Zitat von Johanes im Beitrag #26Bei der Wählerwanderung frage ich mich ja immer, wie groß der Error dabei eigentlich ist.
Ich vermute das wird ähnlich sein wie bei der Sonntagsfrage oder anderen Umfragen - im Detail sicherlich nicht korrekt und mit ordentlich Bias versehen (man wird bspw.wohl eher zugeben grün als blau zu wählen), aber Tendenzen lassen sich zumindest erkennen. Und die sind auch schon recht aufschlussreich.
20% für die AfD. FDP ist raus aus dem Parlament. Aber SPD immer noch extrem stark, bei ca. 25%. Dafür sind die Grünen überraschend schwach. Was ist da los? Hat man dort die Verschiebung noch nicht mitbekommen?
Die übrigen Parteien aus dem liberal-konservativen Spektrum bleiben Gerüchte in Bezug auf die Wahl.
Insgesamt 24 Sitze für die AfD, 9 oder 10 für Grün, aber satte 31 für SPD und 36 für CDU!
Fazit an den Anfang: RLF hat eine Packung "Weiter so" bestellt.
Einzig die FDP ist nun endgültig im politischen Nirwana gelandet. Mehr als Verdient nach der Ampel-Regierung. Niemand braucht eine liberale Partei, die sich als Steigbügelhalter für Grüne und Rote gebrauchen lässt.
Warum hat aber dieses Bundesland "weiter so" bestellt? Man könnte jetzt denken, dass es dort den Menschen eben so gut geht und sie deshalb keine Änderung wollen. Das wäre möglich. Ich vermute aber eher demographische Gründe wie Durchschnittsalter, Zugang zu Internet und ob man sich darin Informationen sucht etc. Wenn die Hauptinformationsquellen die 8-Uhr-Nachrichten, die Lokalzeitung und das Autoradio sind, dann verfällt man auf die Idee, dass man "um es denen zu zeigen" jetzt endlich SPD wählt. Zudem Wahlen ja nur alle 5 Jahre stattfinden, der einfache Bürger ohnehin geringen Einfluss hat und sich deshalb so gut wie niemand ständig mit Politik beschäftigt. Eine andere Möglichkeit wäre, dass man die Landtagswahl als solche ernst nimmt und wirklich Parteien für Pfälzer oder Rheinländische Anliegen wählt. Die AfD erzwingt nun de facto die Große Koalition, weil sie stimmen bindet, die aber dann nicht politisch aktiv werden können.
Die nächsten Wahlen sind erst wieder im September, in Berlin, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Berlin ist ein bisschen eine Wildcard für mich. Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern vermute ich eine relativ starke AfD, die dann die anderen Parteien zur Zusammenarbeit zwingt. Zur Not gibt es dann die Koalition von allen mit Ausnahme der AfD.
Das sind, denke ich, die Schäden durch Jahre der großen Koalition unter Merkel.
"Narren sind Alle, die es scheinen, und die Hälfte derer, die es nicht scheinen" ~ Gracian's Handorakel
Zitat von Johanes im Beitrag #29 Einzig die FDP ist nun endgültig im politischen Nirwana gelandet. Mehr als Verdient nach der Ampel-Regierung. Niemand braucht eine liberale Partei, die sich als Steigbügelhalter für Grüne und Rote gebrauchen lässt.
Zitat Neuwahlen im Mai: Gesamter FDP-Vorstand um Parteichef Dürr tritt zurück 23. März 2026 um 16:14
Die FDP zieht die Konsequenz aus der Wahlniederlage in Rheinland-Pfalz: Der Vorstand um Parteichef Christian Dürr tritt geschlossen zurück.
Auf dem Bundesparteitag Ende Mai soll ein neuer Parteivorstand gewählt werden. Die Entscheidung sei mehrheitlich während der Sitzung des Bundesvorstands in Berlin gefallen, berichtet t-online. Bereits vor zwei Wochen, nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg, hatte eine innerparteiliche Diskussion stattgefunden. Damals konnte laut dem Medium eine Entscheidung gegen Dürr und den Vorstand noch knapp abgewendet werden.
Zitat Die Entscheidung fiel mehrheitlich während der Sitzung des Bundesvorstands in Berlin, die soeben geendet ist. Demnach hatte Dürr zunächst angeboten, allein zurückzutreten. Kurz darauf fiel jedoch das Votum, dass der gesamte Vorstand neu gewählt werden soll.
Eine Option für die Zukunft der Parteiführung ist eine Doppelspitze. Diese könnte sich nach Informationen von t-online die Europaabgeordnete Marie-Agnes Strack-Zimmermann vorstellen. Wer neben ihr Co-Chef oder -Chefin der Partei werden könnte, ist dabei allerdings noch offen.
Zitat von Ulrich Elkmann im Beitrag #30Eine Option für die Zukunft der Parteiführung ist eine Doppelspitze. Diese könnte sich nach Informationen von t-online die Europaabgeordnete Marie-Agnes Strack-Zimmermann vorstellen.
Bitte machen...
Die versetzt der FDP dann den endgültigen Todesstoß. Möglicherweise wird dann im Spektrum Platz für eine Kettensägenpartei.
Abgesehen davon ist es völlig egal wer dort in der ersten Reihe steht - so lange die FDP sich weiterhin mit der Brandmauer vorführen lässt, gibt es keine Optionen liberale Politik umzusetzen und sie wird weiter in der Bedeutungslosigkeit verschwinden. Dabei wäre eine echte, liberale Partei eigentlich der ideale Koalitionspartner für die AfD (genau wie früher für die Union, als die noch nicht auf grünkommunistischer Linie waren). Selber schuld.
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