Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden  

ZETTELS KLEINES ZIMMER

Das Forum zu "Zettels Raum"



Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 90 Antworten
und wurde 6.032 mal aufgerufen
 Kommentare/Diskussionen zu "Zettels Raum"
Seiten 1 | 2 | 3 | 4
Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 8.015

06.03.2020 00:45
COVID-19. Münsterland: Die Ruhe vor dem Sturm Antworten



"Les hommes seront toujours fous; et ceux qui croient les guérir sont les plus fous de la bande." - Voltaire

Frank2000 Offline




Beiträge: 2.220

06.03.2020 07:46
#2 RE: COVID-19. Münsterland: Die Ruhe vor dem Sturm Antworten

Ich habe überlegt, diesen Artikel zu teilen. Was mich davon abgehalten hat?

Das ich in meinem Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis niemand kenne, der einen so komplexen und "langen" Artikel durchliest.

Alle fühlen sich - auch wenn permanent behauptet wird, sich ja selbst "unabhängig" und "vielfältig" zu informieren, naiv und einseitig sind immer nur die "Anderen" - durch Spiegel, Tagesschau und Bild gut informiert. Sie empfinden den Grad der Verantwortungslosigkeit unserer Regierung für unfassbar? Ich bin viel mehr darüber entsetzt, da wir immer noch Reste demokratischer Werkzeuge in Deutschland haben, wie unfassbar arrogant die Deutschen von sich selbst glauben, gut informiert zu sein - bei gleichzeitiger extremer Schieflage der Nachrichten in den Medien. Wir brauchen keine Diktatur, keine staatliche Zensur oder agressive Propagandabehörde in Deutschland.

Das macht der zivile Betrieb selbst.

___________________
Jeder, der Merkel stützt, schützt oder wählt, macht sich mitschuldig.

Yago Offline



Beiträge: 180

06.03.2020 09:10
#3 RE: COVID-19. Münsterland: Die Ruhe vor dem Sturm Antworten

Ich habe mir die Mühe gemacht, den Artikel zu lesen. Obwohl ich kurz davor war, wegen der Einleitung abzuspringen. Der folgende Sachteil mit den Hochrechnungen war sehr interessant.

2 Mio. Notfallbetten werden gebraucht. 30000 sind da. Notfälle werden in der Regel ältere (Männer) mit altersgerechten Vorschäden und Immundepression, z.B. bei Chemotherapie.

Der Umgang mit der Situation wie in China und von Ihnen beschrieben ist hier nichtdenkbar. Für die Sofortreaktion wie in Israel ist D zu groß. Es sind an unserer Grundschule schon in Friedenszeiten nur 6 von 16 Lehrern da.

Also ist es nur folgerichtig, die Pandemie durchlaufen zu lassen, bis eine ausreichende Immunisierung in der Bevölkerung vorhanden sein wird. Ein hoher Anteil der Toten wird tatsächlich vom normalen sterben aufgenommen werden. Kinder und junge Menschen kommen offenbar gut durch.

Eine Grundversorgung mit Lebensmitteln wird es immer geben, die mit Energie auch. Medikamente werden überschätz, Hygiene und solide Durchernährung sind wichtiger.

Was wichtiger als die Pandemie sein wird, ist die Funktionsfähigkeit der öffentlichen Verwaltung, speziell der Polizei, da wir halt nicht in China leben. Wenn erhebliche Probleme kommen werden, dann hier. Als erstes fällt mir ein, dass der Täter in Volkmarsen offenbar von den Zeugen halbtot geschlagen wurde. Das fand in einem gut situierten Umfeld mit normalen Bürgern statt.


Nachtrag: In der Welt steht zu lesen, Hamburg schließt Schulen, um die Ausbreitung der Infektion zu verhindern. Das ist aber nicht der Fall. Das Problem wird nur auf eine andere Ebene weitergeschoben.

Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 8.015

06.03.2020 12:37
#4 RE: COVID-19. Münsterland: Die Ruhe vor dem Sturm Antworten

Update. Fr., 12:00. "Landesweit" bezieht sich hier aus NRW, nicht auf alle 16 Bundesländer.

Zitat
Update, 11.17 Uhr: Die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen ist bis Freitag (Stand 10 Uhr) landesweit auf 324 gestiegen. Während die Fall-Zahl im Kreis Heinsberg unverändert bei 197 lag, gab es einen auffälligen Anstieg in Stadt und Kreis Aachen von 33 am Vortag auf 41 am Freitagmorgen. Dort hatte ein Testzentrum für Verdachtsfälle die Arbeit aufgenommen. Im Folgenden alle weiteren Zahlen im Überblick: Kreis Heinsberg: 197 Fälle, Köln: 14 Fälle, Märkischer Kreis: 4 Fälle, Aachen und Städteregion Aachen: 41 Fälle, Mönchengladbach: 5 Fälle, Bonn: 1 Fall, Kreis Wesel: 1 Fall, Kreis Düren: 4 Fälle, Kreis Viersen: 4 Fälle, Münster: 8 Fälle, Essen: 5 Fälle, Rhein-Erft-Kreis: 2 Fälle, Kreis Unna: 1 Fall, Duisburg: 3 Fälle, Düsseldorf: 2 Fälle, Oberbergischer Kreis: 2 Fälle, Rheinisch-Bergischer-Kreis: 3 Fälle, Rhein-Kreis Neuss: 2 Fälle, Kreis Mettmann: 2 Fälle, Bochum: 1 Fall, Kreis Coesfeld: 13 Fälle, Kreis Recklinghausen: 1 Fall, Kreis Lippe: 1 Fall, Stadt Gelsenkirchen: 3 Fälle, Kreis Borken: 1 Fall, Kreis Euskirchen: 1 Fall, Stadt Dortmund: 2 Fälle.



https://www.wa.de/nordrhein-westfalen/co...n-13560300.html

Plus:

Zitat
Coronavirus in NRW: Plötzlich melden sich viele Lehrer krank

Update, 9.10 Uhr: Ungewöhnlicher Vorgang an einer Düsseldorfer Gesamtschule: Nachdem bei einer Lehrerin das neuartige Coronavirus nachgewiesen wurde, sollte der Schulbetrieb weiter gehen. Dann meldeten sich aber so viele Lehrer krank, dass die Schule am Freitag dicht bleiben musste. Die Dieter-Forte-Gesamtschule hatte auf ihrer Internetseite mitgeteilt: "Bei einer Lehrerin unserer Schule ist das Coronavirus Sars-CoV-2 nachgewiesen worden." Das Gesundheitsamt entschied jedoch, dass nur Schüler einer Lerngruppe und einige Kontaktpersonen zu Hause bleiben sollen. Einen Tag später schrieb die Schulleitung im Internet dann: "Aufgrund einer hohen Zahl an erkrankten Lehrkräften kann der planmäßige Unterricht am Freitag nicht organisiert werden. Die Schülerinnen und Schüler haben daher einen häuslichen Studientag - Unterricht in der Schule findet nicht statt." Wie viele Lehrer sich krank gemeldet haben und wann der Schulbetrieb wieder aufgenommen werden kann, blieb zunächst unklar.



Hier greifen tiefere menschliche Selbstschutzreflexe. Auf den Straßen in Münster waren, wie ich im Artikel geschrieben habe, gestern nur etwa die Hälfte der sonst unter der Woche anzutreffenden Passanten unterwegs. Heute morgen nur noch ein Viertel.



"Les hommes seront toujours fous; et ceux qui croient les guérir sont les plus fous de la bande." - Voltaire

Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 8.015

06.03.2020 13:00
#5 RE: COVID-19. Münsterland: Die Ruhe vor dem Sturm Antworten

Zitat von Tagesschau, 05.03., 21:59
Zu viele Länder der Welt sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) noch nicht angemessen auf eine mögliche Ausbreitung des Coronavirus vorbereitet. "Wir sind besorgt, dass manche Länder dies entweder nicht ernst genug nehmen oder entschieden haben, dass sie ohnehin nichts tun können", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. "Wir sind besorgt, dass der Umfang des politischen Engagements und die dafür nötigen Maßnahmen dem Umfang der Bedrohung, der wir uns alle gegenübersehen, nicht entsprechen."

Die Regierungen müssten geschlossen und mit allen Ministerien hinter dem Kampf gegen das Virus stehen. Wie tödlich das Virus letztendlich sei, hänge auch davon ab, wie gut die Länder vorbereitet seien, Infektionen zu erkennen, Patienten zu isolieren und Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Das Virus werde die Welt wohl noch monatelang im Griff behalten. "Staaten sollten sich auf eine fortgesetzte Verbreitung einstellen", sagte Tedros. Was jetzt unternommen werde, entscheide darüber, wie sich die Epidemie in den einzelnen Ländern weiter entwickle.



https://www.tagesschau.de/ausland/corona...GZfmG250RgHB71I



"Les hommes seront toujours fous; et ceux qui croient les guérir sont les plus fous de la bande." - Voltaire

flobotron Offline



Beiträge: 113

06.03.2020 14:58
#6 RE: COVID-19. Münsterland: Die Ruhe vor dem Sturm Antworten

Süd Korea hat laut https://www.coronavirus.video/country-stats.php
bei 6284 Erkrankten nur 42 Tote, was einer Mortalitätsrate von 0,67% entspricht und deutlich hinter den 3,77% Chinas und den 4% Italiens liegt.
Ich denke die Gründe es gibt hier zwei Erklärungen für.
A. Süd Koreas rigorose Überwachung und Quarantäne, die ein Ausbreiten eindämmen und damit Risikogruppen schützen und helfen Erkrankungen rechtzeitig zu erkennen und zu behandelen.
B. Die hohe Überwachungsrate erhöht die Statistik um die leicht Erkrankten, die kaum Symptome zeigen und in den andern Ländern nicht erfasst werden und somit die Mortalitätsrate erhöhen.

Da unsere Dilletantenregierung in Punkt a völlig versagt, hoffe ich, dass b einen deutlich höheren Einfluss auf die hohe Mortalität hat, als a.

edit Rechtschreibung und Grammatik, In der U Bahn mit dem Handy schreiben ist keine gute Idee

Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 8.015

06.03.2020 16:29
#7 RE: COVID-19. Münsterland: Die Ruhe vor dem Sturm Antworten

Zitat von flobotron im Beitrag #6
Da unsere Dilletantenregierung in Punkt a völlig versagt


Jawollja.

Zitat von FOCUS-Ticker, von heute
Ein Bürgermeisterkandidat im schwäbischen Landkreis Augsburg hat sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Betroffen sei Werner Halank (53), der in der Gemeinde Bonstetten nordwestlich von Augsburg bei der Kommunalwahl für die Freien Wähler ins Rathaus einziehen will, wie das Landratsamt am Freitag mitteilte.

Der Jurist habe in den vergangenen Tagen "massiven Wahlkampf" betrieben, sagte ein Sprecher. Daher versuchten die Behörden nun, über einen öffentlichen Aufruf schnellstmöglich die Zahl der Kontaktpersonen einzugrenzen. "Er hat viele Hände geschüttelt, daher geht das nicht anders."Bonstetten hat rund 1400 Einwohner.



https://www.focus.de/gesundheit/news/cor...d_11576018.html



"Les hommes seront toujours fous; et ceux qui croient les guérir sont les plus fous de la bande." - Voltaire

Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 8.015

06.03.2020 19:37
#8 RE: COVID-19. Münsterland: Die Ruhe vor dem Sturm Antworten

Zitat
Dr. med. Eva Maria Strobl
@lipsandskin
Auch die Charité will jetzt Quarantäneempfehlungen des RKI nicht mehr umsetzen. Unsere „gute Vorbereitung“ entpuppt sich zunehmend als Farce.

8:07 vorm. · 6. März 2020


https://twitter.com/lipsandskin/status/1235824236414959621



"Les hommes seront toujours fous; et ceux qui croient les guérir sont les plus fous de la bande." - Voltaire

Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 8.015

06.03.2020 21:48
#9 RE: COVID-19. Münsterland: Die Ruhe vor dem Sturm Antworten

Zitat
+++ 19:55 Erstmals deutscher Patient in Lebensgefahr +++
Erstmals in Deutschland ist einem Medienbericht zufolge ein Corona-Patient in einen lebensgefährlichen Zustand geraten. Der Mann liege auf einer Intensivstation des Universitätsklinikums Münster, berichtete das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Das Klinikum wollte den Bericht am Abend nicht kommentieren. Wegen einer bevorstehenden Organtransplantation habe der Patient Medikamente bekommen, die das Immunsystem unterdrückten, berichtete RND weiter. Das habe möglicherweise die Infektion begünstigt. Wann sich der Patient mit dem Coronavirus angesteckt hatte, war zunächst unklar.

Die Bezirksregierung bestätigte am Abend auf Twitter 28 Infektionen mit dem Coronavirus im Regierungsbezirk Münster. Unter den Betroffenen seien vier Schülerinnen eines inzwischen geschlossenen bischöflichen Gymnasiums sowie eine Erzieherin und ein Mädchen aus einem inzwischen geschlossenen Kindergarten, schrieb RND weiter.


https://www.n-tv.de/panorama/21-40-USA-E...le21602064.html



"Les hommes seront toujours fous; et ceux qui croient les guérir sont les plus fous de la bande." - Voltaire

Llarian Offline



Beiträge: 4.882

06.03.2020 23:17
#10 RE: COVID-19. Münsterland: Die Ruhe vor dem Sturm Antworten

So groß das politische Versagen auch ist (ich halte es nebenbei nicht für größer als 2015, insbesondere weil diesmal weit weniger Leute daran beteiligt sind), so weiß ich nicht ob Panikmache nun die richtige Reaktion auf die Ignoranz der Politik ist. Deine Milchmädchenrechnung hat ein paar Fehler allerersten Güte, und ich eigentlich bin ich sicher, daß weißt Du auch selbst.

Selbst wenn wir weiterhin exponentielles Wachstum unterstellen (es gibt gute Gründe anzunehmen, dass der Exponent kleiner wird), so werden niemals zu einem Zeitpunkt 20 Millionen Menschen gleichzeitig(!) krank sein. Dafür ist die eigentliche Krankheitsphase viel zu kurz. Das passiert ja auch bei Grippewellen nicht, und die Grippe ist durchaus ebenso ansteckend, wenn auch nicht so extrem wie Corona.

Bei der Erwähnung, dass der Chef vom RKI von einer Durchseuchung von 70% ausgeht, ist auch ein bischen untergegangen, dass er dabei einen Zeitraum von 5 Jahren genannt hat. Wenn man bedenkt, dass man nur 2 Wochen krank ist, und selbst die schweren Fälle nach 4 Wochen in der Regel "durch" sind, so relativiert sich die Menge an Schwerkranken deutlich. Es sind immer noch zu viele und deutlich über den heutigen Möglichkeiten, aber es sind eben nicht 2 Millionen, die ganz plötzlich eine Intensivstation brauchen. Auch die Letalität von 3,x Prozent ist mehr als fraglich. Denn solche Untersuchungen erfassen mit großer Wahrscheinlichkeit jeden Toten richtig, aber die Zahl der Überlebenden ist absolut fragwürdig. Denn bei einer solchen Durchseuchung, wie wir sie in Italien erleben, können ganze Heerscharen infiziert sein, ohne dass es ein Mensch gemerkt hat. Wenn der Nenner aber plötzlich einige Faktoren größer ist, dann sieht die Welt ganz anders aus.

Dazu kommen noch zwei andere Effekte: Zum einen, selbst in Deutschland wirds bald Sommer. Wir haben immerhin schon März und wenn sich Corona wie eine Grippe verhält, dann wird spätestens ab Juni erst einmal Sense sein. Auch Grippewellen laufen sich im Sommer tot. Die böse Frage wird dann eher lauten, ob sich Corona im Zuge dessen wie die spanische Grippe verhält und dafür im Herbst umso tödlicher zurück kommt. Schwer zu sagen, aber eben völlig unbekannt.
Zum anderen, es wird weltweit massiv an Impfstoffen und Medikamenten geforscht. Und es ist keinesfalls ausgeschlossen, dass bereits im Herbst etwas zuverlässiges existiert. Auch das ist schwer zu sagen.

Ich bin absolut bei Dir, dass das derzeitige Politikversagen eklatant und tatsächlich hart an der kriminellen Grenze ist (übrigens auch wieder im Unterschied zu 2015, was klar kriminell war). Aber das geht nicht ewig weiter. Die Politik kann sich das leisten, so lange noch nicht viel passiert ist. Wenn wir dagegen ein paar Dutzend Tote haben, hunderte gar (und das kann sehr gut passieren), dann sieht die Welt anders aus. Im Moment können viele Leute Jens Spahn noch ganz toll finden (wie gesagt, es ist ja noch nicht viel passiert), aber das wird sich ändern. Und im Zuge dessen kann es auch zu ganz anderen Maßnahmen kommen.

Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 8.015

08.03.2020 01:55
#11 RE: COVID-19. Münsterland: Die Ruhe vor dem Sturm Antworten

Zitat von Llarian im Beitrag #10
dass der Chef vom RKI von einer Durchseuchung von 70% ausgeht, ist auch ein bischen untergegangen, dass er dabei einen Zeitraum von 5 Jahren genannt hat.


No way. Ich bezog mich bei der Angabe - das ist mgw. etwas untergegangen - auf das Statement von Marc Lipsitch von Harvard im Atlantic. Und der schreibt wörtlich "within the coming year, some 40 to 70 percent of people around the world will be infected with the virus that causes COVID-19." Wir haben übrigens auch gute Hinweise - unter anderem aus klinischen Studien in Thailand - daß Fälle vorliegen, die bei der Erstinfektion nur den milden Krankheitsverlauf gezeigt haben, bei Neuinfektion aber schwerste bis katastrophale Symptome aufweisen, durch überschießende Immunreaktion: Cytokinantwort im Lungengewebe. Der schwere Verlauf zeigt sich bei rund 20% derer, die überhaupt Symptome ausbilden (wie hoch der asymptotische Verlauf ist, ist unklar, wg. der Ungetesteten; auf der Diamond Princess belief er sich auf ein Drittel). Der Anteil derer, die davon Intensivbetreuung benötigen, inklusive ECMO, liegt zwischen 23 und 32%. Die durchschnittliche Dauer zwischen dem ersten Auftreten von Symptomen bis zur Hospitalisierung bei gravierendem Verlauf beträgt 9 Tage; Hospitalaufenthalt bis zur Ausheilung zwischen 3 und 6 Wochen.

Nachtrag: Und kaum habe ich das geschrieben, kommt dieser Bericht in La Stampa:
https://www.lastampa.it/cronaca/2020/03/...asZCWZUUPuVZFKo

Zitat
Coronavirus, in terapia intensiva i letti sono finiti: “Il sistema sanitario è al collasso”

Una tenda adibita al «triage» davanti al Pronto soccorso dell’ospedale Giovanni Bosco di Torino
In Lombardia, Veneto ed Emilia Romagna gli spazi sono occupati al 95%. Il sindacato dei medici: “Reggiamo solo 5 giorni”

I posti letto di rianimazione nelle tre regioni più esposte, cioè Lombardia, Veneto ed Emilia Romagna, sono in tutto 1.800. Normalmente il 40% di questi resta vuoto per fronteggiare eventuali emergenze o maggiori flussi di pazienti. In tempi di coronavirus il loro tasso di utilizzo è salito al 95%: detto diversamente solo 5 posti su 100 sono in questo momento liberi. E i malati gravi che hanno bisogno di macchine per respirare aumentano in proporzione. Erano 229 martedì e sono saliti a 295 solo 24 ore dopo. Con questi numeri secondo l’Anaao i posti in rianimazione sono già in esaurimento in Lombardia, lo saranno tra 5 giorni in Veneto ed entro una settimana in Emilia.



Die Intensiv- und Beatmungsbetten (Zahl isg. in den 3 Regionen: 1800), die sonst zu 40% ausgelastet sind, sind es jetzt zu 95%; in der Lombardei komplett; in den beiden anderen Regionen in den nächsten Tagen: 5 Tage im Veneto, 7 in Emilia. Die Zahlen steigen gerade rasant: vorgestern 769 neue Fälle, gestern 778, heute 1297. Für ganz DE haben wir heute den Stand von Italien am 28.2.; für NRW, dessen Entwicklung der gleichen Kurve folgt, den vom 25.2.



"Les hommes seront toujours fous; et ceux qui croient les guérir sont les plus fous de la bande." - Voltaire

Frankenstein Offline




Beiträge: 769

08.03.2020 14:03
#12 RE: COVID-19. Münsterland: Die Ruhe vor dem Sturm Antworten

Zitat von Ulrich Elkmann im Beitrag #11
Wir haben übrigens auch gute Hinweise - unter anderem aus klinischen Studien in Thailand - daß Fälle vorliegen, die bei der Erstinfektion nur den milden Krankheitsverlauf gezeigt haben, bei Neuinfektion aber schwerste bis katastrophale Symptome aufweisen, durch überschießende Immunreaktion: Cytokinantwort im Lungengewebe. Der schwere Verlauf zeigt sich bei rund 20% derer, die überhaupt Symptome ausbilden (wie hoch der asymptotische Verlauf ist, ist unklar, wg. der Ungetesteten; auf der Diamond Princess belief er sich auf ein Drittel). Der Anteil derer, die davon Intensivbetreuung benötigen, inklusive ECMO, liegt zwischen 23 und 32%. Die durchschnittliche Dauer zwischen dem ersten Auftreten von Symptomen bis zur Hospitalisierung bei gravierendem Verlauf beträgt 9 Tage; Hospitalaufenthalt bis zur Ausheilung zwischen 3 und 6 Wochen.

Beim schweren Verlauf würde ich gerne die Alterskohorte, Vorerkrankungen/Gesundheitszustand und Lebensumfeld (z. B. Rauchen, Wohnort mit hoher Luftverschmutzung etc.) sehen. Der Selektionsdruck von Erregern geht ja klar in Richtung geringerer Pathogenität.

Großveranstaltungen abzusagen und Schwimmbäder zu schließen ist eine Sachen, Schulen und KITAs schließen eine andere, denn zum einen leben Familien mit Kindern in der Regel sowieso räumlich nah beieinander, zum anderen müssten berufstätige Eltern Eltern dann teilweise zu Hause bleiben, was zu einem zumindest partiellen Zusammenbruch der öffentlichen Ordnung führen könnte. Hinsichtlich KITAs und Schulen erscheinen mir die Opportunitätskosten jedenfalls deutlich zu hoch zu sein, um solche drastischen Maßnahmen zu rechtfertigen. Man muss das Kind nicht mit dem Bade ausschütten.

Ich mag falsch liegen, aber mir scheinen die Reaktionen hysterische Ausmaße angenommen zu haben. Ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen, dann aber bitte mit aussagekräftigen medizinischen Statistiken.

6 Tote auf der Diamond Princess im Alter um/über 80 Jahre u. a. mit chronischer Lungenkrankheit (dazu womöglich adipöse, CO2H5OH-Konsum geneigte Raucher) - das überzeugt mich jedenfalls nicht.

Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 8.015

08.03.2020 14:52
#13 RE: COVID-19. Münsterland: Die Ruhe vor dem Sturm Antworten

Zitat von Frankenstein im Beitrag #12
Hinsichtlich KITAs und Schulen erscheinen mir die Opportunitätskosten jedenfalls deutlich zu hoch zu sein, um solche drastischen Maßnahmen zu rechtfertigen. Man muss das Kind nicht mit dem Bade ausschütten.

Ich mag falsch liegen, aber mir scheinen die Reaktionen hysterische Ausmaße angenommen zu haben.


Das ist nicht Hysterie, das ist schlichte Zinseszinsrechnung. Von Leuten, die die Trends in die Zukunft verlängern können, und die wissen, daß dieser Spuk nicht nächste Woche ausbrennt, nicht in einem Monat, nicht in zweien. Hier klappt gerade die Versorgung mit Schutzmaterial gepflegt zusammen - wobei es übrigens recht egal ist, ob die Dienste in der kommenden Woche blank dastehen oder in drei. Und der Kollaps der medizinischen Versorgung ist der neuralgische Punkt. Zum X-ten Mal: das EINZIGE, was hilft, ist eine rigorose Kappung der Ausbreitungsvektoren. Alles andere kostet zusätzliche Menschenleben. Jedes Fortführen von Schulen, Kitas, Unis schüttet da nur Öl ins Feuer.

https://nzzas.nzz.ch/schweiz/offener-str...15?reduced=true



"Les hommes seront toujours fous; et ceux qui croient les guérir sont les plus fous de la bande." - Voltaire

Frankenstein Offline




Beiträge: 769

08.03.2020 15:09
#14 RE: COVID-19. Münsterland: Die Ruhe vor dem Sturm Antworten

Zitat von Ulrich Elkmann im Beitrag #13
Zitat von Frankenstein im Beitrag #12
Hinsichtlich KITAs und Schulen erscheinen mir die Opportunitätskosten jedenfalls deutlich zu hoch zu sein, um solche drastischen Maßnahmen zu rechtfertigen. Man muss das Kind nicht mit dem Bade ausschütten.

Ich mag falsch liegen, aber mir scheinen die Reaktionen hysterische Ausmaße angenommen zu haben.


Das ist nicht Hysterie, das ist schlichte Zinseszinsrechnung. Von Leuten, die die Trends in die Zukunft verlängern können, und die wissen, daß dieser Spuk nicht nächste Woche ausbrennt, nicht in einem Monat, nicht in zweien. Hier klappt gerade die Versorgung mit Schutzmaterial gepflegt zusammen - wobei es übrigens recht egal ist, ob die Dienste in der kommenden Woche blank dastehen oder in drei. Und der Kollaps der medizinischen Versorgung ist der neuralgische Punkt. Zum X-ten Mal: das EINZIGE, was hilft, ist eine rigorose Kappung der Ausbreitungsvektoren. Alles andere kostet zusätzliche Menschenleben. Jedes Fortführen von Schulen, Kitas, Unis schüttet da nur Öl ins Feuer.

Was ist das für eine Art der Argumentation?

Ebensogut könnte man die sofortige Stilllegung aller Kohlekraftwerke fordern, da jeder weitere Tag zusätzliche Menschenleben - verursacht durch Luftverschmutzung - kostet.

Und warum werden Rauchen und Alkoholkonsum nicht umgehend verboten? Die unschuldigen Opfer von Passivrauchen und Alkohol am Steuer sind Legion.

Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 8.015

08.03.2020 15:14
#15 RE: COVID-19. Münsterland: Die Ruhe vor dem Sturm Antworten

Die eines Feuerwehrmanns. Der, im Gegensatz zu Ihnen, 2 + 2 addieren kann. Ihre dummen Beispiele zeigen, daß Sie nichts - gar nichts - verstanden haben. Tut mir leid, aber die Lage ist ernst, und solche intellektuellen Aussetzer nerven jetzt. China, Japan, Korea, Italien wissen, warum die diese Institutionen dichtgemacht haben. Taiwan hatte das nicht nötig, weil die das von Anfang an rigoros eingefangen haben. Wir hingegen sind im freien Fall, und werden es solange bleiben, bis wir uns auch dazu entschließen. Ums klar zu sagen: das Dichtmachen wird kommen. Die Frage ist einzig, ob wir das bei einem Stand von 1.000 Fällen in NRW (den wir in 3-4 Tagen haben) oder bei 50.000 beginnen. Und dann setzt sich das erst mal 14 Tage ungebrochen fort.

Wir hatten im Cluster NRW gestern mittag 377 Fälle (Stand 14:29), heute mittag 484 (Stand 11:30). Das sind die, die sich im Mittel vor 14 Tagen infiziert haben. Schreiben Sie den Trend fort.



"Les hommes seront toujours fous; et ceux qui croient les guérir sont les plus fous de la bande." - Voltaire

Emulgator Offline



Beiträge: 2.145

08.03.2020 15:41
#16 RE: COVID-19. Münsterland: Die Ruhe vor dem Sturm Antworten

Zitat von Frankenstein im Beitrag #14
Ebensogut könnte man die sofortige Stilllegung aller Kohlekraftwerke fordern, da jeder weitere Tag zusätzliche Menschenleben - verursacht durch Luftverschmutzung - kostet.
Der Unterschied ist wohl, daß Kohlestromverbrauch nicht ansteckend sondern frei gewählt ist. Daher kann man abschalten, wann und in welchem Umfang man will. Außerdem hat Verzicht auf Kohlestromverbrauch Substitutionskosten (z.B. Landschaftsverbrauch für Windturbinen), die ebenfalls schädlich sind (das fällt in den Partialbetrachtungen der Grünen leider immer hinten runter).

Die Ansteckung des Virus hingegen ist nicht frei gewählt, kann nicht dosiert werden und hat, wenn man auf sie verzichtet, keine Subsitutionskosten.

Alles klar?

Frankenstein Offline




Beiträge: 769

08.03.2020 15:49
#17 RE: COVID-19. Münsterland: Die Ruhe vor dem Sturm Antworten

Zitat von Emulgator im Beitrag #16
Zitat von Frankenstein im Beitrag #14
Ebensogut könnte man die sofortige Stilllegung aller Kohlekraftwerke fordern, da jeder weitere Tag zusätzliche Menschenleben - verursacht durch Luftverschmutzung - kostet.
Der Unterschied ist wohl, daß Kohlestromverbrauch nicht ansteckend sondern frei gewählt ist. Daher kann man abschalten, wann und in welchem Umfang man will. Außerdem hat Verzicht auf Kohlestromverbrauch Substitutionskosten (z.B. Landschaftsverbrauch für Windturbinen), die ebenfalls schädlich sind (das fällt in den Partialbetrachtungen der Grünen leider immer hinten runter).

Die Ansteckung des Virus hingegen ist nicht frei gewählt, kann nicht dosiert werden und hat, wenn man auf sie verzichtet, keine Subsitutionskosten.

Alles klar?

Bitte was? Die Schließung sämtlicher Schulen und Kindertagesstätten verursacht keine Opportunitätskosten?

Und ich kann das Kohlekraftwerk in meinem Einzugsgebiet abschalten indem ich keinen Kohlestrom mehr konsumiere?

Oder verstehe ich Sie falsch?

Emulgator Offline



Beiträge: 2.145

08.03.2020 15:59
#18 RE: COVID-19. Münsterland: Die Ruhe vor dem Sturm Antworten

Zitat von Frankenstein im Beitrag #17
Bitte was? Die Schließung sämtlicher Schulen und Kindertagesstätten verursacht keine Opportunitätskosten?
Jepp. Wenn ein paar Tage später die Eltern sowieso krankheitsbedingt daheim bleiben müssen, dann sind da keine Opportunitätskosten.

Zitat von Frankenstein im Beitrag #17
Und ich kann das Kohlekraftwerk in meinem Einzugsgebiet abschalten indem ich keinen Kohlestrom mehr konsumiere?
Ja, das können Sie entscheiden. Aber sie können nicht entscheiden, einfach gesund zu bleiben, wenn sie von Keimschleudern umgeben werden.

Frankenstein Offline




Beiträge: 769

08.03.2020 16:07
#19 RE: COVID-19. Münsterland: Die Ruhe vor dem Sturm Antworten

Zitat von Ulrich Elkmann im Beitrag #15
Die eines Feuerwehrmanns.

Werter Ulrich Elkmann,

also erstens wäre die Argumentation eines unbefangenen, kompetenten (ich kenne einen Arzt, der zur Ermittlung des Mittelwerts der Zahlen 52 und 58 einen Taschenrechner braucht) Mediziners interessanter, zweitens gibt es keinen Grund ausfallend zu werden, da die Diskussion hier im Forum keinerlei Einfluss auf das Geschehen haben wird.

Die nackten Zahlen sind relativ uninteressant, es fehlen Angaben zur Schwere des Verlaufs im Abgleich mit Alter, Vorerkrankungen, Lebensgewohnheiten, Lebensumfeld etc., um diese vernünftig interpretieren und einordnen zu können. Mit solchen Argumenten könnten Sie mich überzeugen.

Frankenstein Offline




Beiträge: 769

08.03.2020 16:13
#20 RE: COVID-19. Münsterland: Die Ruhe vor dem Sturm Antworten

Zitat von Emulgator im Beitrag #18
Zitat von Frankenstein im Beitrag #17
Bitte was? Die Schließung sämtlicher Schulen und Kindertagesstätten verursacht keine Opportunitätskosten?
Jepp. Wenn ein paar Tage später die Eltern sowieso krankheitsbedingt daheim bleiben müssen, dann sind da keine Opportunitätskosten.

Soviele berufstätige Eltern im Rentneralter mit chronischen Herz-, Lungen- und Kreislauferkrankungen und Kindern im KITA- bzw. Schulalter dürfte es hierzulande nicht geben.

Zitat von Emulgator im Beitrag #18
Zitat von Frankenstein im Beitrag #17
[quote="Frankenstein"|p155552]Und ich kann das Kohlekraftwerk in meinem Einzugsgebiet abschalten indem ich keinen Kohlestrom mehr konsumiere?
Ja, das können Sie entscheiden. Aber sie können nicht entscheiden, einfach gesund zu bleiben, wenn sie von Keimschleudern umgeben werden.

Der erste Teil der Aussage ist sinnfrei und der zweite Teil nicht stimmig mit ihrer Argumentation, da man sich ja einfach zu Hause abschotten kann, wenn man nicht infiziert werden will.

Emulgator Offline



Beiträge: 2.145

08.03.2020 16:22
#21 RE: COVID-19. Münsterland: Die Ruhe vor dem Sturm Antworten

Zitat von Frankenstein im Beitrag #20
Soviele berufstätige Eltern im Rentneralter mit chronischen Herz-, Lungen- und Kreislauferkrankungen und Kindern im KITA- bzw. Schulalter dürfte es hierzulande nicht geben.
Auch ohne Vorerkrankungen verläuft eine Ansteckung mit dem Coronavirus nicht symptomlos. Natürlich bleibt man dann daheim. Man bleibt auch daheim, wenn das Kindergartenkind sich im Kindergarten angesteckt hat. Daß man daran voraussichtlich nicht selber sterben kann, spielt dabei keine Rolle.


Zitat von Frankenstein im Beitrag #20
und der zweite Teil nicht stimmig mit ihrer Argumentation, da man sich ja einfach zu Hause abschotten kann, wenn man nicht infiziert werden will.
Sie müssen ein echter Hardcore-Prepper sein, wenn Sie meinen, sich monatelang daheim abschotten zu können. Und da ja die Kinder zur Schule müssen, klappt die Abschottung bei Familien sowieso nicht.

Frankenstein Offline




Beiträge: 769

08.03.2020 16:43
#22 RE: COVID-19. Münsterland: Die Ruhe vor dem Sturm Antworten

Zitat von Emulgator im Beitrag #21
Zitat von Frankenstein im Beitrag #20
Soviele berufstätige Eltern im Rentneralter mit chronischen Herz-, Lungen- und Kreislauferkrankungen und Kindern im KITA- bzw. Schulalter dürfte es hierzulande nicht geben.
Auch ohne Vorerkrankungen verläuft eine Ansteckung mit dem Coronavirus nicht symptomlos. Natürlich bleibt man dann daheim. Man bleibt auch daheim, wenn das Kindergartenkind sich im Kindergarten angesteckt hat. Daß man daran voraussichtlich nicht selber sterben kann, spielt dabei keine Rolle.


Zitat von Frankenstein im Beitrag #20
und der zweite Teil nicht stimmig mit ihrer Argumentation, da man sich ja einfach zu Hause abschotten kann, wenn man nicht infiziert werden will.
Sie müssen ein echter Hardcore-Prepper sein, wenn Sie meinen, sich monatelang daheim abschotten zu können. Und da ja die Kinder zur Schule müssen, klappt die Abschottung bei Familien sowieso nicht.

Das war zur Illustrierung Ihres Kohlestromarguments gedacht. Genausowenig, wie man sich mal eben wochenlang zu Hause abschotten kann (ab dem Frühling dürfte sich der Virus eh im Sommerschlaf befinden), kann man sich mal so eben der Luftverschmutzung durch industrielle Abgase in seiner Umgebung entziehen - schon gar nicht, indem man auf den Konsum von Kohlestrom verzichtet, wie sie so grotesk und absurd suggeriert haben.

Ich selber bin übrigens Anfang 50, habe chronisches Asthma (aber auch das goldene Sportabzeichen), mache mir jedoch aufgrund meiner (eher zufällig erworbenen) Grundlagenkenntnisse in Sachen Data Science und Medizinischer Mikrobiologie überhaupt keine Sorgen, was das Virus angeht.

Eine Absage kommerzieller Großveranstaltungen und sanfte Quarantäne von Alters- und Pflegeheimen sowie Krankenhäusern mit gefährdeten Patientengruppen halte ich nichtsdestotrotz für angemessen, die Schließung von Schulen und KITAs/Kindergärten hingegen für deutlich überzogen.

Emulgator Offline



Beiträge: 2.145

08.03.2020 17:00
#23 RE: COVID-19. Münsterland: Die Ruhe vor dem Sturm Antworten

Zitat von Frankenstein im Beitrag #22
Das war zur Illustrierung Ihres Kohlestromarguments gedacht.
Danke, meine Argumente illustriere ich schon selber, wenn ich sie erklärungsbedürftig finde.

Zitat von Frankenstein im Beitrag #22
Genausowenig, wie man sich mal eben wochenlang zu Hause abschotten kann ([...]), kann man sich mal so eben der Luftverschmutzung durch industrielle Abgase in seiner Umgebung entziehen - schon gar nicht, indem man auf den Konsum von Kohlestrom verzichtet, wie sie so grotesk und absurd suggeriert haben.
In den betroffenen chinesischen Ballungsräumen ist als Nebeneffekt der Quarantänemaßnahmen mit einem Schlag die Luftverschmutzung zurückgegangen. Geht also doch, was Sie so grotesk ignorieren. Und zu den Kohlekraftwerken: In Japan hat man 2011 bekanntlich mit einem Schlag alle Kernkraftwerke heruntergefahren, die dort einen ähnlichen Anteil an der Stromerzeugung hatten wie bei uns die Kohleverstromung. Ging auch. Hat zwar immense Kosten verursacht, aber ging.

Kitas und Schulen zu schließen ist viel billiger. Manchmal haben Streiks der Erzieher dieselben Folgen. Und wie gesagt, da man zu wählen hat, ob man eine Weile diese Einrichtungen schließt (und z.B. zum Ausgleich die Sommerferien kürzt) oder ob kleckerlesweise wegen Erkrankungen diese Einrichtungen sowieseo keinen Nutzen entfalen können, dann sollte die koordinierte Schließung billiger sein.

Zitat von Frankenstein im Beitrag #22
Grundlagenkenntnisse in Sachen Data Science und Medizinischer Mikrobiologie überhaupt keine Sorgen, was das Virus angeht.
Dann sollten Sie wissen, daß in der Medizin das Virus ein Neutrum ist. Kommt nämlich vom lateinischen virus, "Schleim".
Sorry, aber auf jeden Versuch eines Autoritätsargumentes wird von mir zurückgepöbelt, weil nur die Validität der Argumente an sich eine Rolle spielt, keine Einschücherung.


Zitat von Frankenstein im Beitrag #22
Eine Absage kommerzieller Großveranstaltungen und sanfte Quarantäne von Alters- und Pflegeheimen sowie Krankenhäusern mit gefährdeten Patientengruppen halte ich nichtsdestotrotz für angemessen, die Schließung von Schulen und KITAs/Kindergärten hingegen für deutlich überzogen.
Wenn eine Grippe grassiert, wäre das auch angemessen. Es würde ausreichen und ausgedehntere Quarantänemaßnahmen hätten keinen Sinn, weil der Ansteckungspfad zu unübersichtlich ist. Eine Grippe beginnt nämlich typischerweise irgendwo in Indien/Pakistan und braucht dann etwa ein Jahr, bis sie den Rest der Welt durchseucht.

Aber man weiß nicht, ob das aktuelle Virus wirklich sich nur wie eine Grippe auswirkt, denn es ist klar, daß es kein Influenza-Stamm ist. Umgekehrt kennt man im Gegensatz zur Grippe den Ansteckungspfad, weil er schneller ist und der Startpunkt besser lokalisiert ist.

Nobster Offline




Beiträge: 121

08.03.2020 18:23
#24 RE: COVID-19. Münsterland: Die Ruhe vor dem Sturm Antworten

Zitat von Emulgator im Beitrag #18
Jepp. Wenn ein paar Tage später die Eltern sowieso krankheitsbedingt daheim bleiben müssen, dann sind da keine Opportunitätskosten.

ja aber wenn nicht dann scchon!

Nobster Offline




Beiträge: 121

08.03.2020 18:32
#25 RE: COVID-19. Münsterland: Die Ruhe vor dem Sturm Antworten

Zitat von Ulrich Elkmann im Beitrag #11
Wir haben übrigens auch gute Hinweise - unter anderem aus klinischen Studien in Thailand - daß Fälle vorliegen, die bei der Erstinfektion nur den milden Krankheitsverlauf gezeigt haben, bei Neuinfektion aber schwerste bis katastrophale Symptome aufweisen, durch überschießende Immunreaktion

Es würde mich mal interessieren, die Quellen zu sehen. Nach dem was ich gelesen habe, werden Aussagen einer Neuinfektionen immer als Messfehler angesehen. Das heißt, es wird vermutet, dass Leute als geheilt eingestuft waren, obwohl noch Viren vorhanden waren und bei der zweiten Messung wurde gründlicher getestet.

Seiten 1 | 2 | 3 | 4
Starlink »»
 Sprung  



Bitte beachten Sie diese Forumsregeln: Beiträge, die persönliche Angriffe gegen andere Poster, Unhöflichkeiten oder vulgäre Ausdrücke enthalten, sind nicht erlaubt; ebensowenig Beiträge mit rassistischem, fremdenfeindlichem oder obszönem Inhalt und Äußerungen gegen den demokratischen Rechtsstaat sowie Beiträge, die gegen gesetzliche Bestimmungen verstoßen. Hierzu gehört auch das Verbot von Vollzitaten, wie es durch die aktuelle Rechtsprechung festgelegt ist. Erlaubt ist lediglich das Zitieren weniger Sätze oder kurzer Absätze aus einem durch Copyright geschützten Dokument; und dies nur dann, wenn diese Zitate in einen argumentativen Kontext eingebunden sind. Bilder und Texte dürfen nur hochgeladen werden, wenn sie copyrightfrei sind oder das Copyright bei dem Mitglied liegt, das sie hochlädt. Bitte geben Sie das bei dem hochgeladenen Bild oder Text an. Links können zu einzelnen Artikeln, Abbildungen oder Beiträgen gesetzt werden, aber nicht zur Homepage von Foren, Zeitschriften usw. Bei einem Verstoß wird der betreffende Beitrag gelöscht oder redigiert. Bei einem massiven oder bei wiederholtem Verstoß endet die Mitgliedschaft. Eigene Beiträge dürfen nachträglich in Bezug auf Tippfehler oder stilistisch überarbeitet, aber nicht in ihrer Substanz verändert oder gelöscht werden. Nachträgliche Zusätze, die über derartige orthographische oder stilistische Korrekturen hinausgehen, müssen durch "Edit", "Nachtrag" o.ä. gekennzeichnet werden. Ferner gehört das Einverständnis mit der hier dargelegten Datenschutzerklärung zu den Forumsregeln.



Xobor Xobor Forum Software
Einfach ein eigenes Forum erstellen
Datenschutz