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ZETTELS KLEINES ZIMMER

Das Forum zu "Zettels Raum"



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Dieses Thema hat 38 Antworten
und wurde 2.762 mal aufgerufen
 Kommentare/Diskussionen zu "Zettels Raum"
Seiten 1 | 2
Zettel Offline




Beiträge: 20.200

29.12.2010 07:22
Zettels Meckerecke: Wiefelspütz, Polenz antworten

Bis zum letzten Abschnitt ist dieser Artikel eigentlich weniger eine Meckerecke als ein "Kurioses, kurz kommentiert": Politiker machen sich lächerlich mit ihrer Empörtheit.

Aber die gezielte Fahndung nach Terroristen in den Kontext der Ermordung von Juden zu stellen, das ist nun allerdings so dreist, daß dieser Artikel mit "Meckerecke" eigentlich noch zu milde rubriziert ist.

Nonkonformist ( gelöscht )
Beiträge:

29.12.2010 08:29
#2 RE: Zettels Meckerecke: Wiefelspütz, Polenz antworten

Guten Morgen,
Ach ja, "die Geister, die ich 68 rief".
Aber "Schwamm drüber", lieber Herr Zettel, Mitläufer sind amnestiert.
Mit frdl. Gruß!

Zettel Offline




Beiträge: 20.200

29.12.2010 08:55
#3 Mitläufer antworten

Zitat von Nonkonformist
Aber "Schwamm drüber", lieber Herr Zettel, Mitläufer sind amnestiert.


Nein, lieber Nonkonformist, Mitläufer sollte man nicht "amnestieren".

Die meisten haben sich nichts zuschulden kommen lassen, weder unter den Nazis noch unter den Kommunisten. Sie waren ganz normale Menschen, die nur kein Talent zum Heldentum hatten. So, wie heute die meisten Chinesen, Iraner, Vietnamesen, Nordkoreaner usw.

Ich halte schon diesen Begriff des "Mitläufers" für fragwürdig. Eingebürgert hat er sich in Deutschland seit 1945, weil das eine der Kategorien war, in die man als Ergebnis des Spruchkammerverfahrens einsortiert wurde. Es war, wenn ich mich recht erinnere (ich habe einmal die "Spruchkammerakte" meines Großvaters gesehen) die zweitunterste. Darunter waren noch die ausdrücklichen Nazigegner.

Was das jetzt mit dem Thema zu tun hat, ist mir nicht ganz klar, lieber Nonkonformist. Aber dieser Komplex "Mitläufertum" wäre einmal eine eigene Diskussion wert.

Herzlich, Zettel

Zettel Offline




Beiträge: 20.200

29.12.2010 09:13
#4 RE: Zettels Meckerecke: Wiefelspütz, Polenz antworten

Zitat von Zettel
Bis zum letzten Abschnitt ist dieser Artikel eigentlich weniger eine Meckerecke als ein "Kurioses, kurz kommentiert": Politiker machen sich lächerlich mit ihrer Empörtheit.


Inzwischen ist dieses Thema seit dem frühen Morgen der Aufmacher der Nachrichten im Morgenmagazin des ZDF. Zitiert wird als erste Meldung inzwischen die Justizministerin. Sie "warnte in der «Frankfurter Rundschau» vor einer Stigmatisierung von Fluggästen.".

Stigmatisierung! Wenn man diejenigen nicht mehr behelligen würde, die als potentielle Terroristen ausscheiden.

Ist eigentlich schon einmal jemand auf den Gedanken gekommen, die unterschiedslose peinliche Kontrolle aller Passagiere als einen "Generalverdacht" zu bezeichnen und zum Gegenstand seiner Empörtheit zu machen?

(Ich habe es kürzlich am Flughafen erlebt, wie ein alter Mann fast seine Hose verlor, nachdem er es endlich geschafft hatte, sich seines Gürtels zu entledigen).

Wieso mutet man es Bürgern, die nach menschlichem Ermessen keine Terroristen sein können, zu, sich diesen Prozeduren zu unterziehen?

Mir scheint, da gibt es noch ein Empörtheitspotential.

123 Offline



Beiträge: 287

29.12.2010 10:03
#5 RE: Zettels Meckerecke: Wiefelspütz, Polenz antworten

Lieber Zettel,

Sie sind auf der richtigen Spur.

Wenn man in diesem Land sachlich argumentiert, hat man bereits verloren. Nur wer moralisch, und dazu noch empört, "argumentiert", setzt sich durch.

Genau so verfahren die Befürworter der Diskriminierungskontrollen. Sie behaupten, es wäre diskriminierend, wenn nicht alle gleich behandelt würden, obwohl doch offensichtlich nicht alle in gleichem Umfang terrorverdächtig sind.

Dabei müsste es umgekehrt sein. Nur kommen offensichtlich nur Linke und deren politkorrekte Mitläufer darauf, moralisch zu argumentieren.

Wie also sähe eine effektive Darstellung des Anliegens effizienterer Passagierkontrollen aus ?


Unschuldige - dürften nicht für die Kosten des Terrors bezahlen müssen. Da sagt der Linke dann: Auch fast alle Moslems sind unschuldig. Stimmt. Aber ALLE Christen, Atheisten, Buddhisten, Hindus, ect. sind NOCH unschuldiger.

Und genau deshalb sind intensive Pauschalkontrollen - diskriminierend -

Und was diskriminierend ist, ist auch menschenverachtend, unmenschlich, usw. ..... die üblichen Kampfbegriffe speziell der Grünen sind hier sachlich richtig angebracht.

Draufsatteln kann man noch mit:

- schwulenfeindlich - noch kein Selbstmordpassagier war bekennend homosexuell
- frauenfeindlich - ebenso waren alle Männer
- altenfeindlich, kinderfeindlich, behindertenfeindlich, usw.... -

Wer nun weiterhin intensive Pauschalkontrollen einfordert, dem kann man eine Diskriminierungshaltung gegenüber allen bisherigen Nicht-Tätergruppen vorwerfen.

Man kann ihm unterstellen, daß er sogar Schwangere für Terrorverdächtig hält. Zugegeben, eine Projektion, aber eben eine die der Realität der Pauschalkontrolle entspricht. Und genau da kann man ansetzen. Wer allen Schwangeren pauschal Selbstmordattentaten unterstellt, denkt der nicht zutiefst menschenverachtend ?



Worum es geht: Die permanenten Moralattacken der Linken und ihrer Mitmacher lassen sich spielend leicht umdrehen und gegen sie selbst verwenden.

Nur kommt da niemand drauf.

Der Flughafendirektor wäre nahezu unangreifbar hätte er wie oben beschrieben argumentiert. Im Gegenteil. Er wäre ein Held der Antidiskriminierung, weil er sich ja gegen die Diskriminierung von besonders snchutzwürdige Personengruppen wie religiösen Minderheiten (Buddhisten, Hindus), Homosexuellen, Kindern, ect. ausgesprochen hat.


Einzige Gegenargument bleibt aber leider, daß sich das Täterprofil wandeln kann. Auch haben schon islamische Frauen Selbstmordattentate begangen. Auch Behinderte wurden hierfür im Irak mißbraucht. Ebenso Kinder. Und natürlich können auch Konvertiten mit urdeutschen Namen eine Bombe für Allah zünden.

Ich sehe leider keine Möglichkeit sich diese sehr teuren Personenkontrollen zu ersparen.


Eine andere Frage ist, wer sie bezahlen soll. Auch hier gelten die Maßstäbe der Antidiskriminierung. Aber das ist ein anderes Thema.

Nonkonformist ( gelöscht )
Beiträge:

29.12.2010 10:15
#6 RE: Mitläufer antworten

Lieber Herr Zettel,
Zitat:
"....Was das jetzt mit dem Thema zu tun hat, ist mir nicht ganz klar..."
Ich habe als Ausgangspunkt dieser von Ihnen angeprangerten realitätsfernen Sicht in Sachen Flughafenkontrollen die 68er angeführt.
Sie haben in Ihrer sehr bemerkenswerten Serie "Wir 68er" 2008 den Zusammenhang im letzten Beitrag vom 19. Mai "Eine deutsche, eine sehr deutsche Bewegung" hergestellt.
In dieser Serie werfen Sie einen, meiner Einschätzung nach, verklärten Blick aus dem "Puppenhaus" auf Ihre eigene 68er-Vergangenheit. Dies hat mich sofort an meine Nazi-Eltern erinnert, wie sie mir in den 50ern mit allerlei "Verrenkungen" verharmlosend versucht haben zu erklären, wieso sie in die "Nazi-Ideologie" hineingeschliddert sind. Auch hier kamen die Adjektive "jung", "idealistisch", "revolutionär" vor. Meine Eltern wurden übrigens bei der Entnazifizierung auch als Mitläufer eingestuft.
Wie würden Sie sich, werter Herr Zettel, bei der 68er Ideologie einstufen?
Mit freundlichem Gruß!

Zettel Offline




Beiträge: 20.200

29.12.2010 10:23
#7 RE: Zettels Meckerecke: Wiefelspütz, Polenz antworten

Zitat von 123
Einzige Gegenargument bleibt aber leider, daß sich das Täterprofil wandeln kann. Auch haben schon islamische Frauen Selbstmordattentate begangen. Auch Behinderte wurden hierfür im Irak mißbraucht. Ebenso Kinder.

In der Tat, lieber 123. Sie sprechen da ein Thema an, das in unseren Medien wenig behandelt wird; ich habe, glaube ich, einmal in der Serie zum Irakkrieg darüber geschrieben.

Die sogenannten Selbstmordattentäter rekrutieren sich aus ganz verschiedenen Gruppen. (Das Folgende hauptsächlich nach Stratfor, das ich regelmäßig lese, auch wenn ich nur selten darüber berichte):

Es gibt diejenigen wie die von 9/11 und von Bombay, die gut ausgebildet sind und deshalb wertvoll für die Kaida; sie werden nur geopfert, wenn eine hinreichende Erfolgswahrscheinlichkeit beseteht.

Zweitens gibt es diejenigen, die Sie erwähnen. Dumme, manchmal debile Menschen. Oft aus Familien, denen man verspricht, der "Märtyrer" würde die ganze Familie emporheben. Sie werden eingesetzt, wenn es genügt, jemandem einen Sprengstoffgürtel umzuschnallen und ihn auf einen Marktplatz zu schicken. Das geht im Irak, in Europa natürlich nicht.

Drittens gibt es zunehmend diejenigen, auf die die aktuelle Strategie der Kaida zugeschnitten ist: Weitgehend autonom agierende Einzeltäter oder kleine Gruppen. Sie liegen zwischen den ersten beiden Gruppen. Nicht so gut ausgebildet wie die erste, aber auch nicht reines Kanonenfutter wie die dritte.

Zitat
Und natürlich können auch Konvertiten mit urdeutschen Namen eine Bombe für Allah zünden. Ich sehe leider keine Möglichkeit sich diese sehr teuren Personenkontrollen zu ersparen.

Es ist, lieber 123, eine Frage der klassischen Entscheidungstheorie: Kosten und Nutzen, die Wahrscheinlichkeiten der einzelnen Outcomes müssen berechnet und dann muß eine Entscheidung getroffen werden.

Wenn man unbegrenzt Geld und Personal hat und wenn man den Passagieren Unbegrenztes zumuten kann, dann kann man nahezu totale Sicherheit erreichen. Dann muß sich eben jeder Passagier wie beim Arzt ausziehen, er wird geröngt, seine Körperöffnungen werden untersucht usw. Ebenso wird jedes Gepäckstück geöffnet, von Sprengstoff-Spürhunden beschnüffelt usw.

Das geht augenscheinlich nicht. Also muß man ein Risiko in Kauf nehmen. Die Frage ist dann, wie man das Ergebnis optimiert, dh wie man eine akzeptable Stufe der Sicherheit mit akzeptablen Kosten und einer akzeptablen Belastung der Passagiere erreicht.

Die, soweit ich sehe, einzige rationale Entscheidung ist es dann, so zu verfahren wie die Israelis.

Herzlich, Zettel

Zettel Offline




Beiträge: 20.200

29.12.2010 10:37
#8 RE: Mitläufer antworten

Zitat von Nonkonformist
Sie haben in Ihrer sehr bemerkenswerten Serie "Wir 68er" 2008 den Zusammenhang im letzten Beitrag vom 19. Mai "Eine deutsche, eine sehr deutsche Bewegung" hergestellt.

In dieser Serie werfen Sie einen, meiner Einschätzung nach, verklärten Blick aus dem "Puppenhaus" auf Ihre eigene 68er-Vergangenheit. Dies hat mich sofort an meine Nazi-Eltern erinnert, wie sie mir in den 50ern mit allerlei "Verrenkungen" verharmlosend versucht haben zu erklären, wieso sie in die "Nazi-Ideologie" hineingeschliddert sind. Auch hier kamen die Adjektive "jung", "idealistisch", "revolutionär" vor. Meine Eltern wurden übrigens bei der Entnazifizierung auch als Mitläufer eingestuft.

Wie würden Sie sich, werter Herr Zettel, bei der 68er Ideologie einstufen?


Ich war, lieber Nonkonformist, damals weder jung, noch idealistisch, noch revolutionär und habe diese Begriffe auch bestimmt nicht für mich verwendet.

Ich hatte, als es losging, mein Studium bereits mit Ausnahme der Promotion abgeschlossen und war wissenschaftlicher Assistent (m.d.V.b.), so hieß das damals.

Ich habe diese "Bewegung" so verfolgt, wie ich es in der Serie geschildert habe - das anfänglich Befreiende gesehen, dann die zunehmende Verlotterung und am Ende das Umkippen in totalitäres Denken.

Meine eigene politische Position hat sich während dieser Zeit leicht geändert, aber eben nur leicht. Ich war davor ein Liberaler und bin es auch in dieser Zeit geblieben; nur sah ich, gar nicht zu Unrecht, damal in der SPD die Partei, die einen fortschrittlichen Liberalismus vertrat.

Diejenigen, die ich damals in der SPD geschätzt habe, waren Leute wie Helmut Schmidt, Willy Brandt, Herbert Weichmann und vor allem Heinz Kühn. Jeden von ihnen achte ich auch heute noch uneingeschränkt. In diese SPD bin ich gegangen und habe dann teils staunend, teils belustigt gesehen, wie Linke, teils Kommunisten, sie zu unterwandern und in eine sozialistische Partei zu transformieren versucht haben. Wie es so geht, habe ich mich erst nur zurückgezogen und bin dann ausgetreten; das war am Tag nach der demagogischen Rede von Oskar Lafontaine auf dem Mannheimer Parteitag.

Also, falls Sie meinen, ich sei irgendwie ein "Mitläufer" gewesen und hätte irgendeine "Amnestie" nötig, dann liegen Sie, lieber Nonformist, so was von schief, daß Sie jetzt ganz, ganz vorsichtig versuchen sollten, sich wieder aufzurichten. Es herrscht Glatteis.

Herzlich, Zettel

C. Offline




Beiträge: 2.639

29.12.2010 11:13
#9 RE: Zettels Meckerecke: Wiefelspütz, Polenz antworten

Lieber Zettel,

ich hatte vor geraumer Zeit angemahnt, dass ich auch die generelle Vorratsdatenspeicherung für diskriminierend halte, weil sie ein ganzes Volk unter Generalverdacht stellt, zumal niemals hundertprozentig sichergestellt sein wird, ob nicht doch diese Daten "geleakt" werden. Also gilt auch hier, Vorratsdatenspeciherung nur bei einem begründeten Verdacht und mit richterlicher Genehmigung.
Die Blähungen von Polenz und Wiefelpütz sind natürlich nur für die Galerie, weil sie gute Presse versprechen.

http://www.iceagenow.com/

123 Offline



Beiträge: 287

29.12.2010 11:15
#10 RE: Zettels Meckerecke: Wiefelspütz, Polenz antworten

Zitat
Wenn man unbegrenzt Geld und Personal hat und wenn man den Passagieren Unbegrenztes zumuten kann, dann kann man nahezu totale Sicherheit erreichen. Dann muß sich eben jeder Passagier wie beim Arzt ausziehen, er wird geröngt, seine Körperöffnungen werden untersucht usw. Ebenso wird jedes Gepäckstück geöffnet, von Sprengstoff-Spürhunden beschnüffelt usw.





Darauf wird es auch hinauslaufen. Igendwann wird ein (islamischer) Selbstmordbomber den Sprengstoff im Körper versteckt an Bord bringen.

Und Anschläge durch (konvertiertes) Flugpersonal an Bord oder auch am Boden einen Anschlag ist ebenfalls nicht auszuschließen.

Und wenn dieses Niveau erreicht ist, wird der Flugverkehr stark zurück gehen. Weil zu teuer und zu gefährlich.


Und dann ?

Es bieten sich auch andere Anschagsziele an. Flugzeuge sind halt so schön späktakular. Aber theoretisch steht jedes Verkehrsmittel mit potentiell "ausreichender" Anzahl Opfer dem Terroristen zur Verfügung.

Außerdem Einrichtungen der Infrastruktur.

Wird alles noch kommen, früher oder später.



Irgendwann wird Bombenterror zum Alltag gehören, so die Krieger Allahs es wollen. Abschrecken kann man sie nicht, abhalten letztlich genauso wenig. Man wird damit leben müssen.


Israel hat hier inzwischen einen Weg gefunden das Anschlagsrisiko deutlich zu reduzieren. Global ist das aber nicht umsetzbar.

Der Westen wird so wie er heute kulturell und psychologisch strukturiert ist, eine Güterabwägung vornehmen: Keine Anschläge, und dafür den Wünschen der Terroristen nachgeben. Natürlich werden die immer neue Forderungen aufstellen, so bald die alte erfüllt ist. Am Ende steht die Einführung der Scharia. Aber dann kann man wieder sicher und günstiger fliegen.

Ob das damit zusammenhängt ? Sehen Sie sich einmal auf der Webseite von Emirates.com an, wie niedrig deren Steuern und Gebühren ausfallen im Vergleich zu westlichen Airlines. Sicher, dort werden Löhne gedrückt, aber Emirates hat rund 90 Euro Zusatzkosten ausgewiesen für einen Flug Frankfurt-Peking, bei europäischen Airlines sind es über 250 €.

Bei westlichen Airlines fliegen teure Skymarschalls mit. Brauchen islamische Airlines das auch ?

So ganz nebenbei und bisher völlig übersehen: Liegt hier ein Wettbewerbsnachteil für westliche Airlines vor ?

Schließlich könnten die Passagiere auf Islam-Airlines wechseln wegen des bisher nicht vorhandenen Anschlagsrisikos und der viel niedrigeren Zusatzkosten.

Das so zu sagen geht natürlich nicht, denn dieser Terror hat laut Medien und Politik nichts mit dem Islam zu tun. Darum dürfte es für westliche Airlines problematisch sein, künftig jedem Sitzplatz einen heiligen Koran beizulegen. Aber gemäß der Denkweise islamischer Terroristen wäre damit ein Anschlagsrisiko so gut wie ausgeschlossen. Denn das eigentliche Ziel des islamischen Terrors ist die Durchsetzung der Ausbreitung des Islam, und das wäre somit erreicht.

heplev Offline



Beiträge: 22

29.12.2010 12:24
#11 RE: Zettels Meckerecke: Wiefelspütz, Polenz antworten

>>Ist eigentlich schon einmal jemand auf den Gedanken gekommen, die unterschiedslose peinliche Kontrolle aller Passagiere als einen "Generalverdacht" zu bezeichnen und zum Gegenstand seiner Empörtheit zu machen? <<
Ja, ich. Nicht zum ersten Mal, aber heute Morgen erst wieder. http://heplev.tumblr.com/post/2511145487...generalverdacht

Nonkonformist ( gelöscht )
Beiträge:

29.12.2010 13:28
#12 RE: Mitläufer antworten

Lieber Herr Zettel,
das liest sich ja jetzt alles sehr distanziert. 2008 schrieben Sie im letzten Beitrag:
"..Also mußte man ihn erfinden. Die kommunistische Propaganda aus der DDR lieferte dazu viel an Grundlegung. Eine Kampagne nach der anderen rollte mit dem Ziel, einen führenden Politiker der Bundesrepublik als Nazi zu verunglimpfen; von dem "SA-Mann Schröder" (langjähriger Außen- und Innenminister; 1969 Heinemann als Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten unterlegen) über den "NS-Propagandisten Kiesinger" bis zu dem "KZ-Baumeister Lübke" und dem "Kommentator der NS-Gesetze Globke".
Schon diese formelhafte Wiederholung der jeweiligen herabsetzenden Bezeichnung zeigt, wie hier Propaganda am Werk war. Aber wir Achtundsechziger glaubten dieser Propaganda nur allzu bereitwillig, die, aus der DDR gesteuert, über Medien wie "Konkret" verbreitet wurde und Mainstream- Medien wie den "Spiegel" und den "Stern" nicht unerheblich beeinflußte. Sie bewies für viele von uns, daß der Adenauer- Staat nur eine Fortsetzung des NS-Staats war; daß die "herrschenden Kreise", die den Nazis an die Macht verholfen hatten, weiter an den Schalthebeln saßen."

Wir glaubten das so sehr, daß der unglückliche Schuß eines überforderten Polizisten, der Benno Ohnesorg tötete, als Fanal eines neuen Faschismus gesehen, daß die Schüsse eines verwirrten Sonderlings auf Rudi Dutschke der "Springer- Presse" in die Schuhe geschoben wurden."

Aber sei dem, wie es sei. Ich schrieb, daß diese Beiträge bemerkenswert sind. Das sind sie aber nicht wegen des Textes, sondern eher wegen dem, was fehlt. Sie wollten ja jüngeren Generationen die 68er erklären. Das geht aber doch nur im Kontext mit der damaligen politischen Realität (Wiederbewaffnung "Vigilia est pretium libertatis"...Sie liberaler Zettel, Sie , Cuba-Krise 62, Tschechoslowakei-Krise 68).
Weiterhin vermisse ich den Hinweis, daß die überwiegende Mehrheit dieser Generation mit dem sog. 68er-Gedankengut nichts "am Hut" hatte.
Wie haben Sie es übrigens damals mit dem Wehrdienst gehalten?
Glatteis macht mir nichts aus. Ich jogge täglich 10 km auf z. Z. glatten Wegen.
Mit frdl. Gruß!

Calimero Offline




Beiträge: 3.278

29.12.2010 13:33
#13 RE: Zettels Meckerecke: Wiefelspütz, Polenz antworten

Werden Typen wie Wiefelspütz oder Polenz eigentlich auch gefilzt, oder brauchen die nur mit ihrem VIP-Ausweis rumwedeln? Als Flugsicherheitsbeamtem wäre es mir sicherlich eine diebische Freude gerade solche Knallchargen äußerst penibel zu überprüfen.

Ansonsten warte ich noch auf die Gründung von Air Infidel. Die dürfte dann ziemlich sicher vor, zumindest islamischen, Selbstmordattentätern sein.

----------------------------------------------------
Wir sind alle gemacht aus Schwächen und Fehlern; darum sei erstes Naturgesetz, dass wir uns wechselseitig unsere Dummheiten verzeihen. - Voltaire

UweS ( gelöscht )
Beiträge:

29.12.2010 13:48
#14 RE: Zettels Meckerecke: Wiefelspütz, Polenz antworten

Man kann sich auf der Sachebene mit den Wiefelspützen und Polenzen auseinanderzusetzen. Aber das ist so sinnvoll wie etwa als Hase sich auf einen Wettlauf mit dem Igel einzulassen. Der Hase kann rennen wie er will, die Igel sind schon allhier. Ein normaler Mensch kann nicht mal so schnell gucken, wie die die neueste ewige Wahrheit oder wissenschaftliche Erkenntnis aus dem Ärmel gezogen haben.
Eine Halbwertszeit der Ergüsse von Wiefelspütz, Polenz usw. kann man nicht angeben. Aber man kann ganz gut voraussagen, bis zu welchem Ereignis deren aktuelle ewige Wahrheiten gelten. Genauer gesagt kommen mehrere in Frage.

Das nächste Verbrechen kommt bestimmt – und damit der nächste Massengentest. In verfassungswidriger, nachgerade faschistischer Art werden nicht alle („vor dem Gesetz sind alle Menschen gleich“) Menschen dieser Welt vorgeladen, sondern nur diejenigen, „die das Pech haben den falschen Pass zu besitzen“ und sich durch andere Merkmale auszeichnen, die nicht mal ansatzweise einen Anfangsverdacht begründen. Üblicherweise lautet das Auswahlkriterium etwa „Männer im Alter 20...50, Wohnsitz im Umkreis 10km vom Tatort“.
Ob die Polenze und Wiefelspütze gegen diese an schlimme Zeiten erinnernde Selektion der 20 bis 50-jährigen protestieren werden?
Mir soll es recht sein. Sollte je eine solche Vorladung in meinem Briefkasten liegen, werde ich antifaschistisch widerstandskämpfen dass die Schwarte kracht, mit „so ging das damals auch los“, „... an der Rampe“ und allem drum und dran. Wiefelspütz und Polenz werde ich als Sachverständige Zeugen laden lassen. Mal sehen, ob die ihre Aussagen aufrechthalten.

Was halten Sie von Diskriminierung? Wir sind dagegen.
Was aber, wenn sie positiv ist? Hm, nuja, also, unter Berücksichtigung ...
Deutschland diskriminiert schon heute. Zwar wenig, aber es ist ein Fakt. Es zeichnet sich ab, dass die Diskriminierung weiter zunehmen wird. Man kann diese Entwicklung ganz gut an der Menge der medialen Berichterstattung über die (selbstverständlich total ergebnisoffen geführten, was anderes würde ich der „deutschen Wissenschaft“ nie unterstellen) wissenschaftlichen Forschungsarbeiten vorhersagen, deren Ergebnis vorhersehbar ergebnisoffen die Forderung nach mehr Diskriminierung ist.
Die geschlechtliche Diskriminierung wird ausgebaut und (wegen der „guten Erfahrungen mit der Quote“) ergänzt durch eine rassische. Das „Gesetz zur Regelung von Partizipation und Integration in Berlin“ (warum nur erinnert mich das an das Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums?) enthält explizit keine rassistische Komponente, sondern lediglich die verpflichtende Beachtung der „interkultureller Kompetenz“. Das ändert aber nichts daran, dass die die Ausführung rassistisch sein wird. Es wird über die Schiene Lob und Tadel laufen. An den Pranger gestellt werden die Bereiche, in denen der Anteil der eingestellten Migranten „immer noch unter dem Bevölkerungsdurchschnitt liegt“, ein Missstand, dessen schnellstmögliche Abstellung sich von selbst versteht.
So werden sie draußen vor der Tür abgewimmelt, die weißen Deutschen ohne Mihigru.
Und die Wiefelspütze und Polenze dieser Welt nehmen diese „Selektion“ mit Gelassenheit.

notquite Offline



Beiträge: 506

29.12.2010 15:00
#15 RE: Zettels Meckerecke: Wiefelspütz, Polenz antworten

Zitat
Und dann ? Es bieten sich auch andere Anschlagsziele an.



Ich finde es erstaunlich, dass sich die Zielplanung islamischer Terroristen ausschließlich auf die Aspekte große Totenzahlen/Störung der Infrastruktur zu konzentrieren scheint. Wenn ich in diesem Gewerbe aktiv wäre, würde ich mir mal ansehen, was in praktisch jeder größeren deutschen/europäischen Stadt so an christlichem Material völlig ungeschützt in der Gegend herumsteht. Man überlege sich mal die Folgen für die mentale Verfassung unserer Gesellschaft, wenn zum Beispiel der Kölner Dom in die Luft gesprengt würde, einfach so.

Pentas ( gelöscht )
Beiträge:

29.12.2010 16:17
#16 RE: Zettels Meckerecke: Wiefelspütz, Polenz antworten

Zitat von notquite
Man überlege sich mal die Folgen für die mentale Verfassung unserer Gesellschaft, wenn zum Beispiel der Kölner Dom in die Luft gesprengt würde, einfach so.


Ich glaube nicht, dass Terroristen die dafür notwendige Menge an Sprengstoff auftreiben können.


hubersn Offline



Beiträge: 750

29.12.2010 16:31
#17 RE: Zettels Meckerecke: Wiefelspütz, Polenz antworten

Zitat von notquite

Zitat
Und dann ? Es bieten sich auch andere Anschlagsziele an.



Ich finde es erstaunlich, dass sich die Zielplanung islamischer Terroristen ausschließlich auf die Aspekte große Totenzahlen/Störung der Infrastruktur zu konzentrieren scheint. Wenn ich in diesem Gewerbe aktiv wäre, würde ich mir mal ansehen, was in praktisch jeder größeren deutschen/europäischen Stadt so an christlichem Material völlig ungeschützt in der Gegend herumsteht. Man überlege sich mal die Folgen für die mentale Verfassung unserer Gesellschaft, wenn zum Beispiel der Kölner Dom in die Luft gesprengt würde, einfach so.




Der Kölner Dom wäre ein extrem anspruchsvolles Ziel. Damals wurde noch ursolide gebaut, ich denke selbst ein Profisprengteam hätte da seine Schwierigkeiten, wenn es den Sprengstoff nicht in mehreren LKWs vorfahren könnte, sondern irgendwie heimlich reinschmuggeln und befestigen müsste.

Wenn ich Terrorist wäre, ich würde den Zugverkehr ins Visier nehmen. Auf freier Strecke mit ein wenig Sprengstoff einen ICE entgleisen zu lassen, und das eventuell an mehreren Stellen gleichzeitig (gut, das wäre anspruchsvoll, weil die Bahn so unzuverlässig ist...) - das geht mit wenig Personal, mit wenig Sprengstoff und mit null Entdeckungsrisiko. Da braucht es nicht mal Selbstmordattentäter.

Gruß,
hubersn

Zettel Offline




Beiträge: 20.200

29.12.2010 17:08
#18 Achtundsechziger antworten

Zitat von Nonkonformist

Zitat von Zettel
Schon diese formelhafte Wiederholung der jeweiligen herabsetzenden Bezeichnung zeigt, wie hier Propaganda am Werk war. Aber wir Achtundsechziger glaubten dieser Propaganda nur allzu bereitwillig, die, aus der DDR gesteuert, über Medien wie "Konkret" verbreitet wurde und Mainstream- Medien wie den "Spiegel" und den "Stern" nicht unerheblich beeinflußte. Sie bewies für viele von uns, daß der Adenauer- Staat nur eine Fortsetzung des NS-Staats war; daß die "herrschenden Kreise", die den Nazis an die Macht verholfen hatten, weiter an den Schalthebeln saßen.



Hervorhebung jetzt von mir.

Lesen Sie bitte genau, lieber Nonkonformist. "Wir Achtundsechziger" bezeichnet hier eine Generation mit bestimmten gemeinsamen Erfahrungen und verbreiteten Überzeugungen. Alle, die damals zwischen, sagen wir, 18 und 30 waren, sind davon beeinflußt worden; die einen so und die anderen anders.

Wie das bei mir war, das habe ich Ihnen jetzt geschildert. Vielleicht möchten ja andere (Sie?), die zur selben Generation gehören, einen Rückblick geben, wie es bei ihnen war? Es wird bei jedem verschieden gewesen sein.

Ich müßte beispielsweise überlegen, welche der in dem Zitat genannten Anschuldigungen mir persönlich glaubhaft erschienen waren und welche nicht. Schwierig. Ich war damals ein Skeptiker wie heute; vermutlich werde ich bei den meisten gedacht haben, daß man es nicht weiß.

Ich erinnere mich ziemlich sicher, daß mir die Anschuldigungen gegen Lübke immer unglaubhaft erschienen, weil ich diesem Mann nicht zutraute, KZs gebaut zu haben. Daß Adenauer ein integrer Demokrat war, das war mir klar. Für glaubhaft hielt ich, wenn ich mich recht erinnere, die Anschuldigungen gegen Globke und Oberländer. Die gegen Kiesinger stimmten, erschienen mir aber aufgebauscht.

Der Propaganda gegen Strauß hingegen glaubte ich damals. Ich hielt ihn für einen gefährlichen Mann mit einem schwach entwickelten demokratischen Bewußtsein. Das hat sich erst zu ändern begonnen, nachdem ich seine Autobiographie gelesen hatte. Auch heute ist mir freilich etwas mulmig bei dem Gedanken, er wäre Kanzler geworden.

Denn er war zwar ein aufrechter Demokrat, aber doch auch eine explosive Persönlichkeit. Ein Machtmensch wie, sagen wir, Gerhard Schröder, der auch als Kanzler hätte Unheil anrichten können, wenn wir damals nicht schon in ruhigen Zeiten gelebt hätten.



Also, lieber Nonkonformist: Sie haben diesen Rückblick auf eine Generation in meiner Serie offenbar mit so etwas wie biographischen Bekenntnissen von Zettel verwechselt. Das war und ist das nicht; auch wenn ich natürlich meine Erfahrungen verwertet habe. Aber es ging mir um die Beschreibung einer Zeit, nicht um ein Stück Autobiographie; dafür ist ZR nicht der Ort.

Danke, daß Sie mir durch Ihr Mißverständnis die Gelegenheit gegeben haben, das klarzustellen.

Herzlich, Zettel

Zettel Offline




Beiträge: 20.200

29.12.2010 17:48
#19 RE: Zettels Meckerecke: Wiefelspütz, Polenz antworten

Zitat von C.
Die Blähungen von Polenz und Wiefelpütz sind natürlich nur für die Galerie, weil sie gute Presse versprechen.


Wahrscheinlich. Aber die Justizministerin hat sich ja binnen Stunden ebenfalls vehement zu Wort gemeldet.

Die Idee ist tot, bevor sie überhaupt sachlich diskutiert werden konnte. Und das ist in vielen Fällen so.

Insofern war der Fall Sarrazin ein Lehrstück, allerdings nur der erste Akt: Bevor auch nur eine Diskussion anhebt, wird eine Barriere aufgebaut (hier mit Hilfe des unglaublichen Auschwitz-Vergleichs; ich wundere mich a bisserl, daß darauf hier im Thread noch niemand eingegangen ist). Die betreffende Sache ist dann erledigt; falls es sich um eine Person handelt, ist der Betreffende gebrandmarkt.

Bei Sarrazin hat es zum Entsetzen der Linken nicht funktioniert. Bei diesem jetzigen Vorschlag, der freilich einen bescheideneren Stellenwert hat, dürfte es wieder funktionieren.

Und natürlich spielt dabei immer auch die präventive Wirkung eine Rolle: Für die Karriere von Christoph Blume dürfte sein Vorschlag nicht eben förderlich gewesen sein. Mit jedem solchen Vorfall schwindet die Bereitschaft, irgend etwas zu sagen oder vorzuschlagen, was den Empörtheits-Reflex auslösen könnte.

Herzlich, Zettel

Gorgasal Offline




Beiträge: 3.969

29.12.2010 19:11
#20 RE: Zettels Meckerecke: Wiefelspütz, Polenz antworten

Interessanterweise gab es gerade unlängst in Significance, einem Journal der Royal Statistical Society, ein nettes kurzes Paper zum Nutzen von Profiling (das Verfahren ist de facto eine Art von importance sampling).

Zitat von Abstract
In a world threatened by terrorists from a small number of countries, it is tempting to think that racial profiling for security purposes, even if morally objectionable, might save lives. But is it mathematically sound? William Press shows that even with unrealistically perfect data it is surprisingly difficult to gain any benefit from such profiling.


Erstens ist es schwierig, die Detektionswahrscheinlichkeit gegenüber zufälligen Stichproben zu erhöhen, und zweitens ist der Gewinn an Detektionswahrscheinlichkeit gering.

Vielleicht ein bisschen überraschend ist, dass hier ein Quadratwurzelgesetz gilt: sind Mitglieder der Gruppe A mit neunmal so hoher Wahrscheinlichkeit Terroristen wie Mitglieder der Gruppe B, dann ist die optimale Strategie, jedes Mitglied der Gruppe A mit dreimal so hoher Wahrscheinlichkeit für Kontrollen herauszuziehen wie ein Mitglied der Gruppe B - und nicht etwa neunmal so hoch.

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La historia claramente demuestra que gobernar es tarea que excede la capacidad del hombre. - Nicolás Gómez Dávila, Escolios a un Texto Implícito

Gorgasal Offline




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29.12.2010 19:31
#21 RE: Zettels Meckerecke: Wiefelspütz, Polenz antworten

Und noch ein Problem - Profiling ist hochgradig anfällig gegenüber Angriffen vom Typ Carnival Booth (siehe auch hier): man schickt seine Terroristen einfach auf zehn Probeflüge ohne Sprengstoff. Wenn sie dabei häufig intensiv gefilzt werden, dann weiß man, dass sie wahrscheinlich herausprofiliert werden; diese Kandidaten schickt man zurück nach Jemen. Das macht man so lange, bis man ein paar Leute beisammen hat, die durch das Raster durchfallen. Die schickt man dann zum Ernstfall los. Bumm.

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La historia claramente demuestra que gobernar es tarea que excede la capacidad del hombre. - Nicolás Gómez Dávila, Escolios a un Texto Implícito

Techniknörgler Offline



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29.12.2010 19:56
#22 RE: Zettels Meckerecke: Wiefelspütz, Polenz antworten

@Gorgasal:

Das israelische Sicherheitskonzept basiert ja auch nicht nur auf Profiling, sondern auch auf Vorgesprächen und Psychologie.

Gorgasal Offline




Beiträge: 3.969

29.12.2010 20:07
#23 RE: Zettels Meckerecke: Wiefelspütz, Polenz antworten

Zitat von Techniknörgler
Das israelische Sicherheitskonzept basiert ja auch nicht nur auf Profiling, sondern auch auf Vorgesprächen und Psychologie.


Hm. Wo ist der Unterschied?

Profiling im Sinne des Artikels von Press sowie des Carnival Booth-Ansatzes ist dadurch charakterisiert, dass unterschiedliche Personengruppen unterschiedliche Terrorismus-Prävalenzen aufweisen - mehr nicht. Ob die Personengruppen dabei durch "Muslim", "dunkle Hautfarbe", "männlich, 20-35 Jahre alt" oder "nervös im Gespräch mit Uzitragenden Sicherheitsleuten" definiert sind, ist völlig unerheblich.

Gibt es irgendwo eine Beschreibung des israelischen Sicherheitskonzepts?

--
La historia claramente demuestra que gobernar es tarea que excede la capacidad del hombre. - Nicolás Gómez Dávila, Escolios a un Texto Implícito

vielleichteinlinker ( gelöscht )
Beiträge:

29.12.2010 21:02
#24 RE: Zettels Meckerecke: Wiefelspütz, Polenz antworten

Zitat
Das israelische Sicherheitskonzept basiert ja auch nicht nur auf Profiling, sondern auch auf Vorgesprächen und Psychologie.


...und noch mehr. Profiling hilft alleine nämlich nichts - aus den von Gorgosal genannten Gründen. (Hier passt am besten der Witz von den Bären die Bücher nicht lesen in denen steht, dass Bären keine Menschen fressen)

Deswegen sehe ich die Kritik an dem Plan auch als gerechtfertigt an: Hier wird nicht mehr sondern weniger für Sicherheit getan und damit vertuscht, dass etwas "effektiver eingesetzt" werden soll.

Es werden also Kontrollen zurückgeschraubt. Von mir aus. Solange Handgepäck so ohne weiteres mitgenommen werden kann (etwas, dass ich nie verstehen werde!) und das Cockpit nicht zugeschweißt wird soll's mir Recht sein. Einmal im Jahr - nach England oder in die USA - flieg' ich mit mulmigem Gefühl, ansonsten nehme ich die Bahn.

vielleichteinlinker ( gelöscht )
Beiträge:

29.12.2010 21:12
#25 RE: Achtundsechziger antworten

Zitat
hier mit Hilfe des unglaublichen Auschwitz-Vergleichs; ich wundere mich a bisserl, daß darauf hier im Thread noch niemand eingegangen ist


Auschwitz ist ja inzwischen, links wie rechts, nicht mehr historisches Ereignis sondern moralische Kategorie. Ähnlich wie "Hitler". Mich wundert, dass der Spiegel die "Selektion" noch einmal erklären musste.

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