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ZETTELS KLEINES ZIMMER

Das Forum zu "Zettels Raum"



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Dieses Thema hat 40 Antworten
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 Kommentare/Diskussionen zu "Zettels Raum"
Seiten 1 | 2
Llarian Offline



Beiträge: 3.914

23.01.2017 01:04
No, you can't antworten

Vielleicht als Rahmenprogramm zu den ganzen Trump Artikeln: Eine kleine Bewertung einer Präsidentschaft.

Frank2000 Offline




Beiträge: 1.504

23.01.2017 10:25
#2 RE: No, you can't antworten

Die Antwort aus dem bekannten politischen Lager ist doch klar: "man" hat Obama halt nicht machen lassen.

Die richtige Vorgehensweise gemäß diesem Denkschema ist also, so lange wählen zu lassen, bis ein Heilsbringer wie Obama oder Merkel am Ruder ist und dann zu einer Präsidialherrschaft zu wechseln (das Wort Diktatur klingt so negativ) und das tumbe Volk auch gegen deren Willen ins Licht zu führen.

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Kommunismus mordet.
Ich bin bereit, über die Existenz von Einhörnern zu diskutieren. Aber dann verlange ich außergewöhnlich stichhaltige Beweise.

max Offline



Beiträge: 135

23.01.2017 11:52
#3 RE: No, you can't antworten

Man könnte auch noch erwähnen, dass er und sein Adlatus Holder den mit seinen freundlichst gesagt grenzwertigen Einmischungen den Rassenkonflikt angeheizt hat, wenn man die Masstäbe anlegt, die an Trump angelegt werden, eine rassistische Richterin im obersten Bundesgericht installiert hat, mittels dekreten so viel am Parlament vorbeiregiert hat, wie kaum einer vor ihm etc.

Zum Artikel, lieber Llarian nur eine Kritik: Es heisst glücklicherweise nicht mehr you can't, sondern you couldnt

Nola Offline




Beiträge: 1.460

23.01.2017 12:28
#4 RE: No, you can't antworten

a

Zitat

Zitat Llarian

Was war der Mann ein Hoffnungsträger.




Aber die Amis haben wenigstens nach acht Jahren Unfug (von wem auch immer), den Schutz einer Personen-Wiederwahl per Gesetz eingebaut.

Im übrigen wundert es mich nicht, das derzeit die meisten Medien (und da wirklich unsere ÖR an der Spitze) unermüdlich auf Trump "einhauen". Demokratische Akzeptanz gilt nur, wenn sie die eigene Moral beinhaltet.

Ein Trauerspiel, was wir derzeit erleben, denn mit jeder gesprochenen und geschriebenen Zeile wird hier erneut ein Angstgegner aufgebaut. Wobei der wirkliche Angstgegner an ganz anderer Stelle zu finden ist und permanent schöngeredet und deren konkrete Zahlen verschwiegen werden und zum Schluß als Bereicherung verkauft worden sind. Kein Wunder das Amiland mit dem neuen Präsidenten nicht hilfreich dabei sein kann.

♥lich Nola

---------------------------

Status quo, nicht wahr, ist der lateinische Ausdruck für den Schlamassel, in dem wir stecken.
Zettel im August 2008

Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 6.534

23.01.2017 13:01
#5 RE: No, you can't antworten

Zitat von Llarian, ZR
Mit welch einer Bugwelle ist der Mann vor fast neun Jahren angetreten: Der Mittler, der die gespaltene Nation eint. Der Friedensbringer, der die Welt zu einem sichereren Ort macht

.

Nicht zu vergessen: Reklame in eigener Sache - wie in dieser Wahlkampfrede vom Juni 2008:

Zitat von Obama’s Nomination Victory Speech In St. Paul
I am absolutely certain that generations from now, we will be able to look back and tell our children that this was the moment when we began to provide care for the sick and good jobs to the jobless; this was the moment when the rise of the oceans began to slow and our planet began to heal.



http://www.huffingtonpost.com/2008/06/03...y_n_105028.html

Eine nette graphische Bilanzierung an der Heimatfront: https://heplev.files.wordpress.com/2017/...-better-off.jpg

Man sollte aber schonend mit dieser Bilanz umgehen. Als ich vor gut einem halben Jahr beim kollegialen Mittagstisch - lauter akademisch Graduierte & Sehr An Politik Drüben Interessiert - en passant bemerkte, daß Oabama zweifellos der schlechteste Präsident sei, den die USA je gehabt hätten, ärger als Warren G. Harding oder Ulysses S. Grant, löste die Ketzerei Schockstarre aus.



"Les hommes seront toujours fous; et ceux qui croient les guérir sont les plus fous de la bande." - Voltaire

AldiOn Offline




Beiträge: 949

23.01.2017 14:22
#6 RE: No, you can't antworten

Die Anhänger von Obama werden seine Präsidentschaft ganz toll sehen und bei Trump wird es genau so sein. Ganz egal wie seine Präsidentschaft verläuft - seine Anhänger werden sie toll finden und seine Gegner als Katastrophe.

Insofern kann man aus dem Beitrag von Llarian nur schließen wie er schon vor 8 Jahren über Obama gedacht hat.

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Wegen der aktuellen Krise werde ich fortan Krimsekt, russischen Kaviar, russische Puppen, russische Eier und Boeuf Stroganoff boykottieren

Frank2000 Offline




Beiträge: 1.504

23.01.2017 15:10
#7 RE: No, you can't antworten

Werter AldiOn,
Ich verstehe Ihr Argument. Und man könnte durchaus die These vertreten, das größte Lob für einen Politiker sei, nichts falsch gemacht zu haben. Ich selbst neige dieser These zu. Wenn man Politiker schon nicht ganz verhindern kann, dann sollen die wenigstens die Füße still halten.

Allerdings könnte man auch diskutieren, dass Obama die USA in jeder Hinsicht schlechter hinterlässt als zu der Zeit, als er die Macht übernahm. Dazu wurde weiter oben ein Link eingestellt. Wie könnte man bei solchen Zahlen zu dem Schluss kommen, Obama sei ein guter Präsident gewesen?

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AldiOn Offline




Beiträge: 949

23.01.2017 15:18
#8 RE: No, you can't antworten

Zitat von Frank2000 im Beitrag #7
Wie könnte man bei solchen Zahlen zu dem Schluss kommen, Obama sei ein guter Präsident gewesen?
Das müssen Sie seine Anhänger fragen. Ich gehöre nicht dazu.

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Noricus Offline



Beiträge: 1.787

23.01.2017 21:04
#9 RE: No, you can't antworten

Das Problem mit Obama und seiner Heiligsprechung durch das europäische Juste Milieu ist, dass ein Narziss als Welterlöser inszeniert und inzensiert wurde.

Gorgasal hat in einem Beitrag aus dem Jahr 2009 auf Obamas befremdliche Unlust auf jegliches Nobelpreis-Rahmenprogramm verwiesen und die Frage nach der Kinderstube des allseits Gelobten gestellt. Bei einem Künstler würde man so etwas vielleicht noch hinnehmen, aber beim mächtigsten Mann der Welt geht so etwas überhaupt nicht.

Zettel hat die Menschen Romney und Obama miteinander verglichen, was sehr wenig vorteilhaft für den nunmehr scheidenden Präsidenten ausfiel. Die in Zettels Artikel zitierte Karin McQuillan sprach zu Recht von "Obama's narcissism" und konstatierte: "It's all about him." Genau: Obama ging es immer nur um ihn selbst.

Die Tritte gegen Hillary Clinton nach deren Wahlschlappe runden das Bild ab. Obama hätte sich zu diesem Thema viel diplomatischer äußern können, z.B. dahin, dass er ja ohnehin nicht zur Wiederwahl stand und man sich deshalb solche Gedankenspiele sparen könne. Aber nein: Obama musste seiner Parteifreundin Clinton noch eine mitgeben, ganz nietzscheanisch: "Was fällt, das soll man auch noch stoßen" (Also sprach Zarathustra).

Obama war sich stets selbst genug, und ihm wurde dafür von der vereinigten abendländischen Linken auch noch applaudiert. Du hast völlig Recht, lieber Llarian, wenn Du behauptest, dass Obama in der Position gewesen wäre, wirklich etwas zu verändern - bei all dem guten Willen und den Vorschusslorbeeren, mit denen er überhäuft wurde. Doch diesen Möglichkeiten stand wohl Obamas Persönlichkeit entgegen.

Ich finde es ja schon beinahe lustig, wenn jetzt allenthalben über Trumps Narzissmus lamentiert wird. Das mag nicht unberechtigt sein. Doch auf Obama hätte dieser Vorwurf mindestens ebenso gut gepasst.

Frankenstein Offline




Beiträge: 413

24.01.2017 00:14
#10 RE: No, you can't antworten

Zitat von Llarian im Beitrag #1
Vielleicht als Rahmenprogramm zu den ganzen Trump Artikeln: Eine kleine Bewertung einer Präsidentschaft.


Typo im Titel: Muss "couldn't" statt "coudn't" heissen.

Llarian Offline



Beiträge: 3.914

24.01.2017 00:39
#11 RE: No, you can't antworten

Zitat von Noricus im Beitrag #9
Die Tritte gegen Hillary Clinton nach deren Wahlschlappe runden das Bild ab. Obama hätte sich zu diesem Thema viel diplomatischer äußern können, z.B. dahin, dass er ja ohnehin nicht zur Wiederwahl stand und man sich deshalb solche Gedankenspiele sparen könne.

Das interessante daran ist, lieber Noricus, dass dem vermutlich sogar gestimmt hätte. Obama wäre vermutlich wirklich wiedergewählt worden. Und zwar aus dem selben Grund aus dem er es schaffte die vorher so favorisierte Clinton aus dem Sattel zu heben und auch die Wiederwahl schaffte, obschon seiner mehr als schlechten Bilanz bereits nach vier Jahren: Mit einer gesunden Portion Rassismus. Natürlich die "gute Sorte", die nie ein Linker zum Vorwurf erheben würde, aber doch sehr deutlich ist. 95% der schwarzen Bevölkerung stimmte für Obama, und die meisten gingen auch zur Wahl. Im Rahmen der üblichen Zweiteilung in den USA war das die absolut sichere Bank. Hillary Clinton hat ja das selbe versucht, es hat nur nicht funktioniert.

dentix07 Offline



Beiträge: 44

24.01.2017 08:55
#12 RE: No, you can't antworten

...ein australischer Witz über die US-Amerikaner: Als Ronald Reagan Präsident war, hatten sie Steve Jobs, Jonny Cash und Bob Hope. Das war eine gute Zeit. Heute mit Obama haben sie weder Jobs noch Cash noch Hope.“
(Irgendwo im Netz gefunden!)
Wo hier gerade Obamas Slogan "Yes, we can!" wieder zitiert wurde, fiel mir auf: Ist "Wir schaffen das!" nicht die deutsche Entsprechung!?

Publius Offline



Beiträge: 38

24.01.2017 13:36
#13 RE: No, you can't antworten

Zitat
Der Mann kann nichts. Und er konnte auch nie was, außer von einem Teleprompter ablesen.


Naja, ich glaube schon, dass Obama Talente hat, sonst wäre er nicht zweimal zum US-Präsidenten gewählt worden. Allerdings sind seine Fähigkeiten nicht unbedingt ein Garant für eine erfolgreiche Politik. Obama ist ein begnadeter Redner (wahrscheinlich wie kein US-Präsident vor ihm) und hat es geschafft, sich in den Medien gut darzustellen. Ich erinnere mich, als Obama und das republikanisch dominierte Repräsentantenhaus sich um die Anhebung der Schuldengrenze, von Obama befürwortet, von den Republikanern abgelehnt, stritten. Schließlich lenkten die Republikaner ein, weil sie befürchteten (wahrscheinlich zu recht), dass für die Konsequenzen sie von der Bevölkerung verantwortlich gemacht werden. Wer auf diese Weise es geschafft hat, acht Jahre lang seine Inkompetenz als Staatsmann zu verbergen und erfolgreich die Schuld für Krisen allein seinen politischen Gegner in die Schuhe zu schieben, kann nicht als jemand beschrieben werden, der „nichts kann“.

Zitat von Ulrich Elkmann im Beitrag #5
Man sollte aber schonend mit dieser Bilanz umgehen. Als ich vor gut einem halben Jahr beim kollegialen Mittagstisch - lauter akademisch Graduierte & Sehr An Politik Drüben Interessiert - en passant bemerkte, daß Oabama zweifellos der schlechteste Präsident sei, den die USA je gehabt hätten, ärger als Warren G. Harding oder Ulysses S. Grant, löste die Ketzerei Schockstarre aus.

Ich würde sogar sagen, noch schlechter als die unfähigen Präsidenten Franklin Pierce und Andrew Johnson, die wenigstens bemüht oder im guten Glauben bemüht waren, eine Politik zu betreiben die zur Versöhnung der Nord- und Südstaaten beiträgt, während es für Obama, wie Noricus es treffend formuliert hat, immer nur um ihn selbst ging.

Gruß
Publius

Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 6.534

24.01.2017 14:04
#14 RE: No, you can't antworten

Zitat von dentix07 im Beitrag #12
...ein australischer Witz über die US-Amerikaner: Als Ronald Reagan Präsident war, hatten sie Steve Jobs, Jonny Cash und Bob Hope. Das war eine gute Zeit. Heute mit Obama haben sie weder Jobs noch Cash noch Hope.“
(Irgendwo im Netz gefunden!)


Der Witz ist übrigens älter. Ist mir zuerst im Sommer 1981 erzählt worden, mit Blick aufs transatlantische Verhältnis: "Die Deutschen haben no cash & no hope."

Zitat
The earliest instance of this joke I could find was from January 31, 1973, in The Star-Journal, a newspaper from Saskatoon, Saskatchewan, Canada. In an editorial, Jim Greenblat says he heard a radio call-in show where a woman said she just thought of the following joke: "The United States have Nixon, Johnny Cash and no hope. Canada has Trudeau, no cash and no hope."

The worldwide news agency United Press International (UPI) released a article in November of 1980 after Michael Manley was defeated that had a longer variant of this joke: "One current joke has an American and a Jamaican boasting about their respective countries. The American says his country has a great political leader, Jimmy Carter, and great entertainers like Johnny Cash and Bob Hope. The Jamaican replies: "We also have a great statesman, Third World leader Michael Manley; but we have no cash and no hope."



https://www.reddit.com/r/politics/commen...at_makes_a_dig/

Solche Wanderwitze pflanzen sich memetisch fort, auch wenn manche Details fossiliert werden wie ein Wurmfortsatz. Ein kurrenter Netzwitz betrifft Merkel & Schäuble, die per Heli übers Land schweben & philosophieren: M: Wenn ich jetzt einen €1000-Schein runterwerfe, mache ich einen Wähler sehr glücklich; Herr S. darauf: Wenn ich jetzt 10 Hunderter runterwerfe, mache ich zehn Wähler glücklich. Worauf sich der Pilot umdreht & sagt: Und wenn ich jetzt euch beide runterwerfe, mache ich 50 Millionen glücklich. Gabs auch id Zone mit Erich & Erich; & davor schon mit den Herren A.H. & J.G., unverändert. Und das, obwohl die alte Tante Ju 88 das letzte Modell war, bei dem man mal eben beim Fliegen was aus dem Anstellfenster werfen konnte. (Id USA war das letzte Modell die DC-3. Cornell Woolrichs Rendezvous in Black, 1948, hat das als McGuffin: der obligatorischen Leichin im 1. Kapitel wird von einer Schnapsflasche der Schädel gespalten, die ein Dussel aus dem Flieger schmeißt. Ist halt Cornell Woolrich.)



"Les hommes seront toujours fous; et ceux qui croient les guérir sont les plus fous de la bande." - Voltaire

patzer Offline



Beiträge: 355

24.01.2017 16:13
#15 RE: No, you can't antworten

Erhellende Informationen über Obamas Werdegang und Fähigkeiten(Intelligent scheint er zu sein) erlangt man,wenn man beim googeln die Begriffe Rahm Emanuel,Daley,Chicago Machine beimischt und
ein wenig in die Tiefe geht.

Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 6.534

24.01.2017 23:45
#16 RE: No, you can't antworten

Zitat von Ulrich Elkmann im Beitrag #14
Zitat von dentix07 im Beitrag #12
...Steve Jobs, Jonny Cash und Bob Hope. Das war eine gute Zeit. Heute mit Obama haben sie weder Jobs noch Cash noch Hope.“


Der Witz ist übrigens älter.


Danisch heute, 20:17 http://www.danisch.de/blog/2017/01/24/ei...itz/#more-16350 Hat nicht nur hope'n'cash

Zitat
Das war eine gute Zeit. Heute mit Obama haben sie weder Jobs noch Cash noch Hope.“



- sondern auch den mit "ich bin der Fahrer, das Schwein ist tot", dessen Spitze fürwahr im Keller zu besichtigen ist.

Zitat
Update 3: Hier laufen gerade die Leitungen heiß, dass es den Trump-Witz mit dem Auto (der mir gleich so austauschbar vorkam) auch schon nach Hitler und nach Honecker gab, der also uuuuuralt ist. Damit wäre der Jobs-Cash-Hope-Witz der einzige, die tatsächlich auf die Person gemünzt ist.



Ach Leute, strengt euch mal ein bißchen an...

Why does Trump secretly want to lose the election?
If he wins, he'll have to move to a smaller house in a black neighborhood.

Why is Trump taking only a $1 salary for his role as President?
He'll do anything to avoid paying taxes!

What is Trump`s strategy for fighting global warming?
A nuclear winter.

Why would Trump prefer E.T. to immigrants?
Because E.T. eventually went home again.

How do you know you're reading a book by Donald Trump?
It starts with Chapter 11. (Bezieht sich auf "to file Chapter 11" = Insolvenz anmelden)

Why has Trump`s path never been crossed by a black cat?
Because they`re afraid of pussy grabbers.



"Les hommes seront toujours fous; et ceux qui croient les guérir sont les plus fous de la bande." - Voltaire

hubersn Offline



Beiträge: 684

25.01.2017 17:58
#17 RE: No, you can't antworten

Zitat von Ulrich Elkmann im Beitrag #14
Und das, obwohl die alte Tante Ju 88 das letzte Modell war, bei dem man mal eben beim Fliegen was aus dem Anstellfenster werfen konnte.


Nur nebenbei: Die alte Tante war natürlich die Ju 52. Die Ju 88 war ein Bomber bzw. Zerstörer der Luftwaffe im 2.WK.

Gruß
hubersn

--
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Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 6.534

02.02.2017 13:19
#18 RE: No, you can't antworten

Tja. Was von Obama in Erinnerung bleiben wird, ist eine blöde Mütze.



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Werwohlf Offline




Beiträge: 622

03.02.2017 00:40
#19 RE: No, you can't antworten

Zitat von Publius im Beitrag #13
Naja, ich glaube schon, dass Obama Talente hat, sonst wäre er nicht zweimal zum US-Präsidenten gewählt worden.
Was mir immer zu kurz kommt, aber eine ganz wesentliche Rolle spielen wird: Obama ist einfach ein sympathischer Typ. Überhaupt, wenn man die Präsidenten seit Nixon (da setzt meine persönliche Erinnerung ein) so Paroli passieren lässt (wie der Angelfachmann sagt), fällt auf, dass die eigentlich alle recht sympathisch waren, wenn man sie so in Diskussionen und Interviews erlebte. Auch hier bricht Trump mit einer Tradition.

--
Bevor ich mit den Wölfen heule, werd‘ ich lieber harzig, warzig grau,
verwandele ich mich in eine Eule oder vielleicht in eine graue Sau.
(Reinhard Mey)

AldiOn Offline




Beiträge: 949

03.02.2017 01:13
#20 RE: No, you can't antworten

Zitat von Werwohlf im Beitrag #19
Auch hier bricht Trump mit einer Tradition.
Och...eigentlich finde ich ihn sympathisch.
Insbesondere wenn ich seine Feinde (und ihr Verhalten) sehe, wird er mir immer sympathischer. Möglicherweise ist er nicht so witzig und unterhaltsam wie Obama - dafür hat er aber gute Ideen.

Witzig ist schon seine naive (besser: originelle) Herangehensweise, die aber durchaus zu richtigen - wenn auch schwer zu realisierenden - Zielen führt: PINKERTON: Trump Lays Down the Law to Big Pharma, Embraces the Cure Strategy
Ganz interessant zu lesen. Man hat sich ja immer gewundert warum das Gesundheitswesen in den USA so irre teuer ist. Letztlich sieht man hier die Gründe dafür und es ergibt sich sofort wieder die rote Linie vom ihm wonach die USA von anderen Ländern ausgenutzt werden.
Auf jeden Fall setzt er an der richtigen Stelle an. Wobei allerdings für so ein komplexes Problem wie das Gesundheitswesen 8 Jahre kaum ausreichen werden (umso mehr als fast niemand ein Interesse haben kann da mitzumachen).
Da er sich da so ein großes Projekt vorgenommen hat, ist es natürlich richtig sofort und ohne Verzug damit anzufangen.

Natürlich ist für lange Wahlkämpfe besser ein umgänglicher und vergnügter Typ zu sein. Das hat aber Trump ganz weggelassen (Hillary war das ja auch nicht) und gerade so sich den Anstrich der Ernsthaftigkeit gegeben. Zumindest seine Anhänger haben das wohl so verstanden.

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Emulgator Offline



Beiträge: 1.829

03.02.2017 12:51
#21 RE: No, you can't antworten

Zitat von AldiOn im Beitrag #20
Och...eigentlich finde ich ihn sympathisch.
Mich erinnert er an einen anderen amerikanischen Präsidenten, den ich in seiner Frühzeit auch sympathisch und originell fand. Er hat auch seine Feinde mit deftigen Worten angegangen ("Hier hat gerade der Teufel geredet. Es riecht hier noch nach Schwefel."), sich patriotisch in den Nationalfarben gekleidet und an vergangene nationale Größe angeknüpft, genau gewußt, welche Preise für diverse Produkte (Medikamente usw.) richtig seien, eine eigene Fernsehshow gehabt, Erlasse ohne lange Beratungen ausgegeben, das alte Regierungsestablishment gründlich ausgebootet, im Freihandel eine Ausbeutung des eigenen Landes und in Putin einen Verbündeten gesehen.

Der einzige Wesensunterschied zwischen Hugo Chávez und Trump ist, daß Chávez mit dem Marketingbegriff der "patizipatorischen und protagonistischen Demokratie" sich einen intellektuellen Anstrich gegeben hat, auf den die Sozialisten gerne reinfallen, während für Trump es nur ein "Business" ist.

AldiOn Offline




Beiträge: 949

03.02.2017 19:09
#22 RE: No, you can't antworten

Zitat von Emulgator im Beitrag #21
Zitat von AldiOn im Beitrag #20
Och...eigentlich finde ich ihn sympathisch.
Mich erinnert er an einen anderen ...
Nun ist nicht zu erwarten, daß unter Trump Toilettenpapier und Nahrungsmittel knapp werden. Und seine Ausführungen bei Twitter sind naturgemäß wesentlich knapper als die stundenlangen Fernsehsendungen mit Chavez.

Interessant wie im Cover von SPIEGEL (https://pxhst.co/avaxhome/a4/00/004300a4.jpg) und Economist (https://pxhst.co/avaxhome/04/fb/0042fb04.jpg) Trump umstandslos als mörderischer Terrorist dargestellt wird.

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Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 6.534

03.02.2017 20:28
#23 RE: No, you can't antworten

Zitat von AldiOn im Beitrag #22
Interessant wie im Cover von SPIEGEL (https://pxhst.co/avaxhome/a4/00/004300a4.jpg) und Economist (https://pxhst.co/avaxhome/04/fb/0042fb04.jpg) Trump umstandslos als mörderischer Terrorist dargestellt wird.


Jau. Die sind mit Vorsatz nicht mehr lernfähig. Der Propagandamodus ist vor 12 Monden angeschaltet worden & der Regelknopf abgebrochen. Freiwillig gleichgeschaltet & 1:1 an den konzertierten Vorlagen des amerikanischen Medienkartells orientiert. Eigentlich sollte ihnen das Leserfeedback ja das Licht aufstecken, daß die Masche einfach nur noch für Überdruß & Sodbrennen sorgt. Momentgleich haben die sich, zusammen mit den Großen Brüdern drüben, entschlossen, entschlossen Steve Bannon als DEN Bösen Buben, aka "gefährlichsten Mann der Welt" die nächsten 168 Stunden lang rund um die Uhr zu hassen.

Hübsch auf der andern Seite, daß die zugleich "den Kandidaten", der wie nur je 1 Politkommissar als dem Hut gezaubert wurde, als roteste aller roten Sonnen fietschern, in einem Stil, der vor einem halben Jahrhundert richtig krass konkret für millionenfachen Mord stand. Und dessen hiesige Anhänger in blutigen Terror abgedriftet sind. Meinen die das ernst? Ist das als Parodie gemeint ("Selbstvergottung eines Würstchens" à la Apocolocyntosis)? Das läßt sich mittlerweile nicht mehr unterscheiden, und ist auch Würstchen.



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Emulgator Offline



Beiträge: 1.829

03.02.2017 20:31
#24 RE: No, you can't antworten

Zitat von AldiOn im Beitrag #22
Nun ist nicht zu erwarten, daß unter Trump Toilettenpapier und Nahrungsmittel knapp werden.
Ja, denn dafür hat auch Chávez deutlich mehr als die 4 oder 8 Jahre gebraucht, die Trump nach der Verfassung haben wird. Aber vielleicht erreicht er ja eine Änderung...

Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 6.534

03.02.2017 21:28
#25 RE: No, you can't antworten

PS. Mal als Kontrastprogramm fürs Kopfkino. Unsere medial-politischer Komplex (allmählich bekommt das Substantiv hier eine Doppelbedeutung), schimpft, ätzt, stänkert, pöbelt & propagandiert 24/7/365 gegen die amerikanische Regierung: Gefährdung der Demokratie, der Menschenrechte, des Weltfriedens. Gleichzeitig scharwenzelt die Sonnenkanzlerin so anlaß- wie ergebnislos vorm Sultan (neuerdings "Torwächter Europas"), der gerade vor aller Welt sichtbar die osmanische Variante von "1933" aufgeführt hat & die finden es höchst angemessen zu reportieren, ironielos, daß der sie schlicht faltet. Wir lernen: es gibt nicht mal mehr "islamistischen" Terror.

Zitat von Welt, gestern
Und so kam es zum Schlagabtausch auf offener Bühne, als Merkel vom „islamistischen Terror“ des IS sprach, den es gemeinsam zu bekämpfen gelte. Gemeinsam war da gar nichts mehr, als Erdogan sofort konterte, es gebe keinen islamistischen Terror, der Islam sei eine Religion des Friedens und er verbitte sich solche Ausdrücke.



https://www.welt.de/politik/ausland/arti...rin-Merkel.html

Überhaupt darf man für den Bericht dankbar sein, weil da einiges an Relationen klargestellt wird.

Zitat
Berlin hat gute Karten in der Hand



You bet. Und die haben die Osmanen beim Pokern bislang sooo übern Tisch gezogen. So nämlich:

Zitat
40 Offiziere, deren Auslieferung die Türkei verlangt, weil sie dort als „FETÖ-Verdächtige“ gelten, haben in Deutschland um Asyl gebeten. Aus Ankara wurde gedroht, der Flüchtlingsdeal mit der EU werde platzen, wenn Deutschland diese Männer nicht ausliefere – und zusätzlich dafür sorge, dass die EU im Schengen-Raum türkische Staatsbürger endlich von der Visumspflicht befreit.

Merkel versprach, die ausstehenden drei Milliarden Euro aus dem Flüchtlingsdeal würden bald kommen, und Erdogan forderte Deutschlands Türken auf, in der Türkei Urlaub zu machen, um die Wirtschaft zu unterstützen.



Bah.



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