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ZETTELS KLEINES ZIMMER

Das Forum zu "Zettels Raum"



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Dieses Thema hat 52 Antworten
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 Kommentare/Diskussionen zu "Zettels Raum"
Seiten 1 | 2 | 3
Zettel Offline




Beiträge: 20.200

02.08.2008 17:05
Zettels Meckerecke: Bsirske flog in die Südsee. Na und? antworten
Es ist bigott, den Klassenkampf zu predigen und zugleich selbst vom Kapitalismus zu profitieren. Aber einen Grund zum Rücktritt kann ich darin nicht sehen. Argumentiere ich in dieser "Meckerecke"
dirk Offline



Beiträge: 1.347

02.08.2008 18:09
#2 RE: Zettels Meckerecke: Bsirske flog in die Südsee. Na und? antworten

Das Problem ist nicht das Einkommen von Herrn Bsirske (welches übrigens gänzlich unverdient ist, denn ohne die betriebliche Mitbestimmung, also einen gesetzlichen Zwangseingriff, hätte er diesen Posten nicht bekommen), sondern der Interessenkonflikt. Einerseits profitiert er von einer generösen Behandlung durch die Lufthansa und wird dafür bezahlt, Schaden von der Lufthansa abzuwenden. Andererseits bestreikt er sie.

Zettel Offline




Beiträge: 20.200

02.08.2008 18:18
#3 RE: Zettels Meckerecke: Bsirske flog in die Südsee. Na und? antworten

Zitat von dirk
Das Problem ist nicht das Einkommen von Herrn Bsirske (welches übrigens gänzlich unverdient ist, denn ohne die betriebliche Mitbestimmung, also einen gesetzlichen Zwangseingriff, hätte er diesen Posten nicht bekommen), sondern der Interessenkonflikt. Einerseits profitiert er von einer generösen Behandlung durch die Lufthansa und wird dafür bezahlt, Schaden von der Lufthansa abzuwenden. Andererseits bestreikt er sie.

Stimmt. Aber das wäre auch so, wenn er Urlaub auf Rügen machen würde.

Dieser Interessenkonflikt ist in unserer deutschen Mitbestimmung angelegt, die ja auch viele Vorteile hat. Die Gewerkschaften werden in betriebliche Interessen eingebunden und handeln, alles in allem, verantwortlicher als zB in Frankreich.

Im Grunde ist nur dieses Streiktheater mit Trillerpfeifen und Parolenrufen ein Witz. Schlechte Folklore. Nur der Versuch einer Werbung für die Gewerkschaften; wobei ich bezweifle, das das noch jemanden anlockt.

Die Gewerkschaften sollten als das auftreten, was sie in einer modernen Gesellschaft sind: Nicht Klassenkämpfer, sondern Interessenvertreter. Und Interessen vertritt man zB im Aufsichtsrat und nicht, indem man auf der Straße herumkrakeelt.

Herzlich, Zettel

dirk Offline



Beiträge: 1.347

02.08.2008 18:26
#4 RE: Zettels Meckerecke: Bsirske flog in die Südsee. Na und? antworten

Vor allem muss man bedenken, dass von den 210 Tausend Euro ganze 175 Tausend variable Vergütungen sind, sprich vom Unternehmensgewinn abhängen.

Ich freue mich immer dann, wenn ein Heuchler auch als solcher dasteht. Womit verdient er seine 210 Tausend Euro? Durch drei,vier Mal im Jahr eine Aufsichtsratssitzung absitzen? Das sei jedem gegönnt, dem ein solches Gehalt freiwillig gezahlt wird. Herr Bsirske aber profitiert von einer gesetzlichen Zwangsregelung und ist dazu noch stets der erste, der sich über hohe, ungerechtfertigte Löhne moralisierend erhebt.

Das ist einfach anwidernd und reicht als Grund für eine Rücktrittsforderung aus. Da brauche ich keinen Sozialneid.

HStafo Offline



Beiträge: 34

02.08.2008 18:36
#5 RE: Zettels Meckerecke: Bsirske flog in die Südsee. Na und? antworten

Ich sehe das genau wie Dirk. Der massive Interessenskonflikt ist das, was mich stört. Die "Dienstreise", deren Kosten die Lufthansa trägt, verblüfft mich lediglich (wenn auch ziemlich stark), denn so instinktlos hätte ich mir ihn dann doch nicht vorgestellt.
Bsirske ist stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender. Von daher hat er klare Pflichten gegenüber dem Unternehmen, denn er muß im Rahmen seines Mandats dafür sorgen, daß die Lufthansa wirtschaftlich vorankommt. Er läßt sie aber bestreiken, und das nicht zum ersten Mal. DAS ist empörend. Und das bringt die Verlogenheit solcher Menschen (Zettel hat weitere Beispiele genannt) ans Licht.
Bsirske kann ja seine Kohorten aufmarschieren lassen - dann sollte er aber seinen Aufsichtsratssitz abgeben. Oder er seine Gewerkschaftsfunktionen abgeben - und mal etwas für das Unternehmen tun.

Meister Petz Offline




Beiträge: 3.088

02.08.2008 18:44
#6 RE: Zettels Meckerecke: Bsirske flog in die Südsee. Na und? antworten

Zitat von Zettel
Wer so ungehemmt rechts lebt wie Wagenknecht, Trittin, Lafontaine und Bsirske, der muß freilich damit rechnen, vom Sozialneid getroffen zu werden. Von just dem Sozialneid, den Leute wie Wagenknecht, Trittin, Lafontaine und Bsirske schüren, indem sie links reden.


Lieber Zettel,

ich habe hier eine Befürchtung, dass aber da ein anderes Phänomen eintritt, das ich mal anschaulich mit "Aber-der-Bush-Phänomen" bezeichnen möchte.

Ich glaube, dass nämlich unsere Linken hier ähnlich verfahren, wie sie jede noch so üble Diktatur mit Verweis auf den ja noch viel schlimmeren US-Präsidenten entschuldigen.

Solange die wahren Feinde Wiedeking, Ackermann und Co. noch viel größere Summen einnehmen, ist alles in Butter. Da gesteht man Lafo gerne seinen Palast der sozialen Gerechtigkeit und Bsirske seinen Ferienflug zu, denn immerhin stehen die ja auf der richtigen Seite. Die haben das Geld ja nicht den Hartz 4 Empfängern weggenommen. Wo sie es dann herhaben? Also bitte..wo das Geld herkommt, dafür war die Linke noch nie zuständig.

Gruß Petz

dirk Offline



Beiträge: 1.347

02.08.2008 18:48
#7 RE: Zettels Meckerecke: Bsirske flog in die Südsee. Na und? antworten

Lieber Zettel,


In Antwort auf:
Stimmt. Aber das wäre auch so, wenn er Urlaub auf Rügen machen würde.


Das glaube ich nicht. Erstens gibt es die Symbolwirkung ("Leute, Euer Arbeitskampf ist mir egal. Tschüßiiie. Achja, bevor ich es vergesse. Kommt ja nicht auf die Idee mich zu erreichen, denn ich bin weeeeeeit weg. PS: Könnt Ihr mir eine gute Hängematte empfehlen?"). Das zeigt welcher Seite er sich im Interessenkonflikt näher fühlt. Das zweite ist, dass ein solcher Freiflug eben keine Selbstverständlichkeit ist. Würde es dem Unternehmen nicht gut gehen, müsste es auch hier - genau wie bei den anderen Zusatzvergütungen in Höhe von 175 Tausend Euro - sparen. Bsirske hat handfeste finanzielle Eigeninteressen, die denen der Belegschaft entgegenstehen.

Sicher, ist das zu Teilen eine gewerkschafts- oder Arbeiterinterne Angelegenheit, die die Empörung auslöst. Aber warum sollte man diese nicht nutzen um einen Heuchler zu entlarven? Meiner Meinung nach sollte man auch ein Strafverfahren wegen Korruption und Untreue (und zwar in beide Richtungen, sowohl in Bezug Lufthansa als auch Verdi) in Erwägung ziehen. Ich weiss zwar nicht wie es juristisch ist, aber gemessen an meinem eigenen Rechtsempfunden würde ich mir hier, anders als etwa bei der Siemensaffäre, eine Verurteilung wünschen.

Gruß

Dirk

vivendi Offline



Beiträge: 654

02.08.2008 19:47
#8 RE: Zettels Meckerecke: Bsirske flog in die Südsee. Na und? antworten

Ich schliesse mich Dirks Meinung an. Es handelt sich eindeutig um einen Interessenkonflikt, ob gesetzlich gerechtfertigt oder nicht.

Zettel Offline




Beiträge: 20.200

02.08.2008 19:55
#9 RE: Zettels Meckerecke: Bsirske flog in die Südsee. Na und? antworten

Zitat von dirk
Erstens gibt es die Symbolwirkung ("Leute, Euer Arbeitskampf ist mir egal. Tschüßiiie. Achja, bevor ich es vergesse. Kommt ja nicht auf die Idee mich zu erreichen, denn ich bin weeeeeeit weg. PS: Könnt Ihr mir eine gute Hängematte empfehlen?"). Das zeigt welcher Seite er sich im Interessenkonflikt näher fühlt.

Er ist ein Besserverdiener. Also hat er das Recht, einen angemessenen Urlaub zu machen. Was den Interessenkonflikt angeht - wie gesagt, er ist im deutschen Mitbestimmungsmodell angelegt. Meines Erachtens ist es sehr gut, daß die Gewerkschafter dadurch, daß sie in Aufsichtsräten sind, einen Sinn für die Interessen der Unternehmen entwickeln. Genau das fehlt in anderen Ländern, wo die Gewerkschaften sich folglich viel unverwantwortlicher verhalten als die meisten deutschen.

Es ist ja kein Zufall, daß diejenigen, die abwegige Streiks veranstalten, meist kleine Nicht-DGB-Gewerkschaften sind wie die Transnet-GdED.

Daß Bsirske - der mir von Herzen unsympathisch ist, um das nochmal klarzustellen - mit seiner Reise etwas zeigen wollte, glaube ich nicht. Er war nicht der Streikführer. Ich vermute, daß er schlicht einen schönen Urlaub machen wollte.
Zitat von dirk
Das zweite ist, dass ein solcher Freiflug eben keine Selbstverständlichkeit ist. Würde es dem Unternehmen nicht gut gehen, müsste es auch hier - genau wie bei den anderen Zusatzvergütungen in Höhe von 175 Tausend Euro - sparen. Bsirske hat handfeste finanzielle Eigeninteressen, die denen der Belegschaft entgegenstehen. [/url]
Soviel ich weiß, gibt es bei der Lufthansa feste Regelungen darüber, daß Vorstandsmitglieder und ihre Familien Freiflüge Erster Klasse beanspruchen können. Ob das im Vertrag steht oder eine freiwiliige Leistung ist, weiß ich allerdings nicht.
[quote="dirk"]Sicher, ist das zu Teilen eine gewerkschafts- oder Arbeiterinterne Angelegenheit, die die Empörung auslöst. Aber warum sollte man diese nicht nutzen um einen Heuchler zu entlarven?

Kennen Sie, lieber Dirk, einen Gewerkschafter, der es zum Arbeitsdirektor, zum Aufsichtsratsmitglied oder dergleichen gebracht hat und der nicht auf großem Fuß lebt? Ich habe das in der SPD erlebt, wo in unserem Ortsverein ein ehemaliger Arbeiter war, der es zum Arbeitsdirektor eines großen Konzerns gebracht hatte. Das war Neureich hoch zwei. Zu den Versammlungen des Ortsvereins freilich erschien er ohne Schlips, gab sich als Kumpel und spendierte jedem ein Bier.
Zitat von dirk
Meiner Meinung nach sollte man auch ein Strafverfahren wegen Korruption und Untreue (und zwar in beide Richtungen, sowohl in Bezug Lufthansa als auch Verdi) in Erwägung ziehen. Ich weiss zwar nicht wie es juristisch ist, aber gemessen an meinem eigenen Rechtsempfunden würde ich mir hier, anders als etwa bei der Siemensaffäre, eine Verurteilung wünschen.

Daß da etwas juristisch Vorwerfbares ist, kann ich überhaupt nicht sehen, lieber Dirk.

Herzlich, Zettel

Nola ( gelöscht )
Beiträge:

02.08.2008 20:04
#10 RE: Zettels Meckerecke: Bsirske flog in die Südsee. Na und? antworten

Außerdem könnte Herr Bsirske bei einem solchen Einkommen die gesparten Flugkosten in die Streikkasse oder einem sozialen Fond zukommen lassen. Könnte er - einfach nur um zu demonstrieren das er sein soziales Geschwafel auch ernst meint.

♥liche Grüße Nola

Zettel Offline




Beiträge: 20.200

02.08.2008 20:12
#11 RE: Zettels Meckerecke: Bsirske flog in die Südsee. Na und? antworten

Zitat von HStafo
Die "Dienstreise", deren Kosten die Lufthansa trägt, verblüfft mich lediglich (wenn auch ziemlich stark), denn so instinktlos hätte ich mir ihn dann doch nicht vorgestellt.

Es ist keine Dienstreise, lieber HStafo. Die Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der Lufthansa haben das Recht auf private Freiflüge; ungefähr so, wie die Arbeiterinnen in einer Großbäckerei Torten mit nach Hause nehmen dürfen.
Zitat von HStafo
Bsirske ist stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender. Von daher hat er klare Pflichten gegenüber dem Unternehmen, denn er muß im Rahmen seines Mandats dafür sorgen, daß die Lufthansa wirtschaftlich vorankommt. Er läßt sie aber bestreiken, und das nicht zum ersten Mal. DAS ist empörend.

Wie ich schon Dirk geantwortet habe, liegt das an der Mitbestimmung.
Zitat von HStafo
Und das bringt die Verlogenheit solcher Menschen (Zettel hat weitere Beispiele genannt) ans Licht.

Verlogen sind aus meiner Sicht die Klassenkampfparolen. Verlogen ist es, wenn er oder Lafontaine, selbst bis zum Hals voller "Gier", die "gierigen Manager" an den Pranger stellen. Jeder will halt möglichst viel verdienen.

Ich finde, die Gewerkschaften sollten eine rationale Poltik machen: Sich freuen, daß es dem jeweiligen Unternehmen so gut geht, daß es sich teure Manager leisten und auch Leute wie Bsirske im Aufsichtsrat anständig bezahlen kann. In den Tarifverhandlungen dafür sorgen, daß auch die Arbeiter und Angstellten anständig bezahlt werden.

Und das Affentheater der Streiks sein lassen. Nicht, weil sie dem Unternehmen besonders schaden. Das steckt die Lufthansa schon weg. Sondern weil Unbeteiligte als Geiseln genommen werden.

Und weil es albern und auch unwürdig ist, wenn erwachsene Menschen wie die Narren herumtanzen und mit ihren Trillern pfeifen, oder Pfeifen trillern.

Herzlich, Zettel

Meister Petz Offline




Beiträge: 3.088

02.08.2008 20:24
#12 RE: Zettels Meckerecke: Bsirske flog in die Südsee. Na und? antworten

Andere Frage: Was sagen eigentlich die Grünen dazu, dass ihr Parteimitglied Bsirske sich von der CO2-Teufelsfirma Lufthansa so fürstlich alimentieren lässt und dann auch noch zum persönlichen Vergnügen so weit weg fliegt?

Komisch - bei Clement erzürnt sich die gesamte linke Öffentlichkeit, dass er Handlanger und Lobbyist der Kohle- und Atomindustrie ist, nur weil er bei RWE auf der Payroll steht...

Gruß Petz

Zettel Offline




Beiträge: 20.200

02.08.2008 20:26
#13 RE: Zettels Meckerecke: Bsirske flog in die Südsee. Na und? antworten

Zitat von Meister Petz
Solange die wahren Feinde Wiedeking, Ackermann und Co. noch viel größere Summen einnehmen, ist alles in Butter. Da gesteht man Lafo gerne seinen Palast der sozialen Gerechtigkeit und Bsirske seinen Ferienflug zu, denn immerhin stehen die ja auf der richtigen Seite. Die haben das Geld ja nicht den Hartz 4 Empfängern weggenommen. Wo sie es dann herhaben? Also bitte..wo das Geld herkommt, dafür war die Linke noch nie zuständig.

Nach meiner Erfahrung, lieber Petz, gibt es da eine seltsame Ambivalenz.

Oft ist es so, wie Sie sagen. Aber das kann sehr schnell umschlagen. Wenn man mit jemandem eh unzufrieden ist, dann wird ihm auf einmal so etwas angelastet. Honecker ist ein Beispiel, dem fast mehr als die Verbrechen der Stasi vorgeworfen wurde, wie "luxuriös" er in Wandlitz gelebt hatte.

Ähnlich ist es im Westen Franz Steinkühler gegangen, der ein umjubelter, weil "hart" auftretender Gewerkschaftsführer gewesen war. Als sich herausstellte, daß er für sein eigenes Vermögen noch erheblich besser zu sorgen verstanden hatte als für die IG-Metall-Mitglieder, mußte er 1993 zurücktreten.

Herzlich, Zettel

Zettel Offline




Beiträge: 20.200

02.08.2008 20:31
#14 RE: Zettels Meckerecke: Bsirske flog in die Südsee. Na und? antworten

Zitat von Meister Petz
Andere Frage: Was sagen eigentlich die Grünen dazu, dass ihr Parteimitglied Bsirske sich von der CO2-Teufelsfirma Lufthansa so fürstlich alimentieren lässt und dann auch noch zum persönlichen Vergnügen so weit weg fliegt?

Komisch - bei Clement erzürnt sich die gesamte linke Öffentlichkeit, dass er Handlanger und Lobbyist der Kohle- und Atomindustrie ist, nur weil er bei RWE auf der Payroll steht...

Da bin ich auch gespannt, lieber Petz.

Ich vermute, sie werden gar nichts sagen. Denn wenn Reporter auf die Idee kommen sollten, mal zusammenzustellen, wo und unter Nutzung welchen Verkehrsmittels denn die Prominenz der Grünen dieses Jahr urlaubt ...

Herzlich, Zettel

dirk Offline



Beiträge: 1.347

02.08.2008 20:38
#15 RE: Zettels Meckerecke: Bsirske flog in die Südsee. Na und? antworten

Die Mitbestimmung sagt doch nicht, dass jemand gleichzeitig im Aufsichtsrat eines Unternmehmens und in führender Position bei den Gewerkschaften sein muss. Die Herren Gewerkschaftsfunktionäre bedienen sich nur bei den Posten anstatt sie anderen Arbeitnehmern zuzugestehen. Dass ist ein bewusst eingegangener Interessenkonflikt, den Herr Bsirske persönlich zu verantworten hat und nicht das Mitbestimmungsrecht.

Das bewusste Verletzen anvertrauter Pflichten begründet, zu Mindest meinem Rechtsempfinden nach, zu Mindest einen Schadensersatzanspruch, wenn nicht gar eine strafrechtliche Ahndung. Und eine solche begeht Herr Bsirske, der sich selber in die Zwickmühle gebracht hat, auf jeden Fall. Entweder gegenüber den einen oder den anderen.

RexCramer ( gelöscht )
Beiträge:

03.08.2008 04:06
#16 RE: Zettels Meckerecke: Bsirske flog in die Südsee. Na und? antworten

Lieber Zettel,

Zitat von Zettel
Dieser Interessenkonflikt ist in unserer deutschen Mitbestimmung angelegt, die ja auch viele Vorteile hat. Die Gewerkschaften werden in betriebliche Interessen eingebunden und handeln, alles in allem, verantwortlicher als zB in Frankreich.


sie mögen zwar verantwortlicher handeln, aber das ergibt noch lange keinen kausalen Zusammenhang in der Art, wie Sie ihn hier unterstellen. So könnte es auch so sein, daß es nicht nur an den tieferen Einblicken in die Belange des Unternehmens und der Mitgestaltung liegt, sondern schlicht daran, daß das lukrative Posten sind und es persönliche Vorteile haben kann, wenn man die eigenen Leute besser bei Laune hält, als man dies andernfalls machen würde. Siehe bspw. VW. Im Ergebnis macht es zwar keinen Unterschied, wenn ein potenzieller Streik nicht stattfindet, ob das aus Einsicht oder nur deshalb geschieht, weil der Arbeitnehmervertreter gekauft wurde, aber sollte letzteres überwiegend oder zumindest signifikant eine Rolle spielen, dann wird aus der Mitbestimmung ein ziemlich fragwürdiges Modell.

Zitat von Zettel
Es ist ja kein Zufall, daß diejenigen, die abwegige Streiks veranstalten, meist kleine Nicht-DGB-Gewerkschaften sind wie die Transnet-GdED.


Die Transnet-GdED ist nicht nur eine DGB-Gewerkschaft, sondern zählt sogar zu den Gründungsmitgliedern des DGB.

MfG

Zettel Offline




Beiträge: 20.200

03.08.2008 06:02
#17 RE: Zettels Meckerecke: Bsirske flog in die Südsee. Na und? antworten

Zitat von RexCramer
Zitat von Zettel
Dieser Interessenkonflikt ist in unserer deutschen Mitbestimmung angelegt, die ja auch viele Vorteile hat. Die Gewerkschaften werden in betriebliche Interessen eingebunden und handeln, alles in allem, verantwortlicher als zB in Frankreich.

sie mögen zwar verantwortlicher handeln, aber das ergibt noch lange keinen kausalen Zusammenhang in der Art, wie Sie ihn hier unterstellen. So könnte es auch so sein, daß es nicht nur an den tieferen Einblicken in die Belange des Unternehmens und der Mitgestaltung liegt, sondern schlicht daran, daß das lukrative Posten sind und es persönliche Vorteile haben kann, wenn man die eigenen Leute besser bei Laune hält, als man dies andernfalls machen würde.

Das würde ich, lieber RexCramer, unter "in betriebliche Interessen eingebunden" subsumieren.

Ich habe übrigens diese heilsame Wirkung der Mitbestimmung auch im Uni-Bereich erlebt, als im Gefolge der Achtundechziger Zeit überall Gremien mit studentischer Mitbestimmung entstanden. Insgesamt hatte das aus meiner Sicht negative Effekte, weil es zu einer Politisierung der Unis geführt hat. Aber bei vielen der Studenten, die auf einmal verantwortlich mitbestimmen konnten, war doch ein wundersamer Wandel festzustellen: Auf einmal nahmen sie Sachargumente überhaupt erst wahr.
Zitat von RexCramer
Im Ergebnis macht es zwar keinen Unterschied, wenn ein potenzieller Streik nicht stattfindet, ob das aus Einsicht oder nur deshalb geschieht, weil der Arbeitnehmervertreter gekauft wurde, aber sollte letzteres überwiegend oder zumindest signifikant eine Rolle spielen, dann wird aus der Mitbestimmung ein ziemlich fragwürdiges Modell.

Aus meiner Sicht ist das eine zu grobe Alternative. Es ist ein Rollenwandel, ein Wandel in der Sichtweise, in den Gesichtspunkten, die man als relevant betrachtet. Plumpe Bestechung mag in Einzelfällen eine Rolle spielen; insgesamt braucht es sie aber, glaube ich, gar nicht. In einem Vorstand, einem Aufsichtsrat kann man einfach nicht mit den primitiven Klassenkampfparolen kommen, die man durchs Megaphon rufen kann. Da findet gewissermaßen eine andere Sozialisation der Funktionäre statt; und die ist gut.
Zitat von RexCramer
Die Transnet-GdED ist nicht nur eine DGB-Gewerkschaft, sondern zählt sogar zu den Gründungsmitgliedern des DGB.

Danke, lieber RexCramer. Da habe ich mir mal das Verifizieren gespart, und gleich geht's in die Hose

Herzlich, Zettel

F.Alfonzo Offline



Beiträge: 524

03.08.2008 12:25
#18 RE: Zettels Meckerecke: Bsirske flog in die Südsee. Na und? antworten

Erstaunlich finde ich daran eigentlich nur, was Kritiker hier als Instinktlosigkeit bezeichnen.
Bsirske bemüht sich nicht mal, sein schizophrenes Verhalten (links reden, rechts leben) zu verheimlichen, sonst hätte er seinen Urlaub auf eine Zeit verschoben, in der der Lufthansa-Streik aus den Medien verschwunden ist; dann hätte er den Urlaub vielleicht sogar als verdiente Erholung nach harten Verhandlungen verkaufen können. Man könnte fast meinen, er mache das absichtlich: "Ihr könnt mich alle mal."

Da fällt mir ein: Hat der GDL-Chef während des Bahnstreiks nicht auch erst mal Urlaub gemacht? Schon sehr seltsam, diese Leute...

Grüße,
F.Alfonzo

M.Schneider Offline



Beiträge: 672

03.08.2008 12:52
#19 RE: Zettels Meckerecke: Bsirske flog in die Südsee. Na und? antworten

Lieber Zettel

Nein, hier bin ich ebenfalls völlig anderer Meinung als Sie. Es geht gar nicht darum ob ein Herr Bsirske über 200.000 € verdient, ob er als Neureicher angibt und ob er Urlaub in der Südsee macht.

Es geht darum wie er dies alles macht.

Über den Irrsinn den das deutsche Betriebsverfassungsgesetz vorgibt und den daraus auftretenden Problemen habe ich schon hier mal etwas gesagt:

http://83273.homepagemodules.de/topic-th...01&message=4552

Leute wie Gewerkschafter und allen voran Gewerkschaftsbosse pflegen doch permanent nichts anderes, als ihre eigenen hohen ethischen und sozialen Handlungsweisen herauszustellen, und die ach so schlimmen Arbeitgeber als Sklaventreiber und Abzocker der gepeinigten kleinen Leute zu diffamieren.

Wer aber insbesondere Firmenchefs und Mittelständlern die Früchte ihre Arbeit nicht nur neidet, sondern in der Praxis mit Erpressung, das wäre das richtige Wort für die Gewerkschaftsstreiks, ihnen sogar ihre Früchte abnimmt, der kann sich nicht auf der andern Seite selber bereichern.

Zuerst einmal, wir reden über eine Summe von circa 20.000 €, soviel kostet ein Hin- und Rückflug für zwei Personen in der Spitzenklasse.

Wie ist denn diese Vorteilnahme zu bewerten?

Dadurch, dass nach eigenem hoch moralischem Bekunden, ein Herr Bsirske natürlich selbstverständlich nur deshalb im Aufsichtsrat sitzt, um schäbiges Tun gegenüber den armen Arbeitnehmern zu verhindern, dürfte er also keinerlei materielle Interessen haben, oder wie?


Egal also ob es einem Aufsichtsrat- Mitglied zusteht Freiflüge zu haben, dürfte ein Herr Bsirske diese selbstverständlich gar nicht annehmen, sonst wird er bestechlich im Sinne seiner Gewerkschaft.

Selbstverständlich wird er erst recht bestechlich im Sinne der Lufthansa, er gehört nämlich zu jenen Aufsichtsratsmitgliedern, die nicht mit eigenem Geld und damit eigenem Risiko zu den Posten gekommen sind, sondern durch staatliche Intervention.

Darüber hinaus würde mich interessieren, wie ein Herr Bsirske diesen geldwerten Vorteil eigentlich versteuert.
Man muss schon sehr naiv sein um zu glauben, dass er ihn versteuert. Er wird mit Sicherheit jede Menge Aufwendungen, die sein ach so schwerer Job als Gewerkschaftsboss mit sich bringt, gegen rechnen.

Nein lieber Zettel, nicht alles ist verboten, nur weil es dazu ein Gesetzt mit einer angekündigten Strafe gibt. Es gibt auch ungeschriebenen Gesetze die ein bestimmtes Tun nicht zulassen.

Wenn man von einem Politiker den Rücktritt fordert, nur weil er mit einem Industriellen befreundet ist und deshalb mit dessen Jet zu den Wagner Festspielen mitfliegt, dann gab es dafür auch kein Gesetz dass dem Politiker das verbietet.
Darin würde ich überhaupt nichts Verwerfliches sehen, so kommt ein Politiker wenigstens mal wieder mit der Realität in Sachen Wirtschaft in Verbindung.

Ein Herr Bsirske hat hingegen wirklich alle diese ungeschriebenen Gesetze gebrochen, er ist weder der Gewerkschaft noch der Lufthansa gerecht geworden, und damit ist er untragbar, weil schlichtweg verlogen und schlimmer noch, es war eine Vorteilnahme.

Wer selbst die Morallatten so hoch hängt, muss auch daran gemessen werden.

Herzlich
M. Schneider

RexCramer ( gelöscht )
Beiträge:

03.08.2008 13:52
#20 RE: Zettels Meckerecke: Bsirske flog in die Südsee. Na und? antworten

Lieber Zettel,

Zitat von Zettel
Aus meiner Sicht ist das eine zu grobe Alternative. Es ist ein Rollenwandel, ein Wandel in der Sichtweise, in den Gesichtspunkten, die man als relevant betrachtet. Plumpe Bestechung mag in Einzelfällen eine Rolle spielen; insgesamt braucht es sie aber, glaube ich, gar nicht. In einem Vorstand, einem Aufsichtsrat kann man einfach nicht mit den primitiven Klassenkampfparolen kommen, die man durchs Megaphon rufen kann. Da findet gewissermaßen eine andere Sozialisation der Funktionäre statt; und die ist gut.


ja, diese positiven Effekte sind mit Sicherheit da und möchte ich auch überhaupt nicht bezweifeln. Aber dirk und M. Schneider haben es völlig richtig dargestellt: Diese Leute sitzen da nur aufgrund gesetzlicher Zwangsregelung bzw. staatlicher Intervention.

Ich bin ganz bei Ihnen was Ihre Ausführungen bzgl. deren Rollenwandel bzw. Sozialisation angeht, halte aber dieses Argument insgesamt für ganz schlecht. Vielleicht dazu ein Beispiel, um die Absurdität auf die Spitze zu treiben: Wie wäre es, wenn wir nach der nächsten Wahl die Hälfte der Bundesminister mit Bürgern besetzen, die wir per Auslosung bestimmen? Ich bin ganz sicher, daß diese Leute auch einem wundersamen Wandel unterliegen und Sachargumenten ganz anders gegenüberstehen werden. Also machen wir es so? Oder lieber doch nicht? Nur weil es positive Effekte gibt, rechtfertigt das noch lange nicht die Maßnahme.

Daß diese Leute durch Zwang bzw. Intervention in diese Positionen gelangen, schafft prinzipiell immer einen bitteren Beigeschmack - wie man schon an diesem Beispiel mit Bsirske leicht sieht -, ganz egal, wieviele positive Beispiele Sie für die Mitbestimmung auch immer finden können.
Auf der anderen Seite sind negative Effekte unvermeidlich, und dann stellt sich eben die Frage, ob das eine so gute Regelung ist.

MfG

RexCramer ( gelöscht )
Beiträge:

03.08.2008 13:55
#21 RE: Zettels Meckerecke: Bsirske flog in die Südsee. Na und? antworten

Lieber M. Schneider,

Zitat von M.Schneider
Wer selbst die Morallatten so hoch hängt, muss auch daran gemessen werden.


das bringt es auf den Punkt. Diese Heuchelei ist unerträglich.

MfG

dirk Offline



Beiträge: 1.347

03.08.2008 15:17
#22 RE: Zettels Meckerecke: Bsirske flog in die Südsee. Na und? antworten

Ex ist aber nicht nur die Heuchelei. Das Betriebsverfassungsgesetz schreibt nicht vor, dass die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat eine führende Position bei den Gewerkschaften inne haben muss. Der Interessenkonflikt entsteht eben nicht aus den gesetzlichen Regelungen, sondern rührt daher, dass Herr Bsirske sein Einkommen als ver.di Chef nicht ausreicht und er unbedingt auch noch die Aufsichtsratsvergütung eintreichen wollte.

Wegen mir soll jemand soviel jemand soviel nebenbei verdienen wie er will und über mögliche Interessenkonflikte sollen diejenigen entscheiden, die ihn entlohnen. Da die 210 Tausend Euro sowie der Lufthansa Flug seinen Aufgaben als Gewerkschaftsboss entgegen wirken, ist das ein eindeutiger Verstoß gegen die üblichen Regeln zur Korruptionsbekämpfung. Darüber mögen im Normalfall die Geschädigten entscheiden, aber die Gewerkschaften sind keine rein privaten Organisationen. Ihre Macht beruht auf gesetzlicher Grundlage, so dass ich hier ein öffentliches Interesse in der Integrität des Vorsitzenden sehe. (Gäbe es das nicht, dann gäbe es kein öffentliches Interesse an den Gewerkschaften insgesamt, dann dürften sie keine gesonderten staatlichen Schutz genießen.)

Und selbst bei privaten Unternehmen wird mögliche Korruption strafrechtlich verfolgt, selbst wenn die potentiell geschädigten es anders sehen. Siehe etwa Siemens.

Mag sein, dass ein korrupter Gewerkschaftsboss besser für die Volkswirtschaft ist - akzeptable ist es m.E. jedoch nicht. Ein Rücktritt wäre das Mindeste, wenn nicht gar zu Mindest strafrechtliche Ermittlungen.

Zettel Offline




Beiträge: 20.200

03.08.2008 16:44
#23 RE: Zettels Meckerecke: Bsirske flog in die Südsee. Na und? antworten

Zitat von RexCramer
Daß diese Leute durch Zwang bzw. Intervention in diese Positionen gelangen, schafft prinzipiell immer einen bitteren Beigeschmack - wie man schon an diesem Beispiel mit Bsirske leicht sieht -, ganz egal, wieviele positive Beispiele Sie für die Mitbestimmung auch immer finden können. Auf der anderen Seite sind negative Effekte unvermeidlich, und dann stellt sich eben die Frage, ob das eine so gute Regelung ist.

Ich sehe es vom Ergebnis her, lieber RexCramer. Soweit ich das beurteilen kann, wird Deutschland um die Mitbestimmung beneidet, weil innerbetriebliche und auch soziale Konflikte überwiegend durch rationalen Interessenausgleich bewältigt statt durch Klassenkampf ausgetragen werden.

Ich habe Helmut Schmidt nur einmal live erlebt; das war auf einem UB-Parteitag der SPD, auf dem ich Delegierter war. Da sprach er zu diesem Thema; er war damals Kanzler: Wie sehr der Erfolg Deutschlands davon abhänge, daß wir die Klassenkampf-Ideologie überwunden hätten; wie sehr von einer Einbeziehung der Gewerkschaften in wirtschaftliche Entscheidungen.

In den siebziger Jahren bestand die Gefahr, daß aus der Einbeziehung eine Dominanz werden würde. Ein Teil der SPD wollte das auf verschiedenen Schienen erreichen. (Darüber wäre auch einmal zu diskutieren, wie damals die SPD-Linke den Sozialismus auf dem Weg der Gesetzgebung einführen wollte; heute will man das wieder).

Und um es nochmal zu sagen, lieber RexCramer: Solche Figuren wie diesen bigotten Bsirske kann ich auch nicht verknusen. Aber das es sie gibt, ist nun mal der Preis für die Mitbestimmung, die ich insgesamt positiv sehe.

Herzlich, Zettel

Zettel Offline




Beiträge: 20.200

03.08.2008 16:58
#24 RE: Zettels Meckerecke: Bsirske flog in die Südsee. Na und? antworten

Lieber M. Schneider,

wenn es mal wieder gegen die "gierigen Manager" geht, gegen "die Reichen", die "Besserverdiener", dann schreibe ich regelmäßig das, was ich jetzt auch schreibe: Daß jeder, der ein bestimmtes Einkommen hat, das Recht hat, es auch auszugeben, es anzulegen oder was immer. Das ist kein Grund zur Kritik; es sei denn, man will den Sozialismus (in dem dann die Privilegien nicht über das Einkommen, sondern auf anderem Weg vergeben werden).

Bsirske hat ein Recht auf Freiflüge der Lufthansa, so wie die anderen Mitglieder des Aufsichtsrats auch. Daß er diesen geldwerten Vorteil selbstverständlich versteuert, hat seine Gewerkschaft inzwischen erklärt. (Er wird es genauso halten wie seine Kollegen ).

An dem Streik war er organisatorisch nicht beteiligt; warum sollte er also nicht Urlaub machen?.

Eine Vorteilnahme kann ich wirklich nicht sehen.

Gerade in dieser Zeit des Streiks mit der Lufthansa umsonst zu fliegen, war allerdings dumm, denn es löst - wie man sieht - Neidreaktionen aus. Aber hier im Forum sind wir doch, lieber M. Schneider, frei von Neidreaktionen, oder?

Und natürlich schlachten es Bsirskes Gegner aus; das ist ihr gutes Recht.



Eine andere Frage ist, ob es solche Privilegien von Firmenangehörigen geben sollte. Dergleichen hat es auf allen Ebenen ja immer schon gegeben; bis hin zum Kohledeputat der Kumpel. Kürzlich habe ich durch Zufall erfahren, daß in einer Stadt XYZ alle städtischen Bediensteten zum halben Preis ins Theater dürfen.

Aber das hat mit dem Fall Bssirke nichts zu tun; er hat nur genutzt, was allen in seiner Position zur Verfügung steht.

Herzlich, Zettel

Zettel Offline




Beiträge: 20.200

03.08.2008 17:11
#25 RE: Zettels Meckerecke: Bsirske flog in die Südsee. Na und? antworten

Zitat von dirk
Und selbst bei privaten Unternehmen wird mögliche Korruption strafrechtlich verfolgt, selbst wenn die potentiell geschädigten es anders sehen. Siehe etwa Siemens. Mag sein, dass ein korrupter Gewerkschaftsboss besser für die Volkswirtschaft ist - akzeptable ist es m.E. jedoch nicht. Ein Rücktritt wäre das Mindeste, wenn nicht gar zu Mindest strafrechtliche Ermittlungen.

Interessanter Thread, lieber Dirk. Ich finde mich in der Position, einen Mann zu verteidigen, den ich von Herzen verabscheue.

Ich kann für Korruption wirklich nicht das geringste Anzeichen entdecken; so wenig wie für die Vorteilnahme, die M. Schneider vermutet.

Daß die Gewerkschaftsbosse gern in Aufsichtsräte gehen, ist wahr. Jeder, der das kann, geht gern in einen Aufsichtsrat. Es gibt nicht viele Tätigkeiten, wo man für so wenige Arbeitsstunden so fürstlich entschädigt wird.

So ist die Welt nun mal, lieber Dirk. Die Mächtigen nutzen ihre Macht. Die Reichen wollen noch reicher werden. Jeder möchte gern a bisserl mehr vom Kuchen haben, als er eh schon hat.

Ich kann das alles nicht schlimm finden. Erstens, weil die Welt schon immer so war. Zweitens, weil gerade die kapitalistische Form, seinen Egoismus zu pflegen, uns alle reich und frei gemacht hat.

Natürlich ist Bsirske eine bigotter Bursche, der das alles genießt und gleichzeigt dagegen wettert. Wie eben auch Trittin, Lafontaine, Wagenknecht, Gysi und tutti quanti. Das ist doch nix Neues.

Herzlich, Zettel

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