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ZETTELS KLEINES ZIMMER

Das Forum zu "Zettels Raum"



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Dieses Thema hat 61 Antworten
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 Dies und Jenes
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Paul Offline




Beiträge: 1.285

17.06.2015 01:04
#26 RE: "Timeo Danaos et dona auferentes" antworten

Zitat von Ulrich Elkmann im Beitrag #25
Zitat von Paul im Beitrag #24
http://www.rolandtichy.de/tichys-einblick/12-punkte-fuer-griechenland-urlauber-was-tun-wenn-der-grexit-kommt/2/


Leider nur auf Englisch: eine Fortsetzung des Tichyschen Szenarios #11:

http://www.gatestoneinstitute.org/5923/greece-collapse


Google hat mir eine verständliche Übersetzung geliefert.
Das wäre noch grauenhafter als das was Tichy befürchtet.
Dann sollen sie lieber uns Deutsche als Nazis beschimpfen und es dabei bewenden lassen.

Bin jedenfalls gespannt wie es sich entwickeln wird. Ich befürchte, die EU knickt ein.

LG,Paul

___________________________
JE SUIS JUIF

Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 6.603

19.06.2015 01:40
#27 RE: "Timeo Danaos et dona auferentes" antworten

The American Interest, 18 Juni:

Zitat
The final Greek bailout talks at Luxembourg have fallen through, and the EU will convene an emergency meetings of the eurozone heads of state in Brussels on Monday in response. The Financial Times quotes the president of the European Council, Donald Tusk, as saying “it is time to urgently discuss the situation of Greece at the highest political level.”

As Walter Russell Mead wrote this morning, “the long running Greek crisis appears to be heading toward some kind of major turning point, and I don’t mean that in a good way.” This is what that turning point looks like. While technically the Greeks have until the end of the month to repay the IMF €1.5bn and reach a bailout extension agreement, today’s meetings were widely regarded as the last chance to get a deal done in time to be fleshed out in detail, written up, and signed before the deadline.

To make matters worse, there’s no sign that the final moment of crisis, now that it has arrived, has produced or will produce a last minute course correction from the Greek leaders. (In fact, in a moment of what would be high comedy if the happiness of millions weren’t on the line, Greek PM Alexei Tsipras apparently told French President Francois Hollande recently that Mrs. Tsipras would leave him if he caved to Greece’s creditors)



http://www.the-american-interest.com/201...s-fall-through/

Es geht um Hunderte von Milliarden von €, um die Vernichtung einer, im schlimmsten Fall dutzender von Volkswirtschaften, die Zerstörung von Millionen Existenzen, um die Glaubwürdigkeit des demokratischen Systems der EU - und der Politiker, der die Hauptverantwortung für die Wahl zwischen Scheitern oder Weitermachen trägt, redet davon, er dürfe bindende Verträge mit Gesetzeskraft nicht einhalten, weil ihm sonst seine Alte eins mit dem Nudelholz überbrät?

Das am gleichen Tag, als sich herausstellt, daß die katholische Kirche (zumindest im den Augen von Hunderten von Millionen, wenn nicht Milliarden von Gläubigen & Nichtgläubigen) auf Betreiben eines windigen Lobbyisten die Umsetzung des Klimawandelglaubens übernehmen soll.

Und am gleichen Tag, an dem die einzige Reaktion auf den ungebremsten Zustrom von Wirtschaftsflüchtlingen, offiziell oder nichtoffiziell, in einer alle Grenzen des Anstands sprengende Leichenfledderei einiger "Künstler" besteht, die die Leichen von Opfern der Bootsunglücke im Mittelmeer vor dem Berliner Kanzleramt als "Mahnmal" einscharren wollen - eine Aktion, die einen leichten Dämpfer nicht nur die Anwendung von Gesetzen, die die Störung der Totenruhe verbieten, oder schlichter Anstand erhielt, sondern weil Fahrer & Mitfahrer des Leichenwagens bei der Grenzkontrolle aus dem Verkehr gezogen wurden, weil beide bis unter die Hirnschale zugekokst waren.

Ich bin seit Monaten nicht mehr in der Lage, das Treiben des politischen oder medialen Personals auch nur anseitsweise ernst nehmen zu können: Zu offensichtlich ist die völlige Hilflosigkeit, die Weigerung, die Wirklichkeit auch nur zur Kenntnis zu nehmen, die zwanghafte Fixierung auf schreiende Absurdidäten in Namen einer politischen Korrektheit und eines "Gender-Diskurses", dem aufgehängte Homosexuelle schnurz sind, solange Zebrastreifen schwul angemalt werden. Aber manchmal darf die Frage aufgeworfen werden, ob wir es hier, allen Ernstes, mit kollektiven psychopathologischen Ausfällen zu tun, mit dem Treiben von Akteuren, die im rechtlichen Sinne nicht für ihre Taten verantwortlich gemacht werden könnten. Nur so als Hypothese zum Überschlafen.

Morgen geht es dann weiter im absurden Theater.



Les hommes seront toujours fous; et ceux qui croient les guérir sont les plus fous de la bande. - Voltaire

Fluminist Offline




Beiträge: 1.914

19.06.2015 02:08
#28 RE: "Timeo Danaos et dona auferentes" antworten

Zitat von Ulrich Elkmann im Beitrag #27
- und der Politiker, der die Hauptverantwortung für die Wahl zwischen Scheitern oder Weitermachen trägt, redet davon, er dürfe bindende Verträge mit Gesetzeskraft nicht einhalten, weil ihm sonst seine Alte eins mit dem Nudelholz überbrät?
Immerhin ist das 1 einigermaßen plausible Erklärung dafür, warum Wormtail & Voldemort mit einer Beharrlichkeit an der Umsetzung ihrer Wahlversprechen festhalten, die richtigen Politikern völlig fremd ist.

Martin Offline



Beiträge: 2.241

19.06.2015 08:19
#29 RE: "Timeo Danaos et dona auferentes" antworten

Zitat von Ulrich Elkmann im Beitrag #27
Es geht um Hunderte von Milliarden von €, um die Vernichtung einer, im schlimmsten Fall dutzender von Volkswirtschaften, die Zerstörung von Millionen Existenzen, um die Glaubwürdigkeit des demokratischen Systems der EU - und der Politiker, der die Hauptverantwortung für die Wahl zwischen Scheitern oder Weitermachen trägt, redet davon, er dürfe bindende Verträge mit Gesetzeskraft nicht einhalten, weil ihm sonst seine Alte eins mit dem Nudelholz überbrät?


Tsipras ist nur der Torwart, die EU die FIFA.

Zitat
Das am gleichen Tag, als sich herausstellt, daß die katholische Kirche (zumindest im den Augen von Hunderten von Millionen, wenn nicht Milliarden von Gläubigen & Nichtgläubigen) auf Betreiben eines windigen Lobbyisten die Umsetzung des Klimawandelglaubens übernehmen soll.

Ist nun Schellnhuber der neue Galileo Galilei?

Zitat
Ich bin seit Monaten nicht mehr in der Lage, das Treiben des politischen oder medialen Personals auch nur anseitsweise ernst nehmen zu können: Zu offensichtlich ist die völlige Hilflosigkeit, die Weigerung, die Wirklichkeit auch nur zur Kenntnis zu nehmen, ..


Seien Sie getrost, Sie sind nicht allein.

Gruß, Martin

Fluminist Offline




Beiträge: 1.914

19.06.2015 09:55
#30 RE: "Timeo Danaos et dona auferentes" antworten

Zitat von Martin im Beitrag #29
Zitat von Ulrich Elkmann im Beitrag #27
Das am gleichen Tag, als sich herausstellt, daß die katholische Kirche (zumindest im den Augen von Hunderten von Millionen, wenn nicht Milliarden von Gläubigen & Nichtgläubigen) auf Betreiben eines windigen Lobbyisten die Umsetzung des Klimawandelglaubens übernehmen soll.
Ist nun Schellnhuber der neue Galileo Galilei?

In Sachen Naturwissenschaft greift die katholische Kirche traditionell mit sicherer Hand daneben. Bis vor ein paar Jahren war Ptolemaeus das letzte Wort (seit Kopernikus veraltet), neuerdings hält sie es mit Galilei & Kopernikus (seit Kepler veraltet), da paßt die neue Ökumene mit der Klimakirche gut ins Bild.

Interessanter ist der andere Aspekt, daß Schellnhuber sich mit dieser Kooperation mit der Kirche nun auch offiziell aufs esoterische Fach verlegt hat.

Martin Offline



Beiträge: 2.241

19.06.2015 11:00
#31 RE: "Timeo Danaos et dona auferentes" antworten

Zitat von Fluminist im Beitrag #30
Zitat von Martin im Beitrag #29
Zitat von Ulrich Elkmann im Beitrag #27
Das am gleichen Tag, als sich herausstellt, daß die katholische Kirche (zumindest im den Augen von Hunderten von Millionen, wenn nicht Milliarden von Gläubigen & Nichtgläubigen) auf Betreiben eines windigen Lobbyisten die Umsetzung des Klimawandelglaubens übernehmen soll.
Ist nun Schellnhuber der neue Galileo Galilei?

In Sachen Naturwissenschaft greift die katholische Kirche traditionell mit sicherer Hand daneben. Bis vor ein paar Jahren war Ptolemaeus das letzte Wort (seit Kopernikus veraltet), neuerdings hält sie es mit Galilei & Kopernikus (seit Kepler veraltet), da paßt die neue Ökumene mit der Klimakirche gut ins Bild.

Interessanter ist der andere Aspekt, daß Schellnhuber sich mit dieser Kooperation mit der Kirche nun auch offiziell aufs esoterische Fach verlegt hat.


Nun, ich ziele ab auf den neuesten Stand der Erkenntnis, der der Inquisition die wissenschaftlich modernere Position unterstellt:

Zitat
Im spanischen Salamanca wurde jedenfalls seit 1561 schon das eine wie das andere Weltbild gelehrt. Doch weder das eine noch das andere ließ sich damals oder auch im Jahr 1633 schon wissenschaftlich beweisen. Bis zu einem solchen Beweis aber, hielt die Inquisition Galilei vor, müsse auch er ein wenig selbstkritischer und skeptischer mit seinen Thesen sein.


Die Charakterisierungen Galileis:

Popper in seiner "Logik der Forschung"

Zitat
Davon wollte Galileo Galilei hingegen zu seiner Zeit überhaupt nichts wissen. Er sah in jedem Gedanken, der ihm durchs Hirn schoss, nichts als die pure Wahrheit für alle Zeiten, auch wenn sie noch so abstrus war. Hypothetisch konnte er seine Erkenntnisse niemals begreifen.



Und zur Janusköpfigkeit Galileis:

Zitat
Von hinten betrachtet hingegen habe er "die hässlichste aller akademischen Fratzen: ein Naturwissenschaftler, der übereifrig, skrupellos sein Wissen und seine Technik in den Dienst politischer Tyrannen stellt. Der Archetyp des verwilderten Naturwissenschaftlers heißt Galileo Galilei."



Dabei geht es um die Charakterisierung eines Forschers, weniger um die letztendlich richtige oder falsche Erkenntnis. Nun hat man aber den Eindruck, als hätte die Kirche ihre alten Erkenntnisse vergessen.

Gruß, Martin

Fluminist Offline




Beiträge: 1.914

19.06.2015 11:17
#32 RE: "Timeo Danaos et dona auferentes" antworten

Zitat von Martin im Beitrag #31
Nun, ich ziele ab auf den neuesten Stand der Erkenntnis, ...
Gut beobachtet, die charakterlichen Parallelen sind in der Tat frappant. Schellnhuber hat nur das Glück, daß der Papst seine Thesen übernimmt und unterstützt, das war Galilei nicht vergönnt. Es war eben die große Zeit des naturwissenschaftlichen Aufbruchs damals.

Heute sieht es eher danach aus, als versuche der katholische Papst sich an die Autorität des Klimapapstes anzuhängen, nicht umgekehrt. Zu Galileis Zeit hatte die katholische Kirche in etwa den politischen Einfluß, den heute die Klimakirche hat.

Martin Offline



Beiträge: 2.241

19.06.2015 11:21
#33 RE: "Timeo Danaos et dona auferentes" antworten

Zitat von Fluminist im Beitrag #32

Heute sieht es eher danach aus, als versuche der katholische Papst sich an die Autorität des Klimapapstes anzuhängen, nicht umgekehrt. Zu Galileis Zeit hatte die katholische Kirche in etwa den politischen Einfluß, den heute die Klimakirche hat.



Ja, ich dachte auch, dass es schlimm um die Kirche stehen muss.

Gruß, Martin

Paul Offline




Beiträge: 1.285

19.06.2015 16:47
#34 RE: "Timeo Danaos et dona auferentes" antworten

Zitat von Martin im Beitrag #29
Ist nun Schellnhuber der neue Galileo Galilei?


Nein, er ist Gott Vater weil der Papst auf ihn hört und Gottes Sohn (Jesus) weil er eine Religion gegründet hat
Er ist also in Zwei Personen ein Einziger (Eine Zwienität). Warum: Weil der Geist Ihn verlassen hat.

___________________________
JE SUIS JUIF

Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 6.603

19.06.2015 20:01
#35 RE: "Timeo Danaos et dona auferentes" antworten

Zitat von Fluminist im Beitrag #28
Zitat von Ulrich Elkmann im Beitrag #27
- und der Politiker, der die Hauptverantwortung für die Wahl zwischen Scheitern oder Weitermachen trägt, redet davon, er dürfe bindende Verträge mit Gesetzeskraft nicht einhalten, weil ihm sonst seine Alte eins mit dem Nudelholz überbrät?
Immerhin ist das 1 einigermaßen plausible Erklärung dafür, warum Wormtail & Voldemort mit einer Beharrlichkeit an der Umsetzung ihrer Wahlversprechen festhalten, die richtigen Politikern völlig fremd ist.


Yep.

Zitat von Welt.de
Der griechische Premier Tsipras und seine Lebensgefährtin kennen sich seit Schulzeiten. Sie soll ihn radikalisiert haben. Nun gibt es Hinweise, wonach sie in der Euro-Krise die roten Linien vorgibt.



"Il y a une femme dans toutes les affaires; aussitôt qu'on me fait un rapport, je dis: « Cherchez la femme!"
(A. Dumas père, Les Mohicans de Paris; es stammt sinngemäß aber von Juvenal: "nulla fere causa est in qua non femina litem moverit", Satura VI, 242.)



Les hommes seront toujours fous; et ceux qui croient les guérir sont les plus fous de la bande. - Voltaire

Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 6.603

22.06.2015 20:56
#36 RE: "Timeo Danaos et dona auferentes" antworten

Eigentlich sollte heute ja Ultimo, Ende Gelände, aller-aller-aller-allerletzte Chance in Brüssel sein, aber...

"Euro-Gruppe erwartet Einigung nicht vor Donnerstag"

Und warum?

Zitat
+++ 10:25 Griechen schicken versehentlich falsche Unterlagen +++
Die "Financial Times" meldet, die griechische Seite habe den europäischen Unterhändlern nicht die richtigen Unterlagen geschickt. "Das ist nicht so schlimm, aber die haben versehentlich die falschen geschickt", zitiert die Zeitung einen hochrangigen Behördenvertreter (der vermutlich zu einer der "Institutionen" gehört; so genau legt sich die FT da nicht fest). Insgesamt beruft sich die Zeitung auf drei Quellen. Zwei davon hätten mittlerweile die richtige Version erhalten.



http://www.n-tv.de/wirtschaft/20-36-Zeit...le15347106.html

Das Wort "Chuzpe" dürfte das nicht mehr decken.

Bislang gilt ja noch die offizielle Sprachregelung, nach der Ende Juni das verlängerte Hilfsprogramm ausläuft. Man darf erwarten, daß, wenn man nach dem 31. Juni an dieser irrelevanten Worthülse festhalten möchte, das locker auch auf den 61. Juni vertagen kann, oder den 212.



Les hommes seront toujours fous; et ceux qui croient les guérir sont les plus fous de la bande. - Voltaire

Werwohlf Offline




Beiträge: 641

22.06.2015 22:23
#37 RE: "Timeo Danaos et dona auferentes" antworten

Zitat von Ulrich Elkmann im Beitrag #36
Bislang gilt ja noch die offizielle Sprachregelung, nach der Ende Juni das verlängerte Hilfsprogramm ausläuft. Man darf erwarten, daß, wenn man nach dem 31. Juni an dieser irrelevanten Worthülse festhalten möchte, das locker auch auf den 61. Juni vertagen kann, oder den 212.
Das eigentlich Verwunderliche ist doch, dass das Publikum die Darsteller dieser Farce nicht längst von der Bühne gebuht hat.

--
Bevor ich mit den Wölfen heule, werd‘ ich lieber harzig, warzig grau,
verwandele ich mich in eine Eule oder vielleicht in eine graue Sau.
(Reinhard Mey)

Paul Offline




Beiträge: 1.285

23.06.2015 02:14
#38 RE: "Timeo Danaos et dona auferentes" antworten

Zitat von Ulrich Elkmann im Beitrag #36
Bislang gilt ja noch die offizielle Sprachregelung, nach der Ende Juni das verlängerte Hilfsprogramm ausläuft. Man darf erwarten, daß, wenn man nach dem 31. Juni an dieser irrelevanten Worthülse festhalten möchte, das locker auch auf den 61. Juni vertagen kann, oder den 212.


Es gibt doch noch die Strategie des Uhren anhaltens.

___________________________
JE SUIS JUIF

Martin Offline



Beiträge: 2.241

23.06.2015 10:11
#39 RE: "Timeo Danaos et dona auferentes" antworten

Zitat von Ulrich Elkmann im Beitrag #36

Das Wort "Chuzpe" dürfte das nicht mehr decken.

Bislang gilt ja noch die offizielle Sprachregelung, nach der Ende Juni das verlängerte Hilfsprogramm ausläuft. Man darf erwarten, daß, wenn man nach dem 31. Juni an dieser irrelevanten Worthülse festhalten möchte, das locker auch auf den 61. Juni vertagen kann, oder den 212.




Iwo. Vielleicht kennen alle Beteiligten bereits das Ergebnis, müssen aber ihre jeweilige Klientel noch bedienen. Je wütender die deutsche Presse, desto besser für Tsipras zuhause.

Gruß, Martin

Nola Offline




Beiträge: 1.460

23.06.2015 18:45
#40 RE: "Timeo Danaos et dona auferentes" antworten

Zitat
Zitat Martin
Seien Sie getrost, Sie sind nicht allein.



Ich sei, gewährt mir die Bitte, In eurem Bunde der Dritte!

♥lich Nola

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Status quo, nicht wahr, ist der lateinische Ausdruck für den Schlamassel, in dem wir stecken.
Zettel im August 2008

Nola Offline




Beiträge: 1.460

23.06.2015 18:50
#41 RE: "Timeo Danaos et dona auferentes" antworten

Zitat von Werwohlf im Beitrag #37
Zitat von Ulrich Elkmann im Beitrag #36
Bislang gilt ja noch die offizielle Sprachregelung, nach der Ende Juni das verlängerte Hilfsprogramm ausläuft. Man darf erwarten, daß, wenn man nach dem 31. Juni an dieser irrelevanten Worthülse festhalten möchte, das locker auch auf den 61. Juni vertagen kann, oder den 212.
Das eigentlich Verwunderliche ist doch, dass das Publikum die Darsteller dieser Farce nicht längst von der Bühne gebuht hat.



Lieber Wehrwolf, dann wird ein Ausbuhen kurzerhand als freudige Zustimmung umdeklariert.
Alternativlos, versteht sich.

♥lich Nola

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Status quo, nicht wahr, ist der lateinische Ausdruck für den Schlamassel, in dem wir stecken.
Zettel im August 2008

Nola Offline




Beiträge: 1.460

23.06.2015 18:58
#42 RE: "Timeo Danaos et dona auferentes" antworten

Zitat von Ulrich Elkmann im Beitrag #27
The American Interest, 18 Juni:

Zitat
The final Greek bailout talks at Luxembourg have fallen through, and the EU will convene an emergency meetings of the eurozone heads of state in Brussels on Monday in response. The Financial Times quotes the president of the European Council, Donald Tusk, as saying “it is time to urgently discuss the situation of Greece at the highest political level.”

As Walter Russell Mead wrote this morning, “the long running Greek crisis appears to be heading toward some kind of major turning point, and I don’t mean that in a good way.” This is what that turning point looks like. While technically the Greeks have until the end of the month to repay the IMF €1.5bn and reach a bailout extension agreement, today’s meetings were widely regarded as the last chance to get a deal done in time to be fleshed out in detail, written up, and signed before the deadline.

To make matters worse, there’s no sign that the final moment of crisis, now that it has arrived, has produced or will produce a last minute course correction from the Greek leaders. (In fact, in a moment of what would be high comedy if the happiness of millions weren’t on the line, Greek PM Alexei Tsipras apparently told French President Francois Hollande recently that Mrs. Tsipras would leave him if he caved to Greece’s creditors)


http://www.the-american-interest.com/201...s-fall-through/

Es geht um Hunderte von Milliarden von €, um die Vernichtung einer, im schlimmsten Fall dutzender von Volkswirtschaften, die Zerstörung von Millionen Existenzen, um die Glaubwürdigkeit des demokratischen Systems der EU - und der Politiker, der die Hauptverantwortung für die Wahl zwischen Scheitern oder Weitermachen trägt, redet davon, er dürfe bindende Verträge mit Gesetzeskraft nicht einhalten, weil ihm sonst seine Alte eins mit dem Nudelholz überbrät?

Das am gleichen Tag, als sich herausstellt, daß die katholische Kirche (zumindest im den Augen von Hunderten von Millionen, wenn nicht Milliarden von Gläubigen & Nichtgläubigen) auf Betreiben eines windigen Lobbyisten die Umsetzung des Klimawandelglaubens übernehmen soll.

Und am gleichen Tag, an dem die einzige Reaktion auf den ungebremsten Zustrom von Wirtschaftsflüchtlingen, offiziell oder nichtoffiziell, in einer alle Grenzen des Anstands sprengende Leichenfledderei einiger "Künstler" besteht, die die Leichen von Opfern der Bootsunglücke im Mittelmeer vor dem Berliner Kanzleramt als "Mahnmal" einscharren wollen - eine Aktion, die einen leichten Dämpfer nicht nur die Anwendung von Gesetzen, die die Störung der Totenruhe verbieten, oder schlichter Anstand erhielt, sondern weil Fahrer & Mitfahrer des Leichenwagens bei der Grenzkontrolle aus dem Verkehr gezogen wurden, weil beide bis unter die Hirnschale zugekokst waren.

Ich bin seit Monaten nicht mehr in der Lage, das Treiben des politischen oder medialen Personals auch nur anseitsweise ernst nehmen zu können: Zu offensichtlich ist die völlige Hilflosigkeit, die Weigerung, die Wirklichkeit auch nur zur Kenntnis zu nehmen, die zwanghafte Fixierung auf schreiende Absurdidäten in Namen einer politischen Korrektheit und eines "Gender-Diskurses", dem aufgehängte Homosexuelle schnurz sind, solange Zebrastreifen schwul angemalt werden. Aber manchmal darf die Frage aufgeworfen werden, ob wir es hier, allen Ernstes, mit kollektiven psychopathologischen Ausfällen zu tun, mit dem Treiben von Akteuren, die im rechtlichen Sinne nicht für ihre Taten verantwortlich gemacht werden könnten. Nur so als Hypothese zum Überschlafen.

Morgen geht es dann weiter im absurden Theater.




ich will ja nicht schon wieder die Schildbürger anführen, über diese konnte man wenigstens noch schmunzeln.

Ansonsten stimme ich Ihnen, wie meistens, zu

♥lich Nola

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Zettel im August 2008

Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 6.603

25.06.2015 10:35
#43 RE: "Dieselbe Prozedur wie jedes Jahr!" antworten

Zitat von Paul im Beitrag #26
Ich befürchte, die EU knickt ein.


Oliver Marc Hartwich auf der Achse: "Gefangen in der hellenischen Endlosschleife"

"The same procedure as last year, Miss Sophie?"
"The same procedure as every year, James!"

http://i.telegraph.co.uk/multimedia/arch...22_3349240k.jpg



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Fluminist Offline




Beiträge: 1.914

25.06.2015 12:07
#44 RE: "Dieselbe Prozedur wie jedes Jahr!" antworten

Zitat von Ulrich Elkmann im Beitrag #43
"The same procedure as last year, Miss Sophie?"
"The same procedure as every year, James!"

Nur daß im gegebenen Fall die Periode nicht konstant ist, sondern immer kürzer wird - weil die Blechdose, die da die Straße hinunterbefördert wird, mit jedem milliardenteuren Fußtritt schwerer wird - und daher zu befürchten ist, daß, allen griechischen Sophistereien zum Trotz, Achilles die Schildkröte doch irgendwann überholt.

Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 6.603

25.06.2015 12:50
#45 RE: "Dieselbe Prozedur wie jedes Jahr!" antworten

Immer das Positive sehen!

Die Causa wird für die nächsten Jahrtausende das Lehrbuchbeispiel sein, wohin Staatsversagen, Dirigismus, politisches Haschischpfeiferauchen & vorsätzliche ökonomische Blindheit führen. Dass dabei das Volksvermögen sowie das Vertrauen in die politischen Institutionen, auf allen Ebenen, geschreddert werden, muss man beim Umfang des Weihfestspiels in Kauf nehmen.

Zitat von Februar 28, 2015
Jammern hilft nicht, also nehmen wir die neuen Milliarden-Hilfen für Griechenland lieber von der leichten Seite und erinnern an die erheiternde und unbedingt betrachtenswerte Studie, die der Economist 2013 zum Selbst- und Fremdbild der größeren europäischen Völker veröffentlichte. Danach besteht zumindest Hoffnung: Denn die Griechen sehen sich selbst nicht nur als das vertrauenswürdigste, sondern auch als das am härtesten arbeitende Volk.



http://nicolaus-fest.de/tag/luegenpresse/



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Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 6.603

26.06.2015 11:13
#46 RE: "Dieselbe Prozedur wie jedes Jahr!" antworten

Aus der Abteilung "Risiken & Nebenwirkungen":

"Griechenland, du Land der Sonne [Sonnenball], Land des Schattens [Schlagschatten von Säulen], Land des Lichts [Lichtbahn auf dem Wasser]!
Ohne Schatten, Licht und Sonne, Hellas! säh man von dir nichts. [zappendusteres Bildquadrat]" (Robert Gernhardt)

Zitat von EIKE
Der Betreiber des griechischen Strommarktes LAGIE veröffentlichte kürzlich die jüngste Statistik bzgl. erneuerbarer Energie in Griechenland für die ersten vier Monate des Jahres 2015. Dem LAGIE-Bericht zufolge installierte Griechenland von Januar bis April 7 MW neue Photovoltaik. Hierbei muss betont werden, dass der Zubau im Januar und Februar erfolgte, während es im April und Mai keine einzige neue Installation gab.

Im Jahre 2014 fügte Griechenland den Bruchteil von 13 MW neuer Photovoltaik-Kapazität (hier) hinzu, verglichen mit 1047 MW bzw. 890 MW jeweils in den Jahren 2013 und 2012.



http://www.eike-klima-energie.eu/news-ca...-braunkohle-zu/

Sollte es sich erweisen, daß das express zum Speiseplan von Dr. Merkels Diät gehört, gibt es dafür die Goldene Pappnas' der Sonderklasse.



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Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 6.603

28.06.2015 01:37
#47 RE: "Dieselbe Prozedur wie jedes Jahr!" antworten

Zitat von Bloomberg, 27 June
Two senior Greek retail bank executives said as many as 500 of the country’s more than 7,000 ATMs had run out of cash as of Saturday morning, and that some lenders may not be able to open on Monday unless there was an emergency liquidity injection from the Bank of Greece. An official with Greece’s Capital Markets Commission, the markets’ regulator, also warned that the Athens Stock Exchange may be unable to operate on Monday without a cash injection into the banking system. A Greek central bank spokesman said it was making efforts to supply money.



http://www.bloomberg.com/news/articles/2...pras-calls-vote



Abteilung "Risiken & Nebenwirkungen": steckt das Zuschauen an?
Für die FAZ kommt der Buchstabe "G" mittlerweile vor dem "F" im Alphabet, sorry, "Abc":
"Das große Griechen-Abc".


PS:

Zitat von Roland Tichy
Die entscheidende Rolle hat jetzt die Europäische Zentralbank. Sie müßte blitzschnell Geld nach Griechenland fliegen lassen, denn die Bevölkerung räumt ihre Konten leer, so weit sie das nicht schon getan hat. Eigentlich darf sie das nicht. Denn dafür bräuchte sie Pfänder von den griechischen Banken, also z.b. Schuldverschreibungen. Die gibt es nicht mehr, jedenfalls keine halbwegs belastbaren. Weitere Liquiditäts-Not-Hilfen der EZB wären eindeutig rechtswidrig. Das heißt: Am Montag werden die Banken nicht aufmachen in Griechenland. Es gibt vermutlich keine Geldbewegungen mehr. Die Banken sind pleite. Faktisch ist Griechenland pleite, ohne Zahlungsmittel - das Niveau einer Steinzeitgesellschaft. Griechenland ohne Mittel von außen ist auf sich selbst gestellt: Auf seine schwache Wirtschaft und politisch isoliert. Durch die Kapitalverkehrskontrollen, die zu erwarten sind, nimmt es nicht mehr an Europa teil.



http://www.rolandtichy.de/tichys-einblic...sen/#more-11379



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Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 6.603

28.06.2015 03:32
#48 RE: "Dieselbe Prozedur wie jedes Jahr!" antworten

Spielende. Grexit. Die Titanic hatte ihr tête-à-tête mit dem Eisberg.
Umstellung des Countdown von vorher auf nachher.



Les hommes seront toujours fous; et ceux qui croient les guérir sont les plus fous de la bande. - Voltaire

Emulgator Offline



Beiträge: 1.863

28.06.2015 15:38
#49 RE: "Dieselbe Prozedur wie jedes Jahr!" antworten

Zitat von Ulrich Elkmann im Beitrag #47
PS:

Zitat von Roland Tichy
Die entscheidende Rolle hat jetzt die Europäische Zentralbank. Sie müßte blitzschnell Geld nach Griechenland fliegen lassen, denn die Bevölkerung räumt ihre Konten leer, so weit sie das nicht schon getan hat. Eigentlich darf sie das nicht. Denn dafür bräuchte sie Pfänder von den griechischen Banken, also z.b. Schuldverschreibungen. Die gibt es nicht mehr, jedenfalls keine halbwegs belastbaren. Weitere Liquiditäts-Not-Hilfen der EZB wären eindeutig rechtswidrig. Das heißt: Am Montag werden die Banken nicht aufmachen in Griechenland. Es gibt vermutlich keine Geldbewegungen mehr. Die Banken sind pleite. Faktisch ist Griechenland pleite, ohne Zahlungsmittel - das Niveau einer Steinzeitgesellschaft. Griechenland ohne Mittel von außen ist auf sich selbst gestellt: Auf seine schwache Wirtschaft und politisch isoliert. Durch die Kapitalverkehrskontrollen, die zu erwarten sind, nimmt es nicht mehr an Europa teil.


http://www.rolandtichy.de/tichys-einblic...sen/#more-11379


Jetzt wurde entschieden, doch noch Gelder zu geben. Es war offenbar mal wieder Zeit für einen Rechtsbruch, und sogar einen besonders unsinnigen: Der Bankensturm kommt sowieso. Das frische Zentralbankgeld wird deswegen sofort in gehortetes Bargeld umgewandelt werden: Eine echte Liquiditätsfalle, die die griechische Wirtschaft komplett absaufen läßt, weil keiner mehr unbare Zahlungen abwickeln wird.

Und warum kommt der Bankensturm? Weil die Griechen befürchten, daß ihre rote Regierung Kapitalverkehrskontrollen einführen würde. Kapitalverkehrskontrollen stehen eigentlich sowieso im Gegensatz zu den vier europäischen Grundfreiheiten, die griechischen Sparer müßten also eigentlich gar nichts befürchten, wenn die neue Kultur der Rechtsbrüche nicht schon so weit eingerissen wäre, daß man alles mögliche fürchten kann.

Es ist ja schon schlimm genug, wenn ein Schuldner seine Schulden nicht mehr bedienen kann. Dann muß der Gläubiger eben die Forderungen abschreiben, was jetzt sowieso geschieht. Aber warum muß man vor dem Vertrauen in den Fiskus als Schuldner auch noch das Vertrauen in die Rechtsordnung und in die Banken zerstören? Ist das die Panik des vergangenen Augenblicks wert?

Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 6.603

28.06.2015 20:15
#50 RE: "Dieselbe Prozedur wie jedes Jahr!" antworten

"Notfallmaßnahmen: Griechenland schließt Banken"

"Die griechische Regierung will die Banken des Landes am Montag nicht mehr öffnen: Die Zentralbank in Athen habe den Instituten empfohlen, ihre Schalter geschlossen zu lassen, erklärte Ministerpräsident Alexis Tsipras am Sonntagabend. Zudem sollen Kapitalverkehrskontrollen verhängt werden. Darunter versteht man Obergrenzen für Abhebungen an Geldautomaten oder für Überweisungen ins Ausland. In Finanzkreisen hieß es, auch der Handel an der Athener Börse solle ausgesetzt werden."

Ein bank holiday, zumeist über mehrere Tage ausgedehnt - Aussetzung der Auszahlungen & Geldbewegunhen - ist die übliche Maßnahme bei einem Staatsbankrott. Wie im Fall Argentiniens 2002.



Les hommes seront toujours fous; et ceux qui croient les guérir sont les plus fous de la bande. - Voltaire

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