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ZETTELS KLEINES ZIMMER

Das Forum zu "Zettels Raum"



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Dieses Thema hat 87 Antworten
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 Kommentare/Diskussionen zu "Zettels Raum"
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Martin Offline



Beiträge: 4.129

01.01.2021 10:33
#76 RE: Alle reden vom impfen. Wir auch. Antworten

Zitat von Doeding im Beitrag #73
Anders gesagt: je älter der Covid-Pat., desto stärker dürfte tendenziell das Alter als eigenständiger Risikofaktor wirksam sein und desto weniger die anderen, eher dem Lebenswandel zuzuschreibenden, Risikofaktoren. Das spricht erstmal nicht gegen die Gültigkeit der Sterbetafeln. Spricht allerdings auch nicht zwingend gegen Ihre Annahme; wie Sie sagten: man müßte die Daten sehen.


Es gibt möglicherweise weitere Faktoren, die mit dem Alter korrelieren, die aber in der Diskussion eher untergehen oder gar nicht erscheinen. Es gibt beispielsweise ungefähr 10 % der Bevölkerung, die Immunsuppression haben, deren häufigste Ursache "Pharmakotherapie von Patienten mit Krebs und Autoimmunerkrankungen" ist. https://www.online-zfa.de/archiv/ausgabe...tlichen-praxis/

Die lebensverlängernde Maßnahme kann also in Grippezeiten eine lebensverkürzende Komponente haben.

Ein weiterer Faktor ist, wie auch hier gelegentlich erwähnt, Vitamin D -Mangel.

Ich habe nicht darüber gelesen, dass dazu gerade in diesem Jahr Statistiken erstellt wurden. Sollte das nicht gemacht worden sein, hat man wertvolle Erkenntnisgewinnung vernachlässigt.

Gruß
Martin

Kallias Offline




Beiträge: 2.286

01.01.2021 10:40
#77 RE: Alle reden vom impfen. Wir auch. Antworten

Zitat von Doeding im Beitrag #75
Gleichwohl: für den in seinem Glauben gefestigten Menschen ist Religion zunächst mal eine Win-win-Situation. Gläubige Menschen sind nachweislich resilienter, hadern weniger mit ihrem Schicksal, empfinden mehr Lebenssinn und sehen dem Lebensende gelassener entgegen als Nichtgläubige. Im Leben profitieren sie also vom Glauben, und sollten sie sich irren, werden sie dies im Tod nicht bedauern müssen.
Andererseits, sollten sie sich nicht irren, könnte dieser Win-win-Ansatz mächtig ins Auge gehen. Jesus z.B. argumentiert so, dass jene, die um weltlicher Vorteile willen die Religion praktizieren, im Jenseits leer ausgehen, da sie ihren Lohn bereits erhalten haben. (Matth. 6, 16-21)
Zitat von Doeding im Beitrag #75
Für Atheisten kann man übrigens gegenteiliges postulieren: sie opfern ihrem atheistischen Glauben die möglichen Beglückungen der Spiritualität, und sollten sie sich irren, werden sie dereinst ziemlich blöd aus der Wäsche schauen :) Von daher halte ich es selbst vorsichtshalber mit einem agnostisch-achselzuckendem Schaumermal.
Wer sein halbes Lebensglück der Religion opfert, sollte in jedem Fall auf der sicheren Seite sein.

Gruß,
Kallias

Trotzdem: allen ein Gutes Neues Jahr!

Doeding Offline




Beiträge: 2.612

01.01.2021 11:27
#78 RE: Alle reden vom impfen. Wir auch. Antworten

Zitat von Kallias im Beitrag #77
Zitat von Doeding im Beitrag #75
Gleichwohl: für den in seinem Glauben gefestigten Menschen ist Religion zunächst mal eine Win-win-Situation. Gläubige Menschen sind nachweislich resilienter, hadern weniger mit ihrem Schicksal, empfinden mehr Lebenssinn und sehen dem Lebensende gelassener entgegen als Nichtgläubige. Im Leben profitieren sie also vom Glauben, und sollten sie sich irren, werden sie dies im Tod nicht bedauern müssen.
Andererseits, sollten sie sich nicht irren, könnte dieser Win-win-Ansatz mächtig ins Auge gehen. Jesus z.B. argumentiert so, dass jene, die um weltlicher Vorteile willen die Religion praktizieren, im Jenseits leer ausgehen, da sie ihren Lohn bereits erhalten haben. (Matth. 6, 16-21)
Sehr richtig und der wesentliche Grund, weshalb ich nicht längst ins Lager der Gläubigen gewechselt bin. Nicht nur, daß die jenseitige rote Karte dräut: auch die erwähnten diesseitigen positiven Effekte stellen sich erwartbar nicht ein, wenn man rein utilitaristisch an die Sache herangeht. Für den von mir gedachten "in seinem Glauben gefestigten Menschen" möchte ich jedoch vorläufig von hehren Motiven ausgehen.

Zitat
Wer sein halbes Lebensglück der Religion opfert, sollte in jedem Fall auf der sicheren Seite sein.

So wie ich die Botschaft Jesu summarisch verstanden habe, gibt er sich in Glaubensdingen nicht unbedingt mit halben Sachen zufrieden (rote Karte?). Und diesseitig stellt sich auch nur bestenfalls der halbe Effekt ein; ich würde einwenden wollen, daß dies vermutlich die schlechteste aller Lösungen ist

Herzliche Grüße,
Andreas

How about another joke, Murray?

Doeding Offline




Beiträge: 2.612

01.01.2021 11:42
#79 RE: Alle reden vom impfen. Wir auch. Antworten

Zitat von Martin im Beitrag #76
Zitat von Doeding im Beitrag #73
Anders gesagt: je älter der Covid-Pat., desto stärker dürfte tendenziell das Alter als eigenständiger Risikofaktor wirksam sein und desto weniger die anderen, eher dem Lebenswandel zuzuschreibenden, Risikofaktoren. Das spricht erstmal nicht gegen die Gültigkeit der Sterbetafeln. Spricht allerdings auch nicht zwingend gegen Ihre Annahme; wie Sie sagten: man müßte die Daten sehen.


Es gibt möglicherweise weitere Faktoren, die mit dem Alter korrelieren, die aber in der Diskussion eher untergehen oder gar nicht erscheinen. Es gibt beispielsweise ungefähr 10 % der Bevölkerung, die Immunsuppression haben, deren häufigste Ursache "Pharmakotherapie von Patienten mit Krebs und Autoimmunerkrankungen" ist. https://www.online-zfa.de/archiv/ausgabe...tlichen-praxis/

Die lebensverlängernde Maßnahme kann also in Grippezeiten eine lebensverkürzende Komponente haben.

Ein weiterer Faktor ist, wie auch hier gelegentlich erwähnt, Vitamin D -Mangel.

Ich habe nicht darüber gelesen, dass dazu gerade in diesem Jahr Statistiken erstellt wurden. Sollte das nicht gemacht worden sein, hat man wertvolle Erkenntnisgewinnung vernachlässigt.

Gruß
Martin


Das ist sicher alles richtig, aber ich vermute, bis man die "versteckten", weniger offensichtlichen Risikofaktoren und v. a. deren Wechselwirkungen untereinander, verstanden hat, wird es noch viele Jahre dauern. Beim kurz- und mittelfristigen medizinischen Management der Pandemie wird das nur bedingt hilfreich sein.

Herzliche Grüße,
Andreas

How about another joke, Murray?

Ulrich Elkmann Online




Beiträge: 12.683

01.01.2021 19:14
#80 RE: Alle reden vom impfen. Wir auch. Antworten

BioNTech ist bekanntlich eine deutsche Firma, die Entwicklung der Vakzine hat im Februar begonnen.

Verabreichte Impfdosen, Stand heute:

Weltweit (01.01.21) - 9.890.537
Israel (01.01.21) 1.000.000 (11,55%) Pfizer/BioNTech
UK (01.01.21) 1.000.000 (1,47%) Pfizer/BioNTech
USA (31.12.20) 2.794.588 (0,84%) Moderna, Pfizer/BioNTech
Deutschland (31.12.20) 165.575 (0,20%) Pfizer/BioNTech

Es erübrigt sich jeder Kommentar.



"Les hommes seront toujours fous; et ceux qui croient les guérir sont les plus fous de la bande." - Voltaire

Martin Offline



Beiträge: 4.129

01.01.2021 19:49
#81 RE: Alle reden vom impfen. Wir auch. Antworten

Zitat von Ulrich Elkmann im Beitrag #80
BioNTech ist bekanntlich eine deutsche Firma, die Entwicklung der Vakzine hat im Februar begonnen.

Verabreichte Impfdosen, Stand heute:

Weltweit (01.01.21) - 9.890.537
Israel (01.01.21) 1.000.000 (11,55%) Pfizer/BioNTech
UK (01.01.21) 1.000.000 (1,47%) Pfizer/BioNTech
USA (31.12.20) 2.794.588 (0,84%) Moderna, Pfizer/BioNTech
Deutschland (31.12.20) 165.575 (0,20%) Pfizer/BioNTech

Es erübrigt sich jeder Kommentar.


Für eine ordnungsgemäße Zulassung ist die Zeit zu kurz. 'Zulassung' ist im Grunde ein 'Wisch', wenn er nur benutzt wird, um ein Dokument vorweisen und Fragen abschmettern zu können. So, wie Zertifikate und so. Nachdem sich die Leopoldina zum Affen hat machen lassen, würde ich bei der Corona-Politik niemandem mehr trauen.

Setzt die EU denn nicht auf AstraZenica?

Gruß
Martin

Ulrich Elkmann Online




Beiträge: 12.683

01.01.2021 23:57
#82 RE: Alle reden vom impfen. Wir auch. Antworten

Zitat von Martin im Beitrag #81
Setzt die EU denn nicht auf AstraZenica?


Es kommt etwas hinzu. Ende Oktober hat unser Bundespräsident betont, Deutschland dürfe auf keinen Fall VOR anderen Ländern mit der Impfung beginnen, er hat das Wort "Impfstoff-Nationalismus" gebraucht. Die EU und DE haben angebotene Priorisierung durch Pfizer über mehrere hundert Millionen Impfdosen abgelehnt. Noch in der vorigen Woche hat Steinmeier dieses Geleitzugprinzip noch einmal betont. Hinzu kommt zweitens: nach dem bislang gültigen Zeitplan sollen bis Ende Dezember (!) erst 55 Prozent der Bevölkerung geimpft worden sein. Drittens: Nichtdeutsche, sofern sie unter die "Asyl"-Schiene fallen, sind in die Kategorie 3, aufgenommen, die deutsche Bevölkerung, soweit unter 60, in die Kategorien 5 und 6. (Man kann das natürlich begründen, weil man die erstgenannte Gruppe nicht unter Kontrolle hat, sie somit ein größeres Risiko darstellen und sie sich um unsere Regelungen erfahrungsgemäß nicht scheren. Es fällt nichtsdestotrotz unter Politikversagen.) Wir haben z.Zt. eine Zahl von etwa 700 Toten pro Tag. Durch jedes Aufhalten, Abbremsen und Schlendrian bleibt es dabei.

Dieses Führungspersonal kann sich aussuchen, ob es hoffnungslos überfordert ist mit jeglicher Herausforderung. Oder ob der Schutz der Bürger bei ihm unter ganz-hinten läuft. Hauptsache, man hat auf keinen Fall die Interessen des eigenen Staates vertreten. Oder beides.



"Les hommes seront toujours fous; et ceux qui croient les guérir sont les plus fous de la bande." - Voltaire

Frank2000 Offline




Beiträge: 3.088

02.01.2021 04:31
#83 RE: Alle reden vom impfen. Wir auch. Antworten

Exakt. Und die Medien unterstützen das. Und eine große Mehrheit der in Deutschland Lebenden unterstützt das ebenfalls:

- Die inzwischen fast 20 % hier Lebenden mit Migrationshintergrund haben verständlicherweise kein Problem damit, Narrenfreiheit zu haben und bei maximal asozialem Auftreten trotzdem gepampert zu werden
- Eine große Gruppe Kulturdeutscher ist mit allem einverstanden, so lange es nur Deutschland schadet und dem eigenen Selbsthass dient
- Eine weitere Gruppe Kulturdeutscher hängt immer noch im Kriegstrauma fest und sieht das als Möglichkeit der Buße
- Eine dritte Gruppe Kulturdeutscher ist von der ständigen Propaganda und Gehirnwäsche in den Medien schon so verblödet, dass die es für Normal halten, wenn deutsche Politiker Deutschland zu Grunde richten

___________________
Jeder, der Merkel stützt, schützt oder wählt, macht sich mitschuldig.
“Die gefährlichsten Unwahrheiten sind Wahrheiten mäßig entstellt”, Georg Cristof Lichtenberg

Ulrich Elkmann Online




Beiträge: 12.683

03.01.2021 00:08
#84 RE: Alle reden vom impfen. Wir auch. Antworten

Im Monat zehn der Pandemie.

Zitat von FAZ, 2.1.21
Bund und Länder sind mit ihrem Vorhaben gescheitert, die rund 400 Gesundheitsämter in Deutschland ausreichend für den Kampf gegen die Corona-Pandemie auszurüsten. Bis zum 31. Dezember sollten 90 Prozent der Gesundheitsämter miteinander vernetzt sein, um die Kontakte von Corona-Infizierten leichter nachverfolgen zu können und die Entstehung von Hotspots zu verhindern. Dies sollte über die digitale Plattform Sormas geschehen, die vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) schon vor Jahren im Kampf gegen die Ebola-Epidemie entwickelt wurde. Eine Umfrage der F.A.Z. unter allen 16 deutschen Gesundheitsministerien zeigt nun: Von diesem Ziel einer umfassenden digitalen Vernetzung ist Deutschland noch weit entfernt.
...
Auch Bayern kommt nicht ansatzweise so voran, wie das Ministerpräsident Söder (CSU) dies ursprünglich angekündigt hatte. Ein Ministeriumssprecher sagte, dass inzwischen 19 von insgesamt 76 Gesundheitsämtern in Bayern Verträge zur Einführung von Sormas abgeschlossen haben.



https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/g...n-17126600.html

Dieser Staat versagt in dieser Krise komplett. Und das Arge ist, daß mich das in keiner Weise überrascht.



"Les hommes seront toujours fous; et ceux qui croient les guérir sont les plus fous de la bande." - Voltaire

TF Offline



Beiträge: 278

03.01.2021 21:14
#85 RE: Alle reden vom impfen. Wir auch. Antworten

Zitat von Ulrich Elkmann im Beitrag #84
Im Monat zehn der Pandemie.

Zitat von FAZ, 2.1.21
Bund und Länder sind mit ihrem Vorhaben gescheitert, die rund 400 Gesundheitsämter in Deutschland ausreichend für den Kampf gegen die Corona-Pandemie auszurüsten. Bis zum 31. Dezember sollten 90 Prozent der Gesundheitsämter miteinander vernetzt sein, um die Kontakte von Corona-Infizierten leichter nachverfolgen zu können und die Entstehung von Hotspots zu verhindern. Dies sollte über die digitale Plattform Sormas geschehen, die vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) schon vor Jahren im Kampf gegen die Ebola-Epidemie entwickelt wurde. Eine Umfrage der F.A.Z. unter allen 16 deutschen Gesundheitsministerien zeigt nun: Von diesem Ziel einer umfassenden digitalen Vernetzung ist Deutschland noch weit entfernt.
...
Auch Bayern kommt nicht ansatzweise so voran, wie das Ministerpräsident Söder (CSU) dies ursprünglich angekündigt hatte. Ein Ministeriumssprecher sagte, dass inzwischen 19 von insgesamt 76 Gesundheitsämtern in Bayern Verträge zur Einführung von Sormas abgeschlossen haben.


https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/g...n-17126600.html

Dieser Staat versagt in dieser Krise komplett. Und das Arge ist, daß mich das in keiner Weise überrascht.


Der Staat verbreitet die Illusion, das Virus mit Zwangsmaßnahmen unter Kontrolle bringen zu können, und scheitert unvermeidlich. Aber er versagt sogar noch mehr als unvermeidlich.

Schon in der ersten Märzhälfte wurden zwei Personen positiv getestet, zu denen ich kurz vorher Kontakt hatte. Behördlich nachverfolgt wurde bei beiden gar nichts, obwohl einer davon sogar Hausarzt ist. Zu diesem Zeitpunkt gab es im Kreis noch kaum bekannte Covid-Fälle. Um überhaupt nachverfolgen zu können, müsste es auch einen positiven Test geben, den es aber oft gar nicht gibt.

Andererseits ist nicht alles Versagen, was nach Versagen aussieht. Die EU hat ja mit den 100 Mio. Impfdosen ja nicht gepennt, sondern die Interessen der Franzosen berücksichtigt, die den Sanofi-Impfstoff auf dem Markt platzieren wollen. Das wirft aber wieder ein schlechtes Licht auf die Bundesregierung. Einerseits Impfstoff propagieren, andererseits nicht alle Möglichkeiten ausnutzen, um ihn zu bekommen - das sind keine Versager, sondern Lumpen. Wobei die Schweinerei natürlich ungewollt sogar segensreich sein kann, je nach den Nebenwirkungen. Die wiegen bei den Jungen sowieso mit nahezu 100% Wahrscheinlichkeit schwerer als die Gefahr durch das Virus.

hubersn Offline



Beiträge: 1.342

04.01.2021 15:50
#86 RE: Alle reden vom impfen. Wir auch. Antworten

Zitat von TF im Beitrag #85

Der Staat verbreitet die Illusion, das Virus mit Zwangsmaßnahmen unter Kontrolle bringen zu können, und scheitert unvermeidlich. Aber er versagt sogar noch mehr als unvermeidlich.



"Unser Staat" sollte man sagen. Es gibt andere Staaten, die es sehr viel besser machen. Einige beim Impfen, einige bei Track&Trace, einige beim Infektionsschutz, einige bei allem.

Und selbstverständlich ist die Kontrolle des Virus per Zwangsmaßnahmen möglich. Ob es erwünscht ist, muss getrennt diskutiert werden.

Zitat

Schon in der ersten Märzhälfte wurden zwei Personen positiv getestet, zu denen ich kurz vorher Kontakt hatte. Behördlich nachverfolgt wurde bei beiden gar nichts, obwohl einer davon sogar Hausarzt ist. Zu diesem Zeitpunkt gab es im Kreis noch kaum bekannte Covid-Fälle. Um überhaupt nachverfolgen zu können, müsste es auch einen positiven Test geben, den es aber oft gar nicht gibt.



Während solche Probleme zu Beginn der Pandemie zwar unentschuldbar, aber verständlich waren, gibt es leider solche Fehlleistungen heute immer noch. Regelmäßig. Die Politik ist nicht lernfähig, sie versagt universell. Bei allem. Das ist schon ziemlich ernüchternd. Man hat nicht mal aus Versehen etwas gut und richtig gemacht.

Zitat

Andererseits ist nicht alles Versagen, was nach Versagen aussieht. Die EU hat ja mit den 100 Mio. Impfdosen ja nicht gepennt, sondern die Interessen der Franzosen berücksichtigt, die den Sanofi-Impfstoff auf dem Markt platzieren wollen.



Französische Interessen zu berücksichtigen ist ja nicht von vornherein verkehrt. Der Sanofi-Impfstoff war Mitte des Jahres jetzt nicht völlig aussichtslos im Rennen, wenn auch tendenziell eher hinterher.

Das eigentliche Versagen ist, nicht einfach von jedem aussichtsreichen Impfstoff ausreichende Mengen geordert zu haben. Die EU hat zwar das Risiko gestreut, aber gleichzeitig sichergestellt, dass - wenn nicht alle Impfstoffe zufällig zur gleichen Zeit die erfolgreiche Zulassung bekommen - ein Mangel an verfügbaren Impfdosen entsteht. So blöd muss man erst mal sein. Aber mit UvdL und anderen Denk-Abstinenzlern an der Spitze ist das auch nicht verwunderlich.

Zitat

Wobei die Schweinerei natürlich ungewollt sogar segensreich sein kann, je nach den Nebenwirkungen. Die wiegen bei den Jungen sowieso mit nahezu 100% Wahrscheinlichkeit schwerer als die Gefahr durch das Virus.



Das ist ja eine steile Hypothese. Da junge Menschen Impfstoffe tendenziell besser vertragen, und die bisherigen Erfahrungen mit den Impfstoffen eine sehr gute Verträglichkeit auch bei Älteren und Vorerkrankten zeigen, würde mich schon interessieren, worauf Ihre Einschätzung beruht.

Gruß
hubersn

--
Mein Politik-Blog: http://politikblog.huber-net.de/
Mein Mischmasch-Blog: http://miscblog.huber-net.de/

Ulrich Elkmann Online




Beiträge: 12.683

04.01.2021 17:22
#87 RE: Alle reden vom impfen. Wir auch. Antworten

Ich sollte mich eigentlich dafür entschuldigen, daß ich auf die BILD verlinke. Aber die Zeitung ist, seit einiger Zeit, neben Tichys Einblick das EINZIGE Medium, das überhaupt noch unabhängige Recherche betreibt (bzw. an das Dokumente durchgestochen werden - was im Journalismus in dieses Ressort gehört), statt nach DDR-Manier nur noch Regierungspropaganda zu verteilen.

Mit diesem Spahn-Brief begann das Impfstoff-Desaster bei der EU

Zitat
Ein Brief, der belegt, wie Gesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU) und seine Amtskollegen aus Frankreich, Italien und den Niederlanden die Beschaffung des lebensrettenden Impfstoffs an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (62) abtreten und sich in demütigendem Ton für ihre Bemühungen bei der Impfstoff-Beschaffung entschuldigen mussten. Der Brief liegt BILD exklusiv vor.

Nach BILD-Informationen war es sowohl Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) als auch von der Leyen wichtig, dass der Brief von Spahn und seinen Kollegen in möglichst unterwürfigem Ton verfasst wird.

Fast entschuldigend merken die 4 Gesundheitsminister an, dass sie „noch keine Verhandlungen über die Bezahlung des AstraZeneca-Impfstoff“ gestartet hätten. „Wir würden es sehr begrüßen, wenn die Kommission diese Verhandlungen übernehmen würde.“

Nach BILD-Informationen hatten die vier Minister schon damals im Juni 2020 massive Zweifel daran, dass die EU in der Lage ist, rechtzeitig genug Impfstoff zu beschaffen, wurden aber von ihren jeweiligen Regierungschefs – in Deutschland von Bundeskanzlerin Angela Merkel – gedrängt, das Verfahren an Ursula von der Leyen zu übertragen.

Auffällig: Anders als EU, Kanzleramt und Spahn derzeit behaupten, geht es in dem Brief an keiner Stelle darum, gute Preise für den Impfstoff zu verhandeln oder gar „Impfstoff-Nationalismus“ abzuwenden. Bei der Übergabe an die EU spielten diese Überlegungen – anders als derzeit dargestellt – offenbar keinerlei Rolle.



Hier kann man den Grund für das Impfstoff-Desaster nachlesen. Es ist wie beim Atomausstieg und der Grenzöffnung: Alleingang Merkel. Sie, und sie allein, hat das Desaster zu verantworten. Es wird höchste Zeit, daß diese Frau aus dem Amt entfernt und zur Verantwortung gezogen wird. Aber natürlich wird genau das nicht passieren.

PS. Ich buchstabiere diese Ungeheuerlichkeit mal, die hier gerade von den Verantwortlichen öffentlich ins Spiel gebracht wird.

Liveticker n-tv, 18:33

Zitat
+++ Biontech: Verzicht auf zweite Impfung ist keine Lösung für Vakzin-Knappheit +++

Die Impfhersteller Biontech und Pfizer bremsen in der Debatte, ob auf eine zweite Corona-Impfung zunächst verzichtet werden kann, um mehr Menschen zu impfen. Es gebe keine Daten, dass die Impfwirkung nach 21 Tagen anhalte, heißt es in einer Erklärung beider Firmen. Der Impfstoff soll ein zweites Mal verabreicht werden, um einen vollen Schutz zu erreichen. Weil der Impfstoff zunächst knapp ist hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn die Ständige Impfkommission um eine Einschätzung gebeten, ob dennoch zunächst auf eine zweite Impfung verzichtet werden kann.



Man muß sich das mal an den Fingern abzählen: die Person, die persönlich für die Knappheit des Impfstoffs verantwortlich ist (weil er sich vor der Anordnung von Merkel willfährig gezeigt hat, die in seinem Ressort GAR nichts zu bestimmen hat), bringt jetzt ins Spiel, diese knappen Vorräte auch noch unwirksam zu machen. So daß wir keinerlei wirksame Impfungen vorzuweisen hätten. Daß die zweite Impfung für eine volle Wirkung unabdingbar ist, betonen die Medien seit MONATEN. Als zuständiger Minister in dieser Sache ist es unabdingbar, daß Herr Spahn darüber informiert ist und sein Handeln danach ausrichtet. Ich halte das, unumwunden, für kriminell.



"Les hommes seront toujours fous; et ceux qui croient les guérir sont les plus fous de la bande." - Voltaire

HR2 Offline



Beiträge: 746

16.01.2021 17:52
#88 RE: Alle reden vom impfen. Wir auch. Antworten

Zitat von Doeding im Beitrag #75
Zitat von Frank2000 im Beitrag #74
[quote="HR2"|p158535]So simpel, so richtig...ein Zitat von Huch:

"...dass der Mensch ein zur Religion geschaffenes Wesen ist.
....
ein roher, erniedrigender Aberglaube würde Besitz nehmen..."



Religion ist Aberglaube.


Sie haben auch einen Glauben mit dem Sie geistige Leere verdrängen.
Sei es westlicher Rechtsstaat oder die Idealisierung der Vergangenheit.
Glaubt man im Kollektiv und nicht individuell und privat, droht Religion.
Ich wollte eigentlich darauf hinaus, dass der so unglaublich erfolgreiche
Marxismus eine Religion ist, sich sein Erfolg aus drohender Leere speist.

P.S.: Ich betrachte Leere als eine aktive Macht.

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