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ZETTELS KLEINES ZIMMER

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Dieses Thema hat 71 Antworten
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Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 12.277

01.12.2014 17:10
#26 RE: Türkei ... und täglich grüßt Recep Tayyip Erdoğan Antworten

*Ächz*. "Erdoğan’s Historical Truthiness"

Michael Rubin, Commentary Magazine, 23 Nov 2014


Recep Tayyip Erdoğan’s declaration that Muslims discovered America, speculation he read in a pamphlet which lacked supporting evidence, tells a lot about the Turkish president’s mind. After all, anyone who has traveled along the book stores of Beirut, or among the book sellers’ stalls in Cairo, will find dozens of similar pamphlets claiming that Islam was actually responsible for everything from the discovery of gravity to the moon landing. And let’s not forget that Shakespeare was really Sheikh Zubayr bin William, a Muslim Arab living in Britain.
...
When discussing the Battle of Manzikert in 1071 CE, a battle in which the Muslim Seljuqs defeated the larger Byzantine army and captured the Byzantine emperor, Erdoğan declared, “Seljuq soldiers fought with their swords against the iron balls of the Byzantine artillery, raining on their heads.” Artillery and gunpowder didn’t come to the region for another three centuries. Oops.
...
In Antalya, Erdoğan explained how “the word Olympics takes its name from a mountain near Antalya, Mt. Olympus.” The mountain is in northern Greece, and nowhere near Antalya. ...Philosophers, however, have not been his thing. After all, he once said, “If the Germans have Goethe and if the Spaniards have Socrates….”

Fluminist Offline




Beiträge: 2.015

01.12.2014 17:18
#27 RE: Türkei ... und täglich grüßt Recep Tayyip Erdoğan Antworten

Zitat von Ulrich Elkmann im Beitrag #26
“If the Germans have Goethe and if the Spaniards have Socrates….”

Na immerhin, das klingt doch wie der Anfang einer ausnahmsweise einmal wahren Aussage: ex falso quod libet.



It is only by the collision of adverse opinions that the remainder of the truth has any chance of being supplied. - J. S. Mill

xanopos ( gelöscht )
Beiträge:

01.12.2014 19:59
#28 RE: Türkei ... und täglich grüßt Recep Tayyip Erdoğan Antworten

Zitat von Ulrich Elkmann im Beitrag #26
*Ächz*. "Erdoğan’s Historical Truthiness"

When discussing the Battle of Manzikert in 1071 CE, a battle in which the Muslim Seljuqs defeated the larger Byzantine army and captured the Byzantine emperor, Erdoğan declared, “Seljuq soldiers fought with their swords against the iron balls of the Byzantine artillery, raining on their heads.” Artillery and gunpowder didn’t come to the region for another three centuries. Oops.
...


Naja, auch vor der Erfindung des Schwarzpulvers wurden Geschoßen in Richtung Gegner verschossen:

Zitat
Although not called as such, machines performing the role recognizable as artillery have been employed in warfare since antiquity. The first references in the western historical tradition begin at Syracuse in 399 BC and these devices were widely employed by the Roman Legions in Republican times well before the Christian era. Until the introduction of gunpowder into western warfare artillery depended upon mechanical energy to operate and this severely limited the kinetic energy of the projectiles while also requiring the construction of very large apparatus to store sufficient energy. For comparison, a Roman 1st century BC catapult using stones of 6.55 kg fired with a kinetic energy of 16,000 joules, while a mid-19th century 12-pounder gun firing projectiles of 4.1 kg fired the projectile with a kinetic energy of 240,000 joules.

http://en.wikipedia.org/wiki/Artillery

Nola Offline



Beiträge: 1.719

01.12.2014 20:10
#29 RE: Türkei ... und täglich grüßt Recep Tayyip Erdoğan Antworten

Zitat von Ulrich Elkmann im Beitrag #24
Die Welt, 19.11.2014, "Für Erdogan ist ganz Amerika muslimisches Ur-Land"
Doch es scheint, man versteht Erdogan immer noch nicht. Was er gesagt hat, dürfte allerdings praktische Folgen haben. In diesem Fall: Seine Bemerkung war nur der Startschuss zu einer massiven "Aufklärungskampagne" in der Türkei und der erste Schritt dazu, dass in Zukunft wohl alle türkischen Schulkinder Erdogans Visionen lernen müssen.

Bei der Eröffnung einer Religionsschule in Ankara sagte Erdogan, die Schulaufsichtsbehörde habe künftig die Verantwortung, sicherzustellen, dass die Kinder lernen, welche wichtigen Beiträge der Islam zur Wissenschaft geleistet habe. Inklusive der Entdeckung Amerikas. ... Dabei geht es nicht nur um Schulen: Auch die regierungstreuen Medien haben sich auf Erdogans Stichwort hin in eine massive "Aufklärungskampagne" geworfen, um den Bürgern klarzumachen, dass nicht nur Kuba vor Kolumbus muslimisch war, sondern auch Amerika selbst.




Huch, das ist ja wie bei uns. Ob nun Hirnlose "Gutmenschenpolitik" die Richtung bestimmen oder ein "Führer" der Türkei (im deutschen TV mit "Meister" übersetzt) - die Medien marschieren mit in vorauseilendem Gehorsam.

Zur Zeit ist Putin bei Erdogan und man kungelt grade so'n bißchen an der EU vorbei.

Weiß eigentlich jemand wie "Zakat" (Dhimmi-Steuer) berechnet wird? Vielleicht sollten wir schon mal Rücklagen bilden, auch so in vorauseilendem Gehorsam.

♥lich Nola

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Status quo, nicht wahr, ist der lateinische Ausdruck für den Schlamassel, in dem wir stecken.
Zettel im August 2008

Erling Plaethe Offline




Beiträge: 4.660

01.12.2014 21:14
#30 RE: Türkei ... und täglich grüßt Recep Tayyip Erdoğan Antworten

Zitat von Fluminist im Beitrag #27
Zitat von Ulrich Elkmann im Beitrag #26
“If the Germans have Goethe and if the Spaniards have Socrates….”

Na immerhin, das klingt doch wie der Anfang einer ausnahmsweise einmal wahren Aussage: ex falso quod libet.

Also da muss ich widersprechen. Erstmal ist Sokrates Brasilianer und mir ist gar kein Fußballspieler mit Namen Goethe bekannt. Der muss den Götze meinen. Mann, Mann, Mann.

Viele Grüße, Erling Plaethe

Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 12.277

01.12.2014 21:28
#31 RE: Türkei ... und täglich grüßt Recep Tayyip Erdoğan Antworten

Zitat von Fluminist im Beitrag #27
Zitat von Ulrich Elkmann im Beitrag #26
“If the Germans have Goethe and if the Spaniards have Socrates….”

Na immerhin, das klingt doch wie der Anfang einer ausnahmsweise einmal wahren Aussage: ex falso quod libet.


*Autschn* - >Zusammenzuck< - Was Herr E. wortwörtlich, am 18. 11. 2013, gesagt hat, war:

Zitat http://www.haber7.com/ic-politika/haber/...gruyum-yetmiyor

Bu arada biliyorsunuz, Almanlarin Goethe Enstitüsü var. Bakiyorsunuz öbür tarafta Ispanyollarin Sokrates Enstitüsü var. Bunlar yaygin. Biz bunlarin karsisinda Yunus Emre Enstitüsü'nü kurduk. Su anda dünyaya yayiliyoruz. 27 farkli ülkede 15 bin civarinda ögrenciye biz bu enstitü vasitasiyla Türkçe ögretiyoruz. 4 yil içinde 25 ülkede 32 merkez kurduk. Gelecek sene bu sayi 40'a ulasacak.


Und das heißt, was es heißt. Mit Hilfe robotischer Algorithmen, absolut rudimentärer Sprachkenntnisse & der Zuhilfenahme unangemessenen common senses in etwa:

"Wie Sie wissen, gibt es in Deutschland das Goethe-Institut. In Spanien gibt es zum gleichen Zweck das Sokrates-Institut. Wir haben unsererseits das Yunus-Emre-Institut gegründet, das [mittleweile] 15.000 Studenten in 27 Ländern vermittelt hat. In den letzten 4 Jahren haben wir 32 Institute in 25 Ländern gegründet; im nächsten Jahr wird die Zahl von 40 erreicht."

Es handelte sich um das Sokrates-Programm der EU, unter dessen Dach, während es lief, auch das bekanntere "Erasmus-Programm" für Studentenaustausch, lief. Das tertium comparationis bildet das Yunus-Emre-Institut. Offensichtlich hat hier jemand ohne Kenntnis der Verhältnisse vor Ort "Die Deutschen haben JWG als Institution" (= als Klassiker, als maßgeblich) verstanden...

Das Abstraktum von "Eigentor" heißt "Eigentorheit".

Fluminist Offline




Beiträge: 2.015

02.12.2014 00:07
#32 RE: Türkei ... und täglich grüßt Recep Tayyip Erdoğan Antworten

Zitat von Ulrich Elkmann im Beitrag #31
Zitat von Fluminist im Beitrag #27
Zitat von Ulrich Elkmann im Beitrag #26
“If the Germans have Goethe and if the Spaniards have Socrates….”

Na immerhin, das klingt doch wie der Anfang einer ausnahmsweise einmal wahren Aussage: ex falso quod libet.


*Autschn* - >Zusammenzuck< - Was Herr E. wortwörtlich, am 18. 11. 2013, gesagt hat, war:

Zitat http://www.haber7.com/ic-politika/haber/...gruyum-yetmiyor

Bu arada biliyorsunuz, Almanlarin Goethe Enstitüsü var. Bakiyorsunuz öbür tarafta Ispanyollarin Sokrates Enstitüsü var. Bunlar yaygin. Biz bunlarin karsisinda Yunus Emre Enstitüsü'nü kurduk. Su anda dünyaya yayiliyoruz. 27 farkli ülkede 15 bin civarinda ögrenciye biz bu enstitü vasitasiyla Türkçe ögretiyoruz. 4 yil içinde 25 ülkede 32 merkez kurduk. Gelecek sene bu sayi 40'a ulasacak.


Und das heißt, was es heißt.

Tja, ohne das "wenn"/"if" wird das nichts mit der Wahrheit. Da hat Michael Rubin beim Zitieren (wohl ohne Absicht) verbessert.

(Zur Erläuterung für Nicht-Logiker: die Aussage "wenn A, dann B" ist immer wahr, wenn A falsch ist.)

Am Erasmus-Programm dürfen (oder durften) meines Wissens übrigens auch türkische Universitäten teilnehmen.



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Fluminist Offline




Beiträge: 2.015

02.12.2014 00:23
#33 RE: Türkei ... und täglich grüßt Recep Tayyip Erdoğan Antworten

Zitat von Nola im Beitrag #29
Zur Zeit ist Putin bei Erdogan und man kungelt grade so'n bißchen an der EU vorbei.

Genauer gesagt:

Zitat von Russland stoppt Gaspipeline 'South Stream'
Russland hat den Bau der Gasleitung „South Stream“ zur Versorgung Südeuropas überraschend gestoppt. Das Projekt sei durch die „Blockadehaltung“ der EU sinnlos geworden, sagte Kreml-Chef Wladimir Putin am Montag. „Das war’s, das Projekt ist geschlossen“, hieß es von Gasprom-Chef Alexej Miller, „es gibt kein Zurück mehr.“ Als Alternative hätten Russland und die Türkei den Bau einer Offshore-Pipeline vereinbart, so Miller. „South Stream“ sollte Gas an der Ukraine vorbei von Russland nach Europa bringen, ihr Bau war zuletzt angesichts der Ukraine-Politik Moskaus heftig umstritten.


Zum Glück haben wir ja all die Windräder und brauchen unser Geld nicht für Gas auszugeben...
Zusatz:

Zitat von Erdogan will Handel verdreifachen
Ungeachtet der Sanktionen der EU und der USA gegen Moskau will die Türkei den Handel mit Russland drastisch ausbauen. Das Handelsvolumen solle sich bis zum Jahr 2023 auf 100 Milliarden Dollar (80,11 Mrd. Euro) verdreifachen, sagte der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan am Montag nach einem Treffen mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin.
Putin kündigte in Ankara einen Preisnachlass von sechs Prozent für Gaslieferungen an die Türkei ab Jänner an. „Gasprom wird in Kürze die Lieferungen an die Türkei auf drei Milliarden Kubikmeter erhöhen“, sagte er nach Angaben der Nachrichtenagentur Interfax. Russland ist ein wichtiger Energielieferant der Türkei. Nach russischen Angaben ist die Türkei nach Deutschland der größte Abnehmer von Erdgas.


Andererseits: da weder Russland noch die Türkei EU-Mitglieder sind, ist es ja völlig normal und ihr gutes Recht, "an der EU vorbei zu kungeln"; ich sehe auch nicht, wie oder warum sie es anders machen sollten.



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Martin Offline



Beiträge: 4.129

02.12.2014 08:14
#34 RE: Türkei ... und täglich grüßt Recep Tayyip Erdoğan Antworten

Zitat von Fluminist im Beitrag #33
Andererseits: da weder Russland noch die Türkei EU-Mitglieder sind, ist es ja völlig normal und ihr gutes Recht, "an der EU vorbei zu kungeln"; ich sehe auch nicht, wie oder warum sie es anders machen sollten.


Wobei es für Russland und die Türkei evtl. einen gewissen Charme hat, dass die Türkei für viele Warengruppen in Zollunion mit der EU ist.

Gruß, Martin

Fluminist Offline




Beiträge: 2.015

02.12.2014 10:07
#35 RE: Türkei ... und täglich grüßt Recep Tayyip Erdoğan Antworten

Zitat von Martin im Beitrag #34
Zitat von Fluminist im Beitrag #33
Andererseits: da weder Russland noch die Türkei EU-Mitglieder sind, ist es ja völlig normal und ihr gutes Recht, "an der EU vorbei zu kungeln"; ich sehe auch nicht, wie oder warum sie es anders machen sollten.


Wobei es für Russland und die Türkei evtl. einen gewissen Charme hat, dass die Türkei für viele Warengruppen in Zollunion mit der EU ist.

Gruß, Martin

Genau. Die Türkei könnte mit etwas Geschick (das Erdogan trotz islamischem Fanatismus und seiner entsprechenden Halbbildung vielleicht hat) und dem Willen, auf zwei Kirchböden zu tanzen, die Schlüsselposition zwischen West und (Rußland-)Ost einnehmen, die die Ukraine hätte haben können, aber verspielt hat; verstärkt noch durch die geographische Lage als Tor zum Nahen Osten. Sie ist ein Bündnispartner des Westens, den dieser nur äußerst ungern aufgeben wird, hat Verträge mit der EU und, als strategische Reserve, nicht unerhebliche Kolonien z.B. in Deutschland, ist also in Europa fest eingewurzelt, andererseits frei genug, ungeachtet der EU-Sanktionen mit Rußland zu verhandeln. Die Situation paßt bestens in das Programm eine regionale türkische Hegemonie zu etablieren. (Und die Ukraine bewegt sich derweil, wenn erst einmal Gras über die jüngeren Aufregungen gewachsen ist, auf einen etwa mit Griechenland oder Zypern vergleichbaren Status in Europa zu.)

Wer weiß, vielleicht finden Erdogan und Putin ja außer den wirtschaftlichen auch noch andere gemeinsame Interessen. So wie die USA einen Club von Partnern haben, die am Programm "Changing Regimes In the Middle East" mitarbeiten, findet sich Putin am Ende einen eigenen Kreis mit origineller Neuinterpretation des Völkerrechts zusammen. Im Moment haben sie da aber wohl noch nicht so viel gemeinsam.



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Nola Offline



Beiträge: 1.719

16.12.2014 15:19
#36 RE: Türkei ... und täglich grüßt Recep Tayyip Erdoğan Antworten

Zitat von Fluminist im Beitrag #33
Zitat von Nola im Beitrag #29
Zur Zeit ist Putin bei Erdogan und man kungelt grade so'n bißchen an der EU vorbei.

Genauer gesagt:

Zitat von Russland stoppt Gaspipeline 'South Stream'
Russland hat den Bau der Gasleitung „South Stream“ zur Versorgung Südeuropas überraschend gestoppt. Das Projekt sei durch die „Blockadehaltung“ der EU sinnlos geworden, sagte Kreml-Chef Wladimir Putin am Montag. „Das war’s, das Projekt ist geschlossen“, hieß es von Gasprom-Chef Alexej Miller, „es gibt kein Zurück mehr.“ Als Alternative hätten Russland und die Türkei den Bau einer Offshore-Pipeline vereinbart, so Miller. „South Stream“ sollte Gas an der Ukraine vorbei von Russland nach Europa bringen, ihr Bau war zuletzt angesichts der Ukraine-Politik Moskaus heftig umstritten.

Zum Glück haben wir ja all die Windräder und brauchen unser Geld nicht für Gas auszugeben...
Zusatz:

Zitat von Erdogan will Handel verdreifachen
Ungeachtet der Sanktionen der EU und der USA gegen Moskau will die Türkei den Handel mit Russland drastisch ausbauen. Das Handelsvolumen solle sich bis zum Jahr 2023 auf 100 Milliarden Dollar (80,11 Mrd. Euro) verdreifachen, sagte der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan am Montag nach einem Treffen mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin.
Putin kündigte in Ankara einen Preisnachlass von sechs Prozent für Gaslieferungen an die Türkei ab Jänner an. „Gasprom wird in Kürze die Lieferungen an die Türkei auf drei Milliarden Kubikmeter erhöhen“, sagte er nach Angaben der Nachrichtenagentur Interfax. Russland ist ein wichtiger Energielieferant der Türkei. Nach russischen Angaben ist die Türkei nach Deutschland der größte Abnehmer von Erdgas.


Andererseits: da weder Russland noch die Türkei EU-Mitglieder sind, ist es ja völlig normal und ihr gutes Recht, "an der EU vorbei zu kungeln"; ich sehe auch nicht, wie oder warum sie es anders machen sollten.






Zitat

Neue Pipeline: Erdoğan zeigt Putin die kalte Schulter

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten....kalte-schulter/

Der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu hat dem Pipeline-Projekt Turkish Stream von Gazprom indirekt eine Absage erteilt. Der Bau der Transanatolischen Pipeline reiche aus, um Europa mit Energie-Trägern zu versorgen. Die Fertigstellung dieses Projekts habe Priorität.

Die Hürriyet zitiert Çavuşoğlu:

„Wir wissen, wie wichtig [TANAP] für die Türkei, Georgien und Europa und insbesondere für Südosteuropa ist. Zusammen mit der TAP [Transadriatische Pipeline] ist die TANAP ein Projekt, das Erdgas in verschiedene europäischen Ländern liefern könnte. Wir sollten alle Anstrengungen für die Fertigstellung dieses Projektes aufbringen, unabhängig von der Abnahme der Öl- und Gaspreise.“

Çavuşoğlus Aussage gilt zudem deshalb als besonders wichtig, weil er zugibt, dass TANAP sich nicht von Turkish Stream unterscheidet. Beide seien dazu gedacht, Erdgas in die europäischen Märkte zu liefern. Doch angesichts der Verringerung des Energiebedarfs in den europäischen Märkten, wird es schwer sein, zwei Pipelines gleichzeitig zu betreiben.

♥lich Nola

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Zettel im August 2008

Nola Offline



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16.12.2014 16:01
#37 RE: Türkei ... und täglich grüßt Recep Tayyip Erdoğan Antworten

Sind denn tatsächlich noch ein paar Nicht-Linientreue übriggeblieben? Erdogan räumt wieder auf. Wo nimmt der nur die ganzen "Räumlichkeiten" zur Unterbringung her?


Zitat
http://de.euronews.com/2014/12/15/erdogan-die-eu-solle-sich-um-ihre-eigenen-angelegenheiten-kuemmern/

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat die EU-Kritik an der Festnahme dutzender Journalisten in der Türkei zurückgewiesen. Bei einer landesweiten Großrazzia waren am Sonntag mindestens 24 Journalisten und angebliche Regierungsgegner festgenommen worden. Darunter waren der Chefredakteur der Zeitung Zaman und der Chef des Medienkonzerns Samanyolu. Sie sollen dem mit Erdogan verfeindeten Prediger Fethullah Gülen nahestehen. Ihre Festnahmen wurden mit dem Vorwurf der Bildung einer terroristischen Vereinigung begründet, zudem wird ihnen Fälschung und Verleumdung vorgeworfen.

In seiner ersten Stellungnahme zur Kritik aus Brüssel sagte Erdogan: “Die Europäische Union sollte sich nicht in die Arbeit der türkischen Sicherheitskräfte einmischen, die rechtsstaatliche Schritte gegen Bedrohungen unserer nationalen Sicherheit vornehmen. Sie sollten sich um ihre eigenen Angelegenheiten kümmern”.



Um die eigenen Angelegenheiten kümmern ... wo er recht hat, hat er recht. Hier gibt's genug zu tun. Die Bürger haben schon den Anfang gemacht, allerdings gestern auch Schelte von Frau Merkel kassiert. Ja, is klar, muß sie ja auch machen, denn der Europarat lugt schon um die Ecke um die Einhaltung des "Hassparagraphen" zu fordern. Wird nicht lange dauern und die Meinungsfreiheit, Demonstrationsfreiheit wird einer harten Prüfung unterzogen werden.
Justizminister Heiko M. hatte auch schon für die Demonstranten eine sehr unschöne Bezeichnung.

♥lich Nola

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Zettel im August 2008

Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 12.277

29.12.2014 18:48
#38 RE: Türkei ... und täglich grüßt Recep Tayyip Erdoğan Antworten

"Natürlich werdet ihr den letzten Willen / als faulen Zauber in den Ofen tun. / Doch werde meinen ersten ich erfüllen: / vom diesem Erdenwahnsinn auszuruhn." (Albert Vigoleis Thelen)

Die Ruhetage sind vorbei, der Erden-Wahnsinn geht weiter:

http://www.welt.de/politik/ausland/artic...auf-die-EU.html


Eine Verhaftungswelle gegen Journalisten in der Türkei brüskiert die EU kurz nach dem Besuch der größten Delegation aller Zeiten. Präsident Erdogan setzt andere Prioritäten: "Uns ist die EU egal.",,, Überrascht war niemand, als am Montag 24 Journalisten in der Türkei festgenommen wurden.


http://www.faz.net/aktuell/politik/ausla...t-13341983.html

Die Türkei ist nach Ansicht ihres Präsidenten Recep Tayyip Erdogan ein Hort der Pressefreiheit. „Nirgendwo ist die Presse freier als in der Türkei“, sagte Erdogan am Freitag in einer vom Fernsehen übertragenen Rede bei einer Konferenz in der Hauptstadt Ankara. „Ich bin mir sehr sicher, wenn ich das sage“, fuhr Erdogan fort.

Nola Offline



Beiträge: 1.719

31.12.2014 11:35
#39 RE: Türkei ... und täglich grüßt Recep Tayyip Erdoğan Antworten

Zitat
http://www.welt.de/politik/ausland/artic...auf-die-EU.html

"Uns ist die EU egal."



Lieber Ulrich Elkmann, Genau das ist für mich seit Jahren schon klar gewesen. Es ging Erdogan immer nur um Geld und Vorteile und die EU selbst hat in dieser hassliebenden Verbindung auch versucht die vermeintlichen Vorteile zu ziehen.
Ein islamischer Vorzeigestaat sollte es werden, als Beweis dafür, daß jede Opposition im Westen gegen diese Politreligion falsch ist. Das ist nun sowas von gründlich in die Hose gegangen und widerlegt das ewige Geseiere vom "moderaten Islam". Nichts destotrotz haben wir die Türkei so aufgepäppelt so daß Erdogan in seiner Heimat als der große Heilsbringer dastehen kann. Natürlich haben einige seiner Projekte schon auch dazu beigetragen, die aber alle ohne unsere Finanzierung unmöglich gewesen wären.

Für Erdogan ist's ein besseres Geschäft gewesen. EU-finanzierte Aufbaugelder zwecks "vermeintlich" EU-tauglich zu werden und horrende Summen zusätzlich aus dem Topf der Deutschen Entwicklungshilfe zeitweilig sogar an erster Stelle stehend, vor allen Drittländern. Und was hat es uns gebracht, ich meine ausser "Fachkräften"?

Ein den EU-Vorgaben und Gesetzen untergeordnete Staatsführung, wäre niemals für Erdogan infrage gekommen. Das muß jedem halbwegs denkenden Menschen klar gewesen sein.

Seine persönlich vorangetriebene Aufhebung, der von Atatürk teils mit Blutvergiessen erzwungenen Säkularisierung, war erfolgreich unter den Augen der EU-Politiker vollzogen worden. Sooft wie Erdogan die christlichen Nachbarn verar...t hat (insbesondere zu erwähnen seine unrühmliche Beziehung zur IS und weiteren Rebellen, sowie sein Interesse an Destabilisation in Syrien, Irak usw. genau so oft hat diese "Politikerelite" ihm das durchgehen lassen, an oberster Stelle deutsche Politiker.

Über seine Staudamm-Projekte (Ilisu) entlang der syrisch-irakischen Grenzen hatte ich 2008 schon geschrieben. Ein Projekt das zur Wasserverknappung führt und das für Erdogans willkürliches Handeln durchaus genutzt werden könnte:

„juristischer Putsch“ ?

#4 RE: „juristischer Putsch“ ?
(...)Die Türkei ist durch die Stauseen in der Lage, Syrien und den Irak politisch zu erpressen. Aus diesen Gründen entschied die Weltbank 1984, sich nicht an der Finanzierung von GAP zu beteiligen (Bosshard 1998b). Das Südostanatolienprojekt verstößt in wesentlichen Komponenten gegen die UNO-Konvention über die nichtschiffbare Nutzung internationaler Wasserwege vom 21.5.97.(...)

♥lich Nola

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Zettel im August 2008

Ulrich Elkmann Offline




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02.01.2015 00:42
#40 RE: Türkei ... und täglich grüßt Recep Tayyip Erdoğan Antworten

Kleiner Nachtrag zu Erdogans Kolumbiade.

Erdogans direkte Quelle ist wohl Fuat Sezgin (da kriegt das Wort "Frankfurter Schule" gleich eine schöne neue Facette - s.a. Doc Röder weiter unten).

Sezgins "Quelle" (die einzige, auf die er sich beruft, soweit ich sehe), ist, wie schon oben festgestellt, Barry Fell. Zunächst Marinebiologe & bis 1972 in dieser Funktion ab 1964 Assistenzprofessor in Harvard. Ab etwa 1973 ändert sich sein Fokus & er "entdeckt" alle möglichen Inschriften (pöswillige Kritiker meinen, die sähen aus, als habe jemand mit weißer Farbe auf leicht schrundigen Schieferplatten gewirkt) - zunächst "Ogham" & "Punisch". "Formell" hat er den Wechsel durch die Gründung einer "Polynesian Epigraphic Society" (später nur noch "Epigraphic Society"), 4.7.1974 mit Sitz in seiner Privatadresse in Arlington, Mass., die in toto aus ihm selbst & in deren Newsletter er dann über seine endlosen Inschriftenfunde berichtet. In Buchform ist das in 3 Bände eingegangen: "America B.C." (NY 1976: Quadrangle), "Saga America" (NY 1980: The New York Times Book Co.), & "Bronze Age America" (NY 1982: Time Books). Erdogan bzw. Sezgin ziehen ihre "Belege" aus dem letzten Drittel von No. 2 (S. 296-340).

Interessant ist, daß Dr. Fell so ziemlich alle, die jemals in Verdacht geraten sind "Kolumbus zuvor gekommen zu sein", auf Stein verewigt auch wiedergefunden hat ("Saga America" dreht sich, wie aus dem Titel ersichtlich, zumeist um die Wikinger): die Waliser (daher die "Ogham"-Inschriften); die Chinesen, die Phönizier, & eben auch die Muslime, die aber bei ihm als die letzten Nachzügler auf den Plan treten. . Das "Polynesian" in seinem Unterfangen, weil er zunächst, 1972-74 geglaubt hatte, über den ganzen Pazifik (samt Indonesien) "Inschriften" (zumeist "Stelen") mit "Maori-Inschriften" aufgetan zu haben & später dann auch in Nordamerika. (Gewissermaßen Thor Heyerdahl in umgekehrter Richtung.) Als nicht-paläographische Belege dienen ihm zumeist Kandidaten, die im Lauf des 19. Jdt.s angeführt worden sind, u.a. der Newport Tower, die Newark Holy Stones, der Grave Creek Stone, die Davenport Tablets, die Beardmore Relics & die außer den eh' Überzeugten von der verblendeten Fachwissenschaft natürlich verleugnet worden sind...

Sein letztes akademisches Lehrbuch ist eine Schriftfassung seines langjährigen Einführungskurses, Introduction to Marine Biology (NY 1975: Harper & Row). Das Vorwort enthält ein P.S., das direkt vor Drucklegung nachgeschoben worden ist & über "erstaunliche archäologische Entdeckungen in Höhlen in Neuguinea" berichtet: Inschriften, "dating to November 19, 232 B.C., and telling of a Libyan Maori naval squadron sent out by Ptolemy III. The inscriptions date to the eve of the Polynesians' epic voyage to America. [...] [T]he navigator, named Maui, employed star charts and sophisticated equipment, including two types of analog computer invented by the Libyan astronomer Eratosthenes." [p.ix]

Das gibt dann solch schöne Aufsätze:
1973 A basic Egypto-Polynesian word list. Museum of Comparative Zoology. Harvard University, Cambridge, Mass. .36.
1974 An Egyptian shipwreck at Pitcairn Island. The Polynesian Epigraphic Society Occasional Publications (PESOP) No.1: 1-3.
(Um einen kleinen Eindruck von der Vorgehensweise & der Qualität zu geben, hier das "Paper":S.1, S.2, S.3.)
1974 Ancient Maori inscriptions of North Africa. 1. The bilingual Latin-Maori stele of Kaiu from Thullium. PESOP No.6: 1-6. (1. von 4 Teilen)
1984 An ancient Arabic guide to Ogam on a sacred tablet from Zambia. The Epigraphic Society Occasional Papers (ESOP) 12 (1), No.284: 29-31.
1987 Detecting fraudulent inscriptions. ESOP 16: 24.

P.S. Die volle Dröhnung geht so:

Zitat Marjorie Mazel Hecht (1998), "A voyage around the world in the third century B.C."


"A flotilla of ships set sail from Egypt around 232 B.C., during the reign of Ptolemy III, on a mission to circumnavigate the globe. The six ships sailed under the direction of Captain Rata and Navigator Maui, a friend of the astronomer Eratosthenes, who was head of the Alexandria library. [...] Although there is no record that the flotilla returned to Egypt, Maui and others left records of their voyage along the way.

The details of the expedition are known to us through written inscriptions and drawings left in caves, primarily in what are now called the “Caves of the Navigators” in northwest New Guinea (now Irian Jaya), near McCluer Bay; a cave near Santiago, Chile; and others from Pitcairn Island and Fiji. The New Guinea inscriptions and drawings were discovered by a German exploratory expedition in 1937, led by Josef Röder of the Frobenius Institute of Goethe University in Frankfurt, and the Chilean inscription was found in 1885, by the Chilean-German engineer Karl Stolp, but they were not deciphered until the 1970s, when marine biologist and linuist Barry Fell figured out the connection between the Maori(Polynesian) language and a dialect of ancient Egyptian-Libyan. Hundreds more ancient Maori inscriptions exist in the Polynesian islands, and, as Fell notes, there are also inscriptions in the ancient Egyptian-Libyan in North America."


Ob nun die alten Ägypter Maorisch gesprochen haben oder die Polynesier Altägyptisch, ist eine rein akademische Frage, solange nicht nachgewiesen ist, daß sie 800 Jahre vor der Hegira des Propheten (PBUH) im Land der Hobbits & Kiwis Moscheen errichtet haben.

Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 12.277

13.01.2015 19:52
#41 RE: Türkei ... und täglich grüßt Recep Tayyip Erdoğan Antworten

... & diesmal, der Jahreszeit entsprechend, als Dreigestirn:


FAZ, 12. 1. 2015 http://www.faz.net/aktuell/politik/europ...r-13365288.html


"Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu bezeichnet den Widerstand gegen einen EU-Beitritt der Türkei als eine Ursache für Islamfeindlichkeit."


Daily Mail, 13 Jan 2015: "Turkish president accuses 'the West' of being behind Charlie Hebdo attacks and deliberately 'blaming Muslims'"

The President of Turkey has suggested French security forces are to blame for the deadly terrorist attacks in Paris last week, since the culprits had recently served prison sentences.

Erdogan said Muslims are 'paying the price' for the attacks on satirical magazine Charlie Hebdo and a Jewish kosher supermarket in Paris last week.

'French citizens carry out such a massacre, and Muslims pay the price,' Erdogan said yesterday.

'That's very meaningful ... Doesn't their intelligence organisation track those who leave prison

Erdogan is not the only senior Turkish politician publicly voicing conspiracy theories over the Paris attacks.

The Mayor of Ankara, Melih Gokcek, said he was convinced the Israeli intelligence service Mossad was behind the attacks, linking them to France's recent move towards recognising Palestine as an independent state.

'Mossad is definitely behind such incidents… it is boosting enmity towards Islam.' Mr Gokcek said, according to Financial Times.

Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 12.277

01.06.2015 22:44
#42 RE: Türkei ... und täglich grüßt Recep Tayyip Erdoğan Antworten

"Erdogan schwärmt von der Eroberung Jerusalems"

Zitat von Welt, 31.05.
Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat am Samstag bei einer Kundgebung anlässlich des 562. Jahrestages der Eroberung Konstantinopels (das heutige Istanbul) eine Linie von den Anfängen des Islams zur Parlamentswahl gezogen: "Eroberung heißt Mekka. Eroberung heißt Sultan Saladin, heißt, in Jerusalem wieder die Fahne des Islams wehen zu lassen." Eroberung bedeute, das Erbe Sultan Fatih Mehmeds zu wahren.
...
Ministerpräsident Davutoglu, der vor Erdogan eine kurze Ansprache hielt, war einige Tage zuvor deutlicher geworden. Bei der Eröffnung des Flughafens Hakkari-Yüksekova im äußersten Südosten des Landes erklärte er, warum man diesen nach Selahaddin Eyyubi (Saladin, der Siegreiche) benannt habe, also nach dem kurdischstämmigen Herrscher, der die Muslime des Nahen Ostens vereint und im Jahr 1187 Jerusalem von den christlichen Kreuzfahrern zurückerobert hatte.

Gemeinsam mit Staatspräsident Erdogan hätten sie überlegt, welcher Name einem in den Sinne komme, wenn es um "Einigkeit und Gemeinsamkeit" gehe: "Wir haben gesagt, wir geben dem Flughafen Hakkari-Yüksekova einen solchen Namen, der die Kurden, die Türken und die Araber sagen lässt: Ja, das ist unser Führer. Ja, das ist das Symbol unserer Einigkeit. Alle, die behaupten, Jerusalem sei die heilige Stadt der Juden, sollen sich noch einmal dafür schämen. Sie sollen sich schämen! Wir haben den Namen Saladin gewählt, um mit Gottes Hilfe diese Botschaft zu senden: Jerusalem gehört für immer den Kurden, den Türken, den Arabern, den Muslimen!"



Und ja, ich habe gesehen, von wem der Artikel id "Welt" stammt.



Les hommes seront toujours fous; et ceux qui croient les guérir sont les plus fous de la bande. - Voltaire

Nola Offline



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25.07.2015 21:40
#43 RE: Türkei ... und täglich grüßt Recep Tayyip Erdoğan Antworten

Türkei nimmt 600 Terrorverdächtige fest

Die Türkei beteiligt sich aktiv am Kampf gegen den IS. Doch kämpft sie gleichzeitig auch gegen die Arbeiterpartei PKK. Die Kurden sehen die Waffenruhe nun als bedeutungslos an.

http://www.20min.ch/ausland/news/story/T...Kurden-24228688

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edit:

http://www.welt.de/debatte/kommentare/ar...uer-den-IS.html

Luftangriffe auf PKK-Stellungen


Schon die Razzien richteten sich nicht allein gegen den IS, sondern ebenso gegen mutmaßliche Unterstützer der PKK. Am Freitagabend folgten Luftangriffe auf PKK-Stellungen im Nordirak. Es scheint nur eine Frage der Zeit, bis die türkische Armee auch gegen Rojava, das von den syrisch-kurdischen PYD kontrollierte Gebiet, vorgeht – also auch gegen Kobani, wo die Opfer von Suruç als Freiwillige beim Wiederaufbau helfen wollten. Und die Erklärungen aus Washington deuten darauf hin, dass dies mit dem Wissen der USA geschieht.

Dabei waren es die Milizen der syrisch-kurdischen PYD und die mit ihr verbündete PKK, die die Jesiden aus den Sindschar-Bergen im Nordirak retteten, Kobani verteidigten und zuletzt den IS aus Tel Abiad vertrieben. Und sie hatten dem IS nicht allein militärische Schlagkraft entgegenzusetzen, sondern auch ein anderes Gesellschaftsmodell: säkular, demokratisch, die Gleichberechtigung der Frauen fördernd.

Es gibt nicht viele Kräfte in den syrischen Wirren, für die das zutrifft. Nun verrät der Westen sie zugunsten einer Regierung, die in den vergangenen Jahren nach innen wie nach außen oft genug unter Beweis gestellt hat, dass ihr eine ganz andere Gesellschaftsordnung vorschwebt. Abu Bakr al-Baghdadi ist ein blutrünstiger Operettenkalif. Der wahre Kalif aber heißt Erdogan.

♥lich Nola

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Status quo, nicht wahr, ist der lateinische Ausdruck für den Schlamassel, in dem wir stecken.
Zettel im August 2008

Nola Offline



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28.07.2015 16:57
#44 RE: Türkei ... und täglich grüßt Recep Tayyip Erdoğan Antworten

Zitat von Nola im Beitrag #43
Türkei nimmt 600 Terrorverdächtige fest

Die Türkei beteiligt sich aktiv am Kampf gegen den IS. Doch kämpft sie gleichzeitig auch gegen die Arbeiterpartei PKK. Die Kurden sehen die Waffenruhe nun als bedeutungslos an.

http://www.20min.ch/ausland/news/story/T...Kurden-24228688

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edit:

http://www.welt.de/debatte/kommentare/ar...uer-den-IS.html

Luftangriffe auf PKK-Stellungen


Schon die Razzien richteten sich nicht allein gegen den IS, sondern ebenso gegen mutmaßliche Unterstützer der PKK. Am Freitagabend folgten Luftangriffe auf PKK-Stellungen im Nordirak. Es scheint nur eine Frage der Zeit, bis die türkische Armee auch gegen Rojava, das von den syrisch-kurdischen PYD kontrollierte Gebiet, vorgeht – also auch gegen Kobani, wo die Opfer von Suruç als Freiwillige beim Wiederaufbau helfen wollten. Und die Erklärungen aus Washington deuten darauf hin, dass dies mit dem Wissen der USA geschieht.

Dabei waren es die Milizen der syrisch-kurdischen PYD und die mit ihr verbündete PKK, die die Jesiden aus den Sindschar-Bergen im Nordirak retteten, Kobani verteidigten und zuletzt den IS aus Tel Abiad vertrieben. Und sie hatten dem IS nicht allein militärische Schlagkraft entgegenzusetzen, sondern auch ein anderes Gesellschaftsmodell: säkular, demokratisch, die Gleichberechtigung der Frauen fördernd.

Es gibt nicht viele Kräfte in den syrischen Wirren, für die das zutrifft. Nun verrät der Westen sie zugunsten einer Regierung, die in den vergangenen Jahren nach innen wie nach außen oft genug unter Beweis gestellt hat, dass ihr eine ganz andere Gesellschaftsordnung vorschwebt. Abu Bakr al-Baghdadi ist ein blutrünstiger Operettenkalif. Der wahre Kalif aber heißt Erdogan.



NATO erklärt Solidarität mit der Türkei.(Nachrichten Tagesschau)28.07.2015

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Die Botschafter erklärten also auf einer NATO-Sondersitzung, die durch die Regierung in Ankara einberufen wurde, ihre "starke Solidarität", denn Terrorismus stelle eine direkte Bedrohung für die Sicherheit der NATO-Länder dar.
Stimmt. Und die Unterstützer von Terroristen auch oder?

Das jüngste türkische Vorgehen gegen die PKK und den Bruch des Friedensabkommens erwähnte die NATO-Erklärung nicht. Internationale Kritik an den Bomben An- und (über)griffen auf die PKK in Syrien und im Irak interessiert nicht und Erdogan witterte sofort seine Chance. So braucht er nicht mal ein "Versehen" die PKK zu bombardieren vortäuschen. Wieder einmal hat Erdogan die NATO für seine Zwecke mißbraucht, denn diese dürfen erst jetzt die Militärbasen der Türkei nutzen. (Äh, wie lange ist der "Islamische Staat" schon im Irak und Syrien?) Ganz zu schweigen von der erhaltenen Unterstützung durch die Türkei? Als da wären "kleiner Grenzverkehr", "Waffen" und "Krankenpflege der verwundeten IS-Kämpfer in türkischen Krankenhäusern".

Die bei dem jüngsten Anschlag getöteten und verwundeten Bürger waren in der Hauptsache Kurden und Aleviten, die sich zu einer humanitären Hilfsaktion zusammengefunden hatten. Frau Merkel hatte sofort der türkischen Regierung kondoliert. In meinem Namen nicht, ich kondoliere den Angehörigen und verneige mich vor dem mutigen Widerstand der Wenigen, die wie David gegen Goliath, gegen diese barbarischen Steinzeit-Hohlköpfe ankämpfen. Diese haben wirklich für uns alle gegen den Terrorismus gekämpft und zum Dank werden jetzt die Überlebenden in ihren Lagern zerbombt.
Man überlege sich das mal zwischen Israel und den Palästinensern. Ein politisch/medialer Shitstorm ohne Ende.

Die Tatsache, das ein wohlgemerkt - im Nachbarland - autonomes Gebiet der PKK sprich der Kurden entstehen könnte, im Irak gab es das außerdem ja schon früher, ist also Grund genug, Bomben zu werfen. Einen NATO-Fall zu konstruieren. Wer weiß, wer den grenznahen Anschlag in der Türkei wirklich verübt hat?

Ich erinnere nur an die aufgehaltenen Hilfskonvoi für die PKK bzw. für die an Leib und Leben bedrohten irakischen Bürger, die mit nix in die Berge flohen. Und ich erinnere an die türkischen Überfälle im grenznahen Gebiet auf die Vorposten der PKK, die zum Schutze der Lager abgestellt waren.

Wie lange kann ein "Gröfaz" der Türkei selbst entgegen dem Willen seines eigenen Volkes so weitermachen? Die aktuellen mit Gewalt niedergehaltenen Demonstrationen in der Türkei sprechen eine andere Sprache. Die Beerdigungen von einigen, der beim Anschlag getöteten überwiegend jungen Menschen, sollten auf Geheiß von "Oben" still und leise beerdigt werden, damit die Bürger und Demonstranten nicht weiteres Oppositions-Futter erhielten.

Die Zeit von Erdogan ist längst vorbei, das weiß er, und genau deshalb wird er mit jedem Tag gefährlicher und unberechenbarer.

♥lich Nola

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Emulgator Offline



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28.07.2015 21:23
#45 RE: Türkei ... und täglich grüßt Recep Tayyip Erdoğan Antworten

Zitat von Nola im Beitrag #44
Das jüngste türkische Vorgehen gegen die PKK und den Bruch des Friedensabkommens erwähnte die NATO-Erklärung nicht. Internationale Kritik an den Bomben An- und (über)griffen auf die PKK in Syrien und im Irak interessiert nicht und Erdogan witterte sofort seine Chance.
Man darf die kurdischen Parteien nicht verwechseln. In Syrien kämpft nicht die PKK sondern die YPG (Volksverteidigungseinheiten) der PYD. Die ist zwar mit der PKK historisch verbunden, aber nicht so eine Sekte wie die PKK. Mit der PYD bzw. der PKK befreundet war auch die PUK (Talabani) im Nordirak. Im Bürgerkrieg 1994-1997 hatte die PUK Unterstützung Syriens und Irans im Kampf mit der DPK (Demokrat. Partei Kurdistans der Barzani-Familie), der mal mit der Türkei, mal mit Saddam Hussein verbündet war, obwohl er als Feind der irakischen Zentralregierung begonnen hatte. Das Bündnis von Saddam und Barzani war in den 90ern so effektiv, daß zwischendurch die USA im Nordirak eingriffen, damit das Barzani-Saddam-Tandem keinen systematischen Völkermord in Kurdistan vollende. Im dritten Golfkrieg war Barzani dann mit den USA und der ehemals verfeindeten PUK gegen Saddam verbündet, um mit den Siegern die Teilhabe an Regierung und Öleinnahmen zu erlangen.

Zu diesem Barzani gehören auch die Peschmerga, denen die Bundesregierung Waffen und militär. Ausbildung schenkt.

Ich glaube, ein wesentlicher Nährstoff der Konflikte in Kurdistan ist, daß die Allianzen und Feindschaften sehr unbeständig und undurchschaubar sind. Westliche Einmischer können deswegen nie absehen, was sie gerade bewirken. DPK, Saddam, al-Baghdadis Lustmörder, Ansar al-Islam und die Akteure in der Türkei, die auch nicht für eine homogene Interessengruppe in Bezug auf Kurdistan gehalten werden sollte, waren bislang Profiteure davon. Ich erinnere mich: Der Bischof der mitteleuropäischen Diözese der Syrisch-Orthodoxen Kirche entgegnete am Rande eines Vortrages von ihm, auf die Bemerkung eines Zuhörers, daß die irakischen Christen in Kurdistan doch sicher seien: "Warum sollten die Kurden sich darum kümmern?"

So ähnlich ist es auch mit der Türkei. Da macht man sich hierzulande keine Begriffe von. Als in der Schlacht um Kobani westliche Politiker sich eine türkische Intervention gegen den IS wünschten, antworteten die Kurden der YPG aus Kobani, daß sie lieber alleine den IS bekämpfen.

Zitat von Nola im Beitrag #44
Die Zeit von Erdogan ist längst vorbei, das weiß er, und genau deshalb wird er mit jedem Tag gefährlicher und unberechenbarer.
Offenbar ist es so: Nachdem die AKP bei den letzten Wahlen deswegen ihre Mehrheit eingebüßt hat, weil die kurdisch dominierte HDP die 10% Hürde übersprungen hat, muß Erdogan Neuwahlen herbeiführen (die westliche Auffassung, man müsse ein demokratisches Wahlergebnis einfach hinnehmen, ist natürlich Majestätsbeleidigung des Türkentums und Völkermord an Erdogans Familie). Damit bei der nächsten Wahl nicht so viele ethnische Türken die HDP wählen, muß er jetzt Zwietracht zwischen Kurden und Türken säen. Da in der Türkei Wehrpflicht herrscht, ist von einen Krieg mit Kurden jede türkische Familie irgendwie betroffen.

Erdogan selber ist aber überhaupt ein Beispiel dafür, wie westliche Einflußnahme alles vermurkst. Er wäre nämlich schon längst vom kemalistischen Militär weggeputscht worden. Aber die EU hat die Auflage für eine Beitrittsperspektive gemacht, das Militär zu entmachten. Der EU-Beitritt war auch bei Kemalisten populär. So konnte Erdogan seine Macht ausbauen siehe Ergenekon. Womöglich hat Erdogan aber die kemalistischen Strukturen nicht einfach zerschlagen, sondern einfach selbst übernommen. So konnte er über ein Gerichtsurteil, daß sein neuer Palast unrechtmäßig gebaut worden sei, spotten, die Richter könnten ja versuchen, ihn abzureißen. Inzwischen spricht über den EU-Beitritt der Türkei, der alles ins Rollen gebracht hat, natürlich keiner mehr ernsthaft.

Nola Offline



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29.07.2015 20:54
#46 RE: Türkei ... und täglich grüßt Recep Tayyip Erdoğan Antworten

Zitat
Offenbar ist es so: Nachdem die AKP bei den letzten Wahlen deswegen ihre Mehrheit eingebüßt hat, weil die kurdisch dominierte HDP die 10% Hürde übersprungen hat, muß Erdogan Neuwahlen herbeiführen (die westliche Auffassung, man müsse ein demokratisches Wahlergebnis einfach hinnehmen, ist natürlich Majestätsbeleidigung des Türkentums und Völkermord an Erdogans Familie). Damit bei der nächsten Wahl nicht so viele ethnische Türken die HDP wählen, muß er jetzt Zwietracht zwischen Kurden und Türken säen. Da in der Türkei Wehrpflicht herrscht, ist von einen Krieg mit Kurden jede türkische Familie irgendwie betroffen.

Erdogan selber ist aber überhaupt ein Beispiel dafür, wie westliche Einflußnahme alles vermurkst. Er wäre nämlich schon längst vom kemalistischen Militär weggeputscht worden. Aber die EU hat die Auflage für eine Beitrittsperspektive gemacht, das Militär zu entmachten. Der EU-Beitritt war auch bei Kemalisten populär. So konnte Erdogan seine Macht ausbauen siehe Ergenekon. Womöglich hat Erdogan aber die kemalistischen Strukturen nicht einfach zerschlagen, sondern einfach selbst übernommen. So konnte er über ein Gerichtsurteil, daß sein neuer Palast unrechtmäßig gebaut worden sei, spotten, die Richter könnten ja versuchen, ihn abzureißen. Inzwischen spricht über den EU-Beitritt der Türkei, der alles ins Rollen gebracht hat, natürlich keiner mehr ernsthaft.



Vielen Dank, lieber Emulgator, für Ihren kenntnisreichen Beitrag. Das die EU ausschlaggebend für die Entmachtung des Militärs gewesen sein soll, wußte ich nicht. Kann man das irgendwo nachlesen?

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Zettel im August 2008

Emulgator Offline



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30.07.2015 01:30
#47 RE: Türkei ... und täglich grüßt Recep Tayyip Erdoğan Antworten

Zitat von Nola im Beitrag #46
Vielen Dank, lieber Emulgator, für Ihren kenntnisreichen Beitrag. Das die EU ausschlaggebend für die Entmachtung des Militärs gewesen sein soll, wußte ich nicht. Kann man das irgendwo nachlesen?
Bei solchen Sachen habe ich ein elefantöses Gedächtnis für das, was ich in Radio und geschnorrten Zeitungen aufgeschnappt habe. Für Sie habe ich aber jetzt eine detaillierte Darstellung aus bundesregierungsnaher Sicht von 2009 bei der Bundeszentrale für politische Bildung gefunden. In den letzten 6 Jahren hat sich natürlich einiges getan, und zwar zugunsten von Erdogans Macht. Beispielsweise wurden Offiziere verhaftet und der Generalstab ist komplett zurückgetreten. Insgesamt liest sich die Geschichte der türkischen Republik so wüst wie das Drehbuch einer Politkrimiserie: Auftragsmord, Drogen- und Waffengeschäfte, Verschwörungen, Operationen unter falscher Flagge, Folter und Verrat. Nur eben, daß es offenbar wirklich wahr ist.

Die entscheidende Frage für die Gegenwart ist, ob der "tiefe Staat" aus demokratischer Überzeugung entfernt wurde oder lediglich den Patron gewechselt hat. Was glauben wir? Wird Erdogan gesagt haben: "Pfui, solche Geheiminstitutionen würden einer Regierung Machtinstrumente geben, die verfassungsrechtlich nicht zulässig sind sowie Demokratie und Rechtsstaat gefährden! Ich werde sie restlos abschaffen!" Oder wird er sich gesagt haben: "Wie praktisch!"

Der Artikel von der bpb legt schon im Eingangssatz nahe, daß die Türkei 2009 mit diesen Geheimstrukturen keine richtige Demokratie ist. Wie mag das 2015 zu bewerten sein?

Nola Offline



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30.07.2015 18:55
#48 RE: Türkei ... und täglich grüßt Recep Tayyip Erdoğan Antworten

http://www.bpb.de/apuz/31728/die-politis...r-tuerkei?p=all

Zitat
Es gibt tatsächlich Gründe für einen vorsichtigen Optimismus. Die militärischen Interventionen in der Politik haben, was Ausmaß und Gewalt angeht, tendenziell nachgelassen. Die Integration der Türkei in die EU schreitet trotz vieler Hindernisse weiter voran. Die Wirtschaft der Türkei und des Auslands sind zunehmend voneinander abhängig. Diese Abhängigkeit hat ein solches Ausmaß erreicht, dass eine Herrschaft des Militärs unwahrscheinlich geworden ist. Ideologische Veränderungen innerhalb der islamistischen Bewegung, in deren Rahmen versucht wird, den kulturellen Konservativismus in Einklang mit wirtschaftlichem und politischem Liberalismus zu bringen, haben dazu beigetragen, die Ängste vor einer drohenden islamistischen Machtergreifung abzubauen. Reformen zur Anerkennung der kulturellen Identität der Kurden schüren die Hoffnungen, dass es für das Kurdenproblem eine friedliche Lösung geben könnte. In der Zivilgesellschaft und in den Medien ist die Unterstützung für ein Engagement der Streitkräfte in der Politik immer weiter zurückgegangen. "The army is no longer untouchable, at least in the national debate."[21] Und zu guter Letzt signalisiert auch die amerikanische Administration unter Präsident Barack Obama deutlich, dass die USA Militärinterventionen nicht länger gutgeheißen werden.



Was für Fehleinschätzung. Das typische Verhalten westlicher Aussenpolitik, die von Unkenntnis zeugt. Wann immer Demokratien nach westlichem Vorbild erzwungen wurden, brach hinterher ein Chaos aus. Sämtliche "Frühlingsländer" sowie auch die Türkei sind nicht mit diesen Maßstäben zu messen und schon gar nicht zu erziehen. Also kann man politische Unfähigkeit (Dummheit) des Westens oder "andere Interessen" mehr als vermuten. Sie habens vermasselt, die moralischen Zeigefinger der Gutmenschen.

Grade die Türkei (wenn auch durch Putsch und Blutvergiessen) wurde so seit Atatürk durch die Militärs gegen eine erneute rückwärtsgewandte Islamisierung strengstens geschützt. Ohne das Militär wäre die Türkei nicht zu dem geworden, was durch Erdogan kurz vorm Ziel zunichte gemacht wurde. Nämlich ein säkularer Staat, der außerhalb der Religion eine Lebensqualität anstrebte, wie sie nur freie Bürger fühlen.

Aber zurück zur aktuellen Lage, die alles andere als Hoffnung auf eine Entspannung der Krisenregion Syrien/Irak und deren durch den "Islamischen Staat" besetzte Gebiete:

https://www.jungewelt.de/2015/07-30/010.php


Zitat
Wer geglaubt oder gar befürchtet hatte, die Türkei fordere auf der Sondersitzung des NATO-Rates militärische Unterstützung seitens ihrer Verbündeten, sah sich getäuscht. Die Einberufung einer Sondersitzung des NATO-Rates auf Grundlage des Artikels vier des NATO-Vertrages seitens des Erdogan-Regimes diente einzig und allein dem Zweck, politische Rückendeckung von der NATO für die militärischen Operationen in Syrien und Irak zu erhalten.

Die Türkei benötigt keine militärische Unterstützung von ihren NATO-Partnern für ihren Krieg gegen die Kurden. Im Gegenteil: Eine Beteiligung von NATO-Verbündeten würde nur störend und einengend wirken. Und auch Ankaras Partner sind froh darüber, dass sie nicht militärisch mittun müssen. Schließlich hat man die Kurden in den letzten Monaten sogar als Kämpfer gegen den IS (»Islamischer Staat«) in der westlichen Öffentlichkeit hoffähig gemacht. Nun erklären zu müssen, die Kurden seien doch »Terroristen«, deren Bekämpfung man mit der Türkei gemeinsam organisieren müsse, kommt da schlecht.

(...)
Den abstrakt gehaltenen Terrorismusbegriff nutzt das Erdogan-Regime mit Wissen der NATO-Verbündeten zur Niederschlagung der Kurden im Nordirak und in Nordsyrien. Der IS dient als Alibi. Bis vor kurzem – vielleicht sogar bis heute – unterstützte das Erdogan-Regime den IS in Syrien sogar, um die Regierung Assad zu stürzen.



Manchmal dauert die Zielankunft etwas länger. Manchen Umweg mußte Erdogan machen und viel Taqira war nötig um den Westen und insbesondere die EU einzulullen. Jetzt erhält Erdogan vom Präsidenten der USA einen Freibrief, natoabgesegnet und mit Freigabe für einen militärischen Eingriff in souveräne Nachbarstaaten.

http://www.t-online.de/nachrichten/ausla...en-seiten-.html

Zitat

Rückendeckung in Höchstform

Die türkischen Luftangriffe auf die kurdische PKK haben die USA im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) vor ein neues Problem gestellt. Öffentlich nimmt Washington Ankara zwar in Schutz und zieht die Anschläge der verbotenen Arbeiterpartei auf türkische Polizisten als Erklärung heran. Die PKK sei eine Terrororganisation, und die Angriffe hätten eine Reaktion der Türken provoziert, heißt es. "Wir respektieren das türkische Recht auf Selbstverteidigung." So klingt außenpolitische Rückendeckung in Höchstform.
(...)
Kann man Erdogan trauen?
Doch abseits offizieller Statements, Briefings und Pressekonferenzen prüft die US-Regierung nicht erst seit dieser Woche, wie weit sie dem türkischen Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan noch über den Weg trauen kann. Geht es ihm wirklich um den Kampf gegen den IS? Oder ist ihm die Unterdrückung kurdischer Separatisten, die in der Türkei traditionell der größte Feind sind, viel wichtiger? "So, wie die Türkei gegen die Terrororganisation IS ist, so ist sie auch gegen die Terrororganisation PKK", stellte Erdogan schon im Oktober klar.
(...)



Zwischendurch ein kleiner Seitensprung in die neueste Entwicklung der vom Terrorismus so sehr gebeutelten Türkei:

http://www.t-online.de/nachrichten/ausla...sie-still-.html

Zitat
Bei der Parlamentsdebatte zum Kampf der türkischen Armee gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat und militante Kurden verteidigte Arinc gerade die Angriffe auf Kurden-Stellungen im Irak, als eine Abgeordnete der Kurden-Partei HDP ihn lautstark kritisierte. Seine Reaktion: "Seien Sie still! Sie als Frau, seien Sie still!"



Das war übrigens der, der vor einem Jahr forderte: "Frauen sollen sich in der Öffentlichkeit sittsam kleiden und nicht laut lachen". Kein Wunder, das man mit den wirklichen Terroristen ein bißchen durcheinanderkommt, mal sehen wie der Genderkorrumpierte Westen damit umgeht. Wobei, Erdogan ist das Sch..-egal, er hat was er immer wollte. Syrien plattmachen! Die Kurden vernichten. Und das, während ganz Europa in Mitleid und Schmerz versinkt ob der verzweifelten Lage eben dieser in Syrien lebenden Menschen und die unter Assad, das geht leider immer unter, recht friedlich miteinander lebten (soweit man das Leben in der Region überhaupt mit unseren Maßstäben beurteilen kann). Aber be- und verurteilen kann man wie die derzeit türkische Regierung einen Flächenbrand nach dem anderen provoziert und protegiert.

Wen's interessiert, hier ein paar Daten, über die Kurden, welche zum Spielball der Nationen und Zeiten wurden. Zumindest erkennt man den Zorn eines ungeliebten Kindes, dem egal wo es hingeht ein Zuhause genommen wird. Es läßt vieles überdenken, Terrorismus ist eben nicht gleich Terrorismus und schon gar nicht, wenn ein Herr Erdogan das sagt. Internationale Wortbrüche, genau wie jetzt, ein Verrat an den bis jetzt noch Verbündeten gegen den IS (Islamischer Staat) den ja auch Erdogan anstrebt - zurück ins Mittelalter - als Frau sowieso und wenn sie Kurdin ist, dann erst recht.



Zitat
Hier ein Auszug aus einem Aufsatz von Jochen-Hippler über die verpassten Möglichkeiten das Kurdenproblem friedlich zu lösen.


Nach dem Zusammenbruch des Omanischen Reiches im I. Weltkrieg schlossen Großbritannien und der Sultan im August 1920 den Vertrag von Sevres. Darin wurde unter anderem die Möglichkeit der Gründung eines unabhängigen, kurdischen Staates vorgesehen.

Nach Artikel 64 des Vertrages konnten die kurdischen Bewohner der Türkei innerhalb eines Jahres für Unabhängigkeit votieren und diese beim Rat des Völkerbundes beantragen. Wenn dieser zustimmte, hatte sich die Türkei zur Gewährung der Unabhängigkeit verpflichtet. Dieses Recht sollte sich auch auf die Provinz Mosul beziehen. Aufgrund zweier miteinander verbundener Entwicklungen kam es nicht zur Durchführung dieser Bestimmungen: einmal entfielen durch den Aufstieg Mustafa Kemals (Atatürks) innerhalb der Türkei die Voraussetzungen. Kemal war zur Gewährung der Unabhängigkeit nicht bereit, er konzentrierte sich vielmehr mit allen Mitteln auf die Konservierung des noch bestehenden türkischen Territoriums und eine Türkisierung der Minderheiten.

Zugleich verlor Großbritannien das Interesse an einem unabhängigen kurdischen Staatswesen: während es zuvor an der Stimulierung kurdischen Selbständigkeitsstrebens gegen das Osmanische Reich interessiert gewesen war, galt es nun, den neuen irakischen Staat zu unterstützen, der unter britischer Kontrolle war. Und in der Provinz Mosul lagerten beträchtliche Ölvorkommen, die die britische Regierung unter irakische Herrschaft zu bringen gedachte - und damit unter ihre eigene. Ein kurdischer Staat würde da nur hinderlich sein.

Angesichts der Machtinteressen von beiden Seiten war damit die Entscheidung gegen ein unabhängiges Kurdistan gefallen, auch wenn der Völkerbund Ende September 1924 eine dreiköpfige Kommission ernannte, um in der türkischen Provinz Mosul ein Referendum durchzuführen. Ein Jahr später entschied die Kommission für eine Eingliederung von Mosul in den Irak, der Völkerbundrat beschloß entsprechendes zum Jahresende, was die Türkei Mitte 1926 widerwillig akzeptierte.

Die nächste Chance kurdischer Staatlichkeit entstand als Folge des II. Weltkrieges. Sowjetische Truppen hatten im Krieg Teile des nördlichen Irans besetzt und dadurch eine Machtstellung im Iran erreicht. Die UdSSR förderte die Selbständigkeitsbestrebungen der iranischen Minderheiten, insbesondere der Aseris und der Kurden - in dem nicht eben selbstlosen Versuch, die iranische Regierung zur Vergabe einer Erdölkonzession zu veranlassen. Im Zuge dieser Situation entstand ein neuer Kleinstaat im iranischen Aserbaidschan und ein noch kleinerer, kurdischer Staat in der Stadt Mahabad.

Diese Kurdenrepublik war der erste und einzige kurdische Staat in der Geschichte, sein Einfluß reichte über die Stadtgrenzen kaum heraus. Selbst die kurdischen Stämme der Umgebung konnten nur mühsam zur Loyalität gebracht werden. Der irakisch-kurdische Stammesführer Mullah Mustafa Barzani hatte zur gleichen Zeit mit seinen Kriegern aus dem Irak fliehen müssen, wo er mit rivalisierenden Stämmen und der irakischen Armee in Konflikt gelegen hatte. Er bot der Kurdenrepublik seine militärische Unterstützung an. Als die sowjetischen Truppen sich Ende 1946 aus dem Iran zurückzogen, verloren die beiden neuen Staaten ihre Existenzgrundlage, sie wurden noch im Dezember von iranischen Truppen besetzt, die Anführer hingerichtet.

Nun ist es nicht so, daß es ansonsten in Kurdistan bis zum Ende des II. Weltkrieges ruhig und konfliktfrei gewesen wäre. Widerstand, Zusammenstöße und Kämpfe hatte es in den zwanziger, dreißiger und vierziger Jahren reichlich gegeben, und zwar in der Türkei, dem Iran und dem Irak. Allerdings würde eine Interpretation in die Irre führen, die dies von Anbeginn an oder vorwiegend als einen nationalen Befreiungskampf deuten wollte. Davon kann erst einmal nur sehr indirekt die Rede sein.

Kurdistan war traditionell von seinen Stammesverbänden geprägt, im neunzehnten Jahrhundert waren dann deutliche Feudalisierungstendenzen dazugekommen, die die Stammesgesellschaften geschwächt, aber nicht völlig aufgelöst hatten. Die Osmanen, vor allem aber der britische Einfluß führte dann zusätzlich zur Herausbildung bürgerlich kapitalistischer Gesellschaftssektoren. Vor diesem Hintergrund wird verständlich, daß die Kurden sehr lange über kein "nationales" Bewußtsein, über keinen "Nationalismus" verfügten, der einen Nationalstaat gefordert hätte.



* Edit:
topic-threaded.php?board=83273&forum=5&threaded=1&id=1436&message=11114

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Zettel im August 2008

Nola Offline



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02.08.2015 11:34
#49 RE: Türkei ... und täglich grüßt Recep Tayyip Erdoğan Antworten

Zitat

Der Artikel von der bpb legt schon im Eingangssatz nahe, daß die Türkei 2009 mit diesen Geheimstrukturen keine richtige Demokratie ist. Wie mag das 2015 zu bewerten sein?



Hier ein Artikel von Bettina Röhl:

28. Juli 2015
Die Kurden als blutiger Preis für Luftschläge gegen ISIS - Obamas blutiger Deal mit der Türkei

Zitat
Die Belastungen der Europäer und der Amerikaner selber durch die auf ganzer Linie versagende Außenpolitik Obamas sind epochal und die Existenz des Westens bedroht. Die Obamasche Luftallianz gegen den Terror, die de facto wesentlich aus den USA und Großbritannien und einigen anderen westlichen Ländern, allen voran Dänemark, besteht, und immerhin über eine mehr oder weniger symbolische Unterstützung durch Saudi Arabien, Jordanien und einige Golfstaaten erfährt, hat beim Nato-Partner Türkei monatelang antechambriert: Erdogan möge seine Luftwaffe am Kampf gegen Isis beteiligen. Und wenn schon diese Beteiligung nicht gewährt wird, möge die Türkei doch bitte bitte den USA gestatten ihre Luftschläge gegen Isis-Stellungen auch von türkischen Basen aus, mithin erheblich erleichtert und weniger risikobehaftet, fliegen zu dürfen.

Das Nato-Land Türkei hat seinen Luftraum für das Nato-Land USA im Kampf gegen Isis gesperrt und parallel dazu keine gute Figur in der Region gemacht. Auch die Syrienpolitik Obamas ist ein Flop. Obama hat den syrischen Diktator Assad zum Abschuss frei gegeben, es aber nicht vermocht diesen aus dem Amt zu entfernen. Aber Obama hat mit seiner Syrienpolitik viele Begehrlichkeiten geweckt, darunter auch solche von Islamisten und, sattsam bekannt, auch Begehrlichkeiten der türkischen Führung. Die Rekonstruktion des osmanischen Reiches unter türkischer Führung mit beherrschender Stellung in Westeuropa – das ist eine Idee, die die türkische Führung womöglich mit höchstem Frohlocken erfüllt.



Muß nicht die Frage zum einstigen Grundgedanken bezgl. der NATO neu gestellt werden? Brauchen wir die Türkei in der NATO überhaupt. Welche Interessen im Völkerverbund werden zuoberst verfolgt. Ist das alles nur Makulatur unter der sich jeder sein eigenes Süppchen kocht. Die Türkei tut das, mehrfach, wie schon der folgende
Artikel Zeigt:

Zitat


http://www.steinhoefel.de/blog/2010/06/d...-verlassen.html

Joachim Nikolaus Steinhöfel 2010
(...)
Das politische Verhaltensmuster der Türkei ist mit dem Selbstverständnis der EU oder der NATO grundsätzlich nicht mehr kompatibel.
(...)
Gleich zweimal empfing Erdogan den vom internationalen Gerichtshof wegen Völkermordes angeklagten sudanesischen Präsidenten Omar al-Bashir, den zu sehen er jederzeit einem Treffen mit Benjamin Netanyahu vorziehe. Erdogan: „Ein Muslim kann niemals Völkermord begehen“.

Seine Rhetorik ähnelt vermehrt derjenigen von totalitären Araberstaaten. Und mit denen paktiert er auch. Nach der Zedern-Revolution im Libanon in 2005 stellte sich Erdogan auf die Seite Syriens.

Nach dem Sieg der Hamas bei den Wahlen 2006 im Gaza-Streifen empfing der damalige türkische Aussenminister Gul den Führer der Terrororganisation, Khaled Mashal, in der Türkei. Gul war auch einer der ersten, die Ahmadinedschad nach dem Wahlbetrug im Juni 2009 zur Wiederwahl gratulierten.

Unvergessen auch Erdogans antisemitische Tiraden auf dem Weltwirtschaftsgipfel in Davos, als er den israelischen Präsidenten Peres als Kindermörder beschimpfte.(...)



Und so schreibt B. Röhl weiter:

Zitat
Eine EU-Mitgliedschaft der Türkei ist in weite Ferne gerückt. Niemand erkennt mehr den Mehrwert. Erdogan hat seine europäische Karte verspielt. Er ist aber auch dabei, seine Nato-Karte zu verspielen. Man könnte auf den bösen Gedanken kommen, dass Obama dauernd eine russische Gefahr mit Namen Putin konstruiert, um keine Zweifel an der türkischen Nato-Mitgliedschaft aufkommen zu lassen.

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Zettel im August 2008

Frank Böhmert Offline




Beiträge: 927

01.11.2015 13:13
#50 Wahlen Antworten

Zitat von Nola im Beitrag #44
Die Zeit von Erdogan ist längst vorbei, das weiß er, und genau deshalb wird er mit jedem Tag gefährlicher und unberechenbarer.

Auf Twitter mehren sich gerade Meldungen über Vorfälle in Wahllokalen - Stromausfälle, bewaffnete Soldaten, Fahrzeuge ohne Nummernschilder, "Dorfschützer", die zu offenen, nichtgeheimen Abstimmungen zwingen, Abdrängen bis hin zu Festnahmen von Wahlbeobachtern ...

https://twitter.com/hashtag/t%C3%BCrkeiw...efault&src=hash

EDIT - https://twitter.com/ismail_kupeli übersetzt laufend türkische Tweets ins Deutsche.

EDIT - Die Wahlbeobachterin https://twitter.com/Berivan_Aslan_ twittert ebenfalls auf Deutsch.

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