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ZETTELS KLEINES ZIMMER

Das Forum zu "Zettels Raum"



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Dieses Thema hat 32 Antworten
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 Kommentare/Diskussionen zu "Zettels Raum"
Seiten 1 | 2
Thomas Pauli Offline




Beiträge: 1.486

11.04.2013 09:36
#26 RE: In vino veritas Antworten

Zitat
Zitat The Telegraph, 08 April 2013
_____________
"Britain could become one of the world's top wine-producing regions by 2050 if climate change continues unabated, a study suggests.


Lieber Ulrich Elkmann,

auch wenn die Studie die notwendige Anzahl von "coulds", "suggests" enthält, also etliche Junk-Merkmale aufweist, erstaunt mich immer wieder, wieviel Massenträgheit die Gewohnheit doch aufweist. Auch wenn es seit 15 Jahren zu keiner Erhöhung der Globaltemperaturen gekommen ist, wird dies einfach nicht zur Kenntnis genommen.

Herzlich, Thomas

Fluminist Offline




Beiträge: 1.969

11.04.2013 15:34
#27 RE: In vino veritas Antworten

Zitat von Ulrich Elkmann im Beitrag #24
http://www.washingtonpost.com/blogs/capital-weather-gang/wp/2013/03/29/cold-march-sets-records-across-europe/

Zitat Washington Post, 29 March 2013
_____________
"The Met Office reports this has been the UK’s coldest March since 1962, with an average temperature 3ºC (5.4 ºF) below normal. Through March 26, the mean national temperature was 2.5ºC, making it the 4th coldest March since records began in 1910."
_____________

Den Klimawandel in seinem Lauf halten aber weder Schnee noch Eiseskälte auf:
Britain could become top wine growing region

Zitat The Telegraph, 08 April 2013
_____________
"Britain could become one of the world's top wine-producing regions by 2050 if climate change continues unabated, a study suggests. [...]Britain's wine industry has already enjoyed substantial growth in recent years, and growers in the south east reporting earlier harvests due to rising temperatures. [...] In contrast large swathes of northern Europe stretching from Brittany to northern Germany, the Netherlands and even parts of Russia are forecast to be suitable for viticulture by the middle of this century according to a majority of climate models."
_____________



Angesichts dieses nicht endenwollenden Winters können wir ja heilfroh sein, daß die Schurnaille stramm auf Klimaerwärmung programmiert ist. Wäre die gängige Theorie, wie noch vor 2-3 Jahrzehnten, daß wir uns auf eine neue Eiszeit zubewegen, dann müßten wir jetzt eine tägliche mediale Dusche frostiger Katastrophenszenarios über uns ergehen lassen.

Es hat doch alles sein Gutes.

Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 7.785

11.04.2013 16:54
#28 RE: In vino veritas Antworten

Zitat von Fluminist im Beitrag #27
Wäre die gängige Theorie, wie noch vor 2-3 Jahrzehnten, daß wir uns auf eine neue Eiszeit zubewegen, dann müßten wir jetzt eine tägliche mediale Dusche frostiger Katastrophenszenarios über uns ergehen lassen.


Die Welt vor einer Eiszeit

Zitat Stimme Russlands, 3.3.2013
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Russische Wissenschaftler sagen voraus, dass 2014 eine kleine Eiszeit beginnen werde. Sie widerlegen die These von einer globalen Erderwärmung und bezeichnen sie als einen Marketingtrick.
___________

Andererseits entsinnt sich unsereins, daß eine Koryphäe wie Heinz Kaminski vom in Bochum weltberühmten "Kap Kaminski" im Frühling & Sommer 1973 (nach einem recht heftigen Winter '72-73) auf-&-ab durch die dt. Presse lief & verkündete: "In diesem Winter beginnt die neue Eiszeit!"

Noricus Offline



Beiträge: 2.310

11.04.2013 19:05
#29 RE: In vino veritas Antworten

Zitat von Fluminist im Beitrag #27
Angesichts dieses nicht endenwollenden Winters


Wo will denn der Winter nicht enden? In den meisten Regionen Deutschlands (und in Österreich flächendeckend in allen Landeshauptstädten) herrschen deutlich zweistellige Plusgrade. Das nenne ich Frühling

Die Klagen über den langen Winter habe ich mit einigem Erstaunen wahrgenommen. Meines Erachtens war dieser Winter nicht länger als andere, er fand nur zeitlich nach hinten verlagert statt.

Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 7.785

11.04.2013 20:48
#30 RE: In vino veritas Antworten

Zitat von Fluminist im Beitrag #27
Wäre die gängige Theorie, wie noch vor 2-3 Jahrzehnten, daß wir uns auf eine neue Eiszeit zubewegen, dann müßten wir jetzt eine tägliche mediale Dusche frostiger Katastrophenszenarios über uns ergehen lassen.


Historisch kann man die Initialzündung der gegenwärtigen putativen Erwärmung auf Anfang 1979 datieren:

Zitat Harry Binswanger, Forbes
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In January of 1979, a New York Times article was headlined: “Experts Tell How Antarctic Ice Could Cause Widespread Floods.” The abstract in the Times archives says: “If the West Antarctic ice sheet slips into the sea, as some glaciologists believe is possible, boats could be launched from the bottom steps of the Capitol in Washington and a third of Florida would be under water, a climate specialist said today.”
____________

Davon war Eiszeit im Angebot. Der deutsche locus classicus im papierenen Kollektivgedächtnis der Be-Er-Deh ist dieser Bericht: "Katastrophe auf Raten":

Zitat Sturmgeschütz der Demokratie 33/1974 *
____________
Kommt eine neue Eiszeit? Nicht gleich, aber der verregnete Sommer in Nordeuropa, so befürchten die Klimaforscher, war nur ein Teil eines weltweiten Wetterumschwungs -- ein Vorgeschmack auf kühlere und nassere Zeiten. ... Weit dramatischer kündigte sich unterdes der globale Klima-Umschwung in Südostasien, Afrika oder auf dem südamerikanischen Kontinent an. Sintflutartige Regenfälle überschwemmten in jüngster Zeit immer öfter Teile Japans oder Perus. In Argentinien, in Indien und Südafrika sanken im letzten Winter die Temperaturen auf Werte. wie sie seit Beginn der wissenschaftlichen Wetterbeobachtung vor etwa 300 Jahren noch nie registriert wurden.
____________

Das war allerdings auch schon damals nur ein Aufspringen auf einen anfahrenden Zug. Der Auslöser war ein Report in TIME Magazine, "Another Ice Age", 24. Juni 1974.

"When meteorologists take an average of temperatures around the globe they find that the atmosphere has been growing gradually cooler for the past three decades. The trend shows no indication of reversing. Climatological Cassandras are becoming increasingly apprehensive, for the weather aberrations they are studying may be the harbinger of another ice age. ... Whatever the cause of the cooling trend, its effects could be extremely serious, if not catastrophic. Scientists figure that only a 1% decrease in the amount of sunlight hitting the earth’s surface could tip the climatic balance, and cool the planet enough to send it sliding down the road to another ice age within only a few hundred years."

(Hier ein kleiner Überblick über die kommende Eiszeit zu Zeiten von ABBA & Familie Hoppenstedt.)


mit einem kleinen Vorklapp von 1970: "Kommt eine neue Eiszeit?" (5/1970, v. 30.1.):

"Dreimal in den vergangenen vier Jahren rückte, nach fast einem halben Jahrhundert, wieder Packeis vom Polarkreis bis zu Islands Küsten vor. Die Kältewelle dieses Winters scheint eine Hypothese amerikanischer Meteorologen zu bestätigen: Durch kosmische Einflüsse, vor allem Sonnenflecken, gehe die Erde einer neuen Eiszeit entgegen. In 250 Jahren, so die Prognose der Wetterforscher, könnte sie dasein."

Allerdings oszillierte der Spiegel auch schon andersrum:

Zitat "Die besten Jahre sind vorüber", Der Spiegel 23/1966 vom 30.5.
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SPIEGEL: Herr Dr. von Rudloff, wir haben hier aus dem Archiv die Akte "Klimaveränderungen", wir dürfen einmal vorlesen, da heißt es 1951: "Neue Eiszeit in Sicht"; 1953: "Tropisches Klima für Europa", im selben Jahr, drei Wochen später: "Sonnentemperatur steigt - trotzdem wird es kälter". 1955 ist wieder von einer bevorstehenden Eiszeit die Rede, 1957 heißt es dann, unser Klima werde "immer windiger". 1963 wird die Welt, einer britischen Prognose zufolge, wieder "immer kälter", im Mai 1964 prophezeiten die Sowjets: "Das Erdklima wird milder". Nun wird es wieder einmal - nach Ihrer Theorie - kälter. Die Versuchung ist groß, Ihre Prognose geduldig vor die arideren zu heften und die nächste abzuwarten. ... Und sind es vielleicht nicht doch die Atombomben?
VON RUDLOFF: Wir können mit Sicherheit sagen, daß die Klimaverschlechterung, die wir seit 1954 bei uns erleben, mit den Atomversuchen nichts zu tun hat.
______________

Dagegen hielt man es 1957 noch für möglich, daß das schlechte Wetter von den Atombomben kommt:

Zitat "Das Bombenwetter", Nr.50, 11.12.1957
_____________
In den letzten zwölf Jahren - also solange Atom- und Wasserstoffbomben serienweise erprobt werden - hat sich die elektrische Leitfähigkeit der Luft versechsfacht. Aus dieser Tatsache ...folgerte Dr. Byers, daß die Atombombenversuche möglicherweise doch das Wetter beeinflussen. ...Aber die Skeptiker gaben sich noch nicht geschlagen. Konnten Atombombenversuche, so fragten sie, nicht bei instabilen Wetterlagen einen Umschwung auslösen und sozusagen als Zündfunke im Pulverfaß des Wetters wirken? Die Meteorologen gaben zu, daß eine solche Atombombenwirkung gelegentlich von örtlicher Bedeutung sein könne.
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(* könnte es sein, daß "Sturmgeschütz" die Steigerungsform von "Revolverblatt" darstellt?)

Hausmann Offline



Beiträge: 710

11.04.2013 21:39
#31 RE: In vino veritas Antworten

Ergänzend aus der DDR, in der beliebten akzent-Taschenbuchreihe:
J. Marcinek, Droht eine nächste Eiszeit? Urania-Verlag 1982. mfG

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Mehr Liberalismus wäre dringend vonnöten. Zettel

Fluminist Offline




Beiträge: 1.969

12.04.2013 11:23
#32 RE: In vino veritas Antworten

Zitat von Noricus im Beitrag #29
Zitat von Fluminist im Beitrag #27
Angesichts dieses nicht endenwollenden Winters


Wo will denn der Winter nicht enden? In den meisten Regionen Deutschlands (und in Österreich flächendeckend in allen Landeshauptstädten) herrschen deutlich zweistellige Plusgrade. Das nenne ich Frühling

Die Klagen über den langen Winter habe ich mit einigem Erstaunen wahrgenommen. Meines Erachtens war dieser Winter nicht länger als andere, er fand nur zeitlich nach hinten verlagert statt.

Eine Klage sollte es eigentlich nicht sein, nur eine Beobachtung, die sich freilich auf meinen lokalen Wahrnehmungsbereich beschränkt: ich kann mich deutlich daran erinnern, in der Karwoche und an den Osterfeiertagen in München durch den Schnee gestapft zu sein (das ist natürlich nichts besonderes; Schnee zu Ostern hatten wir auch Mitte der 70er Jahre); und bei mir-hier im Südwesten Großbritanniens haben wir seit Dezember durchgehend einstellige Temperaturen: das ist in einer Gegend, in der man eigentlich daran gewöhnt ist, daß pünktlich zum St. Davids Day (1. März) die Narzissen blühend ihren Mann stehen und die Mädchen ihre Sommergarderobe ausführen, schon eher ungewöhnlich.

Noricus Offline



Beiträge: 2.310

12.04.2013 19:27
#33 RE: In vino veritas Antworten

Zitat von Fluminist im Beitrag #32
bei mir-hier im Südwesten Großbritanniens haben wir seit Dezember durchgehend einstellige Temperaturen: das ist in einer Gegend, in der man eigentlich daran gewöhnt ist, daß pünktlich zum St. Davids Day (1. März) die Narzissen blühend ihren Mann stehen und die Mädchen ihre Sommergarderobe ausführen, schon eher ungewöhnlich.


Die Verwunderung ob dieser Ausnahmeverhältnisse kann ich verstehen. Wenn ich von Klagen sprach, bezog ich mich in erster Linie auf das, was die deutsche Presse seit ein paar Wochen veranstaltet: Da war dann schon Anfang April vom "Jahr ohne Sommer" die Rede, und heute habe ich als Reaktion auf das für Montag prognostizierte Temperaturmaximum von 27 Grad (plus) auf einem Internet-Portal "Endlich!" gelesen. Die Erwartungen an einen Monat mit r sollten vielleicht etwas realistischer sein.

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