18 objects investigated had propulsion systems that could not be explained, due in part to insufficient data and reporting. It said that the task force was conducting "further analysis" to determine if advanced technologies were present. It also said that, if and when the incidents could be better assessed, they would likely fall into one of five explanatory categories, including airborne "clutter" like birds and plastic bags, atmospheric phenomena, domestic technologies, foreign technologies, and a catchall "other" category.

Officials stressed, as does the report, that they were limited in their analysis by the nature of the data underlying the incidents, which came chiefly in the form of verbal reports that were only occasionally supported by video or photographic evidence. The task force has since begun work on a new mechanism through which they hoped to standardize data collection on UAPs and apply scientific and engineering approaches to their explanation, they said. "Ultimately, we have to increase the volume as well as the quality of the data we have," one official said. Despite a dearth of data, the task force investigation did reveal "UAP sightings tended to cluster around U.S. training and testing grounds," though officials conceded the high-concentration of reported incidents could be "collection bias as a result of focused attention, greater numbers of latest-generation sensors operating in those areas, unit expectations, and guidance to report anomalies."



Hier gibt's den offiziellen Bericht nachzulesen: https://www.dni.gov/files/ODNI/documents...AP-20210625.pdf

8 Seiten (den äußerst großzügigen Weißraum rechne ich mal ab). Wenn man das etwa mit den verschiedenen Versionen des Project Blue Book oder des Condon-Reports vergleicht (gut, #2 ist ja auch schon 54 Jahre alt), dann sieht das ÜBERAUS schütter aus.



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Johanes Offline




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26.06.2021 05:40
#15 RE: Don't talk about UFOs Antworten

Im Grunde genommen das selbe Fazit wie schon seit Jahrzehnten bekannt: Unzureichende Datenlage erlaubt keine Erklärung, irgendwas "überirdisches" ist zwar nicht auszuschließen, aber eher unwahrscheinlich.

Daraus werden die Verschwörungstheoretiker natürlich wieder irgendwas drehen.

Vor allen Dinge die rein "verbalen" Berichte würde ich im Zweifelsfall abtun.

Stand 05.06.2021: Das SARS-CoV-2-Virus könnte jetzt doch aus einem Labor kommen.
23.06.: Dem BMWi fällt auf, dass der Strombedarf nicht bis 2030 konstant bleibt.
to be continued

Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 13.441

26.06.2021 18:33
#16 RE: Don't talk about UFOs Antworten

Zitat von Ulrich Elkmann im Beitrag #14
8 Seiten (den äußerst großzügigen Weißraum rechne ich mal ab). Wenn man das etwa mit den verschiedenen Versionen des Project Blue Book oder des Condon-Reports vergleicht (gut, #2 ist ja auch schon 54 Jahre alt), dann sieht das ÜBERAUS schütter aus.


Zum Vergleich: der Condon Report, nach dem Leiter des Untersuchungskommitees Edward Condon benannt (offizieller Titel "Scientific Study of Unidentified Flying Objects"), und im Januar 1969 von der US Air Force veröffentlicht, umfaßte 1465 Seiten in der gebundenen und 965 Seiten in der Taschenbuchausgabe. Und dort war das Fazit, daß die ETH (die "extra-terrestrial hypothesis," daß also "außerirdische Flugobjekte" zur Erklärung der beobachteten Phänomene anzunehmen seien) aufgrund der Datenlage und aus theoretischen Überlegungen recht kategorisch auszuschließen sei. Der "Project Blue Book Special Report No. 14," ebenfalls von der Air Force im Juni 1955 veröffentlicht, gibt einen statistischen Überblick über bis dahin 3200 ausgewertete Sichtungsmeldungen.



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