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ZETTELS KLEINES ZIMMER

Das Forum zu "Zettels Raum"



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Dieses Thema hat 72 Antworten
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 Kommentare/Diskussionen zu "Zettels Raum"
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Llarian Offline



Beiträge: 4.662

28.08.2015 17:46
Das Pack antworten

Ein kleiner Gedankensplitter zum Pack und zu Deutschland.

Meister Petz Offline




Beiträge: 3.849

28.08.2015 18:02
#2 RE: Das Pack antworten

Sehr interessant (und das wohl durchaus ein Charakteristikum Siggi Pops) ist, dass wenn es um das Bessermenschentum geht, nationale Rhetorik auf der Linken wieder en vogue ist.

Ein linker Humanist würde sagen: "Das hat mit Menschlichkeit nichts zu tun". Siggi sagt: "mit Deutschland". Demzufolge ist der "Aufstand der Anständigen" (TM) ja geradezu eine Aktion "wider den undeutschen Geist".

Gruß Petz

Free speech is so last century. (Brendan O'Neill)

Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 7.630

28.08.2015 18:15
#3 RE: Das Pack antworten

Nein, das Pack ist natürlich nicht Teil Deutschlands; das ist Dunkeldeutschland. Was, auch wenn es unseren Politikkaspern wahrscheinlich terra incognita ist, eine verstärkte Perfidie darstellt:

Zitat
Der Begriff Dunkeldeutschland kann als beleidigend oder diskriminierend aufgefasst werden.
Kandidat für das „Unwort des Jahres 1994“

Beispiele:
[1] Das ist der Heiko aus Dunkeldeutschland – er kommt aus Sachsen.


https://de.wiktionary.org/wiki/Dunkeldeutschland



Les hommes seront toujours fous; et ceux qui croient les guérir sont les plus fous de la bande. - Voltaire

R.A. Online



Beiträge: 7.971

28.08.2015 18:16
#4 RE: Das Pack antworten

Zitat von Llarian im Beitrag #1
Ein kleiner Gedankensplitter zum Pack und zu Deutschland.

Da kann ich nur völlig zustimmen.

Ich habe ja kein Problem damit, randalierende Nazis (oder Antifas) als Pack zu bezeichnen, wenn die sich halt entsprechend aufführen.
Aber in der aktuellen "Diskussion" (oder muß man Haß-Kampagne sagen?) geht es ja gegen alle, die sich nicht über den Flüchtlingszustrom freuen. Und ja, das sind sehr oft Leute mit Bildungsdefiziten, Leute aus der "Unterschicht". Also genau die Leute, die ansonsten in jedem Armutsbericht als "sozial benachteiligt" gestreichelt werden.

Es ist schon bezeichnend, wie oft sich Gutmenschen über die mangelnden Rechtschreibkenntnisse der Flüchtlingsgegner lustig machen. Weil natürlich gut gebildete Gutmenschen leicht lachen können - keiner der Flüchtlinge wird mit ihnen am Arbeitsmarkt oder bei der Wohnungssuche konkurrieren.

Heidenau ist der Hinterhof von Dresden. Da standen Industriebetriebe, die nach der Wende fast alle nicht mehr zu halten waren. Die Arbeitslosigkeit ist hoch, es dominieren Schlichtwohngebiete.
Und die Leute dort sind in der DDR aufgewachsen, d.h. sie glauben noch viel mehr als viele Westdeutsche, daß der Staat sich um sie kümmern und ihnen einen Job verschaffen müßte. Was er natürlich nicht tut.
Da wird es natürlich als Provokation empfunden, wenn Flüchtlinge die öffentliche Aufmerksamkeit und die demonstrative Unterstützung von Medien und Politik bekommen, die sie selber nie hatten.

Es gibt Millionen von schlecht qualifizierten Menschen in Deutschland, die nun plötzlich als "Pack" verunglimpft werden. Das spaltet diese Gesellschaft viel mehr als es die Neonazi-Randale je hätte tun können.

Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 7.630

28.08.2015 18:53
#5 RE: Das Pack antworten

Zitat
Es gibt Millionen von schlecht qualifizierten Menschen in Deutschland, die nun plötzlich als "Pack" verunglimpft werden. Das spaltet diese Gesellschaft viel mehr als es die Neonazi-Randale je hätte tun können.



Das "Pack vobiscum" dürfte sich wohl als Siggi Stardusts Haisprung erweisen. Suhl & Heidenau waren die Momente, an denen die Stimmung, flächendeckend & auch öffentlich wahrnehmbar, gekippt ist. Nicht mal so sehr gegen die Asylbewerber (das sind hier wohl wirklich die Einzelfälle, auf die die Übergriffigkeiten der Neubürger so penetrant reduziert werden), sondern gegen die politische Kaste, samt ihren Claqueuren - weil mittlerweile auch jedem finster zum Gutmenschentum Entschlossenen vor Augen steht, daß die Politik außer markigen Appellen an die eigene Bevölkerung und Durchhalteparolen schlicht nichts, gar nichts, null, nada, im Arsenal hat. (Ach ja: jede Woche 50.000 auf den erwarteten Stand Ende des Jahres draufzusatteln.) Kein Ansatz der Erkenntnis, dass das mit dem 31.12.15 nicht aufhört, welche Folgen das hat, wenn die allermeisten den Rest ihres Lebens hier verbringen (in der Turnhalle?); daß öffentliche Sicherheit zur Illusion wird - & es ist keine Frage des Ob, sondern nur des Wann - wenn der exponentiell anwachsende Trend anhält; & das in weniger als fünf Jahren. Derweilen dreht die Staatspropaganda 24 h am Tag hohl ("Talk bei Maybrit Illner: "Nennen wir die Flüchtlinge doch Vertriebene"" *). Nicht allein der oberste Chef ist splitternackt, sondern die gesamte Riege, von Lady Angie bis zum letzten journalistischen Konfettistanzer; und das nicht auf Heinzelmännchens Wachparade, sondern wenn es gilt, einen Waldbrand einzudämmen. Von Löschen braucht man gar nicht mehr zu reden.



* Ein besonders ärgerliches Beispiel auf SPON: "Gewalteskalation in Suhl: Bringt die Flüchtlinge anständig unter!"

Zitat
Nach der Massenschlägerei in Suhl herrscht Entsetzen - schon will man Asylbewerber nach Volksgruppen trennen. Stattdessen muss die Politik endlich anständige Unterkünfte bauen.



Im Suhl ging die Post ab, weil sich jemand mit dem hl. Koran posterior gewischt hat (bzw: weil das Gerücht davon aufkam), nicht weil die keine 3 Zimmer mit Balkon pro Nase zugewiesen bekommen haben; auch die Hebdomedaner waren im Januar nicht auf der Suche nach günstigem Wohnraum. Die Gemeinden haben mittlerweile eine Vorwarnzeit von 36 Stunden, um die Neubürger zwischenzuparken; da kann auch der pfiffigste Stadtrat keine Buden aus dem Boden stampfen. Das vermochte nur der Lampenbewohner in der alten Geschichte aus deren alter Heimat; ich vermute aber, daß sich der gegenwärtige Besitzer der Lampe eher nicht unter den Neuankömmlingen befindet.

PS: Ich weiß wohl, daß Ala ad-Din aus "China" stammte & der Zauberer aus dem Maghreb. Aber Antoine Gallands Quelle für die Geschichte, die sich in keiner arabischen Faasung des alf-Layla-wa-Layla findet, Youhenna Diab, stammte aus Syrien.



PPS: Weil wir schon beim Märchenerzählen sind (könnte das der Grund sein, warum sich unsere Politiker so für Menschen aus diesen Weltgegenden begeistern?): Andersen dürfte wohl Destination Giftschrank bestimmt sein.

Zitat
»Ich danke!« sagte der Kaufmannssohn, ging hinaus in den Wald, setzte sich in seinen Koffer, flog auf das Dach des Schlosses und kroch durch das Fenster zur Prinzessin.
Sie lag auf dem Sofa und schlief; sie war so schön, daß der Kaufmannssohn sie küssen mußte; sie erwachte und erschrak gewaltig, aber er sagte, er sei der Türkengott, der durch die Luft zu ihr heruntergekommen sei, und das gefiel ihr.
So saßen sie beieinander, und er erzählte ihr Geschichten von ihren Augen; das waren die herrlichsten, dunklen Seen, und da schwammen die Gedanken gleich Meerweibchen; und er erzählte von ihrer Stirn, die war ein Schneeberg mit den prächtigsten Sälen und Bildern; und er erzählte vom Storch, der die lieblichen, kleinen Kinder bringt.
Ja, das waren schöne Geschichten! Dann freite er um die Prinzessin, und sie sagte sogleich ja!
»Aber Sie müssen am Sonnabend herkommen«, sagte sie, »da sind der König und die Königin bei mir zum Tee! Sie werden sehr stolz darauf sein, daß ich den Türkengott bekomme, aber sehen Sie zu, daß Sie ein recht hübsches Märchen wissen, denn das lieben meine Eltern ganz außerordentlich; meine Mutter will es erbaulich und vornehm und mein Vater belustigend haben, so daß man lachen kann!« (Der fliegende Koffer)



Les hommes seront toujours fous; et ceux qui croient les guérir sont les plus fous de la bande. - Voltaire

TF Offline



Beiträge: 226

28.08.2015 19:02
#6 RE: Das Pack antworten

Zitat von R.A. im Beitrag #4

Es gibt Millionen von schlecht qualifizierten Menschen in Deutschland, die nun plötzlich als "Pack" verunglimpft werden. Das spaltet diese Gesellschaft viel mehr als es die Neonazi-Randale je hätte tun können.



Stimme zu, ich würde das aber nicht so sehr an der Qualifikation festmachen. Überall dort, wo "Flüchtlinge" untergebracht werden sollen, gibt es natürlich Unmut und Widerstand, auch in Blankenese, wenn auch nicht so drastisch. Sorge um den eigenen Arbeitsplatz (wenn man nicht sowieso schon ausgesorgt hat und/oder selbständig ist) ist dort wohl kaum der Grund. Wer von uns wäre denn begeistert, solch eine Unterkunft in unmittelbarer Nachbarschaft zu haben? Ich jedenfalls wollte so etwas nicht haben, aber nicht aus Sorge, wegen diesen Leuten arbeitslos zu werden.

Verknappung von Wohnraum im untersten Preissegment wird längerfristig auch auf etwas bessere Wohngegenden durchschlagen, aber sicher nicht in Toplagen. Wenn die Ghettos voll sind, muss der Sozialstaat einheimische und fremde Kostgänger woanders unterbringen und das sorgt dort dann auch für Preisdruck. Außerdem können Fluchtbewegungen aus den Ghettos von den dort noch vorhandenen Normalverdienern in andere Viertel oder ins Umland stattfinden. Es könnte also durchaus auch Gutmenschen treffen. Die sind zwar oft Besserverdiener, aber selten wohlhabend.

alteseuropa Offline



Beiträge: 259

28.08.2015 20:45
#7 RE: Das Pack antworten

Danke für den unaufgeregten Text. Inzwischen bemerke ich in den Medien eine seltsame Bewußtseinsspaltung. Heute in der FAZ einerseits: http://www.faz.net/aktuell/politik/inlan...t-13774134.html, wo Stefan Locke ganz Sachsen zu einem rechtsradikalen Sumpf erklärt (wobei ich als aus der Ferne beobachtend nicht weiß, ob es seriös ist, Pegida in einen Topf mit kriminellen Rechtsradikalen zu werfen), andererseits dann: http://www.faz.net/aktuell/politik/inlan...n-13771721.html, wo zu Recht Schlepper als skrupellose Menschenhändler, die gleich Drogenhändlern und Schmugglern nur Verachtung verdienen, dargestellt werden. Das heißt doch aber auch, daß viele sogenannte Flüchtlinge illegal hier angekommen sind. Gleichzeitig werden sie aber als bedauernswerte Opfer dargestellt. Wer aber einem Schlepper 10 000 Dollar bezahlt, weiß doch wohl, daß er etwas nicht ganz Legales tut?

notquite Offline



Beiträge: 506

29.08.2015 14:25
#8 RE: Das Pack antworten

Zitat
Ich muss auch in keinem Problembezirk wohnen, denn ich kann es mir leisten dort zu wohnen, wo garantiert erstmal kein solches Heim aufgemacht wird.



Mal sehen, wie lange diese "Verschonung für die Oberschicht" wirklich noch gilt & wie lange sich diese Position dann noch halten lässt. Ein Hamburger Innenpolitiker hat ja schon den schönen Satz gesagt, dass man künftig in Hamburg keine 500, 1000 Meter mehr gehen könne, ohne auf ein Flüchtlingsheim zu treffen. Er hat das glaube ich nicht einmal negativ gemeint. In der aktuellen "Brand Eins" (Titelthema: Pragmatismus) finde sich ein langes Porträt des Ersten Bürgermeister von Hamburg, Olaf Scholz (SPD). Darin ein Satz, der mich - wohlgemerkt als persönlich in keinster Weise Betroffener - schockiert hat:

Zitat
Denn wie in anderen Kommunen, gibt es in Hamburg Debatten darüber, nach welchen Kriterien eine einigermaßen gerechte Verteilung der Menschen zu organisieren ist – und die Neigung, den ohnehin bereits benachteiligten Stadtvierteln die größten Bürden aufzuhalsen. Damit will der Bürgermeister Schluss machen. Gegenden, in denen Reiche stur ihren noblen Mikrokosmos verteidigen und „immer gleich teuer bezahlte Anwälte einschalten“, scheint er tatsächlich auf dem Kieker zu haben.
Das zunehmend ärgerliche Gefälle, das etwa zwischen Blankenese und Wilhelmsburg liegt, zumindest etwas einzuebnen, ist er allein schon seinem Image schuldig. Tatmenschen leben nun einmal davon, dass sie Taten vollbringen, und das gilt erst recht für einen von seinem Zuschnitt, der sich allen sonstigen Verheißungen voran die Verbreitung von Optimismus auf die Fahnen geschrieben hat. Wäre doch gelacht, wenn man sich in diesem „fortschrittlichsten, demokratischsten und aufgeklärtesten Land der Welt“ an solchen Problemen wund scheuerte.
„Da müssen wir ran, da darf man nicht mit der Wimper zucken, da öffnen wir notfalls alle Ventile“, befeuert sich Olaf Scholz,



Vielleicht sollte man mal die diversen "markigen", "mutigen", "pragmatischen" Zitate der letzten Wochen sammeln, die alle dem gleichen Schema folgen - Formaljuristentum, Schuldenbremse, Sparzwang für Deutsche, Aussetzung geltender Regeln, "pragmatische Lösungen" (die Herren aus Blankenese sollen halt nicht so zicken mit ihren teuer bezahlten Anwählten, Rechtsstaat my ass), "Humanität" (= Alimentierung) für alle Anderen. Das Ganze verpackt in eine Kombination aus bombastischer Übertreibung, die der LTI alle Ehre machen würde ("fortschrittlichstes, demokratischstes und aufgeklärtestes Land der Welt" - man ergänze "wohlhabendestes" und schon hat man die Deutschen eingelullt und sie greifen ins Portemonnaie) und - jedenfalls für mich - brutalisierter Sprache wie gerade im letzten zitierten Satz. Zur Erinnerung:

Zitat
„Da müssen wir ran, da darf man nicht mit der Wimper zucken, da öffnen wir notfalls alle Ventile“



http://www.brandeins.de/archiv/2015/prag...chterne-koenig/

PS: Mir fehlt hier leider der technische Hintergrund, um diese Metapher angemessen analysieren zu können. Mein Laienverständnis (Grundkurs Physik zuletzt vor 25 Jahren oder so) würde davon ausgehen, dass man Ventile öffnet, um massiven Druck abzubauen, der ansonsten zur Explosion führen würde. Ich assoziiere das "Öffnen von Ventilen" auch mit "Flutung". Wie gesagt, ich bin Nichttechniker und gehe davon aus, dass meine Assoziationen wahrscheinlich nicht richtig sind. Wer klärt mich auf?

Llarian Offline



Beiträge: 4.662

29.08.2015 15:44
#9 RE: Das Pack antworten

Zitat von R.A. im Beitrag #4
Ich habe ja kein Problem damit, randalierende Nazis (oder Antifas) als Pack zu bezeichnen, wenn die sich halt entsprechend aufführen.

Ich auch nicht. Ich möchte meinen Beitrag auch nicht als "Ein Herz für Nazis" verstanden wissen. Zumal ich den Begriff des Packs da auch sehr gerne verwende. Ich glaube nur eben nicht, dass alles was die Antifa, oder der inzwischen durch und durch linke Medienmainstream in Deutschland als Nazi bezeichnet auch ein solcher ist.

Zitat
Es gibt Millionen von schlecht qualifizierten Menschen in Deutschland, die nun plötzlich als "Pack" verunglimpft werden. Das spaltet diese Gesellschaft viel mehr als es die Neonazi-Randale je hätte tun können.


Der Witz ist ja auch, dass die Neonazis sicher eine Menge tun, aber spalten tun sie die Gesellschaft ganz sicher nicht. Im Gegenteil, man müsste wohl eher sagen, sie einen die Gesellschaft. Nämlich im dagegen sein. Keiner will etwas mit Brandstiftern und Schlägern am Hut haben. Spalter dagegen sind vor allem diejenigen, die durchaus ganz normale Menschen dem braunen Mob zuaddieren wollen, weil sie sich in ihrer Gutmenschenrolle so toll fühlen. Früher waren Nazis die, die etwas gegen andere hatten. Heute genügt es nicht mehr Teil der vorherschenden Meinung zu sein, um ein Nazi zu werden.

Llarian Offline



Beiträge: 4.662

29.08.2015 15:55
#10 RE: Das Pack antworten

Zitat von notquite im Beitrag #8
Mal sehen, wie lange diese "Verschonung für die Oberschicht" wirklich noch gilt & wie lange sich diese Position dann noch halten lässt.

Darauf gibt es eine sehr unbefriedigende Antwort: Noch sehr lange. Sicherheit kann man kaufen, man kann private Sicherheitsleute kaufen, man kann sein Auto oder sein Haus technisch aufwendig sichern lassen, man kann in Bezirken wohnen, wo sich keine Stadt je ein Asylantenheim leisten kann. Und für den Fall, dass man doch mal Kinder hat (gar nicht wenige Bessermenschen "verzichten" ja darauf), gibt es noch immer private Kindergärten, Privatschulen und ausländische Internate. Das funktioniert schon seit Jahrzehnten sehr gut, und es gibt nicht wirklich Grund zu glauben, dass dem demnächst anders würde. Mit Geld kann man sich eine Menge "Gutsein" leisten, die negativen Folgen kann man mit selbigem wunderbar managen.

Zitat
„Da müssen wir ran, da darf man nicht mit der Wimper zucken, da öffnen wir notfalls alle Ventile“, befeuert sich Olaf Scholz,


Das ist doch nichts weiter als Politikergequake. Gedacht für diejenigen, die dumm genug sind darauf hereinzufallen. Wie will Herr Scholz denn diejenigen, mit den "hochbezahlten Anwälten", daran hindern, private Sicherheit zu kaufen, ihre Stadtvirtel abzuriegeln oder ihre Kinder auf Privatschulen zu schicken ? Das ist einfach nur Gerede in der Richtung, dass "die Reichen endlich mal zur Kasse gebeten" werden sollen. Nix als Gerede. Es gibt eine Verfassung, die ihm da im Weg steht.

Fluminist Offline




Beiträge: 1.927

29.08.2015 16:05
#11 RE: Das Pack antworten

Es liegt hier offenbar ein Wandel im Sprachgebrauch (jedenfalls was Politsprech anbelangt) vor. Die auch in anderem Zusammenhang gebräuchliche Wendung "X hat nichts mit Y zu tun" heißt nunmehr in etwa "X ist ein untrennbarer Aspekt von Y, der uns ganz und gar nicht behagt und den wir durch konsequentes Abstreiten und festes Zukneifen der Augen aus der Welt zu schaffen beabsichtigen".

Aber im Ernst, der drängendste Aspekt (neben Fragen wie woher geeignete Unterbringung für den Winter kommen soll oder wer das alles bezahlt) ist doch die alltägliche Sicherheit der Gesellschaft. Im Durchschnitt über 1% (und lokal deutlich darüber) wurzelloser, in Sitte und Sprache völlig unangepaßter Menschen ohne Habe, regelmäßige Tätigkeit oder über das Existenzminimum hinausgehendes Einkommen in einer auch im hinteren Sachsen relativ wohlhabenden Gesellschaft: das kann doch nicht auf längere Zeit und ganz von selbst friedlich und zivil bleiben. Oder traue ich hier den Menschen weniger Disziplin und Selbstentäußerung zu als sie haben?

notquite Offline



Beiträge: 506

29.08.2015 16:35
#12 RE: Das Pack antworten

Zitat von Llarian im Beitrag #10
Zitat von notquite im Beitrag #8
Mal sehen, wie lange diese "Verschonung für die Oberschicht" wirklich noch gilt & wie lange sich diese Position dann noch halten lässt.

Darauf gibt es eine sehr unbefriedigende Antwort: Noch sehr lange. Sicherheit kann man kaufen, man kann private Sicherheitsleute kaufen, man kann sein Auto oder sein Haus technisch aufwendig sichern lassen, man kann in Bezirken wohnen, wo sich keine Stadt je ein Asylantenheim leisten kann. Und für den Fall, dass man doch mal Kinder hat (gar nicht wenige Bessermenschen "verzichten" ja darauf), gibt es noch immer private Kindergärten, Privatschulen und ausländische Internate. Das funktioniert schon seit Jahrzehnten sehr gut, und es gibt nicht wirklich Grund zu glauben, dass dem demnächst anders würde. Mit Geld kann man sich eine Menge "Gutsein" leisten, die negativen Folgen kann man mit selbigem wunderbar managen.

Zitat
„Da müssen wir ran, da darf man nicht mit der Wimper zucken, da öffnen wir notfalls alle Ventile“, befeuert sich Olaf Scholz,

Das ist doch nichts weiter als Politikergequake. Gedacht für diejenigen, die dumm genug sind darauf hereinzufallen. Wie will Herr Scholz denn diejenigen, mit den "hochbezahlten Anwälten", daran hindern, private Sicherheit zu kaufen, ihre Stadtvirtel abzuriegeln oder ihre Kinder auf Privatschulen zu schicken ? Das ist einfach nur Gerede in der Richtung, dass "die Reichen endlich mal zur Kasse gebeten" werden sollen. Nix als Gerede. Es gibt eine Verfassung, die ihm da im Weg steht.



Das Schockierende an diesem Satz ist doch gerade, dass der Jurist Scholz - wie so einige andere Politiker in den letzten Wochen - testweise und verbal schon einmal versucht, diesen Zustand aufzuheben. "Vergesst Recht und Gesetz", "Ihr mit Euren hoch bezahlten Anwälten, jetzt habt Euch nicht so, es geht um eine gute Sache" etc pp.

Ich glaube aus meiner persönlichen Erfahrung auch nicht mehr daran, dass die Oberschicht auf lange Sicht von den Folgen verschont bleiben wird. Eine Konstellation aus meiner Familie ist immer noch weit von Blankenese entfernt, aber es trifft auch jetzt schon gutbürgerliche Viertel: Ehepaar mit drei Kindern, Frau Krankenschwester, Mann chirurgischer Oberarzt, drei Kinder zwischen 12 und 17 Jahren, alle auf einer katholischen Privatschule (richtig, da funktioniert die Abschottung noch). Vor 7 oder 8 Jahren hat die Familie ein Haus in einem gutbürgerlichen, akademisch geprägten Viertel der Landeshauptstadt gekauft. Der Preis ist mir nicht bekannt, es dürfte sich aber auch für einen chirurgischen Oberarzt um einige Jahresgehälter gehandelt haben, Finanzierung also mehrheitlich über Kredit. In der Nähe des Hauses stand bis vor einigen Monaten ein Kindergarten leer. Innerhalb kürzester Zeit wurde dieser zum Asylantenwohnheim umfunktioniert. Wenn man mal optimistisch schätzt, dürften sich damit Minimum 20 % des Immobilienwertes des Hauses (plakativ gesagt 100.000 Euro oder mehr) in Luft aufgelöst haben, einfach so, durch einen staatlichen Gewaltakt. Die Kinder gehen wie gesagt auf eine katholische Privatschule. Ich frage mich allerdings, was ihnen das bringt, wenn in nächster Zukunft ihr engstes Lebensumfeld - ich wiederhole mich - durch staatlichen Zwang massiv umgestaltet wird. Für drei pubertierende Kinder stelle ich mir dies jedenfalls nicht gerade angenehm vor, selbst im best case scenario (= keine Gewalt, keine Belästigung, nur täglich erlebte Fremdheit).

Schwager und Schwester haben sich verbal immer wieder gegen jede Kritik an diesem Vorgang positioniert und erzählen auch gerne Geschichten, wie positiv das Zusammenleben doch - ja, richtig, "bis jetzt" - sei.* Ich hoffe, dass sie damit Recht behalten werden, zweifle daran aber eigentlich jeden Tag.

**Schwägerin des Schwagers lässt Geldbeutel auf dem Auto liegen, geht zum Kindergeburtstag, kommt nach 3 Stunden wieder zum Auto und sieht den Geldbeutel auf dem Auto liegen - "alles noch da, als ob ein Deutscher das einfach so liegen gelassen hätte" - diese Sorte Geschichte. Sie wissen wohl auch selbst, dass der Geldbeutel schlicht unentdeckt geblieben sein wird, betonen aber schon krampfhaft positive Dinge, die die Objekte ihrer Fürsorge wahrscheinlich überhaupt nicht zu verantworten haben. Stockholm-Syndrom im Anfangsstadium.

dentix07 Offline



Beiträge: 47

29.08.2015 21:23
#13 RE: Das Pack antworten

Zitat von notquite im Beitrag #12
Zitat von Llarian im Beitrag #10
[quote="notquite"|p124915] Mal sehen, wie lange diese "Verschonung für die Oberschicht" wirklich noch gilt & wie lange sich diese Position dann noch halten lässt.

Darauf gibt es eine sehr unbefriedigende Antwort: Noch sehr lange.


Nicht unbedingt! Und juristisch ist das auch hinzukriegen! Die Wohnraumzwangsbewirtschaftung, mit der nach dem Krieg Wohnraum beschlagnahmt wurde um diejenigen deren Wohnraum zerstört war und die Flüchtlinge unterzubringen, wurde in der Bundesrepublik erst 1965 abgeschafft. Da nach GG Artikel 14 Absatz 2
"(2) Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen."
gilt, ist es bei genügend Druck und politischem Willen (zumal durch die Bank die Parteien Eigentum des Bürgers sowieo als dem Staat vorenthalten betrachten) wahrscheinlich kein Problem solche Regelungen wieder aufleben zu lassen. Damit gedroht wurde schon!
Sollte das kommen, wünsche ich mir das dann auch wirklich dort zuerst Flüchtlinge zwangsweise einquartiert werden wo ansonsten eine Familie oder Einzelpersonen, kinderlose Paare sehr viel Wohnraum zur Verfügung haben: z.B. bei Oscar, beim Erzengel, bei Schweigers, in den Villenvierteln der Großstädte, eben die (möglichst noch grün wählende) gehobene Mittel- und Oberschicht. Ich fürchte nur, an die traut sich dann doch wieder keiner ran!

Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 7.630

29.08.2015 21:44
#14 RE: Das Pack antworten

Zitat von dentix07 im Beitrag #13
Damit gedroht wurde schon!
Sollte das kommen, wünsche ich mir das dann auch wirklich dort zuerst Flüchtlinge zwangsweise einquartiert werden wo ansonsten eine Familie oder Einzelpersonen, kinderlose Paare sehr viel Wohnraum zur Verfügung haben: z.B. bei Oscar, beim Erzengel, bei Schweigers, in den Villenvierteln der Großstädte, eben die (möglichst noch grün wählende) gehobene Mittel- und Oberschicht. Ich fürchte nur, an die traut sich dann doch wieder keiner ran!


Ich hoffe, daß das zumindest als ernsthaftes Gedankenspiel in den Planungsstäben durchgespielt wird (ob die dazu fähig sind, bezweifle ich freilich schlankweg). Ansonsten laufen wir nämlich Gefahr, daß das wirklich umgesetzt wird & dann wieder niemand die Folgen hat kommen sehen, davon etwas ahnen konnte, pp. In diesem Fall könnte die politische Kaste nämlich lernen, was eine Kettenreaktion ist: Durchgehende Verweigerung "der Bevölkerung", den Anordnungen des Staates nachzukommen; Generalstreik auf allen Ebenen. Da würde es wohl nicht mal mehr helfen, die Medien stummzuschalten (dann würden die 90%, die das Netz nur für Bestellungen & zur Fahrplanauskunft nutzen, sehr schnell lernen, lokale Netzwerke zu bilden, zum Informationsaustausch; beim Servern im Ausland wäre ein Zugriff der Regierung nur unter ziemlich radikalem Durchgreifen möglich); wird das Netz gekappt, weiß eh' jeder, woran er ist (auch hier scheinen Leute wie Herr Maas ja schon vorzufühlen; nur weiß man bei solchen Leuten ja nie, ob die sich bei dem Stroh, das sie da tagtäglich dreschen, auch irgendwas gedacht haben). Dann würde denen auch klar, daß sie bislang de facto im bundesweiten Tal der Ahnungslosen gewohnt haben. Ein wirksames Funktionieren des Staatswesens setzt nun einmal die Mitwirkung & das instrumentelle Vertrauen der allermeisten voraus. Einem zweiten 1989 hätte diese Regierung, wenn sich der Souverän wirklich mal entschlossen auf die Hinterhufe setzt, nichts entgegenzusetzen. Die kriegen ja nicht mal das Auflaufen von ein paar hunderttausend Habenichtsen auch nur ansatzweise in den Griff.



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Frank2000 Offline




Beiträge: 1.992

30.08.2015 11:00
#15 RE: Das Pack antworten

Zitat von Ulrich Elkmann im Beitrag #14

...In diesem Fall könnte die politische Kaste nämlich lernen, was eine Kettenreaktion ist:
...
Einem zweiten 1989 hätte diese Regierung, wenn sich der Souverän wirklich mal entschlossen auf die Hinterhufe setzt, nichts entgegenzusetzen.


Sie können sich ja bei der AfD engagieren, die glauben auch an die Erweckungsthese.

Im übrigen: 1989 zeigte mehr als deutlich, dass die Deutschen keine Revolutionäre sind. Da werden 35 Mio Menschen vom Kommunismus verskalvt, die Kinder sterben am Dreck in der Luft und im Wasser, Berufswahl, Wissenschaft, Kunst und Kultur - alles ist diktatorisch beschränkt. Zehntausende Geheimpolizisten und der große Bruder mit seinen Panzern unterdrücken jede Form eigenständiger Betätigung. Und die "große Revolution" besteht darin, an einem Sonntag über die Straße zu laufen und "Wir sind das Volk" zu rufen. Ds ist so was von Deutsch. Aber so was von.

In Frankreich brennen schon die Straßen, wenn die Regierung es nur wagt, den falschen Steuersatz für Diesel zu wählen. USA, England, Kanada, Polen, Tschechien... DAS sind Länder mit freiheitsliebender Bevölkerung. Allerdings: damit ist die Anzahl der Länder wie auch die absolute Anzahl der betroffenen Bürger mit wirklich freiheitlichem Denken auf der Welt in der radikalen Unterzahl. Aber das nur am Rande.

Dieses Gerede von den Deutschen, die erweckt werden, ist doch nichts anderes als der Glaubensgrundsatz einer kleinen, radikalen Sekte. Es gibt nichts, aber auch gar nichts was darauf hindeutet, dass so etwas passieren könnte. Bereits jetzt gibt es in Deutschland komplette Landstriche, die von grenzüberschreitender Kriminalität leer geräumt werden oder wo die deutsche FDGO nicht mehr gilt. Und selbst die lokale Bevölkerung vor Ort beschränkt sich darauf, die freiwilligen Spenden an die TAZ oder ATTAC zu reduzieren. Boa! Was für eine Revolution!

Deutschland ist eine Demokratie - schon vergessen? Es gibt für JEDEN EINZELNEN BÜRGER dutzende, ja hunderte Möglichkeiten der politischen Teilhabe. Bundeswahlen, Landtagswahlen, Kreiswahlen, Mitwirkung in Parteien, Volksentscheide auf Landesebene, Petitionen, Leserbriefe, Demonstrationen, Protestschreiben an Abgeordnete, Blogs+Foren, soziale Netzwerke, ja selbst die Berufswahl kann ein gesellschaftliches Zeichen sein.

Und selbst im aller-allerprivatesten Bereich gibt es nicht mal die kleinsten Zeichen für gesellschaftliches Aufbegehren. Denn ein Zeichen radikaler Ablehung des herrschenden Politik kann ja auch sein, selbst Kinder zu bekommen und im eigenen Sinne zu erziehen. Ist aber nicht so. Jede neue Generation Deutscher ist noch ein Stück weiter links als es schon die vorgehende war. So weit überhaupt noch Kinder geboren werden.

Ich kann es nur als komplette Realitätsverweigerung bezeichnen zu glauben, die Deutschen würden aufwachen und von diesem selbstzersstörerischen Kurs abweichen. Ich habe ja nun die AfD mitgegründet und war bis Essen Mitglied. Und? Selbst unter Lucke reichte das Potential auf Bundes- und Landesebene nicht weiter als 5 % in die Mehreitswähler hinein. Der Rest waren Spinner und Radikale. Und selbst wenn Lucke heute noch Bundesvorsitzender wäre: dann würde die AfD jetzt eben bei 1x% stehen. Na und? DAS BEDEUTET, DASS FAST 80% DER WÄHLER VOLL UND GANZ DEM DERZEITIGEN KURS ZUSTIMMEN. Wenn DAS keine demokratische Mehrheit ist, was denn sonst? Bei den Wahlen sind doch die Unterschiede zwischen den Parteien eher kosmetischer Natur; in den bedeutenden Themen passt doch kein Blatt Papier zwischen CDU/CSU, SPD, FDP und Grüne. Und die These, alle Nicht-Wähler wären radikale Politik-Ablehner und Erweckungspotential ist doch substanzlos.

Im alten Focus-Forum, vor der Neuorganisation (kennt das noch jemand? Themen des Tages?) gab es einen deutschen Auswanderer, der in der USA lebte. Der hatte schon vor 20 Jahren geschrieben, die Deutschen wären in Phänomen. Die hätten ein Land, dass in jeder Hinsicht den Rest der Welt deklassiert - quasi Deutschland als einziges Mitglieder der Oberliga: Kriminalität, Wohlstand, Toleranz, soziales Klima, Wohlstandsverteilung, Sauberkeit + Umweltschutz, Weltoffenheit, Mitgefühl... sage irgendeine Kategorie des guten und gerechten Lebens und die Deutschen waren an der Spitze. Und dann gehen die Deutschen hin und schmeissen das alles weg mittels Reproduktionsverweigerung und inoffizieller inkompatibler Einwanderung einschließlich offener Weigerung, die Einwanderer zur Assimilierung zu zwingen.

Heute verstehe ich, was er meinte.

___________________
Kommunismus mordet.
Ich bin bereit, über die Existenz von Einhörnern zu diskutieren. Aber dann verlange ich außergewöhnlich stichhaltige Beweise.

Nola Offline




Beiträge: 1.579

30.08.2015 12:33
#16 RE: Das Pack antworten

Zitat
Zitat Ulrich Elkmann
Einem zweiten 1989 hätte diese Regierung, wenn sich der Souverän wirklich mal entschlossen auf die Hinterhufe setzt, nichts entgegenzusetzen.



Haben sie doch, und wie, dafür wird derzeit grade gesorgt. !!!
Es sei denn, Sie meinen den nichtchristlichen Souverän der der Scharia verpflichtet ist und nicht der Demokratie und dem Rechtsstaat und dem sich dennoch Medien und Regierungen andienen.

Zitat

http://www.finanzen.net/nachricht/aktien...ehoeren-4493553

Berlin (ots) - Die islamischen Gemeinden in Deutschland rechnen wegen der hohen Zahl von Flüchtlingen in diesem Jahr mit erheblichem Zuwachs. "Die Zahl der Muslime in Deutschland wird signifikant wachsen", sagte der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek, dem in Berlin erscheinenden "Tagesspiegel" (Freitagsausgabe). Er rechne damit, "dass mindestens 80 Prozent" der in diesem Jahr erwarteten 800.000 Flüchtlinge Muslime seien. Mazyek fügte hinzu: "Schon jetzt haben wir Moscheegemeinden, die sich wegen der Flüchtlinge innerhalb eines Monats verdoppelt haben."



Nicht umsonst wird das "alte Europa" in seiner kompletten Handlungsfähigkeit destabilisiert. Seit vielen Jahren wird berichtet, geschrieben und im Netz das verbreitet, was Medien und Politik uns verschweigen wollen. Dennoch ist alles schlimmer geworden. Die Frechheit von Politikern hat ein Ausmaß angenommen, daß man schier verzweifeln könnte. Das man als Pack beschimpft wird ist dabei noch nicht mal die Spitze des Eisberges. Ehrlich, ich bin es müde und leid und zum ersten mal sehe ich die Endlichkeit meines Lebens als Schutz vor dem Desaster, was ich leider meinen Nachkommen hinterlassen werde.

Auf der "Achse" hatte Prof. Heinsohn neulich einen guten Artikel veröffentlicht.

Zitat


Prof. Dr. Dr. Gunnar Heinsohn 14.08.2015

http://www.achgut.com/

Afrikanerpolitik: Wie wäre es mit ein paar nüchternen Zahlen und Fakten?

(...)
Von 1977 bis 1995 ist Jacques Chirac Bürgermeister von Paris und regiert dann bis 2007 Frankreich. Schon im Juni 1991 beklagt er das Schicksal seiner Nation, die – wie Nicolas Sarkozy 2007 ergänzt – die Immigration wie eine Invasion „erleide“ und deshalb auf eine „selektive Einwanderung“ (immigration choisie ) umschalten müsse:

„Nicht Ausländer sind unser Problem, sondern ihre Überdosierung. […] Es macht einfach weniger Probleme, Arbeiter aus Spanien, Polen und Portugal bei uns zu haben, als Muslime und Schwarze. […] Ein französischer Arbeiter mit seiner erwerbstätigen Frau hat 15.000 Franc […] und sieht im Treppenhaus […] eine Familie mit Vater, drei bis vier Frauen und zwanzig Sprösslingen, die zusammen 50.000 Francs als Sozialhilfe beziehen. Wenn man dann noch den Lärm und den Geruch hinzunimmt, muss der französische Arbeiter einfach ausrasten. […] Es ist keineswegs Rassismus, das anzusprechen. Wir haben einfach nicht mehr die Mittel, um die Familienzusammenführungen zu bezahlen“ .

Europaweit empören diese Sätze und Frankreich zahlt weiter. Allerdings springen von 1991 bis 2015 auch die Staatschulden von 35% auf 95% des Bruttoinlandsprodukts (...)



Zahlen sagen immer noch mehr als Worte, nur kann/will leider Politik nicht mehr rechnen, nur noch anklagen, und zwar das eigene Volk. Eigentlich sind die Beweggründe unerheblich, weil so abenteuerlich können wir vermutlich ohne Verschwörungstheorien gar nicht denken. Fakt ist, unser komplettes Staatsgebilde muß neu überdacht werden und das, bevor die gewählten Politiker dem jetzigen Souverän eine komplette Entmündigung erteilt haben.

♥lich Nola

---------------------------

Status quo, nicht wahr, ist der lateinische Ausdruck für den Schlamassel, in dem wir stecken.
Zettel im August 2008

Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 7.630

31.08.2015 00:01
#17 RE: Das Pack antworten

Zitat von Ulrich Elkmann im Beitrag #5
Derweilen dreht die Staatspropaganda 24 h am Tag hohl


Die Welt: "Schröder will "Einwanderung in unser Sozialsystem""

Das steht da wörtlich.
Dieses Land hat fertig.



Les hommes seront toujours fous; et ceux qui croient les guérir sont les plus fous de la bande. - Voltaire

patzer Offline



Beiträge: 359

31.08.2015 08:51
#18 RE: Das Pack antworten
Dennis the Menace Offline




Beiträge: 459

31.08.2015 10:29
#19 RE: Das Pack antworten

Zitat von Ulrich Elkmann im Beitrag #17


Die Welt: "Schröder will "Einwanderung in unser Sozialsystem""

Das steht da wörtlich.


Klar, warum wohl.

Zitat von Ulrich Elkmann im Beitrag #17


Dieses Land hat fertig.



Um diesen Aufreger zu provozieren. Für eine etwaige Behandlung in Talgschaus oder so ist schon vorgesorgt: Die Argumente werden im WELT-Beitrag ja deutlich. Ein gesundes Selbstbewusstsein - um nicht zu sagen ein etwas übertriebenes, vorsichtig ausgedrückt - hat er ja zweifellos, denn die häufig gehörte Warnung von der Fatatlität der "Einwanderung in die Sozialsysteme", die es deswegen zu verhindern gelte, wird er als typische kleinkarierte Dämlichkeit bescheidener Buchhaltertypen abkanzeln, die nicht -wie Schröder- mit dem Großdenkerprivileg gesegnet sind und deshalb natürlich nicht das große Ganze überblicken - wie halt die allermeisten Politiker, die da so rumlaufen - in die Irre natürlich, weil nicht unter seiner Ägide.

Die Argumentation bei Beckmann oder anderen Weltklassejournalisten würde etwa so gehen


Sozialsysteme - ein vielschichtiger Begriff, gleichwohl der Verallgemeinerung zugänglich - bedürfen doch zweifelsohne der permanenten EINWANDERUNG, um intakt zu bleiben. Für das Sozialsystem Familie zum Beispiel ist des im wahrsten Sinne des Wortes tödlich, wenn der Nachwuchs fehlt und deshalb keine Einwanderung mehr stattfindet. Bei Großfamilien, wie zum Beispiel der Allianz Lebensversicherung, ist das auch nicht anders. Man wird behaupten: Diese sei doch nicht auf "Generationenvertrag" hin konstruiert - natürlich ein Irrtum. Es gibt keine Altersversorgung ohne "Generationenvertrag", auch wenn der versteckt sein mag, Anders gesagt: Ohne Nachwuchs (=Einwanderung) geht gar nix. Ohne Nachwuchs keinen Wohlstand und ohne Wohlstand keine Sozialsysteme. Alle Argumente in Richtung "Kinder statt Inder" sind unfruchtbar - in jeder Hinsicht - , also können als lächerlich gleich beiseite.

Und er erklärt ja gerade NICHT den Zustand, dass jeder Beliebige wahllos über die Grenzen latscht, und das massenhaft und sozusagen unsortiert, für wünschenswert, sondern plädiert für "Ordnung" in dieser Sache. Z.B. mit dem Export des deutschen Ausbildungssystems in die große weite Welt. Erstmal in die Siemens-Lehrwerkstätte in Jordanien (so was muss es geben, auch wenn Erbsenzähler das nicht einsehen) und dann die Designer-Einwanderung.

Typisch sozialdemokratisch halt: Mit richtig tollen, weil ausladenden Großgesetzen, die das "Gesellschaftliche" - an dieser Stelle selbstverständlich weltweit - optimal erfassen und sodann einem sauberen, von Experten durchdachten Regelungsmechanismus zuführen wird alles gut. Die "Pläne" gäbe es ja - von "seiner" Regierung damals in Auftrag gegeben (Süssmuth-Kommission)*; in Expertokratie war er ja eh richtig verliebt, siehe Hartz.

Es würde auf Hartz verweisen und fragen: War datt denn schlecht? An dieser Stelle käme vermutlich so mancher CDU-/FDPler ins Stottern. Denn allemal gilt: Bei Schröder muss man sich argumentativ schon warm anziehen

lich
Dennis

* EDIT: Ein gewisser Hans-Olaf Henkel war übrigens Mitglied, neben diversen anderen illustren Namen, u.a. ein Bischof (kath.)

Emulgator Offline



Beiträge: 2.013

31.08.2015 11:28
#20 RE: Das Pack antworten

Zitat von Dennis the Menace im Beitrag #19
Sozialsysteme - ein vielschichtiger Begriff, gleichwohl der Verallgemeinerung zugänglich - bedürfen doch zweifelsohne der permanenten EINWANDERUNG, um intakt zu bleiben. Für das Sozialsystem Familie zum Beispiel ist des im wahrsten Sinne des Wortes tödlich, wenn der Nachwuchs fehlt und deshalb keine Einwanderung mehr stattfindet. Bei Großfamilien, wie zum Beispiel der Allianz Lebensversicherung, ist das auch nicht anders. Man wird behaupten: Diese sei doch nicht auf "Generationenvertrag" hin konstruiert - natürlich ein Irrtum. Es gibt keine Altersversorgung ohne "Generationenvertrag", auch wenn der versteckt sein mag, Anders gesagt: Ohne Nachwuchs (=Einwanderung) geht gar nix. Ohne Nachwuchs keinen Wohlstand und ohne Wohlstand keine Sozialsysteme.

So wie Sie das jetzt erklärt haben, kommen mir die umlagefinanzierten Sozialsysteme wie Pyramidensysteme vor. Nicht umsonst spricht man von Bevölkerungspyramide, die in D eben nicht mehr pyramidal genug ist, sondern eher bäuchig, und deswegen zur Wiederverbreiterung des Pyramidenfußes Einwanderung erheischt. Mit Pyramidensystemen hat man auf dem Balkan auch lange Erfahrungen (in Ägypten sowieso): 1997 führte der unvermeidliche Zusammenbruch eines solchen Investorenbetrugs zu landesweiten Unruhen, im Zuge derer Waffenlager der Armee geplündert wurden. Diese Waffen wurden hinterher von der UCK im Kosovo gegen Jugoslawien eingesetzt, was seinerseits heute zu einer Flüchtlingswelle führt. Tja, hätte man nur eine vernünftige Finanzaufsicht gehabt!

Zitat von Dennis the Menace im Beitrag #19
Und er erklärt ja gerade NICHT den Zustand, dass jeder Beliebige wahllos über die Grenzen latscht, und das massenhaft und sozusagen unsortiert, für wünschenswert, sondern plädiert für "Ordnung" in dieser Sache. Z.B. mit dem Export des deutschen Ausbildungssystems in die große weite Welt. Erstmal in die Siemens-Lehrwerkstätte in Jordanien (so was muss es geben, auch wenn Erbsenzähler das nicht einsehen) und dann die Designer-Einwanderung.
Was die Schaffung von Anlaufstellen für Migrationswillige in ihren Herkunftsländern betrifft, ist Schröders Idee ja nicht neu. Ich hatte her im Forum ja schon ein Interview mit Richard Sulik MdEP verlinkt, der genau das angeregt hatte. Man würde dadurch den Menschen die teure und riskante Reise ersparen und Europa die ebenso teure Abschiebung. Neben dem Flugschein bindet jede Abschiebung nämlich erheblich Personal, das den "Schiebling" (österreichische Verwaltungssprache) begleiten muß.

Das gegenwärtige ineffiziente System "Asylantragstellung erst nach (illegaler) Einreise" ist der Bundesregierung aber schon mal sehr bequem gewesen: Als man Edward Snowden kein Asyl versprechen mußte, weil er deutschen Boden noch nicht betreten hat.

R.A. Online



Beiträge: 7.971

31.08.2015 12:08
#21 RE: Das Pack antworten

Zitat von Frank2000 im Beitrag #15
Zitat von Ulrich Elkmann im Beitrag #14
Einem zweiten 1989 hätte diese Regierung, wenn sich der Souverän wirklich mal entschlossen auf die Hinterhufe setzt, nichts entgegenzusetzen.

Sie können sich ja bei der AfD engagieren, die glauben auch an die Erweckungsthese.

Berechtigte Antwort. Der Vergleich mit 1989 paßt so überhaupt nicht.

Zitat
1989 zeigte mehr als deutlich, dass die Deutschen keine Revolutionäre sind.


Jein. 1989 war keine Revolution im französischen Sinne, mit Straßenkämpfen und Hinrichtungen.
Aber es war eine für Deutschland erstaunlich breit angelegte Protestbewegung.
Schon richtig - eigentlich sind die Deutschen keine Revolutionäre. Sie möchten Veränderungen immer nur auf dem "ordentlichen" Weg erreichen, wie immer der formal oder informell jeweils laufen mag. Zu den Massendemos mußten sie 1989 greifen, weil die DDR-Führung so sklerotisiert war, daß überhaupt keine Veränderungen mehr auf normalen Wegen möglich waren.

Zitat
Und die "große Revolution" besteht darin, an einem Sonntag über die Straße zu laufen und "Wir sind das Volk" zu rufen. Ds ist so was von Deutsch. Aber so was von.


Hat aber funktioniert. Weil es dem Regime keine echte Eskalationschance gab. Auch ohne Rückgriff auf die russischen Truppen hätte das Politbüro ja Machtmittel und fanatische Anhänger genug gehabt, um einen echten Aufstandsversuch niederzuschlagen. Aber die Demos waren so friedlich und mit ihren Anfangsforderungen auch noch so systemkonform und harmlos, daß die Hardliner schlicht keine Begründung hatten, einen Bürgerkrieg loszutreten.

Zitat
In Frankreich brennen schon die Straßen, ...


Und dann freuen sich unsere Linken immer und kriegen rosarote Träume.
Unterm Strich bewirken die Proteste in Frankreich aber nur selten etwas und das Land entwickelt sich ja auch deutlich schlechter als Deutschland.

Zitat
Dieses Gerede von den Deutschen, die erweckt werden, ist doch nichts anderes als der Glaubensgrundsatz einer kleinen, radikalen Sekte. Es gibt nichts, aber auch gar nichts was darauf hindeutet, dass so etwas passieren könnte.


Richtig. Was aber wesentlich auch daran liegt, daß die herrschende Klasse es trotz aller Parolen vorher es bisher noch jedesmal geschafft hat, in letzter Sekunde die Kurve zu kratzen und Mißstände abzustellen, wenn sie zu krass werden.

Zitat
Bereits jetzt gibt es in Deutschland komplette Landstriche, die von grenzüberschreitender Kriminalität leer geräumt werden oder wo die deutsche FDGO nicht mehr gilt.


Nicht wirklich. Es gibt diese Problemzonen, aber sie sind relativ klein bzw. die Probleme relativ überschaubar. Für die wirklich breite Mehrheit in Deutschland ist das Land sehr sicher und funktioniert deutlich besser als die meisten anderen europäischen Länder.

Zitat
DAS BEDEUTET, DASS FAST 80% DER WÄHLER VOLL UND GANZ DEM DERZEITIGEN KURS ZUSTIMMEN.


Richtig. Wobei ich nicht "voll und ganz" sagen würde - es gibt diverse Punkte, bei denen die meisten Wähler anders denken als die Regierenden/Medien. Aber unterm Strich sind die Leute eben doch zufrieden, und da nehmen sie diese Punkte halt in Kauf und wollen keinen radikalen Wandel.

Die momentane Situation ist eigentlich ein Déja vu. Das hatten wir alles in ähnlicher Form schon mal 1992. Da wurden die Probleme mit den rasant ansteigenden Flüchtlingszahlen auch erst einmal lange Zeit tabuisiert und nicht reagiert.
Aber dann kam der Punkt, wo sehr plötzlich und sehr radikal (und in manchen Punkten wenig durchdacht) umgesteuert wurde und die Parteien das Asylrecht ganz wesentlich verändert haben. In einer Form, die vorher lange als GG-widrig erklärt wurde.

Genauso wird es diesmal auch laufen. Im Gegensatz zu zentralistischen Staaten wie Frankreich sind unsere Bundespolitiker stärker an ihre Parteifreunde angebunden, die in Länder und Kommunen Verantwortung tragen (und die dort massiv mit den Problemen konfrontiert werden). Ich gehe davon aus, daß hinter den Kulissen schon heftig daran gearbeitet wird, einen neuen Asylkompromiss zu finden. Wobei das taktische Problem darin besteht, daß die GroKo keine eigene Mehrheit im Bundesrat hat und daher mindestens die Tolerierung des Projekts durch die Grünen braucht.
Aber die Änderung wird kommen, während noch vorne als Nebelschleier die große Völkerfreundschaft zelebriert wird.

Und sobald der größte Teil des Zustroms abgewürgt ist, wird das Thema "Flüchtlinge" wieder in der medialen Versenkung verschwinden.

Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 7.630

31.08.2015 12:52
#22 RE: Das Pack antworten

Zitat von R.A. im Beitrag #21
Aber die Änderung wird kommen, während noch vorne als Nebelschleier die große Völkerfreundschaft zelebriert wird.


Hoffen wirs. Aber wenn ich mir die anderen neuralgischen Felder anschaue - eben Eurorettung & Energiewende - scheint es mir durchaus möglich, daß wir es hier mit einer sklerotierten Telekratie zu tun haben, die vollkommen resistent gegen die Faktenlage & die Aussichten für die Zukunft nur noch das Weiter-so kennt. Die Parallelisierung mit 89 bezog sich auf den Modus operandi: das Sich-Verweigern der Leute gegenüber den Zumutungen der Politik - und welcher Tropfen wohl das Faß zum Überlaufen bringen dürfte. Auch hier wären die Forderungen ja absolut "systemkonform": die Anwendung geltenden Rechts & die Verantwortung gegenüber den Staatsbürgern, nicht Jedem-Anderen-Außer-Ihnen.

Zitat
Und sobald der größte Teil des Zustroms abgewürgt ist, wird das Thema "Flüchtlinge" wieder in der medialen Versenkung verschwinden.



Kaum. Hier sind Dynamiken in Gang gesetzt worden, die über Jahrzehnte fortwirken. Man wird das Problem dann vielleicht nicht mehr im eigenen Vorgarten haben, aber ohne Festung Europa wird es nicht gehen. Und die, die hier sind, werden nicht weniger & über Nacht integriert. Das bleibt uns mindestens so erhalten wie den USA die Hispanics.



Les hommes seront toujours fous; et ceux qui croient les guérir sont les plus fous de la bande. - Voltaire

Werwohlf Offline




Beiträge: 975

31.08.2015 15:37
#23 RE: Das Pack antworten

Zitat von Dennis the Menace im Beitrag #19
Sozialsysteme - ein vielschichtiger Begriff, gleichwohl der Verallgemeinerung zugänglich - bedürfen doch zweifelsohne der permanenten EINWANDERUNG, um intakt zu bleiben.
Das stimmt wohl. Was mich aber immer bei solchen Debatten wundert, ist die Sicherheit, mit der da angenommen wird, die jungen Zuwanderer würden gerne die alternde "altdeutsche" Bevölkerung versorgen wollen. Spätestens wenn die das Wahlrecht bekommen, was bei der "Refugees welcome"-Fraktion der bereits feststehende nächste Schritt ist, werden sich da manche Sozialstaatsromantiker heftig umgucken.

Und weil in diesem Zusammenhang auch immer gerne der zunehmende Bedarf an Pflegekräften ins Spiel gebracht wird: Ich bezweifle ganz arg, dass stolze junge Muslime alten deutschen Atheisten oder Christen die Hinterteile säubern werden.

Die Ironie an der ganzen Zuwanderungsgeschichte ist mE, dass aus rein wirtschaftlichen (inkl. die Sozialsysteme betreffend) Erwägungen die legalen Zuwanderer (aufgrund von politischer Verfolgung oder Krieg) zurückgeschickt und die illegalen (vom Balkan mit Deutschkenntnissen und Ausbildung) behalten werden sollten. Deswegen bewegt sich mein Kopf auch ständig Richtung Tischplatte, wenn in einem Atemzug die Zuwanderung zugleich aus ökonomischen als auch aus moralischen Gründen bejubelt wird.

--
Bevor ich mit den Wölfen heule, werd‘ ich lieber harzig, warzig grau,
verwandele ich mich in eine Eule oder vielleicht in eine graue Sau.
(Reinhard Mey)

R.A. Online



Beiträge: 7.971

31.08.2015 15:43
#24 RE: Das Pack antworten

Zitat von Ulrich Elkmann im Beitrag #22
Aber wenn ich mir die anderen neuralgischen Felder anschaue - eben Eurorettung & Energiewende - scheint es mir durchaus möglich, daß wir es hier mit einer sklerotierten Telekratie zu tun haben, die vollkommen resistent gegen die Faktenlage

Sehe ich nicht so. In beiden Fällen haben die Regierenden m. E. inzwischen sehr wohl begriffen, daß sie Bockmist gebaut haben. Die Schwierigkeit ist aber, da wieder raus zu kommen.
Bei der "Eurorettung" fehlt schlicht ein besseres Konzept. Die Kritiker fordern ja eigentlich nur, daß man es seinerzeit hätte anders machen müssen. Was zwar richtig ist, aber keine Lösung für heute.
Und bei der Energiewende ist das Problem zwar erkannt, aber der Druck noch nicht so groß, daß man wirklich den Kampf mit Medien und Lobbies aufnehmen könnte.

Zitat
Die Parallelisierung mit 89 bezog sich auf den Modus operandi: das Sich-Verweigern der Leute gegenüber den Zumutungen der Politik


Da bin ich bei Frank - ich sehe keine generelle Neigung dieser Art.

Zitat
... Und die, die hier sind, werden nicht weniger & über Nacht integriert. Das bleibt uns mindestens so erhalten wie den USA die Hispanics.


Sicher. Einen Teil der Flüchtlinge wird man wieder loswerden, der größere Teil wird bleiben. Von denen wird die Mehrheit sich integrieren und arbeiten, und andere machen richtig Probleme.
ABER: Ich habe nicht gesagt, daß das Problem verschwinden wird. Sondern nur, daß es medial in der Versenkung verschwindet.
Und von den Problem-Flüchtlingen wird man in einigen Jahren fast nichts lesen ...

RichardT Offline




Beiträge: 260

31.08.2015 15:45
#25 RE: Das Pack antworten

zu Beitrag #12 von Notquite: Ich kann nur zustimmen. Die Oberschicht wird gezielt angegriffen. Zumindest bei uns in Tübingen. Hatten wir bisher eine Baupolitik die speziell die alten Villenviertel umgestalten sollte (durch möglichst große nicht passende Gebäude) ist unser OB einer der Vordenker derch Zwangseinweisung. Bisher geht es nur um leerstehenden Wohnraum, bald sicher auch um Zwangseinweisungen. In den alten Bürgergegenden wohnen eben viele Rentner allein in Häusern die für Familien gebaut waren. Genug Platz für mehr.
Es wird auch überlegt angrenzend an ein altes Viertel ein Containerlager einzurichten.
Und in einer Kleinstadt hat man auch nicht so einfach die Möglichkeit der Privatschule. Große Zahl an Zuwanderern deren Kinder nicht deutsch können kombiniert mit der grünen "Alle lernen mit allen nichts" Schulpolitik gibt Zustände die einen das Schlimmste befürchten lassen.

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